#WolfsburgDigital

Eine Initiative der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG

Logo Digitale Stadt (by bitkom)

Oberbürgermeister Klaus mit einer Delegation bei der Abgabe der Bewerbung für den Wettbewerb "Digitale Stadt"Die Stadt Wolfsburg strebt an, sich mit der Initiative #WolfsburgDigital zur internationalen Modellstadt der Digitalisierung zu entwickeln. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg erfolgte am Dienstag, 14. März,  mit der Übergabe der Bewerbungsunterlagen zum Wettbewerb „Digitale Stadt“ des Digitalverbandes Bitkom und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Den einstimmigen Beschluss zur Teilnahme fasste der Rat der Stadt Wolfsburg am 22.02.2017. Ebenso beschlossen wurde die Absichtserklärung #WolfsburgDigital als Leitlinie der städtischen Digitalstrategie.

Das Themenspektrum des Wettbewerbs Digitale Stadt umfasst die Bereiche Verwaltung, Gesellschaft, Mobilität, Energie & Umwelt, Gesundheit, Handel, Sicherheit, Datenplattform und Bildung. Grundlage dafür ist ein hochleistungsfähiges Gigabit-Netz. Für die Realisierung der Digitalen Stadt fördern die Beteiligten Sponsoren und Partnerunternehmen die Gewinnerstadt im Zuge in Form von Dienstleistungen und Sachmitteln in zweistelliger Millionenhöhe. Im Zusammenhang mit der Bewerbung ist jede Stadt angehalten, ein individuelles Konzept für ihre Vorstellungen einzureichen. Teilnahmeberechtigt am Wettbewerb sind Kommunen mit 100.000 bis 150.000 Einwohnern. Bis 15.3.2017 reichen die Bewerberstädte ihre Unterlagen beim Bitkom ein. Am 13.06.2017 wird die Gewinnerstadt im Rahmen des nationalen Digitalgipfels bekannt gegeben.

Durch die Initiative #WolfsburgDigital sind viele Vorarbeiten für die Wolfsburger Bewerbung bereits vorhanden und es kann auf vorhandenen Projekten und Strukturen aufgebaut werden. Das Team Digitalisierung im Referat für Stadtentwicklung bereitet unter Einbeziehung von Partnern aus allen Themenbereichen die Bewerbung vor. Unterstützer aus Wirtschaft, städtischen Gesellschaften und Einrichtungen, Hochschulen, Verbänden und Institutionen beteiligen sich am Wolfsburger Antrag durch individuelle Unterstützungsschreiben und Projektideen. 

Interessierte können sich unter wolfsburgdigital@stadt.wolfsburg.de melden und werden in den Prozess integriert. Die Stadt informiert über den Stand der Bewerbung unter www.wolfsburg.de/wolfsburgdigital sowie auf den städtischen Facebook- und Twitter-Accounts.

www.digitalestadt.org


Welche Ziele seitens der Stadt konkret hinter dem Begriff #WolfsburgDigital stehen, skizziert Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs in einem kurzen Interview.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs mit einem Tablet in der HandWas bedeutet „#WolfsburgDigital“ konkret?

Wir wollen unsere Stadt zukunftsfähig machen. Dabei haben wir zwei Ziele im Blick: Zum einen sollen die Bürgerinnen und Bürger digitale Dienstleistungen aus erster Hand erleben, zum anderen wollen wir für die Wirtschaft neue Wertschöpfungsmöglichkeiten bieten. Das schafft die Grundlagen dafür, dass sich neue Unternehmen ansiedeln und neue Arbeitsplätze entstehen. Und als „Hauptstadt von Volkswagen“ hatten und haben wir eine Verantwortung dafür, dem Konzern die passende Umgebung bereitzustellen, damit er sich am Konzernsitz in Wolfsburg erfolgreich weiterentwickelt. Dazu kann auch das geplante urbane Viertel an der Heinrich-Nordhoff-Straße beitragen, dessen Konzeption wir in Abstimmung mit Politik und Öffentlichkeit gemeinsam offensiv angehen. Konkrete Projekte werden den Begriff „#WolfsburgDigital“ in den kommenden Monaten und Jahren greifbarer machen. Dieser Prozess wird, wie die Digitalisierung an sich, eine enorme Dynamik entwickeln.

Welche Vorteile haben die Bürgerinnen und Bürger durch die neue Strategie?

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet „#WolfsburgDigital“ unter anderem, dass die Stadtverwaltung und die städtischen Tochterunternehmen durch Digitalisierung perspektivisch noch kundenfreundlicher werden, zum Beispiel durch neue Online-Angebote der Verwaltung, neue Mobilitätsdienste oder WLAN an öffentlichen Orten. Auch im Wohnungsbau bietet Digitalisierung eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, um die Lebensqualität zu steigern. Denn die Lebensqualität und der Mehrwert für die Menschen in unserer Stadt wird zentrales Kriterium der Projekte sein. Für viele neue Angebote braucht es schnelles Internet, mit dem Ausbau eines stadtweiten Glasfasernetzes legen die Stadtwerke dafür die Basis. Nicht zuletzt soll Wolfsburg Vorreiter der E-Mobilität werden, auch dafür schaffen wir die technischen Voraussetzungen. 

Welche Chancen und welche Risiken gibt es? 

Die Digitalisierung verändert unser Leben. Menschen machen sich Sorgen, dass sie dabei verlieren, denn insbesondere die Arbeitswelt verändert sich rapide. Entscheidend für den Erfolg von „#WolfsburgDigital“ ist es deshalb, alle Bürgerinnen und Bürger von unserer gemeinsamen Strategie zu überzeugen, insbesondere auch diejenigen, die heute noch wenig mit der digitalen Welt anfangen können. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Strategie „#WolfsburgDigital“ Wolfsburg dabei helfen wird, auch in Zukunft Wirtschafts- und Wachstumsmotor in der Region und in Niedersachsen zu sein. Wir haben wirklich sehr gute Voraussetzungen dafür, den Wandel aktiv zu gestalten und gemeinsam davon zu profitieren.

Wie bewerten Sie die Teilnahme am Wettbewerb Digitale Stadt des Digitalverbandes Bitkom?

Die Übergabe der Bewerbungsunterlagen zum Wettbewerb „Digitale Stadt“ des Digitalverbandes Bitkom und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur digitalen Modellstadt. Inhaltlich haben wir uns bei dem einzureichenden Antrag auf drei Themenschwerpunkte konzentriert. Die Zustandsbeschreibung und Vision der Stadt in Bezug auf die Digitalisierung, die Beschreibung des Projektmanagements vor Ort sowie der Nachweis über die Unterstützung durch lokale Partner. Rückblickend kann der Prozess der Antragserstellung als Kraftakt angesehen werden. Mit dem Ratsbeschluss, der breiten Unterstützung der Akteure aus Stadt und Region und der damit einhergehenden Sicherheit, dass wir gemeinsam als Stadt an einem Strang ziehen, können wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein. 

Dabei war es für uns von großem Vorteil, dass sich die Ziele sowie die 10 Themenfelder mit #WolfsburgDigital decken. Wir bauen auf dem bereits geschaffenen Netzwerk auf und können so auf viele Projekte und Strukturen zu den  jeweiligen Themen zurückgreifen. Auch das Thema Bürgerbeteiligung wird mit unterschiedlichen Projekten Beachtung finden. Digitalisierung ist ein stadtweites Thema, welches Auswirkungen auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche hat. Uns ist viel daran gelegen, die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt aktiv in die Weiterentwicklung mit einzubinden.

Pilotprojekt geplant: Unterrichten und Lernen mit Notebooks, Tablets und Smartphones

Die fortschreitende Digitalisierung macht auch vor den Schulen nicht halt. Deshalb hat die Stadt Wolfsburg ein dreijähriges Pilotprojekt ausgelobt, das an fünf Wolfsburger Schulen neben klassischen Unterrichtsmethoden das Lehren und Lernen mit Notebooks, Tablets und Smartphones ermöglicht. 

Beworben haben sich die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule, die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule, das Phoenix Gymnasium Wolfsburg-Vorsfelde, das Ratsgymnasium sowie das Wolfsburg Kolleg. Gemeinsam mit diesen Schulen will die Stadt erarbeiten, unter welchen Bedingungen sich die Potenziale der digitalen Medien für Lehr- und Lernprozesse entfalten können. Das zeit- und ortsunabhängige Arbeiten sowie eine höhere Lernmotivation bei den Schülern sollen etwa Vorteile bringen. Grundbedingung ist, dass Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler die nötige Medienkompetenz erlangen. Bei erfolgreichem Abschluss des Pilotprojekts ist ein Transfer auf weitere Schulen angedacht.

Die Gesamtkosten des Pilotprojektes belaufen sich von 2017 bis 2019 auf rund 1,9 Millionen Euro. Investieren muss die Stadt vor allem in die IT-Infrastruktur: eine geeignete Breitbandverbindung, ein stabiles WLAN für eine entsprechend große Zahl an Nutzern, Netzwerksicherheit und passende Schulmanagementsysteme. Ab 2018 ist außerdem jährlich mit 240.000 Euro an Folgekosten zu rechnen. Kosten für die Anschaffung der mobilen Endgeräte sollen der Verwaltung nicht entstehen. Neben schuleigenen Geräten sollen auch private Geräte von Lehrenden und Lernenden zum Einsatz kommen. 

Der Schulausschuss hat das Pilotprojekt am 15.03.2017 einstimmig empfohlen, der Rat entscheidet darüber in seiner nächsten Sitzung am 5. April 2017. Vergleichbare Projekte finden bundesweit statt. 


Gemeinsame Pressemitteilung des Volkswagenkonzerns und der Stadt Wolfsburg vom 05.12.2016:

Volkswagen und die Stadt Wolfsburg starten gemeinsame Initiative zur Entwicklung der digitalisierten Großstadt

Zielsetzung und Felder der Zusammenarbeit festgelegt - Wolfsburg soll Reallabor und Vorreiter der Elektromobilität werden

Der Volkswagen Konzern und die Stadt Wolfsburg haben vereinbart, Wolfsburg zu einer Modellstadt der Digitalisierung zu entwickeln. Ziel ist es, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und in den nächsten Jahren die Attraktivität des Wirtschafts- und Lebensstandortes Wolfsburg weiter zu steigern. Hierzu soll die digitale Infrastruktur umfassend ausgebaut werden, neue, nutzerorientierte digitale Angebote sowie zukunftsweisende IT-Arbeitsplätze sollen geschaffen und neue Mobilitätskonzepte realisiert werden. Die Absichtserklärung für die groß angelegte Initiative wurde am Montagabend im Schloss Wolfsburg unterzeichnet.

Unterzeichnung der Absichtserklärung zu #Wolfsburgdigital. Von links nach rechts: Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft Matthias Müller; Oberbürgermeister Klaus Mohrs; Niedersächsischer Wirtschaftsministers Olaf Lies; Volkswagen Personalvorstand Dr. Karlheinz Blessing; Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats Bernd OsterlohWolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs sagte: „Digitale Dienste finden Eingang in all unsere Lebensbereiche: Wir nutzen das Internet unterwegs, auf der Arbeit, in der Freizeit und zuhause. In vielen Bereichen kann vernetzte Technik uns das Leben und Wirtschaften erleichtern. Wolfsburg und Volkswagen werden diese Innovationen zusammen vorantreiben. Dabei setzen wir auf eine hervorragende Infrastruktur für große und schnelle Datenübertragungen sowie auf einen bürgerorientierten Ansatz und moderne Verwaltungsprozesse. Die Stadt wird attraktiver für ideenreiche Spezialisten, die die Technologien hier in Wolfsburg weiterentwickeln. Als junge Stadt und starker Wirtschaftsstandort bietet Wolfsburg die idealen Voraussetzungen, Vorbild für das smarte Leben von Morgen zu werden!"

Der Personalvorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft, Dr. Karlheinz Blessing, sagte: „In Wolfsburg schlägt das Herz des Volkswagen Konzerns. Künftig schlägt es digital. Wir setzen unsere Zukunftsstrategie konsequent um und machen Wolfsburg zum Zentrum für Digitalisierung im Konzern. Die Stadt wird eine Vorreiterin bei digitalen Anwendungen, Hightech- und IT-Arbeitsplätzen. Sie wird ein einzigartiges Großlabor für digitale Dienstleistungen, neue Geschäftsfelder und Mobilitätskonzepte. Wolfsburg wird Magnet für Start-ups und Software-Experten. Kurz: In Wolfsburg findet die Zukunft statt."

Der Vorsitzende des Volkswagen Konzernbetriebsrates, Bernd Osterloh, sagte: „Die heute unterzeichnete Absichtserklärung ist aus Sicht des Betriebsrates nichts anderes als ein Zukunftspakt zwischen der Stadt Wolfsburg und Volkswagen. Es ist das Versprechen, dass man die sich bietenden Chancen gemeinsam nutzen will, um die digitale Zukunft gemeinsam zu gestalten. Wir sehen uns als Betriebsrat dabei in einer Rolle als Vermittler und Bindeglied. Wir müssen die Lebensqualität aller Bürger und Beschäftigten in dieser Stadt erhöhen. Wir müssen zugleich die digitale Welt von morgen für alle hier erlebbar machen." 

„Die Vision der Mobilität ist leise, sauber und intelligent mit der Infrastruktur vernetzt. Die Volkswagen AG geht konsequent den Weg in Richtung E-Mobilität. Ich begrüße daher ausdrücklich die Partnerschaft zwischen der Volkswagen AG und der Stadt Wolfsburg, mit der ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung digitale Zukunft in Niedersachsen gegangen wird", erklärte Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Zu den Kernzielen der gemeinsamen Arbeit gehören der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Verbesserung der Lebensqualität durch bürgernahe digitale Angebote, die Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandorts durch digitale Geschäftsfelder sowie die Schaffung neuer Mobilitätsangebote und der Ausbau der Elektromobilität.
Unter anderem haben Stadt und Volkswagen die Kooperation auf folgenden Gebieten vereinbart:
  • Eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie, um Entwicklungsaktivitäten für ein urbanes Kompetenzzentrum zu bündeln.
  • Schaffung einer offenen digitalen Plattform für neue Initiativen, Angebote und Projekte.
  • Ausbau einer digitalen Infrastruktur mit flächendeckendem Glasfasernetz im Gigabitbereich und leistungsfähigem öffentlichen WLAN.
  • Entwicklung der Stadt zu einem Reallabor für digitale Dienstleistungen und neue Geschäftsfelder.
  • Etablierung der Stadt als ein Vorreiter der Elektromobilität. Eine Ladeinfrastruktur, um 2025 eine Fahrzeugbestandsquote von 50 Prozent Elektrofahrzeugen versorgen zu können.
  • Schaffung neuer Geschäftsfelder im Software- und IT-Sektor, um neue Experten und Start-Ups anzuziehen, neue Arbeitsplätze anzusiedeln, sowie für den optimalen Austausch zwischen Volkswagen, externen IT-Experten und Bürgern.
  • Innovative Stadtplanung, Schaffung smarter Quartiere, bedarfsgerechte Kita- und Mobilitätsangebote, die die Flexibilisierung aller Lebensbereiche berücksichtigen.
  • Einfachere Verwaltungsprozesse und die Implementierung eines städtischen Chief Digital Officers (CDO) sowie digitale kommunale Service-Angebote.
  • Bildungsangebote zur Digitalisierung, um digitale Kompetenzen jedem zugänglich zu machen.

Unterzeichnet wurde die Absichtserklärung von Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs, vom Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen Aktiengesellschaft, Matthias Müller, vom Volkswagen Personalvorstand Dr. Karlheinz Blessing und vom Vorsitzenden des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, Bernd Osterloh im Beisein des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies.


Wolfsburg wird digitale Modellstadt – Stadtweites Glasfasernetz im Aufbau

Ein flächendeckendes Glasfasernetz im gesamten Stadtgebiet soll in Wolfsburg die Weichen für die digitale Zukunft stellen. Die Schaffung einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur ist laut Oberbürgermeister Klaus Mohrs die Grundvoraussetzung, um Wolfsburg zur digitalen Modellstadt zu entwickeln. Zwar gibt es laut einer Analyse von 2015 in Wolfsburg nur noch sehr wenige mit Breitband unterversorgte Stadt- und Ortsteile, die so genannten „weißen Flecken“. Dennoch besteht Modernisierungsbedarf: Immer neue, immer komplexere digitale Angebote entstehen, die enorme Datenmengen produzieren. Herkömmliche Kupferleitungen sind kaum in der Lage, diese zu transportieren. Durch Glasfaser wird die Internetgeschwindigkeit um das 300-fache gesteigert, so dass das Senden und Empfangen von Daten erleichtert wird. Für den Glasfaserausbau wird das Stadtgebiet in 42 Teilbereiche (so genannte Cluster) unterteilt, die dann abschnittsweise erschlossen werden.

Stadt erschließt „weiße Flecken“

Drei Gebiete, die genannten „weißen Flecken“, wird die Stadt selbst mit einer eigenen Infrastruktur zuverlässig und zukunftssicher ausbauen. In Almke, in Teilen von Neindorf und im Ilkerbruch (inklusive Mülldeponie) werden ab diesem Spätsommer 937 Haushalten und 81 Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen. Der Ausbau wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Fördermitteln im Rahmen der Breitbandförderrichtlinie des Bundes finanziert, bewilligt sind 1,425 Millionen Euro (rund 50 Prozent der Ausgaben). Eine weitere Förderung des Landes Niedersachsen ist beantragt. Für die Ausführung hat die Stadtverwaltung ein Planungsbüro beauftragt. Vorgesehen ist, 32 Kilometer Leerrohre zu verlegen. Das soll unter anderem in einem Zuge mit dem Radwegeausbau an der Kreisstraße 114 und der Landesstraße 290 geschehen. Das Netz bleibt später im Eigentum der Stadt. Ein Betreiber, der in Kürze mittels Auswahlverfahren gesucht wird, soll im städtischen Auftrag Glasfaser verlegen und die Anschlüsse vermarkten. 

Das Logos des Bundesförderprogramms Breitband  Logo des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

Stadtwerke und WOBCOM schließen 80.000 Privathaushalte und Firmen an

Für die übrigen Gebiete, den Löwenanteil des Glasfaserausbaus, haben sich die Stadtwerke Wolfsburg AG und die WOBCOM GmbH verantwortlich erklärt. Sie wollen bis Ende 2021 rund 80.000 Privathaushalte und Firmen an das stadtweite Netz anschließen. Los geht’s im April 2017 am Laagberg, in der Tiergartenbreite und in Westhagen. Die Planer rechnen mit einer durchschnittlich siebenmonatigen Bauphase. Die weiteren Stadt- und Ortsteile folgen.



Der Weg zum Glasfaseranschluss (FTTB-Technik)

Schritt 1: Grundstücksnutzungsvereinbarung unterzeichnen

Wenn ein Haus an das Glasfaserkabelnetz angeschlossen werden soll, sind zunächst vorbereitende Arbeiten nötig. Damit auf dem jeweiligen Grundstück ein Leerrohr verlegen können, muss ein Hauseigentümer oder eine Eigentümer-Gemeinschaft der ausführenden Firma durch eine Grundstücksnutzungsvereinbarung die Einwilligung dazu geben. 

Schritt 2: Glasfasertarif wählen

Um diesen Anschluss aktiv  zu nutzen, etwa im Internet zu surfen, zu telefonieren oder fernzusehen, müssen Kunden einen Glasfasertarif bei einem Telekommunikationsunternehmen abschließen. 

Schritt 3: Besichtigung vor Ort

Jeder neue Anschluss startet mit der Besichtigung der Möglichkeiten vor Ort. 

Schritt 4: Individuelle Planung des Glasfaseranschlusses 

Anschließend wird individuell geplant, wie das Haus angeschlossen werden kann. 

Schritt 5: Glasfaser vom Hauptstrang abzweigen

Grundsätzlich gilt, dass von dem Hauptstrang straßenseitig eine bzw. bei Mehrfamilienhäusern mehrere Glasfasern abgezweigt werden. 

Schritt 6: Horizontal-Bohrung zum Gebäude und Anschluss im Haus

Die Zuleitung zum Gebäude erfolgt in der Regel durch eine Horizontalbohrung  in rund 60 Zentimetern Tiefe. Vorgarten oder Einfahrt bleiben so nahezu unberührt. Nur direkt an der Hauswand ist ein kleiner Aushub nötig. Das Glasfaserkabel wird durch ein kleines Loch, das wenige Zentimeter Durchmesser misst und später ordnungsgemäß abgedichtet wird, in den Keller oder Hauswirtschafts- bzw. Hausanschlussraum geführt. Dort wird der Anschluss dann von Technikern gesetzt. 

Schritt 7: Auf ins Internet, fertig, los!

Danach profitieren die Nutzer von den hohen Bandbreiten des Glasfaseranschlusses: Mit Konverter und Router können sie schnell im Internet surfen, das Fernsehprogramm in HD-Qualität genießen oder in sehr guter Sprachqualität telefonieren – und das alles sogar mit mehreren Nutzern zeitgleich. 


Stichwort: Was ist Glasfaser?

Glasfaser ist das Medium der Zukunft in der Kommunikationstechnik. Es handelt sich um ein physisches Medium, welches für die Übertragung von Daten genutzt werden kann. Bei den Glasfasern handelt es sich um feingezogene, hauchdünne Fäden, die aus hochreinem Quarzglas gewonnen werden. Diese sind von einem Glasmantel umgeben, der wiederum mit Kunststoff überzogen ist. Somit sind sie besonders alterungs- und witterungsbeständig, chemisch resistent, unbrennbar bei gleichzeitiger Elastizität. Der entscheidende Vorteil gegenüber metallischen Leitern, wie etwa dem Kupferkabel des Telefonnetzes, liegt bei der verlustfreien Übertragung von sehr großen Datenmengen, die mittels Lichtwellen ohne Störeinflüsse in kürzester Zeit übertragen werden. (Quelle: WOBCOM)

Information

Weitere Informationen erhalten Bürger bei der WOBCOM unter Telefon (05361) 8911555 oder im Internet unter www.glasfasermadeinwolfsburg.de und www.wobcom.de. Für die seitens der Stadt betreuten Ausbaugebiete ist Daniela Krier (Projektleiterin städtischer Glasfaserausbau) unter Telefon (05361) 28-1718 Ansprechpartner.





Pressemitteilung der Stadtwerke Wolfsburg AG vom 17.03.2017

Oberbürgermeister Mohrs, Stadtwerke Vorstand Kästner und IHK Geschäftsstellenleiter Wilkens besuchen Breitbandbus

  • Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Stadtwerke Vorstand Dr. Frank Kästner und IHK Geschäftsstellenleiter Michael Wilkens vor Ort
  • Digitale Infrastruktur steht im Vordergrund
  • WOBCOM informiert über Wolfsburger Projekte

Oberbürgermeister Klaus Mohrs mit Stadtwerke Vorstand Dr. Frank Kästner und IHK Geschäftsstellenleiter Michael Wilkens im BreitbandbusDigitale Infrastrukturen gehören zu den zentralen Standort- und Wirtschaftsfaktoren in Wolfsburg. Unternehmen müssen jetzt die Chance ergreifen, durch die Digitalisierung konkurrenzfähig zu bleiben und neue Märkte zu erschließen. Am heutigen Freitag und morgigen Samstag macht daher das Breitbandmobil Station in Wolfsburg. Die Kampagne des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, des Deutschen Industrie- und Handelskammertags und des Breitband Büros des Bundes verdeutlicht Unternehmen und interessierten Bürgern anschaulich den Nutzen der Gibabit-Infrastruktur.

Am heutigen Freitag waren Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Stadtwerke Vorstand Dr. Frank Kästner und IHK Geschäftsstellenleiter Michael Wilkens zu Gast am Breitbandmobil. Mohrs:“Ich freue mich, dass der Breitbandbus nun auch in Wolfsburg halt macht. Alle interessierten Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, Facetten der Digitalisierung als etwas Greifbares zu erleben. Die theoretischen Planungen werden erlebbar – so gesehen können wir hier einen Blick in die Zukunft wagen.“

Und so wird der Blick in die Zukunft im Infomobil ermöglicht: Mediawände, Tablets und Notebooks informieren anhand von Erklärvideos. Das Kino beherbergt ein detailliertes Schichtenmodell, das Telekommunikationsinfrastruktur, Energie- und Wasserversorgung unter der Erde anschaulich abbildet. Der 3-D-Drucker ist mit seiner 20 Micron Schichtdicke in der Lage, detaillierte dreidimensionale Werkstücke aus unterschiedlichen Ausgangsmaterialien zu drucken und steht stellvertretend für eine bedeutendsten zukunftsweisenden Anwendungen der Digitalisierung.

Wilkens nach dem Besuch des Breitbandbus: “Unsere Mitglieder sehen in der Breitbandversorgung ein TOP-Zukunftsthema für den Standort Wolfsburg. Deshalb freuen wir als IHK uns über die Ausbaubemühungen als Teil der Initiative, #WolfsburgDigital.“ Kästner ergänzt: “Die Digitalisierung wird das Leben und Arbeiten verändern. Es ist spannend, viele der zukünftig möglichen Anwendungen im Breitbandmobil live erleben zu können und mit Menschen darüber ins Gespräch zu kommen.“

Neben Mohrs, Kästner und Wilkens sowie den Mitarbeitern des Infotrucks standen auch den Mitarbeitern der WOBCOM Rede und Antwort zu den praktischen Rahmenbedingungen des Breitbandausbaus in Wolfsburg.

Interessierte haben noch am morgigen Samstag die Möglichkeit, ein Stück digitaler Zukunft zu erleben. Der Breitbandtruck öffnet seine Türen auf dem Rathausplatz noch einmal am Samstag von 10 Uhr bis 14 Uhr.


Pressemitteilung vom 16.03.2017

Flächendeckendes Glasfasernetz

Stadt informiert über die Erschließung von „weißen Flecken“

Im Zuge der Initiative #WolfsburgDigital soll ein flächendeckendes Glasfasernetz im gesamten Stadtgebiet in Wolfsburg die Weichen für die digitale Zukunft stellen. Die Schaffung einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur ist dabei die Grundvoraussetzung, um Wolfsburg zur digitalen Modellstadt zu entwickeln. Zwar gibt es laut einer umfangreichen Marktanalyse von 2015 in Wolfsburg nur noch sehr wenige mit Breitband unterversorgte Stadt- und Ortsteile, die so genannten „weißen Flecken“. Dennoch besteht Modernisierungsbedarf: „Immer neue, immer komplexere digitale Angebote entstehen, die enorme Datenmengen produzieren. Herkömmliche Kupferleitungen sind kaum in der Lage, diese zu transportieren“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Durch Glasfaser wird die Internetgeschwindigkeit um das 300-fache gesteigert, so dass das Senden und Empfangen von Daten erleichtert wird. Für den Glasfaserausbau wird das Stadtgebiet in 42 Teilbereiche unterteilt, die dann abschnittsweise erschlossen werden.

Drei Gebiete, die genannten „weißen Flecken“, wird die Stadt selbst mit einer eigenen Infrastruktur zuverlässig und zukunftssicher ausbauen. In Almke, in Teilen von Neindorf und im Ilkerbruch sollen ab dem Herbst 937 Haushalte und 81 Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden über die geplanten Vorhaben informiert. Darüber hinaus finden in den nächsten Wochen erste Ortsbegehungen statt. Unter der Voraussetzung, dass sich mindestens 50 % der Haushalte für einen Anschluss an das neue Netz entscheiden, wird der Ausbau vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Fördermitteln im Rahmen der Breitbandförderrichtlinie des Bundes finanziert. Bewilligt sind 1,425 Millionen Euro, eine weitere Förderung des Landes Niedersachsen ist beantragt. Oberbürgermeister Klaus Mohrs verdeutlicht: „Der angestrebte Ausbau sowie die finanzielle Förderung sind von der Teilnahme der ansässigen Bürgerinnen und Bürger abhängig. Sollten wir es nicht schaffen, mindestens 50 % der Haushalte für einen Anschluss an das neue Netz zu begeistern, würde das Projekt nicht mehr umsetzbar sein. Ich hoffe jedoch, dass es nicht zu einem solchen Szenario kommt.“ Für die Ausführung der Maßnahmen hat die Stadtverwaltung ein Planungsbüro beauftragt. Vorgesehen ist, 32 Kilometer Leerrohre zu verlegen. Das soll unter anderem in einem Zuge mit dem Radwegeausbau an der Kreisstraße 114 und der Landesstraße 290 geschehen. Für die übrigen Gebiete haben sich die Stadtwerke Wolfsburg AG und die WOBCOM GmbH verantwortlich erklärt. Sie wollen bis Ende 2021 rund 80.000 Privathaushalte und Firmen an das stadtweite Netz anschließen.


Pressemitteilung der Stadtwerke Wolfsburg AG vom 21.02.2017

Oberbürgermeister und die Stadtwerke Wolfsburg AG informieren über Glasfaserausbau

OB und Stadtwerke informieren über Glasfaserausbau Zusammen mit Oberbürgermeister Klaus Mohrs informierten die Stadtwerke Wolfsburg AG und die WOBCOM interessierte Bürgerinnen und Bürger am Dienstag im CongressPark zum Glasfaserausbau in Wolfsburg. Gemeinsam werden beide Gesellschaften in den kommenden Jahren ein flächendeckendes modernes Glasfasernetz für ganz Wolfsburg bereitstellen. Ziel ist es, die digitale Infrastruktur auszubauen und damit zukunftsfähig zu machen.

Der Start des Glasfaserausbaus erfolgt im April dieses Jahres in den Stadtteilen Laagberg und Tiergartenbreite. Der Gesamtausbau soll bis Ende 2021 mit Anschlüssen von rund 80.000 Gewerbeund Wohneinheiten abgeschlossen sein.

Mohrs hob den Stellenwert des Projektes für die Stadt hervor und machte deutlich, dass die Digitalisierung das Zukunftsthema schlechthin ist. Sie betreffe alle Lebens- und Arbeitsbereiche, von der industriellen Produktion und Landwirtschaft über die Energieversorgung, das Transportwesen, den Handel bis hin zu Politik, Bildung, Verwaltung, Gesundheit und gesellschaftlicher Kommunikation. Die Stadt Wolfsburg stehe daher vor der Herausforderung beste Rahmenbedingungen zu schaffen. "Zwei Ziele prägen unsere Anstrengung, Wolfsburg zur digitalen Modellstadt zu entwickeln: zum einen die Verbesserung der Lebensqualität durch neue, an den
Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtete, digitale Angebote, zum anderen die Zukunftssicherung unseres Wirtschaftsstandortes. Damit die Initiative #WolfsburgDigital ein Erfolg wird, braucht es schnelles Internet. Mit dem Ausbau eines stadtweiten Glasfasernetzes legen die Stadtwerke dafür die Basis."

Auch Stadtwerke Vorstand Dr. Frank Kästner betonte die Bedeutung des Infrastrukturprojekts: „Die Digitalisierung wird das Leben und Arbeiten verändern. Regionen, die von dieser Entwicklung abgekoppelt sind, werden ins Hintertreffen geraten. Wolfsburg ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte unseres Landes und eine sehr lebenswerte Stadt. Diese Stellung wollen wir nicht verspielen. Mit dem Glasfaserausbau schaffen wir eine wichtige Voraussetzung, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben und einen guten Lebensstandard für die Einwohner zu sichern.“

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde es praktischer. Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Stadtwerke informierten die Besucher über den Ablauf der Gebäudeerschließung mit Glasfaser: Die Stadtwerke bereiten jedes Haus für die Zukunft vor. Hierzu werden Leerrohre bis zum Gebäude verlegt. Um einen Anschluss zu erhalten, muss lediglich die Einwilligung gegeben werden, dass die Stadtwerke auf den jeweiligen Grundstücken das Mikrorohr verlegen dürfen, durch welches das
Glasfaserkabel führt. Dies geschieht durch einen sogenannten Grundstücknutzungsvertrag. Den Eigentümern entstehen dabei keine Kosten. Für jedes Gebäude das angeschlossen werden soll, wird straßenseitig eine eigene Glasfaser vom Hauptstrang abgezweigt. Die Zuleitung zum Gebäude erfolgt in der Regel durch eine Horizontalbohrung in rund 60 cm Tiefe. Vor jedem Anschluss eines Gebäudes an das Glasfasernetz erfolgt während eines Termins eine individuelle Planung mit dem
Eigentümer. Der Baubeginn wird mit dem Eigentümer nach Nennung eines voraussichtlichen Anschlusstermins abgestimmt.

Die ersten Spatenstiche erfolgen im Stadtteil Laagberg. Um das Ausmaß möglicher Einschränkungen möglichst gering zu halten und lokal zu begrenzen, wurde das Stadtgebiet in 42 Cluster aufgeteilt, die abschnittsweise erschlossen werden. „Ohne das Verlegen von Leerrohren und Leitungen können wir das Projekt nicht durchführen. Durch die Aufteilung in Bereiche werden wir das Ausmaß möglicher Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten aber begrenzen können“, erläuterte Kästner, der mit einer durchschnittlichen Bauphase von sieben Monaten pro Cluster rechnet. Alleine am Laagberg werden für die Erschließung von 965 Gebäuden rund acht Kilometer Leerrohr benötigt. Der Ablauf der Arbeiten erfolgt jeweils in fünf Schritten:

  1. Aufbau der Technikstandorte
  2. Aufbau der Kabelverteiler-Kästen
  3. Erstellung der Hauszuführung
  4. Erstellung der Tiefbau-Trassen
  5. Erstellung der Hausanschlüsse

Weitere Informationen erhalten Bürger bei der WOBCOM in der Porschestraße56b, unter Telefonnummer 05361 8911555 oder im Internet unter www.glasfasermadeinwolfsburg.de/www.wobcom.de


Pressemitteilung vom 31.11.2016

Aktuell: WOBCOM gibt erste Details der Ausbaupläne für Glasfaser-Netz bekannt

  • Arbeiten starten im ersten Quartal 2017
  • Bis 2022 schnelles Glasfaser-Netz in ganz Wolfsburg
  • Ca. 80.000 Gewerbe- und Wohneinheiten werden angeschlossen
  • Internetgeschwindigkeit kann um das 300-fache gesteigert werden

Gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft, der Stadtwerke Wolfsburg AG, baut das Telekommunikationsunternehmen WOBCOM GmbH ab Frühjahr 2017 ein flächendeckendes Glasfaser-Netz für Wolfsburg auf. Die Erschließung umfasst rund 80.000 Gewerbe- und Wohneinheiten in 16 Stadtteilen und Ortschaften. Die Arbeiten sollen bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Auf der Basis des bereits vorhandenen Netzes, wird die WOBCOM als Betreiber und Vermarkter nach und nach 42 Cluster (Stadtteile) mit einem Glasfaser-Netz überziehen. Die aktuellen Planungen sehen den Beginn der Erschließungsmaßnahmen für das Frühjahr 2017 vor. Den Anfang machen die Stadtteile Tiergartenbreite, Laagberg und Westhagen. Die Entwurfsplanungen für diese Bereiche sind bereits abgeschlossen. Derzeit befindet sich die WOBCOM in Detailabstimmungen mit der Stadt und den politischen Gremien und erarbeitet die Ausführungsplanung, die auch die Ausschreibung von Baumaßnahmen umfasst.

Internetgeschwindigkeit wird mit Glasfaser um das 300-fache gesteigert

Die Umstellung auf Glasfaser ermöglicht den Kunden den Zugang zu vielen Anwendungen wie z. B. „Smart Home“, „Smart Energy“ oder „Smart Health“. Allen Anwendungen ist eines gemein: Aufgrund ihrer Komplexität produzieren sie enorme Datenmengen. Herkömmliche Kupferleitungen sind kaum in der Lage, diese zu transportieren. Durch Glasfaser wird die Internetgeschwindigkeit um das 300- fache gesteigert. So können selbst große Datenmengen in kürzester Zeit von A nach B gesendet und empfangen werden. Eine flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur zählt zu den Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Teilhabe an der Digitalisierung; ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, auch für Wolfsburg.

„Mit dem Glasfaser-Netz wollen wir beim Mega-Trend Digitalisierung von Anfang an ganz vorn dabei sein. Die WOBCOM startet dabei nicht bei Null: In Wolfsburg haben wir bereits einige Bereiche mit Glasfaser versorgt. Als Eigentümer der Energienetze haben wir Erfahrung mit der bereits vorhandenen Infrastruktur – ein bedeutender Vorteil gegenüber ortsfremden Firmen, die sich weniger stark für die Stadtentwicklung engagieren wollen oder können“, erläutert Stadtwerke Vorstand und WOBCOM Geschäftsführer Dr. Frank Kästner und ergänzt: „Natürlich ist das Projekt ein Kraftakt. Für die Zukunft der Stadt ist dieser jedoch unumgänglich. Für die Stadtwerke und die WOBCOM bedeutet dies hohe Investitionskosten und die Einwohner und Besucher Wolfsburgs müssen sich auf einige Baustellen mehr einstellen. Dies erfordert Geduld. Wir sind uns jedoch sicher, dass sich diese für das Leben und Arbeiten in Wolfsburg und der Region auszahlen wird.“

Die hohe Wichtigkeit des Ausbauprojekts für den Wohn- und Wirtschaftsstandort unterstreicht auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs: „Welche Bedeutung die zunehmende Digitalisierung für das Arbeits-  und Lebensumfeld jedes Einzelnen hat, ist vielen Bürgerinnen und Bürgern heute noch gar nicht bewusst. Digitalisierte Prozesse verändern die Wirtschaft, die Mobilität, das Gesundheitswesen, die Bildung, die Kultur, aber natürlich auch den Alltag in den Privathaushalten. Es wird unsere Aufgabe sein aufzuzeigen, wie wir alle von der Digitalisierung profitieren können. Zunächst allerdings müssen wir die digitale Infrastruktur in unserer Stadt für unseren Strukturwandel vorbereiten. Ich bin froh, dass wir mit den Stadtwerken Wolfsburg und der WOBCOM zwei zuverlässige Partner an unserer Seite haben.“


Um ein attraktiver Standort für Wohnen und Wirtschaften zu bleiben, hat die Stadt Wolfsburg im letzten Jahr den NGA-Masterplan entwickelt. In dem Masterplan geht es um die Breitbandnetze für den Datenaustausch der nächsten Generation, die in den nächsten Jahren zusammen mit den Stadtwerken Wolfsburg AG entstehen sollen. Aktuell verfügt Wolfsburg über ein gutes Netz. Die Gewerbegebiete sind sogar bereits mit schnellen Glasfaserverbindungen versorgt.

Die zu übertragende Datenmenge nimmt jedoch stetig zu: Im Internet werden neben Texten und Bildern immer häufiger auch Videos sowie komplexe Anwendungen hoch- und heruntergeladen und sogar hochauflösende Fernsehsendungen live übertragen. Im Internet der Dinge werden immer mehr Geräte von der Heizung über den Drucker bis hin zu Maschinen in Fabriken mittels Datenübertragung gesteuert. Auch damit viele Menschen gleichzeitig über kabellose Internetverbindungen (mobiles Netz und öffentliches WLAN) Daten austauschen können, braucht es die Übertragungsleistung eines Glasfasernetzes.

Glasfasernetze für unterversorgte Bereiche und die neuen Stadtquartiere

In einem ersten Schritt möchte die Stadt Wolfsburg die unterversorgten Bereiche am Rande des Stadtgebiets an das Glasfasernetz anbinden, sobald Fördergelder des Bundes und des Landes Niedersachsen bewilligt werden. Dies betrifft beispielsweise Almke, Teile von Neindorf oder den Ilkerbruch in Fallersleben (inklusive der Mülldeponie). Die Häuser in den neuen Stadtquartieren, die im Süd-Osten Wolfsburgs entstehen (Hellwinkel, Steimker Gärten und Nordsteimke-Hehlingen) und viele weitere Bauprojekte, werden von Beginn an mit entsprechender Infrastruktur ausgestattet.

Ziel des Masterplans: Ein flächendeckendes Gigabitnetz

Das Ziel ist ein Glasfasernetz mit einer Übertragungsrate von mehr als einem Gigabit pro Sekunde, an das nahezu alle Gebäude und Haushalte in Wolfsburg angeschlossen sind. Das entspricht der vielfachen Leistung des momentanen 50-Megabit-Standards, den die Bundesrepublik Deutschland forciert. Den Ausbau der Bestandsgebiete werden die Stadtwerke Wolfsburg AG gemeinsam mit ihrem Tochterunternehmen, der Telekommunikationsdienstleisterin WOBCOM GmbH,  schrittweise ab 2017 eigenwirtschaftlich realisieren. Bis annähernd alle Haushalte in Wolfsburg an das Glasfasernetz angeschlossen sind, kann es aber bis zu zehn Jahre dauern.

Chancen für den Standort Wolfsburg

Der Aufbau einer hoch leistungsfähigen digitalen Infrastruktur wird Wolfsburg als attraktiven Wirtschafts- und Wohnstandort stärken. Die Stadt bedient den zu erwartenden Mehrbedarf an Datenübertragungen von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen. „Smarte“ Lösungen für alle Lebensbereiche, von der Verwaltung über die Mobilität bis hin zur Energie- und Gesundheitsversorgung, können sich entwickeln. Arbeitsvorgänge können flexibler gestaltet werden, indem Menschen viele Arbeiten unabhängig von ihrem Aufenthaltsort, zum Beispiel auch von Zuhause aus, erledigen können. So bieten sich neue Möglichkeiten etwa für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Ansiedlung insbesondere von Forschungseinrichtungen, innovativen Unternehmen und Zukunftsbranchen wird begünstigt.

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3 Kommentare

Nils Lappenbusch 23.02.2017 09:01:25

Sehr geehrte Stadt Wolfsburg.

E-Mobilität kann nur mit einer vernünftigen (mobilen) Vernetzung funktionieren. Auch ein urbanes Kompetenzzentrum funktioniert nur, wenn man den entsprechenden Zielgruppen deren Anforderungen erfüllt. Den Erhalt (und nicht das deaktivieren und Abbauen) des öffentlichen WLAN-Knoten "Wireless Wolfsburg" hätte ein guter Schritt in die richtige Richtung darstellen können. Warum baut man etwas ab, was es schon einmal gab, um es später erneut (für viel Geld) aufzubauen?

Generell finde ich die Ansetzte gut, betrachte das aber mit aktuell dem Eindruck, das hier durch Presse und Medien aktuell mehr um den heißen Brei herumgeredet wird und sich eher wenig tut.

Es wird viel über "Visionen" und berichtet: "Die Stadt wird eine Vorreiterin bei digitalen Anwendungen, Hightech- und IT-Arbeitsplätzen. Sie wird ein einzigartiges Großlabor für digitale Dienstleistungen"....

Was "ist" den bereits im Rahmen dieser Kampagne bereits umgesetzt?

Stadt Wolfsburg 24.02.2017 08:14:27

Hallo Herr Lappenbusch,

mit der Initiative #WolfsburgDigital wird die digitale Entwicklung der Stadt eingeleitet. Im nächsten Schritt arbeiten wir derzeit gemeinsam mit Volkswagen und vielen lokalen Partnern an dem Umsetzungskonzept und bringen konkrete Projekte auf den Weg. Bereits heute gibt es zu den zehn Themenfeldern von #WolfsburgDigital schon zahlreiche Projekte, auf denen wir aufsetzen können.

Neben dem umfassenden Glasfaserausbau wurde 2016 das kostenlose Highspeed WLAN freeWolfsburg in der Innenstadt eingeführt. Dieses setzt auf den Erfahrungen und Standorten von Wireless Wolfsburg auf. Wireless Wolfsburg wurde bereits 2009 aufgebaut. Die technischen Anforderungen sind seitdem jedoch sehr stark gestiegen, weswegen hier ein Neustart vorgenommen wurde.

Im Bereich der E-Mobilität verfügt Wolfsburg bereits heute über 72 Ladepunkte, ein E-Car- und Bike-Sharing-System, kostenloses Parken und überwiegend kostenloses Laden sowie E-Flotten u.a. bei der Stadtverwaltung und bei städtischen Töchtern Die Ziele im Rahmen #WolfsburgDigital gehen aber weit darüber hinaus. Zielhorizont ist 2025, doch notwendige Weichenstellungen werden bereits heute getroffen, um die ambitionierten Ziele zu erreichen. Aktuelle Projekte und Informationen haben wir unter http://wolfsburg.de/emobility bereitgestellt.

Sie haben Recht, #WolfsburgDigital beschreibt zunächst die Ziele. Mit Entwicklung des Umsetzungsprogramms werden Stadt und Volkswagen #WolfsburgDigital mit konkreten Projekten füllen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der Onlinekommunikation

Klaus-Dieter Kieslich 30.01.2017 19:20:42

dies ist ja alles schön und gut. Aber

wo bleibt der Ausbau des Mobilfunk z. B. für die Ortsteile Velstove und Brackstedt.

In Velstove z.B. in der Strasse "Steinwanne " ist kein Mobilfunk möglich !!

Und Velstove gehört auch zur Stadt Wolfsburg .

mit freundlichen grüßen

klaus-dieter kieslich

Stadt Wolfsburg 21.02.2017 14:49:18

Hallo Herr Kieslich,

danke für Ihren Hinweis. Telekommunikationsdienstleistungen werden als privatwirtschaftliche Tätigkeiten durch die bekannten privaten Anbieter erbracht. Die Stadt Wolfsburg kann aus diesem Grund nur sehr eingeschränkt in den Telekommunikationsmarkt eingreifen. Die Mobilfunkmasten sind Eigentum der jeweiligen Mobilfunkanbieter. Auf die Sendeleistung hat die Verwaltung leider keinen Einfluss.

Unsere Stadtwerke Wolfsburg sind aktuell im Gespräch mit dem Anbieter Telefonica (Leistungen der Telefonica werden u.a. von der Stadtwerke-Tochter WOBCOM vertrieben), um eine Verbesserung der Anbindung in Stadt- und Ortsteilen mit eingeschränktem Empfang zu erzielen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der Onlinekommunikation

Esche Wilfried 26.12.2016 11:28:17

In den vergangenen Wochen berichteten die Zeitungen umfassend von der gemeinsamen Absichtserklärung von VW, der Stadt Wolfsburg und dem Land Niedersachsen, welche beim traditionellen Adventsgespräch am 04.Dezember 2016 im Wolfsburger Schloss unterzeichnet wurde.

Diese Absichtserklärung, Wolfsburg zu einer digitalen Großstadt zumachen, ist ein Umbruch und eine große Chance für unsere Stadt und seinen Bürgern sowie für die Mitarbeiter des Volkswagenkonzerns.

Ich bin der Meinung, dass dieses Vorhaben ein sehr positives Zeichen für unsere Region ist und eine Aufbruchsstimmung erzeugen kann.

Es bleibt nun zu Hoffen, dass bald die ersten Schritte dieser Absichtserklärung gemacht werden und umgehend erste sichtbare Weichen für dieses Vorhaben gestellt werden. - Denn gerade in der Zeit, in der seit über einem Jahr der Volkswagenkonzern und unsere Stadt Wolfsburg leider immer wieder in den Negativschlagzeilen der Medien erscheint, braucht unsere Region jetzt unbedingt positive Meldungen.

Der Titel zum Thema “ #WolfsburgDigital“ hat mich dazu inspiriert eine Karikatur zu erstellen,

– Überschrift WOLFSBURG wird zur digitalen Großstadt! -

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"Wolfsburg Plus"-Ausgabe März 2017

Titelthema: #WolfsburgDigital

In der "Wolfsburg Plus"-Ausgabe vom März 2017 geht es unter anderem um die Digitalisierung in Wolfsburg.