Warmenau

Wolfsburgs kleinster Ort

Mit 497 Einwohnern ist Warmenau das kleinste Dorf im Wolfsburger Stadtgebiet.

Bäume in Warmenau1972 wurde der Ort von der Stadt Wolfsburg eingemeindet und liegt heute direkt an der A 39. Neben einem Seniorentreff ist auch ein Spielplatz vorhanden und das Dorf verfügt über zwei von den Einwohnerinnen und Einwohnern gut angenommene Dorfgemeinschaftshäuser.

Landschaftlich hat Warmenau einiges zu bieten: Die regelmäßige Brut von Weißstörchen in Warmenau kann sogar per Webcam im Internet verfolgt werden.  Das rund 100 Hektar großen Gebiet auf dem seit 2003 die Renaturierung der Aller erfolgt, leben mittlerweile viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Ortsbürgermeisterin:

Angelika Jahns

Stellvertreter:

Martin von Werne

Sprechstelle Warmenau

Adresse:

Ortsteilsprechstelle Warmenau
Am Haselborn 2
38448 Wolfsburg
Leitung: Herr Hepke

Telefon: 05361 651110
Fax: 05363 9718-17

E-Mail senden

Öffnungszeiten:

Dienstag:
14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Donnerstag:
09:00 Uhr - 11:00 Uhr

Bitte beachten Sie Hinweise zu ggf. tagesaktuellen Änderungen der Öffnungszeiten.

Folgende Verwaltungsangelegenheiten können Sie bei uns erledigen:

  • Beantragung von Personalausweisen, Reisepässen, Kinderreisepässen sowie vorläufigen Personalausweisen und vorläufigen Reisepässen
  • An- und Ummeldungen; Abmeldungen ins Ausland / von Nebenwohnungen
  • Melde-/Aufenthalts-/Lebens- und Haushaltsbescheinigungen
  • Beglaubigungen von Unterschriften und Kopien
  • Bestellungen von Standesamtsurkunden beim Standesamt Wolfsburg
  • Beantragung von Führungszeugnissen und Gewerbezentralregisterauszügen
  • Untersuchungsberechtigungsscheine für Berufsanfänger bis zum 18. Lebensjahr
  • Antragsaufnahme für Führerscheine, Internationale Führerscheine, An-, Ab- und Ummeldungen eines Gewerbes, Fischereischeine , Waffenbesitzkarten, Waffenscheine und Jagdscheine
  • An- und Abmeldungen zur Hundesteuer und Ausgabe von Ersatz-Hundemarken
  • Antragsannahme von Wohngeld- und Elterngeldanträgen
  • Ausgabe von Anträgen auf Ausstellung von Schwerbehindertenausweisen
  • Müllbehälterbestellung und Verkauf von Restmüll- und Grünabfallsäcken im Auftrag der Wolfsburger Abfallwirtschaft (WAS)
  • Kostenlose Ausgabe von „Gelben Säcken“ und Hundekotbeuteln
... und vieles mehr

Warmenau  gehört zu den kleinsten der 16  Rundlingsdörfer im Vorsfelder Werder. Er wurde um 1510 in Dokumenten der Herren von Bartensleben erstmalig erwähnt, die bis 1742 Besitzer des Vorsfelder Werders waren.  Nach dem Aussterben des Adelsgeschlechts fielen die Werderdörfer an den Herzog von Braunschweig, der sie  dem Amt Vorsfelde zuordnete. Archäologische Spuren weisen auf eine noch ältere Besiedlung. Auf einem Acker fand man Urnengräber, die  auf eine Besiedlung  von 500 v. Chr. deuten.

Eine Dorfbeschreibung von 1759 erläutert, dass der Ort  u.a. aus 12 Bauernhöfen bestand,  es gab weder eine Kirche, eine Mühle, noch ein Gasthaus. Die Böden waren sandig und karg, die Bauern lebten mehr oder weniger von der Viehzucht und von Roggen- und Buchweizenanbau.

Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich bedingt durch die landwirtschaftlichen Reformen das Leben der Einwohner.  Sie fanden Arbeit  in der Zuckerfabrik in Fallersleben oder zogen nach Ehmen in das Kalibergwerk.  Kolonialläden, ein kleines Kaufhaus und ein Schumacher öffneten ihre Geschäfte und  ließen die Einwohnerzahl auf 200 (1860er Jahre) steigen. 

Erst in den 1960er Jahren änderte sich das Bild des Ortes; viele Landwirte gaben die Viehwirtschaft auf, die Dorfbewohner fanden Arbeit im Volkswagenwerk.  Auch die Molkerei, die 1892 errichtet wurde, schloss ihre Pforten. 1972 wurde Warmenau, Landkreis Helmstedt, von Wolfsburg eingemeindet.  9 Jahre später wies die Stadt die ersten beiden Baugebiete zu. Bis heute hat der Ort, an dem zwei große Speditionen ansässig sind,  seinen dörflichen Charakter bewahrt.

Quelle: Dr. Karin Luys, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS)


Das Wappen von WarmenauDas Wappen versucht den Ortsnamen bildhaft zu deuten, und zwar als "warme Aue", in der Form einer grafisch abstrahiert wiedergegebenen, von der Sonne beschienenen grünen Aue.
Neben dieser Deutung gibt es zwar noch weitere - abschließend ist die Ortsnamenherleitung Warmenaus noch nicht wissenschaftlich erklärt denn der Ortsname könnte auch eine wendische Wurzel besitzen oder aber auf einen Bachlauf zurückgehen, der früher diesen Namen trug.

Die "redende" Wiedergabe des Ortsnamens liegt jedoch in der Tradition der heraldischen Blütezeit, die ganz unbefangen bei der heraldischen Umsetzung von Ortsnamen nicht nach philologischen Ableitungen verfuhr, sondern sie auf volksetymologische Weise "redend" wiedergab, wofür es in der engeren Heimat weitere bekannte Beispiele gibt, so den "scheinenden" Schöninger Stem, das Schöppenstedter "Schiff" oder das Vorsfelder "Vor" (s. dort).

So entschied sich auch der Ortsrat Brackstedt / Velstove / Warmenau am 10. Februar 1978 einstimmig für den Entwurf mit der "warmen Aue" gegenüber einem anderen, der auf ein Urnenfeld aus der vorrömischen Eisenzeit Bezug nahm.

Heraldische Beschreibung: Silber (Weiß) mit grünen Kleeblättem besät unter einer aus dem Schildhaupt strahlenden roten Sonne.

Quelle
Arnold Rabbow: "Wolfsburger Wappenbuch"

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