Neuigkeiten

Wissenswertes aus dem Bereich Soziales und Gesundheit

Pressemitteilung vom 30.05.2018

Quälgeister sind unterwegs

Gesundheitsamt gibt Ratschläge

Kaum ist der heißersehnte Frühsommer da, schon melden sich die ersten Quälgeister und beeinträchtigen den Aufenthalt im Freien. Wie auch in den vergangen Jahren ist in Wolfsburg an einigen Stellen im Stadtgebiet wieder der Eichenprozessionsspinner aufgetaucht. Flächen mussten bislang nicht gesperrt werden. Vermehrt wird in den letzten Tagen auch über das Auftreten von Grasmilben berichtet. Beiden Schädlingen ist gemeinsam, dass sie ausgesprochen lästig sein können und der Kontakt zu starken Hautreaktionen führen kann.

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) befällt Eichen. Typisch sind die gespinstartigen Nester und die Fortbewegung in langen Kolonnen, die auch zur Namensgebung geführt haben. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wird der Eichenprozessionsspinner aktuell in Wolfsburg häufiger beobachtet. Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners werden vom Wind verbreitet und verursachen unangenehme Ausschläge an den Körperstellen, die nicht bedeckt sind. Kaltes Duschen kann die Beschwerden lindern. Wenn ernstere Beschwerden auftreten, sollte der Arzt aufgesucht werden.

Die Grasmilbe lebt in heimischen Gärten und Parks, sie ist sehr klein und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Bei Befall kommt es zu juckenden Ausschlägen, zur Behandlung empfehlen sich juckreizmildernde Salben und eine Desinfektion der Stellen, an denen die Milbe gestochen hat. Bei Auftreten im eigenen Garten kann es helfen, den Grasschnitt sorgfältig zu entsorgen. Ansonsten hilft nur, befallene Stellen zu meiden oder geschlossene Kleidung zu tragen.

Die Nester des Eichenprozessionsspinners, soweit sich diese im Stadtgebiet befinden, können im Service Center unter 115 gemeldet werden. Fachfirmen übernehmen die Entsorgung.

Weitere Informationen und Tipps zum Schutz gegen den Eichenprozessionsspinner bietet das EPS-Faltblatt.


Pressemitteilung vom 24.04.2018

Teilhabe muss immer auch Mobilität umfassen

Mobilitätsticket- Familien und Auszubildende profitieren auch weiterhin

Das monatliche Mobilitätsticket der Stadt Wolfsburg ermöglicht jährlich rund 40.000 Menschen bei einem Eigenanteil von je 17 Euro im Monat (Kinder ab 6 Jahren zahlen 11 Euro) Busse im gesamten Stadtgebiet zu nutzen.
Die seit 01. April 2018 geltende und vom Rat der Stadt beschlossene Einschränkung, wonach mit dem Mobilitätsticket Busfahren nun erst ab 8.30 Uhr möglich ist, hat aber in der Praxis gezeigt, dass damit manche Menschen von erforderlichen Wegen ausgeschlossen werden. Vor allem Eltern mit Kindergartenkindern oder Auszubildende meldeten sich in den letzten Tagen bei Politik und Verwaltung. Die vielen guten Anregungen und die damit gezeigte Bewegung rund ums Thema Mobilität hat die Verwaltung aufgegriffen und erforderliche Ausnahmereglungen festgelegt:
Damit auch in Zukunft finanziell nicht so gut gestellte Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern einen Zugang zur Mobilität haben und geltend machen können, hat die Verwaltung dazu ein Merkblatt erstellt. "Das Merkblatt soll allen Beteiligten helfen", erläutert Sozialdezernentin Monika Müller. "und daher werden Ausnahmen klar geregelt. Schon bisher gab es dazu individuelle Beratung. Mit einem Merkblatt kann aber nun jeder selbst prüfen, ob eine Ausnahmeregelung möglich ist."
Im Sinne des Ratsbeschlusses soll dabei auch weiterhin gelten, dass Ausnahmen möglich sein sollen, um Härten abzumildern. Zugleich soll aber immer auch geschaut werden, ob nicht Bund oder Land oder andere die Kosten für Fahrten erstatten können und damit das Geld nicht aus dem städtischen Haushalt fließen muss. "Menschen, die vor 8.30 Uhr die Busse nutzen, weil sie beispielsweise an Weiterbildungsmaßnahmen des Jobcenters teilnehmen, können sich die Kosten für die Fahrten zu den Maßnahmen auch vom Jobcenter erstatten lassen." so Monika Müller.
Das so genannte Mobilitätsticket Job erhalten Inhaber einer WolfsburgCard, wenn Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Teilnahme an einer berufs- oder ausbildungsvorbereitenden oder auch schulischen Maßnahme vorliegt. Das Mobilitätsticket Job wird aufgrund entsprechender Nachweise von der Wolfsburger Verkehrsgesellschaft ausgehändigt und gilt auch schon vor 8.30 Uhr.
Auch für die Begleitung von Kindern zur Kita vor 8.30 Uhr wurde eine Lösung gefunden: Wenn ein Nachweis der Kita vorliegt, dass ein fester früher Beginn vorgeschrieben ist und die Einrichtung mehr als zwei Kilometer vom Wohnort entfernt liegt, können Eltern sich 21,50 Euro für Zehner-Streifen vom Sozialamt erstatten lassen. Die Wolfsburger mit Wolfsburgcard, die Fahrkarten benötigen, um zur Arbeit, Ausbildung oder einer darauf vorbereitenden Maßnahme zu kommen oder die ihren Kindern frühkindliche Bildung ermöglichen wollen, sollen selbstverständlich auch vor 8.30 Uhr Busse nutzen können. "Teilhabe muss immer auch Mobilität umfassen, daher sollte auch in Zukunft darauf geschaut werden, dass Busfahren bezahlbar bleibt- gerade auch für diejenigen, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen." findet die Sozialdezernentin.


Merkblatt Mobilitätsticket (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)



Pressemitteilung vom 23.03.2018

Niedersächsisches Hygienesiegel verliehen

Lob und Anerkennung für Wolfsburger Pflegeeinrichtungen

Im März folgten neun Wolfsburger Alten- und Pflegeheime der Einladung des Gesundheitsamtes zur Verleihung der zweiten Stufe des Niedersächsischen Hygienesiegels in den Ratssitzungssaal des Rathauses. Die kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit der Einrichtungen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Wolfsburg und dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt wurde im Rahmen einer Feierstunde gewürdigt.

Der Initiator des Hygienesiegels und Hygienefachkraft vom Landesgesundheitsamt Hannover, Peter Bergen, lobte die teilnehmenden Einrichtungen für eine gute Arbeit zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualitätsstandards in Fragen der Hygiene. Nach Erreichen der ersten Hygienesiegelstufe hatten sich die Heime innerhalb der vorgegebenen Frist von zwei Jahren intensiv in Hygienekommissionen, durch Schulungen und Arbeit in Netzwerken mit dem Thema Hygiene in Pflegeeinrichtungen befasst. Unter anderem wurden Hygienestandards aktualisiert und Einarbeitungskonzepte für neue Mitarbeitende weiterentwickelt.

Bergen hob weiterhin hervor, dass das Hygienesiegel bundesweit einmalig sei und dass die Wolfsburger Einrichtungen stolz auf das Erreichte sein können. Anderen niedersächsische Kommunen empfiehlt Bergen die Kontaktaufnahme mit dem Wolfsburger Gesundheitsamt und den Pflegeeinrichtungen, um sich Tipps und praktische Hilfen bei der Umsetzung in der eigenen Gemeinde zu holen.