Neuigkeiten Umwelt und Naturschutz

Wissenswertes aus dem Bereich Umwelt

Pressemitteilung vom 17.08.2021

Für Schmetterlings- und Bienenarten

Stadt stellt im Allerpark insgesamt 15 Palettenbeete auf

Um auf kleinen Flächen einige Nahrungspflanzen von ausgewählten Schmetterlings- und Bienenarten zu zeigen, wird der Geschäftsbereich Grün der Stadt Wolfsburg im Bereich des Arenasees im Allerpark ab morgen, Mittwoch, 18. August, insgesamt 15 Palettenbeete aufstellen. Schilder an den einzelnen Standorten werden Interessierten die einzelnen Schmetterlings- und Bienenarten sowie die dazugehörigen Pflanzen erklären. Damit soll veranschaulicht werden, dass sich einheimische Insekten auf bestimmte Pflanzenfamilien oder sogar nur eine Pflanzenart als Nahrungsquelle spezialisiert haben.

Weiterhin sollen die unterschiedlichen Pflanzenmischungen als Anregung für die Bevölkerung dienen, selbst aktiv etwas gegen das Insektensterben beizutragen. Indem im Garten, in Blumentöpfen oder Balkonkästen entsprechende Pflanzen verwendet werden, lässt sich für Schmetterlinge und Bienen ein breiteres Nahrungsangebot schaffen. Zudem soll hiermit unter anderem für ein höheres Verständnis für sogenannte Unkräuter und auch dem stärkeren Wuchs dieser Pflanzen geworben werden, wodurch es augenscheinlich zu nicht gepflegt erscheinenden Stellen in den städtischen Grünanlagen kommen kann.

"Mit diesen Palettenbeeten werten wir nicht nur den öffentlichen Raum auf, sondern weisen auch auf ökologische Aspekte hin. Die aufgestellten Beete samt Beschilderung verbleiben dann bis etwa Ende September 2021 im Allerpark", erklärt Goetz Stehr, Leiter des Geschäftsbereiches Grün der Stadt.


Pressemitteilung vom 30.06.2021

Gut beraten – Energiesparen!

Beratungsangebot für Hauseigentümer in Wolfsburg

Hauseigentümer*innen von Ein- bis Zweifamilienhäusern haben vom 1. bis zum 29.07.21 auch in diesem Jahr im Rahmen eines Gebäude-Checks wieder die Möglichkeit, sich den energetischen Zustand Ihres Hauses aufzeigen zu lassen. Die Energieberater*inn der Verbraucherzentrale nimmt in einem bis zu zweistündigen Termin die Gebäudehülle und die Heizung in Augenschein und erläutert Sparpotenziale für Wärme und Strom sowie Möglichkeiten zum Einsatz erneuerbarer Energien. So erhalten Interessierte einen Überblick über energetisch sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen. Die Beratung durch die Experten erfolgt unabhängig und neutral. Der Eigenanteil für die Beratenen beträgt 30 Euro. Das Beratungskontingent ist begrenzt.

Wesentliche Voraussetzung bei Durchführung der Vor-Ort-Termine ist die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln durch Berater und Hauseigentümer. Formalitäten und die Daten zum Energieverbrauch können bereits vorab telefonisch oder per Mail ausgetauscht werden.

"Gut beraten – Energiesparen!" wird als Gemeinschaftsprojekt der Verbraucherzentrale Niedersachsen, der Wolfsburger EnergieAgentur und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen umgesetzt.  Die Beratungen werden im Rahmen der Gebäude-Checks der Energieberatung der Verbraucherzentrale durchgeführt und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Die Kund*innenberatung der Wolfsburger EnergieAgentur berät Sanierungswillige kostenfrei zu den Fördermitteln der KfW und des BAFA. Interessierte können sich unter 05361 8918235 oder info@energieagentur-wolfsburg.de melden.


Pressemitteilung vom 23.06.2021

WEB belüftet drei Teiche im Stadtgebiet

Wie bereits in den vergangenen Jahren haben die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) im Mühlenteich in Kreuzheide, im Neuen Teich und im Detmeroder Teich Teichbelüfter eingesetzt. Die Installation erfolgte am 16. und 21. Juni. Dabei wurden besonders effiziente und leise Belüfter eingesetzt. Damit sollen die Gewässer vor Sauerstoffmangel bewahrt werden. Die stark steigenden Temperaturen in der vergangenen Woche und die kontinuierliche Überprüfung der Wasserqualität haben den Ausschlag gegeben.

"Die kontinuierliche Messung der Wasserqualität, die stellvertretend an drei Teichen der Stadt Wolfsburg durchgeführt wird, ermöglicht es uns, schnell zu reagieren", erklärt Adrian Rohne, zuständiger Ingenieur der WEB. "Die hohen Temperaturen stressen die Gewässer momentan sehr. Besonders in den frühen Morgenstunden kann es zu schädlichem Sauerstoffmangel kommen, der zu einem Absterben aller Organismen im Wasser führt." Mit verschiedenen Projekten versucht die WEB sich dem entgegenz stellen, unter anderem mit dem Setzen von Wasserpflanzen, um den Sauerstoffgehalt besser regulieren zu können.


Pressemitteilung vom 09.06.2021

Einsatz von Bremsenfallen in Naturschutzgebieten verboten 

Insektenschutz auf Erlass des Niedersächsischen Umweltministeriums

Laut Erlass des Niedersächsischen Umweltministeriums soll im Hinblick auf den Niedersächsischen Weg, der besonders den Artenschutz in den Fokus nimmt, eine landesweit einheitliche Regelung das Insektensterben zielführend bekämpfen. Die untere Naturschutzbehörde der Stadt Wolfsburg weißt alle Weidetierhalter darauf hin, dass laut Erlass innerhalb von Naturschutzgebieten keine Bremsenfallen aufgestellt werden dürfen. Außerhalb dieser Schutzgebiete ist der Einsatz von Bremsenfallen zeitlich beschränkt vom 1. Juni bis 15. September eines Jahres erlaubt.

Seit rund zehn Jahren werden Bremsenfallen zunehmend in der Landwirtschaft eingesetzt. Sie locken durch einen sich in der Sonne aufheizenden Gummiball Insekten an, die dann über einen Trichter in ein Fanggefäß fliegen und dort abgetötet werden. Bremsenfallen sind nicht immer effektiv um die Weidetiere zu schützen und gleichzeitig eine Gefahr für den Insekten- und Artenschutz. Ein hoher Anteil der gefangenen und getöteten Insekten sind keine Bremsen. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass der nichtselektive Fang von Insekten zu einer Beeinträchtigung seltener, insektenfressender Vogelarten führt, die ebenfalls dem besonderen Artenschutz unterliegen.

Informationen zu den Wolfsburger Schutzgebieten: Themenkarte Naturschutz (Link öffnet sich in einem neuen Fenster)


 
Pressemitteilung vom 03.06.2021

Wassersensorik zur Messung von Wasserqualität und Wasserständen in Wolfsburg 

Smart City-Projekt für Umweltschutz und Nachhaltigkeit gestartet

Mit dem Start des Wassersensorik-Projektes nutzt die Stadt Wolfsburg zukünftig eine digitale Lösung, um frühzeitig auf Veränderung der Gewässerqualität oder des Grundwasserspiegels zu reagieren. Im Rahmen des Smart City-Projektes wurden dafür nun Sensoren an 13 Messstellen im Stadtgebiet installiert und in Betrieb genommen – drei Stellen zur Messung der Wasserqualität und zehn Stellen zur Messung des Grundwasserspiegels.
 
Das sich verändernde Klima hat Auswirkungen auf die Natur und auf den Wasserhaushalt und die beiden besonders heißen und trockenen Sommer 2018 und 2019 haben die Stadt Wolfsburg vor große Herausforderungen gestellt. Die umgekippten Gewässer mitsamt des Fischsterbens sind vielen Wolfsburger*innen noch im Gedächtnis. Ebenso haben sich die trockenen Sommer negativ auf den Grundwasserspiegel ausgewirkt.
 
Derartige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten ist das Ziel des Smart City-Projekts zur Wassersensorik. Umgesetzt wird das Projekt gemeinschaftlich: Das Referat Digitalisierung und Wirtschaft initiiert gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt, den Wolfsburger Entwässerungsbetrieben (WEB) und der WOBCOM ein innovatives IoT-Projekt (Internet-of-Things) – also die automatisierte Kommunikation zwischen Geräten –, bei dem mithilfe von Sensoren Messungen von Wasserqualität und Wasserständen in Wolfsburger Gewässern vorgenommen werden können.
 
"Mit diesem Projekt zeigen wir, welche vielfältigen Möglichkeiten uns das Projekt Smart City bietet", so Dennis Weilmann, Erster Stadtrat und Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur. "Durch den Einsatz der digitalen Sensorik werden wir unsere Stadt umweltfreundlicher und nachhaltiger machen." Dr. Sascha Hemmen, Leiter des Referats Digitalisierung und Wirtschaft ergänzt: "Bei der Planung unserer Smart City-Projekte haben wir vor allem geschaut, wo wir durch den Einsatz moderner Technologien, konkret und schnell Dinge verbessern können."
 
"Die Daten ermöglichen den entsprechenden Mitarbeitenden ein frühzeitiges Handeln. Werden diese Ergebnisse mit anderen Daten aus weiteren IoT-Themenfeldern kombiniert, lassen sich weitreichende und ganzheitliche Folgerungen schließen. Zum Beispiel können direkte Auswirkungen auf die Wasserqualität, bedingt durch das lokale Wetter, ermittelt und direkt verglichen werden. Perspektivisch ist dies ein wichtiger Meilenstein für die digitale Entwicklung unserer Stadt", sagt Dalibor Dreznjak , Leiter der Unternehmensentwicklung WOBCOM / Stadtwerke.
 
Das nun gestartete Projekt ermöglicht zwei Anwendungsfälle. Dies sind zum einen die Messung der Gewässerqualität in Regenrückhaltebecken und zum anderen die Überwachung des Grundwasserspiegels im Stadtgebiet.
 
"Die wetterbedingten Umstände der vergangenen Jahre, insbesondere die geringen Niederschlagsmengen, hatten für die Wolfsburger Gewässer mitunter drastische Auswirkungen", so Andreas Bauer, Dezernent für Finanzen, Bürgerdienste, Brand- und Katastrophenschutz. "Der Einsatz von modernster Technik ist daher ein wichtiger Schritt, um einen sicheren Kenntnisstand und Überblick über die Situation der Wolfsburger Gewässer zu gewährleisten. Unsere Bemühungen werden wir in diesem wichtigen Thema weiter stärker forcieren und nicht nur auf den technischen Aspekt beschränken."
 
Die Messstellen der Regenrückhaltebecken wurden durch die WEB ausgewählt. Mit dem Begriff "Regenrückhaltebecken" werden die Gewässer bezeichnet, die Abflussspitzen von  Niederschlagsereignissen  dämpfen, somit den Abwasserabfluss hydraulisch einem natürlichem Abfluss des Gewässers anpassen und so dem Hochwasserschutz zuarbeiten. Darunter fallen viele bekannte Wolfsburger Teiche. "Wir haben uns im ersten Schritt für die Regenrückhaltebecken Neuer Teich, Mühlenteich und Detmeroder Teich entschieden, da diese Gewässer aufgrund ihres witterungsbedingt sehr geringen Sauerstoffgehaltes besonders auffällig waren", erklärt Adrian Rohne, zuständiger Ingenieur der WEB. "Mithilfe der Daten erhoffen wir uns, diese schädlichen Entwicklungen frühzeitig und zuverlässig zu erkennen und mit den dann aufgezeigten Maßnahmen gegensteuern zu können." Mit den Messdaten der vorerst drei Gewässer, die mit der Sensorik ausgestattet wurden, können tatsächlich gute Anhaltspunkte für die Wasserqualität in anderen Gewässern gezogen werden. "Durch die Daten werden wir auch dort rechtzeitig Bescheid wissen", so Rohne. "Vor allem können wir auch prüfen, ob unsere Maßnahmen erfolgreich sind."
 
Unter Federführung des Umweltamtes der Stadt wurden zehn Stellen ausgewählt, an denen der Grundwasserstand gemessen wird. "Wir haben die Messpunkte so ausgewählt, dass diese über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. So bekommen wir ein gutes Gesamtbild über die jeweils aktuelle Grundwasser-Situation in Wolfsburg", erklärt Dr. Horst Farny, Leiter des Umweltamtes. Die Überwachung des Grundwasserstandes ist in Zeiten des sich verändernden Klimas und sinkender Grundwasserpegel wichtig und hilfreich. "Die gewonnenen Ergebnisse können gute Dienste bei Bürger*innenanfragen, der Planung von Bauvorhaben, Naturschutzmaßnahmen und der allgemeinen Betrachtung des Wasserhaushaltes leisten", so Dr. Horst Farny.
 
Technisch ermöglicht und umgesetzt wird das IoT-Projekt durch die WOBCOM. "An den insgesamt 13 Messstellen werden dauerhaft Daten erhoben und verschlüsselt an uns gesendet", erklärt IoT Projektleiter Sebastian Ackermann, Stadtwerke / WOBCOM. "Wir nutzen dafür die LoRaWAN-Funktechnologie, welche die automatisierte Kommunikation zwischen der Sensorik und unseren Servern ermöglicht. Über die Offene Datenplattform stellen wir die Daten dann den Projektbeteiligten zur Verfügung."
 
Freya Meyer, Referat Digitalisierung und Wirtschaft, betont als Projektleiterin die effiziente Zusammenarbeit: "Gemeinschaftlich konnten wir die Chancen der Digitalisierung über die Bereichsgrenzen hinweg nutzen. Der interdisziplinäre Ansatz und die Innovationskraft des Themas begegnen zwei Megatrends unserer Zeit: Digitalisierung und Klimawandel."
 
"Ich möchte mich bei allen Projektbeteiligten bedanken und freue mich, dass wir dieses großartige Projekt umsetzen können", so Dennis Weilmann. "Wir hoffen, dass wir mit unserem gemeinsamen Projekt auch anderen Kommunen weiterhelfen können, indem wir unsere Erkenntnisse und Erfahrungen weitergeben."


Pressemitteilung vom 01.06.2021

Seggen soll Wasserqualität verbessern

An der Ostseite des Schillerteichs wurde der Schilfbereich mit niedrigwüchsigen Seggen, einer Pflanzengattung aus der Familie der Sauergrasgewächse, neu angelegt. Diese sollen helfen, die Wasserqualität zu verbessern.

Damit sich die Pflanzen ausbreiten können, wird der Zaun, der die Gänse am Schillerteich hindern soll, den Berliner Ring zu queren, im Laufe dieser Woche auf der Ostseite ergänzt. Der Zaun verläuft dann in Ufernähe bis zur Weggabelung im nordöstlichen Bereich. Die Rad- und Fußwege bleiben weiterhin nutzbar.


Pressemitteilung vom 21.05.2021

Gewässer durch Altöl verunreinigt

Umweltamt bittet um Hinweise

Ein schwerer Fall von Umweltverschmutzung machte in der Zeit vom 13. bis 14. Mai den Einsatz der Berufsfeuerwehr und der Unteren Wasserbehörde notwendig. Aufmerksame Bürger*innen meldeten eine Gewässerverunreinigung durch Öl im Düpebach/Lehsteingraben bei Brackstedt unweit der Brackstedter Mühle. Mit Hilfe von Ölbindemitteln und Spezialgeräten wurde ein Großteil des Altöls entfernt und die weitere Ausbreitung verhindert.

Die Ursache der Verschmutzung konnte bislang noch nicht festgestellt werden. Offenbar haben unbekannte Personen größere Mengen Altöl in den Düpebach/Lehsteingraben im Bereich der Brücke an der Kreisstraße 46 "Zum Kühlen Grund" in Brackstedt in das Gewässer entsorgt.

Das Umweltamt der Stadt Wolfsburg bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, die im Zeitraum vom 13. bis 14. Mai etwas in diesem Bereich beobachtet haben, das auf die Tat hindeutet. Sachdienliche Hinweise können telefonisch an die Polizei Wolfsburg 05361 4646-0 übermittelt werden oder per Mail an das Umweltamt unter wasserbehoerde@stadt.wolfsburg.de.

In diesem Zusammenhang weist die Stadt Wolfsburg auf die ordnungsgmäße Entwsorgung von Altöl hin: Privatpersonen können haushaltsübliche Mengen in den Geschäften abgeben, die Motoröl verkaufen, zum Beispiel Bau- und Fachmärkte. Verkäufer*innen von Motoröl sind verpflichtet, gebrauchtes Öl entgegenzunehmen und zu entsorgen. Des Weiteren gibt es für Altöl in vielen Autowerkstätten, Tankstellen und Rasthöfen Annahmestellen, die kleinere Mengen von Privatpersonen normalerweise kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr annehmen.


Pressemitteilung vom 10.05.2021

Raupen schlüpfen im Mai

Eichenprozessionsspinner liebt die Wärme

Die allgemeine Klimaerwärmung begünstigt die Vermehrung von wärmeliebenden Insekten. So breitet sich der Eichenprozessionsspinner (EPS) in Deutschland immer weiter aus. Betroffen sind ausschließlich Eichen. Der EPS liebt Wärme und bevorzugt freistehende und von der Sonne beschienene Bäume. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in den Nestern verstecken. Abends wandern sie als Prozession vom Nest in die Baumkrone und fressen die Blätter.

Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um eine aus Südeuropa stammende Schmetterlingsart, die eine gesundheitliche Bedeutung für den Menschen haben kann, denn die Gifthaare der Raupen können bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen. Dazu zählen Hautirritationen mit Juckreiz, Atembeschwerden und Augenreizungen.

Um sich zu schützen rät die Stadt Wolfsburg, bei erwiesener Empfindlichkeit körperbedeckende Kleidung zu tragen, wenn möglich befallene Eichen zu meiden sowie Raupen und deren Nester nicht zu berühren. Bei starkem Juckreiz nach Berührung hilft viel kaltes Wasser. In besonders schlimmen Fällen sollten Arzt oder Rettungsdienst gerufen werden. Kleidung, an der Raupenhärchen haften, sollte bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Aufgrund des starken Vorkommnisses im Jahr 2019 im Stadtgebiet Wolfsburg wurden im vergangenen Jahr verschiedene Verfahren zur Bekämpfung des EPS durch den Geschäftsbereich Grün getestet, z. B. mit Heißschaum und -wasser. Eine probate und die für die Bäume schonendste Methode ist das Absaugen der Nester. Diese wird auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz kommen.

Neu ist in diesem Jahr die Kennzeichnung der Bäume mit  festgestellten EPS-Nestern mittels Markierband mit der Aufschrift "Allergiegefahr durch Eichenprozessionsspinner" bzw. "Vorsicht Eichenprozessionsspinner". Für alle  Bürger*innen ist so ersichtlich, dass sich an dem Baum ein Nest befindet und dies der Stadt Wolfsburg bereits bekannt ist. Das Nest sowie das Markierband werden zeitnah durch eine beauftragte Firma entfernt, sodass im Umfeld des Baumes keine Gefahr mehr besteht.

Bei EPS-Befall in der Nähe von Wohngebieten kann es nötig sein, Bekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen. Für die Durchführung ist der Grundstückseigentümer verantwortlich. Bei Fragen zu diesem Thema sollte das Servicecenter der Stadt Wolfsburg unter der Behördenrufnummer 115 oder per E-Mail an servicecenter@stadt.wolfsburg.de kontaktiert werden.


Pressemitteilung vom 16.04.2021

Geflügelpest: Vorsichtsmaßnahme am Neuen Teich

Nach dem Fund einer toten Wildgans am Neuen Teich in Wolfsburg ist Geflügelpest (hochpathogenes Aviäres Influenzavirus) vom Typ H5N8 festgestellt worden. Die Stadt Wolfsburg hat den Verdacht des Ausbruches der Wildvogelgeflügelpest festgestellt. Zur Abklärung der amtlichen Feststellung des Ausbruches ist die betreffende Probe an das Friedrich-Loeffler-Institut übersandt worden.

Das Veterinäramt hat in Absprache mit dem Niedersächsischen Ministerium für Landwirtschaft entschieden, vorerst von der Einrichtung eines Sperrbezirks abzusehen. Als Vorsichtsmaßnahme wurde dennoch bereits eine Absperrung am Weg des Ostufers des Neuen Teiches aufgrund der drohenden Verschleppungsgefahr gezogen, damit die Uferbereiche nicht betreten werden.

Dennoch ruft die Stadt Wolfsburg alle Geflügelhalter*innen (Klein- und Hobbybetriebe inbegriffen) erneut auf, die Biosicherheit ihrer Geflügelhaltungen zu überprüfen und Maßnahmen zum Infektionsschutz zu ergreifen. Kontakte zu Wildvögeln sollten auf jeden Fall vermieden werden, Halter*innen ihre Ställe vor unbefugtem Zutritt schützen. Desinfektionsmittel für Ein- und Ausgänge, getrenntes Schuhwerk für den Stall, strikte Trennung zwischen Straßen- und Stallkleidung sowie gründliches Händewaschen schützen vor der Verschleppung des Virus durch Menschen.

Ausbrüche und der Verdacht muss beim Veterinäramt angezeigt werden. Totfunde von Wildvögeln der Ordnungen Hühnervögel (zum Beispiel Fasan), Gänsevögel (zum Beispiel auch Enten), und Lappentaucherartige sollten bei vermehrtem Auftreten telefonisch unter (05361) 28-2141 oder per E-Mail an veterinaeramt@stadt.wolfsburg.de gemeldet werden.

Das Friedrich-Loeffler-Institut informiert über Krankheit, aktuelle Lage und stellt Merkblätter mit Hinweisen zur Biosicherheit auf seiner Website https://www.fli.de/ bereit.


Pressemitteilung vom 17.03.2021

Frühjahrsputz im Stadtwald

Forstwirt Tim Hartge und Praktikant Lukas Hedrich machen es vor: es ist Zeit, dass alle gemeinsam etwas für den Stadtwald tun. Vor diesem Hintergrund lädt die Stadtforst Wolfsburg zum Frühjahrsputz am Sonnabend, 20. März, von 9 bis 13 Uhr ein. An insgesamt sechs Stellen werden Mitarbeitende der Stadtforst, erkennbar an den Fahrzeugen oder Arbeitsmaschinen der Stadtforst, sein und die öffentliche Müllsammelaktion koordinieren:

  • Stadtmitte: Parkplatz Scharoun Theater, Braunschweiger Straße 79, und Parkplatz VW Bad
  • Laagberg, Hageberg, Wohltberg, Westhagen: Lidl-Parkplatz an der Breslauer Straße 209 b und Schützenhaus, Breslauer Straße 400
  • Detmerode: Caritas, Kurt-Schumacher-Ring 9
  • Nordstadt: Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule, Franz-Marc-Straße 2
An den einzelnen Stationen sind Müllbeutel, Greifzangen und Gummihandschuhe zu bekommen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.


Pressemitteilung von 10.03.2021

Allerrevitalisierung hat begonnen

Weiterer Baustein in der Verbesserung der ökologischen Qualität der Aller

Es ist nun soweit. Die Baumaßnahmen zur Allerrevitalisierung haben begonnen. Trotz Lockdown konnte die Planung 2020 vorangebracht, abgestimmt und genehmigt werden. Die Bauzeit reicht bis Februar 2022.

Die Maßnahme ist ein wesentlicher Baustein in der Verbesserung der ökologischen Qualität der Aller und Teil des Erlebniskonzept Allerpark aus dem Jahr 2002, womit nach der Landesgartenschau 2004 dem Allerpark nun ein wichtiger Baustein für den Naturentwicklungsraum Richtung Vorsfelde umgesetzt wird. Ziel ist es, die Aller mitten im Stadtgebiet ökologisch zu entwickeln und die Natur in der Stadt zu erleben.

"Wir können so die Attraktivität des Allerparks als grüne Mitte Wolfsburgs weiter stärken", freut sich Oberbürgermeister Mohrs. Die Aller als größter Fluss Wolfsburgs wird wieder erlebbar, so werden Möglichkeiten geschaffen, direkt an das Ufer zu gelangen und dort die Natur zu beobachten. Durch sogenannte Strömungslenker wird die Fließgeschwindigkeit der Aller erhöht, so dass sich nicht mehr so viel Substrat im Flussbett ablagern kann.

"Wir geben der Aller auch wieder mehr Raum, damit sich Hochwasser in den neu geschaffenen Auen ergießen kann und so für die Natur länger nutzbar bleibt", ergänzt der für Naturschutz zuständige Stadtrat Andreas Bauer.

Der Bau wird vom Land Niedersachsen über die N-Bank mit dem Programm Landschaftswerte aus den Mitteln der Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit insgesamt 1,37 Millionen Euro gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2 Millionen Euro. Bauherr ist der Aller-Ohre-Verband, der die Bauarbeiten im Auftrag der Stadt umsetzt.

Insgesamt wird so ein attraktiver Naturraum für die Wolfsburger als Naherholungsgebiet geschaffen, der Natur- und Datenschutz unterstützt sowie der Hochwasserschutz verbessert.


Pressemitteilung vom 04.03.2021

Tag des Energiesparens

Stromspar-Check gibt wirkungsvolle Tipps und bietet telefonische Beratungen

Der 5. März ist der internationale Tag des Energiesparens. Zu diesem Anlass gibt das Team des Stromspar-Checks Wolfsburg wirkungsvolle Energiespar-Tipps:

  • Kühlschrank-Temperatur optimieren - die optimale Kühltemperatur bei Kühlschränken beträgt 7 Grad Celsius. Jedes Grad kühler kostet etwa sechs Prozent mehr Energie.
  • Duschzeit reduzieren - langes Duschen verbraucht viel Wasser und Energie.
  • Wasser im Wasserkocher erhitzen anstatt auf dem Herd - elektrische Wasserkocher verbrauchen weniger Energie als der Herd.
  • Stoßlüften statt Dauerlüften - bei dauerhaft gekipptem Fenster entstehen unbemerkt hohe Wärmeverluste und damit ein erhöhter Energieverbrauch.
  • Heizkörper nicht abdecken - ist die Heizung durch Möbel oder Gardinen verdeckt, wird der Wärmetransport in das Zimmer beeinträchtigt.

Gerne bieten die Wolfsburger Stromsparhelfer*innen auch telefonische Beratungen rund um das Thema "Stromsparen im Haushalt" an. Das umfassend geschulten Personal spürt im telefonischen Beratungsgespräch individuell Einsparpotenziale auf und gibt praktische Hinweise zum energieeffizienteren Nutzungsverhalten. In einem weiteren Schritt erhalten die Kunden*innen auf kontaktlosen Weg kostenfreie Energiesparartikel. Interessierte melden sich bitte telefonisch unter 05361 7023763 oder stromspar-check@energieagentur-wolfsburg.de.

Den Stromspar-Check können alle Haushalte in Wolfsburg kostenfrei nutzen, die Sozialleistungen beziehen oder deren Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze liegt. Das Projekt wird vor Ort von der Wolfsburger Interessengruppe Sozialhilfe e. V. in Kooperation mit der Wolfsburger EnergieAgentur durchgeführt. Unterstützt wird das Projekt außerdem von der Stadt Wolfsburg, der Tafel, dem Jobcenter und der IG Metall.

Seit 2008 gibt es die bundesweite Initiative, in der der Deutsche Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) die Bekämpfung von Energiearmut und die Erreichung von Klimaschutzzielen verknüpfen. Gefördert wird das erfolgreiche Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.


Pressemitteilung vom 25.02.2021

Feldlerchen, Fledermäuse und Kleinvögel

Baugebiet Sonnenkamp: Zusätzliche Reviere werden geschaffen

Im Frühjahr 2021 werden aufgrund der beginnenden Arbeiten im Baugebiet Sonnenkamp westlich von Nordsteimke zusätzliche Feldlerchenreviere geschaffen. Zu den Maßnahmen zählen die Anlage von Feldvogelinseln (Fehlstellen in Ackerflächen) und Blühstreifen mit begleitenden Schwarzbrachen sowie der Anbau von Extensivgetreide. Betreut wird der Prozess durch den Geschäftsbereich Grün der Stadt Wolfsburg und der Stiftung Kulturlandpflege. Dank der Unterstützung der örtlichen Landwirte, die die Projekte umsetzen und pflegen, können so insgesamt fast fünf Hektar für die Feldlerchen nutzbar gemacht werden.

Darüber hinaus wurden bereits im Frühjahr 2020 Nisthilfen für Kleinvögel im Baugebiet Sonnenkamp errichtet, die von sechs Halbhöhlen für Nischenbrüter über jeweils drei Höhlen sowie Starenkästen für Höhlenbrüter bis hin zu neun Quartieren für Fledermäuse reichen. Außerdem wurden aus den gefällten Bäumen Stammsegmente entnommen und an bestehende Bäume angebracht, um weiterhin bewohnbar zu bleiben. All diese Vorhaben sind heute schon im Bereich des Feuerwehrteichs im Sonnenkamp vorgenommen worden und zu finden.

Bis Ende Februar werden im Baugebiet Sonnenkamp noch notwendige Gehölzschnitte vorgenommen. Hintergrund sind die Vorbereitungen für die angekündigten Arbeiten der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB).


Pressemitteilung vom 22.01.2021

Stromspar-Check jetzt auch telefonisch

Wolfsburger Stromsparhelfer*innen auch weiterhin für Haushalte mit geringem Einkommen da

Um das kostenfreie Beratungsangebot des Stromspar-Checks auch während Zeiten der Corona-bedingten Kontakteinschränkungen aufrecht zu erhalten, bieten die Wolfsburger Stromsparhelfer*innen nun auch telefonische Beratungen rund um das Thema "Stromsparen im Haushalt" an.

Die umfassend geschulten Stromsparhelfer*innen spüren im telefonischen Beratungsgespräch Einsparpotenziale auf und geben praktische Tipps zum energieeffizienteren Nutzungsverhalten. In einem weiteren Schritt erhalten die Kunden auf kontaktlosen Weg kostenfreie Energiesparartikel.

Den Stromspar-Check können alle Haushalte in Wolfsburg kostenlos nutzen, die Sozialleistungen beziehen oder deren Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze liegt. Das Angebot richtet sich an Inhaber*innen der WolfsburgCard sowie an Empfänger*innen von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag und an Senior*innen mit geringer Rente. Interessierte melden sich unter (05361) - 7023763 oder stromspar-check@energieagentur-wolfsburg.de.

Das Projekt wird vor Ort von der Wolfsburger Interessengruppe Sozialhilfe e. V. in Kooperation mit der Wolfsburger EnergieAgentur durchgeführt. Unterstützt wird das Projekt außerdem von der Stadt Wolfsburg, der Tafel, dem Jobcenter und der IG Metall.

Seit 2008 gibt es die bundesweite Initiative, in der der Deutsche Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) die Bekämpfung von Energiearmut und die Erreichung von Klimaschutzzielen verknüpfen. Gefördert wird das erfolgreiche Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.


Pressemitteilung vom 09.12.2020

Jetzt Zuschüsse sichern

Klimaneutral mobil sein mit Photovoltaikstrom vom eigenen Dach

Trotz gesunkener Einspeisevergütungen sind Photovoltaikanlagen auch für Privathaushalte attraktiv. Die Investitionskosten sind in den letzten Jahren deutlich gesunken, sodass sich die Erzeugung von Solarstrom lohnt. Wie lange es dauert, bis sich die Investition auszahlt, hängt vor allem von der Eigennutzung des erzeugten Solarstroms ab. Wer über den Kauf eines Elektro-Fahrzeugs nachdenkt oder bereits ein solches besitzt, kann sich einen Zuschuss von pauschal 900 Euro für die E-Ladestation bei der KfW sichern (s. Link unten)! Gefördert werden nicht nur der Kauf der Ladestation, sondern auch die Installation und ein Energiemanagement-System, mit dem die Eigennutzung von PV-Strom optimiert werden kann. Berechtigt sind private Eigentümer, Mieter und Vermieter.

Außerdem kann der Eigenverbrauch mit dem zusätzlichen Einbau eines Speichersystems erhöht werden, für das es Fördermittel bei der N-Bank gibt, (s. Link).

Informationen zu den erwähnten Förderungen:
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/Förderprodukte /Ladestationen-für-Elektroautos-Wohngebäude-(440)/
https://www.nbank.de/Unternehmen/Energie-Umwelt/Photovoltaik-(PV)-Batteriespeicher/index.jsp

Informationen zu Photovoltaikanlagen finden Sie hier:
Bei Eigenverbrauch amortisiert sich die PV-Anlage meist in weniger als 10 Jahren. Viele Hersteller gewähren zudem 25 Jahre Garantie auf ihre PV-Module.

Pressemitteilung vom 26.11.2020

Hunde müssen an die Leine

Regelungen in Wäldern und Gehölzen beginnen ab Dezember

Ordnungsamt informiert Hundehalter: Nach der Verordnung über die öffentliche Sicherheit der Stadt Wolfsburg muss jeder Hund in der Zeit vom 1. Dezember bis zum 31. März des folgenden Jahres (Schutz der Einstände des Wildes und sonstigen frei lebenden Tiere vor Beunruhigungen) in den Wäldern und Gehölzen (Baumgruppen und Hecken) sowie zusätzlich in einem jeweils 50 m breiten Schutzstreifen um die Waldgebiete, Gehölze und beiderseits von Hecken und Gewässern in den Gemarkungen in Wolfsburg an der Leine geführt werden, damit er nicht streunt oder wildert. Ausnahmen hiervon gelten nur für Hunde, die zur regelmäßigen Jagdausübung oder von der Polizei als Diensthunde eingesetzt werden.
 
Die Pflicht zum Anleinen der Hunde setzt sich nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung vom 1. April bis zum 15. Juli in der freien Landschaft fort. Zur freien Landschaft zählen Wälder und die übrigen Flächen der freien Landschaft, auch wenn diese innerhalb von bebauten Ortsteilen liegen, ebenso die dazugehörigen Wege und Gewässer wie zum Beispiel die Bereiche um den Schillerteich, Detmeroder Teich (bis auf den dort eigens für Hunde eingerichteten Hundefreilauf), Neuen Teich, Krummen Teich und Kleinen Schillerteich.
 
Ganzjährig gilt die Leinenpflicht für Hunde im Wendschotter Drömling, Barnbruch und Ilkerbruch. Ebenso gilt die Leinenpflicht im Allerpark Wolfsburg (bis auf den eigens für Hunde eingerichteten Hundefreilauf am östlichen Ufer des Allersees). In der Porschestraße, dem Sarah-Frenkel-Platz und auf dem Willi-Brandt-Platz sind Hunde generell an der Leine zu führen. Die Anleinpflicht gilt außerdem bei Umzügen, Veranstaltungen, Festen und nach Eintritt der Dunkelheit.
 
Weitergehende andere Vorschriften, zum Beispiel Naturschutzgesetze, bleiben von den genannten Regelungen unberührt. Zuwiderhandlungen gegen die Leinenpflicht stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden können.


Pressemitteilung vom 23.11.2020

Europäische Woche der Abfallvermeidung 2020

Wolfsburg macht mit: Stadt ruft zu Ideenwettbewerb auf

Um das Umweltbewusstsein und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, beteiligt sich die Stadt Wolfsburg auch in diesem Jahr an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV 2020). Innerhalb der Aktionswoche vom 21. bis 29. November 2020 werden europaweit Maßnahmen durchgeführt, die sich der Reduzierung von Abfall widmen.

Die Stadt Wolfsburg ruft in diesem Jahr zu einem Ideenwettbewerb über Facebook und Instagram auf: Wer ein Foto von einer Idee teilt, wie jeder in Wolfsburg im Alltag Abfall vermeiden kann, bekommt am Ende des Aktionszeitraumes ein kleines Dankeschön zugeschickt. Zugleich postet die Stadt selber jeden Tag einen konkreten Tipp zur Abfallvermeidung: vom Büchertausch in den offenen Bücherschränken über verpackungsfreies Einkaufen auf dem Wochenmarkt bis hin zu Upcycling-Bastelideen, bei denen aus vermeintlichen Abfällen praktische neue Dinge werden.

Die Teilnahmebedingungen und weitere Informationen zum Thema Abfallvermeidung finden sich unter wolfsburg.de/abfallvermeidung.

Die Beteiligung an der EWAV 2020 erfolgt auf Initiative des Referats Repräsentation, Internationale Beziehungen im Rahmen des Projekts "Koordination kommunaler Entwicklungspolitik", gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms "Koordination kommunaler Entwicklungspolitik" der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).


Pressemitteilung vom 17.11.2020

Artenvielfalt erhalten

Wildblumenwiesen und Staudenbeete angelegt

Um einem Artensterben entgegenzuwirken, hat der Geschäftsbereich Grün der Stadt Wolfsburg in den vergangenen Jahren Wildblumenwiesen und insektenfreundliche Staudenbeete in einer Größe von etwa 7,2 Hektar angelegt. Auch die Mähart und -strategie auf vielen Flächen wurde verändert. Die Einzelheiten dazu wurden kürzlich im Planungs- und Bauausschuss der Stadt vorgestellt.

Sämtliche Schritte dienen dem Erhalt des Lebensraumes vieler Arten. Im Einzelnen wurden große Flächen mit verschiedene Wild- und Sommerblumen ausgesät, Beete umgestaltet und bei der Neupflanzung viel Wert auf insektenfreundliche Pflanzenarten gelegt. Zudem werden große Flächen nicht mehr nur zu einem Zeitpunkt gemäht, sondern in zwei Etappen im Abstand von acht Wochen. Damit sollen sowohl bodenbewohnende Tiere als auch Insekten zu jeder Zeit Nahrung und Versteckmöglichkeiten erhalten.

Daneben hat der Geschäftsbereich Grün in vielen Anlagen weitere Vogelnistkästen aufgehängt und im Herbst 2020 auch rund 20.000 Blumenzwiebeln an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet ergänzt. Für das Jahr 2021 sind bereits weitere Arbeiten in der Planung. Dann soll der Mittelstreifen der Bundesstraße 188 in Richtung Warmenau, die Grünanlage zwischen den Spielzonen der Bürgerkämpe, sowie Flächen in Heiligendorf und Hattorf mit Wild- und Sommerblumen versehen werden.

Insektenfreundliche Umgestaltungen von Beeten sind schon jetzt für die Karl-Heise-Straße und den Hansaplatz in der Vorbereitung. Weitere werden sukzessive folgen, wenn Standorte umgestaltet werden müssen.


Pressemitteilung vom 02.11.2020

Wolfsburger Entwässerungsbetriebe beginnen mit den Bauarbeiten im Sonnenkamp

Am 7. Oktober 2020 hat der symbolische Spatenstich für Norddeutschlands größtes Baugebiet stattgefunden. In der 45. Kalenderwoche beginnen nunmehr die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe mit ihren Erschließungsarbeiten im neuen Wohnbaugebiet "Sonnenkamp".
 
Gestartet wird mit dem Überlaufteich südlich der Nordsteimker Straße (K5). Die weiteren Bautätigkeiten im ersten Teilbauabschnitt umfassen den Bau zweier Querungen der K5 mit einer Schmutzwasserleitung DN 400 sowie einer Regenwasserleitung DN 1200 in geschlossener Bauweise. Bei der geschlossenen Bauweise werden die Rohre unter der Straße von einer Startbaugrube auf der östlichen Seite zur Zielgrube auf der westlichen Seite im Bereich Bökenweg gepresst.     
      
"Aufgrund dieser gewählten Vorgehensweise kann auf eine komplette Sperrung der Nordsteimker Straße verzichtet und die Verkehrsbeeinträchtigung möglichst gering gehalten werden", betont der zuständige Projektverantwortliche der WEB, Tilman Runge.  Vor allem durch Baustellenverkehr können einzelne Verkehrsbehinderungen dennoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Arbeiten im ersten Teilbauabschnitt werden wahrscheinlich in der Jahresmitte 2021 beendet sein.
 
Ab Mitte/Ende November werden ebenfalls noch weitere für die Erschließungsarbeiten notwendige Rodungs- und Beräumungsarbeiten durchgeführt. Die Räumungsarbeiten entlang der K5 sowie im Bereich der geplanten Entwässerungsanlagen in der "Grünen Mitte" erfolgen in Abstimmung  mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Wolfsburg unter Beachtung der  Brut- und Setzzeiten und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Für die im weiteren Verlauf der Erschließung folgenden Baumaßnahmen sind noch zusätzliche Rodungs- und Beräumungsarbeiten erforderlich, die stets im zeitlichen Zusammenhang mit den weiteren Teilbauabschnitten durchgeführt werden sollen. Erforderliche Maßnahmen zum Schutz von Fauna und Flora sind beziehungsweise werden noch im Vorfeld umgesetzt.
 
Im weiteren Verlauf der Erschließung wird der erste Abschnitt der zentralen Erschließungstrasse im Panoramaweg über eine Länge von etwa einem Kilometer in Zusammenarbeit mit den Versorgern und dem Straßenbau gebaut. Die Arbeiten werden rund neun Monate dauern und voraussichtlich zum Jahresende 2021 abgeschlossen sein. Die zukünftige – unterhalb der Quartiere 2, 3 und 4 verlaufende – öffentliche Grünanlage "Panoramaweg" wird als das verbindende Rückgrat zwischen Bebauung und zum landschaftlichem Naturraum fungieren und später auf einer Länge von insgesamt zwei Kilometern und einer Breite zwischen 20 und 60 m erlebbar sein. Der Hauptweg selbst wird für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen, Inlineskater*innen, Jogger*innen und andere Nutzer*innengruppen ausgewiesen.
 
Der dritte Teilbauabschnitt der Entwässerungsarbeiten wird zwei zentrale Regenrückhaltebecken sowie einen großen Durchlass unter der K5 umfassen. Bei den Planungen wurden insbesondere die vorhandenen Biotope und geschützten Bereiche berücksichtigt. Eine ökologische Baubegleitung ist Bestandteil bei der Durchführung der Arbeiten. Für den Bau des Durchlasses wird eine lokale Umfahrung hergestellt, um auch hier die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Mit der Fertigstellung ist bis Ende 2021/Anfang 2022 zu rechnen.
 
Aufgrund der anstehenden umfangreichen Bauarbeiten wird es neben einem monatlichen Baustellen-Jour Fixe mit Vertreter*innen der Stadt, WEB, des Investors sowie der Politik auch eine Anlaufstelle für Bürger*innen geben, die ab Dezember/Januar vor Ort in Nordsteimke  (ein bis zwei Mal im Monat) eingerichtet werden soll. Nähere Informationen folgen noch. "Wir möchten bürgernah gern für Fragen und Anregungen auch vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und freuen uns, wenn unser Angebot umfangreich angenommen wird und wir ins Gespräch kommen können", so Projektleiterin Kerstin Schöbel.


Pressemitteilung vom 22.10.2020

Erneute Pflanzaktion der Stadt Wolfsburg mit den Jungen Jägern

Einsatz für den Klima- und Naturschutz

Im November 2019 wurde der Startschuss für die gemeinsamen Pflanzaktionen des Geschäftsbereiches Grün der Stadt Wolfsburg mit den Jungen Jägern gegeben. Auch in diesem Jahr bewiesen die Jungen Jäger ihre Tatkräftigkeit und ihren Einsatz für den Klima- und Naturschutz. Am 17.10.2020 pflanzten sie in Kooperation mit dem Geschäftsbereich Grün erneut fast 2.000 Jungpflanzen auf einer städtischen Fläche in Neindorf, zwischen Hehlingen und Almke.

Die angelegte Gehölzpflanzung dient dem Biotopverbund und schafft Lebens-, Brut- und Nahrungsstätten für die dort lebenden Arten: ein wichtiger Beitrag für den Natur- und Artenschutz zur Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft, die mit dem Bau neuer Radwege im Stadtgebiet einhergingen.

Die Stadt Wolfsburg freut sich sehr über das ehrenamtliche Engagement der Jungen Jäger und weiß, dass sie hier einen zuverlässigen Partner an ihrer Seite hat.


Pressemitteilung vom 30.09.2020

Energie aus Abwasser: WEB nehmen Anlagenerweiterung in Betrieb

Aus Klärschlamm wird nachhaltig erzeugter Strom

Auf dem Klärwerk am Stahlberg in Brackstedt wurde der zweite Klärschlammfermenter in Betrieb genommen. Ab sofort erzeugen die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) damit pro Jahr insgesamt 2,5 Millionen Kilowattstunden grünen Strom aus Abwasser.

Klärschlamm kann aufgrund der verschärften Anforderungen der Düngeverordnung nur noch in geringen Mengen in der Landwirtschaft verwendet werden, die Entsorgung auf anderen Wegen ist teuer und belastet die Umwelt durch zusätzliche Transporte. Die WEB haben nach neuen Einsatzmöglichkeiten gesucht: Im Ergebnis wurden zwei der drei Türme (Fermenter) der Biogasanlage umgebaut, um umweltfreundliche Energie aus Abwasser für den Eigenbedarf zu generieren.

In den Türmen wird der Klärschlamm, der in den Reinigungsvorgängen des Klärwerks aus dem Abwasser entnommen wird, auf 39 Grad Celsius erwärmt. Dies ist die ideale Temperatur für methanbildende Bakterien. Unter Luftabschluss (anaerob) erzeugen diese Bakterien aus Kohlenstoff Methangas. Das Methangas wird dann in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt und treibt die Motoren zur Stromerzeugung an. Insgesamt rund 2,5 Millionen Kilowattstunden Energie im Jahr werden in der Klärschlammanlage erzeugt – dies entspricht etwa dem Energiebedarf von 650 Vier-Personen-Haushalten (Durchschnittverbrauch 4.000 kWh/Jahr). Die Abwärme der BHKWs wird im Abwasserreinigungsprozess verwertet, unter anderem zur Erwärmung der Methan-Fermentertürme.

"Mit der Energie, die wir durch den Klärschlamm produzieren, können wir rund 20 bis 25 Prozent des Energiebedarfs unserer Kläranlage decken", erklärt Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. Der Klärschlamm, der nicht in der Anlage zur Energiegewinnung genutzt wird, wird getrocknet und energetisch verwertet, der getrocknete Klärschlamm weist dabei in etwa den Brennwert von Braunkohle auf.


Pressemitteilung vom 28.08.2020

Mit Wasserrecycling gegen den sinkenden Grundwasserspiegel

WEB kämpfen gegen die Folgen der Trockenheit

Seit Jahren sinkt der Grundwasserspiegel in Wolfsburg und Umgebung und ist in diesem Jahr auf einem historischen Tiefstand. Um dem entgegenzuwirken verstärken die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) ihre Anstrengungen in Sachen Wasserrecycling. Beim Wasserrecycling wird das in mehreren Stufen gereinigte Abwasser für die landwirtschaftliche Feldberegnung genutzt, anstatt es in fließende Gewässer einzuleiten.
 
Warum sinkt der Grundwasserspiegel?

Grundwasser wird durch den Überschuss von versickerndem Regenwasser neu gebildet, das nicht verdunstet oder durch Pflanzen aufgenommen wurde. Wenn jedoch mehr Wasser verdunstet und durch die Vegetation aufgenommen wird als durch Niederschläge auf den Boden fällt, kann kein überschüssiges Wasser versickern und zur Grundwasserneubildung beitragen. Dadurch kommt es zu einem allmählichen Absinken des Grundwasserspiegels.
 
Wie funktioniert das Wasserrecycling?

Mit dem Wasserrecycling werden die Entnahmen aus dem Grundwasser für die Feldberegnung verringert. Statt des Grundwassers wird gereinigtes Abwasser zur Beregnung verwendet, dieses Verfahren wirkt der weiteren Grundwasserabsenkung entgegen. Dafür wird das gereinigte Abwasser der Kläranlage in Brackstedt in zwei Becken zwischengespeichert. Bei Wasserbedarf wird es durch unterirdische Druckrohrleitungen an die landwirtschaftlichen Nutzflächen geleitet. Dort wird das Wasser durch die im Abwasserverband Wolfsburg zusammengeschlossenen Landwirte mit Hilfe von Beregnungsmaschinen zur Wasserversorgung der Feldfrüchte eingesetzt.

"Das gereinigte Abwasser ermöglicht uns die sichere Versorgung unserer Pflanzen auch in extrem trockenen Jahren, die Zusammenarbeit zwischen der Stadtentwässerung und der Landwirtschaft ist seit Jahrzehnten bewährt", sagt Dieter Meinecke, Verbandsvorsteher des Abwasserverbandes Wolfsburg.
 
Wo wird das Wasser verregnet?

Das gereinigte Abwasser wird in zwei Gebieten im Norden von Wolfsburg zur landwirtschaftlichen Beregnung genutzt: Einmal rund um das Klärwerk Wolfsburg in Brackstedt und zum anderen im Süden des Landkreises Gifhorn im Bereich nordwestlich von Jembke. Insgesamt ist dies eine Fläche von etwa 1500 Hektar. Bisher wurden in diesem Jahr bereits rund 2 Millionen Kubikmeter Abwasser verregnet, das entspricht etwa zwei Mal der Füllung des Allersees.

"Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die sichtbaren Gewässer, sondern lässt auch den Grundwasserspiegel immer weiter sinken", erklärt Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Wir sind eine von wenigen Kommunen in Deutschland, die gereinigtes Abwasser zur Feldberegnung nutzen. Das Wasserrecycling hat in Wolfsburg eine 80-jährige Tradition und wurde als nachhaltige, ressourcenschonende Technologie schon vor der Erfindung des Begriffs Nachhaltigkeit eingesetzt."


Pressemitteilung vom 14.08.2020

Schlossteich in Fallerleben: Fontäne läuft auch nachts 

Um Umkippen des Teiches zu verhindern, wird nachdrücklich auf das Entenfütterverbot hingewiesen

Um die Sauerstoffversorgung des Teiches im Schlosspark Fallersleben zu gewährleisten, wird die Fontäne ab sofort dauerhaft, auch in der Nacht, laufen. Aufgrund der hohen Temperaturen und wegen des ausbleibenden Regens ist dies eine Maßnahme, um das Gewässer vor dem Umkippen zu bewahren. Die Stadt bittet um das Verständnis der Anlieger*innen, die nun einer erhöhten Lärmbelästigung ausgesetzt sind.

Zudem werden die Bürger*innen dringend gebeten, die Enten nicht zu füttern. Brotbrocken und Entenkot reichern das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an. Es entstehen dadurch mehr Algen, für deren Zersetzung Sauerstoff nötig ist, was wiederum das Umkippen des Teiches begünstigt.


Pressemitteilung vom 11.08.2020

Aktuelle Situation der Wolfsburger Teiche

Wolfsburger Entwässerungsbetriebe arbeiten mit Hochdruck am Gewässerschutz

Anhaltende Hitze, kein Regen in Sicht – die Stillgewässer in Wolfsburg befinden sich aktuell erneut in einer schwierigen Lage. Um ein Umkippen der Teiche und ein Fischsterben zu verhindern, arbeiten die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) zusammen mit dem Geschäftsbereich Grün und dem Umweltamt der Stadt Wolfsburg seit Frühjahr an der Umsetzung der Maßnahmen, die die Projektgruppe "Wasser in der Stadt" im vergangenen Jahr beschlossen hatte. Zudem wird aktuell täglich die Situation der Gewässer überprüft, Lüfter sind seit Ende Juli im Einsatz.

Vorbereitende Maßnahmen seit Frühjahr 2020:

Um für mehr Sauerstoff im Wasser zu sorgen und den Nährstoffgehalt zu senken, wurden bereits im Frühjahr zahlreiche Pflanzen in die Teiche eingebracht. So wurden rund 40 Meter Uferlinie des Detmeroder Teiches mit in Wolfsburg gewonnenem Schilf begrünt sowie im Mühlenteich und im Stemmelteich See- und Teichrosen gepflanzt. Auf dem Neuen Teich und dem Salzteich schwimmen begrünte Inseln, die ein Überangebot an Nährstoffen im Wasser binden sollen. "Die Bepflanzung der Teiche ist eine langfristig gedachte Maßnahme", erklärt Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Sie können voraussichtlich erst in zwei bis drei Jahren, wenn die Pflanzen ausgewachsen sind, nachweisbare Effekte bewirken."

Zustand der Teiche:

Am 21. Juli 2020 haben die WEB zwei Lüfter im Mühlenteich sowie einen Lüfter im Neuen Teich in Betrieb genommen. Im Neuen Teich wurde am 7. August noch ein zweiter Lüfter installiert. Der Detmeroder Teich wird seit dem 30. Juli mit zwei Geräten belüftet, dazu kommt seit dem 7. August noch eine Umwälzpumpe zum Einsatz, die stündlich etwa 70 m³ Wasser bewegt.

Die Maßnahmen haben zum Teil gut gegriffen, der Detmeroder Teich, der schon zu ca. zwei Dritteln mit Grünalgen belegt war, hat sich durch den Einsatz der Pumpe und der Lüfter erholt. Das Algenwachstum wird weiterhin täglich beobachtet.

Der anhaltende Wassermangel im Naturkreislauf führt jedoch zu mittelfristig nicht abwendbaren Schäden. Seit Samstag gibt es keinen Durchfluss mehr in der Schillerteichkette – bestehend aus Großem Schillerteich, Kleinem Schillerteich, Krummer Teich, Frauenteich und Ziegelteich. Ebenso keinen Zufluss weisen der Mühlenteich und der Neue Teich auf. Bei den letztgenannten Teichen wurde der maximale mögliche Einstau im Frühjahr erhöht, durch die ausbleibenden Niederschläge und die hohe Verdunstung wird dieser stabilisierende Effekt konterkariert. Insgesamt wird so das Wachstum von Blau- und Grünalgen begünstigt, die Verschiebung der pH-Werte in den Teichen kann trotz Belüftung zu einem erneuten Fischsterben führen.

"Wir versuchen die Folgen der anhaltenden Trockenperiode für die Wolfsburger Gewässer abzumildern", so Dr. Meier von den WEB. "Wir können aber die Natur nicht steuern. Bleibt weiter der dringend benötigte Regen aus, wird es zu Störungen der Gewässerökologie kommen."


Pressemitteilung vom 14.07.2020

Weitere Photovoltaikanlage installiert

Stadt stellt sich in Sachen Klimaschutz gut auf - 15 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart

Auf dem Dach der Kindertagesstätte Kästorf in Wolfsburg beginnen in Kürze die Montagearbeiten für eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage. Jedes der 92 Module hat eine Leistung von je 325 Watt, so dass künftig eine Spitzenleistung von 29,9 Kilowatt zur Verfügung steht. Die Photovoltaikanlage ist auf einen Ertrag von rund 26.600 Kilowattstunden pro Jahr ausgelegt. Davon werden rund 76 Prozent von der Kindertagesstätte selbst verbraucht. Die restlichen 24 Prozent werden in das öffentliche Netz eingespeist. Mit der Anlage werden etwa 15,9 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden. Im Zusammenhang mit der Anlage werden außerdem 250 Meter Kabel und Leitungen sowie 50 Meter Kabelrinnen verbaut.

Insgesamt ist dieses die 20. Anlage auf städtischen Gebäuden, auf denen insgesamt bei einer Fläche von etwa 3.350 Quadratmetern eine Leistung von 385 Kilowatt installiert ist. Dieses ist die zweite Anlage der Stadt in 2020. Bereits im Februar ging eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kindertagesstätte Campus Hellwinkel in Betrieb. Weitere 14 Anlagen sind in der Planung oder Umsetzungsvorbereitung.


Pressemitteilung vom 02.07.2020

Starkregenvorsorge: WEB bittet Betroffene um weitere Hinweise 

Rund 60 Meldungen sind bisher eingegangen

Nach dem Starkregen am 13. Juni im Wolfsburger Stadtgebiet hatten die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) und die Stadt die Arbeitsgruppe "Starkregen" ins Leben gerufen und Bürger*innen dazu aufgefordert, Überschwemmungen per E-Mail zu melden. Rund 60 E-Mails sind bisher eingegangen. Insgesamt 115 Fotos und 15 Videos waren dabei, die den Teilnehmenden der Arbeitsgruppe Problempunkte aufzeigen sollen, um Maßnahmen zur Vorsorge gemeinsam mit den Eigentümer*innen zu planen. Noch vor den Sommerferien wird die erste Sitzung der Arbeitsgruppe stattfinden und das eingesendete Material sondiert werden.

Auch der Bereich Grundstücksentwässerung der WEB, der für die Anbindung von Privathaushalten an das Kanalnetz zuständig ist, hat seit dem Starkregenereignis rund 40 Anfragen bekommen – die meisten davon aus Vorsfelde, Kästorf, Reislingen und der Wolfsburger Innenstadt.

"Wir freuen uns sehr über die zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung", so Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Die Ursachen für Überflutungen bei Starkregen und auch die Gegenmaßnahmen sind vielfältiger Natur und immer ein Zusammenspiel aus der unterirdischen Kanalisation, dem oberirdischen Abfluss sowie der Lage und Sicherung privater Grundstücke. Je mehr Informationen wir haben, desto besser können wir die Lage einschätzen und gemeinsam mit den Grundstückseigentümer*innen vorsorgen."


Pressemitteilung vom 26.06.2020

Social Design – Wie wollen wir leben? 

Sonderausstellung mit der Naturerkundungsstation Wolfsburg

Ab dem 27. Juni 2020 eröffnet in der St. Ulrici-Brüdern Kirche in Braunschweig eine neue Ausstellung, bei der auch die NaturErkundungsSTation (NEST) Wolfsburg mitwirkt.

Die Sonderausstellung widmet sich den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Wie wollen wir leben? – Diese zentrale Frage stellen sich Designer*innen bereits seit mehr als hundert Jahren. Auch im 21. Jahrhundert ist "Social Design" aktueller denn je: Flüchtlingsbewegungen, die Folgen der global agierenden Wachstumsökonomie sowie das steigende Ungleichgewicht in Bezug auf Ressourcen, Produktionsmittel sowie Zukunftschancen und nicht zuletzt die aktuelle COVID-19-Pandemie liefern Ansatzpunkte für neue Design-Projekte, die Lösungsansätze bieten.

Das Braunschweigische Landesmuseum und die Evangelische Akademie Abt Jerusalem zeigen in der vom Museum für Gestaltung Zürich kuratierten Sonderausstellung "Social Design – Wie wollen wir leben?" 25 internationale Designprojekte, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Sie werden ergänzt durch 13 Projekte aus der Region, die das Braunschweiger Ausstellungsteam ausgewählt hat. Eines dieser Projekte, die in sechs Teilbereichen vorgestellt werden, ist Cradle to Cradle (C2C), ein Teil des Entwicklungsprojekts "Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften", partizipativ entwickelt mit der NaturErkundungsSTation (NEST) Wolfsburg und der Cradle to Cradle Regionalgruppe Wolfsburg.

In der Ausstellung bietet das Braunschweigische Landesmuseum und die Evangelische Akademie den Besuchen eine Plattform für Fragen und Impulse für das Leben in der Nach-Corona-Zeit. Nach dem Ende der Ausstellungszeit möchte das Landesmuseum die Denkanstöße in die entstehende Corona-Sammlung aufnehmen.


Pressemitteilung vom 23.06.2020

WEB und Stadt planen Arbeitsgruppe „Starkregen“ 

Verantwortliche bitten um Hinweise von Bürger*innen

Nach dem Starkregen am 13. Juni kam es im gesamten Stadtgebiet von Wolfsburg zu Überschwemmungen. Um in Zukunft besser für solche Starkregenereignisse gewappnet zu sein, gründen Vertreter*innen der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB), der Geschäftsbereiche Grün und Straßenbau der Stadtverwaltung sowie der Feuerwehr jetzt eine Arbeitsgruppe "Starkregen" unter Federführung der WEB.

Um auf die einzelnen Problempunkte gezielt eingehen zu können, bittet die WEB um Informationen aus der Bevölkerung zu einzelnen Überschwemmungspunkten – sowohl auf Privatgrundstücken als auch in öffentlichen Bereichen. Unter Angabe des genauen Ortes, Datums und am besten auch der Uhrzeit können Bürger*innen diese per E-Mail melden. Gern können auch Fotos oder Videos mitgeschickt werden. Dabei geht es nicht nur um das Unwetter rund um den 13. Juni; die WEB nehmen gern auch Informationen und Bilder von vergangenen Starkregenfällen und Überflutungen entgegen.

"Wir kennen bereits viele gefährdete Punkte in Wolfsburg, an denen sich das Wasser während solcher Starkregenereignisse sammelt", so Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Mit den Hinweisen aus der Bevölkerung können wir uns ein viel umfassenderes Bild machen, besser vorsorgen und gezielte Maßnahmen einleiten."


Pressemitteilung vom 16.06.2020

Stadtradeln startet Ende August

Klima-Bündnis-Kampagne: Wolfsburg sattelt wieder auf

Bereits zum neunten Mal nimmt Wolfsburg an der bundesweiten Klimaschutz-Aktion Stadtradeln teil. Für eine lebendige Radkultur, für die Gesundheit und für die Umwelt wird auch in 2020 wieder gemeinsam in die Pedale getreten und bewiesen, dass das Fahrrad einen festen Platz in der Stadt besitzt. Vom 31. August bis zum 20. September können alle, die in Wolfsburg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen einen wichtigen Beitrag leisten: zu der eigenen und in Zeiten der Coronavirus-Pandemie auch zur Gesundheit der Mitmenschen, zur Entspannung der Verkehrssituation und natürlich zum Klimaschutz. Auf eine Auftaktveranstaltung verzichtet die Stadt Wolfsburg dieses Jahr allerdings zum Schutz vor Infektionen.

Anmeldungen und Registrierungen sind ab sofort möglich auf www.stadtradeln.de/wolfsburg oder über die Stadtradel-App. Bei Teilnehmenden aus den beiden Vorjahren sind die bisher gemachten Angaben noch gültig, das heißt eine erneute Registrierung ist nicht notwendig. Hier muss sich lediglich beim ersten Einloggen einer Kommune und einem Team zugeordnet beziehungsweise ein eigenes Team neu gründet werden.

Ab diesem Jahr wird der Wettbewerb innerhalb der Kommune noch spannender. Ob Unternehmen oder Schule, Verwaltung oder Sportverein, Fahrradfahrende können Unterteams gründen, zum Beispiel für jede Abteilung oder Klasse, und künftig innerhalb des Hauptteams gegeneinander antreten. Die erradelten Kilometer zählen für das jeweilige Unterteam und das Hauptteam.


Pressemitteilung vom 12.06.2020

Alte Heizöltanks müssen geprüft werden

Die Untere Wasserbehörde der Stadt Wolfsburg schreibt ab Juni 2020 zahlreiche weitere Betreiber*innen von alten Heizöltanks an, die bisher noch kein Schreiben erhalten haben. Die Tanks müssen durch anerkannte Sachverständige geprüft werden.

Betroffen sind oberirdische Heizöltankanlagen mit einem Füllvolumen von 1.000 Litern bis 10.000 Litern, die vor dem 17. Dezember 1997 errichtet und/oder die bisher noch nie von einer sachverständigen Stelle geprüft worden sind.

Mehr als 300 Betreiber*innen in den Ortsteilen Almke, Barnstorf und Reislingen wurden bereits angeschrieben. Inzwischen wurden diese Heizölanlagen zum weitaus größten Teil geprüft. Geprüft wird gemäß der aktuell geltenden gesetzlichen Standards. Dies kann zur Folge haben, dass alte Tanks nachgerüstet werden müssen. Stellen die Sachverständigen an der Tankanlage erhebliche oder gefährliche Mängel fest, müssen die Eigentümer*innen diese durch einen Fachbetrieb nach dem Wasserhaushaltsgesetz beseitigen lassen.

Sofern eine Heizölanlage nicht mehr genutzt wird, sollte dies der Unteren Wasserbehörde der Stadt Wolfsburg gemeldet werden, um unnötigen Aufwand oder Kosten zu vermeiden. Weitere Informationen auf www.wolfsburg.de/heizoel
 
Hintergrund: 
Heizöltanks, die vor dem 17. Dezember 1997 installiert worden sind, unterlagen bei ihrer ersten Inbetriebnahme noch keiner Überprüfungspflicht. Diese galt lediglich für alle unterirdischen Tanks sowie Lagertanks mit einem Füllvolumen über 10.000 Litern. Seit 1997 gilt die erstmalige Prüfpflicht vor der Inbetriebnahme auch für alle oberirdischen Heizöltankanlagen mit einem Füllvolumen von 1.000 Litern bis 10.000 Litern. In Wolfsburg wurde eine nachträgliche Inbetriebnahmeprüfung bereits bestehender Anlagen seinerzeit nicht veranlasst. In einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Braunschweig wurde festgelegt, dass die Prüfpflicht auch für bestehende Anlagen gilt und nachzuholen ist, da gerade Altanlagen eine Gefährdung für die Oberflächengewässer und das Grundwasser darstellen können.

Die Prüfung der alten Heizöltanks durch Sachverständige liegt daher auch im Interesse der jeweiligen Betreiber*innen, denen bei einem Defekt der Anlage erhebliche Sanierungskosten entstehen können.


Pressemitteilung vom 09.06.2020

Graugänse bekommen einen Ring

Forscher wollen mehr über die Herkunft der Tiere erfahren

Die städtischen Gewässer unter anderen am Schillerteich, am Neuen Teich sind momentan in großer Zahl von Graugänsen besetzt. Die meisten dieser Tiere stammen aber wahrscheinlich gar nicht aus Wolfsburg.

Das hat folgenden Hintergrund: Wie alle Gänse, Enten und Schwäne mausern auch die Graugänse einmal im Jahr zeitgleich komplett alle Schwungfedern an den Flügeln. Diese sind nach den langen Flugstrecken während des Winterhalbjahres stark abgenutzt und müssen ersetzt werden. Graugänse ohne Küken sammeln sich an geeigneten Mauserplätzen, die Nahrung und Sicherheit für den Zeitraum der Flugunfähigkeit bieten müssen. Da für die Gänse vor allem Sicherheit wichtig ist, kommt es vor, dass solche Plätze auch an geeigneten Orten innerhalb von Städten zu finden sind. Solche Plätze sind rar und weite Wanderungen werden dorthin unternommen. So haben Wissenschaftler des Instituts für Wetlands and Waterbird Research IWWR und das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung ITAW der Tierärztlichen Hochschule Hannover Graugänse an einem Mauserplatz an der Leine bei Hannover markiert. Einige dieser Vögel wurden später sogar in der Tschechischen Republik und in Österreich wiederbeobachtet.

Die Forscher wollen nun am Donnerstag, 11.6. mit einer Beringungsaktion mehr über die Herkunft der mausernden Graugänse in der Stadt Wolfsburg erfahren. Dazu werden die Gänse eingefangen und mit einem Metallring am Bein beringt. Die Vögel werden vermessen und untersucht. Einige sollen zudem gelbe Halsmanschetten mit einem individuellen Code bekommen, der es Vogelfreunden erlaubt, die Gänse auch in der freien Landschaft sicher zu identifizieren. Diese Beobachtungen werden dann in einem Internetportal (www.geese.org) gesammelt. Hier können Beobachter mehr Informationen zu dem jeweiligen Tier bekommen und die Daten werden für die verschiedenen Aspekte der Zugvogelforschung analysiert.


Pressemitteilung vom 04.06.2020

WEB saniert Schmutzwasserkanal am Schloss

Rad-Gehweg Richtung Kästorf ab Schlosskreuzung gesperrt

Ab Montag, 8. Juni, beginnen in der Oebisfelder Straße/B188 auf Höhe des Schloss Wolfsburg Bauarbeiten der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe am Schmutzwasserkanal. Im ersten Bauabschnitt werden fünf undichte Schächte saniert, wodurch es keine Einschränkungen für den Autoverkehr gibt. Um die Bauarbeiten pünktlich zum Ende der Woche fertigzustellen, muss jedoch der Rad-Gehweg Richtung Kästorf ab der Schlosskreuzung gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer werden auf den Weg auf der gegenüberliegenden Seite umgeleitet. Der zweite Bauabschnitt, bei dem ein 400 m langer Kanal saniert werden muss, findet in den verkehrsärmeren Werksferien statt. Auch hier wird wieder nur der Rad-Gehweg gesperrt werden.


Pressemitteilung vom 02.06.2020

WEB setzt Pflanzen im Neuen Teich ein 

Schwimmende Inseln für gesunde Gewässer

Am Dienstag, 2. Juni, haben die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) zwei weitere bepflanzte Inseln im Neuen Teich eingesetzt, um die Nährstoffkonzentration im Wasser zu regulieren. Die jeweils zwei Mal acht Meter großen Inseln wurden mit Ketten befestigt und werden von 100 kg schweren Steinsäcken an ihrem Platz gehalten. Die Bepflanzung befindet sich auf einem Auftriebsmaterial und wird durch Gitter vor Abfraß geschützt. Im Idealfall können die schwimmenden Inseln mehrere Jahre im Einsatz bleiben und die Pflanzen ein bis zwei Meter hoch werden.
"Wir freuen uns, dass wir heute im Rahmen des Projekts ‚Wasser in der Stadt‘ zwei weitere schwimmende Inseln im Neuen Teich einsetzen konnten", so Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Anhaltende Trockenphasen mit zu wenig Regen können schnell zu einer zu hohen Nährstoffkonzentration im Wasser führen, was ein massives Wachstum von Blaualgen zur Folge hat. Die Pflanzen auf den schwimmenden Inseln sollen die Nährstoffkonzentration regulieren und damit ein ‚Umkippen‘ der Teiche verhindern."

Die bepflanzten Inseln sind im vergangenen Jahr im Rahmen des Projektes "Wasser in der Stadt" von Vertretern der Naturschutzverbände Nabu und BUND, Vertretern des Landvolks, der Forstwirtschaft, der Fischereivereine sowie den Geschäftsbereichen Umwelt und Grün der Stadt Wolfsburg und der WEB beschlossen worden. Sollte sich diese Maßnahme als wirksam erweisen, wird das Projekt in Zukunft ausgeweitet werden.


Pressemitteilung vom 20.05.2020

Wolfsburger Entwässerungsbetriebe belüften Teiche 

Neue, besonders leise Belüfter im Rahmen des Projektes "Wasser in Wolfsburg" eingesetzt

Um für ausreichend Sauerstoff und somit gesunde Gewässer zu sorgen, setzen die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) im Mühlenteich und im Neuen Teich besonders effiziente und leise Belüftungsanlagen ein. Die Belüfter werden ab 20. Mai für einen längerfristigen Einsatz den gesamten Sommer über aufgebaut.
Aufgrund der geringen Niederschläge und langen Trockenperioden in diesem Frühjahr wird ein Umkippen der Teiche schon jetzt wahrscheinlicher. Kommt dann ein starker Regen, werden zudem Abgasablagerungen, Gänsekot, Pollen und weitere Stoffe aus der Umgebung ins Wasser gespült, die zu einer verstärken Sauerstoffzehrung führen, was die Gefahr weiter steigert.
"Gerade am frühen Morgen tritt der Sauerstoffmangel auf, denn die Pflanzen im Wasser, die tagsüber Sauerstoff produzieren, stoßen in der Nacht CO2 aus und "atmen" Sauerstoff ein", so Dr. Gerhard Meier, Vorstand der WEB. "Daher werden die neuen, besonders leisen Belüfter nachts eingesetzt, um den Sauerstoffmangel am Morgen zu vermeiden, ohne die Anwohner in der Umgebung der Teiche zu stören."
Der Sportfischerverein entnimmt regelmäßig Proben aus den Teichen, misst Temperatur, pH-Wert und Sauerstoffgehalt und gibt diese Kennzahlen direkt an die WEB weiter. "In kritischen Fällen haben wir Kontakt zu einem Limnologen, einem Wissenschaftler für Binnengewässer, der weiterführende Tests anordnen kann, um noch mehr über den Gewässerzustand zu erfahren", erklärt Dr. Meier.
Die Belüftungsmaßnahme war neben den Pflanzungen von See- und Teichrosen im Rahmen des Projektes "Wasser in der Stadt" im vergangenen Jahr von Vertretern der Naturschutzverbände Nabu und BUND, Vertretern des Landvolks, der Forstwirtschaft, der Fischereivereine sowie den Geschäftsbereichen Umwelt und Grün der Stadt Wolfsburg und der WEB beschlossen worden.

Umweltamt

Der Ansprechpartner rund um Umwelt-, Boden-, und Gewässerschutz