Straßenbeleuchtung

Beleuchtung von Straßen, Wegen und Plätzen

Im Bereich der Stadt Wolfsburg werden durch den Geschäftsbereich Straßenbau und Projektkoordination mehr als 15.300 Leuchten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer betrieben.

Eine beleuchtete BrückeFoto: © Mit einem eigenen Beleuchtungskabelnetz werden die Leuchten aus über 200 Verteilerschränken mit elektrischem Strom versorgt. Aus den Verteilerschränken erfolgt auch die Steuerung der Beleuchtungsanlagen, den richtigen Zeitpunkt zum Schalten liefern hierzu sogenannte Dämmerungsschalter. Diese messen am jeweiligen Standort die „Helligkeit“ des Tageslichtes und schalten die Straßenbeleuchtung ein bzw. aus. 

Durch die Vielzahl dieser Dämmerungsschalter kann auch auf unterschiedliche Witterungsbedingungen Rücksicht genommen werden, denn oft ist die Intensität des Tageslichtes in der Dämmerung in Neindorf eine andere als in Brackstedt oder Sülfeld. Die Mehrzahl der Verteilerschränke ist zudem mit zusätzlichen Steuerungen ausgerüstet, so werden die Beleuchtungsanlagen in vielen Straßen, in den verkehrsschwachen Zeiten der Nacht, in ihrer Leistung reduziert. Andere Beleuchtungsanlagen werden nur eingeschaltet, wenn sie, z. B. bei Veranstaltungen, benötigt werden oder sich ein Verkehrsteilnehmer der Leuchte nähert.

Die Beleuchtungsmasten im Stadtgebiet haben eine Höhe zwischen 3,5 und 12 m. An den Hauptstraßen und in den Bereichen der großen Kreuzungen und Einmündungen sind die Beleuchtungsmasten am höchsten, hier bedingen die breiten Verkehrsanlagen höhere Leuchten. Das Licht wird hier ausnahmslos durch technische Leuchtkörper erzeugt, da diese das Licht aus der Höhe besser verteilen können und in der Lage sind mehr Licht zu erzeugen. 

In den Anliegerstraßen und entlang der Gehwege in Grünanlagen kommen Beleuchtungsmasten mit einer Höhe von bis zu 5 m zum Einsatz. Dies stellt einen guten Kompromiss zwischen der Aufenthaltsqualität und dem Abstand zwischen den Leuchten dar und gewährleistet trotzdem die benötigte Beleuchtungsqualität. Verschiedenste Leuchtkörper sind dabei im Einsatz, von der zurückhaltenden Silhouette einer Kofferleuchte über seit langem etablierte Pilzleuchten oder auch moderne Laternenformen bis hin zu Leuchten mit besonderen Auslegern oder indirekt strahlenden Beleuchtungssystemen. 

Das Aussehen der Leuchtkörper verändert sich über die Jahre stetig. In der Vergangenheit oft nur im Detail, aber auch mal gravierend durch den Einsatz neuer Technologien. So sind beispielsweise mit der Leuchtdiode (LED) neue Designs möglich und häufig auch notwendig um die Leuchte langlebiger zu machen. In Zukunft wird sich das Aussehen der Leuchten deutlicher ändern und sicherlich auch ein stückweit moderner werden.

Neue Technologien werden in Wolfsburg natürlich berücksichtigt, allerdings nicht ohne die Innovationen zu hinterfragen und zu testen. Beginnend mit einzelnen Testleuchten über kleinere Pilotanlagen werden die Neuerungen erprobt und erste Erfahrungen gesammelt. Die Veränderungen der Art das Licht zu erzeugen der vergangenen Jahrzehnte lassen sich am Besten im Stadtgebiet ablesen, so hat die Quecksilberdampf-Hochdruckentladungslampe (weißes Licht), welche bis in die frühen 80er Jahre installiert wurde mittlerweile ausgedient. Sie wurde im Zuge der Siebziger von der Natriumdampf-Hochdruckentladungslampe (gelbes Licht) abgelöst und stellt bis in die heutige Zeit eine der verfügbaren Möglichkeiten dar, energieeffizient Licht zu erzeugen. 

Aktuell verbreitet sich die LED mit ihrem weißen Licht entlang der Straßen, Wege und Plätze und ist in Wolfsburger Anliegerstraßen mittlerweile bei Neubauten bereits die Regel, in Zukunft vielleicht auch entlang der übergeordneten Straßen – erste Erprobungen sind bereits in der Umsetzung. Auch wird die LED sehr häufig für die Erneuerung der Altanlagen eingesetzt, von außen kaum erkennbar leuchten bereits ca. 2.000 Leuchten in Wolfsburger Straßen mit energieeffizienten LEDs. Andere energieeffiziente Lampentypen sorgen dafür, dass für jede Wolfsburger Beleuchtungsanlage das passende Licht erzeugt wird und die allgemeine Sicherheit gewährleistet ist.                                             

Ebenso als Passant nicht wahrnehmbar haben sich die Steuerungsmöglichkeiten der Beleuchtungsanlagen weiterentwickelt. Zentrale „Energieeinsparmodule“ wurden erprobt und in ausgewählten Beleuchtungsanlagen dauerhaft zur Leistungsreduzierung weiterbetrieben. Hierzu wurden Anlagen ausgewählt, die durch veränderte verkehrliche Frequentierungen ein weniger hohes Beleuchtungsniveau benötigten. Moderne LED-Leuchten sind in der Lage über die Nacht verschiedene Beleuchtungsniveaus zu erzeugen, so ist das Licht in den frühen Abendstunden „heller“ als um kurz vor Mitternacht und da zwischen z. B. 1 Uhr nachts und 5 Uhr morgens noch weniger Verkehr herrscht, wird das Beleuchtungsniveau dann noch weiter reduziert um dann mit dem einsetzenden Berufsverkehr wieder angehoben zu werden – intelligente Leuchten, die in Wolfsburger getestet werden um möglichst in Zukunft noch mehr Energie einsparen zu können. 

Mitlaufendes Licht 

An anderer Stelle wurden weitere Möglichkeiten der modernen LED-Beleuchtung ausgelotet. Eine kleine Testanlage brachte hierzu erste Erkenntnisse zum Thema mitlaufendes Licht – die Beleuchtungsanlage erkennt den sich annähernden Verkehrsteilnehmer und erhöht die „Helligkeit“ bis der Verkehrsteilnehmer den Bereich der Straßenleuchte wieder verlassen hat. Resultat dieser ersten Pilotanlage wird in naher Zukunft ein komplettes Wohnbaugebiet sein, bei dem das Licht automatisch heller wird, wenn im Straßenraum Bewegung herrscht. 

Licht nach Bedarf

Licht nach Bedarf, dies wird aktuell entlang eines Geh- und Radweges getestet. Hier können die Nutzer je nach ihrem individuellen Bedarf das Licht einschalten oder den Weg unbeleuchtet nutzen. Nach einer voreingestellten Zeit erlischt das Licht automatisch, wer sich etwas mehr Zeit für die Wegstrecke nimmt, hat zwischendurch immer wieder die Möglichkeit das Licht per Lichtschalter erneut einzuschalten bzw. die Zeit von Neuem zu starten. Eine bundesweit recht einmalige Form der Steuerung einer Beleuchtungsanlage entlang eines Geh- und Radweges, aber eine erfolgreiche Möglichkeit Energie nur dann einzusetzen, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Da keine Technologie ewig hält und die stetige Überprüfung von über 15.000 Leuchten nur schwerlich leistbar ist, kommt es vor, dass Leuchten dunkel bleiben oder Beschädigungen aufweisen. Geben Sie uns bitte einen Hinweis zu Störungen oder Beschädigungen. Nutzen Sie hierzu gerne eine der folgenden Möglichkeiten, denken Sie bitte an eine genaue Standort- und Fehlerbeschreibung – vielen Dank für Ihre Mithilfe.           

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