Fleischhygiene

Durch die Lebendtier- und die nachfolgende Fleischuntersuchung soll sichergestellt werden, dass nur genusstaugliches Fleisch, durch das die Gesundheit der Verbraucher nicht gefährdet wird, in den Verkehr gelangt.

Eine Rinderschlachtung

Fleisch, das in seinem Genusswert gemindert ist (zum Beispiel wässriges Fleisch) soll auch nicht in den Verkehr gelangen.


Eventuell auftretende Tierseuchen sollen frühzeitig erkannt werden. Damit werden weitere landwirtschaftliche Nutztiere vor der Ansteckung geschützt, und unsere Ernährungsgrundlage wird gesichert. 

Im Bereich des Stadtgebietes Wolfsburg führt das Veterinäramt der Stadt Wolfsburg die gesetzlich vorgeschriebenen Schlachttier- und Fleischuntersuchungen durch. 

Die Schlachtungen sind zwei Tage im Voraus beim Veterinäramt der Stadt Wolfsburg anzumelden. 


Untersuchungszeiten:

Montag bis Freitag:
08:00 Uhr - 12:00 Uhr 



Ein Rind; Foto: Gabriele Stroedel / pixelio.de © Gabriele Stroedel / pixelio.deNach dem Fleischhygienegesetz unterliegen Rinder, Schweine, Ziegen, andere Paarhufer, Pferde, andere Einhufer, Kaninchen, die als Haustiere gehalten werden, vor und nach der Schlachtung einer amtlichen Untersuchung (Schlachttier- und Fleischuntersuchung), wenn ihr Fleisch zum Genuss für Menschen bestimmt ist. 

Dies gilt entsprechend auch für Haarwild, das auf andere Weise als Erlegen getötet wurde. Erlegtes Haarwild, dessen Fleisch zum Genuss von Menschen bestimmt ist, unterliegt nur der Fleischuntersuchung.

Die Schlachttier- und Fleischuntersuchung kann bei Hauskaninchen, die Fleischuntersuchung bei erlegtem Haarwild unterbleiben, wenn keine Merkmale festgestellt werden, die das Fleisch als unbedenklich zum Genuss erscheinen lassen und 

das Fleisch zum eigenen Verbrauch verwendet oder unmittelbar an einzelne natürliche Personen zum eigenen Verbrauch abgegeben wird oder

das erlegte Haarwild unmittelbar nach dem Erlegen in geringen Mengen an nahegelegenen be- oder verarbeitende Betriebe zur Abgabe an Verbraucher zum Verzehr an Ort und Stelle oder zur Verwendung im eigenen Haushalt geliefert wird.
Ein LaborBei folgenden Tierarten muss nach der Schlachtung zusätzlich eine Trichinenuntersuchung durchgeführt werden, wenn das Fleisch zum Genuss für Menschen verwendet werden soll:

  • Schweine 
  • Wildschweine 
  • Einhufer, zum Beispiel Pferde

  • Füchse
  • Dachse 
  • Bären 
  • Sumpfbiber und andere Fleisch fressende Tiere, die Träger von Trichinen sein können

Grund für die Trichinenuntersuchung ist der Umstand, dass sich alle Fleisch fressenden Tiere und der Mensch über fleischliche Nahrung mit Trichinen infizieren können. 
Nach einer Infektion mit Trichinen können beim Menschen erhebliche Krankheitserscheinungen auftreten. Dazu gehören z.B. Kreislaufstörungen, Durchfall oder Sehstörungen. Im Einzelfall kann eine Trichineninfektion, insbesondere bei Kindern oder älteren Menschen sogar zum Tod führen. 

Das Veterinäramt Wolfsburg betreibt ein für die Trichinenuntersuchung akkreditiertes Labor nach 
DIN EN ISO/IEC 17025. 

Eine Abgabe von Trichinenproben ist während der Öffnungszeiten möglich (siehe Startseite des Veterinäramtes). Dabei ist ein Wildursprungsschein 
mit abzugeben, dieser kann über den Link unten ausgedruckt werden. Die Proben werden Dienstagvormittag untersucht, wenn sie bis 8:30 Uhr abgegeben wurden. Die Ergebnisse werden dann per Fax oder E-mail übermittelt.


Wildursprungsschein zum Ausdrucken (PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster - nicht barrierefrei) 

Eine Schlachteplatte; Foto: manni66 / pixelio.de © manni66 / pixelio.deEine Hausschlachtung liegt nur dann vor, wenn das Fleisch ausschließlich im eigenen Haushalt verwendet wird. 

Sobald Fleisch an Andere abgegeben wird, handelt es sich um eine gewerbliche Schlachtung, bei der grundsätzlich alle gesetzlichen Hygienevorschriften zu beachten sind.

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3 Kommentare

N.Sievers 10.08.2015 12:54:06

Guten Tag,

die Internetseite ist grundsätzlich sehr hilfreich, um Informationen zu bestimmten Themen zu finden. Schwach ist allerdings, dass keine aktuellen News veröffentlicht werden.

Hier sind zwar schön die allgemeinen Öffnungszeiten des Veterinäramtes für die Entgegennahme von Trichinenproben veröffentlich, dass derzeit aufgrund der Urlaubszeit allerdings keine Proben angenommen werden, ist nur durch Aushang vor Ort (???) bekannt gemacht. Ein Verweis an die zuständige Stelle in Gifhorn ist dann nur bedingt hilfreich, wenn man schon einmal umsonst vor Ort ist...

Entweder sollte zukünftig über diese Seite über solche wesentlichen Dinge informiert werden, oder grundsätzlich eine vorherige telefonische Absprache empfohlen werden.

MfG

Stadt Wolfsburg 11.08.2015 14:36:23

Ihre Kritik ist berechtigt. Wir werden künftig besser informieren.

Mit freundlichem Gruß

Das Team der Onlinekommunikation

N.Sievers 19.08.2015 11:22:28

Der Wildursprungsschein ist über die Suchfunktion leider nicht zu finden.

Dies sollte im Interesse der Benutzerfreundlichkeit optimiert werden.

MfG

Stadt Wolfsburg 21.08.2015 09:57:00

Sehr geehrter Herr Sievers,

vielen Dank für den Hinweis. Der Wildursprungsschein ist nunmehr über die Suchfunktion zu finden.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Das Team der Onlinekommunikation

Wolfgang Veit (wolfgang.veit@w 07.09.2016 07:52:54

Sehr geehrte Damen und Herren,

warum ist der Wildursprungsschein des Veterinäramtes nicht im Formularwesen aufgeführt?

Wenn man eine Tichinenprobe im Veterinäramt abgibt, muß man dieses Formular von Hand ausfüllen. Könnte man es herunterladen, so könnte man es bereits ausgefüllt mitbringen und würde für alle Zeit sparen.

MfG.

Wolfgang Veit

Stadt Wolfsburg 15.09.2016 08:28:09

Sehr geehrter Herr Veit,

auf Ihren Vorschlag hin werden wir das Formular jetzt in den Formularserver integrieren, so dass es direkt am PC ausfüllbar ist.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der Onlinekommunikation