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Wissenswertes aus den Wolfsburger Museen

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M2K

… so heißt unser neues städtisches Institut, das sich aus den Städtischen Museen, dem Kulturwerk und den Kreativwerkstätten zusammensetzt. 



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In dieser Bearbeitungsphase bitten wir um Verständnis, wenn einige Internetseiten nicht korrekt dargestellt werden.



Pressemitteilung vom 01.10.2019

Herzogin Anna Amalia

Regentin, Dilettantin, Mäzenin und Goethe-Freundin

Zu einem Vortrag anlässlich des 280. Geburtstages von Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach lädt das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 24. Oktober, um 19 Uhr, im Kaminzimmer im Schloss Fallersleben bei freiem Eintritt statt. In der zweiten Jahreshälfte 2019 gilt es, zwei runden Geburtstagen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Vor 280 Jahren, am 24. Oktober 1739, wurde Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach als Wolfenbütteler Prinzessin im Schloss Wolfenbüttel geboren. Und vor 270 Jahren, am 28. August 1749,  erblickte Johann Wolfgang von Goethe in Frankfurt am Main das Licht Welt. Grund genug für Dr. Gabriele Henkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Hoffmann-Museums, diese beiden Persönlichkeiten in ihrem Jubiläumsjahr mit einem Vortrag zu würdigen. Denn Goethe und Anna Amalia verbindet weit mehr als dieses Geburtstagsjubiläum.

Der Vortrag wird die Regentin, Dilettantin und Mäzenin Anna Amalia in den Mittelpunkt stellen und die besondere Beziehung der Goethe-Freundin zu "ihrem" Dichter beleuchten. Dabei wird es auch um neuere Forschungsergebnisse und daraus resultierende neue Bewertungen des Verhältnisses zwischen der Herzogin und Goethe gehen.


Pressemitteilung vom 16.09.2019

Vielfalt in den städtischen Museum

Ausstellungen und Veranstaltungen im Oktober


Stadtmuseum Schloss Wolfsburg im M2K

Schloßstraße 8/Remisen
Tel.: 05361–28 1040
E-Mail: stadtmuseum@stadt.wolfsburg.de
Internet: www.wolfsburg.de/stadtmuseum
Öffnungszeiten: Di-Fr: 10-17 Uhr, Sa: 13-18 Uhr, So: 11-18 Uhr
EINTRITT FREI!


Mechanische Tierwelt - Eine Fotosafari

- SONDERAUSSTELLUNG -

Bis Sonntag, 13. Oktober

Die Berliner Sammler und Kuratoren Sebastian Köpcke und Volker Weinhold haben eine einmalige Kollektion historischer Blechtiere von internationalen Herstellern aus der Zeit von 1900 bis 1970 zusammengetragen. Viele der Tierfiguren versetzen sie in aufwändig inszenierten Fotografien in ihr scheinbar natürliches Umfeld. Es ist die erste Ausstellung, die sich auf diese Art mit klassischem Blechspielzeug beschäftigt. Zudem werden die Blechtiere ratternd, klackernd, springend und watschelnd zum Leben erweckt. Über 160 der bedruckten Spielzeuge sowie 30 farbenfrohe Großfotos und ein Film mit originellen Bewegungsstudien erwarten kleine und große Besucherinnen und Besucher im Stadtmuseum. Natürlich haben sich unter die Blechtiere auch einige seltene Wolfsburger Blechkäfer mit vier Rädern gemischt! Freier Eintritt.


Abschied von den Blechtieren

- BEGLEITPROGRAMM -

Sonntag, 13. Oktober, 15 Uhr

Führung durch die "mechanische Tierwelt" am letzten Ausstellungstag mit  Dr. Arne Steinert und den Blechtier-Sammlern und Fotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold aus Berlin. Auch mit dabei: das Info-Mobil der Jägerschaft Wolfsburg!
 

Große Bandbreite der Sammlung

- STADT- UND SCHLOSSGESCHICHTE -

Dienstag 1. Oktober, 18.30 Uhr

An (fast) jedem ersten Dienstag im Monat stellen Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm und Sammlungskurator Dr. Arne Steinert ein besonders originelles oder aussagekräftiges Museumsstück aus der weit über 10.000 Objekte umfassenden Sammlung des Stadtmuseums vor. Vier Wochen wird es dann im Foyer gezeigt. Freier Eintritt.


Das dreidimensionale Gedächtnis der Stadt - Depot-Führung im Stadtmuseum - Ein Programm im Rahmen der Wolfsburger-Erlebniswelten vom 26. bis 27. Oktober 2019

Sonntag, 27. Oktober, 11 und 14 Uhr

 Auf einer Entdeckungstour mit Sammlungskurator Dr. Arne Steinert durch das Depot des Stadtmuseums ist so manches kuriose Museumsstück zu entdecken. Auf diesem Rundgang bekommen die Besucherinnen und Besucher auch Einblicke in die Techniken der Lagerung und Inventarisierung.

Tickets für das Gesamtprogramm der Wolfsbuger Erlebniswelten vom 26. bis 27. Oktober: 10 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei
Anmeldung: www.wolfsburger-erlebniswelten-ticket.de oder direkt in der Tourist-Information Wolfsburg (im Wolfsburger Hauptbahnhof), Willy-Brandt-Platz 3, 38440 Wolfsburg


Museumsdisco

Sonntag, 27. Oktober, 15.30 Uhr

Nach dem großen Erfolg während der Ausstellung "Soundtrack WOB" verwandelt DJ Matteo (Matthias Klingebiel) das Stadtmuseum erneut in eine Disco! Aufgelegt werden die Sounds der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre – wie einst im alten Gewerkschaftshaus, in der Stadthalle oder im Kulturzentrum. Freier Eintritt.


KINDERPROGRAMM

Herbstferienspiele – Reihenspiele und Bildergeschichten - Ferienprogramm für Kinder ab 6 Jahren

Dienstag, 8. Oktober, bis Freitag, 11. Oktober, jeweils 10.00 bis 14.30 Uhr

Treffpunkt: Kunstmuseum Schloss Wolfsburg (8. Oktober) | Bürgerwerkstatt am Schloss Wolfsburg (alle anderen Tage)

Bei dieser Aktion heißt es, jeden Tag ein anderes Museum kennenlernen, jeden Tag etwas Neues entdecken und ausprobieren. Dieses Programm wird ein ganz besonderes Abenteuer mit Kunst und Geschichte in den  Ausstellungen "Memory is the weapon" im Kunstmuseum Wolfsburg, "Mechnische Tierwelt" im Stadtmuseum und "Punti di vista" in der Städtischen Galerie am Schloss Wolfsburg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie Spielzeug und Alltagsgegenstände zu Kunstwerken und diese wiederum in Alltagssituationen integriert werden. Spielfiguren im Miniaturformat werden mittels Alltäglichem wie Zuckerwürfel effektvoll in Szene gesetzt und erscheinen in Fotografien plötzlich ganz groß. Ausprobiert wird auch, wie wir uns selbst in Bildern inszenieren und damit unterschiedliche Persepktiven auf uns ermöglichen.

Beim Abschlussfest in der Bürgerwerkstatt werden die Ergebnisse vorgestellt und Gäste sind herzlich willkommen! Teilnahme: Frei, Anmeldungen: Telefon: 05361-266920 (Gudrun Kolleck, Kunstmuseum), E-Mail: gudrun.kolleck@kunstmuseum-wolfsburg.de


Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K

Schloss Fallersleben
Schlossplatz 6, 38442 Wolfsburg
Tel.: 05362 – 52623
E-Mail: Hoffmann-Museum@stadt.wolfsburg.de
Internet: www.wolfsburg.de/hoffmann-museum
Öffnungszeiten: Di-Fr: 10-17 Uhr, Sa: 13-17 Uhr, So: 11-17 Uhr
EINTRITT FREI!

Regentin, Dilettantin, Mäzenin - und "Goethe-Freundin" Vortrag anlässlich des 280. Geburtstages von Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 19 Uhr, Kaminzimmer Schloss Fallersleben

In der zweiten Jahreshälfte 2019 gilt es, zwei "runden" Geburtstagen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Vor 280 Jahren, am 24. Oktober 1739, wurde Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach als Wolfenbütteler Prinzessin im Schloss Wolfenbüttel geboren. Und vor 270 Jahren, am 28. August 1749,  erblickte Johann Wolfgang von Goethe in Frankfurt am Main das Licht Welt. Grund genug für Dr. Gabriele Henkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Hoffmann-Museums, diese beiden Persönlichkeiten in ihrem Jubiläumsjahr mit einem Vortrag zu würdigen. Denn Goethe und Anna Amalia verbindet weit mehr als dieses Geburtstagsjubiläum. Der Vortrag wird die Regentin, Dilettantin und Mäzenin Anna Amalia in den Mittelpunkt stellen und die besondere Beziehung der Goethe-Freundin zu "ihrem" Dichter beleuchten. Dabei wird es auch um neuere Forschungsergebnisse und daraus resultierende neue Bewertungen des Verhältnisses zwischen der Herzogin und Goethe gehen. Freier Eintritt.


Pressemitteilung vom 09.09.2019

Glühwürmchen-Alarm und Taschenlampen-Wanderung

Premiere der neusten Abenteuer von Schimmerie Harztropf 

Wer Abenteuer mag, ist an diesem Freitagabend, 13. September, im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K ganz richtig. Um 19.30 Uhr gehen hier die Lichter aus und dafür die Taschenlampen an. Kinder im Grundschulalter und erwachsene Begleiter sind dann bereit, sich zu beinahe nachtdunkler Stunde auf eine Wanderung durch das Schloss Fallersleben zu begeben. Der Weg führt sie unter anderem durch die Ausstellung "ALLER Lese-Sommer" - vorbei am ALLER-See-Strand, einer Terrasse sowie einer kleinen Eisdiele. Beim Durchqueren dieser Orte gilt es, prüfende Aufgaben zu lösen und von abenteuerreifen Kindheitserinnerungen Hoffmanns von Fallersleben auf dem nahen Kirchfriedhof zu erfahren.

Ziel der "Reise" ist es, Schimmerie Harztropf, den Star der Wolfsburger Kinderbuchszene, zu finden. Die quirlige kleine Waldfee mit Zauberkräften ist eigentlich im Hasselbachtal zu Hause und absolut abenteuererlustig. Sie ist immer nur nachts unterwegs mit ihrem Herzensfreund, dem magischen Feenwolf Luminus, denn sobald der Tag anbricht, fallen Waldfeen in einen tiefen Zauberschlummer. So wundert es kaum, dass Schimmerie davon träumt, nur einmal das Sonnenlicht sehen zu können. Und das klappt fast, denn im ersten Band "Schimmerie Harztropf und das Sternenmeer" der gedruckten Erfolgsserie aus der Feder von Nicole Schaa reißt plötzlich der Nachthimmel auf und alles scheint Kopf zu stehen. Im zweiten Band gerät die Heldin in das tief unter der Erde befindliche "Reich der Faseltaki". Der Rückweg ins Hasselbachtal ist versperrt. In dieser ausweglosen Situation trifft Schimmerie liebenswürdige und helfende Wesen. Rettung wird möglich durch den Zusammenhalt der alten und neuen Freunde – auch für gefangene Glühwürmchen, die die Unterwelt erhellen müssen.

Glühwürmchen sind es auch, die an diesem Freitagabend das Hoffmann-Museum erleuchten und zur Lichtquelle für Schimmerie Harztropf werden. Denn die zauberhafte Bewohnerin des nächtlichen Hasselbachtals fliegt heute über ihre gewohnte Umgebung hinaus bis nach Fallersleben. Begleitet wird sie von einer Erwachsenen, ihrer Erfinderin und Buchautorin Nicole Schaa. Und so erwartet die Taschenlampen-Wanderer durch das Schloss Fallersleben nach erfolgreich erklommenen Höhenunterschieden zwischen Gewölbekeller und Ausstellungsräumen im Obergeschoss eine besondere Belohnung: Die Premiere der brandneuen, magischen Jahreszeitengeschichte "Schimmerie Harztropf und der Herbstmond", vorgelesen von Nicole Schaa mit Schimmerie Harztropf auf der museumseigenen Waldwiese.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, bitte eigene Kuschel- oder Sitzkissen mitbringen. Anmeldungen unter Telefon: 05362 52623 oder per E-Mail: hoffmann-museum@stadt.wolfsburg.de


Pressemitteilung vom 20.08.2019

Mitten im ALLER Lese-Sommer

Ausstellungsperformance mit Poetry-Slammer und Singer-Songwriterin

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum freut sich auf einen besonderen Abend: Am Samstag, 24. August, um 19.30 Uhr begrüßt das Museumsteam die Singer-Songwriterin Maren Schaefer und den Poetry-Slammer Jan-Niklas Schildwächter. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Hoffmann von Fallersleben war ein Liedermacher, der mit seinen Songtexten zu einem der bekanntesten Popstars seiner Zeit, insbesondere des Vormärz wurde. Seine Texte berührten und provozierten, beschrieben ironisch die politischen Verhältnisse und das angepasste, das spießige Verhalten vieler Mitbürger. Der Dichter Hoffmann wollte die Menschen zum Nachdenken anregen und sie zu Veränderungen ermutigen. Dabei "diente" ihm die Schreibfeder als "Waffe": Worte, Ausdruck und Satzbau sowie die "passende" Melodie, gecovert von populären Volksliedern oder von Profis wie Franz Liszt, Johannes Brahms oder Felix Mendelssohn-Bartholdy komponiert, bildeten das perfekte Medium, um Herz und Kopf des Publikums zu erreichen.

Das Spiel mit der Sprache, ihr gekonnter und zugleich unterhaltsamer Einsatz sind genau das, warum in unserer Zeit das Songwriting und der Poetry-Slam so erfolgreich sind: Eigene Gedanken zu den Themen des Lebens, ob politisch, sozial, die Liebe oder den Alltag betreffend, in unterschiedlichen Stilen "aufs Papier bringen" und öffentlich teilen. Wichtig ist auch der Unterhaltungswert – die Performance muss stimmen, um Botschaften zu vermitteln. Das war bei Hoffmann genauso: Seine Lyrik- und Liedersammlungen wurden im 19. Jahrhundert vielfach publiziert, gekauft und gelesen. Zugleich war der Mann aus Fallersleben ein guter Performer, der mit seiner sonoren Stimme und coolen Vortragsweise ankam. Beim Publikum kommen gut 200 Jahre nach Hoffmann zwei weitere Sprach-Künstler aus Wolfsburg und der Region an: Die 23-jährige Maren Schaefer spielt seit ihrem achten Lebensjahr Gitarre. Wie Hoffmann wusste auch sie schon als Jugendliche, dass sie schreiben "muss" – Geschichten und Lieder. Bei Live-Auftritten mit dem Ensemble "Clover" der Musikschule der Stadt Wolfsburg oder solo spürt sie die Wirkung der Musik, des gemeinsamen Musizierens und ihrer selbst geschriebenen Texte. Diese und Cover-Songs präsentiert die Musikerin an diesem Samstag im Hoffmann-Museum und hier in der Ausstellung "ALLER Lese-Sommer". Die angehende Historikerin freut sich zudem auf Anknüpfungspunkte zu ihrem Studium in den Museums-Ausstellungen, die vielleicht wiederum Inspiration für neue Songs sein können.

Jan-Niklas Schildwächter ist gebürtiger Wolfsburger und wie der Germanist Hoffmann auch beruflich den Worten verpflichtet als Mitarbeiter des Referats Kommunikation der Stadt Wolfsburg. Zum Poetry-Slam kam der Medienmanager während seines Studiums. In einem studentischen Radioprojekt lernte er zunächst viel über den Umgang mit der eigenen Stimme und den pointierten Einsatz der gesprochenen Sprache. Durch ein Interview mit einem Poetry-Slammer wurde er inspiriert, selbst vor das Publikum zu treten und eigene Texte im Wettstreit mit anderen Bühnenpoeten zu performen. Fünf bis sechs Mal im Jahr kämpft Jan-Niklas Schildwächter um maximale Punkte, dabei steht der Spaß am Texten und Vortragen für ihn im Vordergrund. Auch ist er gern dabei, wenn andere ihre Show von rund fünf Minuten mit Worten, Gesten und Mimik präsentieren. Im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum zeigt der Wolfsburger Poetry-Slammer an diesem Samstag sein Können und zugleich, wie ähnlich seine thematischen Interessen der Hoffmann‘schen Lyrik sind, wenn es um Alltägliches, den Tourismus"wahn", Biergärten oder das Ungereimte im Bildungswesen geht.


Pressemitteilung vom 22.07.2019

Familienspaß im WOB-Zoo

Tierischer Kreativnachmittag im Stadtmuseum 
Tierischer Kreativnachmittag im Stadtmuseum Wolfsburg. Ein "WOB-Zoo im Museum" für heimische und exotische Tiere entsteht am Sonntag, 28. Juli, um 15 Uhr unter Anleitung von Sofie Marx und Elke Schulz vom Team des Stadtmuseums, Schloss Wolfsburg. Mitmachen können alle ab 4 Jahren, der Eintritt ist frei.

Im Stadtmuseum ist bis Mitte Oktober eine besondere Welt der Tiere zu erleben: Mechanisches Blechspielzeug im tierischen Gewand und dazu spezifisch Wolfsburgische Käfer sind hier ausgestellt. Die Lust am Spielen mit den Tieren ist groß bei den Besucherinnen und Besuchern. Einzig, das ist fast unmöglich in einer Ausstellung. Und so lassen sich die Museumsmitarbeiterinnen, die Kinder, Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel sowie alle anderen von der tierischen Vielfalt der "Mechanischen Tierwelt" inspirieren und erschaffen gemeinsam aus unterschiedlichen Materialien und mittels verschiedener Techniken ihren eigenen Wolfsburger Tierpark. In diesem können "echte" Elefanten, Löwen, Pinguine, Giraffen, Krokodile, Affen, aber auch bunte Fantasie-Wesen im Miniaturformat bestaunt, mit diesen gespielt und einzelne Exemplare sogar mit nach Hause genommen werden.


Pressemitteilung vom 02.07.2019

Mathe-Helfer ohne Macke

Stadtmuseum präsentiert Taschenrechner

Zur Sammlung des Stadtmuseums zählen auch Objekte, die am Beginn der heute allgegenwärtigen Digitalisierung stehen, so etwa der Schul-Taschenrechner TI-57 II der Firma Texas Instruments aus den frühen 1980er Jahren. Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm und Sammlungskurator Dr. Arne Steinert holten ihn jetzt aus dem Depot ans Licht und präsentierten ihn mit seiner Geschichte zunächst auf einer Veranstaltung am 2. Juli. In den Monaten Juli und August – passenderweise also in den Sommerferien – bleibt er unter dem Motto „Bandbreite“ in einer Vitrine im Museumsfoyer zu sehen.
Das Gerät wurde von Christian Sochacki als Schüler am Wolfsburger Albert-Schweitzer-Gymnasium benutzt. Der Heiligendorfer erinnert sich, dass der Funktionsumfang dieses programmierbaren wissenschaftlich-technischen Rechners für seinen Mathematik-Grundkurs eigentlich viel zu groß war. Doch der vorher verwendete Schul-Taschenrechner TI-30 habe „eine Macke in der Tastatur“ gehabt: Oft sei es zu unbeabsichtigten wiederholten Eingaben gekommen, also z.B. „222“ statt „2“. Texas Instruments habe die Rechner dann zurückgenommen und den Preis beim Kauf eines neuen TI-Rechners angerechnet.

Mit dem Preisverfall der Taschenrechner seit den frühen 1970er Jahren war auch ihr Gebrauch im Schulunterricht schrittweise erlaubt worden. Der TI-30 war das am weitesten verbreitete der empfohlenen Modelle. Er hatte noch ein eher klobiges Design, wurde von einer 9-Volt-Batterie versorgt und verfügte über eine Anzeige aus roten Mini-LEDs mit Lupenelementen. Dagegen kam das Museumsstück TI-57 II mit seinem flachen Gehäuse, der Stromversorgung durch zwei Knopfzellen und einem energiesparenden Flüssigkristall-Display viel moderner daher. Interessierte Mitschüler von Christian Sochacki haben sich am Albert-Schweitzer-Gymnasium in einer Computer-AG auch mit den Programmierfunktionen beschäftigt.

Der Taschenrechner war das erste Gerät, das breite Bevölkerungskreise mit der Mikroelektronik in Berührung brachte. Sein Erfinder ist der us-amerikanische Physiker Jack Kilby: 1967 fand er im Taschenrechner-Prototyp eine praktische Anwendung für den von ihm zuvor entwickelten Integrierten Schaltkreis. Diese Verbindung von Transistoren, Widerständen und Kondensatoren war die Vorstufe des Mikrochips, also jener Funktionseinheit, ohne die PCs, Smartphones, das Internet und viele von uns selbstverständlich genutzte Dinge wie Autos, Flugzeuge oder Fernsehgeräte in ihrer heutigen Form nicht existieren würden.


Pressemitteilung vom 24.06.2019

Städtische Galerie Wolfsburg zeigt Nik Nowak

Zweite Fassung der Ausstellungsreihe - Mensch Macht Maschine

Die zweite Fassung der Ausstellungsreihe "Mensch Macht Maschine" von Nik Nowak: DELETHE wird vom 25. Juni bis 27. Oktober in der Städtischen Galerie, Schloss Wolfsburg gezeigt. Ausstellungseröffnung ist am Dienstag, 25. Juni, um 18 Uhr.

Das Langzeitprojekt DELETHE wurde 2012 als Projekt des Künstlers Nik Nowak, des Rechtsanwalts Philipp Brandt und des Kurators Peter Lang (✝) gegründet. 2014 kamen die Kommunikationsdesigner VERBALVISUAL als Kollaborateure hinzu. DELETHE befasst sich mit der Frage nach dem Umgang und der Löschung von Daten nach dem Tod.

Das Projekt ist Forum, Selbstversuch und Service zugleich und möchte den aktuellen Stand der Rechtslage mit der praktischen Umsetzbarkeit von Löschung persönlicher Daten nach dem Tod abgleichen. Mit dem Tod eines Menschen ergeben sich persönliche und rechtliche Fragen zum Umgang mit den Daten in der virtuellen Realität. Profile in den sozialen Netzwerken, Avatare, Accounts bestehen weiter. Wem gehören die Daten nach dem Ableben, gibt es einen Rechtsanspruch auf Löschung und was bedeutet der Kontrollverlust über die Daten? Gibt es ein Recht auf das Vergessenwerden?

In der begehbaren Installation DELETHE spielen künstlerische Reflektionen zum Wandel unserer Zeit sowie das Verhältnis konkreter zu virtueller Realität in Bezug auf die Speicherung und Löschung von Daten, Vergessen und Archivieren eine Rolle.

Nik Nowak ist Künstler, Musiker und Kurator. Seine medienübergreifende künstlerische Arbeit befasst sich häufig mit der Wirkung von Sound, so wie mit der Rolle von Soundsystemen als kulturelle Transmitter oder akustische Waffen. Soundobjekte wie "Mobile Booster", "Panzer" und die "Echodrohnen" verschafften ihm weltweite Aufmerksamkeit. Neben seiner Ausstellungstätigkeit geht er dem Phänomen der mobilen Soundsysteme seit Jahren auch wissenschaftlich nach und hält Vorträge zu diesem Thema. Außerdem tritt er regelmäßig mit Live- und DJ-Sets alleine oder mit seiner Band Schockglatze als Musiker auf.

Nowak studierte von 2002 bis 20007 Kunst an der Universität der Künste, Berlin, war Meisterschüler von Prof. Lothar Baumgarten und besuchte 2007 die Bildhauerklasse von Xiang Jing an der Shanghai Normal University. 2007 wurde ihm das Georg-Meistermann-Stipendium verliehen. 2014 kuratierte er in Zusammenarbeit mit dem Museum Marta die internationale Ausstellung "BOOSTER Kunst Sound Maschine" und wurde mit dem Gasag Kunstpreis ausgezeichnet, der herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik ehrt.


Pressemitteilung vom 18.06.2019

Sommerzeit in den Städtischen Museen

Ausstellungen und Veranstaltungen Juli 2019

Stadtmuseum

Mechanische Tierwelt - Eine Fotosafari

- Sonderausstellung -

Freitag, 28. Juni bis Sonntag, 13. Oktober

Die Berliner Sammler und Kuratoren Sebastian Köpcke und Volker Weinhold haben eine einmalige Kollektion historischer Blechtiere von internationalen Herstellern aus der Zeit von 1900 bis 1970 zusammengetragen. Viele der Tierfiguren versetzen sie in aufwändig inszenierten Fotografien in ihr scheinbar natürliches Umfeld. Es ist die erste Ausstellung, die sich auf diese Art mit klassischem Blechspielzeug beschäftigt. Zudem werden die Blechtiere ratternd, klackernd, springend und watschelnd zum Leben erweckt. Über 160 der bedruckten Spielzeuge sowie 30 farbenfrohe Großfotos und ein Film mit originellen Bewegungsstudien erwarten kleine und große Besucherinnen und Besucher im Stadtmuseum. Natürlich haben sich unter die Blechtiere auch einige seltene Wolfsburger Blechkäfer mit vier Rädern gemischt  

Große Bandbreite der Sammlung

Dienstag, 2. Juli, 18.30 Uhr

Auch an diesem ersten Dienstag im Monat stellen Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm und Sammlungskurator Dr. Arne Steinert ein besonders originelles oder aussagekräftiges Museumsstück aus der weit über 10.000 Objekte umfassenden Sammlung des Stadtmuseums vor. Vier Wochen wird es dann im Foyer gezeigt.

 

Ein Familiennachmittag im WOB-Zoo

Sonntag, 28. Juli, 15.00 Uhr bis 18 Uhr

Hamburg hat "Hagenbeck" und Wolfsburg bekommt den WOB-Zoo: An diesem Familiennachmittag lassen sich Kinder ab 4 Jahren, Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel sowie alle anderen Besucherinnen und Besucher von der tierischen Vielfalt in der Sonderausstellung "Mechanische Tierwelt" inspirieren und erschaffen gemeinsam mit den Museumsmitarbeiterinnen Sofie Marx und Elke Schulz aus unterschiedlichen Materialien einen Tierpark. In diesem können "echte" Elefanten, Löwen, Pinguine, Giraffen, Krokodile, Affen, aber auch bunte Fantasie-Wesen im Miniaturformat bestaunt werden.

Hoffmann-von-Fallersleben-Museum

 
Museumsveranstaltungen:

Es war einmal ein Sommermärchen und andere Geschichten

Sonntag, 7. Juli, 15 Uhr

Ein kreativer Ausstellungsrundgang für Kinder und Familien mit Christina Dykan Andrés.

Freier Eintritt.

Bitte umblättern! Bücher auf die Bühne gebracht

Ferienprogramm für Kinder ab 6 Jahren

Dienstag, 30. Juli, bis Mittwoch, 31. Juli, 10 bis 14.30 Uhr

Bücher – ob in Papier- oder digitaler Form – erzählen in Worten Geschichten und lösen bei den Lesenden ein Kopfkino aus. Dieses wird bei diesem Ferienprogramm auf die Bühne gebracht, indem die Teilnehmenden die schönste Geschichte aus ihrem Lieblingsbuch in Miniaturform nachstellen bzw. neu gestalten. Während die Kinder sich als Bühnenbauer (Schuhkartongröße) betätigen, trocknen ihre zuvor mit der Hand geschöpften Papierseiten, für die sie sich eine eigene Sommer-Geschichte ausdenken.

Freie Teilnahme Anmeldung bis zum 28. Juli: Telefon: 05362-526 23 oder E-Mail an: hoffmann-museum@stadt.wolfsburg.de


Pressemitteilung vom 14.06.2019

Die deutsche Verfassungsgeschichte

Ein Museums-Rundgang mit einem Rückblick

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum gratuliert am Sonntag, 16. Juni, der Bundesrepublik Deutschland zum 70. Jubiläum mit einem Rückblick auf die deutsche Verfassungsgeschichte. Museumsmitarbeiterin Nicole Trnka vergleicht bei einem Rundgang durch die Dauerausstellung um 15 Uhr die historischen Entwicklungen beider Gesetze und deren Inhalte. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

In der Nacht vom 23. auf den 24. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft. Das war die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland als freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat. Die Mitglieder des Parlamentarischen Rates, die den Verfassungstext erarbeiteten, nannten bewusst unser wichtigstes Gesetz nicht Verfassung. Damit gaben sie ihrer Hoffnung Ausdruck auf eine Wiedervereinigung des in Konsequenz des Zweiten Weltkrieges geteilten Deutschlands. Weil die deutsche Verfassung als Grundgesetz allgemein hohe Anerkennung und Wertschätzung erfährt, beließ man es nach der deutschen Einheit 1990 bei diesem Titel.

Deutliche Parallelen bestehen zwischen dem Grundgesetz und der ersten Verfassung, die von einem nach demokratischen Maßstäben gewählten Parlament in Deutschland im März 1849 verabschiedet wurde. Grundrechte, die einhundert Jahre zuvor eine Revolution bedeuteten, wurden 1949 Wirklichkeit und sind heute selbstverständlich, beispielsweise die Meinungs-, Presse- und Glaubensfreiheit.

Auch die Parlamentarier im 19. Jahrhundert wollten einen deutschen Einheitsstaat schaffen und entschieden sich nach vielen Debatten sowie mit knapper Mehrheit für eine konstitutionelle Monarchie, angeführt vom preußischen König. Friedrich Wilhelm IV von Preußen jedoch war nicht gewillt, die Krone vom Volk anzunehmen. Die Revolution, die im März 1848 begann, scheiterte im März 1849.

Hoffmann von Fallersleben kommentierte diese Entwicklung in seinem Gedicht "Michels Abendlied im Belagerungszustand". Und doch bilden die Revolution 1848/49 und ihr Verfassungsentwurf eine Grundlage für unsere heutige gesellschaftspolitische und rechtliche Ordnung. Auf diesen Zusammenhang verweist Nicole Trnka bei ihren historischen Betrachtungen an diesem Sonntag.


Pressemitteilung vom 12.06.2019

Ausstellungsführung fällt aus

Die für Donnerstag, 13. Juni, um 18.30 Uhr im Stadtmuseum geplante Führung durch die Sonderausstellung "Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus" kann aus Krankheitsgründen nicht stattfinden. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt noch bis einschließlich 16. Juni im Stadtmuseum zu sehen.


Pressemitteilung vom 04.06.2019

Die Region in der NS-Zeit

Kostenlose Führung durch die Sonderausstellung

Zu einer kostenlosen Führung durch die Sonderausstellung "Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus" lädt das Stadtmuseum Wolfsburg am Donnerstag, 13. Juni, um 18.30 Uhr in die Schlossremisen ein. Harald Schraepler, Sprecher der AG Heimatpfleger der Braunschweigischen Landschaft, wird vom Zustandekommen der Wanderausstellung berichten und auf zentrale Inhalte eingehen. Außerdem wird Ausstellungskurator Dr. Arne Steinert wichtige Ergänzungen aus der Sammlung des Stadtmuseums vorstellen.

Die Schau widmet sich auf informativen Text-Bild-Tafeln den Themenbereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Infrastruktur in der NS-Zeit. Berücksichtigt werden alle aktuellen Mitglieder der Braunschweigischen Landschaft wie die Städte Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter sowie die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine, aber auch ehemalige Landesteile wie die Landkreise Holzminden oder Blankenburg.

Das inhaltliche Spektrum der von den örtlichen Heimatpflegern erarbeiteten Beiträge reicht von der Einbürgerung Adolf Hitlers durch die Verbeamtung im Freistaat Braunschweig über die Zwangsarbeit im Volkswagenwerk, die Zerstörung der Synagoge in Seesen, die auf der Burg Neuhaus etalierte Reichsschule für Leibesübungen des Reichsnährstandes bis zu den Luftangriffen auf Braunschweig.

Mosaikartig entsteht so ein Bild vom nationalsozialistischen Regime, das auch in der Region Braunschweig das Leben der Menschen bis in den Alltag hinein bestimmte. Die Ausstellung wird noch bis einschließlich zum 16. Juni im Stadtmuseum gezeigt. Der Eintritt zur Führung am 13. Juni ist frei.


Pressemitteilung vom 24.05.2019

Sommerbühnen-Fans unterm Regenschirm

Stadtmuseum zeigt Bandbreite

Eine strahlende Sonne bildet das "O" im Schriftzug "Internationale Sommerbühne", und das als Aufdruck auf einem Regenschirm! Der "Fan-Artikel" des beliebten Festivals für Musik, Comedy und Akrobatik am Schloss Wolfsburg gehört zu den vielen im Depot verwahrten Museumsstücken des Stadtmuseums. Am Dienstag, 4. Juni, um 18:30 Uhr, wird er von Museumsleiterin Monika Kiekenap-Wilhelm und Sammlungskurator Dr. Arne Steinert im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Bandbreite" im Museumsfoyer präsentiert. Der Eintritt am 4. Juni ist frei. 

Gäste an diesem Abend sind Susanne Wiersch, Vorsitzende des Freundeskreises der Internationalen Sommerbühne, sowie Elin Mentoft und Bärbel Schreiber, beide Gründungsmitglieder des seit 2000 bestehenden Vereins und langjährig engagiert in der Vorstandsarbeit. Im Gespräch werden sie von ihren besonderen Beziehungen zur Internationalen Sommerbühne und den Aktivitäten des Freundeskreises berichten, mit denen sie das städtische Kulturwerk als Veranstalter unterstützen.

Für viele Kultureinrichtungen spielen ehrenamtliches Engagement und Spendenbereitschaft ihrer Freundeskreise oder Fördervereine längst eine wichtige Rolle. Natürlich sollen bei der Veranstaltung im Stadtmuseum bei Wein und Knabbereien auch Erinnerungen an spezielle Sommerbühnen-Momente aufleben. Dazu werden "historische" Videos aus den frühen 2000er Jahren mit kurzen Interviews und Konzertausschnitten gezeigt. Die Internationale Sommerbühne wird unter diesem Namen seit 1991 veranstaltet. Im Jahr zuvor wurde das Festival mit dem Titel "Grenzgänge" vom damaligen Kulturdezernenten Dr. Wolfgang Guthardt ins Leben gerufen. Seither ist das Open-Air-Event am Schloss aus dem Kulturleben der Region nicht mehr wegzudenken, auch wenn ein Regenschirm im Wolfsburger Sommer dabei manchmal gute Dienste leistet.


Pressemitteilung vom 14.05.2019

Museen – Zukunft – lebendige Traditionen

Internationaler Museumstag: Städtische Museen beteiligen sich mit Aktionen

Seit 1977 findet immer im Mai unter einem jährlich wechselnden Motto der Internationale Museumstag statt. Ziel ist es, auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der etwa 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen. Gleichzeitig sollen die Besucherinnen und Besucher ermuntert werden, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Das Motto des diesjährigen Museumstages am Sonntag, dem 19. Mai, lautet "Museen – Zukunft – lebendige Traditionen".

Wie die Historischen Museen in Wolfsburg – das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum und das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg mit seinen Dependancen Burgmuseum auf der Burg Neuhaus und Landwirtschaftsabteilung in der Historischen Brauscheune – Orte der lebendigen Traditionen und zugleich der Zukunft sind, wird an diesem Sonntag bei Museumsrundgängen und Aktionen deutlich.

Landwirtschaftsabteilung des Stadtmuseums in der Historischen Brauscheune, Schlossstraße 10, gegenüber dem Hotel „Alter Wolf“:

  • 11.00 bis 13.00 Uhr Saisoneröffnung mit Aktionen der Tanz- und Trachtengruppe "De Steinbekers"

Am diesjährigen Internationalen Museumstag zum Motto "Musen – Zukunft – lebendige Traditionen" eröffnet das Team des Stadtmuseums die Besuchersaison in der Landwirtschaftsabteilung in der Historischen Brauscheune, gelegen am östlichen Rand des Schlossparks. Ausgestellt sind hier Landmaschinen und landwirtschaftliche Geräte aus den vergangenen 100 Jahren. Auch Spektakuläres wie ein alter Mähdrescher oder ein Lanz-Bulldog-Traktor sind zu sehen. Den Alltag in früheren Zeiten verdeutlichen ebenso "gewöhnliche" Ausstellungsstücke wie eine Trage für Kuchen, den die Menschen früher statt zu Hause beim Dorfbäcker buken. Selbst Kutschen aus dem Hause der Grafen von der Schulenburg zeigt das Museum.

Wie Bauern und Handwerker in unserer Region einst lebten, das führen anschaulich "De Steinbekers", die Tanz- und Trachtengruppe aus Nordsteimke, an diesem landwirtschaftlichen Aktionstag vor. Im Fokus steht dabei die Metallbearbeitung. In traditionellen Trachten gekleidet führen die Steinbekers traditionelle Tänze aus unserer und anderen Regionen Europas vor.

Stadtmuseum Schloss Wolfsburg, Schloßstraße 8, 38448 Wolfsburg:

  • 15 Uhr Traditionen in einer jungen Stadt

Themenführung durch die Dauerausstellung mit Dr. Arne Steinert, angelehnt an das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages "Museen – Zukunft – lebendige Traditionen".

Museum Burg Neuhaus, Burgallee 2, 38446 Wolfsburg:

  • 14 bis 17 Uhr "Museen – Zukunft – lebendige Traditionen in Fallersleben"

Auf einer hohen Kante, nämlich auf dem Felsmassiv über dem Hehlinger Bach wurde Ende des 14. Jahrhunderts die Festung Burg Neuhaus von Magnus dem Jüngeren aus dem Geschlecht der Braunschweiger Herzöge errichtet.

Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken, als Amtssitz sowie Domäne und in den 1930er-Jahren von den Nationalsozialisten als Schule zur sportlich-ideologischen Erziehung von Jugendlichen aus Bauernfamilien genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Burg ein Kinderheim. Heute befindet sich ein Kindergarten auf dem Burggelände. Mit der hiesigen Turnhalle und den Ateliers verschiedener Wolfsburger Künstlerinnen und Künstler änderte die Burg ihre Funktion zu einem Bürger- und Kulturzentrum. Das Burgmuseum, eine Dependance des Stadtmuseums beim Schloss Wolfsburg, wird seit vielen Jahren liebevoll und hoch kompetent betreut von den Mitgliedern des Freundeskreises Burg Neuhaus unter dem Vorsitz von Frank Wolters. Dank des ehrenamtlichen Engagements der Burgfreunde können Besucherinnen und Besucher aus der Stadt, der Region und von auswärts mehr über die Geschichte der Burg Neuhaus auf Schautafeln, in anschaulichen Modellen und anhand von historischen Objekten erfahren.

Hoffmann-von-Fallersleben-Museum, Schloss Fallersleben, Schlossplatz 6, 38442 Wolfsburg:

  • 17 Uhr "Museen – Zukunft – lebendige Traditionen in Fallersleben"

Passend zum diesjährigen Motto des Museumstages "Museen – Zukunft – lebendige Traditionen" führt die Theatergruppe des Kultur- und Denkmalvereins Fallersleben Spielszenen zur Geschichte des traditionsreichen und mehr als 1.000 Jahre alten Ortes auf. Aber auch Hoffmann von Fallersleben kommt "zu Wort", wenn ausgewählte Gedichte aus seiner Feder vorgetragen und in ihrem historischen Kontext interpretiert werden.


Pressemitteilung vom 24.04.2019

Die Stadt des KdF-Wagens

Ein Ausstellungsrundgang zur Gründung und Entwicklung Wolfsburgs im Dritten Reich

Das Stadtmuseum lädt am Sonntag, 28. April, um 15 Uhr zu einem Rundgang zum Thema "Die Stadt des KdF-Wagens: Zur Gründung und Entwicklung Wolfsburgs im Dritten Reich" ein. Museumsmitarbeiterin Nicole Trnka bezieht in ihre Betrachtungen neben der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung auch die Dokumentation über die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und die neue Sonderausstellung über "Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus" ein. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Wolfsburg feierte im vergangenen Jahr seinen 80. Stadtgeburtstag. Für eine mitteleuropäische Stadt ist das eine sehr junge Stadt. Die Nationalsozialisten, 1933 an die Macht gekommen, gründeten in dieser über Jahrhunderte land- und forstwirtschaftlich geprägten Region zunächst ein modernes Automobilwerk und dann die dazugehörende Stadt. In genau dieser Reihenfolge spiegelt sich die nationalsozialistische Politik, die auch in der Stadtplanung und in der in jenen "braunen Jahren" realisierten Architektur ihren Ausdruck fand, unter anderem in der geplanten Stadtkrone und im Fehlen von Rathaus und Kirchenneubauten.

Nur gut ein Jahr nach Werks- und Stadtgründung begann mit dem Überfall Hitler-Deutschlands auf Polen der Zweite Weltkrieg. Erst nach dessen Ende erfolgte hier die zivile Autoproduktion, auch die Stadt wurde erst dann nach dem Schloss Wolfsburg benannt. Während des Zweiten Weltkrieges behielt der neue Ort seine administrative Bezeichnung Stadt des KdF-Wagens und wurde zu einem Zentrum der Rüstungsindustrie. In dieser waren Tausende Menschen aus Ost- und Westeuropa, Kriegsgefangene und sogar KZ-Häftlinge zur Zwangsarbeit eingesetzt. Deren Leid und Schicksal, rassenideologisch unterschiedliche Behandlung, aber auch der Widerstand gegen den Nationalsozialismus thematisiert Nicole Trnka.

Die Sonderausstellung "Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus" der AG Heimatpfleger der Braunschweigischen Landschaft nimmt das Alltagsleben in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Infrastruktur in der damaligen Diktatur in den Fokus. Exponate und Bilder aus den Sammlungen des Stadtmuseums Schloss Wolfsburg und des Burgmuseums Neuhaus ergänzen die Präsentation um weitere lokale Aspekte wie etwa die Reichsschule für Leibesübungen des Reichsnährstandes auf der Burg Neuhaus. Auch auf diese Aspekte wird auf dem Rundgang am Sonntag hingewiesen.

Pressemitteilung vom 06.03.2019

Wanderausstellung im Stadtmuseum

Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus

Die nationalsozialistische Diktatur gehört zu den intensiv erforschten Abschnitten deutscher Geschichte. Und doch fällt es vielen, vor allem jüngeren Menschen schwer, die Geschehnisse mit ihrer engeren Heimat in Verbindung zu bringen. Hier setzt die Wanderausstellung »Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus« an, die vom 2. April bis 16. Juni bei freiem Eintritt im Stadtmuseum Wolfsburg zu sehen ist: Zum dritten Mal betrachtet die AG Heimatpfleger der Braunschweigischen Landschaft auf diese Weise eine historische Epoche aus konsequent regionalem Blickwinkel.

Die Ausstellung widmet sich auf 32 großformatigen Text-Bild-Tafeln den Themenbereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Infrastruktur. Sie nimmt dabei lokale Ereignisse, Bauwerke und Personen in den Fokus, die, einem Mosaik gleich, ein Bild des Landes während der NS-Zeit ergeben. Berücksichtigt werden alle aktuellen Mitglieder der Braunschweigischen Landschaft – die Städte Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter sowie die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Peine – aber auch ehemalige Landesteile wie die Landkreise Holzminden oder Blankenburg.


Pressemitteilung vom 18.02.2019

„Willkommen, lieber Frühling“

Ein Kreativnachmittag für die ganze Familie zum Frühlingsanfang

Der Frühling weckt derzeit auf sonnige Weise die Vorfreude auf die blütenreiche und wärmende Jahreszeit. Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum schließt sich diesem Stelldichein des Lenzes an und heißt den Frühling am kommenden Sonntag, 24. Februar, um 15 Uhr mit einem Kreativnachmittag für die ganze Familie willkommen. Die Museumsmitarbeiterinnen Christina Dykan Andrés und Sofie Marx begleiten das Publikum auf einem Rundgang durch das Museum und die Sonderausstellung "Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben in bunten Stickbildern". Bei einer frühlingshaft bunten Kreativaktion für die ganze Familie entstehen als Willkommensgruß für den Frühling Lesezeichen, Fensterketten und allerlei mehr. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Hoffmann von Fallersleben selbst war ein ausgesprochener Fan des Frühlings. Der in Fallersleben am 2. April 1798 geborene Dichter sympathisierte allein schon durch sein Geburtsdatum mit den frühlingshaften Monaten März bis Juni. Für den singenden Freiheitskämpfer symbolisierte der Frühling in einer Epoche des fundamentalen gesellschaftlichen Wandels, ausgelöst durch die Französische Revolution, einen Aufbruch zu Veränderungen. So blühen in vielen seiner Texte die Freiheitsbäume, singen die Vögel von Amsel, Drossel Fink und Star in ihren je eigenen "Sprachen" miteinander und streifen die Menschen fröhlich durch Wald und Feld. Nach der gescheiterten Revolution 1848/49 in den deutschen Ländern knüpfte der inzwischen reifere Hoffmann all seine politischen Hoffnungen auf die zukünftige Verwirklichung von "Einigkeit und Recht und Freiheit" an die Jugend, die für ihn lyrisch die Blütezeit bildete.





Pressemitteilung vom 07.02.2019

Song Contest im Schloss Fallersleben

Schönste Stimme für Hoffmanns Kinderlieder gesucht

TV-Formate wie „The Voice of Germany“, „Deutschland sucht den Superstar“ oder der „Eurovision Song Contest“ zeigen, wie populär das Singen ist und wie viele Talente es gibt. Eines der beliebtesten Highlights in der Dauerausstellung zum Leben und Werk Hoffmanns von Fallersleben ist die Karaokestation mit Hits wie „Alle Vögel sind schon da“, „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ oder „Ein Männlein steht im Walde“. Mit viel Spaß geben Gäste hier ihre Vorstellung und die „Maschine“ aktualisiert regelmäßig die 100 besten Sänger.

Auch die derzeit im Obergeschoss des Schlosses Fallersleben zu sehende Sonderausstellung „Hoffmanns Kinderlieder in bunten Stickbildern“ gibt immer wieder Anlass zu vielen Gesangsrunden. Die Ausstellungen veranlassten das Museumsteam nun, in einem museumseigenen Song Contest am kommenden Sonntag, 17. Februar, um 14 Uhr die schönste Stimme für Hoffmanns Kinderlieder zu suchen. Die Jury aus Museumsmitarbeitern, den Pädagoginnen Christina Dykan Andrés und Elke Schulz sowie dem ehrenamtlichen Museumsfreund Peter Riewaldt, vergibt dabei Punkte und Preise für die musikalische Leidenschaft, die individuelle Liedinterpretation und die Live-Performance. Auf korrekte Töne und Melodieführung wird dagegen nicht so genau gehört.

Mitmachen können alle – Solo-Interpreten, Duos und Ensembles vom Kindergartenkind bis zum Schüler und Studenten, von jungen Erwachsenen bis zu Senioren. Die Teilnehmer können ein Hoffmann-Lied nach freier Wahl vorbereiten oder sich vor Ort für einen Song aus Hoffmanns reichhaltigem Repertoire entscheiden. Interessierte können sich bis zum 15. Februar zu den Museumsöffnungszeiten unter Telefon 05362-526 23 oder per Mail an hoffmann-museum@stadt.wolfsburg.de anmelden. Spontanes Vorsingen ist jedoch ebenso am Veranstaltungstag möglich.


Pressemitteilung vom 10.01.2019

Rendezvous mit Schlossgeistern

Gespensterführung durch Wolfsburgs Schlossgeschichte

Zu einer Gespensterführung durch Wolfsburgs Schlossgeschichte lädt das Stadtmuseum am Valentinstag, Donnerstag, 14. Februar, 20.15 Uhr auch (erwachsene) Verliebte ein. Treffpunkt im Foyer Stadtmuseum. Sobald das Dunkel der Nacht Einzug hält, werden sie wach, wandeln um Ecken und über Flure, erscheinen auf dem Schlossplatz oder in den Gartenanlagen – die Geister und Gespenster, die zu jedem Schloss gehören.

Die Besucher können sich auf ein schaurig-schönes Rendezvous mit der weißen Frau und dem Mönch mit der haarigen Hand freuen, den spukenden Bewohnern der Wolfsburg. Schlossführerin Gundula Zahr stellt bei einer fast nächtlichen Besichtigung dieses städtischen Wahrzeichens mit jahrhundertealter Tradition die historisch verbrieften Hintergründe dieser an Legenden reichen Wesen vor.

Gruselfreie Erholung gibt es abschließend bei "Gespensterblut" und süßem "Geisterallerlei". Eintritt: 8 Euro. Die Besucher bringen bitte Taschenlampen mit und können gerne gespenstisch kostümiert sein.


Pressemitteilung vom 04.01.2019

Ausgeschnitten

Offenes Atelier in der Städtischen Galerie

Zum ersten Offenen Atelier am 20. Januar geht es gleich in eine neue Ausstellung. Entdeckt werden kann das Werk der amerikanischen Künstlerin Lorraine O´Grady, die bereits 84 Jahre alt ist und zu den spannendsten Künstlerinnen unserer Zeit gehört. Mit Papiercollagen aus Zeitungen und Zeitschriften kann erstaunlich viel gefertigt und mithilfe von Kleber oder Wasser Verformungen geschaffen werden. Papier nicht nur als Flachware zu sehen, sondern auch als skulpturale Erscheinung wahrzunehmen, wird dabei im Mittelpunkt und die Kunstvermittlerin Anna-Maria Meyer mit Tipps zur Seite stehen.

Das Material steht bereit und wie immer beim Offenen Atelier kann natürlich auch frei gearbeitet werden. Ideen werden gemeinsam im Austausch oder individuell entwickelt und umgesetzt. An jedem dritten Sonntag im Monat treffen sich all Diejenigen die etwas ganz Neues und Unbekanntes kennen lernen wollen oder Bekanntes wiedersehen möchten. Einfach mal reinschauen und mitmachen!

Die Veranstaltung findet von 14 bis 17 Uhr in der Städtischen Galerie statt und ist kostenfrei sowie offen für alle Altersgruppen. Treffpunkt ist im Südflügel des Schlosses Wolfsburg und anschließend in der Bürgerwerkstatt.

Lorraine O´Gradys eigenwilliges künstlerisches Werk zeichnet sich durch große Vielfalt und die Nutzung verschiedenster Medien aus. Einem breiten Publikum ist sie durch die Performancereihe "Mlle Bourgeoise Noire" bekannt geworden, mit der O’Grady in der Rolle einer wütenden Schönheitskönigin gegen die Rassendiskriminierung in der Kunstwelt der 1980er Jahre und die fehlende Aufmerksamkeit der feministischen Bewegung für Fragen der Klassenungerechtigkeit protestierte. Diskriminierung, Feminismus, Selbstbehauptung und die Probleme von Minderheiten sind Themen, die Lorraine O‘Grady im Laufe ihres langen künstlerischen Werdegangs immer wieder neu bearbeitet und hinterfragt. Die Städtische Galerie Wolfsburg präsentiert mit der Edition "Cutting Out CONYT" (1977/2017) die Wiederaufnahme einer Serie von Collagen, in der O’Grady Ausschnitte aus aufeinanderfolgenden Sonntagsausgaben der New York Times vom 5. Juni bis 20. November 1977 zu Gedichten zusammenstellte. In der neuen Zueinanderordnung der 26 Blätter als "Haiku-Diptychen" entsteht eine Brücke zwischen dem Früh- und Spätwerk. Es ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in einem Museum außerhalb der USA.

Lorraine O’Grady wurde in Boston als Tochter karibischer Einwanderer geboren und kam erst spät zur bildenden Kunst. Nachdem sie 1956 ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften und der spanischen Literatur am Wellesley College abgeschlossen hatte, arbeitete sie als Geheimdienstanalystin für die Regierung der Vereinigten Staaten. Im Rahmen dieser Tätigkeit musste sie täglich zehn nationale und internationale Zeitungen lesen und während der Kuba-Krise zusätzlich drei Tagesmitschriften kubanischer Radiosender sowie die Nachrichten verschiedener Agenten. O‘Grady berichtet, dass in dieser Zeit die Sprache für sie "kollabierte" und zu einem großen Brei zusammenfloss. Sie gab die Tätigkeit auf. Bevor sie sich dann allerdings Ende der 1970er Jahre ganz der bildenden Kunst widmete, war sie Übersetzerin für Literatur und Wirtschaft und schrieb Rockkritiken für "The Village Voice" und "Rolling Stone". Der breite Erfahrungshorizont ermöglichte der Künstlerin eine distanzierte und kritische Sicht auf die Kunstwelt. Lorraine O’Grady wurde zu einer aktiven Stimme in der damaligen alternativen New Yorker Kunstwelt.


Pressemitteilung vom 08.11.2018

Bunte Stickereien

Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum zeigt ab Dienstag, 13. November, Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben in bunten Stickereien der Künstlerin Gudrun Cohnen-Nussbaum aus Holzminde.

Kulturdezernent Dennis Weilmann: "Die Ausstellung von Gudrun Cohnen-Nussbaum bietet die schöne Gelegenheit, mehr als die bisher bekannten Kinderlieder Hoffmanns-von-Fallersleben auf eine kreative Art und Weise zu entdecken. Ich lade alle Besucherinnen und Besucher ein, Hoffmann als Kinder-Freund und Familien-Vater kennenzulernen und selbst in Kindheitserinnerungen zu schwelgen, aber auch über die gesellschaftskritischen Botschaften in den Texten nachzudenken."

Die studierte Grafikerin Gudrun Cohnen-Nussbaum lebt seit 1973 mit ihrer Familie in Holzminden im Weserbergland, unweit von Corvey, der letzten Lebensstation Hoffmanns von Fallersleben. Hier besuchte die Künstlerin oft des Dichters Arbeitszimmer im Schloss und auch sein Grab. Nachdem Gudrun Cohnen-Nussbaum ein Buch mit mehr als 550 Kinderliedern aus der Feder Hoffmanns entdeckte, entflammte sie geradezu für diese Texte und Melodien. Begeistert ist sie von der thematischen Vielfalt, in die sich die Werke einordnen lassen: Jahreszeiten, Spiele, Feste und Tiere und Pflanzen. Beim wiederholten Lesen erinnerte sich die gebürtige Aachenerin an ihre eigene Kindheit, in der sich die Motive der Hoffmann’schen Dichtung widerspiegelten. Kulturhistorisch wurden im bürgerlichen 19. Jahrhundert, in der Zeit Hoffmanns, Kinder erstmals als eigenständige Persönlichkeiten mit Geist und Gefühlen wertgeschätzt, die Kindheit als Idee und Lebenskonzept beschrieben. In diesem Zusammenhang sind auch Hoffmanns Kinderlieder zu verstehen. Zugleich wurden diese Dichtungen sehr schnell und den gesellschaftlichen Entwicklungen folgend zur Volkskunst – gesungen, ohne dass die Autorenschaft bekannt war. Und daran hat sich bis heute wenig geändert.

Gudrun Cohnen-Nussbaum begab sich mit Hoffmanns-Kinderliedern auf eine Erinnerungsreise in die eigene Kindheit und zugleich auf eine Reise durch die Kulturgeschichte des Kreuzstichs in der Stickerei. Denn neben dem Zeichnen ist die Textilbearbeitung ihre bevorzugte künstlerische Ausdrucksform. Und so wie sie Hoffmanns Kinderlieder recherchierte, ermittelte sie vielfältige, internationale und teils jahrhundertealte Muster, die nach dem Kreuzstichverfahren entstanden und gleichfalls zur traditionellen Volkskunst gezählt werden. Diese Motive kombinierte die Künstlerin mit den Kinderlied-Texten Hoffmanns. In fünf Jahren entstanden so 138 gestickte Bilder und zwei Bücher.

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum freut sich, diese Ausstellung in seinen Sonderausstellungsräumen im Obergeschoss des Schlosses Fallersleben zu zeigen und mit den Besucherinnen und Besuchern über Kindheit damals und heute ins Gespräch zu kommen sowie viele Hoffmann-Lieder für Kinder gemeinsam zu singen. Freier Eintritt. Bis Ostermontag, 22. April 2019 ist die Ausstellung zu sehen.


Pressemitteilung vom 25.10.2018

Soundtrack WOB

Ausstellung im Stadtmuseum eröffnet

Das Stadtmuseum spult zurück. Musik und Jugendkultur sind die Themen der neuen Ausstellung "Soundtrack WOB". Doch weniger Musikstile und Bands stehen im Mittelpunkt als vielmehr die Schauplätze des Musik-Machens und -Konsumierens in und um Wolfsburg: Wo fanden Konzerte und Open-Air-Festivals statt? Wo tanzte man durch Disco-Nächte? Wo kaufte man Schallplatten? Und welche Dörfer der Umgebung boten Ziele für Musiker und Fans? Kulturdezernent Dennis Weilmann: "Die Ausstellung gibt einen schönen Überblick wie vielfältig Wolfsburgs Musikszene war und ist. Von den Beat-Bands der Sechziger bis zu den Rappern von heute, von der Stadthalle und den Jugendfreizeitheimen bis zum Hallenbad am Schachtweg. Ich kann die Ausstellung jedem Musikfan wärmstens empfehlen."

Die Namen mancher Orte führen weit in die Vergangenheit: der »Mehrzwecksaal« im »Kulturzentrum« zum Beispiel oder der Saal der »Schmiede« im alten Gewerkschaftshaus. Wer kennt noch die Jugendzentren im »Hotel Noack« oder »Onkel Max«? Eine wichtige Konzertbühne jenseits des Mainstream bietet weiterhin das selbstverwaltete Jugendhaus Ost, das so gar nicht ins glatt-moderne Wolfsburg-Bild passen will. Und das Hallenbad am Schachtweg hat seine Wurzeln im Kaschpa-Zentrum. Fast vergessen ist der Star-Club in Ahnebeck, zu seiner Zeit mindestens so angesagt wie später der Jembker Hof – eine »Dorfdisco« mit eigener Revival-Party-Reihe. Und spielten nicht die Rolling Stones auf dem VW-Parkplatz Ost? Und die Trottelkacker auf der Schweineweide bei Rümmer?

Alle diese Schauplätze waren und sind Orte der Kreativität, des Sich-Ausprobierens und Sich-Auslebens, Grenzüberschreitungen inklusive. In jedem Ausstellungsstück steckt somit ganz viel Lebensgefühl. Zum Glück sind Musiker und Fans oft auch Sammler. Für die Ausstellung haben viele von ihnen wahre Schätze zur Verfügung gestellt: die Siegergitarre vom Beatfestival, Konzertplakate aus dem Wolfsburger Underground, an Pinnwänden verblichene Eintrittskarten, seltene Tapes und wertvolles Vinyl. Viele historische Fotos sind zu sehen, mal kunstvoll komponiert, mal authentisch-rau. Hörstationen mit Interviews und Musikbeispielen dürfen natürlich nicht fehlen. Spätestens vor dem großen Stadtplan mit den vielen Schauplätzen der Wolfsburger Musikszene entsteht er dann, der Soundtrack WOB. Das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg zeigt die Ausstellung vom 24. Oktober 2018 bis 3. März 2019. Eintritt frei!