Das Archiv

Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte

Titel des Magazins mit der Aufschrift: DAS ARCHIV - Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte - Herausgegeben vom Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg

Hier finden Sie die Ausgaben der künftig viermal im Jahr erscheinenden Zeitung "DAS ARCHIV - Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte". In dieser Publikationsreihe werden laufende Projekte und Forschungserkenntnisse aber auch Akquisen und Materialien aus dem Stadtarchiv vorgestellt. Darüber hinaus werden immer wieder auch Institutionen, mit denen das IZS zusammenarbeitet, mit Gastbeiträgen vertreten sein. Mit der Archivzeitung beschreitet das IZS einen neuen Weg der Geschichtsvermittlung.


Die ersten Kommunalwahlen in Wolfsburg brachten einen doppelten Paukenschlag: Dem unverhofften eindeutigen Wahlerfolg der SPD von 1946 folgte nur zwei Jahre später ein noch überraschenderer Sieg der rechtsextremen Deutschen Rechts Partei (DRP), die mehr als 64 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte. 

Grund genug für das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) dazu im September eine Informationsveranstaltung zu organisieren. Ausgehend von einem Fraktionsantrag der SPD wurde zunächst der Blick auf die unmittelbare Nachkriegszeit gerichtet um sodann auch demokratische Transformationsprozesse der jungen Bundesrepublik insgesamt in den Blick zu nehmen. Mit der aktuellen Wahl und dem Einzug der AfD in den Rat der Stadt wurde der Bogen bis in die Gegenwart gespannt. Dass die zweite deutsche Demokratie sich fortwährend der Bedrohung durch extreme Kräfte erwehren musste, war eine der zentralen Erkenntnisse der Veranstaltung, deren Vorträge in komprimierter Form das Grundgerüst der dritten Ausgabe von Das Archiv. Zeitschrift für Wolfsburger Stadtgeschichte bilden.

Besonders freut es mich, in dieser Ausgabe erstmals die Reihe Forschungsprojekte zu Wolfsburg vorstellen zu können. Denn Wolfsburg war in der Vergangenheit für zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein relevantes Forschungsfeld – denken Sie nur an die soziologischen Wolfsburg-Studien Martin Schwonkes und Ulfert Herlyns – und ist es noch heute. Unser Ziel ist ein Zweifaches: Einerseits möchten wir Sie schon frühzeitig an den Ergebnissen aktueller Forschungsvorhaben teilhaben lassen. Was in wissenschaftlichen Kolloquien, auf Fachkonferenzen und in den einschlägigen wissenschaftlichen Publikationsorganen zum Thema wird, soll immer wieder auch über Kurztexte in unserer Archivzeitung vorgestellt werden. Andererseits möchten wir über begleitende Interviews mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern herausfinden, was Wolfsburg für die Forschung so interessant macht. Den Anfang macht der Hamburger Historiker Jörn Eiben mit seinem Forschungsvorhaben über Die Industriestädte Wolfsburg und Wilhelmshaven unter den Vorzeichen von Krisen und Transformationen.

Darüber hinaus führt uns der städtische Grabungstechniker Daniel Pollok von der Unteren Denkmalbehörde mit seinem Beitrag über die Burg Rothehof in die mittelalterliche Vorgeschichte unserer Stadt. Dr. Justin Hoffmann wiederum stellt die aktuelle wie auch die kommende Ausstellung des Kunstvereins Wolfsburg vor.