Wassergefährdende Stoffe

Wassergefährdende Stoffe sind feste, flüssige und gasförmige Stoffe, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers nachteilig zu verändern. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erlässt mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften, in denen die wassergefährdenden Stoffe näher bestimmt und entsprechend ihres Gefahrenpotenzials für Mensch und Umwelt eingestuft werden. Wassergefährdende Stoffe werden unterteilt in „nicht wassergefährdend“, Wassergefährdungsklasse (WGK) 1, WGK 2 und WGK 3.

Wassergefährdende Stoffe werden in Anlagen, zum Beispiel Kanister oderTanks gelagert. Diese Anlagen müssen so beschaffen sein und betrieben werden, dass wassergefährdende Stoffe nicht austreten können. Sie müssen dicht, standsicher und gegen die zu erwartenden mechanischen, thermischen und chemischen Einflüsse hinreichend widerstandsfähig sein.


Anzeigepflichtig sind Errichtung, Betrieb, Änderung und Stilllegung von Anlagen zum Lagern, Abfüllen, Herstellen und Behandeln von wassergefährdenden Stoffen. 

Um den Boden und damit das Grundwasser, aber auch Oberflächengewässer vor der Verschmutzung durch wassergefährdende Stoffe zu schützen, gibt es die
Diese Anlagen dürfen nur von Fachbetrieben errichtet werden.

Weiterführende Informationen finden Sie auch in den nachfolgenden Veröffentlichungen:

Der Zustand dieser Anlagen ist je nach Art der zu lagernden Flüssigkeit (oberirdisch, unterirdisch, Lagermenge, Lagerstandort und andere) von einem zugelassenen Sachverständigen vor Inbetriebnahme und danach in wiederkehrenden Zeitabständen hinsichtlich ihrer Betriebssicherheit durch hierfür zugelassene Sachverständige (nicht durch Fachbetriebe!!) zu überprüfen. Sollten Mängel festgestellt werden, muss der Betreiber der Anlage diese zeitnah beheben lassen.
Falls Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ungeprüft errichtet und betrieben werden sollten oder erforderliche Sicherheitseinheitsvorrichtungen fehlen und ein Unfall geschieht, sind die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen mit hohem Kostenaufwand verbunden. Zugleich drohen strafrechtliche Verfolgungen des Betreibers im Sinne des des Paragrafen 324 Strafgesetzbuch (StGB - öffnet sich in einem neuen Fenster)

Ausgetretene wassergefährdende Stoffe müssen zurückgehalten und ordnungsgemäß entsorgt werden, ebenso durch diese Stoffe verunreinigte Materialien.

Tritt ein wassergefährdender Stoff aus einer Anlage (zum Beispiel Tank) bei der Lagerung oder beim Transport aus, so ist dies unverzüglich der Unteren Wasserbehörde oder der nächsten Polizeidienststelle anzuzeigen, wenn der wassergefährdende Stoff in ein Gewässer, in eine Abwasseranlage (das heißt auch in die Kanalisation) oder in den Boden einzudringen droht.

Anzeigepflichtig ist der Betreiber, der Fahrzeugführer oder wer die Anlage instand hält, instand setzt, reinigt, überwacht oder prüft oder das Austreten des wassergefährdenden Stoffes beobachtet oder verursacht hat.

Bei Schadensfällen und Betriebsstörungen sind Anlagen unverzüglich außer Betrieb zu nehmen bzw. in andere, sichere Behältnisse zu entleeren, wenn eine Gefährdung von Boden und Gewässern entstehen kann.

Anlagen zum Lagern und Abfüllen von Jauche, Gülle und Silagesickersäften müssen so beschaffen sein und so eingebaut, aufgestellt, unterhalten und betrieben werden, dass der bestmögliche Schutz der Gewässer vor Verunreinigung oder sonstiger nachteiliger Veränderung ihrer Eigenschaften erreicht wird. Die Errichtung solcher Anlagen bedarf der bauaufsichtlichen bzw. der naturschutzrechtlichen Genehmigung.


In Wasserschutzgebieten gibt es erhöhte Anforderungen (zum Beispiel Leckerkennungssysteme) an die Anlagen

Festmist beziehungsweise Stallmist ist ein Wirtschaftsdünger, der dazu bestimmt ist, unmittelbar oder mittelbar Nutzpflanzen zugeführt zu werden, um deren Wachstum zu fördern, ihren Ertrag zu erhöhen oder ihre Qualität zu verbessern. Als wirtschaftseigener organischer Dünger findet er vorrangig im Frühjahr und Herbst, insbesondere auch in Betrieben des ökologischen Landbaus, als wertvoller Nährstoffträger Verwendung.

Grundsätzlich sollte der notwendige Lagerraum auf der Betriebsstätte vorhanden sein, damit die Zwischenlagerung am Feldrand vermieden werden kann.

In Ausnahmefällen kann jedoch eine Zwischenlagerung des Mistes auch außerhalb der Betriebsstätte erforderlich werden, so unter anderem bei beengter Hoflage und begrenzter Lagerkapazität, bei witterungsbedingt eingeschränkter Befahrbarkeit der Böden, bei ungeeignetem Entwicklungszustand der Kulturpflanzen sowie zur Vermeidung von Arbeitsspitzen, damit der Festmist termingerecht und im erforderlichen Umfang zur Verfügung steht. 

Nähere Informationen erhältlich bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (öffnet sich in einem neuen Fenster)


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