Digitalisierung

Mit der richtigen Infrastruktur zur „Smart City“

Oberbürgermeister Klaus Mohrs: „Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist für die weitere Entwicklung Wolfsburgs eines der wichtigsten Themen. Künftig werden viele Bereiche des Lebens nicht mehr ohne Informations- und Kommunikationstechnologien auskommen.“

Um ein attraktiver Standort für Wohnen und Wirtschaften zu bleiben, hat die Stadt Wolfsburg im letzten Jahr den NGA-Masterplan entwickelt. In dem Masterplan geht es um die Breitbandnetze für den Datenaustausch der nächsten Generation, die in den nächsten Jahren zusammen mit den Stadtwerken Wolfsburg AG entstehen sollen. Aktuell verfügt Wolfsburg über ein gutes Netz. Die Gewerbegebiete sind sogar bereits mit schnellen Glasfaserverbindungen versorgt.

Die zu übertragende Datenmenge nimmt jedoch stetig zu: Im Internet werden neben Texten und Bildern immer häufiger auch Videos sowie komplexe Anwendungen hoch- und heruntergeladen und sogar hochauflösende Fernsehsendungen live übertragen. Im Internet der Dinge werden immer mehr Geräte von der Heizung über den Drucker bis hin zu Maschinen in Fabriken mittels Datenübertragung gesteuert. Auch damit viele Menschen gleichzeitig über kabellose Internetverbindungen (mobiles Netz und öffentliches WLAN) Daten austauschen können, braucht es die Übertragungsleistung eines Glasfasernetzes.

Glasfasernetze für unterversorgte Bereiche und die neuen Stadtquartiere

In einem ersten Schritt möchte die Stadt Wolfsburg die unterversorgten Bereiche am Rande des Stadtgebiets an das Glasfasernetz anbinden, sobald Fördergelder des Bundes und des Landes Niedersachsen bewilligt werden. Dies betrifft beispielsweise Almke, Teile von Neindorf oder den Ilkerbruch in Fallersleben (inklusive der Mülldeponie). Die Häuser in den neuen Stadtquartieren, die im Süd-Osten Wolfsburgs entstehen (Hellwinkel, Steimker Gärten und Nordsteimke-Hehlingen) und viele weitere Bauprojekte, werden von Beginn an mit entsprechender Infrastruktur ausgestattet.

Ziel des Masterplans: Ein flächendeckendes Gigabitnetz

Das Ziel ist ein Glasfasernetz mit einer Übertragungsrate von mehr als einem Gigabit pro Sekunde, an das nahezu alle Gebäude und Haushalte in Wolfsburg angeschlossen sind. Das entspricht der vielfachen Leistung des momentanen 50-Megabit-Standards, den die Bundesrepublik Deutschland forciert. Den Ausbau der Bestandsgebiete werden die Stadtwerke Wolfsburg AG gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen, der Telekommunikationsdienstleisterin WOBCOM GmbH,  schrittweise ab 2017 eigenwirtschaftlich realisieren. Bis annähernd alle Haushalte in Wolfsburg an das Glasfasernetz angeschlossen sind, kann es aber bis zu zehn Jahre dauern.

Chancen für den Standort Wolfsburg

Der Aufbau einer hoch leistungsfähigen digitalen Infrastruktur wird Wolfsburg als attraktiven Wirtschafts- und Wohnstandort stärken. Die Stadt bedient den zu erwartenden Mehrbedarf an Datenübertragungen von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen. „Smarte“ Lösungen für alle Lebensbereiche, von der Verwaltung über die Mobilität bis hin zur Energie- und Gesundheitsversorgung, können sich entwickeln. Arbeitsvorgänge können flexibler gestaltet werden, indem Menschen viele Arbeiten unabhängig von ihrem Aufenthaltsort, zum Beispiel auch von Zuhause aus, erledigen können. So bieten sich neue Möglichkeiten etwa für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Ansiedlung insbesondere von Forschungseinrichtungen, innovativen Unternehmen und Zukunftsbranchen wird begünstigt.

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