Kampfmittel

Informationen über Kampfmittel, deren Beseitigung, und was zu tun ist, wenn Sie Kampfmittel finden

Eine FliegerbombeDer Schutz der Bevölkerung vor Gefahren, die von Kampfmitteln ausgehen, ist eine Aufgabe der Gefahrenabwehr im Sinne des Niedersächsischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Nds. SOG), die den Kommunen obliegt. Das Land Niedersachsen unterstützt die Kommunen bei dieser Aufgabe, indem es bei dem Landesamt für Geoinformationen und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN), zu diesem Zweck die Regionaldirektion Hameln-Hannover, Kampfmittelbeseitigungsdienst, eingerichtet hat. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) wird für die Städte, Landkreise und Gemeinden im Rahmen der Amtshilfe bei der Gefahrenerforschung, Bergung und Beseitigung von Kampfmitteln tätig.

Wer als Bauherr ein Grundstück bebauen oder anderweitig nutzen möchte, ist im Hinblick auf Kampfmittel für die Sicherheit auf dem Grundstück verantwortlich.

Allgemeine Auskünfte zum Thema Kampfmittel sowie Kampfmittelbeseitigung im Zusammenhang mit Bauvorhaben innerhalb des Stadtgebietes erhalten sie beim

Geschäftsbereich Bürgerdienste
Ordnungsamt
Allgemeine Gefahrenabwehr 01-21
Frau Kunrad
Porschestraße 49 – Rathaus B – Zimmer B011

38440 Wolfsburg

Lage im Stadtplan (öffnet sich in einem neuen Fenster)

Telefon 05361 28-1743

Eine GranateWenn Sie als Grundstückseigentümer Kampfmittel auf Ihrem Grundstück finden, müssen Sie dies SOFORT anzeigen.

Zu den Kampfmitteln gehört sämtliche zur Kriegsführung bestimmte Munition, insbesondere Bomben, Minen, Granaten, Spreng- und Zündmittel.

Oftmals sind Kampfmittel als solche nicht zu erkennen. Viele sind bis zur Unkenntlichkeit verrostet oder ähneln im Aussehen handelsüblichen Gebrauchsgegenständen.

Die Anzeigepflicht gilt auch für Spaziergänger, die Munition finden.

Hinweiszeichen Explosion; Foto: T.Michel/Fotolia.com © T.Michel/Fotolia.com

Achtung - Lebensgefahr!

Bitte nehmen Sie die Munition nicht in die Hand, beziehungsweise lassen Sie die Munition an dem Ort liegen, wo Sie sie auffinden!! 




Die Zuständigkeit liegt bei der Stadt Wolfsburg. 
Sie erreichen das Ordnungsamt unter der Behördennummer 115 oder unter 05361 28-1234 

ODER: Sie rufen bei Polizei Wolfsburg unter der 110 oder 05361 4646-0 an.

ODER: Sie setzen sich mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen unter der Telefonnummer 0511 106-3000  (auch außerhalb der Öffnungszeiten) in Verbindung. 


Mehrere rote Fragezeichensymbole © Cmon - Fotolia.com

Warum müssen Blindgänger geräumt werden?

Deutschlandweit liegen als Folge der Bombardierungen im Rahmen des 2. Weltkrieges, ins-besondere in vielen großen Städten, Blindgänger verschiedenster Bombentypen und -größen im Erdreich verborgen. Im Rahmen des Wiederaufbaus wurden viele Blindgänger nicht ord-nungsgemäß beseitigt.

Zünder, die im Rahmen des Bombenabwurfs nicht auslösten, können auch heute noch, über 70 Jahre nach dem Abwurf, aktiviert werden und stellen somit ein großes Gefährdungspotenzial dar. Bedingt durch die Korrosion sind die Zünder schwer einschätzbar und können un-kontrolliert nachträglich auslösen.

Warum muss der Evakuierungsradius so groß gewählt werden?

Erfahrungen von Bombenräumungen und -explosionen zeigen, dass Teile von Blindgängern bei einer Explosion auch in großem Abstand Schäden angerichtet haben und somit eine Gefahr für Menschen darstellen.

Warum kommt es häufiger zu kurzfristigen Absagen von Evakuierungen?

Es wurde schon häufig die Frage gestellt, warum Evakuierungen geplant werden, die dann am letzten Tag vor dem Termin abgesagt werden, weil sich die Fundstellen als harmlos herausstellten.

Genaue Untersuchungen der Verdachtsstellen, für die häufig umfangreiche Vorarbeiten, wie zum Beispiel das Absenken des Grundwasserspiegels, erforderlich sind, können aus Sicherheitsgründen nur zeitnah zum geplanten Entschärfungstermin stattfinden. Stellt sich im Rahmen dieser weitergehenden Sondierungsarbeiten kurz vor dem Entschärfungstermin heraus, dass die zuvor durch das Luftbild entdeckte und mit Messgeräten untersuchte Verdachtsstelle zum Beispiel nur Bauschutt beinhaltet, kann man Entwarnung geben.


Wie aufwendig sind derartige Evakuierungen?

Der Zeit-, Planungs- und Arbeitsaufwand für eine Evakuierung von Teilen einer Stadt ist erheblich.

Im Ordnungsamt der Stadt laufen alle Fäden zusammen. Gleichzeitig wird hier in Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst der Evakuierungsradius festgelegt sowie anschließend die einzelnen Evakuierungszonen eingeteilt.

Am Tag der Evakuierung sind üblicherweise mehrere hundert Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr, städtischer Dienststellen, der Hilfsorganisationen und der Polizei im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen und den Kampfmittelbeseitigungsdienst zu unterstützen.

Verladung der geborgenen Fliegerbombe (Foto: Volkswagen AG) © Lars Landmann Anschrift:

Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachen (LGLN)
Regionaldirektion Hameln-Hannover
-Kampfmittelbeseitigungsdienst-
Marienstraße 34
30171 Hannover

Öffnungszeiten:

Montag – Donnerstag von 08:00 – 15:30 Uhr
Freitag und vor Feiertagen von 08:00 – 12:00 Uhr

Zentrale:

Telefon: 0511 106-3000 (auch außerhalb der Öffnungszeiten)

Fax:  0511 106-3095
  

E-Mail: kbd-einsatz@lgln.niedersachsen.de


Dezernatsleiter: Herr Thomas Bleicher


Hinweis: Der Antrag auf eine Luftbildauswertung des Grundstückes beim KBD ist kostenpflichtig!

Bild der geborgenen Fliegerbombe (Foto: Volkswagen AG)Eine Übersicht über Kampfmittelfachfirmen erhalten Sie auf der Internetseite

www.gkd-kampfmittelraeumung.de (öffnet sich in einem neuen Fenster)

Hier befindet sich eine Firmen-/Mitgliederliste der „Güteschutzgemeinschaft Kampfmittelräumung Deutschland e.V.“

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