Vernetzung

Vernetzung der Wolfsburger Bildungsakteure

Illustration BildungslandschaftInnerhalb eines Workshops im Juni 2010 waren in einem partizipativen Prozess verschiedene Wolfsburger Institutionen, Organisationen und Personen, die mittel- und unmittelbar in dem Handlungsfeld “Bildung” in Wolfsburg tätig sind, eingeladen, sich an der Entwicklung einer institutionsübergreifenden “Wolfsburger Bildungslandschaft” zu beteiligen. 

Es entstand die Vision eines strukturierten Netzwerkes von Einrichtungen, die bislang mehr oder weniger isoliert die verschiedenen lernbiografischen Phasen der Menschen in Wolfsburg begleitet haben.

Ziel dieses Netzwerks ist ein neues Verständnis von “Bildung” über Strukturgrenzen hinaus, als einen stetigen und institutionsübergreifenden Prozess. Die inhaltliche Vernetzung soll Synergien erzeugen und diese für die bildungsbiografische Begleitung von Menschen nutzbar machen.

Team BildungsbüroBildungsbüro – strategisches Bildungsmanagement der Stadt Wolfsburg

Wolfsburg hat eine vielfältige Bildungslandschaft. Ziel der Stadt Wolfsburg ist es, diese Vielfalt entlang der lebenslangen Bildungskette ganzheitlich zu denken, sie transparent zu machen und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Institutionen zu gestalten.

An der Verwirklichung dieses Ziels arbeitet das Bildungsbüro der Stadt Wolfsburg für die Wolfsburger Bildungslandschaft mit. 

Das Bildungsbüro ist Entwicklungsbegleiter, das in strategischen Fragen der Bildung in Wolfsburg koordiniert, vernetzt, entwickelt und berät. 

Kontakt:

Bildungsbüro Wolfsburg
Schillerstraße 6, 38440 Wolfsburg
E-Mail

Auftrag und Ziele:
  • Koordinierung, Steuerung und Qualitätsentwicklung abgestimmter Bildungsangebote im kommunalen Raum im Rahmen der lebenslangen Bildungskette auf Basis eines systematischen Bildungsmonitorings
  • Aufbau eines datenbasierten kohärenten Bildungsmanagements zur Koordinierung und Steuerung der Entwicklung des Bildungsstandortes Wolfsburg
  • Entwicklung von Vorschlägen für Projekte und Daueraufgaben in zentralen aktuellen Handlungsfeldern im Bildungsbereich, ggf. in dezernats- und verwaltungsübergreifenden Strukturen
  • Eine enge Zusammenarbeit mit den Organisationseinheiten der Verwaltung ist Bestandteil eines kohärenten Bildungsmanagements als gesamtstädtischer Aufgabe

    Was bietet das Bildungsbüro in der Zusammenarbeit:

  • Wir stellen Synergien her bei übergreifenden Themen
  • Wir bieten Austausch und Informationen zum Thema Bildung
  • Wir bieten Entwicklungsbegleitung 

Team und aktuelle Handlungsfelder im strategischen Bildungsmanagement:

Leitung Bildungsbüro
Herr Stolle, Tel. 05361 28-2282

Bildungsmonitoring
Frau Lüder, Tel. 05361 28-2977

Veranstaltungsmanagement
Frau Wagner-Lange, Tel. 05361 28-2081

Wolfsburger Bildungslandschaft / Bildungshaus
Frau Jörke, Tel. 05361 28-1722

Netzwerkstelle ehrenamtliche Flüchtlingshilfe,
Herr Wolf-Doettinchem, Tel. 05361 28-1082

Themenspezifisch ergänzen das Team

Projektmanagement Strategisches Bildungsmanagement
Frau Valdiek, Tel. 05361 28-2105

Bildungsmarketing und Öffentlichkeitsarbeit Dezernat II, 
Frau Weilmann, Tel. 05361 28-1552

Staatlich-kommunale Verantwortungsgemeinschaft
Frau Gödecke, Tel. 05361 28-2095.

Inklusion 
Frau Speh, Tel. 05361 28-2385

Übergang Schule – Hochschule – Wirtschaft
Herr Turan, Tel. 05361 28-1087

MINT
Frau Schmieta-Lüdtke, Tel. 05361 28-1633

SchülerProfilCard
Frau Hunke, Tel. 05361 28-1086

Vierte Wolfsburger Bildungskonferenz

“Jugend Raum geben?!”- Jugendliche in der Wolfsburger Bildungslandschaft

Das Jahrestreffen der Wolfsburger Bildungsakteure fand in diesem Jahr am 3. November 2015 im Hallenbad – Kultur am Schachtweg zum Thema “Jugend Raum geben?!” statt.

150 Vertreter/innen aus Schulen und Hochschulen sowie Politik, Verwaltung und Wirtschaft diskutierten gemeinsam und in Themenforen über Jugendliche in der Wolfsburger Bildungslandschaft. 

Damit kommt auch der öffentliche Raum in den Blick: Jugendliche lernen und bilden sich nicht nur in Institutionen oder in der Schule, sondern insbesondere auch in ihren jeweiligen Lebenswelten, Nahräumen und Stadtteilen und nicht zuletzt auch im öffentlichen Raum. Diese Orte der informellen Bildung prägen die intentionalen Bildungsprozesse wesentlich mit. Die Entwicklung sozialer Kompetenz im Umgang mit fremden Bezugspersonen in neuen Situationen, die Erweiterung des Handlungsraumes - und damit des Verhaltensrepertoires - fördern dabei die Fähigkeit für den Erwerb von Sprachkenntnissen und folglich auch Bildungsabschlüssen.

Informelle Bildung und damit auch der öffentliche Raum stellt nach dem Wolfsburger Bildungsverständnis einen elementaren Teil unserer Bildungslandschaft dar. Der Jugendarbeit kommt dabei an der Schnittstelle zur informellen Bildung und den öffentlichen Räumen der Jugendlichen eine besondere Rolle zu. Erkenntnisse dazu hat uns einerseits der 2. Wolfsburger Bildungsbericht geliefert und andererseits haben uns Wolfsburger Jugendliche im Rahmen der Jugendbefragung einen Einblick gegeben in ihren Alltag, ihre Zukunftsperspektiven und das, was sie bewegt.

Der Referent auf der 4. Wolfsburger Bildungskonferenz war Herr Professor Dr. Deinet. 

Themenforen auf der 4. Wolfsburger Bildungskonferenz:

1. Haben Jugendlich genug Freiräume, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Für den Fortbestand einer funktionierenden Stadtgesellschaft ist das Engagement junger Menschen unentbehrlich. Wie können wir als Wolfsburger Bildungsakteure dazu beitragen, (Frei-)Räume für Engagement zu ermöglichen?

2. (Frei)Räume für Jugendliche – und was hat das mit Bildung zu tun?

Offene Kinder- und Jugendarbeit hat neben Schule ebenfalls einen Auftrag  für den Erwerb  von Bildung junger Menschen. Dabei ist es notwendig, alle Bildungsebenen zu berücksichtigen und sie zu verknüpfen: Formale, non-formale und informelle Bildung.

3. Schule vorbei – und was kommt dann? Arbeits- und Zukunftsperspektiven

Wie sehen Jugendliche heute ihre berufliche Zukunft, welche Wege schlagen Sie ein? Was bedeutet der gewählte Beruf für ihre gesellschaftliche Integration und lässt die Arbeitswelt überhaupt „Jugend Raum“?

4. Hip Hop? Punk? Gothic? Oder doch Skater? Jugendkulturen in Wolfsburg.

Viele Jugendliche schließen sich Jugendkulturen an, werden mit ganzem Herzen Punk, Gruftie oder Skater. Angehörige von Jugendkulturen sind die Avantgarde der Jugend, Meinungsbilder und kulturelle Vorbilder für Gleichaltrige.

Welche Bedeutung haben Jugendkulturen in der Bildungsarbeit?         

5. Zur Freiheit in Freiheit – Das Paradox der Bildung zur Selbstbestimmung

Mündigkeit, Selbstbestimmung und -verantwortung lassen sich nur in eigenen Erfahrungen ausbilden. Welche Rolle hat die Jugendarbeit? Kann es überhaupt Freiräume mit pädagogischen Fachkräften geben?

6. „Fliegende Häuser“- entwurzelte Jugendlich in Wolfsburg

 Die Anzahl der Flüchtlinge in Deutschland und somit in Wolfsburg wächst (dramatisch?!). Wie kommen junge Flüchtlinge in unserer Stadt an und wie reagiert die Jugendarbeit darauf?

Resilienz fördernde Integration im Hier und Jetzt. Was gibt Struktur, Verlässlichkeit und Ansprache? Anhand von Ansatzbeispielen werden diese Fragen diskutiert.

7.  #digitaleralltag

Welche Voraussetzungen muss eine digitale Bildungslandschaft erfüllen? Wie können wir gemeinsam einen medienkompetenten digitalen Alltag für Kinder und Jugendliche in Wolfsburg umsetzen? #läuft
Dokumentation Forum 7


Dritte Wolfsburger Bildungskonferenz

“Chance, Prävention, Teilhabe – Wolfsburger Bildungswege”

Die dritte Wolfsburger Bildungskonferenz, das Jahrestreffen aller Bildungsakteure der Stadt, fand am 7. Oktober 2014 im Hallenbad statt.

Über 220 Vertreter aus Kitas, Schulen und Hochschulen sowie Politik, Verwaltung und Wirtschaft diskutieren heute im Hallenbad – Kultur am Schachtweg gemeinsam und in Themenforen über die Wolfsburger Bildungslandschaft.

Im Zentrum steht dabei die Frage, was getan werden muss, damit für jeden Menschen Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe eröffnet und sichergestellt werden kann. 

Die Bildungskonferenz beleuchtet diese Frage aus verschiedenen Perspektiven – unter anderem sprechen die Teilnehmer darüber, wie sich Strukturen und  Anforderungen von Familien verändert haben, welche Rolle Kultur in einer gelingenden Bildungsbiographie spielt oder welche Chancen sich aus einer Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen ergeben.

Referentin auf der 3. Wolfsburger Bildungskonferenz ist Frau Dr. Antje Richter-Kornweitz. In ihrem einführenden Vortrag stellt sie dem Plenum das Konzept der „Präventionskette“ vor. Diese will bisher getrennt erbrachte Leistungen und Angebote entlang der Lebens- und Bildungsbiografie sinnvoll miteinander verknüpfen. 

Lesen Sie die Präsentation “Herausforderungen und Chancen beim Aufbau von Präventionsketten in Kommunen” nach.

Hier geht es zum Werkbuch Präventionskette.

Themenforen auf der 3. Wolfsburger Bildungskonferenz:

1. Noch Zeit für Familie?

Strukturen für Familien und die Anforderungen an Familien haben sich verändert, Verantwortlichkeiten verlagern sich. Die konkreten Zeitabläufe in den Familien stehen hierbei im Fokus, um Wirkungsketten transparent zu machen, Problemlagen zu identifizieren und Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

2. Kultur gewinnt! Spielend lernen und lernend spielen

Kultur gewinnt mit den miteinander vernetzten außerschulischen kulturellen Lernorten. Theoretisch und praktisch sowie informativ wird im Forum „Kulturelle Bildung“ in das Thema eingeführt. Unterhaltend und ernsthaft zugleich ist Kultur und die Teilnehmer/innen “spielen“ mit. So macht Bildung Spaß. Ran an Kultur.

Dokumentation Forum 2

3. Die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen als Chance für Unternehmen und ihre Mitarbeiter?

Die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen ist ein hoch aktuelles und facettenreiches Thema. Warum müssen sich Hochschulen öffnen und was können Volkshochschulen, Unternehmen und Kommunen dazu beitragen?

Dokumentation Forum 3 Teil 1       Forum 3 Teil 2        Forum 3 Teil 3

4. Kulturen der Welt verstehen – Ist das möglich?

Richard Lewis’ Modell ist ein Schlüssel für ein besseres Verständnis unserer globalen Welt. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten für faire, offene, solidarische und respektvolle Begegnungen diskutiert.

Dokumentation Forum 4

5. Gelegenheiten schaffen

Austausch über aktuelle Entwicklungen im Themenfeld Informelles Lernen: Vorstellung von Praxisbeispielen in einem informellen Rahmen mit der Möglichkeit zum Quer-Denken.

Dokumentation Forum 5

6. „ … und manchmal ist das Smartphone aus!“ – Frühkindliche und kindliche Bildung in Wolfsburg

Soziales Lernen findet an vielen Orten statt. Der primäre Bildungsort „Familie“ löst sich auf. Wie können Familie und andere Bildungsorte eine gelingende soziale Entwicklung sicherstellen?

Dokumentation Forum 6

7.  tasteMINT: Technik ausprobieren, stärken, entdecken

Wie können wir an Schulen tasteMINT verwirklichen? Grundlage der Diskussion werden die Ergebnisse der Wolfsburger MINT-Studie sein.

Dokumentation Forum 7


Zweite Wolfsburger Bildungskonferenz

Grafik Zweite Wolfsburger Bildungskonferenz

Die konkreten Handlungsfelder des 1. Wolfsburger Bildungsberichtes aufgreifend, fand die 2. Wolfsburger Bildungskonferenz unter dem Titel “Junge – Junge” statt.

Das Ergebnis aus dem Bildungsbericht: Vom frühkindlichen Bereich bis zum Beginn ihrer beruflichen Ausbildung erweisen sich Mädchen in Wolfsburg als die im Bildungsverhalten erfolgreichere Gruppe. 

Jungen hingegen werden oftmals später eingeschult, wiederholen häufiger ein Schuljahr und erreichen weniger oft die Hochschulreife als Mädchen. 

Ziel ist es, die Diskussion über die Bildungssituation von Jungen anzuregen und die Bildungsakteure der Stadt über das Thema in den Austausch zu bringen. Zudem sollen bereits zielgruppenspezifische Angebote in Wolfsburg gesammelt werden.

Lesen Sie die Dokumentation zur 2. Wolfsburger Bildungskonferenz.


Erste Wolfsburger Bildungskonferenz

Im Oktober 2012 fand die 1. Wolfsburger Bildungskonferenz statt. Mit der Vorstellung und Erörterung der Ergebnisse des 1. Wolfsburger Bildungsberichtes wurde die Grundlage für ein kommunales Bildungsmanagement geschaffen. 

Der Einblick in lokale Bildungsbereiche, in denen Handlungsbedarf besteht, führte in den Arbeitsgruppen zu engagierten Diskussionen und der Entwicklung von Ideen zu ganz konkreten Maßnahmen. Hier will die Folgeveranstaltung, die wieder im CongressPark stattfinden wird, anknüpfen.

Grafik Erste Bildungskonferenz

1.
Eine besondere Herausforderung stellt die Situation der Jungen in den Wolfsburger Bildungseinrichtungen dar: Sie werden häufiger später eingeschult, haben bei der Einschulung mehr Sprachprobleme, sind öfter in Hauptschulen zu finden, bleiben eher sitzen und erreichen weniger häufig die Hochschulreife als Mädchen. 

Vom frühkindlichen Bereich bis zu den Schulabschlüssen bzw. bis zur Einmündung in die berufliche Ausbildung erweisen sich Mädchen in Wolfsburg als die im Bildungsverhalten erfolgreichere Gruppe. Die geschlechtsspezifische Problemlage der Jungen bedarf der besonderen Beachtung.

2.
Die Wiederholerquote war in den Jahren 2006 bis 2010 in allen Schularten in Wolfsburg höher als die im Land Niedersachsen insgesamt. Überdurchschnittlich hoch war die Wiederholerquote an den Haupt- und Realschulen. Besonders hoch war die Wiederholerquote in den die Klassenstufen 1, 5 und 10 der Förderschulen.

3.
Hinsichtlich der Übergangsquoten auf weiterführende Schule nach Ortsratsbereichen in Wolfsburg zeigen sich für die drei Schularten (Hauptschule, Realschule und Gymnasium) Übergangsmuster, die zum Teil deutliche Bezüge zu den sozialen Profilen der Ortsratsbereiche aufweisen. In Wolfsburg überwiegen zudem eindeutig die „Abwärtswechsel“ vom Gymnasium gegenüber den „Aufwärtswechseln“.

4.
In Wolfsburg gab es relativ viele vorzeitig aufgelöste Ausbildungsverhältnisse. Besonders hohe Ausbildungsabbruchquoten waren im Hotel- und Gastgewerbe zu verzeichnen, wo 2010 fast jedes vierte Ausbildungsverhältnis gelöst wurde. Auch im Handel und in den Berufen des Bereichs Bau, Steine und Erden werden relativ häufig – im Vergleich zu anderen Ausbildungsbereichen – die Ausbildungsverhältnisse vorzeitig gelöst.

5.
Die Angebots-Nachfrage-Relation für den Arbeitsagenturbezirk Helmstedt, der Wolfsburg einschließt, liegt bei 74,4 Stellen auf 100 nachfragende Jugendliche. Sie liegt damit unterhalb einer ausgeglichenen Angebots-Nachfrage-Bilanz. Auch stellt sich die Ausbildungssituation für die Region schlechter dar, als in Niedersachsen insgesamt.

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