Neuigkeiten Umwelt und Naturschutz

Wissenswertes aus dem Bereich Umwelt

Pressemitteilung vom 22.10.2020

Erneute Pflanzaktion der Stadt Wolfsburg mit den Jungen Jägern

Einsatz für den Klima- und Naturschutz

Im November 2019 wurde der Startschuss für die gemeinsamen Pflanzaktionen des Geschäftsbereiches Grün der Stadt Wolfsburg mit den Jungen Jägern gegeben. Auch in diesem Jahr bewiesen die Jungen Jäger ihre Tatkräftigkeit und ihren Einsatz für den Klima- und Naturschutz. Am 17.10.2020 pflanzten sie in Kooperation mit dem Geschäftsbereich Grün erneut fast 2.000 Jungpflanzen auf einer städtischen Fläche in Neindorf, zwischen Hehlingen und Almke.

Die angelegte Gehölzpflanzung dient dem Biotopverbund und schafft Lebens-, Brut- und Nahrungsstätten für die dort lebenden Arten: ein wichtiger Beitrag für den Natur- und Artenschutz zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft, die mit dem Bau neuer Radwege im Stadtgebiet einhergingen.

Die Stadt Wolfsburg freut sich sehr über das ehrenamtliche Engagement der Jungen Jäger und weiß, dass sie hier einen zuverlässigen Partner an ihrer Seite hat.


Pressemitteilung vom 30.09.2020

Energie aus Abwasser: WEB nehmen Anlagenerweiterung in Betrieb

Aus Klärschlamm wird nachhaltig erzeugter Strom

Auf dem Klärwerk am Stahlberg in Brackstedt wurde der zweite Klärschlammfermenter in Betrieb genommen. Ab sofort erzeugen die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) damit pro Jahr insgesamt 2,5 Millionen Kilowattstunden grünen Strom aus Abwasser.

Klärschlamm kann aufgrund der verschärften Anforderungen der Düngeverordnung nur noch in geringen Mengen in der Landwirtschaft verwendet werden, die Entsorgung auf anderen Wegen ist teuer und belastet die Umwelt durch zusätzliche Transporte. Die WEB haben nach neuen Einsatzmöglichkeiten gesucht: Im Ergebnis wurden zwei der drei Türme (Fermenter) der Biogasanlage umgebaut, um umweltfreundliche Energie aus Abwasser für den Eigenbedarf zu generieren.

In den Türmen wird der Klärschlamm, der in den Reinigungsvorgängen des Klärwerks aus dem Abwasser entnommen wird, auf 39 Grad Celsius erwärmt. Dies ist die ideale Temperatur für methanbildende Bakterien. Unter Luftabschluss (anaerob) erzeugen diese Bakterien aus Kohlenstoff Methangas. Das Methangas wird dann in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt und treibt die Motoren zur Stromerzeugung an. Insgesamt rund 2,5 Millionen Kilowattstunden Energie im Jahr werden in der Klärschlammanlage erzeugt – dies entspricht etwa dem Energiebedarf von 650 Vier-Personen-Haushalten (Durchschnittverbrauch 4.000 kWh/Jahr). Die Abwärme der BHKWs wird im Abwasserreinigungsprozess verwertet, unter anderem zur Erwärmung der Methan-Fermentertürme.

"Mit der Energie, die wir durch den Klärschlamm produzieren, können wir rund 20 bis 25 Prozent des Energiebedarfs unserer Kläranlage decken", erklärt Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. Der Klärschlamm, der nicht in der Anlage zur Energiegewinnung genutzt wird, wird getrocknet und energetisch verwertet, der getrocknete Klärschlamm weist dabei in etwa den Brennwert von Braunkohle auf.


Pressemitteilung vom 28.08.2020

Mit Wasserrecycling gegen den sinkenden Grundwasserspiegel

WEB kämpfen gegen die Folgen der Trockenheit

Seit Jahren sinkt der Grundwasserspiegel in Wolfsburg und Umgebung und ist in diesem Jahr auf einem historischen Tiefstand. Um dem entgegenzuwirken verstärken die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) ihre Anstrengungen in Sachen Wasserrecycling. Beim Wasserrecycling wird das in mehreren Stufen gereinigte Abwasser für die landwirtschaftliche Feldberegnung genutzt, anstatt es in fließende Gewässer einzuleiten.
 
Warum sinkt der Grundwasserspiegel?

Grundwasser wird durch den Überschuss von versickerndem Regenwasser neu gebildet, das nicht verdunstet oder durch Pflanzen aufgenommen wurde. Wenn jedoch mehr Wasser verdunstet und durch die Vegetation aufgenommen wird als durch Niederschläge auf den Boden fällt, kann kein überschüssiges Wasser versickern und zur Grundwasserneubildung beitragen. Dadurch kommt es zu einem allmählichen Absinken des Grundwasserspiegels.
 
Wie funktioniert das Wasserrecycling?

Mit dem Wasserrecycling werden die Entnahmen aus dem Grundwasser für die Feldberegnung verringert. Statt des Grundwassers wird gereinigtes Abwasser zur Beregnung verwendet, dieses Verfahren wirkt der weiteren Grundwasserabsenkung entgegen. Dafür wird das gereinigte Abwasser der Kläranlage in Brackstedt in zwei Becken zwischengespeichert. Bei Wasserbedarf wird es durch unterirdische Druckrohrleitungen an die landwirtschaftlichen Nutzflächen geleitet. Dort wird das Wasser durch die im Abwasserverband Wolfsburg zusammengeschlossenen Landwirte mit Hilfe von Beregnungsmaschinen zur Wasserversorgung der Feldfrüchte eingesetzt.

"Das gereinigte Abwasser ermöglicht uns die sichere Versorgung unserer Pflanzen auch in extrem trockenen Jahren, die Zusammenarbeit zwischen der Stadtentwässerung und der Landwirtschaft ist seit Jahrzehnten bewährt", sagt Dieter Meinecke, Verbandsvorsteher des Abwasserverbandes Wolfsburg.
 
Wo wird das Wasser verregnet?

Das gereinigte Abwasser wird in zwei Gebieten im Norden von Wolfsburg zur landwirtschaftlichen Beregnung genutzt: Einmal rund um das Klärwerk Wolfsburg in Brackstedt und zum anderen im Süden des Landkreises Gifhorn im Bereich nordwestlich von Jembke. Insgesamt ist dies eine Fläche von etwa 1500 Hektar. Bisher wurden in diesem Jahr bereits rund 2 Millionen Kubikmeter Abwasser verregnet, das entspricht etwa zwei Mal der Füllung des Allersees.

"Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die sichtbaren Gewässer, sondern lässt auch den Grundwasserspiegel immer weiter sinken", erklärt Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Wir sind eine von wenigen Kommunen in Deutschland, die gereinigtes Abwasser zur Feldberegnung nutzen. Das Wasserrecycling hat in Wolfsburg eine 80-jährige Tradition und wurde als nachhaltige, ressourcenschonende Technologie schon vor der Erfindung des Begriffs Nachhaltigkeit eingesetzt."


Pressemitteilung vom 14.08.2020

Schlossteich in Fallerleben: Fontäne läuft auch nachts 

Um Umkippen des Teiches zu verhindern, wird nachdrücklich auf das Entenfütterverbot hingewiesen

Um die Sauerstoffversorgung des Teiches im Schlosspark Fallersleben zu gewährleisten, wird die Fontäne ab sofort dauerhaft, auch in der Nacht, laufen. Aufgrund der hohen Temperaturen und wegen des ausbleibenden Regens ist dies eine Maßnahme, um das Gewässer vor dem Umkippen zu bewahren. Die Stadt bittet um das Verständnis der Anlieger*innen, die nun einer erhöhten Lärmbelästigung ausgesetzt sind.

Zudem werden die Bürger*innen dringend gebeten, die Enten nicht zu füttern. Brotbrocken und Entenkot reichern das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an. Es entstehen dadurch mehr Algen, für deren Zersetzung Sauerstoff nötig ist, was wiederum das Umkippen des Teiches begünstigt.


Pressemitteilung vom 11.08.2020

Aktuelle Situation der Wolfsburger Teiche

Wolfsburger Entwässerungsbetriebe arbeiten mit Hochdruck am Gewässerschutz

Anhaltende Hitze, kein Regen in Sicht – die Stillgewässer in Wolfsburg befinden sich aktuell erneut in einer schwierigen Lage. Um ein Umkippen der Teiche und ein Fischsterben zu verhindern, arbeiten die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) zusammen mit dem Geschäftsbereich Grün und dem Umweltamt der Stadt Wolfsburg seit Frühjahr an der Umsetzung der Maßnahmen, die die Projektgruppe "Wasser in der Stadt" im vergangenen Jahr beschlossen hatte. Zudem wird aktuell täglich die Situation der Gewässer überprüft, Lüfter sind seit Ende Juli im Einsatz.

Vorbereitende Maßnahmen seit Frühjahr 2020:

Um für mehr Sauerstoff im Wasser zu sorgen und den Nährstoffgehalt zu senken, wurden bereits im Frühjahr zahlreiche Pflanzen in die Teiche eingebracht. So wurden rund 40 Meter Uferlinie des Detmeroder Teiches mit in Wolfsburg gewonnenem Schilf begrünt sowie im Mühlenteich und im Stemmelteich See- und Teichrosen gepflanzt. Auf dem Neuen Teich und dem Salzteich schwimmen begrünte Inseln, die ein Überangebot an Nährstoffen im Wasser binden sollen. "Die Bepflanzung der Teiche ist eine langfristig gedachte Maßnahme", erklärt Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Sie können voraussichtlich erst in zwei bis drei Jahren, wenn die Pflanzen ausgewachsen sind, nachweisbare Effekte bewirken."

Zustand der Teiche:

Am 21. Juli 2020 haben die WEB zwei Lüfter im Mühlenteich sowie einen Lüfter im Neuen Teich in Betrieb genommen. Im Neuen Teich wurde am 7. August noch ein zweiter Lüfter installiert. Der Detmeroder Teich wird seit dem 30. Juli mit zwei Geräten belüftet, dazu kommt seit dem 7. August noch eine Umwälzpumpe zum Einsatz, die stündlich etwa 70 m³ Wasser bewegt.

Die Maßnahmen haben zum Teil gut gegriffen, der Detmeroder Teich, der schon zu ca. zwei Dritteln mit Grünalgen belegt war, hat sich durch den Einsatz der Pumpe und der Lüfter erholt. Das Algenwachstum wird weiterhin täglich beobachtet.

Der anhaltende Wassermangel im Naturkreislauf führt jedoch zu mittelfristig nicht abwendbaren Schäden. Seit Samstag gibt es keinen Durchfluss mehr in der Schillerteichkette – bestehend aus Großem Schillerteich, Kleinem Schillerteich, Krummer Teich, Frauenteich und Ziegelteich. Ebenso keinen Zufluss weisen der Mühlenteich und der Neue Teich auf. Bei den letztgenannten Teichen wurde der maximale mögliche Einstau im Frühjahr erhöht, durch die ausbleibenden Niederschläge und die hohe Verdunstung wird dieser stabilisierende Effekt konterkariert. Insgesamt wird so das Wachstum von Blau- und Grünalgen begünstigt, die Verschiebung der pH-Werte in den Teichen kann trotz Belüftung zu einem erneuten Fischsterben führen.

"Wir versuchen die Folgen der anhaltenden Trockenperiode für die Wolfsburger Gewässer abzumildern", so Dr. Meier von den WEB. "Wir können aber die Natur nicht steuern. Bleibt weiter der dringend benötigte Regen aus, wird es zu Störungen der Gewässerökologie kommen."


Pressemitteilung vom 14.07.2020

Weitere Photovoltaikanlage installiert

Stadt stellt sich in Sachen Klimaschutz gut auf - 15 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart

Auf dem Dach der Kindertagesstätte Kästorf in Wolfsburg beginnen in Kürze die Montagearbeiten für eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage. Jedes der 92 Module hat eine Leistung von je 325 Watt, so dass künftig eine Spitzenleistung von 29,9 Kilowatt zur Verfügung steht. Die Photovoltaikanlage ist auf einen Ertrag von rund 26.600 Kilowattstunden pro Jahr ausgelegt. Davon werden rund 76 Prozent von der Kindertagesstätte selbst verbraucht. Die restlichen 24 Prozent werden in das öffentliche Netz eingespeist. Mit der Anlage werden etwa 15,9 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden. Im Zusammenhang mit der Anlage werden außerdem 250 Meter Kabel und Leitungen sowie 50 Meter Kabelrinnen verbaut.

Insgesamt ist dieses die 20. Anlage auf städtischen Gebäuden, auf denen insgesamt bei einer Fläche von etwa 3.350 Quadratmetern eine Leistung von 385 Kilowatt installiert ist. Dieses ist die zweite Anlage der Stadt in 2020. Bereits im Februar ging eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kindertagesstätte Campus Hellwinkel in Betrieb. Weitere 14 Anlagen sind in der Planung oder Umsetzungsvorbereitung.


Pressemitteilung vom 02.07.2020

Starkregenvorsorge: WEB bittet Betroffene um weitere Hinweise 

Rund 60 Meldungen sind bisher eingegangen

Nach dem Starkregen am 13. Juni im Wolfsburger Stadtgebiet hatten die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) und die Stadt die Arbeitsgruppe "Starkregen" ins Leben gerufen und Bürger*innen dazu aufgefordert, Überschwemmungen per E-Mail zu melden. Rund 60 E-Mails sind bisher eingegangen. Insgesamt 115 Fotos und 15 Videos waren dabei, die den Teilnehmenden der Arbeitsgruppe Problempunkte aufzeigen sollen, um Maßnahmen zur Vorsorge gemeinsam mit den Eigentümer*innen zu planen. Noch vor den Sommerferien wird die erste Sitzung der Arbeitsgruppe stattfinden und das eingesendete Material sondiert werden.

Auch der Bereich Grundstücksentwässerung der WEB, der für die Anbindung von Privathaushalten an das Kanalnetz zuständig ist, hat seit dem Starkregenereignis rund 40 Anfragen bekommen – die meisten davon aus Vorsfelde, Kästorf, Reislingen und der Wolfsburger Innenstadt.

"Wir freuen uns sehr über die zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung", so Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Die Ursachen für Überflutungen bei Starkregen und auch die Gegenmaßnahmen sind vielfältiger Natur und immer ein Zusammenspiel aus der unterirdischen Kanalisation, dem oberirdischen Abfluss sowie der Lage und Sicherung privater Grundstücke. Je mehr Informationen wir haben, desto besser können wir die Lage einschätzen und gemeinsam mit den Grundstückseigentümer*innen vorsorgen."


Pressemitteilung vom 26.06.2020

Social Design – Wie wollen wir leben? 

Sonderausstellung mit der Naturerkundungsstation Wolfsburg

Ab dem 27. Juni 2020 eröffnet in der St. Ulrici-Brüdern Kirche in Braunschweig eine neue Ausstellung, bei der auch die NaturErkundungsSTation (NEST) Wolfsburg mitwirkt.

Die Sonderausstellung widmet sich den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Wie wollen wir leben? – Diese zentrale Frage stellen sich Designer*innen bereits seit mehr als hundert Jahren. Auch im 21. Jahrhundert ist "Social Design" aktueller denn je: Flüchtlingsbewegungen, die Folgen der global agierenden Wachstumsökonomie sowie das steigende Ungleichgewicht in Bezug auf Ressourcen, Produktionsmittel sowie Zukunftschancen und nicht zuletzt die aktuelle COVID-19-Pandemie liefern Ansatzpunkte für neue Design-Projekte, die Lösungsansätze bieten.

Das Braunschweigische Landesmuseum und die Evangelische Akademie Abt Jerusalem zeigen in der vom Museum für Gestaltung Zürich kuratierten Sonderausstellung "Social Design – Wie wollen wir leben?" 25 internationale Designprojekte, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Sie werden ergänzt durch 13 Projekte aus der Region, die das Braunschweiger Ausstellungsteam ausgewählt hat. Eines dieser Projekte, die in sechs Teilbereichen vorgestellt werden, ist Cradle to Cradle (C2C), ein Teil des Entwicklungsprojekts "Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften", partizipativ entwickelt mit der NaturErkundungsSTation (NEST) Wolfsburg und der Cradle to Cradle Regionalgruppe Wolfsburg.

In der Ausstellung bietet das Braunschweigische Landesmuseum und die Evangelische Akademie den Besuchen eine Plattform für Fragen und Impulse für das Leben in der Nach-Corona-Zeit. Nach dem Ende der Ausstellungszeit möchte das Landesmuseum die Denkanstöße in die entstehende Corona-Sammlung aufnehmen.


Pressemitteilung vom 23.06.2020

WEB und Stadt planen Arbeitsgruppe „Starkregen“ 

Verantwortliche bitten um Hinweise von Bürger*innen

Nach dem Starkregen am 13. Juni kam es im gesamten Stadtgebiet von Wolfsburg zu Überschwemmungen. Um in Zukunft besser für solche Starkregenereignisse gewappnet zu sein, gründen Vertreter*innen der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB), der Geschäftsbereiche Grün und Straßenbau der Stadtverwaltung sowie der Feuerwehr jetzt eine Arbeitsgruppe "Starkregen" unter Federführung der WEB.

Um auf die einzelnen Problempunkte gezielt eingehen zu können, bittet die WEB um Informationen aus der Bevölkerung zu einzelnen Überschwemmungspunkten – sowohl auf Privatgrundstücken als auch in öffentlichen Bereichen. Unter Angabe des genauen Ortes, Datums und am besten auch der Uhrzeit können Bürger*innen diese per E-Mail melden. Gern können auch Fotos oder Videos mitgeschickt werden. Dabei geht es nicht nur um das Unwetter rund um den 13. Juni; die WEB nehmen gern auch Informationen und Bilder von vergangenen Starkregenfällen und Überflutungen entgegen.

"Wir kennen bereits viele gefährdete Punkte in Wolfsburg, an denen sich das Wasser während solcher Starkregenereignisse sammelt", so Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Mit den Hinweisen aus der Bevölkerung können wir uns ein viel umfassenderes Bild machen, besser vorsorgen und gezielte Maßnahmen einleiten."


Pressemitteilung vom 16.06.2020

Stadtradeln startet Ende August

Klima-Bündnis-Kampagne: Wolfsburg sattelt wieder auf

Bereits zum neunten Mal nimmt Wolfsburg an der bundesweiten Klimaschutz-Aktion Stadtradeln teil. Für eine lebendige Radkultur, für die Gesundheit und für die Umwelt wird auch in 2020 wieder gemeinsam in die Pedale getreten und bewiesen, dass das Fahrrad einen festen Platz in der Stadt besitzt. Vom 31. August bis zum 20. September können alle, die in Wolfsburg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen einen wichtigen Beitrag leisten: zu der eigenen und in Zeiten der Coronavirus-Pandemie auch zur Gesundheit der Mitmenschen, zur Entspannung der Verkehrssituation und natürlich zum Klimaschutz. Auf eine Auftaktveranstaltung verzichtet die Stadt Wolfsburg dieses Jahr allerdings zum Schutz vor Infektionen.

Anmeldungen und Registrierungen sind ab sofort möglich auf www.stadtradeln.de/wolfsburg oder über die Stadtradel-App. Bei Teilnehmenden aus den beiden Vorjahren sind die bisher gemachten Angaben noch gültig, das heißt eine erneute Registrierung ist nicht notwendig. Hier muss sich lediglich beim ersten Einloggen einer Kommune und einem Team zugeordnet beziehungsweise ein eigenes Team neu gründet werden.

Ab diesem Jahr wird der Wettbewerb innerhalb der Kommune noch spannender. Ob Unternehmen oder Schule, Verwaltung oder Sportverein, Fahrradfahrende können Unterteams gründen, zum Beispiel für jede Abteilung oder Klasse, und künftig innerhalb des Hauptteams gegeneinander antreten. Die erradelten Kilometer zählen für das jeweilige Unterteam und das Hauptteam.


Pressemitteilung vom 12.06.2020

Alte Heizöltanks müssen geprüft werden

Die Untere Wasserbehörde der Stadt Wolfsburg schreibt ab Juni 2020 zahlreiche weitere Betreiber*innen von alten Heizöltanks an, die bisher noch kein Schreiben erhalten haben. Die Tanks müssen durch anerkannte Sachverständige geprüft werden.

Betroffen sind oberirdische Heizöltankanlagen mit einem Füllvolumen von 1.000 Litern bis 10.000 Litern, die vor dem 17. Dezember 1997 errichtet und/oder die bisher noch nie von einer sachverständigen Stelle geprüft worden sind.

Mehr als 300 Betreiber*innen in den Ortsteilen Almke, Barnstorf und Reislingen wurden bereits angeschrieben. Inzwischen wurden diese Heizölanlagen zum weitaus größten Teil geprüft. Geprüft wird gemäß der aktuell geltenden gesetzlichen Standards. Dies kann zur Folge haben, dass alte Tanks nachgerüstet werden müssen. Stellen die Sachverständigen an der Tankanlage erhebliche oder gefährliche Mängel fest, müssen die Eigentümer*innen diese durch einen Fachbetrieb nach dem Wasserhaushaltsgesetz beseitigen lassen.

Sofern eine Heizölanlage nicht mehr genutzt wird, sollte dies der Unteren Wasserbehörde der Stadt Wolfsburg gemeldet werden, um unnötigen Aufwand oder Kosten zu vermeiden. Weitere Informationen auf www.wolfsburg.de/heizoel
 
Hintergrund: 
Heizöltanks, die vor dem 17. Dezember 1997 installiert worden sind, unterlagen bei ihrer ersten Inbetriebnahme noch keiner Überprüfungspflicht. Diese galt lediglich für alle unterirdischen Tanks sowie Lagertanks mit einem Füllvolumen über 10.000 Litern. Seit 1997 gilt die erstmalige Prüfpflicht vor der Inbetriebnahme auch für alle oberirdischen Heizöltankanlagen mit einem Füllvolumen von 1.000 Litern bis 10.000 Litern. In Wolfsburg wurde eine nachträgliche Inbetriebnahmeprüfung bereits bestehender Anlagen seinerzeit nicht veranlasst. In einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Braunschweig wurde festgelegt, dass die Prüfpflicht auch für bestehende Anlagen gilt und nachzuholen ist, da gerade Altanlagen eine Gefährdung für die Oberflächengewässer und das Grundwasser darstellen können.

Die Prüfung der alten Heizöltanks durch Sachverständige liegt daher auch im Interesse der jeweiligen Betreiber*innen, denen bei einem Defekt der Anlage erhebliche Sanierungskosten entstehen können.


Pressemitteilung vom 09.06.2020

Graugänse bekommen einen Ring

Forscher wollen mehr über die Herkunft der Tiere erfahren

Die städtischen Gewässer unter anderen am Schillerteich, am Neuen Teich sind momentan in großer Zahl von Graugänsen besetzt. Die meisten dieser Tiere stammen aber wahrscheinlich gar nicht aus Wolfsburg.

Das hat folgenden Hintergrund: Wie alle Gänse, Enten und Schwäne mausern auch die Graugänse einmal im Jahr zeitgleich komplett alle Schwungfedern an den Flügeln. Diese sind nach den langen Flugstrecken während des Winterhalbjahres stark abgenutzt und müssen ersetzt werden. Graugänse ohne Küken sammeln sich an geeigneten Mauserplätzen, die Nahrung und Sicherheit für den Zeitraum der Flugunfähigkeit bieten müssen. Da für die Gänse vor allem Sicherheit wichtig ist, kommt es vor, dass solche Plätze auch an geeigneten Orten innerhalb von Städten zu finden sind. Solche Plätze sind rar und weite Wanderungen werden dorthin unternommen. So haben Wissenschaftler des Instituts für Wetlands and Waterbird Research IWWR und das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung ITAW der Tierärztlichen Hochschule Hannover Graugänse an einem Mauserplatz an der Leine bei Hannover markiert. Einige dieser Vögel wurden später sogar in der Tschechischen Republik und in Österreich wiederbeobachtet.

Die Forscher wollen nun am Donnerstag, 11.6. mit einer Beringungsaktion mehr über die Herkunft der mausernden Graugänse in der Stadt Wolfsburg erfahren. Dazu werden die Gänse eingefangen und mit einem Metallring am Bein beringt. Die Vögel werden vermessen und untersucht. Einige sollen zudem gelbe Halsmanschetten mit einem individuellen Code bekommen, der es Vogelfreunden erlaubt, die Gänse auch in der freien Landschaft sicher zu identifizieren. Diese Beobachtungen werden dann in einem Internetportal (www.geese.org) gesammelt. Hier können Beobachter mehr Informationen zu dem jeweiligen Tier bekommen und die Daten werden für die verschiedenen Aspekte der Zugvogelforschung analysiert.


Pressemitteilung vom 04.06.2020

WEB saniert Schmutzwasserkanal am Schloss

Rad-Gehweg Richtung Kästorf ab Schlosskreuzung gesperrt

Ab Montag, 8. Juni, beginnen in der Oebisfelder Straße/B188 auf Höhe des Schloss Wolfsburg Bauarbeiten der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe am Schmutzwasserkanal. Im ersten Bauabschnitt werden fünf undichte Schächte saniert, wodurch es keine Einschränkungen für den Autoverkehr gibt. Um die Bauarbeiten pünktlich zum Ende der Woche fertigzustellen, muss jedoch der Rad-Gehweg Richtung Kästorf ab der Schlosskreuzung gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer werden auf den Weg auf der gegenüberliegenden Seite umgeleitet. Der zweite Bauabschnitt, bei dem ein 400 m langer Kanal saniert werden muss, findet in den verkehrsärmeren Werksferien statt. Auch hier wird wieder nur der Rad-Gehweg gesperrt werden.


Pressemitteilung vom 02.06.2020

WEB setzt Pflanzen im Neuen Teich ein 

Schwimmende Inseln für gesunde Gewässer

Am Dienstag, 02. Juni, haben die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) zwei weitere bepflanzte Inseln im Neuen Teich eingesetzt, um die Nährstoffkonzentration im Wasser zu regulieren. Die jeweils zwei Mal acht Meter großen Inseln wurden mit Ketten befestigt und werden von 100 kg schweren Steinsäcken an ihrem Platz gehalten. Die Bepflanzung befindet sich auf einem Auftriebsmaterial und wird durch Gitter vor Abfraß geschützt. Im Idealfall können die schwimmenden Inseln mehrere Jahre im Einsatz bleiben und die Pflanzen ein bis zwei Meter hoch werden.
"Wir freuen uns, dass wir heute im Rahmen des Projekts ‚Wasser in der Stadt‘ zwei weitere schwimmende Inseln im Neuen Teich einsetzen konnten", so Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Anhaltende Trockenphasen mit zu wenig Regen können schnell zu einer zu hohen Nährstoffkonzentration im Wasser führen, was ein massives Wachstum von Blaualgen zur Folge hat. Die Pflanzen auf den schwimmenden Inseln sollen die Nährstoffkonzentration regulieren und damit ein ‚Umkippen‘ der Teiche verhindern."

Die bepflanzten Inseln sind im vergangenen Jahr im Rahmen des Projektes "Wasser in der Stadt" von Vertretern der Naturschutzverbände Nabu und BUND, Vertretern des Landvolks, der Forstwirtschaft, der Fischereivereine sowie den Geschäftsbereichen Umwelt und Grün der Stadt Wolfsburg und der WEB beschlossen worden. Sollte sich diese Maßnahme als wirksam erweisen, wird das Projekt in Zukunft ausgeweitet werden.


Pressemitteilung vom 20.05.2020

Wolfsburger Entwässerungsbetriebe belüften Teiche 

Neue, besonders leise Belüfter im Rahmen des Projektes "Wasser in Wolfsburg" eingesetzt

Um für ausreichend Sauerstoff und somit gesunde Gewässer zu sorgen, setzen die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) im Mühlenteich und im Neuen Teich besonders effiziente und leise Belüftungsanlagen ein. Die Belüfter werden ab 20. Mai für einen längerfristigen Einsatz den gesamten Sommer über aufgebaut.
Aufgrund der geringen Niederschläge und langen Trockenperioden in diesem Frühjahr wird ein Umkippen der Teiche schon jetzt wahrscheinlicher. Kommt dann ein starker Regen, werden zudem Abgasablagerungen, Gänsekot, Pollen und weitere Stoffe aus der Umgebung ins Wasser gespült, die zu einer verstärken Sauerstoffzehrung führen, was die Gefahr weiter steigert.
"Gerade am frühen Morgen tritt der Sauerstoffmangel auf, denn die Pflanzen im Wasser, die tagsüber Sauerstoff produzieren, stoßen in der Nacht CO2 aus und "atmen" Sauerstoff ein", so Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Daher werden die neuen, besonders leisen Belüfter nachts eingesetzt, um den Sauerstoffmangel am Morgen zu vermeiden, ohne die Anwohner in der Umgebung der Teiche zu stören."
Der Sportfischerverein entnimmt regelmäßig Proben aus den Teichen, misst Temperatur, pH-Wert und Sauerstoffgehalt und gibt diese Kennzahlen direkt an die WEB weiter. "In kritischen Fällen haben wir Kontakt zu einem Limnologen, einem Wissenschaftler für Binnengewässer, der weiterführende Tests anordnen kann, um noch mehr über den Gewässerzustand zu erfahren", erklärt Dr. Meier.
Die Belüftungsmaßnahme war neben den Pflanzungen von See- und Teichrosen im Rahmen des Projektes "Wasser in der Stadt" im vergangenen Jahr von Vertretern der Naturschutzverbände Nabu und BUND, Vertretern des Landvolks, der Forstwirtschaft, der Fischereivereine sowie den Geschäftsbereichen Umwelt und Grün der Stadt Wolfsburg und der WEB beschlossen worden.

Pressemitteilung vom 01.04.2020

Brut- und Setzzeit: Hunde müssen vom 1. April bis 15. Juli in der freien Landschaft an die Leine

Das Ordnungsamt der Stadt Wolfsburg weist auf folgende Regelungen für das Ausführen von Hunden hin:

Für viele freilebende Tiere beginnt im Frühjahr die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit. Deshalb gilt nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) vom 1. April bis 15. Juli die Leinenpflicht für Hunde in der freien Landschaft. Ausnahmen gelten nur für Hunde, die zur regelmäßigen Jagdausübung, als Rettungs- oder Hütehunde oder von der Polizei, Bundespolizei oder Zoll eingesetzt werden oder ausgebildete Blindenführhunde sind.
Zur freien Landschaft zählen Wälder und die übrigen Flächen der freien Landschaft, auch wenn diese innerhalb von bebauten Ortslagen liegen, ebenso die dazugehörigen Wege und Gewässer, wie zum Beispiel die Bereiche um den Schillerteich, Detmeroder Teich, den Neuen Teich, den Krummen Teich und den Kleinen Schillerteich.

Ganzjährig gilt die Leinenpflicht für Hunde im Wendschotter und Vorsfelder Drömling, Barnbruch und Ilkerbruch. Ebenso gilt die ganzjährige Leinenpflicht für Hunde im Allerpark Wolfsburg (bis auf den eigens für Hunde eingerichteten Hundefreilauf am östlichen Ufer des Allersees).

Es wird besonders darauf hingewiesen, dass der hier erwähnte Schillerteich sowie der Allerpark im Rahmen der aktuellen Allgemeinverfügung der Stadt Wolfsburg vom 23.03.2020 einem Betretungsverbot unterliegt. Dies gilt auch für das Ausführen von Hunden.


Pressemitteilung vom 07.02.2020

Amphibien wandern

Straßensperrung Weyhäuser Weg

Der Weyhäuser Weg (Kreisstraße 28) wird zwischen der Bundesstraße 188 und der Tangente nach Gifhorn (Kreisstraße 114) ab Montag, 10.02. bis zum 13.05. an Tagen, an denen eine Amphibienwanderung stattfindet, voll gesperrt. Die Zufahrt aus Richtung Weyhausen wird ebenfalls gesperrt.

Mit einer Amphibienwanderung ist bei steigenden Temperaturen und feuchtwarmer Witterung zu rechnen.

Die Sperrung wird im Februar von 18 bis 6 Uhr und ab 01.03. von 19 bis 6 Uhr durchgeführt.

Verkehrsteilnehmer können den gesperrten Bereich über die Bundesstraße 188 und die A 39 / Tappenbecker Landstraße umfahren.

Umweltamt

Der Ansprechpartner rund um Umwelt-, Boden-, und Gewässerschutz