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Rund um das Thema Lebenslagen

Pressemitteilung vom 11.11.2020

Wolfsburg auf dem Weg zur Smart City

Aktueller Stand im Strategieausschuss vorgestellt

Im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Strategieausschusses heute, 11. November, hat Marcel Hilbig, Leiter des Referats Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik, den aktuellen Stand zur Entwicklung der Wolfsburger Smart City Strategie vorgestellt.

Das Förderprogramm "Modellprojekte Smart Cities" ist in zwei Phasen unterteilt. Ziel der ersten Phase des Projektes, die eine Laufzeit bis zum Ende des nächsten Jahres hat, ist die Entwicklung einer gesamtstädtischen Smart-City-Strategie und der Umsetzung erster Smart-City-Projekte. Während die Verantwortung für die Strategieentwicklung beim Referat Strategische Planung der Stadt liegt, ist das Referat Digitalisierung und Wirtschaft für die Umsetzung der Smart-City-Projekte federführend. Die beiden Bereiche arbeiten eng verzahnt und die Erkenntnisse bieten beiden Referaten Vorteile bei der weiteren Arbeit.

An konkreten Projekten wird aktuell in den drei Handlungsfeldern Mobilität, Daten und Partizipation, mit denen sich die Stadt Wolfsburg für das Projekt beworben hat, gearbeitet. Für die nächsten Schritte auf dem Weg der Strategieentwicklung ist vor allem das Handlungsfeld Partizipation von Bedeutung. Dort werden Formate geschaffen, die Bürger*innen ermöglichen, am Prozess der Strategieentwicklung teilzuhaben und ihre Meinungen in die Strategie einfließen zu lassen.

"Letztendlich geht es bei der Smart-City darum, technische Innovation zu nutzen und in den Dienst der Öffentlichkeit zu stellen", sagt Marcel Hilbig, Leiter des Referats Strategische Planung. "Daher ist es so wichtig, dass wir allen Wolfsburger*innen die Möglichkeit geben, an der Strategie mitzuarbeiten." Dafür ist eine Befragung zur Teilhabe an der Smart-City-Wolfsburg in der Vorbereitung, die der Öffentlichkeit auch zeitnah zur Teilnahme zur Verfügung steht. Ebenso sind öffentliche Bürger*innenbeteiligungsformate zur Strategieentwicklung geplant. In diesem Rahmen können Bürger*innen ihre Projektideen einbringen.

Der Wunsch der Stadt ist es, möglichst viele Menschen an der Entwicklung der Strategie zur Smart City Wolfsburg mitzunehmen. Nachdem im Sommer bereits Workshops mit Vertreter*innen der Verwaltung und von städtischen Tochterunternehmen stattfanden, sind die nächsten Schritte nun die Beteiligung der Wolfsburger Politik und die Beteiligung der Wolfsburger Bürger*innen.

Darüber hinaus arbeitet die Stadt Wolfsburg eng verknüpft in einem bundesweiten Netzwerk und teilweise sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus mit Städten und Regionen zusammen. Nicht zuletzt beim ersten Smart-City-Forum im Oktober wurde deutlich, wie wichtig der Austausch in einem großen Netzwerk ist. "Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie wir. Die Digitalisierung bringt Veränderungen in vielen Lebensbereichen mit sich", so Dennis Weilmann, Erster Stadtrat und Wirtschaftsdezernent. "Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Städten ist dabei für alle Seiten von Vorteil. Es lassen sich viele Synergien nutzen und Projekte können schneller und kostengünstiger umgesetzt werden." Daher ist geplant, größere Smart-City-Projekte künftig auch gemeinsam mit anderen Städten anzugehen.

Mit innovativen Ideen in den drei Handlungsfeldern Mobilität, Daten und Partizipation hat sich die Stadt Wolfsburg für das Förderprogramm "Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung" der Bundesregierung beworben und überzeugt. Als eine von bundesweit 13 Regionen hat Wolfsburg 2019 den Zuschlag in der ersten Welle bekommen. Ziel des Modellprojektes ist es, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Dabei stehen Projekte im Mittelpunkt, die durch den Einsatz digitaler Technologien Mehrwerte für die Bürger*innen schaffen.

Die Grundlage für die städtische Digitalisierung hat die Stadt Wolfsburg bereits 2016 mit der Initiative #WolfsburgDigital gelegt. Ziel der gemeinsamen Initiative der Stadt Wolfsburg und Volkswagen ist es, die Stadt zur digitalen Modellstadt zu entwickeln. Mit dem Förderprogramm "Modellprojekte Smart Cities" geht Wolfsburg nun den nächsten großen Schritt auf dem Weg zur digitalen Stadt.

Weitere Informationen zur Smart-City Wolfsburg und zur Initiative #WolfsburgDigital gibt es auf wolfsburg.de/smartcity und auf wolfsburgdigital.org.


Pressemitteilung vom 03.11.2020

Vereinsamung durch Digitalisierung verhindern 

Stadt Wolfsburg ruft zur Teilnahme am Smart-City-Innovationswettbewerb auf

Die Stadt Wolfsburg nimmt als Smart-City-Modellkommune im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) an dem Internationalen Digitalen Ideenwettbewerb des Bundesministeriums des Innern teil. Das Referat für Digitalisierung und Wirtschaft unter der Leitung von Dr. Sascha Hemmen hat im Themenfeld Digitale Lösungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt die Patenschaft für das Projekt "Fürsorge für Senior*innen gegen soziale Isolation" übernommen. Ziel ist es, eine senior*innengerechte digitale Anwendung zu entwickeln, die älteren Menschen niedrigschwellig die Kontaktaufnahme mit ihren Angehörigen ermöglicht und so die Vereinsamung verhindert.
 
Weltweit stehen Städte vor ähnlichen Herausforderungen. Was können wir aus der Covid-19-Pandemie lernen? Wie können wir innovative Lösungen nachhaltig von der Pandemie in die Zukunft übertragen? Mit #SolutionsForCities unterstützt das Bundesinnenministerium Städte und Gemeinden bei der Suche nach innovativen, digitalen Lösungen für ihre aktuellen lokalen Herausforderungen. Auf einem eigens eingerichteten temporären virtuellen Marktplatz suchen weltweit Städte nach kreativen, digital gestützten Lösungen zur Bewältigung lokaler Herausforderungen.
 
Bereits der erste Lockdown Anfang des Jahres hat die digitale Spaltung der Gesellschaft sichtbar gemacht. Vor allem ältere Menschen leiden unter der sozialen Isolation sowohl in Pflegeeinrichtungen aber auch in ihren Wohnungen. Der fehlende Kontakt zu Familie und Freund*innen wirkt sich nachweislich negativ auf den Gesundheitszustand aus. Während viele Menschen digitale Lösungen zur Kommunikation mit Angehörigen nutzen, sind vor allem Ältere häufiger digital abgehängt und verfügen weder über die entsprechenden Geräte, noch über die erforderlichen Kenntnisse, diese zur Kommunikation zu nutzen. Es zeigt sich aber, dass die Ausgabe von Smartphones und Tablets das Problem alleine nicht löst. Wichtig ist, dass der Zugang zur Nutzung niedrigschwellig und altersgerecht ist und vor allem eine intuitive Bedienung ermöglicht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie-Entwicklungen ist die Dringlichkeit nochmal mehr geboten.
 
Dennis Weilmann, Erster Stadtrat und Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur der Stadt Wolfsburg, freut sich: "Als Smart-City-Modellstadt begrüßen wir den Ideenwettbewerb des BMI. Der Marktplatz gibt uns die Möglichkeit, schnell und unkompliziert kreative Partner*innen für die Umsetzung unserer Idee zu finden. Wir suchen nach smarten digitalen Lösungen, die den Menschen helfen, die von der Pandemie und dem Lockdown gerade besonders betroffen sind."
 
Die Stadt Wolfsburg ruft dazu auf, sich mit Ideen und Lösungsansätzen zur Entwicklung eines senior*innengerechten User Interfaces zur audiovisuellen Kontaktaufnahme noch bis zum 09. November zu bewerben. Den Link zur Bewerbung gibt es auf wolfsburg.de/smartcity. Der globale Aufruf zum Einsenden von gemeinwohlorientierten, digitalen Lösungen richtet sich sowohl an internationale Firmen und Start-ups, als auch an Kommunen, Forschungsinstitutionen und -projekte sowie die Zivilgesellschaft.

Mehr Informationen und Hintergründe zum Innovationswettbewerb gibt es unter www.solutionsforcities.de


Pressemitteilung vom 31.08.2020

Naturnah und schlicht

Bestattungswald eröffnet zum 1. September am Nordfriedhof

Immer mehr Menschen entscheiden sich für Bestattungsformen, die nicht mit einer Verpflichtung zur Grabpflege verbunden sind. Die Friedhofsverwaltung hat diesem Wunsch auch in der Vergangenheit schon Rechnung getragen und bietet verschiedene Grabarten mit Pflege durch die Stadt Wolfsburg auf den hiesigen Friedhöfen an. Zu nennen sind hier Bestattungen unter Bäumen, naturnahe Bestattungen unter Bäumen oder auch Urnenreihengrabstätten ohne Kennzeichnung. Allen gemein ist jedoch, dass sich die Grabstätten in die Struktur der Friedhöfe einfügen und die Kosten für die Pflege während der Ruhezeit nicht unerheblich sind.

Vielfach wurde daher auch der Wunsch nach einer naturnahen, schlichten und tröstlichen Bestattung geäußert, die nicht in den herkömmlichen Friedhofsstrukturen erfolgt und für die die Grabpflegekosten überschaubar sind. Diesem Wunsch wurde nun auch in Wolfsburg mit der Eröffnung des Bestattungswaldes Wolfsburg als insgesamt 25. städtischen Friedhof östlich des Nordfriedhofes nachgekommen. Der Standort hat den Vorteil, dass die Parkplätze des Nordfriedhofes mit genutzt werden können. Direkte Parkmöglichkeiten am Bestattungswald werden nicht zur Verfügung gestellt.

Angeboten werden im ersten Schritt zunächst ausschließlich Waldgrabstätten ohne Bezug zu einem Baum als Reihengrabstätten. Die Waldbestattung setzt eine Kremation voraus. Beigesetzt werden kann ausschließlich in biologisch abbaubare Urnen aus Holz oder Naturfasern. Über die möglichen Urnen wurden die Wolfsburger Bestatter bereits informiert.

Es gibt kein sichtbares Grab, der Wald behält seine natürliche Schönheit. Lediglich ein kleines Buchenblatt an vorhandenen Findlingen aber ohne Bezug zur Grabstätte kann zum Andenken angebracht werden. Die Trauerfeiern können individuell in einer Friedhofskapelle oder in natürlicher Umgebung im Wald erfolgen.      Von der Dekoration der Grabstätte zur Beisetzung ist abzusehen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, ein Foto aufzustellen. Um die Natürlichkeit des Waldes zu erhalten ist auch Grabschmuck in den Folgejahren nicht zugelassen.

Durch entfallende Kosten für die Grabpflege bleiben die Kosten für eine Waldbestattung geringer als bei anderen pflegefreien Grabarten. Bis zum Andachtplatz ist eine rollstuhlgerechte Zuwegung angelegt. Darüber hinaus befinden sich ausschließlich dem Wald angepasste Wege. Die Herrichtung erfolgte gemeinsam mit dem Stadtforst.

Der Bestattungswald Wolfsburg nimmt am 1. September seinen Betrieb auf. Die ersten Beisetzungen sind bereits angemeldet.


Pressemitteilung vom 17.08.2020

Interkulturelle Frauen-Wald-Erlebnistour am 12. September

Das Integrationsreferat und der Stadtsportbund laden ein

Zu einem interkulturellen Wald-Erlebnis-Spaziergang am 12. September laden der StadtSportBund und das Integrationsreferat der Stadt Wolfsburg in Kooperation mit der Organisationsgruppe "Interkultureller Frauensporttag" Frauen aller Altersklassen und Kulturen ein. Die Waldpädagogin Sylvia Cultus begleitet den rund vier Kilometer langen Spaziergang durch den Stadtforst im Hasselbachtal. Neben dem interkulturellen Kontakteknüpfen steht das persönliche Naturerlebnis im Vordergrund. Der Spaziergang beginnt um 9:30 Uhr am VW-Bad und wird bis etwa 12:30 Uhr dauern. Es wird darum gebeten, Getränke und Snacks für den Eigenbedarf mitzubringen.
 
Anmeldungen werden bis zum 31. August 2020 an den Stadtsportbund erbeten:
Anna Wittrin, StadtSportBund Wolfsburg e. V.
Tel.: 05361 293763
E-Mail: wittrin@ssb-wolfsburg.de


Pressemitteilung vom 30.06.2020

Häusliche Gewalt ist keine Privatsache

Gleichstellungsreferat will Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen intensivieren

In Deutschland erfährt jede vierte Frau mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalt durch den aktuellen oder einen früheren Partner. Laut des Bundeskriminalamts waren im Jahr 2018 insgesamt 140.755 Menschen von Partnerschaftsgewalt betroffen – davon waren knapp 114.393 weiblich. Dabei spielen das Alter oder die soziale Schicht der Frauen keine Rolle.

Auch in Wolfsburg hat erneut ein Fall von häuslicher Gewalt für Entsetzen gesorgt: 18 Jahre lang musste eine Frau psychische und physische Gewalt durch ihren Partner ertragen. Die psychischen Folgen für die Frau und ihren Sohn, der alles miterlebt hat, sind vermutlich drastisch und kaum vorstellbar. Antje Biniek, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg, erklärt: "Um Frauen in solchen Situationen zur Seite stehen zu können, müssen die vorhandenen Hilfsangebote in Wolfsburg als Anlaufstellen noch bekannter werden. Hier gilt es, neue Ideen zu entwickeln, sodass Betroffene einen unkomplizierten Zugang erhalten."

Gleichzeitig müsse das Bewusstsein der Bevölkerung geschärft sowie Zivilcourage gefördert werden, denn häusliche Gewalt sei keine Privatsache. Die Stadt Wolfsburg arbeitet bereits interdisziplinär mit zahlreichen Kooperationspartner*innen zum Thema häusliche Gewalt zusammen. Den jüngsten Vorfall von Partnerschaftsgewalt sieht Antje Biniek als Weckruf für eine kritische Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Partnerschaftsgewalt und der frühzeitigen Erkennung durch Institutionen und Anlaufstellen: "Das Thema häusliche Gewalt muss ganzheitlich betrachtet und geprüft werden, sodass den betroffenen Personen schnell und effektiv geholfen werden kann und gleichzeitig die Arbeit mit den Tätern nicht vernachlässigt wird."

Das bedeute unter anderem, dass Fachkräfte, welche in der Lebenswelt von Familien und Partnerschaften eine Rolle spielen und Anzeichen häuslicher Gewalt erkennen könnten, regelmäßig und zielgerichtet geschult werden müssen. Nach den Sommerferien möchte die Gleichstellungsbeauftragte in enger Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Fachbereichen die ersten Ansätze und Konzepte entwickeln.


Pressemitteilung vom 18.06.2020

Vielfalt Leben - Integrationskonzept der Stadt Wolfsburg wird ergänzt und aktualisiert

Das 2011 erarbeitete und vom Rat der Stadt Wolfsburg beschlossene Integrationskonzept "Vielfalt leben" soll nun ergänzt und angepasst werden. Der Ausschuss für Migration und Integration hatte 2019 die Verwaltung beauftragt, das Konzept zu überprüfen. In drei Workshops mit politischer Beteiligung aller Parteien wurden die Leitziele, Handlungsfelder und Maßnahmen des ursprünglichen Konzeptes überprüft, ergänzt und an die aktuelle Situation angepasst. Der Beschlussvorschlag wird am 14. Juli dem Verwaltungsrat und am 15. Juli dem Rat der Stadt Wolfsburg vorgelegt.

Fünf Handlungsfelder

Die fünf Handlungsfelder Vorschulische und schulische Bildung, Wirtschaft und berufliche Bildung, Gesundheit und Pflege, Wohnen und Nachbarschaft, Kultur, Freizeit und Sport bilden den inhaltlichen Rahmen des Integrationskonzeptes und wurden im Review-Prozess als weiterhin relevant bestätigt. Das Handlungsfeld "Vorschulische und schulische Bildung" wird jedoch in "Bildung" umbenannt und um den Bereich der Erwachsenenbildung erweitert.

Ziele und Maßnahmen

Die 2011 entwickelten Ziele und Maßnahmen wurden ebenfalls im Review-Prozess als weiterhin relevant angesehen. Aufgrund der Flüchtlingssituation und der damit verbundenen Zuwanderung in den vergangenen Jahren wurde das vorhandene Konzept jedoch um fünf Leitziele erweitert. Diese Ziele drehen sich um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen mit Fluchterfahrung in der Gesellschaft und im Arbeitsleben, Wohnraumangebote für Familien mit Zuwanderungsgeschichte, Förderung der Demokratie bzw. Vorbeugung von Radikalisierungstendenzen, selbstbestimmte Gestaltung von Lebenswegen und -räumen sowie Partizipationsformate für Geflüchtete und Zugewanderte. Jedes der Ziele ist mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt.
Auch in Zukunft soll das Integrationskonzept immer wieder überprüft und an die jeweils aktuellen Begebenheiten angepasst werden. Das Integrationsreferat koordiniert federführend die Umsetzung des Integrationskonzeptes und die Querschnittsaufgabe Integration in Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsbereichen, Fachausschüssen und externen Partnern.

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