Frauentag 2017

Heute für morgen Zeichen setzen

Zukunftswerkstatt, Kreativworkshop, Frauenfrühstück, Frauenlauf, und viele weitere Aktionen gibt es beim Internationalen Frauentag 2017 in Wolfsburg.

Zuschauerinnen beim Kabarett

Nachlese zum Kabarett am 16.03.2017

Kabarettistin Anny Hartmann tritt im Rahmen der Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag 2017 im Hallenbad-Kultur auf

Das Nichtschwimmerbecken im Hallenbad- Kultur am Schachtweg ist voll bestuhlt, die Bühnenvorhänge strahlen in changierendem Rot.

Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg und Initiatorin des Abends, betritt gut gelaunt die Bühne, um die vielen Frauen und deutlich weniger Männer, an diesem Abend zu begrüßen. 

Und dann: 
Rote Bühne, ein Tisch, ein Glas, ein Wasserfläschchen. 
Eine Frau mit roten Haaren und markanter Brille betritt die Bühne - und füllt sie. ANNY!
Bis in die letzte Reihe gut zu verstehen, geht es um Politik, um Frauenbelange wie die noch immer nicht gelöste Frage der gerechten Bezahlung für gleiche Leistung. Es geht um die Quote, die soziale Ungleichheit, die Frage der Humanität am Beispiel der Flüchtlinge, den weltweiten Turbokapitalismus, der es Reichen fast unmöglich macht, nicht noch reicher zu werden, den Armen dagegen durch internationale Wirtschaftspolitik langsam den Hals zuschnürt. Nationale und internationale Politik wird aktuell, spitz und böse in den Fokus gerückt. Anny bezieht Position! Und sie steht dazu, weiß, dass im Publikum nicht alle ihrer Meinung sein werden. Ein Plädoyer für weltweite Gerechtigkeit ohne träumerischen Idealismus, Beispiele zur besseren Gestaltung der Gesellschaft ohne das Machbare aus den Augen zu verlieren. Die ehemalige Volkswirtin mit Bankerfahrung geht mit Zahlen um und kann durch plakative Beispiele schwierige Zusammenhänge deutlich machen. Wenn sie merkt, dass ihr Publikum besonders gut mitgeht, gibt es aus einer Schale, die unauffällig auf dem Tisch steht, eine Schoki für die ganz Eifrigen. Bis weit hinten in den Saal wirft sie ihre Gutzies! 
Nach der Pause erklärt sie, warum sie weiter so schnell sprechen muss: Sie hat einfach zu viel zu sagen! Ein Test, ob es auch langsamer geht, wird schnell abgebrochen, sonst ist das Programm nicht zu schaffen. Es gibt andere Kollegen, die langsam und bedeutungsschwanger wenig Inhalt aufblasen, das wäre dann evtl. eine Alternative zu ihr und ihrem Schnellfeuerprogramm. 
Zwei Stunden Wortkabarett, die volle Aufmerksamkeit wird uns abgefordert, schnell ist die Zeit vorbei. Viel Applaus! Nach der Veranstaltung werden von den Besucherinnen und Besuchern die letzten „Anny-Hartmann-Werbekarten“ beschrieben, die in einem umfunktionierten kleinen Mülleimer landen. Anny wird sie frankieren und losschicken. Win –Win, wir schreiben lieben Menschen einen Gruß, und sie hat ihre Werbung. 
Na, das machen wir doch gern, Anny! 
Und im September werden Dich bestimmt einige aus unseren Reihen mit Deinem neuen Programm im Galerietheater besuchen! 


Logo des Internationalen Frauentages

Nachlese zum Internationalen Frauenfest am 8. März 2017 

FRAUEN, es war wieder richtig toll, mit Euch zu feiern, zu tanzen und zu lachen. 

Nachmittags schmückte eine kleine Gruppe bewährter Helferinnen mit Angelika Buttgereit vom Gleichstellungsreferat den Saal im Mehrgenerationenhaus am Hansaplatz. Auch die Tische für das heiß erwartete Buffet wurden im Foyer vorbereitet. 

Und dann kamen sie, die Frauen der Initiativen „Schenken wir ein Lächeln“ und der „Fraueninitiative „Internationales Frauenforum“, die die Einlassspenden aller Besucherinnen für ihre Hilfeprojekte engagiert und mit viel Freude „einarbeiteten“. 
Tiegel, Töpfe, Riesenpfannen, Düfte nach Garnelen, Curry und Ingwer, die uns das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Es wurde angeheizt, die frischen Zutaten fingen an zu brutzeln, und die Düfte fanden auch die Nasen der ersten Besucherinnen, die zeitig und erwartungsvoll ihre regennassen Mäntel in die Garderobe hängten und im Bereich der Cafeteria Platz nahmen. 

Foto vom FrauenfestUm 18.00 Uhr konnten wir die Schleusen öffnen und die freudig wartenden Frauen endlich in den Saal lassen. Sofort brummte es wie in einem Bienenstock, Begrüßungen, Umarmungen, Wiedersehen und schnell noch gucken, wo man sich zusammensetzen kann. 
Beate Ebeling begrüßte alle als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg und wies noch auf einige Besonderheiten des Abends hin, unter anderem auf die Möglichkeit, die Hände mit Hennazeichnungen verzieren zu lassen und die Unterschriftenaktion des Gleichstellungsreferats. 

In der Zwischenzeit war das Essen fertig, und die fleißigen Köchinnen warteten auf die hungrigen Genießerinnen. Die bestimmt längste Schlange Wolfsburgs stand am Internationalen Frauentag im Mehrgenerationenhaus und wurde routiniert gefüttert! An der Bar im Saal wurden die Getränke geordert, DJane Soundschwester lieferte die musikalische Untermalung. 
Nach dem Essen ist vor dem Essen: Das Kuchenbuffet folgte den internationalen Spezialitäten und fand ebenso reißenden Absatz! 

Was folgte ist das, was Frauenfeste, auf alle Fälle aber unseres, ausmacht: Die Tanzfläche wurde gestürmt, die Musik durchfloss die Körper. Sitzenbleiben? Einfach nicht mehr möglich! 
Ob zu alten, wilden Sounds aus den 70er Jahren, Ohrwürmern der letzten Jahrzehnte, orientalischer Popmusik, italienischen Fetzern von Gianna Nannini oder Adriano Celentano, afrikanischen Klängen oder neuer deutscher Musik – die Auswahl war so groß, sie passte!  Es war einfach nicht möglich, die Tanzfläche zu verlassen! Ein mitgebrachtes Tamburin unterstrich melodisch und einpeitschend Teile dieser irren Mischung. Es wurde in Gruppen getanzt, einzeln, klassisch und frei nach Gefühl. Eine Kollegin im Rollstuhl mischte sich auch wieder unter die Tanzenden und konnte nicht aufhören, sich der Musik hinzugeben und zu tanzen und zu tanzen... High Heels, Pumps und grobes Schuhwerk, Hosen, Röcke, phantasievoll Gemischtes, alles und Alle fanden zusammen. 
Verrückt: Die Edelvariante der bekannten „Mörderduschhaube“ von HP Kerkeling, die DJane Claudia ins Publikum warf. Sie glitzerte silbern auf vielen Köpfen und wurde kurz vor Mitternacht von ihrer neuen Besitzerin stolz in die Nacht getragen! 

So könnte es weitergehen. Wenn nicht am nächsten Tag die Routine anstehen würde. 
Aber 2018 sind wir wieder dabei! Und wenn Du/ wenn Sie noch nie dabei waren, dann sollte der 8. März 2018, ein Donnerstag, jetzt schon im Kalender belegt werden. Wir werden das Fest in unseren Leporellos zum Internationalen Frauentag 2018, im Portal und der örtlichen Presse bewerben. 

Was zum Schluss nicht vergessen sein soll, ist ein lieber Dank an das MGH für die gute Kooperation, besonders an Eddi Abel, der als einziger zugelassener Mann und Ansprechpartner des Frauenfestes die Veranstaltung dezent begleitet und in Notfällen unauffällig für Abhilfe gesorgt hat. 

Allen Frauen, die dabei waren und allen, die diesen Abend versäumt haben, ein herzlicher Gruß aus dem Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg 



Der internationale Frauentag stand in diesem Jahr unter dem Motto „Frauen gestalten Zukunft – Jetzt!“. Dazu hat das 8. März-Bündnis in Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnerinnen aus Wolfsburg ein vielfältiges Programm zusammengestellt. „Die Frage, wie wir künftig in Wolfsburg leben wollen, beschäftigt viele Menschen. Erste Konzepte werden dazu bereits entwickelt. Wir wollen den Frauen den Raum geben, dazu ihre speziellen Anforderungen und Ideen formulieren zu können, so dass sie überhaupt in künftige Planungen einfließen können“, so Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg. „Neben den vielen weiteren tollen Programmpunkten freue ich mich daher schon besonders auf den Workshop und bin gespannt auf die Ergebnisse“. Traditionell bot das 8. März-Bündnis rund um den Internationalen Frauentag 2017 wieder verschiedene Veranstaltungsformate an. Da durfte nicht nur getanzt und gefeiert werden, auch die kritische Auseinandersetzung mit dem tatsächlichen Fortschritt der Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern war ausdrücklich erwünscht. Das diesjährige Programm startete am Dienstag, 14. Februar, um 17 Uhr auf der Piazza in der Autostadt mit der Aktion „One Billion Rising“. Mit dem Tanz wurde weltweit ein Ende der Gewalt gegen Frauen gefordert. Frauen und Männer in Wolfsburg waren eingeladen, die Choreographie zunächst gemeinsam einzuüben und dann zu tanzen. 2016 fand die Aktion in mehr als 200 Ländern statt.


Pressemitteilung vom 15.02.2017:

Frauen gestalten Zukunft – Jetzt!

Zukunftswerkstatt rund um die Themen Wohnen, Arbeit und Mobilität

Steigende Bevölkerungszahlen, eine sich verändernde Mobilität, voranschreitende Digitalisierung – die Themen, die die tägliche Arbeit aber auch das Leben in unserer Stadt verändern, sind vielseitig. Was aber heißt das genau? Wohin entwickelt sich die Stadt und was heißt das für die dort lebenden Frauen ganz persönlich? Was ist den Frauen wichtig für eine zukunftsfähige Stadt, in der sie gerne leben und arbeiten wollen? Das Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg, die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft sowie das 8.März-Bündnis Wolfsburg möchten genau dazu Meinungen sammeln und laden am 11. März ab 9:30 Uhr zur Zukunftswerkstatt und zum Kreativworkshop.

In Zusammenarbeit mit der Moderatorin Christiane Wiede wird im Zuge des internationalen Frauentags eine sogenannte Zukunftswerkstatt angeboten. Dort soll es unter anderem um Themen wie „Wohnen, Arbeit und Mobilität“, aber auch um Gesundheit, Integration und Inklusion gehen. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen soll zusammengestellt werden, was aus Frauensicht bei zukünftigen Planungen für Wolfsburg berücksichtigt werden muss, damit gutes Leben in Wolfsburg auch künftig für alle möglich ist. Für diejenigen, die sich lieber kreativ mit dem Thema auseinandersetzen wollen, wird alternativ in einer kleinen Gruppe im Werkraum des FBZ Westhagen unter fachkundiger Anleitung von Birgit Fabian ein Kreativworkshop angeboten.

Die Ergebnisse von Zukunftswerkstatt und Kreativworkshop werden am 07. April ab 17 Uhr öffentlich an Oberbürgermeister Klaus Mohrs übergeben. Eine Anmeldung zur Zukunftswerkstatt oder zum Kreativworkshop ist ab sofort unter www.wolfsburg.de/frauen-zukunft möglich. Hier erhalten sie auch weiterführende Informationen zum Programm. Für Rückfragen steht das Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg via E-Mail (gleichstellung@stadt.wolfsburg.de) sowie telefonisch unter 05361 28-2842 bereit. Im Zuge der Anmeldung wird darum gebeten anzugeben, ob eine Teilnahme an der Zukunftswerkstatt oder dem Kreativangebot gewünscht ist. Da bei jedem der Angebote die Teilnehmerinnenanzahl begrenzt ist, entscheidet der Anmeldeeingang über die Teilnahme. Zusätzlich wird für Kinder ab 3 Jahren eine unentgeltliche Kinderbetreuung durch erfahrene Betreuerinnen angeboten. Los geht es am 11. März um 9:30 Uhr. Treffpunkt ist am Markt Westhagen Jenaer Straße 39 a.


Pressemitteilung vom 13.02.2017:

Frauenfilmreihe startet mit Doku-Drama im Delphin Palast

Im Rahmen der Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag startet am Mittwoch, den 15. Februar um 19:30 Uhr im Delphin Palast Wolfsburg die dreiteilige Frauenfilmreihe. Los geht es mit dem Doku-Drama „Lou Andreas Salomé- Homage an eine starke Frau“ von Cordula Kablitz-Post aus dem Jahr 2016.

Louise von Salomé wird 1861 in St. Petersburg geboren. Schon in jungen Jahren hat die ehrgeizige Frau den Entschluss gefasst, der Liebe zu entsagen, da sie als Ehefrau keine Chance sieht, in einer von Männern dominierten Welt gleichberechtigt behandelt zu werden. Stattdessen wendet sie ihre Energie lieber für tiefgehende Studien in verschiedenen Bereichen auf und versucht sich im Laufe ihres Lebens so unter anderem als Schriftstellerin, Philosophin und Psychoanalytikerin. Dabei kreuzt sie auch die Wege solch illustrer Persönlichkeiten wie Friedrich Nietzsche, Paul Rée, Sigmund Freud und Rainer Maria Rilke. Während ein jeder von ihnen fasziniert von der selbstbewussten Lou ist, weiß vor allem der Dichter Rilke Lous Herz doch noch zu erwärmen. Ihren Lebensabend verbringt Lou in Göttingen. Hier lässt sie im Schatten des aufkommenden Nationalsozialismus gemeinsamen mit dem jungen Ernst Pfeiffer ihr Leben Revue passieren. Das bewegte Leben der Lou Andreas-Salomé wurde von Cordula Kablitz-Post verfilmt, die mit diesem Film ihr Debüt ablegt.

Der Eintritt beträgt 5,50 €.


Das Programm (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Veranstaltungsübersicht (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)

Kinoflyer zur Frauenfilmreihe(*PDF-öffnet sich in einem neuen Fenster)


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1 Kommentare

Edda Hammermüller 08.03.2017 13:58:12

Liebe Frauen,

bei allem Respekt vor dem diesjährigen interessanten Programm: Wo ist ein Angebot, g e m e i n s a m mit den Männern gerade heute etwas auf die Beine zu stellen? Natürlich gibt es viele aggressive und subtile Formen von Gewalt in der Ehe, im Berufsleben, in der Öffentlichkeit. Unbestritten! Doch immer wieder vehement darauf zu orientieren? Was mag den vielen Männern durch den Kopf gehen, die nicht im Traum daran denken, ihren Frauen/Partnerinnen zu nahe zun treten?! Was mögen ausländische Männer denken, wenn sie mit bekommen, daß ihre deutschen Geschlechtsgenossen durchaus auch mal "hinlangen"?!

Günstigstenfalls lassen sie das "Weibervolk" gewähren. Oder sie schmunzeln über die Aktivitäten der Damen im Gefühl eigener natürlicher Sowieso- Überlegenheit. Oder sie verdrücken sich in ihre Domänen "Kneipe um die Ecke, Garage, Mansarde, Hobbykeller, Baumarkt usw." Oder sie tun so als ob...

Na klar: Es gibt auch genügend "aufgeklärte" und "Womanizer", die quasi und ehrlich mitfeiern!

Mir ging heute spontan auf dem Hollerplatz durch den Kopf:

Wie wäre es, wenn Frauen ihren Männern öffentlich für ihre Zuneigung, von mir aus auch für deren "Gewaltlosigleit" mal danken? Werden so nicht andere, bessere Gefühle und Handlungen bei Männern im Umgang mit ihren Frauen in Gang gesetzt? Könnten sich unsere ausländischen Mitbürger daran vielleicht eher ein gutes Beispiel nehmen?!

Nein, nein- Illusionen habe ich bestimmt da weniger! So schnell wird es sicher nicht gehen! Und trotzdem bewirken positve "geerdete" Beispiele und "männerfreundliche" Aktionen gerade an einem solchen Tag, daß Gutes geweckt/befördert wird, oder?

Wahr bleibt doch bei allen klugen feministischen Überlegungen, daß nur Mann und Frau Hand in Hand unschlagbar sind!!!

Das besagen jedenfalls alle meine bisherigen beruflichen und privaten Erfahrungen mit Männern. Und ich habe von den "Herren der Schöpfung" sogar viel gelernt..

Dafür danke ich allen an dieser Stelle ausdrücklich!

Herzlich

Edda Hammermüller

Stadt Wolfsburg 10.03.2017 09:34:45

Hallo Frau Hammermüller,

seit 106 Jahren wird weltweit am der Int. Frauentag nicht nur gefeiert, sondern dieser Tag auch von Frauen und Männern gemeinsam dazu genutzt, auf Ungerechtigkeiten im Verhältnis der Geschlechter hinzuweisen.

Und genauso ist auch das Wolfsburger Veranstaltungsprogramm ausgerichtet: Nicht nur das Gleichstellungsreferat, sondern viele weitere Mitglieder des Wolfsburger 8. März-Bündnisses erarbeiten unter einem jeweils wechselnden Motto ein buntes Veranstaltungsprogramm, mit dem wir alle Wolfsburgerinnen und Wolfsburg einladen möchten, sich mit dem Thema der Gleichberechtigung der Geschlechter auseinanderzusetzen. Das hat dann übrigens auch nichts mit sog. Männer- oder Frauenfreundlichkeit zu tun, sondern mit der tatsächlichen Umsetzung eines Grundrechtes, für das wir als gesamte Gesellschaft verantwortlich sind.

Einige der Veranstaltungen richten sich ausschließlich an Frauen. Damit soll vor allem die Möglichkeit geschaffen werden, untereinander zu „netzwerken“ und die eigenen Sichtweisen auszutauschen. Andere Veranstaltungen laden sowohl Frauen und Männer ein, gemeinsam über die Verwirklichung der gesellschaftlichen Aufgabe Gleichberechtigung der Geschlechter zu diskutieren und bestenfalls auch gemeinsam Wege zu finden, wie eine Umsetzung gelingen kann.

Und im Geiste der Mütter des Int. Frauentages ist es auch heute noch wichtig, den Finger in die Wunde zu legen, d.h. auch die unangenehmen, häufig immer noch tabuisierten, Themen anzusprechen. Und es geht sicherlich nicht darum, für Selbstverständlichkeiten, wie es die Gewaltfreiheit in der Partnerschaft ist, den Männern zu danken. Und warum dürfen etwa Menschen, die nicht aus Deutschland stammen, nicht mitbekommen, dass ein Thema wie partnerschaftliche Gewalt auch hierzulande leider immer noch vorkommt? Untersuchungen belegen übrigens, dass partnerschaftliche Gewalt leider immer noch ein weltweites Thema ist. Da ist es doch aus meiner Sicht eher ein gutes Vorbild für alle, dass wir diese Problematik öffentlich machen und damit ein Zeichen setzen, dass die Gewalt beendet werden muss. Ein Anliegen, das übrigens die Theatergruppe OMID, die ein selbst geschriebenes Stück eines geflüchteten Iraners aufgeführt hat, mit ihrer Aufführung am 08. März genauso deutlich machen wollte.

Insofern freue ich mich, wenn sowohl Frauen als auch Männer dieses Thema nicht als Frauengedöns abtun bzw. den Einsatz für mehr Gleichberechtigung nicht als männerfeindliche Aktionen verstanden wissen wollen, sondern Frauen und Männer nicht nur zum Int. Frauentag, sondern ganzjährig daran mitwirken, die Gleichberechtigung der Geschlechter umzusetzen.

Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg