Bildungshaus

Bildungshaus - Blick vom Klieversberghang In wenigen Jahren wird das Bildungshaus am Klieversberg am Eingang zur Stadt einen neuen, innovativen Lernort bilden. Unter einem Dach zusammengefasst sein sollen dann die Bildungs- und Kulturinstitutionen Volkshochschule, Stadtbibliothek, Medienzentrum und Neue Schule.


Hier geht es zur Doku "Wolfsburger Bildungshaus - Auszeichnung und Bürgerbeteiligung".

Finnischer Architekt macht das Rennen

Bildungshaus am Wolfsburger Klieversberg wird in Helsinki entworfen

Hier geht es zur Doku "Wolfsburger Bildungshaus - Auszeichnung und Bürgerbeteiligung".

Bildungshaus - Blick auf Innenhof und Lerntreppe

Der Gewinnerentwurf für das künftige Bildungshaus in Wolfsburg steht fest. Das in Helsinki ansässige Architekturbüro Esa Ruskeepää Architects und die Landschaftsarchitekten Fugmann Janotta Landscape Architecture aus Berlin werden das Gebäude am Klieversberg am Eingang zur Stadt entwerfen. 

Im Bildungshaus sollen auf rund 16.500 Quadratmetern Fläche die Volkshochschule, die Stadtbibliothek, das Medienzentrum und die Oberstufe der Neuen Schule zusammengefügt werden und einen innovativen, vernetzten Lernort begründen.

Das siegreiche Team überzeugt mit seinem Entwurf, der in seiner städtebaulichen Positionierung und architektonischen Anmutung der hohen Bedeutung für die Stadt vollauf gerecht wird. Die außergewöhnliche Bepflanzung im und am Haus wird durch Tita Giese Pflanzenprojekte aus Düsseldorf erarbeitet. 

Dem 34-jährigen Architekten Esa Ruskeepää gelingt es, die vielfältigen Anforderungen der Nutzer in eine überzeugende Raumstruktur und Atmosphäre zu übersetzen, die der Bildungshaus-Idee uneingeschränkt entspricht. Die Struktur des Hauses ermöglicht eine barrierefreie Wegeführung und Orientierung. Sie verspricht zudem eine langfristige Nutzungsflexibilität.

Bildungshaus - Blick aus der Schillerstraße

Die bewegte und schwungvoll anmutende Dachlandschaft wird den südlichen Stadteingang prägen. „Wir haben uns für diesen Entwurf entschieden, weil Esa Ruskeepää und sein Team ein sehr gutes Verständnis für den zukunftsweisenden Bau haben, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Genau das haben wir für das Bildungshaus gesucht und nun gefunden“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

„Das Bildungshaus an diesem besonderen Ort in Wolfsburg und in der Nachbarschaft großer Architekten wie Hans Scharoun und Alvar Aalto entwerfen zu dürfen ist eine große Ehre für mich“, freut sich Esa Ruskeepää, dass er mit seinem Entwurf überzeugen konnte.

Vorausgegangen war im vergangenen Jahr zunächst ein zweiphasiger Planungswettbewerb. Die Jury wählte aus insgesamt 112 Entwürfen drei Siegerentwürfe aus. Im Sommer 2014 schloss sich ein Verhandlungsverfahren an, bei dem die drei ausgewählten Büros die Chance hatten, ihre Idee zum Bildungshaus weiter auszuarbeiten.

Für die Entscheidungsfindung waren Kriterien wie das Projektteam, die methodische Herangehensweise an die Bauaufgabe und die Qualität des Entwurfes ausschlaggebend. Aus diesem Verfahren hat sich das Büro Esa Ruskeepää Architects besonders hervorgetan.

Im Planungswettbewerb wie auch im anschließenden Verfahren wurden Bürger eingeladen, die 22 Entwürfe der zweiten Wettbewerbsphase beziehungsweise die drei Entwürfe aus der Überarbeitungsphase argumentativ zu bewerten. Insgesamt beteiligten sich mehr als 1.000 Bürger verschiedenen Alters.

In diesem Jahr beginnt die intensive Planungsphase, in der die vier Institutionen und die Bürger weiterhin eingebunden sein werden. Mitte 2017 soll derBildungshaus - Blick vom KlieversberghangObjektbeschluss vom Rat der Stadt getroffen werden.

In wenigen Jahren wird das Bildungshaus am Klieversberg am Eingang zur Stadt einen neuen, innovativen Lernort bilden. Unter einem Dach zusammengefasst sein sollen dann die Bildungs- und Kulturinstitutionen Volkshochschule, Stadtbibliothek, Medienzentrum und Neue Schule.

Architektonisch und inhaltlich soll ein neues, visionäres Angebot von Erlebnislernen, Selbstlernen und Leben entstehen. Das Bildungshaus soll eingebettet in ein städtebaulich-freiraumplanerisches Konzept ein Prototyp werden.

Es soll ein Haus werden, das begeistert, anregt und in dem sich die Wolfsburger Lernkultur und moderne Bildungstrends leben lassen. Ein Ort gestaltet für und mit den Wolfsburger Bürgerinnen und Bürgern. Das Konzept unseres Bildungshauses mit der inhaltlichen Verschmelzung der Institutionen gibt es noch nicht, weder national noch international.

Das Bildungshaus soll ein Ort für moderne Bildung und zeitgemäße Information, für individuelles Lernen und Anwenden von Wissen werden. Ein Ort, der MenschenAbriss Bildungshausanimiert und inspiriert ihre Kreativität und Kompetenz zu entdecken und weiter zu entwickeln. Es soll ein Treffpunkt mit Aufenthaltsqualität für die Bürger entstehen.

Durch den gemeinsamen Einzug der Volkshochschule, der Stadtbibliothek, des Medienzentrums und der Oberstufe der Neuen Schule Wolfsburg entstehen räumliche und inhaltliche Synergien, die ein Lernen entlang der Bildungsbiografie fördern. 

Das Bildungshaus wird mit der ganzen Breite didaktischer und pädagogischer Kompetenzen und der Gestaltung neuer und individueller Lernmöglichkeiten ausgestattet sein.

Das Bildungshaus ist Teil eines Ganzen. Es bereichert die bunte, vielfältige Wolfsburger Bildungslandschaft um einen Ort von und für die Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger. Für das Gebäude wurde eine der exponiertesten Lagen in der Innenstadt ausgesucht. Darum soll das Gebäude sowohl inhaltlich als auch architektonisch Strahlkraft besitzen.

Die Architekten haben die anspruchsvolle Aufgabe ein Haus zu entwerfen, das Vorbild, Anregung und ein neuer Maßstab für Bildungsbauten sein wird. Dabei gilt es vielerlei Perspektiven zu berücksichtigen. Das inhaltliche Profil ist genauso zu berücksichtigen, wie organisatorische Komponenten, Technik und Energiekonzept, Benutzerfreundlichkeit, Gestaltung und die architektonische Qualität insgesamt.

Illustration WürfelDurch die Planungen eines gemeinsamen Neubaus für die Sekundarstufe II der Neuen Schule, der Volkshochschule, der Stadtbibliothek und des Medienzentrums werden inhaltliche und räumliche Synergieeffekte generiert. 

Das Bildungshaus wird ein Ort für moderne Bildung und zeitgemäße Information, für individuelles Lernen und Anwenden von Wissen. Ein Ort, der Menschen animiert und inspiriert ihre Kreativität und Kompetenz zu entdecken und zu entwickeln. Ein Treffpunkt für die Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger.

Die Konzeptentwicklung begleitet Prof. Dr. Richard Stang, der bereits andere Kommunen in der Konzeptionierung unterstützt hat. Gemeinsam mit ihm, den Institutionen und der Verwaltung der Stadt Wolfsburg wird seit 2010 an dem Konzept für das Bildungshaus gearbeitet. Zunächst wurde ein Leitbild für das gemeinsame Vorhaben entworfen, um dann in der Vorbereitung auf den Planungswettbewerb konkret das Raum- und Funktionsprogramm des Gebäudes zu entwerfen.

Auf Basis der inhaltlichen Konzepte wurden die jeweiligen Flächenbedarfe und funktionalen Erwartungen aufgestellt und die gemeinsame Nutzung von Funktionen und Räumlichkeiten identifiziert. Ein wesentlicher Gelingensfaktor war die intensive Zusammenarbeit der Institutionen. In institutionsübergreifenden Arbeitsgruppen konzipierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inhaltliche und räumliche Rahmenbedingungen, die Grundlage für das Raum- und Funktionsprogramm noch vor den eigentlichen architektonischen Planungen waren.

Wesentliche Themen der AGs waren die Planung zum Einsatz eines modernen Medienverleihsystems, die Initiierung eines Lernzentrums im Bildungshaus und die thematische Zonierung des Hauses. Alle Arbeitsgruppen legten die gemeinsam erarbeiteten Leitideen zu Grunde: Kommunikation, Kreativität, Chancengerechtigkeit, Offenheit für alle Bürgerinnen und Bürger, Barrierefreiheit und Inklusion, Kompetenz, Wachstum und Ganzheitlichkeit – der Mensch steht im Mittelpunkt.

Eine große Stärke des geplanten Bildungshauses sind neben der intensiven Kooperation vier moderner Bildungseinrichtungen die inhaltlichen und räumlichen Synergien. Das Bildungshaus ist nicht nach Institutionen aufgeteilt, sondern strukturiert sich nach thematischen Zonen, die sowohl organisationsbezogen als auch inhaltlich definiert sind. Lediglich die Oberstufe der Neuen Schule wird als eine Einheit abgebildet, die sich zu den inhaltlichen Zonen des Bildungshauses öffnet.

Die Volkshochschule, die Stadtbibliothek und das Medienzentrum bespielen die Zonen gemeinsam. Die Funktionsbereiche sind eng miteinander verwoben, damit sich das umfangreiche Angebot für die Besucherinnen und Besucher optimal entfalten kann. Die Bibliotheksbestände und die inhaltlichen Angebote der Volkshochschule und des Medienzentrums bilden die inhaltlichen Zonen, welche die Atmosphäre des Hauses prägen.

Eingang und Publikumsmagnet ist der so genannte Marktplatz. Hier befinden sich unter anderem der Service- und Informationsbereich, das Café, angeschlossen an den Zeitschriftenlesebereich, Veranstaltungsflächen und als Herz des Bildungshauses der Lerntreff. Es gibt ein Film- und Tonstudio, Musikübungsräume und einen großen Bereich rund um das Thema “Digitale Welt” mit Computerarbeitsplätzen und Gaming-Zone.

Multifunktions-, Seminar-, Fach- und Kreativräume sind zunächst einer Institution zugeordnet, können aber je nach Belegungsplan von allen Nutzern und Dritten genutzt werden. Die Bibliotheksflächen haben hohe Aufenthaltsqualität, bieten unterschiedliche Sitz- und Arbeitsgelegenheiten und dienen gleichzeitig als Verkehrsfläche. 

Durch neue Ausrichtungsmöglichkeiten kann der Medienbestand für Jugend, Kinder und Familie vergrößert und durch eine Kinder-Eventfläche, Elternseminarräume und einen eigenen Jugendraum attraktiv gestaltet werden.

Wie die Institutionen in den Zonen zusammenfließen, wird beispielhaft an der Zone “Körper, Geist und Seele” deutlich, in der sich die Literatur ruIllustration Kreisdiagrammnd um das Thema Ernährung und Kochen nahe der Lehrküche befinden wird. In der Nähe der Gesundheits- und Gymnastikräume finden sich ebenfalls die entsprechenden Medien.

Viel Wert wird in allen Bereichen auf Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit gelegt, sodass sich auch Menschen mit Beeinträchtigung, ältere Menschen und Kinder willkommen fühlen. Eine hohe Aufenthaltsqualität wird durch ein attraktives gastronomisches Angebot, durch individuelle Einzel- und Gruppenarbeitsmöglichkeiten und durch lange Öffnungszeiten gewährleistet.Bei den Planungen des Hauses spielen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und architektonische Qualität ebenfalls eine wesentliche Rolle.

Neben den räumlichen und wirtschaftlichen Vorteilen, die sich durch ein gemeinsames Gebäude ergeben, eröffnen sich konzeptionell viele neue Möglichkeiten. Seit 2012 lassen sich Mitarbeiter der Volkshochschule und der Stadtbibliothek zu Lernbegleitern ausbilden. 

Bereits vor der Eröffnung verbinden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre didaktischen und pädagogischen Kompetenzen, kreieren gemeinsame Arbeitsfelder und initiieren erste Projekte, die im Bildungshaus institutionalisiert werden sollen. Das Angebot einer professionellen, individuellen Lernberatung im Lerntreff, die jeder in Anspruch nehmen kann, ebenso wie eine ganzheitliche Bildungsberatung, die alle Stationen der Bildungsbiografie betrachtet, ist eine Neuheit in Wolfsburg.
 

Neben Lern- und Erlebnisangeboten für alle Generationen bietet das Bildungshaus ein umfassendes Volkshochschulprogramm, medienpädagogische Projekte und ganzheitliche Bibliotheksangebote, die sich im Bildungshaus sinnvoll ergänzen. Sie bilden den Grundstein für weitere innovative Konzepte und Ansätze im Bereich des lebensbegleitenden Lernens in der Zukunft.

Das Bildungshaus schafft die Vernetzung von Bildungszugängen und von Bildungseinrichtungen und eröffnet den niedrigschwelligen Zugang zu Bildung in allen Lebenslagen. Es soll dem Individuum immer wieder Möglichkeiten und Anreize zum Lernen geben. Dabei findet die “Digitale Welt” besondere Berücksichtigung und Anwendung. Das Bildungshaus soll ein Zuhause für die neue Lernkultur in Wolfsburg werden und als Prototyp leuchtfeuerartig die Freude am lebenslangen Lernen in der Region verbreiten.

In der Bundesrepublik findet ein Umdenken in der Bildung statt. Die Trends zielen auf Inklusion statt Exklusion, auf lebenslanges Lernen statt rein schulischen Lernens, auf formale, non-formale, informelle Bildung statt rein formaler Bildung. Das Bildungshaus, als Ort in der vernetzten Bildungslandschaft, stellt den lernenden Menschen mit all seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt und fördert damit eine gelingende Bildungsbiografie.


Partner

 Logo StadtbibliothekStadtbibliothek Wolfsburg


 

Logo VHS Volkshochschule Wolfsburg

 

Logo Medienzentrum Wolfsburg

 Medienzentrum Wolfsburg

 

Logo Neue Schule Wolfsburg

 Neue Schule Wolfsburg

Offener, zweiphasiger, hochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischem Ideenteil

Drei Siegerentwürfe für das Bildungshaus Wolfsburg

So verlief die Auswahl der drei Siegerentwürfe für das Wolfsburger Bildunsghaus. Viel Spaß mit dem Film.

Prototyp BildungshausDie drei Siegerentwürfe im offenen, zweiphasigen Planungswettbewerb für das Wolfsburger Bildungshaus wurden am 7. mai 2014 geehrt und die entsprechenden Preise verliehen. Darüber hinaus erhielten fünf Arbeitsgemeinschaften aus Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros, deren Ideen zum Bildungshaus besonders innovativ waren, jeweils Anerkennungen.

„Die Architekturbüros hatten keine leichte Aufgabe. Die funktionalen und städtebaulichen Herausforderungen waren enorm. Die ausgezeichneten Arbeiten von Architekten aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Finnland haben unsere prototypische Idee zum Bildungshaus überzeugend umgesetzt“, freut sich Stadtbaurätin Monika Thomas.

Die drei Siegerentwürfe, die jeweils 43.000 Euro an Preisgeld erhielten, interpretierten die herausfordernde Aufgabe ganz unterschiedlich. Schaltraum Architektur (Hamburg) und Werner Sobek Stuttgart GmbH (Stuttgart) mit HinnenthalSchaar LandschaftsArchitekten (München) stellten ihr Bildungshaus unter das Motto „Plug in and find out“. Das Konzept besticht durch eine gute Gliederung, die eine vielfältige Nutzung zulässt und durch eine interaktive Medienfassade.

Der Kubus von prosa architekten (Darmstadt) mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten (Dresden) definiert den südlichen Stadteingang auf besondere Weise und verbindet dabei die Stadt mit dem Park. Das Gebäude lebt durch die Vernetzung der verschiedenen Bereiche.

Das Bildungshaus des finnischen Büros Esa Ruskeepää Architects (Helsinki) mit Fugmann Janotta Landscape Architecture (Berlin) überzeugt durch ein offenes, flexibles Gebäudekonzept. Eine besondere Atmosphäre schafft das Zusammenspiel zwischen innovativer Architektur und dem Grün im Inneren wie auch in der Freiraumgestaltung.

„Das Bildungshaus verkörpert unser Verständnis von innovativer, vernetzter Bildung. Zudem wird es den südlichen Stadteingang für die nächsten Jahrzehnte prägen. Aus diesem Grund hat sich das Preisgericht entschieden, keinen ersten Preis zu vergeben und die drei besten Entwürfe noch weiter bearbeiten zu lassen“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

In einer anschließenden Überarbeitungsphase haben die Architekten nun die Chance, im Dialog mit Volkshochschule, Stadtbibliothek Neuer Schule und Stadtverwaltung ihre Entwürfe zu optimieren. Die Jury wird dann ein weiteres Mal zusammenkommen und die Stadt Wolfsburg bei der Entscheidung für ein Haus beraten.

Im August 2013 wurde der offene, zweiphasige Wettbewerb zum Wolfsburger Bildungshaus ausgelobt. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten aus ganz Europa konnten sich anonym beteiligen. Von 112 Einsendungen wurden in der ersten Preisgerichtsitzung im Dezember vergangenen Jahres 22 Entwürfe ausgewählt.

Außergewöhnlich in einem solchen Wettbewerbsverfahren war die Beteiligung von Bürgern. Im März hatten alle Wolfsburger die Gelegenheit, die Ideen der Architekten zu begutachten. „Wir sind begeistert über das große Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern. Über 850 Menschen haben sich beteiligt und die 22 Bildungshaus-Entwürfe argumentativ bewertet“, berichtet Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration.

Hier sehen Sie die drei Siegerentwürfe.

Der Planungswettbewerb für das Bildungshaus

In wenigen Jahren wird das Bildungshaus am Klieversberg am Eingang zur Stadt einen neuen, innovativen Lernort bilden. Unter einem Dach zusammengefasst sein sollen dann die Bildungs- und Kulturinstitutionen Volkshochschule, Stadtbibliothek, Medienzentrum und Neue Schule. Mit diesem Weg beschreitet Wolfsburg Neuland und weckt schon jetzt überregional Interesse.

Nun wurde ein offener, zweiphasiger Planungswettbewerb ausgelobt, in dem ein prototypischer Entwurf für das Wolfsburger Bildungshaus gesucht wird. Voraussichtlich im Frühjahr 2014 soll der Siegerentwurf feststehen. Architektonisch und inhaltlich soll ein neues, visionäres Angebot von Erlebnislernen, Selbstlernen und Leben entstehen. Das Bildungshaus soll eingebettet in ein städtebaulich-freiraumplanerisches Konzept ein Prototyp werden.

„Es soll ein Haus werden, das begeistert, anregt und in dem sich die Wolfsburger Lernkultur und moderne Bildungstrends leben lassen. Ein Ort gestaltet für und mit den Wolfsburger Bürgerinnen und Bürgern. Das Konzept unseres Bildungshauses mit der inhaltlichen Verschmelzung der Institutionen gibt es noch nicht, weder national noch international“, unterstreicht Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Wir Wollen Wissen PreisrichterDas Bildungshaus soll ein Ort für moderne Bildung und zeitgemäße Information, für individuelles Lernen und Anwenden von Wissen werden. Ein Ort, der Menschen animiert und inspiriert ihre Kreativität und Kompetenz zu entdecken und weiter zu entwickeln. Es soll ein Treffpunkt mit Aufenthaltsqualität für die Bürger entstehen. 

Durch den gemeinsamen Einzug der Volkshochschule, der Stadtbibliothek, des Medienzentrums und der Oberstufe der Neuen Schule Wolfsburg entstehen räumliche und inhaltliche Synergien, die ein Lernen entlang der Bildungsbiografie fördern. 

Das Bildungshaus wird mit der ganzen Breite didaktischer und pädagogischer Kompetenzen und der Gestaltung neuer und individueller Lernmöglichkeiten ausgestattet sein.

„Das Bildungshaus ist Teil eines Ganzen. Es bereichert die bunte, vielfältige Wolfsburger Bildungslandschaft um einen Ort von und für die Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger“, sieht Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, die Konzeptionierung des Bildungshauses als gelungenes Beispiel des aktiven Diskurses zu modernen Bildungstrends in Wolfsburg.

Bei dem jetzt beginnenden Wettbewerb sind Architekturbüros aus ganz Europa aufgefordert ihre Entwürfe und Ideen für das innovative Projekt einzureichen. Städtebauliches Ziel ist es, im Bereich des heutigen Uhlandweges, an der Ecke Heinrich-Heine-Straße und Braunschweiger Straße, eine markante Stadteingangssituation am Klieversberg zu formulieren. 

„Für das Gebäude haben wir eine der exponiertesten Lagen in der Innenstadt ausgesucht. Darum soll das Gebäude sowohl inhaltlich als auch architektonisch Strahlkraft besitzen“, hebt Stadtbaurätin Monika Thomas den ganz besonderen Ort hervor.

Die Architekten haben die anspruchsvolle Aufgabe ein Haus zu entwerfen, das Vorbild, Anregung und ein neuer Maßstab für Bildungsbauten sein wird. Dabei gilt es vielerlei Perspektiven zu berücksichtigen. Das inhaltliche Profil ist genauso zu berücksichtigen, wie organisatorische Komponenten, Technik und Energiekonzept, Benutzerfreundlichkeit, Gestaltung und die architektonische Qualität insgesamt.

In der ersten Phase wählt das aus örtlichen Politikern und internationalen Experten unter anderem aus dem Bildungs- und Bibliotheksbau besetzte Preisgericht 20 bis 25 Entwürfe für eine vertiefende Ausarbeitung in der zweiten Wettbewerbsphase aus. Nach einer öffentlichen Ausstellung im Frühling 2014, bei dem die Wolfsburger Bürger diese Entwürfe besichtigen und kommentieren dürfen, wählt das Preisgericht Ende April 2014 den besten Entwurf für das zukünftige Wolfsburger Bildungshaus aus.

Verfahrensablauf im Planungswettbewerb „Bildungshaus“

10.10.2012     
Ratsbeschluss zur Durchführungen eines zweiphasigen Planungswettbewerbs
Auftrag, die Bürgerinnen und Bürger im Verfahren über das Übliche hinaus zu beteiligen

16.08.2013     
EU weite Bekanntmachung der Auslobung „Planungswettbewerb Bildungshaus“

04.11.2013     
Abgabe der Pläne und Modelle Phase 1

12.12. und 13.12.2013  
Erste Preisgerichtssitzung: Aus über 100 Entwürfen wurden 22 zur weiteren Bearbeitung ausgewählt.

07.03.2014     
Abgabe der Pläne und Modelle Phase 2

17.3. bis 21.3.2014     
Gebundene Beteiligung: Unterschiedliche Interessensgruppen werden zu einem konkreten Termin eingeladen die Entwürfe zu bewerten.

21.3. bis 23.3.2014    
Offene Beteiligung: Bürgerinnen und Bürger werden breit über die Ausstellung informiert und kommen ohne vorherige Anmeldung zu einem selbst gewählten Termin. Zu jeder vollen Stunde gibt es eine Einführung. Letzte Einführung jeweils um 17:00 Uhr. 

25.04 und 26.04.2014          
Zweite Preisgerichtssitzung: Jury bewertet die eingegangenen 22 Entwürfe unter Berücksichtigung der Argumente der Bürger 

07.05.2014     
Preisverleihung und Ausstellungseröffnung   
18:00 Uhr, Bürgerhalle, Rathaus A. Eintritt frei.

08.5. bis 22.5.2014         
Öffentliche Ausstellung der Entwürfe in der Bürgerhalle, Rathaus A. Eintritt frei.

Wir Wollen Wissen Bürgerbeteiligung

Im Wettbewerb: 1500 Meinungen wurden abgegeben. 850 Menschen haben sich beteiligt. 3 Architekturentwürfe sind in der letzten Runde.In der Überarbeitungsphase wollten wir wissen: Was gefällt Ihnen an den Siegerentwürfen und was nicht?Freitag, 26. September 2014: Über 250 Menschen beteiligten sich.

 

DANKE! 

Wir brauchen Menschen, die mehr Wissen wollen. Denn Bildung macht uns für die Zukunft stark. Wir Wolfsburger bauen ein Bildungshaus. Schön, dass Ihr mit dabei seid!

Wir Wollen Wissen BürgerbeteiligungBürgerbeteiligung bei der Auswahl des Bildungshauses 

Wolfsburgs Bürger waren eingeladen die Architekturentwürfe zu bewerten. Über 850 Menschen waren dabei.

Im Architekturwettbewerb zum Wolfsburger Bildungshaus am Klieversberg fand in der Woche vom 17. bis 23. März 2014 die Bürgerbeteiligung statt. Alle Bürger waren aufgerufen die 22 Ideen zum Neubau des Bildungshauses argumentativ zu bewerten.

Die Entwürfe noch vor der Entscheidung der Jury zu zeigen, ist neu. Dabei darf das hoch formelle Wettbewerbsverfahren nicht gefährdet werden. Details und Fotos müssen bis zum Abschluss geheim bleiben, denn die Jurymitglieder dürfen nicht beeinflusst werden. „Wir sind stolz, dass uns in Wolfsburg diese außergewöhnliche ArtWir Wollen Wissen Bürgerbeteiligung der Mitwirkung gelungen ist. Wenn wir in Wolfsburg einen innovativen, lebendigen Lernort für die Menschen unserer Stadt begründen wollen, dann müssen wir Ihre Meinung kennen.“, erklärt die Stadtbaurätin Monika Thomas.

Die Stadtverwaltung hat Wolfsburger aus unterschiedlichen Kontexten vom 17. bis 21.3. zu Sonderführungen eingeladen. Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration ist es besonders wichtig, dass viele Interessensgruppen die Entwürfe mit ihrem individuellen Blick bewerten: „Uns interessieren die vielfältigen Meinungen und Ideen der unterschiedlichen Nutzerinnen und Nutzer des zukünftigen Bildungshauses.

Deswegen haben wir jüngere und ältere Schüler, ebenso wie interkulturelle Vereine, Senioren, Eltern, Lehrende und viele weitere Wolfsburgerinnen und Wolfsburger Wir Wollen Wissen Bürgerbeteiligungdirekt eingeladen.“ Am Wochenende sind alle eingeladen die 22 Entwürfe zu besichtigen und zu bewerten.

Welche Ansprüche haben die Wolfsburger an die Funktionen eines Bildungshauses? Welche Architektur können sie sich in Wolfsburg vorstellen? Die Argumente der Bürger werden der Jury vorgetragen und in die Entscheidung einbezogen.


Bildergalerie

Beitrag kommentieren

Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Erforderliche Felder sind markiert *
Zu den Nutzungsbedingungen von wolfsburg.de

ABSCHICKEN

VIELEN DANK Ihr Kommentar ist bei uns eingegangen. Dieser wird nun redaktionell geprüft und anschließend veröffentlicht. OK

Hinweis Beim Absenden ihres Kommentars ist leider ein Fehler aufgetreten. Bitte kontaktieren Sie uns stattdessen über das Kontaktformular. OK

Bildungsbericht 2011

Den 1. Wolfsburger Bildungsbericht „Bildung in Wolfsburg 2011“ können Sie hier als PDF-Datei durchlesen und herunterladen.

PDF-Datei 3629 kB

Direktlink Termine
Direktlink Newsroom
Direktlink Bürgerservice