Blasinstrumente

Holz und Blechblasinstrumente

Blasinstrumente; Foto: M.Fontanis / Fotolia.comFoto: Blasinstrumente (M.Fontanis / Fotolia.com)Alle Holzblasinstrumente eignen sich gleichermaßen für solistisches Spiel, aber auch ganz besonders für das Musizieren in Ensembles und Orchestern. Die Musikschule bietet Bläsern daher eine große Anzahl attraktiver Ensembles, wie die Blockflötenkatastrophe oder die Big Band an. Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, hier ist für jeden etwas dabei.

In vielen Fächern gibt es kleine Instrumente für Schüler, die möglichst früh beginnen möchten. Die Fachlehrer beraten Sie gern. In allen Fächern, außer der Blockflöte, stehen Leihinstrumente zur Verfügung.

Holzblasinstrumente

Eine Blockflöte; Foto: photography berlin/Fotolia.comFoto: Eine Blockflöte (photography berlin/Fotolia.com)Die Blockflöte ist ein sehr vielseitiges Instrument, welches sich nicht nur als Anfangsinstrument und zur Vorbereitung weiterer Blasinstrumente wie Klarinette, Oboe oder Querflöte eignet, sondern auch über viele Jahre hinweg durch das Erlernen der verschieden großen Blockflöten, wie zum Beispiel der Tenor- oder Bassblockflöte ein immer neues und interessantes Musiziererlebnis bietet. Außerdem gibt es die Möglichkeit, im Ensemble „Blockflötenkatastrophe“ sein Können bei vielen Auftritten unter Beweis zu stellen.
 
Vorteile des Gruppenunterrichts, vor allem am Anfang, sind das frühe Lernen des mehrstimmigen Spiels, das Anspornen in der Gruppe, vielfältige „Spiel“-Möglichkeiten und natürlich mehr Spaß beim Musizieren.
Vorteile des Einzelunterrichtes, insbesondere im Fortgeschrittenenbereich, sind das individuelle Eingehen auf Blas- und Fingertechnik und auf musikalische Gestaltungsmöglichkeiten.
 
Alter und Voraussetzungen: Ab 5 Jahre, keine besonderen Voraussetzungen
 
Unterrichtsform: Im Anfangsunterricht eignet sich der Gruppenunterricht bis maximal 5 Teilnehmern
 
Lehrkräfte
Brita Feld, Katrin Heidenreich
Eine Querflöte; Foto:Bettina Kuß/Fotolia.comFoto: Eine Querflöte (Bettina Kuß/Fotolia.com)Bis zum Jahr 1848 wurden alle Flöten aus Holz gebaut. Deshalb gehört die Querflöte traditionell zu den Holzblasinstrumenten. Heute baut man sie fast immer aus Edelmetall oder Neusilber.
 
Das Mundloch befindet sich im Kopfstück des Instrumentes. Das Greifen der Töne wird durch ein ausgeklügeltes Klappensystem erleichtert. Zur Flötenfamilie gehören auch die Piccoloflöte und die Querflöte mit der höchsten Tonlage.

Für die Querflöte als Solo-Instrument ist ein großes Repertoire aus vielen Stilrichtungen vorhanden, vor allem aber in der barocken, der impressionistischen und der modernen Musik. Im klassischen Orchester, im Musikverein und in kleineren Besetzungen ist sie für die sehr hohen Töne zuständig. 

Querflöte kann man ab etwa 9 Jahren lernen. Vorkenntnisse auf der Blockflöte sind von Vorteil.
 
Lehrkräfte: Andreas Ciemniak, Sigrid Papies, Brita Feld

Die Klarinette wird in verschiedenen Größen und Stimmungen gebaut und gehört zu den sogenannten transponierenden Instrumenten (mit Ausnahme der Klarinette in C). Dies gibt der Klarinette den großen Tonumfang und macht sie somit besonders interessant.
 
Im Unterricht gebräuchlich ist die B-Klarinette.
J. C. Denner erfand die Klarinette (ital. clarino = Klarinette) im Jahr 1690. 
Die Klarinette, bei der wir heute das deutsche und französische System unterscheiden, hat sich nur langsam den ihr zustehenden Platz in den Orchestern erobern können.
 
Entscheidenden Einfluss auf die Vorbereitung der Klarinette hatten die Komponisten der sogenannten Mannheimer Schule, die schon den Reiz ihres kantablen Charakters erkannten. Der charakteristische, blühend warme Klarinettenton wurde indessen erst in der Romantik entdeckt. Heute wird die Klarinette sehr vielseitig verwendet. Nicht nur im Orchester und in der Kammermusik, sondern auch in der Jazz-, Tanz-, Klezmer- und Unterhaltungsmusik hat sie ihren festen Platz eingenommen.
 
Außer der am häufigsten verwendeten B-Klarinette gibt es Klarinetten in A-C-D-ES und AS, ferner Bassetthörner in F, sowie Bass- und Kontrabassklarinetten in B + A.
An unserer Schule haben Klarinettenschüler die Möglichkeit, in verschiedenen Ensembles mitzuwirken.

Beginnen können Schülerinnen und Schüler ab ca. dem 9. Lebensjahr. Eventuell ist ein früherer Beginn ab ca. 7 Jahren mit der kleineren C-Klarinette möglich. Eine wichtige Voraussetzung allerdings sind die beiden vorderen, oberen und unteren Schneidezähne. Eine Zahnklammer ist kein Hindernis.

Der Unterricht wird in der Regel mit einem Leihinstrument begonnen. Später kostet eine gute Schülerklarinette ca. 1100,00 Euro. 

Lehrkräfte: Carola Bäumler, Gennadiy Margulis, Magnus Maaß

Eine Oboe; Foto: paulmz/Fotolia.comFoto: Eine Oboe (paulmz/Fotolia.com)Das Wort Oboe kommt aus dem französischen und heißt übersetzt: „Hautbois“ = „hohes Holz“. 

Vom Rohrblatt abgesehen besteht die Oboe aus einer schlanken Schallröhre aus Holz, die in drei Teile zerlegt werden kann. Die Tonerzeugung erfolgt durch ein Doppelrohr, dessen Rohblattlamellen gegeneinander schwingen.

Die Oboe ist auf Grund ihres Klanges eines der beliebtesten Holzblasinstrumente. Berühmte Komponisten haben  wunderschöne Soli für die Oboe geschrieben. Bekannte Stücke, wo die Oboe vorkommt,  sind zum Beispiel Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf“ (Motiv der Ente)  oder das Hauptthema  aus „Schwanensee“ von Peter Tschaikowski.
Aber auch in der modernen Filmmusik wird die Oboe häufig eingesetzt.  Ennio Morricone komponierte zum Film „The Mission“ ein großes Oboen-Solo (Gabriel‘s Oboe).
Wer 8 Jahre alt ist, kann mit dem Oboespiel beginnen. Die Musikschule stellt kindgerechte Instrumente zur Verfügung, auf denen das Anblasen und Musizieren leicht fällt und Spaß macht.

Lehrkraft: Matthias Klingebiel
Ein Fagott; Foto: Sergii Ryzhkov/Fotolia.comFoto: Ein Fagott (Sergii Ryzhkov/Fotolia.com)Das Fagott ist ein tiefes Holzblasinstrument. Es ist das Bassinstrument der Holzbläsergruppe.

In der tiefen Lage klingt das Fagott voll und dunkel, in der mittleren Lage kann es wunderschön singen, in der oberen Lage kann es näselnd und wehmütig klingen. Durch das Ausatmen der Luft werden zwei schilfrohr-ähnliche Blättchen in Schwingung versetzt, und erzeugen dadurch den Ton.
 
Sobald man die Klappen mühelos greifen kann, kann man mit dem Fagottunterricht beginnen. Das ist in den meisten Fällen ab etwa 10 Jahren der Fall. Es gibt für den früheren Einstieg spezielle Instrumente kleinerer Bauart.
 
Die Musikschule stellt nach Möglichkeit für das erste Unterrichtsjahr Kinder-Fagotte als Mietinstrumente zur Verfügung.
 
Lehrkräfte: Thomas Toppel, Thilo Schulz
Ein Saxophon; Foto: Daniele Pietrobelli/Fotolia.comFoto: Ein Saxophon (Daniele Pietrobelli/Fotolia.com)Dieses Instrument wurde vor etwa 150 Jahren von dem Belgier Adolphe Sax erfunden. Von ihm hat es auch seinen Namen.
 
Das Instrument besteht aus Metall. Die Töne erzeugt man jedoch mit einem Mundstück mit einem Einfach-Rohrblatt, ähnlich wie bei der Klarinette. Verwendet wird das Saxophon heute in allen Musikrichtungen von Klassik bis Jazz und Rock – solistisch und in kleinen und großen Ensembles, in der Big Band sowie im Blasorchester.
 
Kinder können ab dem dritten Schuljahr mit dem Altsaxophon beginnen. Die Musikschule stellt nach Möglichkeit für das erste Unterrichtsjahr ein Mietinstrument zur Verfügung.
 
Lehrkräfte: Carola Bäumler, Nico Finke

Blechblasinstrumente

Eine Trompete; Foto: furtseff/Fololia.com © Eine Trompete (furtseff/Fololia.com)Die Trompete ist eines der beliebtesten, geheimnisvollen und ältesten Instrumente überhaupt. Bei der Ausgrabung des Grabmals von Tutanchamun (Pharao 1333 bis 1324 v. Chr.) im Jahr 1922 wurden zwei ägyptische Trompeten entdeckt.
 Vor allem die Spielweise gibt bis heute den Zuhörern allerlei Rätsel auf.
 
Deine Frage wird sein, wie man bei nur drei Knöpfen, die man Ventile nennt, so viele verschiedene Töne erzeugen kann...
 
Mindestalter: 8 Jahre
 
Lehrkräfte: Géza Gál, Johannes Rosenberger
Ein Horn; Foto: furtseff/Fotolia.comFoto: Ein Horn (furtseff/Fotolia.com)Das Horn sieht schön rund und voll und blechern aus, ist aber eigentlich kein "richtiges" Blechblasinstrument. Es kann klingen wie eine Klarinette und wie ein Cello oder eine Viola. Es fühlt sich zusammen mit den Blechbläsern genauso wohl wie mit den Holzbläsern, ist im Zusammenspiel mit anderen also sehr begehrt und flexibel. Es mag aber nicht sooo gern Jazz-Musik.
 Die jungen Hornspieler lieben den gesanglichen Ton und haben viel Geduld im Erlernen der recht komplizierten, aber sehr interessanten Bewegungsabläufe.
 
Gruppenunterricht ist in einer Kombination mit Einzelunterricht sehr sinnvoll, also zum Beispiel 30 Minuten Einzelunterricht und 45 Minuten Gruppenunterricht (ausschließlich Gruppenunterricht ist in der Regel nicht zu empfehlen).
 
Als begehrtes Orchesterinstrument geht die "Karriere" in einer Bläsergruppe los, diese besteht entweder nur aus Hörnern oder einer Blasinstrumentenkombination und mündet anschließend im Orchester.
 
Starten können alle Kinder, die schon vier "erwachsene" vordere Zähne haben, selbst eine Zahnspange ist kein großes Hindernis. 

Lehrkraft: Michael Klamp
Der Unterricht mit der Tenorposaune beginnt im Normalfall im Alter von 10 bis 12 Jahren. Wer nicht so lange warten möchte, hat die Möglichkeit, auch schon mit etwa 6 Jahren loszulegen, dann aber mit der kleineren Altposaune. Sobald die Armlänge zur Betätigung des Zuges ausreicht, wird zur Tenorposaune gewechselt.
 
Ein gutes Gehör und eine ausgeprägte Klangvorstellung sind gute Voraussetzungen für das Posaunenspiel, weil die Tonhöhen nicht festliegen, wie zum Beispiel beim Klavier. Die Töne werden, wie bei allen Blechblasinstrumenten, durch die mittels Atemluft in Schwingung versetzten Lippen am Mundstück erzeugt. Der bewegliche Zug ermöglicht eine kontinuierliche Tonveränderung.
 
Die Posaune findet in allen Musikrichtungen vom Barock über Klassik/Romantik und Neue Musik bis hin zu Jazz/Rock/Pop-Musik als Solo- und Tuttiinstrument Einsatz und Verwendung.
 
Ensembles: Big Band oder Orchester der Musikschule; sofern angeboten Kammermusikformationen wie zum Beispiel einem Posaunentrio, -quartett, -quintett.
 
Lehrkraft: Andreas Barkhoff

Die Tuba (lateinisch "Rohr"‚ "Röhre") ist das tiefste aller gängigen Blechblasinstrumente. Sie besitzt drei bis sechs Ventile und zählt infolge ihrer weiten Mensur und der entsprechend stark konisch verlaufenden Bohrung zur Familie der Bügelhörner.

Die ersten Tuben wurden in Berlin um 1835 kurz nach der Erfindung der Ventiltechnik entwickelt. Wilhelm Wieprecht und Carl Wilhelm Moritz erhielten in diesem Jahr ein Patent auf eine Basstuba in F mit fünf Ventilen.

Die Tuba ist ein wichtiger Bestandteil von Blasorchestern, aber auch von Sinfonieorchestern und ist meistens ein- oder zweifach besetzt.

Erlernt werden kann die Tuba ab einem Alter von zirka 12 Jahren.

Lehrkraft: Andreas Barkhoff

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