Wettbewerb Zukunftsstadt

ViWoWolfsburg 2030+

Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es im Wettbewerb Zukunftsstadt, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD) im Wissenschaftsjahr 2015 startet.

Werbebanner mit der Aufschrift: Ideen von heute gestalten die Stadt von Morgen. www.wettbewerb-zukunftsstadt.de

Downloads und Informationsmaterial:


Aktuell:

  • Am Freitag, den 25. Mai 2018, findet die öffentliche Abschlussveranstaltung zur zweiten Phase des Wettbewerbs "Zukunftsstadt" statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen sich via E-Mail an zukunftsstadt@stadt.wolfsburg.de anzumelden und sich die finalen Projekte für das zukünftige Wolfsburg anzuschauen.
  • Online-Beteiligungsphase zum Wettbewerb Zukunftsstadt: Der Wettbewerb Zukunftsstadt geht in Wolfsburg mit dem Projekt „ViWoWolfsburg 2030+: digital und vernetzt in die Zukunft“ in die zweite Phase. Über die Online-Beteiligungsplattform können Sie die bereits entwickelten Projektansätze gerne kommentieren, ergänzen, oder räumlich verorten.

„Für die Stadt der Zukunft gibt es viele Ideen, die das Leben dort verbessern. Diese mit den Bürgern zu diskutieren, gemeinsame Visionen für die Zukunft zu entwickeln und in ersten Städten zu erproben – darum geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.“ (BMBF 2015). Mit dem Projekt „ViWoWolfsburg 2030+: digital und vernetzt in die Zukunft“ tritt die Stadt Wolfsburg gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin in der 2. Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt an, die im Rahmen der ersten Wettbewerbsphase erarbeiteten Zukunftsvisionen 2030+ in ein Planungs- und Umsetzungskonzept zu übertragen. Dabei setzt Wolfsburg auf die kooperative Stadtentwicklung, die Akteure der Stadt auf Augenhöhe zusammenführt und ein Thema in den Mittelpunkt stellt, das die Zukunft der Städte nachhaltig prägen wird: die Digitalisierung. Damit fügt sich das Projekt nahtlos in die gemeinsame Initiative #WolfsburgDigital der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG ein.

Schwerpunkt Digitalisierung

Die digitale Transformation nimmt eine zunehmend tragende Rolle in allen Lebens- und Arbeitsbereichen ein. Die digitalen Veränderungsprozesse sind besonders dynamisch und tiefgreifend. Sie verändern direkt die Art, wie wir leben und uns im Raum bewegen. Die erste Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt hat gezeigt, dass digitale Dienste, smarte Anwendungen und neue Lösungen in Stadtstrukturen eingepasst und den Belangen der Stadtbewohner angepasst werden müssen. Das Ziel muss darin bestehen, unterschiedliche soziale Gruppen und Akteure zusammenzubringen und die Wechselwirkungen zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialen Belangen zu thematisieren. Die Zukunftsvisionen 2030+ der Stadtbewohner bilden dafür die Basis für das Planungs- und Umsetzungskonzept.

Prozessablauf

In dem geplanten Partizipationsprozess arbeiten Stadtbewohner, Fachleute, Kinder und Jugendliche im Rahmen der Urban Design Thinking Methode zu den Themen Wohnvielfalt, Mobilität und Energie in mehreren Workshops zusammen. Zunächst geht es dabei um das Verstehen des Raums, um bewusste Ideen, Produkte und Lösungen entwickeln zu können. Anschließend werden die nutzerzentrierten Ideen mit Lego-Bausteinen zu Prototypen weiterentwickelt und getestet. Dabei fließen bereits Erkenntnisse zur Umsetzung und möglichen Geschäftsmodellen ein. Im Anschluss daran werden die Arbeitsergebnisse der Stadtgesellschaft präsentiert und von ihr bewertet. Die Stadt Wolfsburg will ausgewählte Ideen und Projekte umsetzen.

Der Wettbewerb

Mit den Ergebnissen der ersten Wettbewerbsphase konnten sich die Kommunen für die zweite Phase bewerben. Im Juli 2016 hat eine unabhängige Expertenjury 20 Städte, Landkreise und Gemeinden ausgewählt, die ihre Visionen nun in umsetzungsreife Konzepte überführen. 2018 erhalten dann bis zu acht Kommunen die Chance, die von ihnen entwickelten Ideen und Konzepte in die Realität umzusetzen. 
Partner des Wettbewerbs sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag. Der Wettbewerb ist Teil der Leitinitiative „Zukunftsstadt“ des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³).

Projektlaufzeit: Januar 2017 bis Juni 2018

Projektpartner: 

Stadt Wolfsburg

Technische Universität Berlin

Seit einigen Jahren entwickelt sich die Stadt Wolfsburg zu einem attraktiven und prosperieren Arbeits- und Wohnstandort. Die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt hatte seit der Gründung im Jahr 1938 wesentliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Wohnstandortes Wolfsburg. Dabei hatte jede Generation ihre eigenen Vorstellungen von einem lebenswerten Wohn- und Arbeitsumfeld. Nach dem aktuellen Zeitgeist wurden Leitbilder umgesetzt, die heute als Gartenstadt (Steimker Berg), autogerechte Stadt (Innenstadt) oder Urbanität durch Dichte (Detmerode) die unterschiedlichen Epochen der Stadtentwicklung kennzeichnen. So entstand in der Zeit zwischen 1949 und 1978 der größte Teil des heute verfügbaren Wohnbestandes. Aber ist das Wohnen dort noch zeitgemäß? Wie sieht es in Zukunft aus? Welche Ansprüche bestehen an den zukünftigen Wohnraum, das Wohnumfeld und die Infrastruktur ab dem Jahr 2030?

Die heute positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, der Zuzug junger, hoch qualifizierter Beschäftigter und Familien und die Bedarfe der Wolfsburger Wohnbevölkerung stellen unterschiedliche Anforderungen an jeden Aspekt des zukünftigen Wohnens in Wolfsburg. Eine Zukunftsstadt braucht intelligente Lösungen für lebenswerte und generationsunabhängige Wohnquartiere, die entlang der Bedürfnisse der Bevölkerung entwickelt werden. Das erklärte Ziel der Stadt Wolfsburg im Wettbewerb Zukunftsstadt ist es daher, die Vision einer jungen, zukunftsfähigen und attraktiven Stadt zu entwerfen, die über die Außendarstellung als Standort des Volkswagenwerkes hinausgeht. Neuer Wohnraum und Angebote im Wohnumfeld sollen ökonomisch, ökologisch und sozial in die Zukunft gedacht werden.

Wolfsburg gemeinsam neu denken und zukunftsfähig gestalten

Bei der Entwicklung dieser Vision setzt Wolfsburg auf die enge Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Privatwirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft. In zwei geplanten Workshops werden gemeinsam mit den Teilnehmern Ideen, Vorstellungen und Ansätze zum Wohnen in der Zukunftsstadt Wolfsburg im Zeithorizont 2030+ entwickelt. Zusätzlich werden Vorschläge zu flankierenden Themen wie Nahversorgung, digitaler Infrastruktur, Mobilitätsangebote, Bildung und Integration gesammelt. Die Ideen und Vorstellungen der Wolfsburgerinnen und Wolfsburger und der am Wohnen in Wolfsburg Interessierten werden mit Unterstützung von Akteuren aus der Wissenschaft, Privatwirtschaft und Verwaltung bewertet und in einer Handlungsmatrix zusammengeführt. Darin werden anschließend Ziele, Potenziale und Konflikte der vorgeschlagenen Maßnahmen anschaulich gegenüber gestellt.

Ortsschild mit der Aufschrift "Wettbewerb Zukunftsstadt: Wolfsburg"

Durch die Beteiligung der Bürger als „Gestalter der Stadt Wolfsburg von morgen“ werden alle relevanten Akteure direkt in den Gestaltungsprozess eingebunden. Es werden Potenziale sichtbar gemacht, innovative und wenig erprobte Möglichkeiten der Raumgestaltung identifiziert und konsensfähige Ideen aus der Mitte der Bevölkerung entwickelt. Das Vorgehen der direkten Beteiligung „betroffener Akteure“ soll von Beginn an zu einer Transparenz von wissenschaftlicher Forschung und politischem Handeln führen. Darüber hinaus wird das in Wolfsburg entwickelte Konzept BürgermitWirkung eingebunden sein.

Projektpartner und Projektförderung

Das Projekt wird von der Stadt Wolfsburg koordiniert und durch die beiden wissenschaftlichen Institute der Technische Universität Braunschweig ISE (Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik) und das IGS (Institut für Gebäude- und Solartechnik) inhaltlich unterstützt. Darüber hinaus haben die Wohnungsbaugesellschaften und weitere Akteure des lokalen Wohnungsmarktes ihre Unterstützung zugesagt. Gefördert wird das Vorhaben „ViWoWolfsburg 2030+“ im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Teil der Leitinitiative „Zukunftsstadt“ des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³) ist. Insgesamt wurden 52 Kommunen in der ersten Projektphase ausgewählt, eine Vision zu entwickeln. 2016 beginnen bis zu 20 Kommunen damit, konkrete Planungen für eine mögliche Realisierung von Maßnahmen vorzunehmen, bevor ab 2018 bis zu acht ausgewählte Kommunen ihre Vision in die Realität umsetzen können.

Informationen und Dokumentationen zu Workshops

Hier finden Sie sowohl Informationen als auch Dokumentationen zu verschiedenen Workshops, die im Rahmen zum Wettbewerb "Zukunftsstadt", stattfanden.

Am Vormittag entwickelten die Workshop-TeilnehmerInnen die Modelle und Prototypen weiter, die im ersten Fachworkshop im November erarbeitet wurden. Das Ziel war, die zu den Themenfeldern Wohnvielfalt, Mobilität und Energie entstandenen Ideen kritisch zu hinterfragen. VertreterInnen aus der Bürgerschaft durften die angepassten Modelle kommentieren und konstruktive Anregungen sowie Hinweise geben. Am Nachmittag diskutierten die FachexpertInnen darüber, welche wichtigen Elemente bei der Geschäftsmodellentwicklung für die jeweiligen Projektvorschläge zu berücksichtigen sind.

Zum Ende wurden die Ergebnisse allen TeilnehmerInnen vorgestellt und zeigten, dass bei allen Projekten nachhaltige und alternative Mobilitätsformen mitgedacht wurden. So ist man dem Ziel der Stadt Wolfsburg, am Ende der Laufzeit des Förderprojekts ein oder mehrere themenfeldübergreifende Projekte zu haben, näher gekommen.

Ab sofort sind die Ideen aus den Workshops auch auf der Beteiligungsplattform www.wolfsburg.de/dubistgefragt eingestellt. Interessierte können die erarbeiteten Projektideen kommentieren sowie Vorschläge für eine Umsetzung machen. Aus den bisherigen Ergebnissen und den Anregungen erarbeitet das Projektteam Zukunftsstadt dann ein Planungs- und Umsetzungskonzept. Mit diesem wird sich die Stadt Wolfsburg für die dritte Wettbewerbsphase bewerben.

Teilnehmer des Workshops beraten an einem Tisch ExpertInnen und BürgerInnen diskutieren in Themengruppen gemeinsam die Projektvorschläge  FachexpertInnen stellen den anderen Workshop-TeilnehmerInnen die überarbeiteten Projektvorschläge vor


Ergebnisse der einzelnen Themengruppen in Kürze:

Ergebnisse Themenfeld Energie

Die drei Projektvorschläge „Erfahrbar“, „Pendler-Kombinator“ und „Kupplung“ wurden erneut vor dem Hintergrund der zu Beginn der Wettbewerbsphase erfassten Bedarfe reflektiert.

Dabei wurde deutlich, dass die Lösungen „Erfahrbar“ und „Pendler-Kombinator“ räumlich und konzeptionell zusammen gedacht und geplant werden sollten. So sollen mehrere „Pendler-Kombinatoren“  im Stadtgebiet existieren, die durch entsprechende innovative E-Mobilitätsstrecken (für Rad o.ä.) miteinander verbunden sind. Die Angebote der Lösung „Kupplung“ sollten in leicht angepasster Form in diese Lösung integriert werden.

Im Detail wurde die Lösung wie folgt angepasst:

Folgende Eigenschaften sollten verändert werden:

  • Die dezentrale Stromerzeugung über PV entlang des Radweges soll beibehalten werden; allerdings wird davon abgesehen, dass die Erzeugung unbedingt über den Belag erfolgen und eine Ladung der Räder über Induktion erfolgen muss, da solche Räder bisher noch nicht am Markt zu bekommen sind und mit dieser Technologie ggf. sehr hohe Kosten verbunden sind. Denkbar wäre – je nach ortsspezifischen Begebenheiten – ein Belag, der zwar Energie erzeugt, aber diese nicht direkt an die Fahrräder abgibt, sondern ins Netz bzw. den Speicher einspeist. Eine (Teil-)Überdachung des Radweges mit PV wäre ebenfalls denkbar. In bestimmten Bereichen der Strecke könnte durchaus Raum für besonders innovative Ansätze oder Unternehmungen geschaffen werden, um eine Art „Innovationscampus“ rund um die Lösung zu entwickeln.
  • Das innovative Parkhaus soll beibehalten werden. Sharing Angebote für Elektrofahrräder und Elektroautos sollen integriert werden. Die einzelnen Bestandteile des „Kombinators“ (Parken und Laden; Energieerzeugung; Energiespeicherung; Sharing; Information) sollen je nach ortsspezifischem Bedarf modular zusammengestellt und dimensioniert werden.
  • Das sehr umfassend angelegte Informationsangebot der Lösung „Kupplung“ soll reduziert werden und die angebotenen Informationen vor Ort (entlang des Radwegs und am Parkhaus) sollen sich auf Informationen rund um das Thema Elektromobilität konzentrieren. Das Informationsangebot soll interaktiv gestaltet werden. Daneben könnte auch die App, die für die Buchung der Angebote benötigt wird, für interaktive Informationen genutzt werden.
Folgende Eigenschaften könnten ergänzt werden:
  • Die Ausgestaltung und Dimensionierung der einzelnen Bausteine des Parkhauses sollen modular und offen angelegt sein. In Gebieten, in denen bereits PV-Anlagen existieren (z.B. bei Energiegenossenschaften), könnten diese mit der Lösung verbunden werden, um flexibler auf Energiebedarfe in den umliegenden Quartieren oder am Standort des Parkhauses reagieren zu können und Synergien zu schaffen.
  • Es könnten autonom fahrende Kleinmobile auf einer Teststrecke integriert werden. 
  • Es soll ein einfacher, niedrigschwelliger und transparenter Zugang zu mehreren Formen der Elektromobilität (Pkw, Räder, Lastenräder etc.) geschaffen werden. Die Lösung bietet Komfort für alle Nutzer, was auch entsprechend vermittelt werden soll. 
Ergebnisse Themenfeld Mobilität

Die im vorherigen Workshop entwickelten Projektvorschläge wurden am Vormittag erneut durchdacht und um weitere Aspekte ergänzt. Da in der Nachbereitung des letzten Workshops Überschneidungen zwischen beiden Ansätzen immer deutlicher wurden, sollte bei der weiteren Bearbeitung ein Gesamtkonzept als Ziel definiert werden. Dieses gliedert sich auf in eine physische Mobilitätsstation (M²) und ein mobiles Informationssystem (WOBility). 

Erstere stellt ein modulares, bedarfsgerecht entwickelbares System dar, das den komfortablen Wechsel zwischen verschiedenen Fortbewegungsarten ermöglicht und diesen um lokale Mehrwertdienste erweitert. Die Integration von Ladepunkten fördert den strukturierten Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur in Wolfsburg. 

Das Informationssystem geht in seiner Zielsetzung über die reine Routenplanung hinaus und bindet ein Belohnungssystem ein. Umfassende digitale Angebote und Informationen zu Erreichbarkeit, Alternativen Verbindungen sowie lokalen Dienstleistungen, Einrichtungen und Angeboten sollten als Kernelemente vorhanden sein. 

Im Detail wurde die Lösung wie folgt angepasst:

Folgende Eigenschaften sollten verändert werden:

  • Die Kernfunktion lässt sich mit einer Bushaltestelle vergleichen. Allerdings soll dieser Ort als Teil eines Gesamtkonzeptes visuell deutlich sichtbarer und ortsbezogen individuell aufgebaut sein. Als weithin sichtbares Zeichen soll eine Station auch ohne Smartphone leicht zu finden sein.
  • Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Pedelecs sollen NutzerInnen erlauben, ihre Fortbewegungsmittel einfach, komfortabel und vor allem sicher abzustellen. 
  • Nachhaltigkeitsaspekte und der Komfortgedanke müssen deutlicher hervorgehoben werden. Auch sollte hervorgehoben werden, dass das digitale Angebot Menschen physisch miteinander verbindet.
  • Es muss deutlicher werden, wie die Multimodalität in Wolfsburg durch das Projekt gefördert wird. 
  • Das Thema der gesunden Mobilität muss in der Lösung sichtbarer werden, um das Mobilitätsverhalten von Menschen zu ändern. Auch der Beitrag zur Energie- und Ressourceneffizienz sollte sichtbarer werden.
  • Menschen, die keine eigenen mobilen Geräte besitzen, müssen die Informationen und Angebote durch stationäre Bildschirme zugänglich gemacht werden.
Folgende Eigenschaften könnten ergänzt werden:
  • Die Stationen müssen in jedem Fall die Pünktlichkeit und Verlässlichkeit von Verkehrsmitteln und Mobilitätsinformationen in Wolfsburg fördern. 
  • Informationen müssen flächendeckend und mit möglichst niedrigen Zugangsbarrieren bereitgestellt werden.
  • Die Anschlussfähigkeit für zukünftige Innovationen muss stets gewahrt werden. Zukünftige Technologien sollen so einfach mit den Stationen kombinierbar sein.
  • Die Verarbeitung und individuelle Bereitstellung von Echtzeitinformationen hilft NutzerInnen bei der Planung alltäglicher Wegeketten und stärkt ihr Vertrauen in alternative Fortbewegungsarten zum Auto. Insbesondere die Anpassung von Routen im Falle neuer Ausgangslagen (Wetter, Vorkommnisse, Störungen, …) oder aktuell veränderter Bedarfe (schwere Einkäufe, Kleinkind abgeholt, Unwohlsein, …) gibt den potentiellen NutzerInnen das Vertrauen, auch ohne Auto stets komfortabel und sicher ans Ziel zu kommen.
  • Gleichzeitig zur Station muss ein integriertes Buchungs- und Abrechnungssystem entwickelt werden, dass es NutzerInnen ermöglicht, die für ihre individuellen Wegeketten notwendigen Fahrzeuge zusammenhängend buchen und abrechnen zu können. Gleiches gilt für das Laden von Akkus.
  • Digitale Screens und Anzeigen sollten den NutzerInnen genau zeigen, welche Angebote sie in der näheren Umgebung vorfinden und wie sie diese mit individuell gestaltbaren Wegeketten verbinden können.
  • Die App könnte Fahrdienste sowie Gesundheits- und Pflegedienste integrieren. Auch über einen Abholservice für Schulkinder wurde nachgedacht.
  • Förderung der Verbindung von Menschen mit gleichen Interessen, Hobbies oder alltäglichen Wegen
  • Im Belohnungssystem sollte der Wettbewerbsgedanke gestärkt werden (Wer spart das meiste CO2? etc.)
  • Die Idee eines lernenden Systems sollte mitgedacht werden.
Ergebnisse Themenfeld Wohnvielfalt

Zu Beginn gab es drei Projektansätze aus dem ersten Fachworkshop:

  1. Clusterwohnen – Modulare Wohnungen mit flexiblem Nutzen
  2. Live2Gether – Online-Matching-Plattform
  3. Das Zukunftsquartier – Netz aus Quartiersplattformen und zentraler Bedarfsplattform
Der Ansatz Nr. 2 wurde verworfen, da es so etwas bereits in ähnlicher Form gibt und die Zielgruppe in Wolfsburg zu klein ist. So verschmolzen die Ansätze 1 und 3 einem integrierten Projekt.

Das Quartier sollte Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung geben; Anonymität aufbrechen; zentral gesteuert werden; Akteure digital und analog verbinden; eine Plattform haben, auf der relevante Portale angeknüpft sind; für BewohnerInnen wie Träger finanzierbar sein und den BewohnerInnen echte Mehrwerte bieten.

Die Quartiersplattform wurde als Projekt allein zu schwammig empfunden. Es fehlte zudem ein Thema für die Plattform. So wurden diese Idee sowie auch die angedockte Idee „Live2gether“ als alleinstehende Projekte fallengelassen und stattdessen die Idee der zentralen Plattform mit in die „Clusterwohnen“-Idee aufgenommen.

Im Detail wurde die Lösung entsprechend wie folgt angepasst:

Folgende Eigenschaften sollten verändert werden:

  • Ein aktives Einbringen der NutzerInnen muss möglich sein.
  • Die Koordination sollte zentral gesteuert werden.
  • Es muss genügen Rückzugsmöglichkeiten und Platz für Gäste geben.
  • Die Zielgruppen sollten nicht von den Wohnungsbaugesellschaften „geschaffen“ werden.
  • Eine Quartiersplattform sollte eine sinnvolle Größe haben: Der Wohlfühlcharakter und eine Überschaubarkeit der Strukturen, aber gleichzeitig auch eine ausreichende Anzahl an potenziellen NutzerInnen sind aufeinander abzustimmen.
Folgende Eigenschaften könnten ergänzt werden:

Clusterwohnen:

  • Serviceangebote für alle Lebensphasen sollten integriert werden: z.B. Erweiterung um ärztliche und handwerkliche Versorgung sowie Grundversorgung durch einen Nachbarschaftsladen. Denkbar ist auch eine Doppelfunktion der verschiedenen Einrichtungen, sodass z.B. ein Kiosk auch als Paketannahmestelle fungiert. Es wurde angeregt, das Mobilitätsangebot um ein Rufbussystem zu erweitern. 
  • Alle Clusterwohnungen sollten stadtweit über eine Plattform verknüpft werden.
  • Es sollten Pilotquartiere konkret an einem Projekt aufgebaut und getestet werden.
  • Das Wohnumfeld sollte attraktiv gestaltet werden.
Quartiersplattform:
  • Aktive Beteiligung der BürgerInnen muss möglich sein und sollte gefördert werden.
  • Digitale und analoge Treffen sollten möglich sein.
  • Es muss ausreichend analoge Anlaufstellen für Beratungen und Information geben.
  • Alle Aktivitäten und Informationen sollten über eine Plattform laufen, auf der durch Schnittstellen andere Portale angebunden werden (z. B. Stadt Wolfsburg selbst, nebenan.de, pizza.de, jameda.de etc.). 

Fachworkshops mit ca. 30 Wolfsburger Fachleuten aus Wirtschaft und Verwaltung:

Die Technische Universität Berlin als wissenschaftliche Kooperationspartnerin der Stadt Wolfsburg in der zweiten Wettbewerbsphase begleitete die Veranstaltung methodisch und mit fachlichen Impulsen aus Wissenschaft und Forschung.

Ziel des Fachworkshops war die Entwicklung und Auswahl von bedarfsgerechten Ideen für Projektansätze in den drei Handlungsfeldern Wohnvielfalt, Energie und Mobilität unter Berücksichtigung möglicher digitaler oder smarter Lösungen sowie die Überführung der besten Ideen in Prototypen und Modelle. Dabei wurden im ersten Teil der Veranstaltung die vom Projektteam aufbereiteten Projektvorschläge aus dem Bürgerworkshop um weitere innovative Projektideen ergänzt und weiterentwickelt. Anhand bestimmter Kriterien wurden im Anschluss die Ideen priorisiert und die vielversprechendsten ausgewählt. Für diese bastelten, bauten und skizzierten die Teilnehmer*innen schließlich erste Prototypen und Modelle.

Fachworkshop Zukunftsstadt Fachworkshop Zukunftsstadt

Im zweiten Fachworkshop, der am 14. Dezember 2017 erneut im phæno stattfindet, werden die Prototypen noch einmal diskutiert und anhand von festgelegten Kriterien überprüft, bewertet und gegebenenfalls umgestaltet. Am Ende werden die Bürger*innen und Fachleute für die ausgearbeiteten Projektvorschläge Geschäftsmodelle entwickeln, die eine Realisierung und den Betrieb ab 2019 ermöglichen sollen.

Des Projekt „ViWoWolfsburg 2030+: digital und vernetzt in die Zukunft“, mit dem die Stadt Wolfsburg an der zweiten Phase des bundeweiten Wettbewerbs Zukunftsstadt teilnimmt, wird zu 100 % gefördert.

Ergebnisse in Kürze

Zu jedem der drei Themenfelder sind im Ergebnis zwei bis drei Projektansätze entstanden, die die Inhalte des Bürgerworkshops aufgreifen und im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Themenfeld Wohnvielfalt

Projektansatz 1: Clusterwohnen plus – Gemeinschaft und Vernetzung im Quartier

Übergeordnete Fragestellungen:

„WIE KÖNNEN BEDARFSGERECHTE WOHNANGEBOTE BEREITGESTELLT WERDEN?“
„WIE KÖNNEN GUTE NACHBARSCHAFTEN BEGINNEN UND DIE UNTERSTÜTZUNG IM QUARTIER GEFÖRDERT WERDEN?“

Lösungsansatz:

Zusammenfassung:

Durch ein modulares Gebäude mit flexibel nutzbaren Wohnungen, Gemeinschaftsräumen und öffentlichen Treffpunkten sowie die Kombination mit energieeffizienten Sharing- und digitalen Angeboten werden Nachbarschaftskontakte und gegenseitige Hilfsleistungen gefördert.

Kerngedanke:

  • Flexiblen, bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnraum schaffen
  • Vernetzung im Quartier fördern und durch Herstellung von Gemeinschaft Nachbarschaft erlebbar machen
  • Einsparung von Kosten (allgemein und für den Einzelnen) durch Reduzierung des individuellen Wohnens und Besitzens zugunsten von Gemeinschaftsräumen und Gemeinschaftsnutzungen (Sharing Economy: Teilen statt Besitzen)
Eigenschaften:
  • Modulares Gebäude mit flexiblen Wohnungsgrundrissen, die sich den Lebensphasen der Bewohner*innen anpassen lassen
  • Cluster-Wohnungen als Erstnutzung ermöglichen innerhalb dieser Grundrisse einerseits den Rückzug in die eigene Wohnung/Appartement, gleichzeitig stehen Gemeinschaftsräume als Treffpunkte für die Haus-/Wohngemeinschaft zur Verfügung
  • Kombination mit Mobilitätsstation mit Abstellanlage für unterschiedliche (E-) Fahrzeuge und Sharing-Angeboten 
  • Organisation des Verleihs der Fahrzeuge sowie von nachbarschaftlichen Kontakten und Hilfsleistungen im Quartier über eine digitale, modulare Nachbarschaftsplattform/ -App 
  • Anlage von öffentlichen Plätzen im Umfeld zum Verweilen und zur Förderung von Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung im gesamten Quartier 
  • Ausstattung dieser Treffpunkte mit smarten Möbeln und intelligenten Lichtmasten


Projektansatz 2: Live2gether – die Matching-Plattform

Übergeordnete Fragestellungen:

„WIE KÖNNEN BEDARFSGERECHTE WOHNANGEBOTE BEREITGESTELLT WERDEN?“ 
„WIE KANN EIN MÖGLICHST LANGES SELBSTBESTIMMTES WOHNEN SICHERGESTELLT WERDEN?“

Lösungsansatz:

Zusammenfassung:

Live2gether ist eine Online Matching-Plattform für Wohnraumsuchende, die gerne in gemeinschaftlichen Wohnformen leben möchten. Nach dem digitalen Erstkontakt erfolgt die weitere Planung in der realen Welt bei Offline-Meetings, die jedoch durch digitale Services über die Plattform weiter begleitet werden können.

Kerngedanke:
  • Förderung von alternativen Wohnkonzepten und gemeinschaftlichen Wohnformen
  • Zusammenbringen von Personen mit gemeinsamen Interessen und kompatiblen Wohnwünschen
  • Passende Gruppe und Wohnform finden – gemeinsam leben
Eigenschaften:
  • Zusammenführung von Wohnraumsuchenden und ihren Interessen über das Onlineportal anhand von Kriterien, wie z.B. Alter, Hobbies, Wohnpräferenzen etc.
  • Erstellung eines eigenen Profils und Erhalt von Vorschlägen für potenzielle Wohngruppen und „Mitbewohner*innen“ anhand von Gemeinsamkeiten in den Profilangaben
  • Treffen im realen Leben zum Kennenlernen und zur weiteren Abstimmung
  • Verfügbarkeit von weiterführenden Informationen, Vorschlägen, Hilfestellungen und Services für die Bau- und/oder Nutzungsphase der gewünschten Wohnform über das Portal als Schnittstelle
  • Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch 


Projektansatz 3: Das Zukunftsquartier – Quartiersmanagement auch digital

Übergeordnete Fragestellungen:

„WIE KÖNNEN BEDARFSGERECHTE WOHNANGEBOTE BEREITGESTELLT WERDEN?“ 
„WIE KANN EIN MÖGLICHST LANGES SELBSTBESTIMMTES WOHNEN SICHERGESTELLT WERDEN?“
„WIE KÖNNEN GUTE NACHBARSCHAFTEN BEGINNEN UND DIE UNTERSTÜTZUNG IM QUARTIER GEFÖRDERT WERDEN?“


Lösungsansatz:

Zusammenfassung:

Auf einem stadtweiten Netz von dezentralen Quartiersplattformen und einer zentralen Bedarfsplattform für die Innenstadt werden die Bedarfe der Bevölkerung gesammelt und mögliche Lösungsalternativen, bestehende Angebote und Hilfen aufgezeigt. Das Quartiersmanagement erfolgt sowohl über die Online-Plattformen wie auch über Quartiersmanager*innen vor Ort.

Kerngedanke:

  • Verbesserung des Austausches zwischen den Akteur*innen und Bürger*innen der Stadt Wolfsburg im Quartier der Zukunft, sowohl in der direkten Kommunikation als auch mit digitalen Mitteln
  • Austausch aller Beteiligten für alle Themenbereiche unter einem Dach durch das Netzwerk an Quartiersplattformen
  • Quartiersmanagement vor Ort und über digitale Plattformen 
    • führt Angebote und Bedarfe im Quartier zusammen (Verleihen/ Ausleihen)
    • bietet Community-Hilfen (z.B. Handwerkersuche oder -bewertung)
    • vernetzt Mieter*innen mit Akteur*innen der Stadtgesellschaft (Unternehmen, Anbieter, Stadt)
    • schafft damit praktische Hilfen, Synergien, Ressourceneffizienz
Eigenschaften:
  • stadtweites Netz von dezentralen Quartiersplattformen und zentraler Bedarfsplattform für die Innenstadt, die im Austausch stehen
  • Sammlung der Bedarfe aller Nutzergruppen im Quartier für alle Themenbereiche und unter einem Dach über die Plattformen 
  • Visualisierung von Lösungsmöglichkeiten, deren Folgen und Alternativen, bspw. über 3D-Animationen als Beitrag zu faktenbasierten Entscheidungen
  • Plattform wird von Verwaltung, Unternehmen und Zivilgesellschaft (Bürgern, Stiftungen, Verbänden, Vereinen, Organisationen etc.) getragen
  • verbindliche Ansprechpartner*innen für die Bedarfsplattformen virtuell und face-to-face

Themenfeld Mobilität

Projektansatz 1: Multimodale Mobilitätsstationen

Übergeordnete Fragestellung:

„WIE KANN DURCH PHYSISCHE UND DIGITALE ANGEBOTE EIN EINFACHER UND KOMFORTABLER WECHSEL ZWISCHEN DEN FORTBEWEGUNGSMITTELN GELINGEN?“

Lösungsansatz:

Zusammenfassung:

Die Multimodale Mobilitätsstation ist ein modular und bedarfsorientiert erweiterbarer Umsteigepunkt, der durch den einfachen Wechsel zwischen Fortbewegungsarten die Nutzung gemeinschaftlicher Verkehrsmittel und nichtmotorisierter Fortbewegungsarten fördert.

Kerngedanke:

  • Schaffung und Ausstattung von Umsteigepunkten 
    • Integration von Services und physischen Eigenschaften, die das Umsteigen leichter oder angenehmer machen können
Eigenschaften:
  • modularer Aufbau
    • Erweiterung und Rückbau der Stationen je nach Bedarf und Nachfrage in der Zukunft um bestimmte Funktionen 
    • Unterteilung der Stationen nach Ausstattung und Größe in drei Kategorien
  • Gewährleistung von Qualität und sozialer Sicherheit
  • Vereinigung von verschiedenen Angeboten unter einem Dach mit guter Sichtbarkeit, Wiedererkennungswert und leichter Zugänglichkeit
  • Integration von Sharing-Angeboten
  • Integration von Ladeinfrastrukturen für Kleinfahrzeuge und Elektroautos
  • Optionale Bausteine je nach Größe: Wetterschutz, Toiletten, Gepäckbocken, Paketstationen, WLAN-Hotspots
  • Bereitstellung von Informationen durch Anzeigetafeln und Infoterminals
  • Kombination mit einer App als Mobilitätspate für unterwegs


Projektansatz 2: Mobilitäts-App WOBility – Wandel, Optionen, Bewegung 

Übergeordnete Fragestellung:

„WIE KANN DER NAHVERKEHR GESTALTET WERDEN, SODASS DIESER EINE GUTE ALTERNATIVE ZUM AUTO IST?“

Lösungsansatz:

Zusammenfassung:

WOBility macht nachhaltige Mobilität in Wolfsburg sichtbar und nutzbar. Die Lösung trägt als mobile Applikation zur Gestaltung des individuellen Mobilitätsverhaltens bei. Nutzer*innen können mit Hilfe der App ihre alltäglichen Fahrten planen und Wegeketten nach individuellen Wünschen und Einschränkungen planen.

Kerngedanke:

  • Vermittlung von Mobilität als Gesamtfrage und Verknüpfung mit Emotionen 
  • Verbesserung des Images des ÖPNV und der nichtmotorisierten Fortbewegungsarten
  • Gewährleistung von schnellem, unkomplizierten Zugang zu oder Übergang zwischen Fortbewegungsmitteln 
  • Neubürger*innen erhalten Informationspaket mit dem sie über öffentliche/kollektive Mobilitätsangebote der Stadt informiert werden
  • Integration von Mehrwertdiensten, wie z.B. Transport von Einkäufen oder Waren

Eigenschaften:

  • Routenplaner, der die zeitlich oder preislich günstigsten Optionen angibt und auf die mögliche Verbindung mit anderen Aktivitäten oder Services hinweist
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Aktivitäten und Wegeketten bei der Planung
  • integriertes Abrechnungssystem
  • Aufzeigen einer Mobilitätsbilanz am Ende einer bestimmten Zeitspanne mit Belohnungssystem

Themenfeld Energie

Projektansatz 1: Der Pendler-Kombinator – das innovative Parkhaus

Übergeordnete Fragestellung:

„WIE KANN ÜBER DAS ZUSAMMENSPIEL VON ENERGIE UND MOBILITÄT EIN PRAKTISCHER ALLTAGSBEZUG ZUM THEMA ENERGIEVERSORGUNG HERGESTELLT WERDEN?“

Lösungsansatz:

Zusammenfassung:

Das innovative Parkhaus nutzt die verfügbare Parkraumfläche optimal, ermöglicht die bidirektionale Ladung mittels Speicher sowie Erzeugung von Strom und steuert die Ladezustände anhand des individuell vorhergesagten Mobilitätsbedarfs.

Kerngedanke:

  • Suche nach Lösungen für die Probleme durch den geplanten Zuwachs an Elektromobilität:
    • Überlastung der Netze (zeitliche Spitzen in der Stromnachfrage) 
    • Bereitstellung von ausreichend Energie 
  • Mehrkomponenten-Lösung, deren Bausteine sich gegenseitig stützen bzw. ergänzen:
    • Kombination von Bedarf nach größeren Speichermöglichkeiten mit zeitversetztem Laden im Tagesverlauf und Nutzung von knappem Parkraum

Eigenschaften:

  • Parken auf knappem Raum in einer Art Regalsystem für E-Pkw
  • Ladung der Autos dort bei Bedarf oder Abgabe des Stroms, wenn sie diesen aufgrund des individuell vorhergesagten Mobilitätsbedarfs nicht selbst benötigen (bidirektionale Ladung)
  • bidirektionales Laden zwischen Pkw durch Großspeicher
  • Möglichkeit, auch andere E-Fahrzeuge (z.B. E-Bikes) zu laden
  • PV-Anlage auf dem Dach des Gebäudes bietet zusätzliche Stromzufuhr
  • Einspeisung von Stromüberschüssen auch ins Netz 
  • Speicherung von Strom aus PV-Anlagen des Quartiers ebenfalls im Großspeicher

Projektansatz 2: „Erfahrbar“ – Der Solarradweg

Übergeordnete Fragestellungen:

„WIE KANN ÜBER DAS ZUSAMMENSPIEL VON ENERGIE UND MOBILITÄT EIN PRAKTISCHER ALLTAGSBEZUG ZUM THEMA ENERGIEVERSORGUNG HERGESTELLT WERDEN?“

„WIE KÖNNEN ZUKÜNFTIGE INFORMATIONS- UND BERATUNGSANGEBOTE IN WOLFSBURG GESTALTET UND KLARE ZUSTÄNDIGKEITEN GESCHAFFEN UND KOMMUNIZIERT WERDEN?“

Lösungsansatz:

Zusammenfassung:

Ein Radweg, der Energie erzeugt, abgibt und durch zusätzliche Informationsangebote vor Ort erneuerbare Energien im doppelten Sinne „erfahrbar“ macht.

Kerngedanke:

  • Ansprache von zwei Kernbedarfen

    • dezentrale Energieerzeugung und direkte Versorgung von Elektrofahrrädern 

    • Informationen über das Thema Energie im öffentlichen Raum entlang der Teststrecke vermitteln

Eigenschaften:

  • Ausstattung mit einem Belag, der es erlaubt per Induktion entsprechend ausgestattete Elektro-Fahrräder direkt beim Fahren aufzuladen 

  • Angebot an kompatiblen Sharing-Rädern

  • zahlreiche weitere Infrastrukturelemente entlang der Teststrecke, die mit Strom aus PV-Elementen versorgt werden:

    • „smarte“, mit eigenen PV-Elementen ausgestattete Straßenlaternen, die sich je nach Benutzung des Weges selbstständig ein- oder ausschalten; Ladestationen; WLAN

  • Aufenthaltsmöglichkeiten und Displays entlang der Strecke:

    • Informationen über die Funktionsweise des Radwegs und über weitere Energiethemen

    • Abbildung der eingesparten/erzeugten Energiewerte


Projektansatz 3: Kupplung – der Wolfsburger Energieauftritt im Netz

Übergeordnete Fragestellung:

„WIE KÖNNEN ZUKÜNFTIGE INFORMATIONS- UND BERATUNGSANGEBOTE IN WOLFSBURG GESTALTET UND KLARE ZUSTÄNDIGKEITEN GESCHAFFEN UND KOMMUNIZIERT WERDEN?“

Lösungsansatz:

Zusammenfassung:

Ein neuer Webauftritt in der Stadt Wolfsburg vereint alle Aspekte und Informationen rund um Energieeinsparung, -erzeugung und -versorgung – ein gemeinsames Angebot aller Akteur*innen in Wolfsburg.

Kerngedanke:

• Informations- und Beratungsangebote sollen niedrigschwellig, direkt und ortsunabhängig zugänglich sein 
• Bündelung aller Informationen rund um das Thema Energie durch gemeinsames Auftreten aller Anbieter/ Versorger/ Berater etc. 

Eigenschaften:

  • Das Portal beinhaltet mehrere Bausteine: 

    • Informationen rund um erneuerbare Energien allgemein und speziell in Wolfsburg, z.B. darüber welche (Nachbarschafts-)Projekte in der Stadt umgesetzt werden 

    • Informationen zu energetischen Sanierungen/ Modernisierungen, Fördermöglichkeiten und verschiedenen Wegen der Energieeinsparung

    • Informationen zu allen relevanten Akteur*innen und Ansprechpartner*innen

    • Informationen zu Ambient Assisted Living und Smart Home-Funktionen, z.B. durch die Simulation eines 360° rundum begehbaren Smart Homes oder durch ein 3D-Videospiel

Bürger- und Kinderworkshop zum Projekt "Visionen zum Wohnen in Wolfsburg 2030+: digital und vernetzt in die Zukunft":

Teilnehmer des Bürger- und Kinderworkshops an einer Stellwand

Ziel der zweiten Phase ist es, im Rahmen einer vierteiligen Workshop-Reihe konkrete, umsetzbare Projektvorschläge zu entwickeln. Dafür werden einzelne Aspekte der Visionen aus der ersten Phase für die drei Schwerpunktthemen Mobilität, Wohnvielfalt und Energie vor dem Hintergrund der Digitalisierung ergänzt und ausgestaltet.

Über 40 Kinder und Erwachsene haben sich mit ihren Vorstellungen aktiv in die zukünftige Gestaltung Wolfsburgs eingebracht. Die Teilnehmer*innen des Bürgerworkshops haben anhand ihrer eigenen und der identifizierten Bedarfe von anderen Bürger*innen begonnen, erste Projektideen und Lösungsansätze in den drei Themenfeldern zu entwickeln. Die Kinder haben parallel dazu ebenfalls kreative Ideen entwickelt und diese durch den Bau von Modellen und Prototypen visualisiert.

Eine bebilderte ausführliche Dokumentation zum Workshop steht Ihnen hier zum Herunterladen zur Verfügung (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster).

Eine Broschüre zur 2. Wettbewerbsphase, unter anderem mit Ergebnissen einer Bedarfsabfrage, finden Sie hier (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster).

In Kürze finden Sie auf der Dialogplattform der Stadt Wolfsburg die entwickelten Projektansätze pro Themenfeld zudem ausführlich beschrieben und können Hinweise und Anmerkungen dazu geben, aber auch neue Ideen einbringen. Der Zugang zur Dialogplattform wird in dem Zuge dann freigeschaltet.

Die Vorstellungen und Visionen für das zukünftige Wolfsburg im Jahre 2030+ aus der ersten Wettbewerbsphase können Sie hier anschauen (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)


Ergebnisse des Bürgerworkshops in Kürze

Zu jedem der drei Themenfelder wurden zwei bis drei Projektideen entwickelt, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Wohnvielfalt

Projektansatz 1: Hallo Nachbar/ Hallo Nachbarin! Herzlich willkommen im Quartier. – Ein interaktives Nachbarschaftsportal

Bedarfe der Bürger*innen

Es zeigte sich ein starker Wunsch nach dem Aufbrechen von Anonymität in der Nachbarschaft. Deswegen wurde der Bedarf nach Angeboten geäußert, die ein vertieftes Kennenlernen ermöglichen. Eine „nette Nachbarschaft“ wurde als Mischung von Jung und Alt empfunden. Durch diese Mischung wünscht man sich, positive Effekte auf das Alltagsleben der Bewohner. Auf freiwilliger Basis könnten z.B. ältere Menschen die Betreuung von Kindern übernehmen, während jüngere, mobile Gruppen ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen beim Einkauf unterstützen.

Lösungsansatz

Ein Nachbarschaftsportal kann dabei helfen, Nachbarschaften, die erst im Entstehen sind, aufzubauen und den Austausch sowie gegenseitige Unterstützung in bereits bestehenden Nachbarschaften zu stärken. Die Möglichkeit einer verbindlichen und bekannten Informationsplattform mit Terminen und Aktivitäten kann außerdem dazu führen, dass die Bereitschaft, Aktivitäten durchzuführen, steigt. Eine solche Belebung des Quartiers oder Straßenzuges kann generell auch die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden sowie die Zufriedenheit aller Bewohner*innen stärken. Der Ansatz verknüpft Online- und Offline-Angebote, um Nachbarschaftsarbeit bekanntzumachen und anzuregen. Der Ansatz kann funktionieren, wenn es darüber hinaus barrierefreie, multifunktionale Räume gibt, in denen gemeinsame Aktivitäten auf Quartiersebene stattfinden können. Die Angebote sollten leicht zugänglich und verständlich sein. Idealerweise sollten individuelle Hilfswünsche geäußert werden können, die zu einer schnellen und unkomplizierten Hilfestellung führen. Eine zusätzliche unkomplizierte Erreichbarkeit des Portals über eine App wäre förderlich.

Projektansatz 2: Die Alltagshilfe – Unterstützung im Quartier leicht gemacht

Bedarfe der Bürger*innen

Die Erreichbarkeit und das Angebot von Nahversorgungseinrichtungen und anderer Einrichtungen der sozialen Infrastruktur wurden vor allem auch im Hinblick auf hilfsbedürftige Personen kritisch bewertet. Dazu gibt es nur ein eingeschränktes Angebot an barrierefreien, zentrumsnahmen Wohnungen.

Lösungsansatz

Die Schaffung eines Bündels auch online abrufbarer flexibler Serviceleistungen kann den Alltag der Bewohne*rinnen erleichtern und sie in ihrer Wohnung und in ihrem Wohnumfeld auf vielfältige Weise unterstützen. 

Zu den Angeboten könnten zum Beispiel gehören:

  • Transportdienste auf der Basis von E-Fahrzeugen, auch in Kombination mit Sharing-Angeboten, wie z.B. von verschiedenen (elektromobilen) Varianten des Lastenrades
  • Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens (zum Beispiel im Alter) durch technische Lösungen (Ambient Assisted Living)
  • Flexible online wähl- und buchbare Serviceleistungen im Haushaltsbereich, z.B. Putzhilfen und Hundesitter
  • Service- und Informationsstellen vor Ort
Die Angebote und Informationen sowie häufig gestellte Fragen und Antworten dazu könnten auf einer Onlineplattform zusammengeführt werden.

Projektansatz 3: Maßnahmen zur Förderung bedarfsgerechter Wohnangebote

Bedarfe der Bürger*innen

Es wurde ein Bedarf an sanierten, aber bezahlbaren Wohnungen geäußert. Vor allem kleinere, zentrumsnahe und barrierearme Wohnungen fehlten den Bürger*innen. Zudem wurde festgestellt, dass passende Wohnungsangebote dadurch vermehrt werden könnten, wenn es Möglichkeiten gäbe, die Wohnungen zu tauschen. Oftmals bewohnen Familien für sie zu klein gewordene Wohnungen, während ältere Menschen aus ihrer großen Wohnung oder auch Häusern gerne in eine kleinere Wohnung umziehen würden.

Lösungsansätze

Eine Zettelbox und im Hintergrund Teilnehmer des Bürger- und KinderworkshopsEine Teilnehmer*innen-Gruppe hat sich ein paar rechtliche und institutionelle Reformen überlegt, um das Angebot an bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum zu fördern. Ein greifbarer innovativer Projektansatz für das Wolfsburg der Zukunft war darin (bisher) nicht enthalten. Neben dieser Kombination aus verschiedenen rechtlichen und institutionellen Reformen, die die Schaffung bedarfsgerechter Wohnangebote erleichtern sollen, jedoch einen sehr langfristigen Ansatz verfolgen, könnten niedrigschwellige und unkomplizierte Angebote zum Wohnungstausch, zum Beispiel über ein Wohnungs- und Haustauschportal, relativ kurzfristig Abhilfe schaffen. Das Portal müsste für alle Tauschinteressierten offen sein und auch die Wohnungsunternehmen einbinden. Über Inserate in Kategorien, wie „Biete“ und „Suche“ könnte man sich leicht einen Überblick über vorhandene Angebote verschaffen und den Kontakt zu potenziellen Tauschpartnern oder anderen Interessierten herstellen. Das Portal könnte zudem eine Möglichkeit sein, um auf Gleichgesinnte zu stoßen, bspw. für die Realisierung von Wohneigentum durch Baugruppen. Zudem wurden Vorschläge unterbreitet, wie durch die Zusammenlegung von Gemeinschaftsräumen der Wohnraum reduziert und damit bezahlbarer gestaltet werden könnte. Ergänzend wurde der Wunsch nach flexiblen Wohnungsgrundrissen geäußert, die sich den Lebensphasen der Bewohner anpassen können. Für diese Wünsche ist im Verlauf des Workshops aber noch keine Projektidee entstanden. 


Energie

Projektansatz 1: „Versuchsgebiet Wolfsburg“ zur Elektromobilität (getragen durch Stadt, Region und VW)

Bedarfe der Bürger*innen

Es wurde festgestellt, dass für eine Erhöhung des Energiebedarfs, der durch regenerative Energien gedeckt werden soll, Speicher- und Netzkapazitäten entsprechend mitgedacht werden müssen. Dies wird auch notwendig sein, um die E-Mobilität in Wolfsburg vorantreiben zu können. Dieses Thema ist für viele Bürger*innen aber zu abstrakt oder alltagsfremd, so dass sich wenig damit auseinandergesetzt wird. Über die Verbindung von Energie und Mobilität könnte ein praktischer Alltagsbezug zum abstrakten Thema Energie und Energieversorgung für die Bürger*innen hergestellt werden.

Lösungsansatz

Über die Einrichtung eines Leuchtturmprojekts zu allen Facetten der E-Mobilität kann die Wende hin zur Nutzung von E-Fahrzeugen, die Wolfsburg anstrebt, positiv und motivierend erfahrbar gemacht und gefördert werden. Durch verschiedene Bausteine wird Elektromobilität und alles was an Versorgungsfragen damit zusammenhängt positiv und motivierend erfahrbar gemacht und Hemmschwellen und Vorbehalte abgebaut. Zusätzlich gibt es ausführliche Informationen zu allen Themen und Fragen rund um die E-Mobilität. Die Bürger*innen können so verstehen, was smarte Infrastruktur in diesem Zusammenhang heißt und wie sie funktionieren kann, beispielsweise wie Elektromobile als Speicher genutzt werden.

Mögliche Bausteine des Leuchtturmprojekts könnten zum Beispiel sein

  • Ein Energie- und Mobilitätslabor (Probefahrten für multimodale Mobilität) mit entsprechenden Schulungs- und Informationsangeboten 
  • interaktive Spielereien, z.B. über das Smartphone
  • Veranstaltung einer Energiemesse, bei der VW mit ins Boot geholt wird und E-Fahrzeuge sowie deren praktische Nutzung im Alltag ausprobiert werden können. Dadurch Klärung von Fragen, wie
    • Wie und wo lade ich?
    • Was kostet es?
    • Wie stelle ich sicher, dass ich mit regenerativen Energien lade bzw. woher kommt der Strom für die E-Fahrzeuge?
    • Welche Reichweiten gibt es?
    • Wie funktioniert das Gesamtsystem und was muss ich beachten?
    • Was für Möglichkeiten habe ich zu Hause; welche Infrastruktur gibt es/ kommt in Frage? Welche Unterschiede gibt es? 

Projektansatz 2: Nutzerfreundliches Internet-Portal, das Informationen und Beratungsangebote rund um das Thema Energie zusammenführt und Medien, wie ein Videospiel und einen 360-Grad-Informationsfilm integriert

Bedarfe der Bürger*innen

Es wurde deutlich, dass praktische Informationsangebote zu Energieversorgung, -speicherung und -verbrauch und den individuellen Einflussmöglichkeiten wenig bekannt sind. Daher werden sie kaum genutzt. Dadurch besteht oft ein Wissensdefizit im Hinblick auf diese Themen und das Bewusstsein dafür fehlt. Umweltbewusste Bürger würden gern einen eigenen Beitrag zur Energiewende leisten, wissen aber nicht, was alles möglich ist oder wie es funktioniert und angegangen werden könnte. 

Lösungsansatz

Über das Internetportal werden alltagstaugliche Informationen zu verschiedenen Fragen rund um das Thema Energie an einem „Ort“ gebündelt. Durch eine „all-in-one“ Lösung gibt es an einem zentralen Ort breite Informationen für viele unterschiedliche Nutzer(-interessen). Das Portal enthält Tipps und Informationen zu den eigenen praktischen Möglichkeiten, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Beispielsweise können Informationen zur Versorgung mit und Erzeugung von regenerativen Energien, aber auch zur Senkung des eigenen Energieverbrauchs und zu Möglichkeiten der energetischen Sanierung enthalten sein. Beratungs- und Kontaktstellen sowie Veranstaltungen zum Thema werden ebenfalls aufgeführt. Die Angebote und Informationen werden übersichtlich und nutzerfreundlich aufbereitet und dargestellt.

Ein Videospiel, in dem Energieverbrauch und -versorgung geplant werden müssen, wird ebenfalls in das Portal implementiert und vermittelt anschaulich Wissen und Aufklärung über Chancen und Risiken zu den Energiethemen der Zukunft.

Ein 360-Grad Info-Film mit einer Führung durch ein Smart Home könnte ebenfalls produziert und auf dem Portal integriert werden. Der Film wird in einem realen Smart Home gedreht, das als Modellwohnung in Wolfsburg zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren eingerichtet wird. Es bietet zudem Informationen, zum Beispiel über technische Hilfen zum selbstbestimmten Wohnen (Ambient Assisted Living) oder zur Erzeugung und Steuerung von erneuerbarer Energie zu Hause (zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen, Nutzerinterfaces) und Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge. Hemmschwellen können so abgebaut werden.

Das Videospiel, die Modellwohnung und der Film stellen eine anschauliche und erfahrbare Möglichkeit dar, um den praktischen Nutzen innovativer Ideen und Lösungen für den persönlichen Lebensalltag der Menschen nachvollziehbar aufzuzeigen und dadurch das Interesse an Veränderungen zu wecken. 


Mobilität

Projektansatz 1: Nutzerorientierte öffentliche Verkehrsmittel als gute Alternative zum Auto

Bedarfe der Bürger*innen

Es wurde der Wunsch geäußert, die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs hinsichtlich mehrerer Aspekte umzugestalten und zu modernisieren, so dass sie eine gute Alternative zum eigenen Auto in Wolfsburg darstellen.

Lösungsansatz

Öffentliche Verkehrsmittel sollten zukünftig stärker an Möglichkeiten und Bedarfen von potentiellen Nutzer*innen orientiert sein. Sie sollen Fahrgäste schnell, zuverlässig, barrierefrei, sicher und komfortabel an ihr Ziel bringen und einfache, verlässliche Wegeketten garantieren. Die Fahrzeuge sollten dabei intelligent auf die Echtzeitbedarfe von Nutzer*innen reagieren können, bspw. bei der Anschlusssicherung.

Der Lösungsansatz kann funktionieren, wenn unterschiedliche Verkehrsmittel einfach miteinander kombiniert und bedarfsgerecht zusammengestellt werden können. Um allen Bürger*innen eine Teilhabe zu ermöglichen, sollten die Kosten niedrig sein. Neue Fahrzeuge im ÖPNV sollten den Nutzer*innen Mehrwertdienste bieten, wie z.B. Informationsanzeigen, Internetzugang, Transport von größeren Gegenständen und Gütern. Auch sollte man Fahrräder mitnehmen dürfen. Ein flexibel bei Bedarf nutzbarer und teilbarer Fahrdienst von Tür zu Tür ergänzt das bestehende Angebot im öffentlichen Personennahverkehr.

Im Verkehrsmittel sollten weitere Zusatzangebote integriert sein:

  • W-LAN
  • Platz für Fahrräder und Kinderwagen
  • Ladestationen für Handys
  • Bedienbare Info-Monitore und gut lesbare Anzeigen
  • Umsteigemöglichkeiten an Stationen individuell abrufbar

Projektansatz 2: Multimodale Haltepunkte für ein funktionierendes Zusammenspiel der Mobilitätsangebote

Bedarfe der Bürger*innen

Das übergreifende Thema der Teilnehmer*innen war die „Multimodalität“ als Leitthema: Es stachen immer wieder Fragen der Verknüpfung von Verkehrsträgern sowie der einfache, komfortable Wechsel zwischen verschiedenen Fortbewegungsarten hervor. Die Herstellung von Multimodalität, die neben einer nachhaltigeren Organisation des motorisierten Individualverkehrs auch attraktive Ergänzungen im Bereich des ÖPNV und nichtmotorisierten Verkehrs schafft, war aus Sicht der Teilnehmer*innen ein Kernbedarf.

Lösungsansatz

Die Mobilitätsstation trägt dazu bei, in Wolfsburg ein attraktives, komfortables und flexibel nutzbares Nahverkehrsangebot zu schaffen, das gleichzeitig die ökologische Nachhaltigkeit steigert. Die flexible Wahl des optimalen Angebots bzw. Verkehrsmittels hat eine Zeitersparnis und verbesserten Komfort für die Nutzer*innen zur Folge und stellt somit eine komfortable und sinnvolle Alternative oder Ergänzung zum Privatauto dar. Durch die Kombination von verschiedenen Verkehrsmitteln und anderen Serviceangeboten an einem Ort können die Stationen darüber hinaus ein Anlaufpunkt für zahlreiche andere, nachbarschaftsbezogene Angebote sein. Diese könnten direkt an die Stationen angedockt werden. Das verkürzt Zeiten und Wege und erleichtert das Leben im Alltag. Außerdem bündelt und lenkt es gezielt das Verkehrsaufkommen. Die Stationen zielen nicht darauf ab, Autos aus dem Stadtbild zu verdrängen, sondern Alternativen und Ergänzungen zu entwickeln, die mehr auf die Mobilitätsbedürfnisse von Nutzer*innen als auf die von Autos fokussieren.

Eine Mobilitätsstation sollte vielfach barrierefrei gestaltet sein, also nicht allein in Bezug auf Einstiegshilfen oder ähnliches, sondern auch auf eine intuitive Benutzung und eine mehrsprachige Beschilderung. Die Gestaltung sollte einen hohen Wiedererkennungswert haben und sich durch ein Corporate Design von seiner Umgebung absetzen.

Die Station sollte zahlreiche physische und digitale Angebote vereinen. Sie sollte dabei modular aufgebaut sein, so dass man sie je nach Bedarf um neue Funktionen erweitern oder im Bedarfsfall auch zurückbauen kann.

Denkbare physische Module könnten sein:

  • Umstiegs-Station (Bahn, Bus, Fahrrad/ Pedelec)
  • Park-and-Ride
  • Ausreichend sichere und überdachte Fahrradabstellplätze
  • Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge und Handys
  • Serviceangebote (Notruf, Toiletten, Paketstation, Gepäckboxen, etc.)
  • Mitfahrerbänke für Personen, die mitgenommen werden möchten
  • Anzeigetafel (Abfahrtzeiten, lokale Angebote in Umgebung, freie Ladepunkte in Umgebung, freie Sharing-Angebote in Umgebung, Hinweis auf bald verfügbare Angebote [„2 Fahrräder sind auf dem Weg hier her.“]; Wetter und Luftqualität, Regenradar, Verkehrsinformationen)
  • Wetterschutz
  • Photovoltaik
  • Notruffunktion

Folgende digitale Module könnten beinhaltet sein:

  • W-LAN-Hotspots
  • Einheitliches/ übergreifendes Buchungs- und Abrechnungssystem
  • Routenplaner/ Navigationssystem, das aktiv mitdenkt und auf Änderungen reagiert
  • Fahrplanauskunft (Auskunftsportal mit Informationen, u.a. zum Fahrplan und mit einer online/ per App nutzbaren Mitfahrzentrale)
  • Flexible Bedarfssteuerung; Erkennen von zusätzlichen Bedarfen


Ergebnisse des Kinderworkshops in Kürze

Anhand von Superhelden mit entsprechenden Superkräften haben die Kinder spielerisch für jedes der drei Themenfelder Ideen entwickelt, wie ein Superheld bestimmte Fragestellungen und Problemsituationen lösen könnte und welche Kräfte er dazu bräuchte. Dazu haben die Kinder zunächst ihre Superhelden auf Plakate gemalt und ihre Ideen zur Problemlösung dazugeschrieben. Hierbei wurden Antworten auf Fragestellungen gesucht, wie z.B. wie die Kinder möglichst schnell und sicher zur Schule kommen können und Stau vermieden werden könnte oder wie man möglichst viel Sonne, Wind oder Regen für eine Nutzung Zuhause auffangen könnte.

Im Anschluss haben die Kinder ihre Ideen als Modelle und Prototypen mit Business-Legobausteinen und anderem Bastelmaterial visualisiert und gebaut. Dabei entstand z.B. ein Haus mit innovativer Energieerzeugung, Belichtung und Gartenbewässerung sowie einem Indoorgarten. Zudem wurden neue Antriebsmethoden durch Wind getestet und alternative Methoden zur Stromerzeugung vorgestellt. Neue Formen der Fortbewegung über eine so genannte solarbetriebene Ü-Bahn, die auf Schienen über der Stadt fährt, und fahrende Brücken über der Straße wurden ebenfalls entworfen. 

Einen detaillierten Bericht über den Kinderworkshop finden Sie unter www.wolfsburg.de/kjb (öffnet sich in einem neuen Fenster). Außerdem können Sie sich Näheres zu den Ergebnissen und einige Impressionen zum Workshop hier (folgt demnächst) in der bebilderten Dokumentation anschauen.

Wir danken allen Teilnehmer*innen für Ihr Mitdenken, Mitsprechen und Mitwirken! 

Die ausführliche Dokumentation zum Workshop finden Sie hier zum Herunterladen (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster) 


Anmeldung zum Bürgerworkshop am Samstag, den 9. September 2017 läuft

Der Wettbewerb Zukunftsstadt geht in Wolfsburg mit dem Projekt „ViWoWolfsburg 2030+: digital und vernetzt in die Zukunft“ in die zweite Phase. Ziel der zweiten Phase des Wettbewerbs ist es, im Rahmen einer vierteiligen Workshop-Reihe konkrete, umsetzbare Projektvorschläge zu entwickeln. Dafür werden die Visionen der ersten Phase für die drei Handlungsfelder Mobilität, Wohnvielfalt und Energie vor dem Hintergrund der Digitalisierung vertieft und ergänzt. Die Workshops werden in Kooperation mit der Technischen Univer-sität Berlin unter Anwendung der Urban Design Thinking Methode durchgeführt.

Die Stadt Wolfsburg lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich für den Bürgerworkshop am 9. September 2017 im CongressPark Wolfsburg anzumelden und ihre Ideen und Bedarfe in die Ausarbeitung und Gestaltung von konkreten, umsetzbaren Pro-jektvorschlägen zu den drei Themenfeldern einzubringen.

Während des Workshops stehen kostenlos Speisen und Getränke zur Verfügung.

Was ist Urban Design Thinking?

Stadtentwicklung – die nicht von Planern im stillen Kämmerlein erdacht, sondern gemeinsam von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Akteuren der Stadt gemacht wird. Dabei arbeiten kleine Gruppen in den verschiedenen Themenfeldern zusammen, die für ein starkes Wolfsburg wichtig sind. Für Sie und mit Ihnen werden ortsbezogene Lösungen für konkrete Probleme erarbeitet und von der ersten Idee bis zur Umsetzungsreife weiterentwickelt.

Worum geht es beim Bürgerworkshop am 9. September?

Auf Basis der Zukunftsvisionen aus der ersten Wettbewerbsphase haben Studierende der Technischen Universität Berlin anhand von Befragungen nach Herausforderungen und Problemstellungen in Wolfsburg im Bereich Wohnen, Mobilität und Energie gesucht. Die ermittelten Bedarfe werden im Bürgerworkshop in kleinen Gruppen genauer betrachtet. Anschließend werden gemeinsam passgenaue, nutzer- und ortsbezogene Lösungen und Ideen entwickelt. 

Hier können Sie sich über den Ablauf des Workshops informieren (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster).

Der Bürgerworkshop bildet den Auftakt von insgesamt vier Workshops. Bis Ende des Jahres 2017 finden zudem zwei Fachworkshops mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten aus den einzelnen Handlungsfeldern statt. Eine Abschlussveranstaltung im Frühjahr 2018 rundet die Workshop-Reihe ab.

Was passiert danach?

Im Rahmen der folgenden Fachworkshops werden die von Ihnen vorgeschlagenen Lösungen zu umsetzbaren Projekten weiterentwickelt. Dafür werden die Projektideen mit speziellen Business-Legobausteinen als Prototypen zum Anfassen und Ausprobieren nachgebaut und getestet. Die Prototypen werden so lange verfeinert, bis sie eine konkrete Gestalt angenommen haben. Mit Blick auf die geplante Umsetzung wird ein Businessmodell entwickelt, in dem unter anderem Zielgruppen definiert, Schlüsselstrukturen, Schlüsselpartner und Finanzierungsstrukturen erarbeitet werden. In der Abschlussveranstaltung im Frühjahr 2018 werden die Projekte und Lösungsvorschläge der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt, um abschließend noch einmal räumlich verortet getestet und bewertet zu werden. Das Konzept bildet die Grundlage für die Umsetzung der Projekte in die Realität.

Wo und wie können Sie sich anmelden?

Machen Sie mit und nutzen Sie die Gelegenheit, um das zukünftige Wolfsburg nach Ihren Vorstellungen mitzugestalten! Sie können bei der Anmeldung angeben, ob Sie sich für eines der drei Themenfelder besonders interessieren. Die Anmeldefrist endet am 04. September 2017.

Wenn Sie hier klicken oder den Link am rechten oberen Bildrand nutzen, gelangen Sie direkt zum Anmeldeformular. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail mit weiteren Hinweisen und Informationen zu Ihrer Teilnahme.

Informationen zum Workshop:

WANN?
Samstag, den 9. September 2017
von 10 bis 16 Uhr, Einlass ab 9:30 Uhr
WO?
CongressPark Wolfsburg
Heinrich-Heine-Straße | 38440 Wolfsburg

Hinweis: Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt.


Mehrere Personen stehen in einer Diskussionsrunde

Am 14. November fand der Bürger‐ und Kinderworkshop zum Projekt „ViWoWolfsburg 2030+“ im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt statt. Über 100 Kinder und Erwachsene haben zu den Schwerpunktthemen Wohnvielfalt, Energie, Mobilität, Quartiersqualitäten und Freiräume ihre Ideen und Anregungen für ein zukunftsweisendes Wolfsburg gesammelt. 

Botschaften in Kürze

Wohnvielfalt

  • In Bezug auf die Wohnraumentwicklung spiegeln die Ideen die unterschiedlichen Lebenssituationen der Teilnehmer wieder. Entsprechend der unterschiedlichen Nachfragegruppen (z.B. Studenten, Familien, Senioren, Pendler) werden individuelle Haustypen mit flexiblen Wohnformen und großzügigen Räumen benannt.
  • In den Quartieren ist den Teilnehmern ein diversifiziertes Angebot unterschiedlicher Wohnungsgrößen wichtig. Dazu gehört auch die Umsetzung zukunftsweisender und generationsübergreifender Ideen, wie z.B. autarkes Wohnen oder spezielle Wohnprojekte.
  • Für die Teilnehmer wurden die Bezahlbarkeit und Verfügbarkeit des Wohnraumangebotes in Relation zur Lebens‐ und Einkommenssituation als wichtigste Kriterien der Wohnortwahl genannt.
Energie
  • Klimaschutz spielt in Hinblick auf die nachfolgenden Generationen eine große Rolle. Neben den Bedenken gegenüber Datenschutz, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit besteht grundsätzlich die Bereitschaft, Gewohnheiten beim Energieverbrauch zu ändern. Allerdings gibt es Informationsdefizite zu energetischen Zielen und Konzepten, technischen Möglichkeiten oder Abrechnungsmodellen.
  • Als zukunftsfähige Maßnahmen wurden z.B. eine dezentrale Energieversorgung, Beteiligungsmodelle für Mieter und Anwohner, finanzielle Anreizmechanismen oder andere Energiesparmaßnahmen benannt (z.B. LED, autonome Hausabschaltung, Zwischenspeicher).
Mobilität
  • Im Bereich der Mobilität sehen die Teilnehmer zukunftsweisende Ideen und Potenziale verstärkt im ÖPNV und Radverkehr. Dabei wurden weitere Verbesserung des ÖPNV-Angebotes in der Stadt Wolfsburg und in die Region sowie Verbesserungen in den Infrastrukturangeboten des Radverkehrs (z.B. sichere Abstellmöglichkeiten, Bike&Ride‐Plätze, Radschnellwege) hervorgehoben.
  • Darüber hinaus sehen die Teilnehmer große Potenziale in innovativen, intelligenten und alternativen Mobilitätsangeboten, wie autonomes Fahren, Elektromobilität und der Etablierung von vernetzten Mobilitätsplattformen (Mobilitätsapp).
Quartiersqualitäten
  • Für die Teilnehmer sind die Verfügbarkeit von Begegnungsstätten, Treffpunkten für Kinder und Erwachsene (Kinder‐ und Familiencafés, Restaurants, Bars) in fußläufiger Entfernung und eine gute Erreichbarkeit von Nahversorgungsangeboten besonders wichtig. Dabei wurden auch Modelle, wie das Einkaufen beim Erzeuger und in Bioläden sowie Lieferdienste nach Hause benannt. Darüber hinaus wurde von den Teilnehmern die Erreichbarkeit von Kindertagesstätten und Schulen im Quartier hervorgehoben.
Freiraum
  • Private und öffentliche Freiräume dienen der Ruhe und Erholung. Durch eine gestalterische Qualifizierung der Freiräume könnten diese auch auf kleinerer Fläche eine große Attraktivität entfalten. Dazu sollten neue Ideen und Konzepte entwickelt und erprobt werden.
  • In den Grünflächen und Parks der Stadt Wolfsburg ist das Aufstellen von Mobiliar und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen benannt wurden. Als öffentlicher Freiraum, der für die Bevölkerung als Zukunftsthema weiter qualifiziert werden könnte, wurde die Wasserpromenade am Kanal besonders hervorgehoben. Die Themen Natur‐ und Klimaschutz haben auch hierbei einen hohen Stellenwert.
Wir danken allen Teilnehmern für Ihre Ideen und Anregungen!

Pressemitteilung vom 19.12.2017

Wettbewerb Zukunftsstadt geht weiter

Experten arbeiten Prototypen in Geschäftsmodell ein

Wie können Ideen in die Realität umgesetzt werden? Was muss bei der Umsetzung von Ideen beachtet werden? Mit diesen und ähnlichen Fragen setzten sich rund 30 Teilnehmer des zweiten Fachworkshops im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt auseinander. Der Fachworkshop, an dem Experten und Bürger teilnahmen, fand jetzt im Phaeno statt.

Die Workshop-Teilnehmer entwickelten Modelle und Prototypen weiter, die im ersten Fachworkshop im November erarbeitet wurden. Das Ziel: Die zu den Themenfeldern Wohnvielfalt, Mobilität und Energie entstandenen Ideen kritisch zu hinterfragen und zu überarbeiten. Vertreter aus der Bürgerschaft durften die angepassten Modelle kommentieren und konstruktive Anregungen sowie Hinweise geben. Auch diskutierten die Fachexperten darüber, welche wichtigen Elemente bei der Geschäftsmodellentwicklung für die jeweiligen Projektvorschläge zu berücksichtigen sind.

Die Ergebnisse des Fachworkshops wurden den Teilnehmern vorgestellt. Es zeigte sich, dass bei allen Projekten nachhaltige und alternative Mobilitätformen Berücksichtigung fanden. Dem Ziel, am Ende der Laufzeit des Förderprojekts ein oder mehrere themenfeldübergreifende Projekte erarbeitet zu haben, sind die Teilnehmer näher gekommen. Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen des Fachworkshops stehen ab Anfang des Jahres 2018 auf www.wolfsburg.de/zukunftsstadt.

Ab sofort sind die Ideen aus den Workshops auch auf der Beteiligungsplattform www.wolfsburg.de/dubistgefragt eingestellt. Interessierte können die erarbeiteten Projektideen kommentieren sowie Vorschläge für eine Umsetzung machen. Aus den bisherigen Ergebnissen und den Anregungen erarbeitet das Projektteam Zukunftsstadt dann ein Planungs- und Umsetzungskonzept. Mit diesem wird sich die Stadt Wolfsburg für die dritte Wettbewerbsphase bewerben.


Pressemitteilung vom 20.11.2017

Wettbewerb Zukunftsstadt geht in die nächste Runde

Beim ersten Fachworkshop entwickeln Experten und Bürger digitale Projekte in den Themenfeldern Mobilität, Energie und Wohnvielfalt

Wie sieht das Wolfsburg von morgen aus? Wie wird die Digitalisierung die Zukunft der Stadt prägen? Diesen und anderen Fragen stellten sich kürzlich 30 Fachleute und Bürger beim ersten Fachworkshop im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt. Organisiert wurde der Tag im Phaeno von einem Projektteam, das sich aus Mitarbeitern der Stadt Wolfsburg und der Technischen Universität Berlin zusammensetzt.

Unter Berücksichtigung der Zukunftsvisionen aus der ersten Wettbewerbsphase und der ermittelten Bedarfe der Bevölkerung entwickelten die Teilnehmer zu den Themenfeldern Mobilität, Energie und Wohnvielfalt innovative Projektideen aus dem Bürgerworkshop weiter und ergänzten diese um neue Ansätze. 
Die Kreativität der Teilnehmer war im zweiten Teil des Fachworkshops noch einmal besonders gefragt. Es wurden Prototypen für die entwickelten Ideen entworfen. Im Ergebnis sind Projektideen und -ansätze zum gemeinschaftlichen und flexiblen Wohnen, Hilfs- und Unterstützungsformen im Quartier, zu verkehrs- und staureduzierenden Mobilitätsangeboten inklusive Kopplung mit digitalen Medien und innovativem Energiemanagement entstanden.

Auf den ersten wird am 14. Dezember ein zweiter Fachworkshop folgen. Dann sollen vielversprechende Ansätze ausgewählt und konkretisiert sowie passende Geschäftsmodelle entwickelt werden. Im Anschluss werden diese in ein Planungs- und Umsetzungskonzept überführt. Ziel der zweiten Wettbewerbsphase ist es, innovative Projekte zu erarbeiten, mit denen sich die Stadt Wolfsburg ab Mitte 2018 für die dritte Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt bewerben kann. Bekommt die Stadt Wolfsburg den Zuschlag, könnten die ersten Projekte ab 2019 umgesetzt werden.


Pressemitteilung vom 12.09.2017

„ViWoWolfsburg2030+: digital und vernetzt in die Zukunft“

Rund 40 Kinder und Erwachsene diskutierten beim Bürgerworkshop Ideen für ein digitales Wolfsburg

Mädchen bastelt an ModellIdeenreich zeigten sich rund 40 Kinder und Erwachsene beim Bürgerworkshop im CongressPark. „Mit Visionen, mit Spaß, mit Ideen. Mitmachen!“ Unter diesem Motto steht die zweite Phase des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgelobten Wettbewerbs Zukunftsstadt in dem Projekt „ViWoWolfsburg 2030+: digital und vernetzt in die Zukunft“. Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte die Vertreter des Projektträgers VDI sowie die Teilnehmer und bedankte sich für die Mitarbeit an Wolfsburgs digitaler Zukunft. 

Das Projekt wird von der Stadt Wolfsburg koordiniert und durch die Technische Universität Berlin mit wissenschaftlichen Beiträgen unterstützt. Ziel ist, konkrete Projektvorschläge für die drei Handlungsfelder Mobilität, Wohnvielfalt und Energie zu entwickeln, die in einer dritten Wettbewerbsphase umgesetzt werden könnten. Nachdem Professorin Elke Pahl-Weber das „Urban Design Thinking“ als spezielle Methode der Stadtentwicklung vorgestellt hatte, unterstützte jeweils ein Coach den Entwicklungsprozess in den Themengruppen. 

„Mit Erfolg“, sagen die städtischen Projektbetreuerinnen Noreen Werner und Vera Ptacek. Pro Thema kristallisierten sich zwei bis drei konkrete Projektvorschläge heraus, die bei der Abschlusspräsentation vorgestellt wurden. Diese werden in den kommenden Workshops bis März 2018 zu realen Prototypen weiterentwickelt. Ein Beispiel ist ein stadtweites Netz aus Mobilitätsstationen, die den Zugang zu verschiedensten Verkehrsmitteln erlauben: Bus und Bahn ebenso wie E-Bike- und Carsharing. Buchungssysteme und Corporate Design wurden gleich mitgedacht.

Im parallel verlaufenden Kinderworkshop gingen zehn Mitglieder des aktuellen und vorherigen Kinderbeirates unter Begleitung des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Wolfsburg schon einen Schritt weiter: Von der Ü-Bahn über Busbrücken bis zu schwebenden Glühbirnen – ihre kreativen Ideen setzten sie gleich in Prototypen aus Lego-Business-Bausteinen und weiterem Bastelmaterial um. „Busbrücken sind Fahrgebilde über der Straße, die mit Solarenergie betrieben werden“, erklärt etwa Olivia (13). Vorteile seien, dass es keine Verspätung, keine Staus und keine Abgase mehr geben würde. „ Es hat sich gezeigt, dass Kinder freier und ohne Schranken im Kopf denken. Ihre Ideen haben sie fantasievoll umgesetzt, lebhaft und professionell präsentiert“, so Katrin Binius, Kinderbeauftragte der Stadt Wolfsburg.

Alle Ergebnisse des Bürgerworkshops werden in Kürze unter www.wolfsburg.de/zukunftsstadt veröffentlicht. Ein detaillierter Bericht über den Kinderworkshop ist unter www.wolfsburg.de/kjb abrufbar.


Pressemitteilung vom 15.08.2017

Wettbewerb Zukunftsstadt

Noch Plätze für Bürgerworkshop frei

Unter dem Motto „Visionen zum Wohnen für das zukünftige Wolfsburg“ nimmt die Stadt Wolfsburg mit dem Projekt „ViWoWolfsburg2030+: digital und vernetzt in die Zukunft“ an der zweiten Phase des bundesweiten Wettbewerbs Zukunftsstadt teil.

Für den im Rahmen des Wettbewerbs geplanten Bürgerworkshop gibt es noch freie Plätze. Der Workshop findet am Samstag, 9. September, von 10 bis 16 Uhr im CongressPark Wolfsburg in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin statt. Anmeldungen sind noch bis einschließlich 4. September über die Projekthomepage im Internet www.wolfsburg.de/zukunftsstadt, per E-Mail unter zukunftsstadt@stadt.wolfsburg.de sowie telefonisch unter (05361) 28-1071 möglich.
Der Workshop bietet allen Bürgern die Gelegenheit mitzubestimmen, wie durch innovative digitale oder smarte Anwendungen ihr alltägliches Leben in der Stadt Wolfsburg verbessert werden kann. Auf Basis der Zukunftsvisionen aus der ersten Wettbewerbsphase 2015/2016 haben Studierende der Technischen Universität Berlin im Mai anhand von Befragungen in Wolfsburg nach Herausforderungen und Problemstellungen in den Bereichen Wohnvielfalt, Mobilität und Energie gesucht.

Die befragten Personen trafen Aussagen wie „Radfahren ist mir in Wolfsburg zu gefährlich und ich finde es viel zu anstrengend. In Wolfsburg muss man Auto fahren. Ich kann mir eine Welt ohne Autos nicht wirklich vorstellen. In Zukunft wird es wohl mehr E-Autos geben.“ (Greta, 17, Schülerin) „Ein Smart Home halte ich für überflüssig, da wird man ja noch fauler. Manuelles Eingreifen wäre sowieso wichtig. Eine schnelle Internetverbindung empfinde ich schon als ausreichend.“ (Bernd, 58, Ingenieur bei VW) „Die Energiewende und Digitalisierung sind notwendig, aber nicht unter allen Umständen. Und wie? Das ist für mich die Frage.“ (Roman, 32, Entwickler bei VW) Welche Meinung die Wolfsburger dazu haben, welche Themen und Herausforderungen sie sehen, das soll der Bürgerworkshop zeigen. Dort werden aus der Befragung ermittelte Bedarfe diskutiert. Gemeinsam mit den Vorschlägen und Vorstellungen der Teilnehmer wird nach nutzerzentrierten und ortsbezogenen Ideen und Lösungen gesucht. Die Entwicklung von passgenauen, umsetzbaren Projekten stellt das Ziel der zweiten Wettbewerbsphase dar. Noreen Werner und Vera Ptacek, die das Projekt Zukunftsstadt seitens der Stadt Wolfsburg betreuen, wünschen sich rege Beteiligung: „Nur mit Ihrer Mitwirkung kann die Stadt Wolfsburg auch die dritte Wettbewerbsphase erreichen, um dann Ihre Projekte in die Realität umzusetzen!“


Pressemitteilung vom 03.08.2017

Ideen für ein digitales Wolfsburg gesucht

Bürgerworkshop ViWoWolfsburg2030+: digital und vernetzt in die Zukunft 

Mit Visionen, mit Spaß, mit Ideen. Mitmachen! Unter diesem Motto steht die zweite Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt in dem Projekt ViWoWolfsburg 2030+: digital und vernetzt in die Zukunft. In Kooperation mit der Technischen Universität Berlin veranstaltet die Stadt Wolfsburg in diesem Rahmen eine Workshop-Reihe. Den Auftakt bildet ein Bürgerworkshop am Sonnabend, 9. September, von 10 bis 16 Uhr im CongressPark Wolfsburg. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich anzumelden und ihre Ideen für ein digitales Wolfsburg einzubringen.

Wie kann die Digitalisierung das alltägliche Leben in der Stadt Wolfsburg verbessern? Auf Basis der Zukunftsvisionen aus der ersten Wettbewerbsphase haben Studierende der Technischen Universität Berlin im Mai anhand von Befragungen in Wolfsburg nach Herausforderungen und Problemstellungen in den Bereichen Wohnvielfalt, Mobilität und Energie vor dem Hintergrund der Digitalisierung gesucht. Die ermittelten Bedarfe werden im Bürgerworkshop nun genauer betrachtet. Durch Urban Design Thinking, einer speziellen Methode zur Stadtentwicklung, suchen Planer und Akteure der Stadt gemeinsam mit Bürgern in Kleingruppen anschließend nach passgenauen, nutzer- und ortsbezogenen Ideen und Lösungen – von der ersten Idee bis zur Umsetzungsreife.

Der Bürgerworkshop bildet den Auftakt von insgesamt vier Workshops. Bis Ende des Jahres 2017 finden zwei weitere Fachworkshops mit Bürgern und Experten aus den einzelnen Handlungsfeldern statt. Eine Abschlussveranstaltung im Frühjahr 2018 rundet die Workshop-Reihe ab.
Die Anmeldung für den Bürger-Workshop kann bequem über die Internetseite zum Projekt ViWoWolfsburg 2030+ erfolgen unter www.wolfsburg.de/zukunftsstadt. Das Anmeldeformular ist dort über einen Link erreichbar. Die Anmeldefrist endet am 31. August 2017. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt. Bei der Anmeldung kann angegeben werden, ob man sich für ein Handlungsfeld besonders interessiert.

Noreen Werner und Vera Ptacek, die das Projekt seitens der Stadt Wolfsburg betreuen, erhoffen sich ein reges Interesse: „Die Stadt Wolfsburg freut sich auf viele Bürgerinnen und Bürger, die die Gelegenheit nutzen und ihre innovativen Projektideen einbringen, um das zukünftige Wolfsburg nach ihren Vorstellungen mitzugestalten.“



Pressemitteilung vom 15.07.2016

Auf dem Weg in die Zukunftsstadt - Teilnahme an der zweiten Phase des Wettbewerbs

An der zweiten Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt nimmt die Stadt Wolfsburg teil. Insgesamt 20 Kommunen wurden von einer Jury aus Experten ausgewählt, mit Bürgern sowie der Wissenschaft ihre Ideen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt weiterzuentwickeln. Das gab gestern (Donnerstag) das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bekannt. Das Projekt wird mit jeweils bis zu 200.000 Euro gefördert.

„Ich freue mich, dass wir die Unterstützung des Bundeswissenschaftsministeriums haben, den Dialog zur Zukunft Wolfsburgs mit Bürgerschaft und Experten fortzusetzen. Der digitale Wandel ist ein zentraler Baustein für die weitere Stadtentwicklung. Die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger wollen und müssen wir dabei berücksichtigen“, erklärte Oberbürgermeister Klaus Mohrs.
 
Ziel des eingereichten Projektvorschlags in Wolfsburg ist die Weiterentwicklung von Ideen aus der ersten Projektphase „ViWoWolfsburg 2030+“ zu den Handlungsfeldern Wohnvielfalt, Mobilität und Energie. Der Fokus liegt hierbei auf dem Querschnittsthema Digitalisierung und der Entwicklung innovativer Umsetzungsprojekte. Auch dieses Mal soll die Mitwirkung von Bürgern sowie Experten ein zentraler Baustein der Projekterarbeitung sein.
 
Schon in seiner ersten Phase hat der Wettbewerb Zukunftsstadt seit 2015 viele Impulse zur zukunftsfähigen Stadtentwicklung gesetzt. Die überzeugendsten Visionen werden nun in der aktuellen zweiten Phase des Wettbewerbs zu Plänen ausgearbeitet, die ab 2018 realisiert werden können.
 
Der Wettbewerb Zukunftsstadt ist eine Aktivität der ressortübergreifenden Innovationsplattform Zukunftsstadt der Bundesregierung. Partner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag.


Pressemitteilung vom 14.06.2016

Wettbewerb Zukunftsstadt: Die Zukunftsvisionen für die Stadt Wolfsburg 2030+

Ob bezahlbarer Wohnraum, nachhaltige Mobilität oder die Energiewende: Wie die Zukunft unserer Stadt aussehen soll, geht uns alle an. Die Stadt Wolfsburg hat sich deshalb seit Sommer letzten Jahres am Wettbewerb Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Projekt „ViWoWolfsburg 2030+ - Visionen zum Wohnen in Wolfsburg 2030+“ beteiligt. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern hat die Stadt im Projekt „ViWoWolfsburg 2030+“ insgesamt fünf Visionen zu den Themen Wohnen, Quartiersqualitäten, Mobilität, Energie und Freiraum für die Zukunft von Wolfsburg 2030+ entwickelt.

Mit der Aufgabenstellung „Wenn ich mir mein Wohnumfeld im Jahr 2030+ vorstelle, dann…“ wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, ihre Vorstellungen von der Zukunftsstadt Wolfsburg zu schildern. In der nun erschienenen Broschüre werden die Ergebnisse aus dem Bürger-, Kinder- und Fachworkshop vorgestellt. Die Visionen geben einen Ausblick auf die Ansprüche an das Stadtleben in der Zukunftsstadt Wolfsburg und zeichnen das Bild eines attraktiven Wohn- und Lebensstandortes aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger nach:

Die „Zukunftsstadt Wolfsburg 2030+“ wird eine multimodale, klimafreundliche und gesunde Mobilität mit vielfältigen Angeboten vom barrierefreien, elektromobilen Busverkehr, einem attraktiven Radwegenetz bis hin zu digitalen Buchungssystemen der Angebote bieten. Das Wohnen als ein zentraler Baustein in der Wolfsburger Stadtentwicklung wird  bis 2030 einen nachhaltigen Umbau erfahren haben. Es werden viele unterschiedliche Wohnkonzepte existieren, die generationsübergreifend genutzt werden können und den neuesten technischen Standards entsprechen. Durch das vielfältige Angebot wird es ausreichend bezahlbaren Wohnraum geben. Die Quartiere 2030+, in den sich die Wohnungen befinden, sind dadurch lebendig, bieten viele Angebote zur Freizeitgestaltung und Nahversorgung und haben eine starke Gemeinschaft. Und auch die Energieversorgung wird sich weiter an zukunftsfähigen und vor allem nachhaltigen Konzepten orientieren. Trotz der zunehmenden Reurbanisierung schafft es Wolfsburg, eine der grünsten Städte Niedersachsens und Deutschlands zu bleiben.

Durch die Mitwirkung der Bürger als „Gestalter der Stadt Wolfsburg von morgen“ wurden alle relevanten Akteure direkt in den Gestaltungsprozess eingebunden. Potenziale wurden sichtbar gemacht, innovative und wenig erprobte Möglichkeiten der Raumgestaltung identifiziert und konsensfähige Ideen aus der Mitte der Bevölkerung entwickelt. Die Mitwirkung  aller Beteiligten soll von Beginn an zu einer Transparenz von wissenschaftlicher Forschung und politischem Handeln führen. Die Nutzung dieser Möglichkeiten sowie die Steigerung der Qualität solcher Verfahren ist der Stadt Wolfsburg mit dem „Konzept BürgermitWirkung Wolfsburg“ ein wichtiges Anliegen.

Mit ihren Ergebnissen können sich die 51 Städte auch für die 2. Phase des Wettbewerbs noch bis zum 17.06.2016 bewerben. Das BMBF plant bis zu 20 Städte, Gemeinden und Landkreise zu fördern, die ein nachhaltiges Planungs- und Umsetzungskonzept ihrer Visionen 2030+ erarbeiten.

Die Broschüre zum Herunterladen


Pressemitteilung vom 28.01.2016

Experten diskutierten die Visionen der Bürger

Zukunftsstadt: Verbündete für das Wolfsburg von morgen im Fachworkshop

„Ob bezahlbares Wohnen, Wohnen in der Gemeinschaft, Klimaziele, nachhaltige Mobilität und demografischer Wandel – die zu bewältigenden Aufgaben sind vielfältig.“ Mit diesen Worten begrüßte Stadtbaurätin Monika Thomas jetzt rund 30 Teilnehmer aus der Wolfsburger Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, der Stadtverwaltung sowie der Technischen Universität (TU) Braunschweig im Kulturzentrum Hallenbad zum Fachworkshop des Projektes Visionen zum Wohnen in Wolfsburg 2030+ (ViWoWolfsburg 2030+).

Der Fachworkshop baute auf dem vorgeschalteten Bürgerworkshop auf, der bereits im November des vergangenen Jahres stattgefunden hatte. Professor Uwe Brederlau von der TU Braunschweig setzte mit einem einleitenden Vortrag erste Impulse, die von den Teilnehmern des Fachworkshops in kleinen Gruppen kontrovers diskutiert wurden.

Während beim Thema Wohnvielfalt bereits erfolgreiche Beispiele zu alternativen Wohnprojekten, wie beispielsweise die Demenz Wohngemeinschaft (WG) in Detmerode benannt werden konnten, wurde die Umsetzung neuer und innovativer Stadtentwicklungsideen wie Mehrgenerationenhäuser und vernetzte Gebäude als große Herausforderung angesehen.

Auch das Angebot an Beratungs- und Informationsangeboten zwischen den Bauherren und der Stadt wie beim Thema gemeinschaftliches Bauen ließe sich weiter verbessern. Überhaupt stand das Thema Beratung und Kommunikation zur Finanzierung und Umsetzung der unterschiedlichen Ideen und Maßnahmen an oberster Stelle.

Auf der Suche nach Lösungen stießen die Ergebnisse des Bürgerworkshops zum gemeinschaftlichen Leben in den Quartieren und einer guten Aufenthaltsqualität für die Bewohner und Besucher der Stadt Wolfsburg auf eine große Resonanz. Als Zukunftsaufgabe konnte so schnell das Erstellen eines Spielraumkonzeptes, die Verbindung der Naturräume in Wolfsburg und das Erfahrbarmachen von Wasser auf den Plakaten notiert werden.

Mit dem Fachworkshop endet zunächst die Sammlung der Ideen, Vorstellungen und Visionen zum Wohnen in Wolfsburg 2030+. Die gesammelten Ergebnisse werden nun von Vertretern aus der TU Braunschweig und der Stadtverwaltung ausgewertet.

Ziel ist es einen Katalog an Handlungsempfehlungen zu entwickeln, der den zahlreichen Beiträgen aus dem Bürger- und Fachworkshop gerecht wird. Die Ergebnisse aus dem Projekt werden vom 21. bis 31. März in der Bürgerhalle der Stadt Wolfsburg zu sehen sein.

Gefördert wird das Vorhaben „ViWoWolfsburg 2030+“ im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Teil der Leitinitiative „Zukunftsstadt“ des Rahmenprogramms Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA) ist.

Von insgesamt 51 in der ersten Projektphase starten im Herbst 2016 bis zu 20 Kommunen mit den konkreten Planungen für eine mögliche Realisierung von Maßnahmen bevor ab 2018 bis zu acht ausgewählte Kommunen ihre Vision in die Realität umsetzen können.


Pressemitteilung vom 14.11.2015

80 Bürger und 25 Kinder schildern ihre Vision für Wohnen in Wolfsburg

„Uns ist es wichtig, Wolfsburg nachhaltig weiterzuentwickeln und zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen“, leitete Stadtbaurätin Monika Thomas den Workshop mit über 80 zufällig ausgewählten Wohnraumsuchenden und 25 Kindern und Jugendlichen am Samstag im Kulturzentrum Hallenbad ein. „Nur mit frischen und auch ungewöhnlichen Ideen bleibt unsere Stadt modern und innovativ. Lassen Sie heute also gerne Ihrer Kreativität freien Lauf!“ Nach einem kurzen Impulsvortrag von Prof. Dr. Uwe Brederlau aus dem Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik der Technischen Universität (TU) Braunschweig gaben die Teilnehmer in Gruppenarbeit Anregungen für die künftige Gestaltung ihres Wohnraums.

Die Kinder und Jugendlichen träumten vor allem von dem "Smart Home", einem Zuhause, wo sich die alltäglichen Dinge vom Wecker Stellen bis hin zum Brötchen Aufbacken automatisch erledigen. Die Erwachsenen bewegte die Erreichbarkeit von Angeboten für Bildung, Arbeit und Freizeit und gleichzeitige Nähe zu Grün- und Erholungsflächen. Sie wünschten sich insbesondere Treffpunkte für verschiedene Generationen sowie eine attraktive Innenstadt mit Grün. Auch über die künftige Mobilität innerhalb der Stadt und ökologische Aspekte machten sich die Kinder genauso wie die Erwachsenen Gedanken.

Petra Türke vom Bürgerbüro mitWirkung betonte: „Wir freuen uns sehr, dass so viele Kinder und Erwachsene gekommen sind und ihre Ideen und Vorstellungen so engagiert diskutiert und vorgetragen haben.“

Im Januar 2016 werden die Themen noch einmal in einer Expertenrunde unter ökonomischen, ökologischen, demografischen und sozialen Gesichtspunkten diskutiert. Die Ergebnisse beider Workshops werden dann zu einer zukunftsfähigen Vision „ViWoWolfsburg 2030+“ verdichtet. Das Projekt wird von dem Referat für Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Wolfsburg koordiniert und durch die TU Braunschweig mit wissenschaftlichen Beiträgen unterstützt. Finanziert wird es als eines von 52 bundesweiten Projekten aus Fördermitteln des Programms „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit Wissenschaft im Dialog (WiD). In der zweiten Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt ab 2016 wählt das BMBF bis zu 20 Kommunen aus, deren Visionen durch wissenschaftliche Unterstützung in ein Konzept umgesetzt werden sollen. In der dritten Phase ab 2018 werden schließlich bis zu acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in die Praxis umsetzen.

Wettbewerb Zukunftsstadt: http://www.wettbewerb-zukunftsstadt.de/

TU Braunschweig / Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik (Projektpartner der 1. Phase): http://www.tu-braunschweig-ise.de/ 

TU Braunschweig / Institut für Gebäude- und Solartechnik (Projektpartner der 1. Phase): https://www.tu-braunschweig.de/igs 

Wolfsburger BürgermitWirkung

Online-Beteiligungsphase zum Wettbewerb Zukunftsstadt: http://dubistgefragt.stadt.wolfsburg.de/2017/08/09/online-phase-zum-wettbewerb-zukunftsstadt/

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): www.bmbf.de

Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA): www.fona.de

TU Berlin/ Fachgebiet Bestandentwicklung und Erneuerung von Siedlungseinheiten des Instituts für Stadt- und Regionalplanung (Projektpartner der 2. Phase) : http://www.bestandsentwicklung.tu-berlin.de/menue/fachgebiet_bestandsentwicklung_und_erneuerung_von_siedlungseinheiten/

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