Geschichtswerkstatt

Mehrere Personen begutachten Fotos

Ran an die Quellen!

Die Geschichtswerkstatt wurde 1999 durch einen Ratsbeschluss der Stadt eingerichtet und dem Stadtarchiv angegliedert, um die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte, insbesondere mit der nationalsozialistischen Gründerzeit, zu versachlichen und zu vermitteln. Die Aufgabenstellung der Geschichtswerkstatt wird seitdem in Form einer archivnahen Geschichtsdidaktik wahrgenommen. So bildet das in Wolfsburg entwickelte archivdidaktische Modell „Ran an die Quellen“ die Grundlage der Vermittlungsarbeit. Anspruch und Ziel der Geschichtswerkstatt ist es, ein reflektiertes historisches Bewusstsein sowie Handlungskompetenz und Eigenverantwortlichkeit bei den Nutzern zu fördern Dementsprechend versteht sich die Einrichtung als Bildungszentrum und ist offizieller außerschulischer Lernort.


Personen im Workshop an einer Gedenkstätte in Wolfsburg

Auf den Spuren der Erinnerung

Darüber hinaus ist die Gedenkstättenarbeit ein weiterer integraler Bestandteil innerhalb der Bildungsarbeit der Geschichtswerkstatt des Instituts. In Workshops, Führungen, Ferienangeboten, Seminaren und Vorträgen finden die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und der Umgang mit der Erinnerung statt. Das Bildungsangebot ist für alle interessierten Personen und Institutionen offen. Die Geschichtswerkstatt möchte dem Besucher die historische Bedeutung von Erinnerung und deren Relevanz für die Zukunft verdeutlichen, um so Demokratiebewusstsein zu fördern und zu stärken.

 

Mehrere Personen an einem Tisch mit Holzscheiben im Workshop Frottagen

Geschichte und ihre Gestalt

Im Zuge der historischen Bildungsarbeit wird zudem die „Dokumentation über die Opfer des nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ betreut. Die Ausstellung im Giebelhaus der Schlossremise widmet sich den Themenkreisen Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Volkswagenwerk von 1939 bis 1945.
Die Dokumentation wurde im Jahr 2008 um die Kunstausstellung „Konzern“ erweitert. Die Werkgruppe des Künstlers Andreas von Weizsäcker besteht aus zehn Frottagen, mit denen Botschaften ehemaliger sowjetischer Zwangsarbeiter fixiert wurden, die diese vor oder kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in die Rinden verschiedener Wolfsburger Bäume geritzt hatten.


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