Familienentlastender Dienst

Wolfsburger Familienservice: ein entlastendes Serviceangebot für Familien mit behinderten Kindern


Mit dem Einrichten des Familienentlastenden Dienstes als „niedrigschwelliges Betreuungsangebot“ nach SGB XI besteht die Möglichkeit, den speziellen Bedürfnissen von Familien mit behinderten sowie pflege- und betreuungsbedürftigen Kindern nachzugehen und damit den Aufgabenbereich des Wolfsburger Familienservice zu erweitern.

Der Familienentlastende Dienst richtet sich ausschließlich an Familien mit behinderten und betreuungsbedürftigen Kindern. Es handelt sich hier um Familien mit geistig-, körperlich-, mehrfach oder lernbehinderten Kindern sowie mit sinnesgeschädigten oder chronisch kranken Kindern. Außerdem umfasst die Zielgruppe des FeDs Familien, deren Angehörige bzw. Kinder einer drohenden Behinderung ausgesetzt sind. Demzufolge übernimmt der FeD die Betreuung sowohl des Kleinkindes aus der Frühförderung gemäß § 55 Abs. 2 Nr. 2 SGB IX als auch des erwachsenen Kindes, das im häuslichen Bereich von den Familienangehörigen gepflegt und betreut wird.

Der Familienentlastende Dienst (FeD) ist ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot i.S.v. § 45c Abs. 3 S.1 SGB XI. Unter fachlicher Anleitung übernehmen Helfer und Helferinnen des FeD flexibel und qualifiziert die Betreuung von pflege- bzw. betreuungsbedürftigen Kindern mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung innerhalb sowie außerhalb der häuslichen Umgebung für einen bestimmten Zeitraum. Dadurch werden Familien mit behinderten Kindern bei der alltäglichen Betreuung und Pflege entlastet bzw. unterstützt, um die Überbelastung der betroffenen Familien zu verhüten bzw. zu lindern und somit ihre Lebenssituation zu verbessern.

Einerseits bietet der FeD den pflegenden Angehörigen der betroffenen Familien die Möglichkeit zur Erholung, zur Regeneration und verschafft ihnen Freiräume zur Wahrnehmung eigener Interessen oder der stressfreien, alltäglichen Verrichtung, wie z.B. Einkäufe und Arztbesuche. 

Andererseits ermöglicht der FeD auch den behinderten oder betreuungsbedürftigen Familienmitgliedern ein hohes Maß an Flexibilität, um eigene individuelle Bedürfnisse befriedigen zu können. Dabei geht es um eine aktive Freizeitgestaltung bzw. Freizeitbegleitung, ohne auf den Terminplan der betreuenden Familienmitglieder Rücksicht nehmen zu müssen. 

Es fördert nicht nur Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben (§ 55 Abs.2 Nr. 7 SGB IX), sondern auch eine gewisse Selbstständigkeit und Integration der behinderten Angehörigen.

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