Hoffmann-Biografie

August Heinrich Hoffmann - Kurzporträt

Schriftsteller und Literaturforscher, Dichter der Nationalhymne "Deutschlandlied" (1841 auf Helgoland) und hunderter Kinderlieder; geboren: 02.04.1798 in Fallersleben (heute Ortsteil von Wolfsburg); gestorben: 19.01.1874 Schloss Corvey (Höxter).

Zeichnung mit Abbild Hoffmann von FallerslebensHauptmotiv von Hoffmanns politisch-satirischer Lyrik ist der Kampf für ein einiges und freiheitliches Deutschland. Seine sprachlich zumeist eingängig gehaltenen und oft mit volkstümlichen Melodien verbundenen politischen Lieder hatten - allen voran das Deutschlandlied - in ihrer Entstehungszeit eine große Verbreitung und Popularität. 

In der Folge der Herausgabe seiner "Unpolitischen Lieder") (2 Bände 1840/41) verliert der Professor für deutsche Literatur und Sprache (Breslau, seit 1830) sein Amt. Er gilt lange Zeit als politisch gefährlich und hat nur in einigen deutschen Ländern Aufenthaltsrecht.

Seine großen Verdienste um die Wiederentdeckung und Edition deutscher Sprachdenkmäler (z. B. "Ludwigslied") und die Niederlandistik wurden erst in jüngerer Zeit bekannt.

Durch musikwissenschaftliche Forschungen der letzten Jahre wurde Hoffmann zudem als einer der am meisten vertonten Dichter des 19. Jahrhunderts erdeckt. Viele seiner Kinderlieder sind auch heute noch sehr verbreitet (z.B. "Alle Vögel sind schon da", "Der Kuckuck und der Esel", "Morgen kommt der Weihnachtsmann").

Die Erinnerung an Leben und Werk August Heinrich Hoffmanns hält die Stadt Wolfsburg im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im Schloss Fallersleben wach. 

Unterstützt wird die Arbeit des Museums durch die Hoffmann-von-Fallersleben-Gesellschaft, die in einem Nebengebäude von Schloss Fallersleben ein großes Archiv und eine Studienstätte betreut und alle zwei Jahre den Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für Zeitkritische Literatur vergibt.