#WolfsburgDigital

Eine Initiative der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG

Bild zu Wolfsburg Digital mit Schriftzug: #WolfsburgDigital - Eine Initiative der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG

Wolfsburgs Zukunft ist digital. Dieser Maxime haben sich die Stadt Wolfsburg und der Volkswagen-Konzern mit der gemeinsamen Strategie #WolfsburgDigital verschrieben. Im Dezember 2016 haben beide Partner ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet. Der Tenor: Gemeinsam will man Wolfsburg zum Vorreiter für Digitalisierung und Elektromobilität machen. 

Logo Digitale Stadt (by bitkom)

Teilnahme am Wettbewerb „Digitale Stadt“

Die Stadt Wolfsburg strebt an, sich mit der Initiative #WolfsburgDigital zur digitalen Modellstadt zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund nimmt die Stadt am Wettbewerb „Digitale Stadt“ des Digitalverbandes Bitkom und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes teil. Ziel des Wettbewerbs ist, analog zur kürzlich verabschiedeten Wolfsburger Absichtserklärung, die Entwicklung zu einer digitalen Modellstadt. Sowohl über #WolfsburgDigital als auch über die Teilnahme am Wettbewerb wird der Rat der Stadt Wolfsburg in seiner Sitzung am 22.02.2017 entscheiden.

Das Themenspektrum des Wettbewerbs „Digitale Stadt“ umfasst unter anderem die Bereiche Verwaltung, Mobilität, Energie, Gesundheit, Handel und Bildung. Grundlage dafür ist ein hochleistungsfähiges Gigabit-Netz. Für die Realisierung der Digitalen Stadt haben beteiligte Unternehmen im Zuge des Wettbewerbs Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt. Im Zusammenhang mit der Bewerbung ist jede Stadt angehalten, ein individuelles Konzept für ihre Vorstellungen einzureichen. Teilnahmeberechtigt am Wettbewerb sind Kommunen mit 100.000 bis 150.000  Einwohnern, städtischer Prägung sowie guter infrastruktureller Anbindung und einer Hochschule vor Ort oder in der Nachbarschaft.

Durch die Initiative #WolfsburgDigital sind in Wolfsburg viele Vorarbeiten für die Wolfsburger Bewerbung bereits vorhanden. Eine Arbeitsgruppe der Verwaltung bereitet unter Einbeziehung von Partnern aus allen Themenbereichen derzeit die Bewerbung vor.

www.digitalestadt.org

Welche Ziele seitens der Stadt konkret hinter dem Begriff #WolfsburgDigital stehen, skizziert Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs in einem kurzen Interview.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs mit einem Tablet in der HandWas bedeutet „#WolfsburgDigital“ konkret?

Wir wollen unsere Stadt zukunftsfähig machen. Dabei haben wir zwei Ziele im Blick: Zum einen sollen die Bürgerinnen und Bürger digitale Dienstleistungen aus erster Hand erleben, zum anderen wollen wir für die Wirtschaft neue Wertschöpfungsmöglichkeiten bieten. Das schafft die Grundlagen dafür, dass sich neue Unternehmen ansiedeln und neue Arbeitsplätze entstehen. Und als „Hauptstadt von Volkswagen“ hatten und haben wir eine Verantwortung dafür, dem Konzern die passende Umgebung bereitzustellen, damit er sich am Konzernsitz in Wolfsburg erfolgreich weiterentwickelt. Dazu kann auch das geplante urbane Viertel an der Heinrich-Nordhoff-Straße beitragen, dessen Konzeption wir in Abstimmung mit Politik und Öffentlichkeit gemeinsam offensiv angehen. Konkrete Projekte werden den Begriff „#WolfsburgDigital“ in den kommenden Monaten und Jahren greifbarer machen. Dieser Prozess wird, wie die Digitalisierung an sich, eine enorme Dynamik entwickeln.

Welche Vorteile haben die Bürgerinnen und Bürger durch die neue Strategie?

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet „#WolfsburgDigital“ unter anderem, dass die Stadtverwaltung und die städtischen Tochterunternehmen durch Digitalisierung perspektivisch noch kundenfreundlicher werden, zum Beispiel durch neue Online-Angebote der Verwaltung, neue Mobilitätsdienste oder WLAN an öffentlichen Orten. Auch im Wohnungsbau bietet Digitalisierung eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, um die Lebensqualität zu steigern. Denn die Lebensqualität und der Mehrwert für die Menschen in unserer Stadt wird zentrales Kriterium der Projekte sein. Für viele neue Angebote braucht es schnelles Internet, mit dem Ausbau eines stadtweiten Glasfasernetzes legen die Stadtwerke dafür die Basis. Nicht zuletzt soll Wolfsburg Vorreiter der E-Mobilität werden, auch dafür schaffen wir die technischen Voraussetzungen. 

Welche Chancen und welche Risiken gibt es? 

Die Digitalisierung verändert unser Leben. Menschen machen sich Sorgen, dass sie dabei verlieren, denn insbesondere die Arbeitswelt verändert sich rapide. Entscheidend für den Erfolg von „#WolfsburgDigital“ ist es deshalb, alle Bürgerinnen und Bürger von unserer gemeinsamen Strategie zu überzeugen, insbesondere auch diejenigen, die heute noch wenig mit der digitalen Welt anfangen können. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Strategie „#WolfsburgDigital“ Wolfsburg dabei helfen wird, auch in Zukunft Wirtschafts- und Wachstumsmotor in der Region und in Niedersachsen zu sein. Wir haben wirklich sehr gute Voraussetzungen dafür, den Wandel aktiv zu gestalten und gemeinsam davon zu profitieren.

Gemeinsame Pressemitteilung des Volkswagenkonzerns und der Stadt Wolfsburg vom 05.12.2016:

Volkswagen und die Stadt Wolfsburg starten gemeinsame Initiative zur Entwicklung der digitalisierten Großstadt

Zielsetzung und Felder der Zusammenarbeit festgelegt - Wolfsburg soll Reallabor und Vorreiter der Elektromobilität werden

Der Volkswagen Konzern und die Stadt Wolfsburg haben vereinbart, Wolfsburg zu einer Modellstadt der Digitalisierung zu entwickeln. Ziel ist es, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und in den nächsten Jahren die Attraktivität des Wirtschafts- und Lebensstandortes Wolfsburg weiter zu steigern. Hierzu soll die digitale Infrastruktur umfassend ausgebaut werden, neue, nutzerorientierte digitale Angebote sowie zukunftsweisende IT-Arbeitsplätze sollen geschaffen und neue Mobilitätskonzepte realisiert werden. Die Absichtserklärung für die groß angelegte Initiative wurde am Montagabend im Schloss Wolfsburg unterzeichnet.

Unterzeichnung der Absichtserklärung zu #Wolfsburgdigital. Von links nach rechts: Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft Matthias Müller; Oberbürgermeister Klaus Mohrs; Niedersächsischer Wirtschaftsministers Olaf Lies; Volkswagen Personalvorstand Dr. Karlheinz Blessing; Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats Bernd OsterlohWolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs sagte: „Digitale Dienste finden Eingang in all unsere Lebensbereiche: Wir nutzen das Internet unterwegs, auf der Arbeit, in der Freizeit und zuhause. In vielen Bereichen kann vernetzte Technik uns das Leben und Wirtschaften erleichtern. Wolfsburg und Volkswagen werden diese Innovationen zusammen vorantreiben. Dabei setzen wir auf eine hervorragende Infrastruktur für große und schnelle Datenübertragungen sowie auf einen bürgerorientierten Ansatz und moderne Verwaltungsprozesse. Die Stadt wird attraktiver für ideenreiche Spezialisten, die die Technologien hier in Wolfsburg weiterentwickeln. Als junge Stadt und starker Wirtschaftsstandort bietet Wolfsburg die idealen Voraussetzungen, Vorbild für das smarte Leben von Morgen zu werden!"

Der Personalvorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft, Dr. Karlheinz Blessing, sagte: „In Wolfsburg schlägt das Herz des Volkswagen Konzerns. Künftig schlägt es digital. Wir setzen unsere Zukunftsstrategie konsequent um und machen Wolfsburg zum Zentrum für Digitalisierung im Konzern. Die Stadt wird eine Vorreiterin bei digitalen Anwendungen, Hightech- und IT-Arbeitsplätzen. Sie wird ein einzigartiges Großlabor für digitale Dienstleistungen, neue Geschäftsfelder und Mobilitätskonzepte. Wolfsburg wird Magnet für Start-ups und Software-Experten. Kurz: In Wolfsburg findet die Zukunft statt."

Der Vorsitzende des Volkswagen Konzernbetriebsrates, Bernd Osterloh, sagte: „Die heute unterzeichnete Absichtserklärung ist aus Sicht des Betriebsrates nichts anderes als ein Zukunftspakt zwischen der Stadt Wolfsburg und Volkswagen. Es ist das Versprechen, dass man die sich bietenden Chancen gemeinsam nutzen will, um die digitale Zukunft gemeinsam zu gestalten. Wir sehen uns als Betriebsrat dabei in einer Rolle als Vermittler und Bindeglied. Wir müssen die Lebensqualität aller Bürger und Beschäftigten in dieser Stadt erhöhen. Wir müssen zugleich die digitale Welt von morgen für alle hier erlebbar machen." 

„Die Vision der Mobilität ist leise, sauber und intelligent mit der Infrastruktur vernetzt. Die Volkswagen AG geht konsequent den Weg in Richtung E-Mobilität. Ich begrüße daher ausdrücklich die Partnerschaft zwischen der Volkswagen AG und der Stadt Wolfsburg, mit der ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung digitale Zukunft in Niedersachsen gegangen wird", erklärte Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Zu den Kernzielen der gemeinsamen Arbeit gehören der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Verbesserung der Lebensqualität durch bürgernahe digitale Angebote, die Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandorts durch digitale Geschäftsfelder sowie die Schaffung neuer Mobilitätsangebote und der Ausbau der Elektromobilität.
Unter anderem haben Stadt und Volkswagen die Kooperation auf folgenden Gebieten vereinbart:
  • Eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie, um Entwicklungsaktivitäten für ein urbanes Kompetenzzentrum zu bündeln.
  • Schaffung einer offenen digitalen Plattform für neue Initiativen, Angebote und Projekte.
  • Ausbau einer digitalen Infrastruktur mit flächendeckendem Glasfasernetz im Gigabitbereich und leistungsfähigem öffentlichen WLAN.
  • Entwicklung der Stadt zu einem Reallabor für digitale Dienstleistungen und neue Geschäftsfelder.
  • Etablierung der Stadt als ein Vorreiter der Elektromobilität. Eine Ladeinfrastruktur, um 2025 eine Fahrzeugbestandsquote von 50 Prozent Elektrofahrzeugen versorgen zu können.
  • Schaffung neuer Geschäftsfelder im Software- und IT-Sektor, um neue Experten und Start-Ups anzuziehen, neue Arbeitsplätze anzusiedeln, sowie für den optimalen Austausch zwischen Volkswagen, externen IT-Experten und Bürgern.
  • Innovative Stadtplanung, Schaffung smarter Quartiere, bedarfsgerechte Kita- und Mobilitätsangebote, die die Flexibilisierung aller Lebensbereiche berücksichtigen.
  • Einfachere Verwaltungsprozesse und die Implementierung eines städtischen Chief Digital Officers (CDO) sowie digitale kommunale Service-Angebote.
  • Bildungsangebote zur Digitalisierung, um digitale Kompetenzen jedem zugänglich zu machen.

Unterzeichnet wurde die Absichtserklärung von Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs, vom Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen Aktiengesellschaft, Matthias Müller, vom Volkswagen Personalvorstand Dr. Karlheinz Blessing und vom Vorsitzenden des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, Bernd Osterloh im Beisein des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies.


Pressemitteilung vom 31.11.2016

Aktuell: WOBCOM gibt erste Details der Ausbaupläne für Glasfaser-Netz bekannt

  • Arbeiten starten im ersten Quartal 2017
  • Bis 2022 schnelles Glasfaser-Netz in ganz Wolfsburg
  • Ca. 80.000 Gewerbe- und Wohneinheiten werden angeschlossen
  • Internetgeschwindigkeit kann um das 300-fache gesteigert werden

Gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft, der Stadtwerke Wolfsburg AG, baut das Telekommunikationsunternehmen WOBCOM GmbH ab Frühjahr 2017 ein flächendeckendes Glasfaser-Netz für Wolfsburg auf. Die Erschließung umfasst rund 80.000 Gewerbe- und Wohneinheiten in 16 Stadtteilen und Ortschaften. Die Arbeiten sollen bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Auf der Basis des bereits vorhandenen Netzes, wird die WOBCOM als Betreiber und Vermarkter nach und nach 42 Cluster (Stadtteile) mit einem Glasfaser-Netz überziehen. Die aktuellen Planungen sehen den Beginn der Erschließungsmaßnahmen für das Frühjahr 2017 vor. Den Anfang machen die Stadtteile Tiergartenbreite, Laagberg und Westhagen. Die Entwurfsplanungen für diese Bereiche sind bereits abgeschlossen. Derzeit befindet sich die WOBCOM in Detailabstimmungen mit der Stadt und den politischen Gremien und erarbeitet die Ausführungsplanung, die auch die Ausschreibung von Baumaßnahmen umfasst.

Internetgeschwindigkeit wird mit Glasfaser um das 300-fache gesteigert

Die Umstellung auf Glasfaser ermöglicht den Kunden den Zugang zu vielen Anwendungen wie z. B. „Smart Home“, „Smart Energy“ oder „Smart Health“. Allen Anwendungen ist eines gemein: Aufgrund ihrer Komplexität produzieren sie enorme Datenmengen. Herkömmliche Kupferleitungen sind kaum in der Lage, diese zu transportieren. Durch Glasfaser wird die Internetgeschwindigkeit um das 300- fache gesteigert. So können selbst große Datenmengen in kürzester Zeit von A nach B gesendet und empfangen werden. Eine flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur zählt zu den Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Teilhabe an der Digitalisierung; ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, auch für Wolfsburg.

„Mit dem Glasfaser-Netz wollen wir beim Mega-Trend Digitalisierung von Anfang an ganz vorn dabei sein. Die WOBCOM startet dabei nicht bei Null: In Wolfsburg haben wir bereits einige Bereiche mit Glasfaser versorgt. Als Eigentümer der Energienetze haben wir Erfahrung mit der bereits vorhandenen Infrastruktur – ein bedeutender Vorteil gegenüber ortsfremden Firmen, die sich weniger stark für die Stadtentwicklung engagieren wollen oder können“, erläutert Stadtwerke Vorstand und WOBCOM Geschäftsführer Dr. Frank Kästner und ergänzt: „Natürlich ist das Projekt ein Kraftakt. Für die Zukunft der Stadt ist dieser jedoch unumgänglich. Für die Stadtwerke und die WOBCOM bedeutet dies hohe Investitionskosten und die Einwohner und Besucher Wolfsburgs müssen sich auf einige Baustellen mehr einstellen. Dies erfordert Geduld. Wir sind uns jedoch sicher, dass sich diese für das Leben und Arbeiten in Wolfsburg und der Region auszahlen wird.“

Die hohe Wichtigkeit des Ausbauprojekts für den Wohn- und Wirtschaftsstandort unterstreicht auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs: „Welche Bedeutung die zunehmende Digitalisierung für das Arbeits-  und Lebensumfeld jedes Einzelnen hat, ist vielen Bürgerinnen und Bürgern heute noch gar nicht bewusst. Digitalisierte Prozesse verändern die Wirtschaft, die Mobilität, das Gesundheitswesen, die Bildung, die Kultur, aber natürlich auch den Alltag in den Privathaushalten. Es wird unsere Aufgabe sein aufzuzeigen, wie wir alle von der Digitalisierung profitieren können. Zunächst allerdings müssen wir die digitale Infrastruktur in unserer Stadt für unseren Strukturwandel vorbereiten. Ich bin froh, dass wir mit den Stadtwerken Wolfsburg und der WOBCOM zwei zuverlässige Partner an unserer Seite haben.“


Um ein attraktiver Standort für Wohnen und Wirtschaften zu bleiben, hat die Stadt Wolfsburg im letzten Jahr den NGA-Masterplan entwickelt. In dem Masterplan geht es um die Breitbandnetze für den Datenaustausch der nächsten Generation, die in den nächsten Jahren zusammen mit den Stadtwerken Wolfsburg AG entstehen sollen. Aktuell verfügt Wolfsburg über ein gutes Netz. Die Gewerbegebiete sind sogar bereits mit schnellen Glasfaserverbindungen versorgt.

Die zu übertragende Datenmenge nimmt jedoch stetig zu: Im Internet werden neben Texten und Bildern immer häufiger auch Videos sowie komplexe Anwendungen hoch- und heruntergeladen und sogar hochauflösende Fernsehsendungen live übertragen. Im Internet der Dinge werden immer mehr Geräte von der Heizung über den Drucker bis hin zu Maschinen in Fabriken mittels Datenübertragung gesteuert. Auch damit viele Menschen gleichzeitig über kabellose Internetverbindungen (mobiles Netz und öffentliches WLAN) Daten austauschen können, braucht es die Übertragungsleistung eines Glasfasernetzes.

Glasfasernetze für unterversorgte Bereiche und die neuen Stadtquartiere

In einem ersten Schritt möchte die Stadt Wolfsburg die unterversorgten Bereiche am Rande des Stadtgebiets an das Glasfasernetz anbinden, sobald Fördergelder des Bundes und des Landes Niedersachsen bewilligt werden. Dies betrifft beispielsweise Almke, Teile von Neindorf oder den Ilkerbruch in Fallersleben (inklusive der Mülldeponie). Die Häuser in den neuen Stadtquartieren, die im Süd-Osten Wolfsburgs entstehen (Hellwinkel, Steimker Gärten und Nordsteimke-Hehlingen) und viele weitere Bauprojekte, werden von Beginn an mit entsprechender Infrastruktur ausgestattet.

Ziel des Masterplans: Ein flächendeckendes Gigabitnetz

Das Ziel ist ein Glasfasernetz mit einer Übertragungsrate von mehr als einem Gigabit pro Sekunde, an das nahezu alle Gebäude und Haushalte in Wolfsburg angeschlossen sind. Das entspricht der vielfachen Leistung des momentanen 50-Megabit-Standards, den die Bundesrepublik Deutschland forciert. Den Ausbau der Bestandsgebiete werden die Stadtwerke Wolfsburg AG gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen, der Telekommunikationsdienstleisterin WOBCOM GmbH,  schrittweise ab 2017 eigenwirtschaftlich realisieren. Bis annähernd alle Haushalte in Wolfsburg an das Glasfasernetz angeschlossen sind, kann es aber bis zu zehn Jahre dauern.

Chancen für den Standort Wolfsburg

Der Aufbau einer hoch leistungsfähigen digitalen Infrastruktur wird Wolfsburg als attraktiven Wirtschafts- und Wohnstandort stärken. Die Stadt bedient den zu erwartenden Mehrbedarf an Datenübertragungen von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen. „Smarte“ Lösungen für alle Lebensbereiche, von der Verwaltung über die Mobilität bis hin zur Energie- und Gesundheitsversorgung, können sich entwickeln. Arbeitsvorgänge können flexibler gestaltet werden, indem Menschen viele Arbeiten unabhängig von ihrem Aufenthaltsort, zum Beispiel auch von Zuhause aus, erledigen können. So bieten sich neue Möglichkeiten etwa für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Ansiedlung insbesondere von Forschungseinrichtungen, innovativen Unternehmen und Zukunftsbranchen wird begünstigt.

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1 Kommentare

Esche Wilfried 26.12.2016 11:28:17

In den vergangenen Wochen berichteten die Zeitungen umfassend von der gemeinsamen Absichtserklärung von VW, der Stadt Wolfsburg und dem Land Niedersachsen, welche beim traditionellen Adventsgespräch am 04.Dezember 2016 im Wolfsburger Schloss unterzeichnet wurde.

Diese Absichtserklärung, Wolfsburg zu einer digitalen Großstadt zumachen, ist ein Umbruch und eine große Chance für unsere Stadt und seinen Bürgern sowie für die Mitarbeiter des Volkswagenkonzerns.

Ich bin der Meinung, dass dieses Vorhaben ein sehr positives Zeichen für unsere Region ist und eine Aufbruchsstimmung erzeugen kann.

Es bleibt nun zu Hoffen, dass bald die ersten Schritte dieser Absichtserklärung gemacht werden und umgehend erste sichtbare Weichen für dieses Vorhaben gestellt werden. - Denn gerade in der Zeit, in der seit über einem Jahr der Volkswagenkonzern und unsere Stadt Wolfsburg leider immer wieder in den Negativschlagzeilen der Medien erscheint, braucht unsere Region jetzt unbedingt positive Meldungen.

Der Titel zum Thema “ #WolfsburgDigital“ hat mich dazu inspiriert eine Karikatur zu erstellen,

– Überschrift WOLFSBURG wird zur digitalen Großstadt! -