E-Mobilität in Wolfsburg

Elektrisch und digital in die Mobilität von morgen

e-UP an einer Ladestation

Elektromobilität bietet viele Chancen bei der Gestaltung einer klima- und stadtverträglichen Mobilität. Durch die fortschreitende Digitalisierung können neue Angebotsformen und neue Geschäftsfelder im Mobilitätssektor entstehen. Die Stadt Wolfsburg setzt sich dafür ein, mithilfe von verkehrsmittelübergreifender Elektromobilität neue Mobilitätsansätze und digitale Angebote für BürgerInnen und Gäste der Stadt zu schaffen. So werden das Mobilitätsangebot und die Lebensqualität in Wolfsburg weiter gesteigert. Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr über die Ziele und Projekte in der Stadt.

Das städtische System namens „GEOLIS“ zeigt, wo und welche Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet vorhanden ist und wo künftige Potenziale liegen.

Die Stadt Wolfsburg geht ab 2020 von einer stark steigenden Nachfrage nach Ladepunkten aus. Neben der schon jetzt wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen in Wolfsburg hat die Stadt gemeinsam mit Volkswagen das strategische Ziel definiert, bis 2025 50 % Elektrofahrzeuge im Fahrzeugbestand erreichen zu können. Obwohl die Stadt Wolfsburg öffentliche Ladepunkte nicht selbst aufbaut und betreibt, hat sie ein neues Angebot zur Weiterentwicklung der Elektromobilität in der Stadt geschaffen. GEOLIS zeigt bereits seit Anfang des Jahres 2019 den Bestand an öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Die hierfür notwendigen Daten werden von den meisten Ladesäulenbetreibern aus Wolfsburg im GEOLIS selbst gepflegt. Die Stadt hat dafür gemeinsam mit Partnern und Betreibern bestehend aus Volkswagen, Wohnungsbauunternehmen, Wirtschaftsförderern, Stadtwerke und Netzbetreiber ein Netzwerk aufgebaut, in dem sich zu Planungen für Ladeinfrastruktur und die Weiterentwicklung der Elektromobilität ausgetauscht wird. In Kürze werden im GEOLIS auch die Standorte der neuen mobilen Ladesäulen abrufbar sein.

Daneben ist im GEOLIS jetzt eine weitere Funktion freigeschaltet, die das Standortpotenzial für neue Ladepunkte angibt. Die Information soll vor allem Betreibern und Investoren als erster Hinweis für die Weiterentwicklung von Ladeinfrastruktur in Wolfsburg dienen. Derzeit zeigt das System das Potenzial für neue Schnellladepunkte, später sollen auch die Potenziale für Normalladepunkte (unter 22 kW Leistung) ergänzt werden.

Die Methodik dahinter: GEOLIS errechnet aus Einzelwerten von Strukturdaten, die wie Schichten übereinander gelegt werden, alle 100 x 100 m auf der Stadtkarte einen Gesamtwert, der das Potenzial für neue Ladeinfrastruktur angibt. Aus den jeweiligen Gesamtwerten wird eine grafische Darstellung - eine sogenannte Heatmap - generiert, deren Farbverlauf an ein Wärmebild erinnert. Tiefrote Bereiche zeigen ein hohes Potenzial für künftige, öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur. Für die Einzelwerte greift das GEOLIS, das auf dem Geoinformationssystem der Stadt basiert, auf Strukturdaten zurück: die Bevölkerungsdichte im Geschosswohnungsbau, die Verkaufsfläche des Einzelhandels, Daten zur Anzahl von Transformatoren des Netzbetreibers, die Anzahl der beschäftigten Personen am Arbeitsort, Parkplätze, das Verkehrsaufkommen sowie die Anschlussstellen von Autobahnen. Kommen in einer 100 x 100 m-Zelle also zum Beispiel viele Parkplätze, eine hohe Einwohnerdichte, ein Einzelhandelsangebot und genügend Stromnetzkapazitäten zusammen, wächst der Gesamtwert (Heatwert) der Zelle und damit das Potenzial für neue Ladeinfrastruktur. Werte einer Zelle beeinflussen auch Werte von Nachbarzellen, um praxisnahe Umkreise um punktuelle Abfragen zu ermöglichen. Besteht beispielsweise ein Parkplatz in Autobahnnähe, ist dieser Wert nicht nur in einem 100 x 100 m-Radius interessant, sondern abgeschwächt auch darüber hinaus. Bisher sind die Einzelwerte gleich gewichtet, ein Parkplatz also für den Gesamtwert je Zelle genauso bedeutend wie ein Einzelhandelsangebot. Ob eine andere Gewichtung nötig wird, sollen Erfahrungen mit dem System zeigen.

Nutzer*innen erhalten die Ergebnisse mittels Klick auf den gewünschten Standort in der Kartenansicht. Diese Abfrage in der Heatmap des GEOLIS ermöglicht es jedem Nutzer, nachzuvollziehen, welches Standortpotenzial vorliegt und auf welcher Grundlage die Bewertung erfolgt ist.

Das GEOLIS ist auf dieser Seite über die Kachel „Ladesäulenkarte“ zu finden.

Das Referat Strategische Planung, Stadtentwicklung, Statistik hat GEOLIS gemeinsam mit der Abteilung für Geoinformationssysteme des Geschäftsbereichs Informationstechnologie der Stadt Wolfsburg entwickelt.


Kartenausschnitt im GEOLIS mit Heatmap und Abfragefenster sowie Bestandsladesäulen

Kartenausschnitt im GEOLIS mit Heatmap und Abfragefenster sowie Bestandsladesäulen

Parken

Wer mit dem Elektrofahrzeug in Wolfsburg unterwegs ist, profitiert von einigen Angeboten in der Stadt. Alle Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen können 3 Stunden kostenlos auf gebührenpflichtigen öffentlichen Stellflächen parken, für die ansonsten ein Parkticket nötig ist. Voraussetzung ist neben dem E-Kennzeichen, dass die Höchstparkdauer von 3 Stunden nicht überschritten und eine Parkscheibe ausgelegt wird. Die Regelung gilt unabhängig von einem Ladevorgang. 

Laden

Schriftgrafik: Laden und Parken an vielen Stellen kostenlosAn vielen Stellen in der Stadt befinden sich Ladesäulen unterschiedlicher Anbieter. Das Netz wird kontinuierlich ausgebaut. An vielen Ladepunkten kann derzeit kostenlos geladen werden. Eine Übersicht über die Ladestationen finden Sie im Stadtplan. Verantwortlich für das Ladeangebot sind die jeweiligen Betreiber.

e-Bikesharing

Das Thema Sharing ist ein Handlungsfeld in der Elektromobilitätsstrategie. Die Stadt lotet Möglichkeiten für entsprechende Angebote aus.


Schriftgrafk: 50% Elektrofahrzeuge bis 2025Im Dezember 2016 haben die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG die gemeinsame Initiative #WolfsburgDigital ins Leben gerufen. Ziele von #WolfsburgDigital sind die Steigerung der Lebensqualität in der Stadt durch neue und bedarfsgerechte digitale Angebote sowie die zukunftsfähige Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Wolfsburg. Die Initiative beinhaltet 10 Kooperationsfelder. Im Kooperationsfeld Elektromobilität wurde das Ziel definiert, Wolfsburg zu einem bedeutenden Hotspot der Elektromobilität weiterzuentwickeln. Bis 2025 sollen 50 % des Kfz-Zulassungsbestandes in Wolfsburg aus Elektrofahrzeugen bestehen und eine entsprechende Ladeinfrastruktur geschaffen werden. 

2016 hat die Stadt Wolfsburg eine Elektromobilitätsstrategie erarbeitet. Sie steckt die Ziele und Maßnahmen der Stadt im Themenfeld Elektromobilität bis 2025 ab. Elektromobilität wird nicht allein als Elektrifizierung von Antrieben verstanden, sondern als Initiator weiterreichender Veränderungen im Mobilitätssektor. Die Stadt hat 12 Handlungsfelder identifiziert, die in den kommenden Jahren bearbeitet werden. Ziele der Strategie sind der Schutz der Bevölkerung vor lokalen Emissionen, der Klimaschutz sowie die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Stadt mit Elektromobilität als Wirtschaftsfaktor und Impulsgeber veränderter Mobilitätsbedürfnisse.

Die Elektromobilitätsstrategie können Sie hier herunterladen. 

E-Fahrzeug wird geladenSchriftgrafik: Bedarfsgerechter und flächendeckender Ausbau der LadeinfrastrukturAufbauend auf der Elektromobilitätsstrategie behandelt das Ladeinfrastrukturkonzept Rahmenbedingungen, Ziele und Maßnahmen für einen bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur in Wolfsburg. Um das Ziel von 50% Elektrofahrzeugen bis 2025 zu erreichen, ist ein deutlicher Ausbau der Ladeinfrastruktur durch Investoren nötig. Das Konzept geht von der Annahme aus, dass 85% der Ladebedarfe zu Hause oder beim Arbeitgeber entstehen werden, also dort, wo das Fahrzeug längere Zeit steht. Die restlichen Bedarfe verteilen sich auf Parkflächen von Handel und Gewerbe, Parkhäuser, Tiefgaragen und öffentliche Stellplätze.

Das Ladeinfrastrukturkonzept können Sie hier herunterladen

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie haben der Regionalverband Großraum Braunschweig, die Städte Braunschweig und Wolfsburg sowie die Allianz für die Region GmbH, untersucht, unter welchen Rahmenbedingungen ein e-Radschnellweg auf der Achse zwischen Braunschweig und Wolfsburg umsetzbar ist. Die Ergebnisse zeigen ein sehr positives Kosten-Nutzen-Verhältnis. Um den veränderten Funktions- und Leistungsansprüchen eines stetig wachsenden und zum Teil beschleunigten Radverkehrs, u.a. durch Pedelecs gerecht zu werden, müssen Netz und Infrastruktur zukünftig weiterentwickelt werden. Hierfür erarbeiten die Projektpartner die nächsten Schritte. Vergleichbare Projekte in den Niederlanden oder Dänemark haben gezeigt, dass e-Radschnellwege sehr leistungsfähig sind und bei entsprechender Ausstattung sehr gut angenommen werden. Aufgrund der starken Verkehrsbeziehungen zwischen Braunschweig und Wolfsburg könnte ein Angebot geschaffen werden, das Verkehre vom motorisierten Individualverkehr auf das Fahrrad bzw. Pedelec verlagert. Weitere Informationen finden Sie hier

Weitere Informationen zum Radverkehr in Wolfsburg finden Sie hier.

Im Süd-Osten Wolfsburgs werden zusammen mit den neuen großen Wohnquartieren neue Mobilitätsansätze verfolgt. Auf einer eigenen Spur soll der ÖPNV auf der „Alternativen Grünen Route“ Bewohner und Pendler schnell in die Innenstadt oder zum Arbeitsplatz bringen. Die Trasse bietet gute Voraussetzungen für eine Elektrobuslinie. Weitere Informationen zur AGR finden Sie hier.

Schaufenster Elektromobilität eCUBE © Lars LandmannIm Rahmen des Schaufensters Elektromobilität hat die Stadt ein temporäres Mobilitätszentrum initiiert. Mehrere Mobilitätsangebote und -dienstleistungen (hier vor allem aus dem Themenfeld „Arbeiten“) sollten innerhalb eines neuen Standortes miteinander verzahnt werden. Die Planung sah den Bau eines temporären Gebäudes in direkter Bahnhofsnähe als idealen Standort vor. Nach der Förderzusage im Februar 2014 begann die Umsetzung des „eCUBE“ als Angebot mit Car- und Bikesharing sowie Kurzzeitarbeitsplätzen innerhalb des markanten Neubaus. Seit dem Ende der Projektlaufzeit am 31.12.2015 wurde das Sharingangebot privat weiterbetrieben. Das Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt und wird weiter genutzt. Die Erfahrungen fließen in die Gestaltung künftiger Mobilitätsangebote ein.

Mit Schaubildern, Fotos und Erläuterungen wird nachfolgend gezeigt, welche Teilbereiche das Projekt umfasste, wie die Umsetzung aussah und welche Ziele mit den Bestandteilen verfolgt wurden. 

Direktlink Ladesäulenkarte