Wolfsburg nimmt weitere Flüchtlinge auf

Stadt bereitet sich auf Unterbringung in Notunterkünften vor

Derzeit kommen täglich mehr als tausend neue Flüchtlinge nach Niedersachsen. Im Rahmen der Amtshilfe hat das Land die Stadt Wolfsburg gestern (Mittwoch) darum gebeten, zusätzliche Flüchtlinge vorübergehend aufzunehmen und unterzubringen.

Das bedeutet, dass Wolfsburg allein bis Donnerstag nächster Woche weitere 300 Flüchtlinge aufnehmen muss. Nach jetzigem Stand treffen morgen (Freitag) 100, am Montag 100 und am Donnerstag weitere 100 Flüchtlinge in Wolfsburg ein. Neue Zuweisungen werden folgen.
 

Oberbürgermeister Klaus Mohrs: "Trotz aller damit verbundenen Schwierigkeiten steht für mich außer Frage, dass die Flüchtlinge menschenwürdig untergebracht, willkommen geheißen und in das Wolfsburger Stadtleben einbezogen werden müssen. Dies gehört zu dem Selbstverständnis der Stadt. Wolfsburg war immer weltoffen und multikulturell. Bereits nach dem 2. Weltkrieg hat Wolfsburg eine riesige Integrationsleistung erbracht. Das werden wir als Wolfsburger gerade jetzt einmal mehr beweisen!“

Erster Stadtrat Werner Borcherding: "Bislang haben wir uns bemüht, Flüchtlinge möglichst in Wohnungen und den bestehenden Sammelunterkünften unterzubringen. Bei der großen Anzahl, die Wolfsburg innerhalb kurzer Zeit erreicht haben und erreichen werden, gelingt dies nun nicht mehr. Vor dem Hintergrund der dramatisch steigenden Flüchtlingszahlen hat die Stadt entschieden als vorübergehende Notlösung nun auch Sporthallen als Sammelunterkünfte zu nutzen."
Aktuell werden folgende Notunterkünfte für die Unterbringung der Flüchtlinge vorbereitet:

  • Turnhalle Berufsbildenden Schulen (BBS II) in der Dieselstraße - Belegung mit bis zu 200 Personen
  • Leerstehende Turnhalle der Grundschule Alt Wolfsburg (GS 7) - Belegung mit bis zu 100 Personen
Die Registrierung, Verpflegung und gesundheitliche Erstversorgung der Flüchtlinge in den Notunterkünften ist sichergestellt und wird von der Stadt in enger Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und den Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, das Klinikum Wolfsburg steht für weitere Unterstützung zur Verfügung.
Über weitere kurzfristige Unterbringungsmöglichkeiten (auch in weiteren Turnhallen) wird zurzeit beraten. Entscheidungen werden kurzfristig getroffen.
 
Daten und Fakten (Stand 15.10.2015):

Zuweisungsquote 2015 bis 31.01.2016: 1.381 Personen

Tatsächlich in 2015 bis 15.10. zugewiesen: 798 Personen

Aktuelle Unterbringung (Stand 15.10.2015):

  • Stadtmitte, Lerchenweg: 90 Personen
  • Stadtmitte, Dieselstraße 36: 70 Personen
  • Stadtmitte, Poststraße: 40 Plätze
  • Mitte-West, Stemmelteich: 40 Personen
  • Westhagen, Suhler Straße: 133 Personen
  • Fallersleben, Hafenstraße: 150 Personen
  • Fallersleben, Nordring: 60 Personen
  • Vorsfelde, Heinrichswinke: 97 Personen       
Anmerkungen: Unterbringungen in Wohnungen sind hier nicht aufgeführt!        

Pressekontakt: Stadt Wolfsburg, Leiter Kommunikation, Dennis Weilmann, Telefon 0151/14759605

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