Wo Frauen der Schuh drückt:

Ausstellung in der Bürgerhalle läuft bis zum 17. März

Zum Internationalen Frauentag erzählen 26 Wolfsburgerinnen ihre persönliche Geschichte

Wo Frauen der Schuh drückt„In meinen Schuhen…“ – so heißt die Ausstellung zum Internationalen Frauentag 2016, die am Dienstag, 1. März, um 18 Uhr in der Bürgerhalle eröffnet wird. Für die Ausstellung haben 26 Wolfsburger Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten und mit verschiedensten Herkunftsbiografien die persönliche Geschichte ihrer individuellen Armutserfahrung erzählt. Jede Frau wird dabei durch ein Paar ihrer Schuhe symbolisiert.

„Egal, ob Geschäftsschuh, Turn- oder Wanderschuh, ausgetretener Hausschuh oder Arbeitsschuh: Die Ausstellung macht sichtbar, wo die Frauen der Schuh drückt. Somit kann eindrücklich, im wahrsten Sinne des Wortes, sichtbar werden, wo die Frauen der Schuh drückt“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Beate Ebeling. „Sie arbeiten häufiger als Männer in Teilzeit, in Minijobs, sind schlechter bezahlt und haben keine eigene Karriere. Sie haben eine viel geringere Altersversorgung und sind erheblich stärker von Armut bedroht und betroffen als Männer“, so Ebeling weiter.

Zu Eröffnung der Ausstellung begrüßen Bürgermeisterin Hiltrud Jeworrek und Beate Ebeling die Gäste. Die Autorin und Diplom-Pädagogon Dr. Claudia Wallner geht in ihrem Einführungsvortrag  der Frage nach, welche Armutsfallen Frauen besonders betreffen und wie Ausgrenzungsmechanismen wirken. Außerdem werden Audio- u. Videoclips von Studierenden von Design-Akademie Berlin gezeigt, die das Motto des Internationalen Frauentages „Mir.Fehlt.Was.“ aufgreifen.

Die Ausstellung „In meinen Schuhen…“ kann bis zum 17. März zu den Öffnungszeiten des Ratshauses A besucht werden, der Eintritt ist frei.