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Berliner Brücke

Einschränkungen für den Verkehr gelten für die restliche Lebensdauer der Brücke
Berliner Brücke
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Ab Mitte Oktober 2022 wird die Berliner Brücke nur noch auf zwei der drei Fahrspuren je Richtung befahrbar sein. Aufgrund der neuen Berechnungen der Tragfähigkeit ist dieser Schritt leider unvermeidbar. Zudem dürfen Fahrzeuge, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen, die Brücke nicht mehr befahren. Ausnahmen gelten für Rettungsfahrzeuge und Linienbusse. Die Bereiche werden entsprechend beschildert. Des Weiteren erfolgt eine Markierung der Fahrbahn sowie eine Installation einer Schutzwand.

Die Regelung wird für die restliche Lebensdauer der Brücke gelten, die mit etwa zehn Jahren eingeschätzt wird. Die Stadt wird diese Zeit effektiv nutzen, um die Erneuerung der Berliner Brücke in diesem Zeitfenster vorzubereiten.

Häufig gestellte Fragen

  • Welche Schwierigkeiten gibt es überhaupt bei der Berliner Brücke?

    Die Berliner Brücke stammt aus einer Zeit, als viele Bauwerke mit Spannbeton und wenig Verstärkung der Betonbauteilen entstanden sind. Es gab damals auch keine Langzeiterfahrungen mit diesen Bauwerken. Mittlerweile ist die Berliner Brücke fast 70 Jahre alt. Heute weiß man: Spannbeton ist über seine Lebenszeit starken Veränderungen ausgesetzt. Aus diesem Grund hat die Bundesverwaltung sogenannte „Nachrechnungsrichtlinien“ für diese sensiblen Bauwerke eingeführt, um die Belastbarkeit bestimmen zu können. Dabei kam heraus: die Berliner Brücke muss für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt werden. Außerdem müssen aktuell die Fahrstreifen zumindest teilweise reduziert werden und zwar dann auf zwei Fahrstreifen je Richtung.

  • Wie sicher ist die Berliner Brücke?

    Die Brücke ist auch unter den geschilderten Rahmenbedingungen sicher. Selbst wenn man auf der Brücke etwa im Stau mit dem Fahrzeug zum Stehen kommt, besteht keine Gefahr. Unsere Experten prüfen den Zustand des Bauwerks selbstverständlich weiterhin fortlaufend. 

  • Seit wann ist das Problem bekannt und was wurde bisher getan?

    Im Juli 2021 gab es zum Thema „Berliner Brücke“ einen Ratsbeschluss, die Grundlagen für einen Ersatzneubau zu erarbeiten. Seitdem wurden unterschiedliche Möglichkeiten dafür geprüft.

  • Welche Alternativen gibt es und existiert bereits ein Zeitplan?

    Zu den unterschiedlichen Möglichkeiten zählen ein Neubau der Brücke oder auch ein Tunnel. Was die beste Alternative ist, wird aktuell geplant und eine Entscheidung darüber steht noch aus. Ein genauer Zeitplan kann also verlässlich auch erst nach dieser Entscheidung festgelegt werden. 

  • Welchen Einfluss haben die aktuellen Maßnahmen auf die Verkehrsführung?

    Ab Oktober werden die Fahrspuren je Richtung von drei auf zwei reduziert. Gesperrt werden jeweils die beiden äußeren Fahrspuren. Auf- und Abfahrten sind nicht betroffen.

  • Was bedeuten die Maßnahmen für den Rettungs- und Busverkehr?

    Für Rettungsfahrzeuge, etwa der Feuerwehr, und Linienbusse gibt es Ausnahmen. Sie dürfen die Berliner Brücke weiterhin überqueren. Für alle anderen Fahrzeuge über 7,5 Tonnen ist die Brücke gesperrt

  • Aktuelle Meldungen

  • Montag, 19.09.2022
    Nur noch zwei Spuren befahrbar

    Weitere Einschränkungen ab Mitte Oktober unvermeidbar

    Neue Berechnungen zur Tragfähigkeit der Berliner Brücke haben ergeben, dass nur noch zwei der drei Spuren je Richtung befahrbar sein dürfen. Außerdem dürfen Fahrzeuge, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen, das Bauwerk nicht mehr benutzen. Eine Ausnahme bilden die Einsatzfahrzeuge der Polizei und Feuerwehr sowie der Linienbusverkehr. Die Regelungen gelten für die restliche Lebensdauer der Brücke. Die Stadt wird den Bereich entsprechend beschildern, die Fahrbahn markieren und eine Schutzwand installieren. Das erfolgt parallel zur Fahrbahnsanierung des St. Annen Knoten in den Herbstferien.

    Zur nächsten anstehenden Hauptprüfung im Herbst sollen Teile der Beschichtung unterhalb der Brücke zur Klärung der Risssituation entfernt werden. Durch das Vorgehen soll die Lebensdauer der Berliner Brücke ausgenutzt werden. Es gibt in Wolfsburg mehr als 100 Brückenbauwerke, die in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Bei der Überprüfung der Berliner Brücke hatten sich in den vergangenen Jahren rechnerische Defizite bei der Tragfähigkeit ergeben. Daraufhin wurden erste Schritte zur Verlängerung der Restlebenszeit eingeleitet. Dazu wurden ein Überholverbot für Lastkraftwagen sowie ein Mindestabstand für diese Fahrzeuge von 50 Meter verkehrsbehördlich angeordnet.

    Die Auswirkungen werden seitens der Stadt Wolfsburg gering eingeschätzt, weil die Brücke vom LKW-Verkehr weniger genutzt wird. Da eine dauerhafte Wiederherstellung der Tragfähigkeit der Brücke mit vertretbaren Aufwand wirtschaftlich nicht möglich ist, ist eine bauliche und verkehrliche Gesamtlösung für die Querung des Mittellandkanals und der Hauptstrecke Hannover/Berlin der Deutschen Bahn bereits in Planung.

    Aufgrund von Untersuchungen und der ergriffenen Einschränkungen geht die Stadt weiterhin davon aus, dass die Berliner Brücke noch eine Restlebenserwartung von knapp zehn Jahren haben wird. Die Stadt wird diese Zeit effektiv nutzen, um die Erneuerung der Berliner Brücke in diesem Zeitfenster vorzubereiten. Hierbei werden insbesondere auch Lösungsmöglichkeiten für die gesamtstädtischen Verkehre erarbeitet. Die Anbindung der Nordstadt und an das VW-Werk sind hierbei von besonderer Bedeutung.

    Als Grundlage für das Projekt wurde dem Rat der Stadt Wolfsburg bereits im vergangenen Jahr Planungsgrundlagen für den Ersatzneubau der Berliner Brücke vorgelegt. Unterschiedliche Untersuchungen sind bereits beauftragt. „Wir wollen die Lebensdauer der Berliner Brücke solange wie möglich hinauszögern, um genügend Zeit und Vorlauf bei den Planungen für einen Neubau für diese wichtige Verkehrsverbindung in Wolfsburg zu erhalten. Von daher lassen sich die Einschränkungen nicht vermeiden“, bekräftigt Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide.

  • Kontakt

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    Stadt Wolfsburg
    Geschäftsbereich Straßenbau und Projektkoordination
    Porschestraße 49
    38440 Wolfsburg

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