Wohnbauentwicklung Nordsteimke/Hehlingen: Städtebaulicher Ideenwettbewerb ist entschieden

Preisgericht kürt Gewinner

Der von der Stadt ausgelobte städtebauliche Ideenwettbewerb für eine Wohnbauentwicklung in Nordsteimke/Hehlingen ist entschieden. Das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten aus Dortmund hat den ersten Preis der ARGE Thomas Schüler Architekten Stadtplaner, Düsseldorf/Faktorgruen, Freiburg zugesprochen – er ist mit 40.000 Euro dotiert.

Ein Einfamilienhaus im Bau © Rainer Sturm / pixelio.deDer zweite Preis in Höhe von 25.000 Euro geht an die ARGE rheinflügel severin, Düsseldorf/Lavaland GmbH & TH Treibhaus, Berlin. Mit dem dritten Preis in Höhe von 15.000 Euro ist die ARGE büro luchterhandt, Hamburg/Gerber Architekten GmbH, Dortmund, ausgezeichnet worden.  Aus einer ersten Wettbewerbsphase mit 16 Bewerber-/Arbeitsgemeinschaften aus Stadtplanern und Landschaftsarchitekten waren vier Bewerber-/Arbeitsgemeinschaften ausgewählt worden, die in der zweiten Wettbewerbsphase ihre Konzepte konkretisierten.

Für die Entwicklung eines neuen, hochwertigen und insbesondere aus energetischer Sicht innovativen Wohnquartiers sind in dem Ideenwettbewerb die Grundlagen zur Errichtung eines neuen Quartiers im Südosten Wolfsburgs gelegt worden. Auf einer derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche von etwa 150 Hektar soll ein großes Baugebiet entstehen, das 2.500 Wohneinheiten in unterschiedlichen Gebäude- und Wohnungstypologien mit ergänzenden Nutzungen (kleinteilige Dienstleistungen und Einzelhandel, Kindertagesstätten, Grundschule, Jugend- und Spielbereiche) schafft.

Mit dem Entwurf der Wettbewerbssieger liegt die Grundlage für einen städtebaulichen Rahmenplan vor. Der Siegerentwurf sieht für den neuen Wohnstandort eine Entwicklung vor, die geprägt wird durch einen zentralen grünen Landschaftsbereich mit Panoramapfad, einem verkehrlich günstig gelegenen Schul-, Versorgungs- und Freizeitangebot für Nordsteimke, Hehlingen und dem neuen Baugebiet sowie eine moderne, städtisch anmutende Bebauung.

2.500 Wohneinheiten sollen entstehen

Sechs Teilquartiere zum Wohnen fügen sich der Topographie entsprechend in das Gelände ein und bilden dabei ein zusammenhängendes Gebiet. Das Preisgericht überzeugte dabei besonders ein stabiler und robuster, gleichzeitig aber auch flexibler Rahmen für die Bebauung dieser Teilquartiere. Positiv hervorgehoben wurden zudem die besondere Qualität der Straßenräume, die sich auch in der einladenden Gestaltung der Quartiersplätze widerspiegelt und die guten Lagen der Kitas. Insbesondere der zentral gelegenen Schulcampus mit angrenzenden Flächen für Bürger- und Familienzentrum, Sporteinrichtungen und Flächen überzeugte wegen seiner Nähe zu allen angrenzende Stadtteilen und einer frühzeitig möglichen Realisierung. Auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses wird der Rahmenplan erstellt, aus dem dann die Bebauungspläne entwickelt werden. Bis zu dem ersten Spatenstich für die Wohnhäuser werden in diesem großen Gebiet noch einige Jahre vergehen.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs sieht mit dem nun vorliegenden Konzept einen weiteren wichtigen Schritt für die Wohnungsbauentwicklung. „Mit dem Ergebnis des städtebaulichen Ideenwettbewerbes hat die Stadt für die städtebauliche Entwicklung in Nordsteimke und Hehlingen eine gute Grundlage für diese höchst attraktive Lage. Die quartiersweisen Entwicklungsmöglichkeiten bieten eine große Chance flexibel zu handeln, um gezielt auf die Nachfrage zu reagieren und parallel verlaufende Erschließungen zu realisieren.“ Stadtbaurätin Monika Thomas schätzt die sorgfältige Planung: „Baufelder um Quartiersplätze für  Nachbarschaften, Rücksichtnahme auf wertvolle Landschaftsbestandteile, klare funktionale  Erschließung und eine attraktive Panoramapromenade sind nur einige Qualitätsmerkmale. Jetzt können die individuellen Identitäten der Quartiere entwickelt werden.“ Am Donnerstag, 18. Juni, findet um 17 Uhr eine öffentliche Preisverleihung statt, zu der alle Bürger herzlich eingeladen sind. Die Wettbewerbsarbeiten werden außerdem vom 18. Juni bis Mittwoch, 22. Juli, in der Bürgerhalle öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses A besucht werden.