Sanierungsgebiet Westhagen

Neugestaltung und Aufwertung des Stadtteils Westhagen

Seit dem Jahr 2001 nimmt Wolfsburg-Westhagen am "Soziale Stadt"-Programm teil. Der Programmaufnahme voran gegangen war die seinerzeit noch erforderliche förmliche Festlegung eines Sanierungsgebietes, das rund die Hälfte des Stadttteils umfasst

Außenansicht einer Hochhausfassage im Stadtteil Westhagen

Seit dem Jahr 2001 nimmt Wolfsburg-Westhagen  am Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" teil. Der Programmaufnahme voran gegangen war die seinerzeit noch erforderliche förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets . Dieses umfasst rund die Hälfte der Fläche des Stadtteils.

Bislang sind Fördermittel des Bundes und des Landes Niedersachsen in Höhe von 5,44 Mio. Euro in den Erneuerungsprozess geflossen. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich einschließlich des städtischen Drittels und unter Berücksichtigung von nicht¬ förderfähigen Kosten bis dato auf mehr als 8,4 Mio. Euro (Stand September 2017).

Im Rahmen des Erneuerungsprozesses sind neben diversen Planungskonzepten, Gutachten und Kleinmaßnahmen bisher insgesamt 15 größere Bauvorhaben umgesetzt worden, von denen der neue Freizeitpark am Dresdener Ring, die "Stadtachse Westhagen" und der Umbau der Halberstädter Straße die größten Einzelprojekte gewesen sind.

Aktuell stehen in Westhagen die folgenden Maßnahmen an:

  • der Rückbau der Wohnanlage Dessauer Straße 34-14 in zwei Abschnitten
  • der Umbau des südlichen Dresdener Rings im Bereich des Fußgängertunnels
Karte zeigt den betroffenen Gebäudekomplex in der Dessauer Straße © OpenStreetMap-Mitwirkende - Veröffentlicht unter Open Database License (ODbL) © Stadt WolfsburgDarüber hinaus werden planerisch vorbereitet:
  • die Wiederbebauung des Grundstücks Dessauer Straße 14-34 und der angrenzenden Flächen im ehemaligen "Freizeitpark Westhagen" nach Beendigung des "Städtebaulichen Ideenwettbewerbs" im Juni 2017
  • der Umbau des südlichen Dresdener Rings im Kreuzungsbereich zur Halberstädter Straße und zum Stralsunder Ring

Es zeichnet sich ab, dass Westhagen noch zirka bis zum Programmjahr 2020 mit neuen Mitteln aus dem "Soziale Stadt"-Programm rechnen kann. Mit Ausreichung der letzten Gelder werden dann auch die Sanierungsziele erreicht sein. Diese können dem Städtebaulichen Rahmenplan für Westhagen entnommen werden, dessen erste Fortschreibung der Rat der Stadt Wolfsburg am 06.12.2016 beschlossen hat.


Umbaumaßnahmen sind beendet – umgestaltete Halberstädter Straße wurde am 27. April eingeweiht

Der nördliche Abschnitt der Halberstädter Straße in Wolfsburg wurde am Mittwoch, 27. April 2016, von Oberbürgermeister Klaus Mohrs und vom Ersten Stadtrat Werner Borcherding eingeweiht. Die offizielle Eröffnung fand ab 14 Uhr im Wendekreis der Halberstädter Straße in unmittelbarer Nähe zum ebenfalls erneuerten Haupteingang des Schulzentrums Westhagen statt.

Neben einigen Ansprachen wurde die Einweihung von Solisten des Schulzentrums Westhagen musikalisch umrahmt. Die Anwohner der Halberstädter Straße und zahlreiche interessierte Bürger haben der Einweihung beigewohnt. Anschließend wurden Gehölze im westlich gelegenen Bereich, einer grünen Insel, dem sogenannten Pocket Park, angegossen.

Der Umbau der Halberstädter Straße Nord ist im Rahmen der Teilnahme Westhagens am Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ realisiert. Die Maßnhamen wurden zu zwei Drittel mit Städtebaufördermitteln des Bundes und Landes unterlegt.

Das Projekt wurde geht einher mit der zeitgleichen Aufwertung des Haupteingangsbereiches am Schulzentrum Westhagen und dem Neubau des Lehrer-Parkplatzes hinter dem dortigen Discounter.

Durch das Vorhaben wurde die Parkplatzanzahl vergrößert: Im Bereich der Halberstädter Straße Nord gibt es nun 88 Stellplätze (vorher 40). Für Lehrer stehen jetzt 83 statt bisher 62 Einstellmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Verkehrssicherheit hat auch für Fußgänger durch größere Querschnitte und verbesserte Orientierung im Straßenraum sowie zwei deutlich gekennzeichnete und gut einsehbare Querungen zugenommen.

Einschließlich Grünflächen wurden insgesamt fast 10.000 Quadratmeter beplant. Baubeginn war im Juli vergangenen Jahres. In den Verkehrsraum wurden rund 1,2 Millionen Euro investiert und damit weniger als zunächst geplant. Für den Schulvorplatz und den Lehrerparklatz wurden noch einmal 970.000 Euro aufgewendet.

Der Plan zum Sanierungsvorhaben in der Halberstädter öffnet sich in einem neuen Fenster Straße

Das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" wurde im Jahr 1999 gestartet, um neben der "klassischen" (städte-)baulichen Erneuerung zugleich auch den Zusammenhalt der Gesellschaft in den betroffenen, vor allem in Groß- und Mittelstädten gelegenen Quartieren zu fördern. Das Programm hat bundesweit in bislang mehr als 780 Stadtquartieren in 441 Städten und Gemeinden eine positive Trendwerde eingeleitet, so auch in Wolfsburg-Westhagen (Stand: Programmjahr 2016; http://www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/SozialeStadt/soziale_stadt_node.html).


Kernziele des Programms "Soziale Stadt":

  • die physischen Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die wirtschaftliche Basis in den Stadtteilen zu stabilisieren und zu verbessern,

  • die Lebenschancen durch Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen zu erhöhen,

  • das Gebietsimage, die Stadtteilöffentlichkeit und die Identifikation mit den Quartieren zu stärken.

"Soziale Stadt" wird, ebenso wie die klassischen Stadterneuerungsprogramme, zu einem Drittel mit Mitteln des Bundes, zu einem Drittel mit Landesmitteln und zu einem weiteren Drittel mit kommunalen Geldern unterlegt ("Drittelfinanzierung"). Erhöhte kommunale Eigenanteil sind möglich, die Eigenkosten der Kommunen wie z.B. der personelle Einsatz der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht förderfähig (förderfähig sind dagegen die Kosten für externe Dienstleister wie z.B. Quartiersmanager und Sanierungsträger).

Während die vom Bund für das "Soziale Stadt"-Programm bereit gestellten Mittel zu Anfang der 2010er Jahre stark zurück gefahren worden waren (von anfangs ca. 90 bis 110 Mio. Euro auf zeitweise weniger als 30 Mio. Euro jährlich), hat das Programm in der zurück liegenden Legislaturperiode wieder stark an Bedeutung gewonnen:

Im Programmjahr 2017 sind die Bundesfinanzhilfen für die Fördersparte "Soziale Stadt" auf 190 Mio. Euro angestiegen. Das sind mehr als 25% von allen fünf Städtebauförderprogrammen, die in diesem Programmjahr mit insgesamt 740 Mio. € ausgestattet worden sind.
 
Auf Niedersachsen entfallen knapp 17,77 Mio Euro , das sind ca. 9,4 Prozent der Bundesmittel. Westhagen wird im Programmjahr 2017 mit Fördermitteln des Bundes und des Landes in Höhe von 1,712 Mio. Euro bedacht, das ergibt zusammen mit dem kommunalen Eigenanteil (und mit Einnahmen in Form von abgelösten Ausgleichsbeträgen) weitere Investitionsmittel für den Stadtteil über 2,585 Mio. Euro.

Überblick über fertiggestellte Baumaßnahmen:

Gärten der Nationen 1. + 2. Bauabschnitt

Übersicht zu den Bauprojekten die im Rahmen der Aktion ''Gärten der Nationen'' entstanden sind

Freizeit- und Landschaftspark mit Spiel- und Sportflächen, Aufwertung Geh- und Radweg einschließlich Landschaftsgestaltung 

Übersicht der Projekte im 1. und 2. Bauabschnitt


Gärten der Nationen 3. +  4. Bauabschnitt

Visualisierung der Baumaßnahmen zum Projekt Gärten der Nationen im 3. und 4. Bauabschnitt

Mit der "Stadtachse" wurden der Dresdener Ring und der Westhagener Marktplatz in Form eines Gehbandes miteinander verbunden.

Übersicht der Projekte im 3. und 4. Bauabschnitt


Mehrzwecksaal im FZB

Innansicht des Bauprojektes Mehrzwecksaal im Freizeit- und Bildungszentrum

Umbau des "Mehrzwecksaals" im Freizeit- und Bildungszentrum

Dokumentation zum Umbau des Mehrzweckssaals im Freizeit- und Bildungszentrum


Provisorische Parkplätze

Außenansicht des provisorischen Parkplatzes

Nicht vergessen werden darf der - nicht mit Fördermitteln unterlegte - Interims-Parkplatz an der Halberstädter Straße, auch wenn dieser im Zuge der endgültigen Umgestaltung des Straßenraums im Jahr 2015 wieder beseitigt worden ist. Der Parkplatz bot 22 zusätzliche Stellplätze, die in der Halberstädter Straße dringend benötigt wurden. Sie haben geholfen, den Parkdruck in diesem Bereich zu lindern, noch bevor die notwendigen Fördermittel für den inzwischen abgeschlossenen „großen“ Straßenumbau zu Verfügung standen.

Ein Gesetzbuch mit einem aufgedruckten Paragraphen © ernsthermann - Fotolia.com

Mit Ratsbeschluss vom 06.12.2000 wurden große Teile des Stadtteils Westhagen förmlich als Sanierungsgebiet festgelegt (vgl. Paragraf 142 Baugesetzbuch (BauGB). Dem voran gegangen waren 

  • eine vergleichende Untersuchung zum Erneuerungsbedarf in den Stadtteilen Detmerode, Westhagen und in der Nordstadt (1998) und 
  • so genannte "Vorbereitende Untersuchungen" für Westhagen nach Paragraf 141 BauGB (1999).

Die Sanierungssatzung für Westhagen wurde am 15.02.2001 bekannt gemacht. Am 14.06.2006 hat der Rat der Stadt den räumlichen Geltungsbereich der Sanierungssatzung mit dem Ziel geändert, das Erneuerungsgebiet in Westhagen zu "straffen" (Bekanntmachung der 1. Änderung der Sanierungssatzung am 28.07.2006). Zu diesem Zweck sind Teilflächen aus dem Sanierungsgebiet entlassen worden, deren tatsächliche Aufwertung sich in der Zwischenzeit als nicht realistisch erwiesen hatte. Dies gilt vor allem für große Teile des Dresdener Rings, für den zu Anfang des Verfahrens ein vollständiger Umbau vorgesehen war.

Andere Flächen galt es dagegen mit in das Sanierungsgebiet aufzunehmen, nachdem sich gezeigt hatte, dass diese Bereiche nicht losgelöst vom Sanierungszusammenhang betrachtet werden können: Die Integration von Flächen in das Erneuerungsgebiet betraf in erster Linie Wohnbauflächen am Dresdener Ring, an der Halberstädter und der Dessauer Straße.

 

Die rechtlichen Grundlagen zum Herunterladen

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