Neuigkeiten

Rund um das Thema Lebenslagen

Eine Zeitung mit der Überschrift Aktuelles; Foto: Zerbor/Fotolia.com © Zerbor/Fotolia.com

Pressemitteilung vom 30.062020

Häusliche Gewalt ist keine Privatsache

Gleichstellungsreferat will Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen intensivieren

In Deutschland erfährt jede vierte Frau mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalt durch den aktuellen oder einen früheren Partner. Laut des Bundeskriminalamts waren im Jahr 2018 insgesamt 140.755 Menschen von Partnerschaftsgewalt betroffen – davon waren knapp 114.393 weiblich. Dabei spielen das Alter oder die soziale Schicht der Frauen keine Rolle.

Auch in Wolfsburg hat erneut ein Fall von häuslicher Gewalt für Entsetzen gesorgt: 18 Jahre lang musste eine Frau psychische und physische Gewalt durch ihren Partner ertragen. Die psychischen Folgen für die Frau und ihren Sohn, der alles miterlebt hat, sind vermutlich drastisch und kaum vorstellbar. Antje Biniek, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg, erklärt: "Um Frauen in solchen Situationen zur Seite stehen zu können, müssen die vorhandenen Hilfsangebote in Wolfsburg als Anlaufstellen noch bekannter werden. Hier gilt es, neue Ideen zu entwickeln, sodass Betroffene einen unkomplizierten Zugang erhalten."

Gleichzeitig müsse das Bewusstsein der Bevölkerung geschärft sowie Zivilcourage gefördert werden, denn häusliche Gewalt sei keine Privatsache. Die Stadt Wolfsburg arbeitet bereits interdisziplinär mit zahlreichen Kooperationspartner*innen zum Thema häusliche Gewalt zusammen. Den jüngsten Vorfall von Partnerschaftsgewalt sieht Antje Biniek als Weckruf für eine kritische Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Partnerschaftsgewalt und der frühzeitigen Erkennung durch Institutionen und Anlaufstellen: "Das Thema häusliche Gewalt muss ganzheitlich betrachtet und geprüft werden, sodass den betroffenen Personen schnell und effektiv geholfen werden kann und gleichzeitig die Arbeit mit den Tätern nicht vernachlässigt wird."

Das bedeute unter anderem, dass Fachkräfte, welche in der Lebenswelt von Familien und Partnerschaften eine Rolle spielen und Anzeichen häuslicher Gewalt erkennen könnten, regelmäßig und zielgerichtet geschult werden müssen. Nach den Sommerferien möchte die Gleichstellungsbeauftragte in enger Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Fachbereichen die ersten Ansätze und Konzepte entwickeln.


Pressemitteilung vom 18.06.2020

Vielfalt Leben - Integrationskonzept der Stadt Wolfsburg wird ergänzt und aktualisiert

Das 2011 erarbeitete und vom Rat der Stadt Wolfsburg beschlossene Integrationskonzept "Vielfalt leben" soll nun ergänzt und angepasst werden. Der Ausschuss für Migration und Integration hatte 2019 die Verwaltung beauftragt, das Konzept zu überprüfen. In drei Workshops mit politischer Beteiligung aller Parteien wurden die Leitziele, Handlungsfelder und Maßnahmen des ursprünglichen Konzeptes überprüft, ergänzt und an die aktuelle Situation angepasst. Der Beschlussvorschlag wird am 14. Juli dem Verwaltungsrat und am 15. Juli dem Rat der Stadt Wolfsburg vorgelegt.

Fünf Handlungsfelder

Die fünf Handlungsfelder Vorschulische und schulische Bildung, Wirtschaft und berufliche Bildung, Gesundheit und Pflege, Wohnen und Nachbarschaft, Kultur, Freizeit und Sport bilden den inhaltlichen Rahmen des Integrationskonzeptes und wurden im Review-Prozess als weiterhin relevant bestätigt. Das Handlungsfeld "Vorschulische und schulische Bildung" wird jedoch in "Bildung" umbenannt und um den Bereich der Erwachsenenbildung erweitert.

Ziele und Maßnahmen

Die 2011 entwickelten Ziele und Maßnahmen wurden ebenfalls im Review-Prozess als weiterhin relevant angesehen. Aufgrund der Flüchtlingssituation und der damit verbundenen Zuwanderung in den vergangenen Jahren wurde das vorhandene Konzept jedoch um fünf Leitziele erweitert. Diese Ziele drehen sich um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen mit Fluchterfahrung in der Gesellschaft und im Arbeitsleben, Wohnraumangebote für Familien mit Zuwanderungsgeschichte, Förderung der Demokratie bzw. Vorbeugung von Radikalisierungstendenzen, selbstbestimmte Gestaltung von Lebenswegen und -räumen sowie Partizipationsformate für Geflüchtete und Zugewanderte. Jedes der Ziele ist mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt.
Auch in Zukunft soll das Integrationskonzept immer wieder überprüft und an die jeweils aktuellen Begebenheiten angepasst werden. Das Integrationsreferat koordiniert federführend die Umsetzung des Integrationskonzeptes und die Querschnittsaufgabe Integration in Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsbereichen, Fachausschüssen und externen Partnern.


Pressemitteilung vom 20.01.2019

Frauen, Fußball und Fankultur

Ausstellung in der Bürgerhalle porträtiert Frauen und ihre Leidenschaft für den Sport

Fußball und Fankultur – nur was für Männer? Die Ausstellung "Fan.tastic Females – Football Her.Story", die das Fanprojekt und die Jugendförderung der Stadt Wolfsburg in Kooperation mit dem Gleichstellungsreferat vom 22. Januar bis 5. Februar in der BürgerInnenhalle im Rathaus A zeigen, beweist eindrucksvoll das Gegenteil.

Die Ausstellung befasst sich mit Geschichte und Präsenz von Frauen im Fußball, insbesondere mit weiblichen Fans und der Vielfalt weiblicher Fankultur im europäischen Fußball und darüber hinaus – aus der Perspektive der Protagonist*innen selbst. In Form von Video-Portraits werden Geschichten von Frauen sowie ihrer Liebe und Leidenschaft für den Sport erzählt. Die Ausstellung ist organisiert von Mitgliedern des Netzwerks Football Supporters Europe (FSE) – also von Fans für Fans – und tourt seit 2018 durch Deutschland und Europa.

Antje Biniek, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg, betont den innovativen Ansatz der Ausstellung: "In Bücher und Interviews über den Fußball oder seine Fans sind es bis heute selten weibliche Fans, die die Geschichten erzählen. Mit der Ausstellung wird deutlich, dass Fußball und die dazugehörige Fankultur schon immer durch Frauen und ihre Leidenschaft und Begeisterung geprägt wurden." Die Tatsache, dass Fan-Sein keine Frage des Geschlechts ist, ist auch in der Arbeit des Fanprojekts des Geschäftsbereichs Jugend fest verankert. Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, erklärt: "Das Fanprojekt fördert die Wolfsburger Fankultur seit über 20 Jahren und wendet sich dabei an alle jungen Fans – unabhängig von Geschlecht und sozialer oder kultureller Herkunft. Gemeinsam mit den Fans positionieren und engagieren wir uns gegen jegliche Form von Diskriminierung und Sexismus."

Eröffnet wird die Ausstellung gemeinsam von Iris Bothe und Antje Biniek am Mittwoch, 22. Januar, um 17 Uhr. Anschließend stellt die Initiatorin des Projekts, Antje Grabenhorst, unter dem Titel "On a Journey - Mit den Fan.tastic Females durch Europa" einige ausgewählte Video-Portraits vor und berichtet über die Reisen und Hintergründen. Danach besteht die Möglichkeit zum entspannten Austausch sowie zur eigenständigen Besichtigung der Ausstellung.

Ab dem 23. Januar kann die Ausstellung von montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr kostenfrei in der Bürgerhalle im Rathaus A, Porschestraße 49, besichtigt werden. Um die Video-Portraits anschauen zu können, werden ein Smartphone (oder Tablet) mit QR-Code-Scanner sowie Kopfhörer benötigt. Ein kostenloses W-LAN steht ebenfalls zur Verfügung.

Themenprogramm mit Kino, Vorträgen und Halbzeit-Party

Begleitend zur Ausstellung ermöglicht ein Veranstaltungsprogramm Interessierten noch weitere Einblicke in das spannende Themenfeld: Am Donnerstag, 30. Januar, um 19 Uhr ist im Hallenbad – Kulturzentrum im Schachtweg bei freiem Eintritt der Film "Fotboll i nöd och lust – Football for Better or for Worse" zu sehen. Er gewährt einen intimen Blick auf ein dramatisches Jahr voller Erfolge und Rückschläge des schwedischen Frauenfußballverein FC Rosengård, eines der besten Fußballteams der Welt.

Am Freitag, 31. Januar ab 17 Uhr schließt sich die "Fan.tastic Halbzeit-Party" im Loud&Proud, Kleiststraße 13, an. Als Warm-up können Interessierte hier die Vorträge "Ultras - Wo Männer gemacht werden" (Simon Volpers) und "Perle ausm Block?! - Weibliche Ultras zwischen Anpassung und Rebellion" (Antje Grabenhorst) hören. Nach einer anknüpfenden Diskussion mit den Referent*innen darf bei elektronischer Musik und Getränken in bester Gesellschaft gefeiert werden.


Pressemitteilung vom 14.12.2019

45 Jahre Integrationsreferat

Wolfsburg als Vorreiter der Integrationsarbeit

Das Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg sowie der Ausschuss für Migration und Integration blicken im Jahr 2019 auf ihr 45. Jubiläum. In der Bürgerhalle im Rathaus A wurden nun 45 Jahre Wolfsburger Integrationsarbeit gefeiert.

Bereits 1962, als die ersten italienischen Gastarbeiter nach Wolfsburg kamen, begannen bei Volkswagen sukzessive innerbetriebliche Integrationsprozesse. Aus dem italienisch-deutschen Kontaktausschuss entwickelte sich im März 1974 der bundesweit erste "Ausschuss für Ausländerangelegenheiten" – der Startschuss für die Integrationsarbeit in Wolfsburg. Zu einer Zeit, in der in anderen deutschen Städten ausnahmslos Beiräte eingesetzt wurden, ermöglichte der Wolfsburger Ausländerausschuss eine echte Teilhabe.
"Wolfsburg war und ist Vorreiter in der Integrationsarbeit", führt Oberbürgermeister Klaus Mohrs aus. "Der ‚Ausschuss für Migration und Integration‘ und das Integrationsreferat geben den 151 Nationalitäten in Wolfsburg eine Stimme. Das sind zwei Erfolgsfaktoren, warum sich unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger hier sehr wohl fühlen und unsere Gesellschaft bereichern."

Zeitgleich nahm auch das "Ausländerreferat" unter der Leitung von Dottore Antonio di Virgilio seine Arbeit auf. Gemeinsam mit dem Ausschuss erarbeitete das Referat Handlungsvorschläge für städtische Gremien, gab Impulse, knüpfte Netzwerke und etablierte wichtige Initiativen in Wolfsburgs Stadtgesellschaft. Die Anerkennung und Förderung von internationalen Kulturvereinen ebneten in Wolfsburg den Weg für ein neues Selbstverständnis von Internationalität. Interkulturelle Veranstaltungen festigten das Bild einer vielfältigen Stadtgesellschaft, wie die Internationale Weihnachtsfeier oder die regelmäßige Ausrichtung der Interkulturellen Woche auch heute noch belegen. Auf diese Weise entstand ein besonderes Klima der Anerkennung und Wertschätzung von Diversität.

"Integration ist eine bedeutende gesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden kann. Hierzu gehören viele Partner wie Vereine, Verbände, Stiftungen, Bürgerinitiativen sowie natürlich die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt", erklärt Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration. "Dem Integrationsreferat kommt daher seit seiner Gründung und besonders in der heutigen Zeit, in der Globalisierung, aber leider auch Ressentiments gegenüber dem Fremden aktuell sind, eine wichtige Rolle zu. Es vermittelt zwischen den Partnern, baut Netzwerke auf und berät. Der kulturelle Austausch hat seit je her das Leben in unserer Stadt bereichert und ließ die verschiedenen Herkunftskulturen zusammenwachsen. Erste Meilensteine hierbei waren die Städtepartnerschaft mit Pessaro-Urbino 1975 und im Folgejahr die Einrichtung einer italienischen Konsularagentur, die das Integrationsreferat gemeinsam mit dem Ausschuss auf den Weg gebracht hat."

Unter Sylvia Cultus, seit 2009 Leiterin des Integrationsreferates, erreichte die Wolfsburger Integrationsarbeit eine neue Ebene. Durch einen entsprechenden Ratsbeschluss erhielten 2010 die zentralen Gremien mit "Ausschuss für Migration und Integration" sowie "Integrationsreferat" ihren aktuellen Titel.

"Das Ausländerreferat wurde oft mit der Ausländerstelle verwechselt. Darüber hinaus wurde bereits 2009 bundesweit von ‚Integrationsbeauftragten‘ gesprochen. Ich bin eine Vertreterin von einheitlichen Benennungen bei gleicher Aufgabenstellung", zeigt Sylvia Cultus die Gründe für die Umbenennung auf. "Ein politisches Gremium ‚Ausländerausschuss‘ zu nennen, wie es umgangssprachlich in Wolfsburg gängig war, hat bei mir nicht die Assoziation von Wertschätzung aufkommen lassen."

Außerdem beschloss der Rat der Stadt Wolfsburg im Juni 2011 das mit Bürgerbeteiligung erarbeitete Integrationskonzept "Vielfalt leben". Ziel des Konzeptes ist, interkulturelles Denken und Handeln in alle Bereiche des kommunalen Lebens zu befördern. Auf Initiative des Integrationsreferates wurde dieses Konzept 2015 aus gegebenem Anlass um das Handlungsfeld "Flucht und Zuwanderung" ergänzt. Angesichts der aktuellen, globalen Ereignisse wird Zuwanderung auch in Zukunft große Herausforderungen an die Wolfsburger Stadtgesellschaft stellen.

Damals wie heute kamen und kommen Menschen aus allen Teilen der Welt nach Wolfsburg und damit in eine Stadt, für die Zuwanderung stets ein Gewinn war. Aktuell leben Menschen aus mindestens 151 Nationen in Wolfsburg und viele von ihnen haben hier ihre neue Heimat gefunden – die Erfolgsgeschichte Wolfsburger Integrationsarbeit.


Pressemitteilung vom 02.09.2019

„Ehrenamt braucht und verdient Anerkennung“

Wolfsburger Netzwerk Bürgerengagement lobt Ehrenamtspreis aus

Mitmachen und Wertschätzen: Unter diesem Motto lobt das Wolfsburger Netzwerk Bürgerengagement einen Ehrenamtspreis aus, der mit Unterstützung der Bürgerstiftung Wolfsburg verliehen wird. Der Wolfsburger Ehrenamtspreis soll den Einsatz und die herausragende Arbeit von freiwillig Engagierten würdigen.

Mit dem neu geschaffenen Preis möchten die Partner den Fokus auf das hohe Maß an ehrenamtlichem Engagement in Wolfsburg richten, denn: Die diversen Bereiche des Ehrenamts stellen elementare Säulen der funktionierenden Stadtgesellschaft dar und verdienen besondere Anerkennung – darüber sind sich die Mitglieder des Wolfsburger Netzwerk Bürgerengagement und der Bürgerstiftung Wolfsburg einig.

"Es freut mich, wenn Bürgerinnen und Bürger ihre Zeit einsetzen und sich engagieren für ihren Verein, ihren Stadtteil, für Schwächere der Gesellschaft", sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. "Menschen, die sich aktiv für ihr Lebensumfeld einsetzen und unsere Stadt mitgestalten – diese Menschen machen Wolfsburg lebens- und liebenswert! Ehrenamt braucht und verdient Anerkennung – möglichst tagtäglich und auf vielfältige Weise."

Wem gebührt der Wolfsburger Ehrenamtspreis für sein besonderes Engagement?

Ab Dienstag, 3. September, können Wolfsburger Organisationen Vorschläge einreichen. Das Team der städtischen Koordinierungsstelle Bürgerengagement freut sich auf zahlreiche Nominierungen – gerne und gerade auch von Menschen, die bisher noch nicht im Fokus der Öffentlichkeit standen. Bis zum 27. September werden die Einsendungen gesammelt, anschließend entscheidet eine Jury. Diese setzt sich zusammen aus fünf Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks Bürgerengagement, Manfred Hüller als Vorsitzendem der Bürgerstiftung Wolfsburg sowie dem Ersten Stadtrat Werner Borcherding.

Der Wolfsburger Ehrenamtspreis wird an insgesamt drei Personen in den Kategorien "Nachwuchs" (16 bis 34 Jahre), "Lebensmitte" (35 bis 54 Jahre) und "Lebenswerk" (55+ Jahre) verliehen. Die feierliche Preisverleihung findet am 18. Januar 2020 statt und wird von Oberbürgermeister Mohrs durchgeführt. Die drei Preisträger erhalten je einen "unbezahlbaren" Preis in Form eines außergewöhnlichen Aktions-Gutscheins, wie beispielsweise der Besuch eines VfL-Spiels in der VIP-Lounge gemeinsam mit dem Oberbürgermeister. Die Bürgerstiftung Wolfsburg als Preisstifterin finanziert und wirbt eine Auswahl an repräsentativen Preisen ein.

Weitere Informationen zum Wolfsburger Ehrenamtspreis, den Teilnahmebedingungen sowie das Formular zum Vorschlagen von Ehrenamtlichen finden sich online unter wolfsburg.de/engagiert.


Pressemitteilung vom 28.05.2019

Neue Bildungsoffensive

Fanprojekt und VfL Wolfsburg starten „Wolfsburger Schule für Vielfalt“

Pünktlich zum Diversity-Tag, ein jährlich wiederkehrender, bundesweiter Aktionstag, der dazu aufruft, sich für Vielfalt einzusetzen und gesellschaftliches Bewusstsein für Vielfalt zu schaffen, starten das Fanprojekt der Stadt Wolfsburg und der VfL Wolfsburg das Bildungsprojekt "Wolfsburger Schule für Vielfalt". Ziel ist es, dass sich Schüler nachhaltig mit den Themenschwerpunkten Zivilcourage, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sowie Sexismus und Homophobie auseinandersetzen und sensibilisiert werden. Das außerschulische Angebot richtet sich an Schüler aller Schulformen ab der neunten Klasse. Die Idee ist im Rahmen der Kampagne #Vielfalt entstanden und ist ein weiterer wichtiger Baustein der kooperativen Demokratie- und Vielfaltsförderung des Fanprojekts und des VfL Wolfsburg.

"Uns war es wichtig, dass wir ein nachhaltiges Angebot konzipieren, welches als Ergänzung zu den schulischen Bildungsschwerpunkten fungieren kann", erklärt Björn Ferneschild, Pädagoge des VfL Wolfsburg und einer der beiden Verantwortlichen des Bildungsangebotes. Mit Hilfe einer regelmäßigen Überprüfung und Evaluation der Themenschwerpunkte werden ein hoher Aktualitätsbezug sowie abwechslungsreiche Inhalte gewährleistet.

"Wir sind der Überzeugung, dass die nachhaltige Vermittlung von demokratischen Grundwerten stets am Puls der Zeit orientiert sein muss, denn nur so können wir auf gesellschaftlich relevante Strömungen und Themen reagieren", begründet Antje Arnds, Sozialarbeiterin des Fanprojekts und ebenfalls verantwortlich für das außerschulische Angebot. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Konzeption und Durchführung eines eigenen Projekts durch die teilnehmenden Schüler sowie ein abschließender Markt der Möglichkeiten mit allen Projektschulen.

"Wir wollen nicht nur Werte und Inhalte vermitteln, sondern möchten den Schülern und Schulen die Möglichkeit bieten, sich zu vernetzen und gemeinsame Projekte zu initiieren", erläutert Antje Arnds im Hinblick auf den Abschluss des Projekts. "Das Siegel ist also nicht nur als ein Format der Bildung und Wertevermittlung zu sehen, sondern es ermöglicht, einen gesamtstädtischen Schulterschluss herbeizuführen und Synergien zu erzeugen", ergänzt Björn Ferneschild.


Pressemitteilung vom 22.05.2019

Schnelles Internet in Almke startet

Gesamtinvestitionen von rund 4,5 Millionen Euro

Ab sofort steht den ersten Kunden das schnelle Internet in Almke zur Verfügung und lässt sich nutzen. Seit Sommer 2018 hat die Stadt Wolfsburg den Glasfaserausbau in den Ortsteilen Almke, Neindorf und Ilkerbruch vorangetrieben. Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen und die Wobcom kann als Betreiber des Glasfasernetzes die ersten Kunden mit schnellem Internet mit mindestens 50 Mbit/s und bis zu 1 GBit/s versorgen. Das Bauvorhaben wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und dem Land Niedersachsen finanziell gefördert.

"Wolfsburg ist damit eine der ersten Kommunen in Niedersachsen, die mit Hilfe der Fördergelder den Bürgerinnen und Bürgern in Almke hohe Bandbreiten anbieten kann", freut sich Ralf Sygusch, Leiter des Referats für Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Wolfsburg. Auch in Neindorf ist es bald soweit. Dort sollen voraussichtlich im Juni 2019 die Anschlüsse freigeschaltet werden.

"Wir freuen uns, für unsere Wobcom-Kunden in Almke, Neindorf und Ilkerbruch jetzt die hohen Bandbreiten anbieten zu können. Unser Unternehmen trägt so maßgeblich zur Wolfsburger Entwicklung zur Smart City bei", betont Dalibor Dreznjak, Leiter Unternehmensentwicklung der Stadtwerke Wolfsburg.
Der Baubeginn für das Gesamtprojekt erfolgte im Juni 2018 und dauerte elf Monate inklusive der Leerrohrverlegungen an Kreisstraße 114 und Landesstraße 290. Die Bauabschnitte gliederten sich in Tiefbau, Leerrohrverlegungen bis an das Gebäude, Herstellung der Hauseinführungen, die Montage der Anschlusspunkte im Haus (ALPs), sowie das Einblasen der Glasfaser und abschließende Messungen.

Die Gesamtinvestitionskosten liegen bei rund 4,5 Millionen Euro. Insgesamt 1.060 Haushalte und 78 gewerbliche Abnehmer wurden angeschlossen. Dafür wurden 666 Hausanschlüsse gebaut, 85 Kilometer Leerrohre verlegt und 212 Kilometer Glasfaser eingeblasen. Mindestens 50 Mbit/s bis zu 1 Gigabit/s Leistung lassen sich erreichen.


Pressemitteilung vom 08.05.2019

Regenbogenfahnen wehen

Internationaler Tag gegen Homophobie

Seit 1990, nachdem die Weltgesundheitsorganisation beschloss, Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen, wird der 17. Mai als "Internationaler Tag gegen Homophobie" gefeiert. Homo- und Transphobie sind auch heute noch gängige und alltägliche Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Auch wenn Toleranz und Vielfalt als Werte hochgehalten und von vielen Menschen gelebt werden, Vorurteile und Vorbehalte sind tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Im Vorfeld des Feiertags setzt die Stadt Wolfsburg ein zusätzliches, optisches Zeichen gegen Homophobie. Ab dem 13. Mai werden stadtweit an verschiedenen Standorten insgesamt zwölf Regenbogenfahnen gehisst. Zu den Standorten zählen der Rathausplatz, die Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule, das Schulzentrum Fallersleben, die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule sowie das Schulzentrum im Eichholz in Vorsfelde.

Um das Thema Vielfalt und den Abbau der Diskriminierung von LSBTI*-Menschen stärker in den stadtgesellschaftlichen Fokus zu rücken, hat sich im November vergangenen Jahres das Queere Netzwerk Wolfsburg (QNW) gegründet. Mitglieder des Netzwerks sind die Jugendförderung der Stadt Wolfsburg, die Aids-Hilfe Wolfsburg e. V., Dialog e. V., das CJD Wolfsburg und die Jugendauszubildendenvertretung der Volkswagen AG. Das Queere Netzwerk Wolfsburg hat das gemeinsame Ziel, zu mehr Toleranz im Umgang miteinander in Wolfsburg aufzurufen und durch Veranstaltungen und Aktionen zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. Die Abkürzung LSBTI* steht für einzelne sexuelle und geschlechtliche Identitäten: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle.
Laut einer Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) haben mehr als die Hälfte der befragten queeren jungen Menschen in Deutschland bereits Diskriminierung erlebt. Auch die Phasen des Coming-outs sind immer noch mit großen Befürchtungen und Ängsten verknüpft. Diese Angst hemmt queere Jugendliche in ihrer Entwicklung und fördert Unsicherheiten, die bis in das Erwachsenenleben hinein wirken.

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie plant das Queere Netzwerk Wolfsburg folgende Veranstaltungen:
  • Fachvortrag zum Thema "Homophobie und Sexismus in der Fankultur" und anschließender Filmvorführung "Mario" – Donnerstag, 16. Mai, 19 Uhr, Hallenbad – Kultur am Schachtweg
  • LSBTI*-Solidaritätsparty "Loud & Proud", Freitag, 17. Mai, 22 Uhr, Sauna-Klub


Pressemitteilung vom 09.01.2019

Emilia und Paul liegen vorne

Standesamt beurkundete 1.864 Geburten

Die Hitliste bei den Vornamen der in 2018 neugeborenen Wolfsburger Kinder führen Emilia bei den Mädchen sowie Paul bei den Jungen an. Mit insgesamt 20 Nennungen liegt Emilia bei den Mädchennamen vor Mila (18). Dahinter folgen Lina (16), Anna, Emma, Marie (je 12), Ella, Hanna und Ida (je 10). Beim männlichen Nachwuchs führt Paul (21 Nennungen) die Beliebtheitsskala an, vor Leon (16), Noah (14), Liam (13), Anton, Ben, Felix und Finn (alle 10).

Das Standesamt der Stadt Wolfsburg hat im vergangenen Jahr insgesamt 1864 Geburten beurkundet. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass auch Mütter aus anderen Kommunen ihr Kind im hiesigen Klinikum zur Welt gebracht haben. In 2017 waren es 1.766, 2016 1.863 und 2015 1.714.

Im vergangenen Jahr wurden durch das Standesamt außerdem 1.665 Sterbefälle beurkundet. In 2017 waren es 1.678, 2016 1.696 und 2015 1.714.

Die Zahl der Eheschließungen im Wolfsburger Standesamt für das abgelaufene Jahr lag bei 749 (2017: 704, 2016: 708, 2015: 738). Es gab in 2018 insgesamt 26 gleichgeschlechtliche Ehen (2017: 19). Davon waren zehn Umwandlungen von bestehenden Lebenspartnerschaften in Ehen. 17 Paare waren weiblich und 9 männlich.

Bei allen Personenstandsfällen handelt es sich um die im Standesamt Wolfsburg beurkundeten Fälle. Wie die Zahlen der davon in Wolfsburg lebenden Personen abweichen, lässt sich dabei nicht explizit ermitteln.


Pressemitteilung vom 18.10.2018

Du bist unbezahlbar

Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg und Stadt danken mit Ehrenamtsfest

Die Stadt Wolfsburg veranstaltet mit Unterstützung der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg am Freitag, 30. November, ab 18 Uhr das fünfte Ehrenamtsfest im Hallenbad – Kultur am Schachtweg. Das Fest bietet ein buntes Programm und den Ehrenamtlichen die Möglichkeit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Zur Feierlichkeit werden rund 120 engagierte Menschen sowie ihre Partnerinnen und Partner eingeladen, welche von Vereinen, Institutionen und Organisationen, Ortsbürgermeistern und der Bürgerschaft für die Gästeliste vorgeschlagen werden können.

Die Gründe für ein ehrenamtliches Engagement sind vielfältig, aber fest steht: Durch ihr Wirken tragen Ehrenamtliche dazu bei, das Leben in Wolfsburg freundlicher, gemeinschaftlicher und lebenswerter zu gestalten. In Vereinen und Verbänden oder auch projektbezogen setzen Menschen ihre Zeit und Kraft dafür ein, ihr Lebensumfeld aktiv zu gestalten und sich für  andere stark zu machen.

"Ein gelungenes Engagement lebt von gegenseitigem Geben und Nehmen. Das Ehrenamt verdient große Anerkennung, denn diese Menschen machen Wolfsburg lebens- und liebenswert – sie sind unbezahlbar! Die Stadt möchte zusammen mit der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg ihren Beitrag leisten, das Ehrenamt zu stärken und die Wertschätzung der geleisteten Arbeit zum Ausdruck zu bringen. Ein Ehrenamtsfest ist die perfekte Möglichkeit um ‚Danke‘ zu sagen", unterstreicht Oberbürgermeister Klaus Mohrs den hohen Stellenwert ehrenamtlichen Engagements.

Vorschläge für die Gästeliste können bis zum 29. Oktober bei der Koordinierungsstelle Bürgerengagement unter der E-Mail engagiert@stadt.wolfsburg.de oder telefonisch unter (05361) 28-1997 eingereicht werden. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl entscheidet bei einer Mehrzahl von Vorschlägen das Los.


Pressemitteilung vom 16.10.2018

Kampagne Motivation W_ adressiert Wolfsburger Unternehmen

Fachkräftepotential der „Stillen Reserve“ auch in Wolfsburg groß

Die Initiative Motivation W_ richtet sich sowohl an Frauen, die beruflich wieder einsteigen wollen, als auch an Unternehmen, die dafür passende Arbeitsplätze bieten. Dahinter verbirgt sich das Projekt "Fachkräftepotenzial Stille Reserve – Regionales Übergangsmanagement zur Erschließung verborgener Fachkräftepotentiale". Projektträgerin ist die Allianz für die Region GmbH, unterstützt wird die Initiative von den Städten Braunschweig und Wolfsburg, den Landkreisen Peine und Wolfenbüttel sowie der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar.

Die Wolfsburger Begleitgruppe des Projekts setzt sich zusammen aus der Allianz für die Region GmbH, der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft Wolfsburg-Gifhorn-Helmstedt, der Agentur für Arbeit Helmstedt-Wolfsburg, dem Jobcenter Wolfsburg sowie dem Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg. "Mit unserem Projekt und der daraus resultierenden Öffentlichkeitskampagne ‚Motivation W_‘ möchten wir zusammen mit unseren Partnern Frauen ansprechen, die nach längerer, meist familienbedingter beruflicher Unterbrechung, zurück in den Beruf möchten", erklärt Britta Steinkamp, Verantwortliche Projektmanagerin für die Lokalgruppe Wolfsburg der Allianz für die Region GmbH. "Viele Wiedereinsteigerinnen – denn immer noch sind es überwiegend Frauen, die ihre Karriere unterbrechen, um sich der Familienarbeit zu widmen – verfügen über eine hervorragende Ausbildung, Berufserfahrung und die notwendige Motivation", ergänzt Franziska Pönitzsch, Wiedereinstiegsberaterin der Agentur für Arbeit Helmstedt.

In der ersten Phase des seit Mitte 2017 laufenden Projekts wurde diese "Stille Reserve" – Frauen und Alleinerziehende, die nicht als arbeitssuchend gemeldet und somit nicht "sichtbar" sind – auf verschiedenen Veranstaltungen in der Region explizit informiert und beraten. Nun geht das aus Landesmitteln geförderte Projekt in die zweite Phase. "Wir wollen regionale Arbeitgeber für die ‚Stille Reserve‘ sensibilisieren und aufzeigen, welches Potential sich hinter ihr verbirgt. Im nächsten Schritt sollen interessierte Unternehmen dann mit den Bewerberinnen zusammengebracht werden", erklärt Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg. Bettina Klim, Leiterin der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft Wolfsburg-Gifhorn-Helmstedt, berichtet von der ersten Zusammenarbeit mit Unternehmen: "In persönlichen Gesprächen zeigen sich die Arbeitgeber grundsätzlich offen für die Gruppe der Quereinsteiger und (potenziellen) Eltern, denn der Fachkräftemangel ist in den mittelständischen Betrieben mittlerweile deutlich angekommen."

"Unser Erleben ist, dass es auch in Wolfsburg viele Frauen gibt, die den Wiedereinstieg in die Berufswelt anstreben", berichtet Beate Ebeling. "Und nicht immer sind Kinder der Grund, warum die Frauen ihr berufliches Standbein verloren haben. Viele Wolfsburger Frauen verfügen über eine gute Ausbildung und haben erfolgreich gearbeitet, haben sich dann aber anderweitig engagiert. Dennoch wollen viele dieser Frauen wieder zurück in den Beruf – und an diesem Punkt möchten wir sie beraten und unterstützen."

Das Projekt wird noch bis zum 30. Juni 2019 umgesetzt, begleitet von Veranstaltungen in Wolfsburg und den anderen Standorten. Interessierte Unternehmen und Wiedereinsteigerinnen können sich an das Projektteam per E-Mail an hallo@dein-beruflicher-wiedereinstieg.de oder unter Tel.: 0531 1218-221 wenden. Weitere Informationen und Termine sind auch unter www.dein-beruflicher-wiedereinstieg.de abrufbar.

Direktlink Newsroom
Direktlink Onlineservice
Direktlink Bürgerservice