Dialogstelle Jugendschutz

Die Dialogstelle Jugendschutz ist eine Einrichtung der Stadt Wolfsburg und im Geschäftsbereich Jugend angesiedelt.

Mehrere Hände greifen nacheinander © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.deAusgangslage für die Einrichtung der Dialogstelle Jugendschutz ist das Phänomen der sich radikalisierenden jungen Menschen für den militanten Jihad in Syrien, wodurch sich der interkulturelle Dialog und das demokratische Miteinander zu Ungunsten verändert und verschärft haben.

Die Dialogstelle Jugendschutz in Wolfsburg hat die Aufgabe, Kinder und Jugendliche vor Gefährdungen zu schützen und sie gegenüber Beeinträchtigungen aller Art zu stärken. Bei der Suche nach ihrer Identität möchten wir den jungen Menschen Raum und Orientierung geben und Möglichkeiten aufzeigen, ohne sich demokratie- und freiheitsfeindlichen Orientierungen anschließen zu müssen.

Ziel ist es, die Förderung des interkulturellen Verständnisses, die Schaffung von Kommunikationsmöglichkeiten sowie der Interaktion und Partizipation der verschiedenen Kulturen in Wolfsburg weiterzuentwickeln.

Dazu bietet die Dialogstellen Jugendschutz Vernetzung, Prävention und Dialog mit allen beteiligten Menschen und Institutionen an, sodass nachhaltig insbesondere Migrantenorganisationen an demokratischen Prozessen, gesellschaftlichem sowie politischem Wirken teilnehmen sollen und können.

Die Dialogstelle Jugendschutz entwickelt in Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden sowie interessierten Institutionen auf die konkrete Situation abgestimmte Strategien und Handlungskonzepte, die zur Förderung von Demokratie und Vielfalt führen.

Dabei liegt der Schwerpunkt der Dialogstelle in der Entwicklung von Methoden, Handlungskonzepten und dem Aufbau von Netzwerken gegen Gewalt, Menschenfeindlichkeit und jegliche Art von Extremismus, insbesondere der Radikalisierung von jungen Menschen in der neo-salafistischen Szene. Hier gilt es, gemeinsam Wege und Möglichkeiten für eine Abwendung von gewaltbezogener und extremistischer Ideologie aufzuzeigen und frühzeitig entgegenzuwirken.

Folgend einige Angebote:

  • Einzelgespräche mit Privatpersonen, Institutionen und Verbände
  • Initiierung von Informationsveranstaltungen, Fachtagungen und Qualifizierungen/Fortbildungen
  • Vermittlung an diverse Beratungsstellen in der Region
  • Angebot bzw. Weitervermittlung von Hilfsangeboten
  • Vernetzung und Verknüpfung verschiedener Ebenen wie Zivilgesellschaft, Verbände, kommunale Ebene und Behörden

Logo Dialog macht SchuleDie Stadt Wolfsburg wird dieses Jahr erstmalig am Bildungsprogramm „Dialog macht Schule“ teilnehmen.

Es handelt sich hierbei um einen Programm über zwei Jahre, bei dem Student*innen zu Dialogmoderator*innen ausgebildet werden und anschließend mit Schüler*innen aus sozial schwierigen Lagen zusammenarbeiten. Mit Hilfe von dialogischen und lernaktivierenden Arbeitsweisen werden Zugänge zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, demokratische Handlungsfähigkeit und gesellschaftliche Partizipation ermöglicht.

Das Ziel ist es, dass junge Menschen ihre multikulturelle Identität als Potential erkennen und sich als aktive Gestalter*innen ihres Lebens in der Gesellschaft wahrnehmen. Vor dem Start in den Schulen bildet „Dialog macht Schule“ Studierende verschiedener Fachrichtungen zu Dialogmoderator*innen aus. In der Grundausbildung lernen sie, geschützte Vertrauensräume zu schaffen, sowie die neuesten lernaktivierenden Methoden, um die personalen, sozialen, moralischen und demokratischen Kompetenzen der Schüler*innen zu stärken.

Nach Abschluss der zweijährigen Tätigkeit als Dialogmoderator*in erhalten die Student*innen ein Zertifikat, welches anschließend weiterhin im Alumninetzwerk von „Dialog macht Schule“ genutzt werden kann. Außerdem werden die wöchentlich stattfindenden Einheiten (90 Min. + Vor- und Nachbereitung) mit 30,-€ vergütet. Es wird deutlich, dass „Dialog macht Schule“ bereits vor Abschluss des Studiums eine Möglichkeit darstellt um praktische Erfahrungen im Umgang mit jungen Menschen in Gruppen zu erlangen.

Des Weiteren stellt die Ausbildung zur Dialogmoderator*in eine angesehene Zusatzqualifikation dar, welche oftmals im späteren beruflichen Kontext von Vorteil ist.

Ablauf des Bewerbungsverfahrens in 2016 (Änderung vorbehalten):

  • Bis Ende 21. KW Bewerbungsfrist
  • 24. KW - 1. Phase Bewerbungsverfahren (Vorstellungsgespräche)
  • 27. KW - 2. Phase Bewerbungsverfahren (Gruppensimulation)
  • 29. KW - Ende des Bewerbungsverfahren (Zu- bzw. Absage)

Weitere Informationen erhalten sie im offiziellen Flyer! sowie im aktuellen Video "Dialog macht Schule - Vordenker gesucht!"

Einen Einblick in die Grundausbildung 2015 bekommen Sie im offiziellen Video.

„Demokratie leben!- Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“

Seit Juni 2015 ist die Stadt Wolfsburg im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ aufgenommen. Das Programm, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, unterstützt den offensiven Dialog der Dialogstelle Jugendschutz lokal und systematisch und fördert verschiedenste Maßnahmen und Projekte, die der Demokratieförderung und der Extremismusprävention dienen.

Im Rahmen von lokalen „Partnerschaften für Demokratie“ macht sich die Stadt Wolfsburg mit Verantwortlichen aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktiven aus der Zivilgesellschaft auf den Weg, eine Gesamtstrategie zu entwickeln.

In diesem Zuge können Akteure der Stadt Wolfsburg Finanzmittel für Maßnahmen/ Projekte und Aktionen beantragen. Weitere Details dazu finden Sie unter folgenden Links:

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finden Sie unter den folgenden Links:

Jugend im radikalisierten UmfeldIn der Phase der Adoleszenz sind Jugendliche auf der Suche nach ihrer Identität und einem Platz in der Gesellschaft. Sie möchten dazugehören und die Gesellschaft auf ihre Weise mitgestalten. Gleichzeitig grenzen sie sich, zum Teil auf provokante Weise, von Eltern, Lehrern und anderen Autoritätspersonen ab. Das vorliegende Faltblatt soll informieren, sensibilisieren und helfen erste Antworten zu geben.


Download

(Wolfsburg, Dezember 2015, Faltblatt)

Fach- und Koordinierungsstelle Partnerschaft für Demokratie Wolfsburg 

Sadiye Celik-Turgut
Stadt Wolfsburg
Dialogstelle Jugendschutz 

Schillerstraße 4 
38440 Wolfsburg 

Tel: 05361- 890 5000 

bundesweit: 

Ausstiegsangebot – Heraus aus Terrorismus und islamischen Fanatismus (HATIF)
des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) HATIF richtet sich an Personen, die sich aus der islamistischen Szene lösen wollen.
Telefon: 02 21/ 792 - 69 99
E-Mail: HATIF@bfv.bund.de 


Beratungsstelle „Radikalisierung“ 
des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Für Personen, die Rat und Unterstützung suchen, weil sie befürchten, dass sich eine Person in ihrem Umfeld islamistisch radikalisiert.
Telefon: 09 11/ 94 34 343
E-Mail: beratung@bamf.bund.de 


Hinweistelefon – Anruf gegen Terror und Gewalt (HiT)
Für Personen, die Hinweise auf eine mögliche Planung von islamistisch motivierten Gewalttaten bzw. Terroranschlägen haben.
Telefon: 02 21/ 792 - 3366
E-Mail: HiT@bfv.bund.de


regional: 

Zentrum für demokratische Bildung
Heinrich Nordhoff Straße 73,
38440 Wolfsburg
Tel.: 05361 891 305-0
E-Mail: info@zdb-wolfsburg.de
Internet: www.arug-zdb.de


Beratungsstelle zur Prävention neo-salafistischer Radikalisierung beRATen e. V.
Herschelstraße 32
30159 Hannover
Tel.: 0511 70052040
E-Mail: info@beraten-niedersachsen.de
Internet: www.beraten-niedersachsen.de 


Ufuq e. V. Beratung und Information
Wissmannstraße 20-21
12049 Berlin
Tel.: 030 98341051
E-Mail: info@ufuq.de
Internet: www.ufuq.de 


Violence Prevention Network e. V.
Alt-Moabit 73
10555 Berlin
Tel.: 030 91 70 54 64
E-Mail: beratung@violence-prevention-network.de
Internet: www.violence-prevention-network.de

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