Stadterneuerung

Das Sanierungsgebiet Handwerkerviertel

Mit dem Beschluss des Rates vom 4. Juli 2009 wurde das Handwerkerviertel zum förmlich festgesetzten Sanierungsgebiet.

Ein Straßenschild im Handwerkerviertel © Lars Landmann

Ziel des Verfahrens ist, das Quartier durch die Entwicklung des Wohnangebots, die Umgestaltung von Straßen und Plätzen sowie die städtebauliche Neuordnung von Teilbereichen (z. B. Schlosserstraße) aufzuwerten.

Mit der förmlichen Festlegung des Handwerkerviertels als Sanierungsgebiet besteht die Möglichkeit, Fördermittel beim Bund und dem Land Niedersachsen zu beantragen. Eine Aufnahme in das Städtebauförderprogramm ist 2015 erfolgt.

Unabhängig davon, hat sich die Stadt Wolfsburg entschieden, im Jahr 2011 mit eigenen Haushaltsmitteln in die Sanierung des Handwerkerviertels einzusteigen. Diese Gelder sollen im Gebiet für vielfältige Maßnahmen so z. B. für den Umbau und die Neugestaltung von Straßen und Plätzen, für Grundstücksneuordnungen, für die Neuordnung und Neugestaltung von PKW Stellplätzen, für Begrünungsmaßnahmen und vieles mehr eingesetzt werden.

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Weiterführende Informationen und Downloads

Inhalte: Städtebaulicher Sanierungsrahmenplan, Aktuelles zur Arbeit des Sanierungsbeirates, Berichte und Konzepte, Satzungsniederschrift, Flyer und Protokolle.

Neugestaltung Poststraße

2012 wurde mit der Planung für eine Neugestaltung der Porschestraße begonnen. Damals wurde nach einer diskursiven Planungswerkstatt der Entwurf des Büros Atelier Loidl empfohlen. Die weiter geführten Planungen wurden im Sanierungsbüro ausgestellt, im Sanierungsbeirat vorgestellt und diskutiert und auch in den Flyern des Sanierungsgebiets Handwerkerviertel tauschen Informationen zum Projekt Poststraße immer wieder auf. 

Die Objektvorlage wurde am 22.07.2015 durch den Rat der Stadt Wolfsburg beschlossen. Mit der diesjährigen Aufnahme des Handwerkerviertels in das Förderprogramm Stadtumbau West können für das Bauvorhaben „Neugestaltung Oststraße“ ab 2015 Mittel der Städtebauförderung eingesetzt werden. Baubeginn ist nach den frostgefährdeten Wintermonaten im Frühjahr 2016 geplant, beginnend mit dem 1. Bauabschnitt ab Einmündung Schachtweg bis zum Robert-Koch-Platz. Die privaten Anlieger der Poststraße waren im Januar 2015 von der Stadt und den Leitungsträgern zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Hier gab es Gelegenheit, sich genauer mit der geplanten Neugestaltung und den erforderlichen Baumaßnahmen im Untergrund zu befassen. Jetzt wurden im Gehwegbereich vor den Gebäuden Poststraße 42 und 44 Musterflächen des Pflastermaterial angelegt und drei Leuchtenmodelle aufgestellt, die für das Handwerkerviertel zur Auswahl stehen. Über die vom Entscheidungsgremium getroffen Auswahl wird im Sanierungsbüro, Schachtweg 12, informiert.


Kleinteilige Maßnahmen in der Seilerstraße

Pflanzstreifen an der SeilerstrasseAm 9. Mai 2015 wurden die erfolgten kleinteiligen Aufwertungen in der Seilerstraße im Rahmen des Tages der Städtebauförderung feierlich eingeweiht. Entsprechend dem Entwurf des Büros Adam+Adam aus Hannover wurden neue Pflanzflächen angelegt und mit Stauden und Gehölz bepflanzt. 

Bereits vorhandene Pflanzflächen wurden aufgewertet sowie neue Fahrradbügel auf dem Gehweg aufgestellt. Eine Besonderheit stellt die Beetabdeckung mit Schieferbruch dar. 

Es ist das erste fertiggestellte bauliche Projekt der Stadt im öffentlichen Raum im Sanierungsgebiet Handwerkerviertel.


Seilerstraße 

Übersichtsgrafik zum Projekt Seilerstraße

In der Seilerstraße sollen kleinteilige temporäre Aufwertungsmaßnahmen erfolgen. Hierzu erarbeitete das Büro Adam+Adam aus Hannover ein Konzept, bei dem die Aufwertung durch Grünflächen im Vordergrund stand. Das Konzept wurde dem Sanierungsbeirat am 24.07.2014 vorgestellt, um eine Empfehlung vom Beirat einzuholen. Es besteht die Absicht, im Gehwegbereich neue Pflanzflächen anzulegen, die mit Stauden und Gehölzen bepflanzt werden, bereits vorhandene Pflanzflächen aufzuwerten sowie neue Fahrradbügel auf dem Gehweg aufzustellen.


Bebauungsplan „Handwerkerviertel Teil I“

Übersichtsgrafik zum Projekt Handwerkerviertel Teil I

Mit dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes "Handwerkerviertel Teil I" vom 14.05.2014 beabsichtigt die Stadt Wolfsburg die Ziele der Sanierung, die im Sanierungsrahmenplan formuliert wurden, zu sichern.

Der Planbereich umfasst die Schlosserstraße bis hin zu Teilen der Heinrich-Nordhoff-Straße, der Poststraße und des Schachtweges bis einschließlich der Carl-Hahn-Schule (BBS I) an der Seilerstraße innerhalb des förmlich festgesetzten Sanierungsgebietes Handwerkerviertel.

Im Vorfeld wurde ein Wettbewerbsverfahren zur Erweiterung der Berufsbildenden Schule (BBS I) und ein städtebauliches Gutachterverfahren rund um die Schlosserstraße durchgeführt. Daraus gingen Siegerentwürfe hervor. Bevor diese umgesetzt werden dürfen, muss über den Bebauungsplan die planungsrechtliche Zulässigkeit geschaffen werden.

Dabei geht es im Wesentlichen um Erweiterungsmöglichkeiten für die BBS I und eine optimale bauliche Ausnutzung der kleinteiligen Bebauungsstruktur im Handwerkerviertel. Zusätzlich wird der öffentliche Freiraum, insbesondere die Poststraße, in naher Zukunft, umstrukturiert und durch neue Bepflanzungen für mehr Aufenthaltsqualität aufgewertet.

Die Stadt hat am 16.09.2014 im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch die ausgewählten städtebaulichen Konzepte, Planungsalternativen und Untersuchungen vorgestellt.  Diese sind die Grundlage für die Neuaufstellung des Bebauungsplanes. Im weiteren Verfahren wird der Bebauungsplanentwurf den politischen Gremien zum Beschluss über die Auslegung vorgelegt.


Umgestaltung des Robert-Koch-Platzes

Visualisierung des Projektes am Robert-Koch-Platzes

Die Auslobung dieses Projektes erfolgte als nichtoffener Wettbewerb für Landschaftsarchitekten mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren. Getagt hat das Preisgericht am 31.05.2012, einstimmig wurde das Büro Häfner Jimenez Landschaftsarchitekten, Berlin als 1. Preisträger bestimmt.

Die Neugestaltung des Robert-Koch-Platzes orientiert sich an den historischen Raumdimensionen, interpretiert ihn aber gleichzeitig als zeitgemäßen Schmuckplatz. Durch geometrische Klarheit soll sich der Platz von seinem uneinheitlichen Umfeld deutlich abheben. Neue Baumreihen und räumliche Umgestaltung betonen die Symmetrie in der Siegfried-Ehlers-Straße und binden das Verwaltungsgebäude gestalterisch in die Achse Hauptbahnhof – Schillerstraße ein. Ziel ist es, die Planung nach Abschluss der Sanierung des ehemaligen Ordnungsamts umzusetzen und aus Mittel der Städtebauförderung zu finanzieren.
Das Gebäude soll bis zum Frühjahr 2016 fertiggestellt sein. Anschließend erfolgt die Umgestaltung der Platzanlage.


Investorenverfahren Lessingstraße

Visualisierung des Wohnprojektes in der Lessingstraße

Zur Neustrukturierung des ehemaligen Geländes des Jugendgästehauses wurde 2010 mit Hilfe eines Investorenauswahlverfahrens ein Investor bestimmt. Der Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan ist erfolgt. 

Nach Abriss des ehemaligen Jugendgästehauses sowie des Kindergartens erfolgte am 30.04.2014 der Spatenstich für die Bebauung des Geländes.

Auf dem Gelände sollen ca. 60 Eigentums- und Mietwohnungen im Geschossbau sowie 20 Stadthäuser entstehen. Die Vermarktung der Flächen erfolgt über die Vespermann Beteiligungs-GmbH. Der Sanierungsbeirat begleitet die Bearbeitung des Bebauungsplans sowie die Entwicklung des neuen Wohnstandorts. Die Fertigstellung ist für 2016 geplant.


Sanierungsbüro Handwerkerviertel

Eingangsbereich des SanierungsbürosSeit Januar 2014 bietet das Sanierungsmanagement Handwerkerviertel im Sanierungsbüro, Schachtweg 12, dienstags in der Zeit von 10:00 bis 13:00 Uhr eine Sprechzeit an. Darüber hinaus können individuelle Termine zur Beratung und Information vereinbart werden (Tel: 05361 28-1853).

Auch die Quartiersarchitektin Frau Jost steht als Ansprechpartnerin für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bauherren zur Verfügung. Eigentümerinnen und Eigentümer, die umbauen oder ihr Haus sanieren wollen, können die Unterstützung der Architektin kostenfrei für die Erarbeitung einer Konzeption in Anspruch nehmen. 


Planungswerkstatt Poststraße

Visualisierung zum Projekt in der Poststraße des Handwerkerviertels

In einer zweigeteilten, diskursiven Planungswerkstatt wurde am 16.03.2012 und 05.06.2012 gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern und Sachverständigen sowie drei beauftragten Planungsbüros Entwürfe zur Neugestaltung der Poststraße erörtert.

In dem Verfahren wurde ein phasenweise umsetzbarer Leitfaden zur imageprägenden Neugestaltung der Poststraße und ihrer Einmündungen in die Seitenstraßen erarbeitet. Hierbei sind im Weiteren insbesondere die Belange der Anwohnerinnen und Anwohnern  und eingesessenen Gewerbetreibenden im Quartier berücksichtigt worden. 

Ein im Anschluss tagendes Auswahlgremium hat den Entwurf des Büros Atelier Loidl zur weiteren Umsetzung empfohlen. Derzeit wird die Vorplanung erarbeitet. Der erste Bauabschnitt soll 2015 beginnen.


Wettbewerb Carl-Hahn-Schule (BBS I)

Visualisierung zum Projekt der Carl-Hahn-Schule (BBS I)

Erweiterungsbau und Neustrukturierung des Hauses A der Berufsbildenden Schulen I Wolfsburg

Das Handwerkerviertel ist ein überregional bedeutender Standort für Lehre und Bildung und ein wichtiger innerstädtischer Wohnstandort. Sein Erscheinungsbild ist aufgrund der Heterogenität, der teilweise sehr schlichten Bauweise und dem hohem Versiegelungsgrad stark aufwertungsbedürftig. Mit dem Umbau und Anbau der BBS I, jetzt Carl-Hahn-Schule, an diesem Standort findet eine Initialzündung statt, die dem Quartier im Bereich Städtebau, Erscheinungsbild und Freiraum zu neuer Identität verhilft. 

Weiterführende Informationen


Rahmenplanung Handwerkerviertel

Rahmenplanung HandwerkerviertelDie Bearbeitung der Rahmenplanung wurde abgeschlossen. Der Ortsrat hat den Rahmenplan begrüßt und am 02.02.2012 beschlossen. 

Der Planungs- und Bauausschuss hat der Rahmenplanung am 16.02.2012 einstimmig zugestimmt. Am 15.03.2012 hat der Rat der Stadt Wolfsburg abschließend über den Rahmenplan beschlossen. 

Weiterführende Informationen zum Herunterladen:

Teil 1: Einführung und Zusammenfassung, Ausgangslage und Rahmenplanung
Teil 2: Bestandssituation und Analyse, Beteiligung, die Zukunft des Handwerkerviertels
Teil 3: Handlungsfelder, Rahmenplan und weiteres Vorgehen

PDF Dokument; Abbildung öffnet sich in einem neuen Fenster

Die Poststraße in Wolfsburg © Lars LandmannNach Abschluss der Sanierung wird geprüft, ob sanierungsbedingte Wertsteigerungen stattgefunden haben. Diese ergeben sich aus dem Differenzbetrag zwischen dem Grundstückswert ohne Bebauung vor und nach Abschluss der Sanierung.

Nach dem Besonderen Städtebaurecht müssen Eigentümerinnen und Eigentümer ggf. einen Ausgleichsbetrag an die Stadt zahlen. Dies ist dann der Fall, wenn durch die Sanierung eine Bodenwertsteigerung ihrer Grundstücke verursacht wurde. Dabei ist zu beachten, dass für Erbbaurechtsnehmerinnen und Erbbaurechtsnehmer keine Ausgleichsbetragspflicht besteht und dass im Sanierungsgebiet keine Erschließungsbeiträge erhoben werden.

Der Ausgleichsbetrag ist zweckgebunden und fließt wieder in die Sanierungsmaßnahme ein.

Neues aus dem Sanierungsbeirat

Nach der turnusmäßigen Neuwahl des Sanierungsbeirats am 20.10.2014 tagte das Gremium bis zum Sommer 2015 drei mal. In der konstituierenden Sitzung am 11.12.2014 wurde Hans J. Wiegleb als Vorsitzender gewählt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder des Sanierungsbeirats Reinhold Scholz. In dieser und den folgenden Sitzungen am 12. März und 11. Juni 2015 beschäftigte sich der Sanierungsbeirat mir einer Reihe von Themen:

Er begleitet die Planungen zur Neugestaltung der Poststraße und des Rober-Koch-Platzes, zu den Neubauten der Carl-Hahn-Schule und des Laborgebäudes der Ostfalia-Hochschule, zur Sanierung des Hauptgebäudes der Hochschule (ehemaliges Ordnungsamt) sowie das Bebauungsplanverfahren „Handwerkerviertel Teil I“. Das erste Projekt konnte bereits umgesetzt werden und wurde pünktlich zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2015 eröffnet: Bei den kleinteiligen Maßnahmen in der Seilerstraße hatte sich der Sanierungsbeirat für eine Variante ausgesprochen, die Pflanzbeete mit Stauden und Gehölzen sowie Fahrradabstellmöglichkeiten auf dem Gehweg vorsieht. Die Sanierungsbeiratsmitglieder zeigten sich erfreut über die ersten anschaulichen Erfolge der Sanierung des Handwerkerviertels. Ein weiteres Highlight war die Aufnahme des Sanierungsgebiets Handwerkerviertel in das Städtebauförderprogramm. Mit knapp 3 Millionen Euro können die Planungen und damit auch die Sanierungsziele nun zügiger umgesetzt werden.

Neuwahl des Sanierungsbeirats Handwerkerviertel

Nach zweijähriger Amtszeit wurden am 22. Oktober 2014 die Vertretungen der Eigentümerinnen und Eigentümer und Gewerbetreibenden neu gewählt. Die Stadtbaurätin Frau Monika Thomas begrüßte die Anwesenden, die sich in der Berufsbildenden Schule 2 in der Kleiststraße versammelt hatten und erläuterte den Stand der Sanierung im Handwerkerviertel.  Seit dem letzten Jahr ist eine Vielzahl von privaten und öffentlichen Bauvorhaben und Umgestaltungsmaßnahmen begonnen worden oder befinden sich in Planung. Dazu gehören u.a. der Wohnpark Lessingstraße, die Erweiterung der BBS I, die Sanierung des alten Ordnungsamtes, der Neubau eines Laborgebäudes für die Hochschule sowie Aufwertungsmaßnahmen am Robert-Koch-Platz, in der Poststraße sowie am Schachtweg Nord. Seit Anfang 2014 ist zudem das Sanierungsmanagement des Handwerkerviertels die S.T.E.R.N. GmbH tätig und unterstützt die Stadt bei der Koordination der Vorhaben. 

In den nächsten Jahren wird sich so das Gesicht des Handwerkerviertels deutlich verändern. Nach kurzer Darstellung der Aufgaben des Sanierungsbeirats durch Frau Silke Lässig vom Geschäftsbereich Stadtplanung und Bauberatung, wurden die neuen Sanierungsbeiräte in geheimer Wahl bestimmt. Die Vertreter der Gewerbetreibenden sind dieHerren Hans J. Wiegleb, Frank Klarhöfer und Reinhold Scholz. Herr Andreas Olschowka ist Nachrücker und vertritt die drei Sanierungsbeiräte im Falle ihrer Verhinderung. Als Vertretung der Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer wurden Frau Elke Lachmann sowie die Herren Gerhard Dehm und Marius Dehm gewählt. Frau Irmgard Baberg und die Herren Hans-Wilhelm Behling und Jens Tönskötter rücken bei Bedarf nach. Frau Monika Thomas beglückwünschte die Mitglieder des Sanierungsbeirates zu ihrer Wahl und überreichte ein kleines Präsent. Alle Beteiligten freuen sich auf eine konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit in den kommenden zwei Jahren.

Sanierungsbeirat

Um die Beteiligung der Eigentümer, Mieter und anderer Beteiligter am Prozess der Sanierung zu ermöglichen, wurde ein Sanierungsbeirat gebildet. Die Aufgabe des Sanierungsbeirates ist es, Empfehlungen zu Maßnahmen, Planungen und Projekten im Handwerkerviertel abzugeben, welche im Rat und seinen Ausschüssen behandelt und beschlossen werden sollen. Außerdem soll er Informationen aus dem Quartier in die Verwaltung weitergeben. Die Sitzungen des Sanierungsbeirates sind öffentlich.

Rahmenplanung

Der Rahmenplan zum HandwerkerviertelFoto: CAD117Definition

Der Rahmenplan ist ein informelles Planungsinstrument, das die Entwicklungspotentiale des Handwerkerviertels aufzeigt und Perspektiven für dessen zukünftige Nutzung darstellt. Der Rahmenplan wird zukünftig die Beurteilungsgrundlage für sanierungsrechtliche Genehmigungen nach § 144 BauGB darstellen.
Der Rahmenplan liegt in seiner Aussagekraft zwischen dem Flächennutzungsplan und dem Bebauungsplan. Ziel ist, den Maßstabssprung zwischen den beiden Bauleitplänen zu überbrücken und die Entwicklung des Bebauungsplans aus dem Flächennutzungsplan zu erleichtern sowie die Sanierungsziele für das Handwerkerviertel konkreter zu fassen. 

Umsetzung

Das Büro ANP Kassel wurde 2010 der Erstellung der Rahmenplanung für das Handwerkerviertel beauftragt. Bei der Erstellung des Rahmenplans werden die Ergebnisse der bereits durchgeführten Untersuchungen, insbesondere den Vorbereitenden Untersuchungen überprüft und in Teilbereichen aktualisiert. Der Rahmenplan wird in einem dialogorientierten Verfahren und in intensiver Abstimmung mit der Stadt Wolfsburg und zentralen Akteuren entwickelt. Zusätzliche Informationen lieferten die Beiträge von Bewohnerinnen und Bewohnern, Gewerbetreibenden und Eigentümerinnen und Eigentümer im Rahmen der durchgeführten Bürgerwerkstätten und Informationsveranstaltungen.
Die Rahmenplanung soll durch den Rat der Stadt Wolfsburg Ende 2011 als Leitlinie des Handels für das Handwerkerviertel verabschiedet werden.

Vorbereitende Untersuchung

Ziele

Ziel einer Vorbereitenden Untersuchung ist es, Beurteilungskriterien zu erhalten, die es ermöglichen, über die Notwendigkeit der Sanierung zu entscheiden. Dabei werden die strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge sowie die anzustrebenden allgemeinen Ziele und die Durchführbarkeit der Sanierung untersucht.

Umsetzung

Die Vorbereitenden Untersuchungen sind die Basis der Entscheidung des Stadtrates für die förmliche Festlegung eines Sanierungsgebietes. Am 5. März 2008 hat der Rat der Stadt Wolfsburg die Einleitung von "Vorbereitenden Untersuchungen" nach den Vorschriften des Baugesetzbuches für den Teilbereich des "Handwerkerviertels" beschlossen. Im Anschluss wurde die Gesellschaft für Stadtentwicklung GmbH, Bremen mit der Erarbeitung der Vorbereitenden Untersuchungen beauftragt.

Die Vorbereitenden Untersuchung für das Handwerkerviertel ist im Mai 2009 abgeschlossen worden. Im Ergebnis ist die Sanierungsbedürftigkeit des Viertels bestätigt worden, so dass die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes "Handwerkerviertel" erfolgte. Mit dem 04.07.2009 ist die entsprechende Sanierungssatzung in Kraft getreten.

Integriertes Entwicklungskonzept

Hintergrund

Die Aufwertung und Weiterentwicklung der Innenstadt ist eine wesentliche Zielsetzung der Wolfsburger Stadtentwicklung. Mit dem Masterplan Porschestraße, dem anschließenden Umbau der Fußgängerzone und den aktuellen Projekten im Bereich des Nordkopfes werden wesentliche Teilbereiche der Innenstadt bereits neu gestaltet und nachhaltig fortentwickelt.

Damit Wolfsburg seiner Funktion als Oberzentrum auch künftig gerecht wird, soll und muss die Wolfsburger Innenstadt über die aktuellen Projekte hinaus betrachtet und weiter entwickelt werden. Aus diesem Grund hat der Rat der Stadt Wolfsburg am 5. März 2008 die Erarbeitung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) für den "Handlungsbereich Westliche Innenstadt" beschlossen.

Definition

Ein integriertes Entwicklungskonzept ist ein strategisches Konzept für einen Stadtbereich, das auf der Basis einer Bestandsanalyse eine Gesamtstrategie sowie Umsetzungsziele benennt. Diese Strategie kann sich in mehrere Handlungsfelder aufgliedern und ist mit entsprechenden Maßnahmen zu unterfüttern.

Umsetzung

Ziel der Stadt Wolfsburg war es, die Entwicklungsziele des Stadtstrukturkonzepts für die innere Stadt auf die Quartiersebene der Westlichen Innenstadt umzusetzen und fortzuschreiben. Auf der Grundlage der Bestandserhebungen und der Beteiligung von relevanten Akteuren wurde ein städtebauliches Leitbild und die sektoralen Ziele und Handlungsfelder erarbeitet. Die Analyseergebnisse, die Zielplanung sowie die Initialprojekte für den Handlungsbereich Westliche Innenstadt wurden am 19. August 2010 im Bau- und Planungsausschuss der Stadt Wolfsburg vorgestellt.

Ein Gesetzbuch mit einem aufgedruckten Paragraphen © ernsthermann - Fotolia.comSanierungsrechtliche Genehmigung

Um sicherzustellen, dass die zuvor für das Sanierungsgebiet erarbeiteten Sanierungsziele auch erreicht werden, unterliegen bestimmte Vorhaben und Vorgänge einer Genehmigungspflicht. Die so genannte Sanierungsgenehmigung ist zusätzlich zu einer eventuell erforderlichen Baugenehmigung einzuholen. 

Wofür benötige ich eine sanierungsrechtliche Genehmigung? 

Eigentümerinnen und Eigentümer müssen eine sanierungsrechtliche Genehmigung einholen, wenn sie zum Beispiel: 

  • ein Gebäude errichten wollen, eine Änderung der Nutzung von Gebäuden beabsichtigen (zum Beispiel Umwandlung Wohnung in Büro) 
  • an bestehenden Gebäuden Instandsetzungen und Modernisierungsmaßnahmen durchführen wollen, die erhebliche oder wesentliche wertsteigernde Veränderungen nach sich ziehen, für die aber keine Baugenehmigung erforderlich ist
  • ein Gebäude abreißen wollen, ihr Grundstück verkaufen, teilen oder ein Erbbaurecht bestellen oder verkaufen wollen 
  • einen Miet- oder Pachtvertrag abschließen, bei dem die vereinbarte Laufzeit bei Befristung die Dauer von einem Jahr übersteigt, mit unbefristeter Vertragsdauer und die Kündigungsfrist länger als ein Jahr beträgt, bei einer Vertragsverlängerung diese auf länger als ein Jahr befristet ist
  • eine Baulasteintragung oder eine Grundstücksteilung oder -vereinigung vornehmen wollen, ein Grundstück mit einer Grundschuld oder einer Hypothek belasten wollen. 
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Daher wird empfohlen vor einer Maßnahme oder einem Rechtsgeschäft Kontakt mit der Sanierungsbehörde (Frau Rosse, Tel: 05361 28-2942) aufzunehmen.

Download

Das Team des Sanierungsmanagement vom HandwerkerviertelSeit Januar 2014 unterstützt ein Sanierungsmanagement die Stadt Wolfsburg bei der Sanierung des Handwerkerviertels. Am Dienstagabend,  18. Februar 2014, stellten sich die vier Mitarbeiterinnen der S.T.E.R.N. – Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH aus Berlin im gut besuchten Sanierungsbüro vor.

Frau Lässig und Herr Hirschheide vom Geschäftsbereich Stadtplanung der Stadt Wolfsburg fassten einleitend das bisherige Sanierungsgeschehen zusammen.
Das Sanierungsmanagement präsentierte die langjährige Erfahrung von S.T.E.R.N. in der Sanierung von Quartieren anhand eines breiten Spektrums ausgewählter Beispiele, die einen Vorgeschmack auf die künftige Arbeit im Handwerkerviertel lieferten.

Frau Jost wird als Quartiersarchitektin die Eigentümer bei der Entwicklung, Umnutzung oder Sanierung ihrer Immobilie beraten. Frau Barbara Neubauer wird die Projektleitung des Sanierungsmanagements übernehmen und Ansprechpartnerin im Vorortbüro sein. Zu den Aufgaben des Sanierungsmanagements gehört auch die Bürger- und Akteursbeteiligung, die von Frau Susanne Müller und Frau Heike Pfeiffer übernommen wird.

Frau Neubauer stellte die Aufgabenschwerpunkte im Sanierungsgebiet für dieses Jahr vor. Zu den einzelnen Baumaßnahmen werden weitere Informationsveranstaltungen folgen. Die S.T.E.R.N.-Mitarbeiterinnen betonten, dass sie eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt, den lokalen Akteuren und den Anwohnern anstreben.

Die Sprechzeiten des Sanierungsbüros im Schachtweg 12 sind dienstags von 10:00 bis 13:00 Uhr.

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