Koordination Kinderschutz

Die Koordinationsstelle Kinderschutz ist Ansprechpartner für fachliche Fragen des Kinderschutzes in Wolfsburg und richtet sich an alle Personen, die beruflich oder ehrenamtlich in Kontakt zu Familien, Kindern und Jugendlichen stehen. Sie leistet keine Einzelfallhilfe, gibt aber Auskunft zu geeigneten Diensten und Einrichtungen. 

Die Kinderschutz-Koordination hat folgende Aufgaben: 

  • Planung und Durchführung von Fortbildungsangeboten und Schulungen 

  • Vernetzung der Akteure im Kinderschutz und Förderung des Informationsaustausches 

  • Weiterentwicklung von Qualitätsstandards im Kinderschutz in den pädagogischen Einrichtungen 

  • Konzeptionelle Mitwirkung an professionsübergreifenden Kooperationsvereinbarungen 

  • Allgemeine Information über die Kinderschutzarbeit sowie über bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote 


Die Koordinationsstelle Kinderschutz bietet den pädagogischen Einrichtungen und anderen interessierten Gruppen in Wolfsburg Schulungen und Fortbildungen zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung an. Es werden darin grundlegende Kenntnisse zum Kinderschutz vermittelt: 

  • Rechtliche Grundlagen 
  • Gefährdungsformen und -anzeichen 
  • Verfahrenswege 
  • Einbeziehung von Eltern, Kindern und Jugendlichen 
  • Kooperationen mit Institutionen und Beratungsstellen 
  • Überblick über die wichtigsten Hilfen für Familien in Wolfsburg 
Ziel der Veranstaltungen ist es, die Teilnehmenden für den Kinderschutz zu sensibilisieren und ihnen mehr Handlungssicherheit für die Wahrnehmung ihres Schutzauftrages zu geben. Auch besteht Gelegenheit für das Einbringen eigener Fallbeispiele. 

Die Schulungen werden auf den Bedarf der jeweiligen Einrichtung inhaltlich und terminlich individuell abgestimmt.

Logo Netzwerk Kinderschutz WolfsburgDer Geschäftsbereich Jugend hat im September 2010 den Arbeitskreis Kinderschutz gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von Vertretern aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern und verschiedenen Berufen, die in ihrem beruflichen Kontext mit Kindern und Jugendlichen und deren Familien in Kontakt stehen. 

Ziel ist eine enge Vernetzung der lokalen Akteure im Kinderschutz mit einem regelhaften intensiven Erfahrungsaustausch. Das Verständnis für die andere Berufsrolle soll gefördert und qualifizierte Unterstützung in Einzelfällen gegeben werden. Denn nur wenn alle relevanten Stellen voneinander wissen, wer wofür zuständig ist und wo die Grenzen des Anderen liegen, können sie wirkungsvoll zum Schutz von Kindern kooperieren. 

Die Mitglieder des Arbeitskreises Kinderschutz treffen sich vier Mal im Jahr, um sich über aktuelle Entwicklungen im Kinderschutz zu informieren und auszutauschen.

Zu den im Kinderschutz-Netzwerk verknüpften Einrichtungen und Diensten gehören aktuell:

Die Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung ist komplex und kann gegebenenfalls emotional sehr belastend sein. Deshalb haben Fachkräfte aus pädagogischen, sozialen und medizinischen Arbeitsfeldern, die mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien beruflich in Kontakt stehen, einen Rechtsanspruch auf Beratung durch eine „insoweit erfahrene Fachkraft“. Rechtliche Grundlage sind §§ 8a, b SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) und § 4 KKG (Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz). 

„Insoweit erfahrene Fachkräfte“ verfügen über spezifische Kenntnisse, methodische Verfahren und praktische Erfahrungen in der Beurteilung von Gefährdungslagen. Sie beraten in allen Fragen rund um das Kindeswohl: 

  • Einschätzung des Gefährdungsrisikos nach Wahrnehmung von (gewichtigen) Anhaltspunkten
  • Erkundung von Ressourcen und Entwicklungspotentialen
  • Vor- und Nachbereitung von Gesprächen mit den Sorgeberechtigte
  • Umgang mit dem gefährdeten Kind oder Jugendlichen
  • Entwicklung eines Hilfe- und Schutzkonzeptes, ggf. unter Einbeziehung anderer Institutionen
  • Einbeziehung des Jugendamtes
  • Klärung von Verantwortlichkeiten, Verfahrensfragen
  • Abwägung zwischen den Erfordernissen der Schweigepflicht und des Kinderschutzes
Die Fallberatung kann einmalig oder als fachliche Begleitung über mehrere Gespräche stattfinden. Sie kann als Einzel-, Team- oder Leitungsberatung erfolgen. Die Beratung ist kostenfrei und wird in anonymisierter Form durchgeführt. 

Eine aktuelle Liste der beratenden Kinderschutz-Fachkräfte für Wolfsburg finden Sie hier.

Die insoweit erfahrenen Fachkräfte haben sich in einem Arbeitskreis zum Informations- und Erfahrungsaustausch sowie anonymisierten Fallbesprechungen zusammengeschlossen. Weitere Interessenten sind jederzeit willkommen. Die Mitglieder treffen sich vierteljährlich. Auskunft zu den aktuellen Terminen gibt die Koordination Kinderschutz.

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