Elterngeld und ElterngeldPlus

Eine Taste mit einem Paragrafenzeichen; Foto: Gerd Altmann / pixelio.de © Gerd Altmann/ pixelio.deDas Elterngeld

Elterngeld erhalten alle Mütter und Väter, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und beruflich pausieren oder höchstens bis zu 30 Stunden in der Woche arbeiten. Aber auch Auszubildende und Studierende, Hausfrauen und Hausmänner und Eltern, die wegen der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben, haben einen Anspruch auf die Zahlung von Elterngeld, das zwischen 300,00 € und 1.800,00€ liegen kann.

Das Elterngeld wird an Väter und Mütter gemeinsam für maximal 14 Monate gezahlt; beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen, abwechselnder oder auch gleichzeitiger Elterngeldbezug ist möglich. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich des wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen, können die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.

Das für die Berechnung des Elterngeldes heranzuziehende (Netto) Erwerbseinkommen wird eigenständig anhand der von Ihnen eingereichten Unterlagen berechnet und im Durchschnitt ermittelt. Es ist somit nicht identisch mit dem steuerrechtlichen Nettoeinkommen auf den von Ihnen eingereichten Gehaltsnachweisen. Für die Berechnung des Nettobetrages wird die Steuerklasse zugrunde gelegt, die im Bemessungszeitraum überwiegend gültig war.

Entgeltersatzleistungen, wie z.B. Arbeitslosengeld I oder Krankengeld, aus dem Zeitraum vor der Geburt, können nicht als Einkommen vor der Geburt berücksichtigt werden.

Nettoeinkommen vor der Geburt von 1.240 Euro und mehr werden zu 65 Prozent durch Elterngeld ersetzt, Nettoeinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro zu 67 Prozent. Für Einkommen von weniger als 1.000 Euro steigt die Ersatzrate schrittweise bis auf 100 Prozent: je geringer das Einkommen, desto höher die Ersatzrate. Das Elterngeld beträgt absolut mindestens 300 Euro und höchstens 1800 Euro.

Dazu können Sie ein Geschwisterkindbonus erhalten, wenn mindestens ein Geschwisterkind unter 3 Jahre ist oder mindestens 2 Geschwisterkinder unter 6 Jahren sind und mit Ihnen im Haushalt leben. Die Höhe beträgt 10 Prozent des berechneten Elterngeldes, mindestens jedoch 75 Euro. Dieser Bonus entfällt, wenn das ältere Geschwisterkind sein drittes bzw. sechstes Lebensjahr vollendet hat.

Das Mutterschaftsgeld und der Arbeitgeberzuschuss werden ab Geburt bis zum Ende des Mutterschutzes auf das festgesetzte Elterngeld angerechnet. Eine volle Auszahlung des Elterngeldes erfolgt somit erst nach Ende des Mutterschutzes.

Während des Elterngeldbezuges dürfen Sie durchschnittlich bis zu 30 Wochen-stunden arbeiten. Das Einkommen wird allerdings angerechnet. Das Elterngeld wird dann aus der Differenz zwischen dem Einkommen vor der Geburt und dem aktuellen Einkommen berechnet. Bei einem hohen Einkommen vor der Geburt, berechnet sich die Differenz jedoch nur bis zu einer Obergrenze in Höhe von 2.700,00 €. Die entsprechenden Abrechnungen müssen von Ihnen eingereicht werden.

Die Auszahlung des Elterngeldes erfolgt je nach Geburtsdatum zum 1. oder 15. eines Monats und kann auch nicht geändert werden. Darüber hinaus besteht auf Antrag die Möglichkeit, zustehende Monatsbeträge zu halbieren und somit den Auszahlungs-zeitraum entsprechend zu verlängern.

Bei einer weiteren Geburt während der Elternzeit, werden erneut 12 Monate vor der Geburt betrachtet. Monate ohne Einkommen und Elterngeld des 1. Kindes werden mit 0 Euro berücksichtigt. Monate mit Elterngeldbezug für das vorherige Kind werden nicht berücksichtigt und durch Monate mit Einkommen aus dem Zeitraum vor der vorherigen Geburt ersetzt. Elterngeld aus der Verlängerungsoption wird nicht bei der Rückberechnung berücksichtigt. Das Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und der Arbeitgeberzuschuss müssen neu nachgewiesen werden und zur Berechnung des Nettoeinkommens einbezogen.

Umfangreiche Informationen zum Elterngeld finden Sie hier 

Bei der Antragsstellung zum Elterngeld/ElterngeldPlus können Sie zwischen Elterngeld oder ElterngeldPlus wählen, oder beides kombinieren.

Eine rückwirkende Zahlung des Elterngeldes ist für höchstens drei Monate möglich.

Jeder Elternteil kann für sich einen Antrag stellen. Der jeweilige Antrag kann bis zum Ende des Elterngeldbezuges geändert werden, jedoch nur für noch nicht ausgezahlte Monatsbeträge.

Das Elterngeld können Sie nur bei der Elterngeldstelle Ihres Wohnbezirks beantragen. Für eine Beratung vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin unter 05361/282916 oder 05361/282668. Bitte haben Sie Verständnis, dass eine Vorabberechnung des zu erwartenden Elterngeldes nicht vorgenommen werden kann.

Elterngeldantrag samt Anlagen erhalten Sie persönlich beim 

Geschäftsbereich Jugend

Zimmer 003,

Pestalozziallee 1a,

38440 Wolfsburg

oder können im Internet auf der Seite des Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung heruntergeladen werden:

Einzureichende Unterlagen zum Antrag
  •  Geburtsbescheinigung für die Beantragung von Elterngeld (vom Standesamt)

  •  Nachweis der Krankenkasse, über die Zahlung oder nicht Zahlung des Mutterschaftsgeldes. Wenn ein Anspruch besteht wird der Nachweis über den  Gesamtzeitraum  der Zahlung benötigt.

  •  Nachweis der Erwerbstätigkeit vor der Geburt:

Arbeitsverhältnis:   

Die letzten 12 einzelnen Gehaltsabrechnungen ab dem Vormonat, bevor der Mutterschutz anfing und 2 Abrechnungen aus der Zeit des Mutterschutzes, da auf diesen der Arbeitgeberzuschuss vermerkt ist.

Dienstverhältnis:    

Die letzten 12 Abrechnungen ab dem Vormonat der Geburt und ein Nachweis über den Gesamtzeitraum des Mutterschutzes einzureichen.

Minijob:                     

Nachweise über das Einkommen aus einem Minijob sofern vorhanden.

Selbständigkeit oder Einkommen aus Gewerbe:

Der Steuerbescheid des Kalenderjahres vor der Geburt des Kindes.

Elternzeitbestätigung des Arbeitgebers für den jeweiligen Lebensmonat des Elterngeldbezugs (nur bei Antrag des Kindesvaters benötigt)

Je nach Lebenssituation können weitere Unterlagen für die Beantragung von Elterngeld benötigt werden. Bitte achten Sie darauf, dass der Antrag von beiden Elternteilen unterschrieben ist. Der Antrag auf Elterngeld kann erst nach Geburt des Kindes gestellt werden.

ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus
(gilt nur für Geburten ab dem 1. Juli 2015)

Das ElterngeldPlus macht es Müttern und Vätern leichter, Elterngeld und Teilzeitarbeit miteinander zu koordinieren. Eltern, die nach der Geburt des Kindes in Teilzeit arbeiten möchten, können die Bezugszeit des Elterngeldes verlängern. Aus einem Elterngeldmonat werden dann zwei ElterngeldPlus-Monate. Dabei ersetzt das ElterngeldPlus, wie das bisherige Elterngeld auch, das wegfallende Einkommen zu 65 bis 100 Prozent.

Die Höhe des ElterngeldPlus beträgt höchsten die Hälfte des monatlichen Elterngeldbetrages, dass Eltern ohne Teilzeiteinkommen zustünde. So haben Mütter und Väter auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus mehr Spielraum, um die Bedürfnisse des Kindes mit den Anforderungen im Beruf zu verbinden.

Entscheiden sich Mütter und Väter, zeitgleich als Elternpaar in Teilzeit erwerbstätig zu sein - für vier Monate lang parallel und jeweils zwischen 25 bis 30 Wochenstunden -, erhalten sie jeweils vier zusammen also acht zusätzliche ElterngeldPlus-Monate.

Auch Alleinerziehende können den Partnerschaftsbonus für sich nutzen und die Zahl der ElterngeldPlus-Monate deutlich erweitern.

Umfangreiche Informationen zum ElterngeldPlus bekommen Sie hier.

Bei der Antragsstellung zum Elterngeld/ElterngeldPlus können Sie zwischen Elterngeld oder ElterngeldPlus wählen, oder beides kombinieren.

Das ElterngeldPlus können Sie nur bei der Elterngeldstelle Ihres Wohnbezirks beantragen. Für eine Beratung vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin unter 05361 28-2916 oder 05361 28-2668. Bitte haben Sie Verständnis, dass eine Vorabberechnung des zu erwartenden ElterngeldPlus nicht vorgenommen werden kann.

ElterngeldPlus Anträge erhalten Sie ab dem 01.07.2015 persönlich beim 

Geschäftsbereich Jugend

Zimmer 003,

Pestalozziallee 1a,

38440 Wolfsburg

oder können im Internet auf der Seite des Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung heruntergeladen werden.

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