Unterbringung von Asylbewerbern

Wolfsburg reagiert auf steigende Flüchtlingszahlen

Übersichtskarte mit Standorten und UnterbringungsplätzenDerzeit leben in Wolfsburg ca. 1.000 Flüchtlinge, davon ca. 500 in Sammelunterkünften. Die aktuelle Aufnahmequote von 526 Menschen gilt noch bis zum Ende des III. Quartals 2015. Hiervon sind noch 176 Personen aufzunehmen.

Es ist derzeit davon auszugehen, dass diese Quote für 2015 weiter erhöht wird, so dass bis Ende 2015 ca. 800-900 Flüchtlinge in Wolfsburg aufzunehmen sind. Die meisten Menschen kommen aus Syrien, dem Kosovo, Somalia, Serbien und Montenegro.
Oberbürgermeister Klaus Mohrs: „Wolfsburg muss sich vorausschauend auf die Unterbringung von Flüchtlingen einrichten. Wir haben eine Verpflichtung diesen Menschen gegenüber. Diese Aufgabe ist in der Gesamtstadt wahrzunehmen. Wir sind alle gefordert, die in Wolfsburg etablierte Willkommenskultur auch in Zukunft zu leben.“

Erster Stadtrat Werner Borcherding: „Wir wollen den Asylsuchenden menschenwürdige Unterkünfte zur Verfügung stellen. Bei der aktuell angespannten Wohnsituation in unserer Stadt bedarf das einer vorausschauenden Planung mit einem zeitlichen Vorlauf bis 2017. Es besteht weiterhin unvermindert die dringende Notwendigkeit zentrale Unterkünfte zu schaffen. Dies schließt sowohl große Einrichtungen in Modulbauweise als auch kleinere Übergangslösungen mit ein.“

Die bislang in Wolfsburg vorhandenen Unterbringungskapazitäten reichen noch bis Ende Juli, dann wird die Unterkunft im Heinrichswinkel in Vorsfelde mit 100 Plätzen fertiggestellt und bezugsfertig sein. In den folgenden Jahren bis 2017 sollen, beginnend mit der Unterkunft im Heinrichswinkel, ca. 1.200 neuen Unterkunftsplätzen an mehreren Standorten verteilt über das Stadtgebiet in Reislingen, Vorsfelde, Fallersleben, Laagberg, Stadtmitte, Nordstadt, Detmerode und Westhagen geschaffen werden.

Sammelunterkünfte sind hierbei ein wichtiger, aber nicht der einzige Baustein. Parallel dazu arbeitet die Stadt im Verbund mit den Wohnungsbaugesellschaften und unter Beobachtung des privaten Wohnungsmarktes weiterhin mit Hochdruck an der Ausweitung der dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern. Unter diesen Aspekten ist das gesamte Stadtgebiet bauplanungsrechtlich betrachtet worden.

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