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Seit Anfang 2019 werden die Bürgerinnen und Bürger auch "im Vorbeifahren" über das aktuelle Stadtgeschehen und Veranstaltungen in Wolfsburg informiert.

Aktuelles zum Coronavirus

Verlässliche Informationen der Stadt Wolfsburg erhalten Sie auf wolfsburg.de/corona.

Schilf, Röhrichtinseln und Seerosen 

WEB will die Gewässersituation verbessern

Schilfpflanzen, Röhrichtinseln sowie See- und Teichrosen wollen die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) in den kommenden Wochen in verschiedenen Teichen pflanzen. Damit soll die Nährstoffkonzentration in den als Regenrückhalt genutzten Gewässern gesenkt und so auf die Situation des vergangenen sehr trockenen Sommers reagiert werden.

Umgesetzt werden damit erste Ergebnisse aus der Projektgruppe "Wasser in der Stadt", die sich aus dem BUND, dem Nabu, dem Aller-Ohre-Verband, dem Angel- und Gewässerschutzverein Vorsfelde, dem Sportfischerverein Wolfsburg, verschiedenen Geschäftsbereichen der Stadt und den Wolfsburger Entwässerungsbetrieben (WEB) zusammensetzt.

Zunächst wird in der kommenden Woche eine grüne Uferbefestigung mit standort- und wuchsraumgerechten Schilfpflanzen am Detmeroder Teich eingebracht. Später werden Röhrichtinseln auf dem Detmeroder Teich und dem Neuen Teich eingesetzt. Abgeschlossen werden die ersten Projekte bis Mitte Mai mit dem Pflanzen von See- und Teichrosen im Stemmelteich sowie im Mühlenteich.

Durch Niederschläge gelangen auf natürliche Weise Nährstoffen in die Regenrückhaltebecken der Stadt. Diese funktionieren aufgrund ihrer Retentionswirkung als Nährstoffsenken. Die sollen wiederum mit der zusätzlichen Begrünung gebunden und somit auf natürliche Weise dem Nährstoffkreislauf wieder zugeführt werden.


Startup verleiht ab sofort Elektro-Tretroller 

Anbieter Tier und die Stadt vereinbaren Regeln zum Betrieb

Ab Anfang März werden Elektro-Tretroller zum Stadtbild in Wolfsburg gehören. Insgesamt 350 Stadtflitzer werden dann an verschiedenen Standorten in der Innenstadt, in Vorsfelde und Fallersleben zu finden sein. Die Stadt Wolfsburg und das Berliner Startup TIER vereinbarten eine freiwillige Selbstverpflichtung mit Regeln zum Betrieb. Die e-Tretroller, auch e-Scooter genannt, sind eine sinnvolle und umweltschonende Ergänzung der städtischen Mobilität. Sie dienen dem öffentlichen Verkehr als Zubringer oder laden dazu ein, das Auto auf kurzen Wegen stehen zu lassen. Seitdem die e-Scooter im Sommer 2019 durch eine Verordnung in Deutschland zugelassen wurden, sind Verleihfirmen in zahlreichen Städten aktiv.

In Wolfsburg startet nun der Berliner Anbieter TIER eigenständig mit seinen Fahrzeugen. Die e-Tretroller werden stationslos in weiten Teilen des Stadtgebietes angeboten. Feste Verleih- oder Ladestationen gibt es nicht. Die Akkus können vom Betreiber entnommen und bei Bedarf jederzeit aufgeladen werden. Nutzer müssen den Roller also nicht selbst laden. Der Anbieter verspricht, die Akkus mit Lastenrädern zum Aufladeort zu bringen und so insgesamt klimaneutral zu arbeiten. Die e-Scooter können im Stadtgebiet mittels der App von TIER gefunden, ausgeliehen und die Fahrt gegen einen Euro Startgebühr und 0,15 Cent pro Minute bezahlt werden.

Für die Nutzung der e-Tretroller, egal ob als Verleihangebot oder privat erworben, gelten bundesweit Regeln. Gefahren werden darf auf Radwegen. Ist kein Radweg vorhanden, darf auf die Straße ausgewichen werden. Auf Fußwegen, die für Radfahrer freigegeben sind, dürfen die Roller nur bewegt werden, wenn das Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ ausgeschildert ist. In Wolfsburg wird das künftig im Bereich der südlichen Porschestraße bis zur Pestalozziallee der Fall sein. Weiter ist bundesweit geregelt, dass die e-Scooter eine Maximalgeschwindkeit von 20 Stundenkilometern haben und ab 14 Jahren genutzt werden dürfen. Außerdem müssen die Roller versichert sein und ein Kennzeichen haben, was bei den Verleihrollern bereits der Fall ist.

In Wolfsburg und der Region ist darüber hinaus folgendes zu beachten: In den Bussen der Wolfsburger Verkehrs GmbH (WVG) sowie im gesamten Verkehrsverbundgebiet der Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) dürfen e-Tretroller nach derzeitigem Stand mitgenommen werden, wenn sie zusammengeklappt sind und keine anderen Fahrgäste oder den Fahrbetrieb behindern. Sie gelten dann als Gepäck und können kostenlos mitfahren.

Die Verleihroller sind derzeit nicht klappbar und dürfen somit nicht mitgenommen werden. Übersteigen Roller bestimmte Maße (Länge mehr als 115 Zentimeter, Gewicht mehr als 15 Kilogramm, Rad größer als 9 Zoll) gelten die Regelungen der Fahrradmitnahme und es muss eine Fahrradkarte für 2,50 Euro gelöst werden.

Grundsätzlich ist der Betrieb eines Verleihsystems mit den sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen seitens der Stadt Wolfsburg nicht genehmigungspflichtig. Der Anbieter arbeitet eigenwirtschaftlich und daher nicht im Auftrag der Stadt. Nach Erfahrungen in anderen Städten hat es sich aber als sinnvoll herausgestellt, zwischen Stadt und Anbieter eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung zu schließen.

Darin werden Betriebsregeln sowie Fahr- und Parkverbotszonen definiert, die die Verkehrssicherheit, den Umgang mit dem Stadtbild und die Akzeptanz bei allen Verkehrsteilnehmern berücksichtigen sollen. In der App des Anbieters wird auf die Nutzungsbedingungen hingewiesen und auch die Durchfahrtsverbotszonen in Wolfsburg werden dargestellt. Vereinbart hat die Stadt auch eine sechsmonatige Testphase. Danach soll gemeinsam mit Stadt, Polizei, Anbieter und Verkehrsverbänden Bilanz gezogen und das Verleihsystem weiterentwickelt werden.

Unter www.wolfsburg.de/emobilitaet stellt die Stadt eine Themenseite online mit Informationen und häufig gestellten Fragen, sogenannten FAQs, bereit. Auch die freiwillige Selbstverpflichtungserklärung kann dort abgerufen werden.

Frühzeitig bewerben

Freiwilliges Soziales Jahr in der Kinder- und Jugendarbeit

Die Abteilung Jugendförderung bietet zum September 2020 wieder zahlreiche Möglichkeiten, um ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Kinder- und Jugendarbeit zu absolvieren.

Zu den Einsatzbereichen im FSJ gehören die Jugend- und Freizeiteinrichtungen, Abenteuerspielplätze und die mobile Offene Kinder- und Jugendarbeit.

Christoph Block, Koordinator der Freiwilligendienste in der Jugendförderung stellt fest: "Den Großteil der Bewerbungen erhalten wir im Sommer, wenige Wochen bevor das FSJ beginnt. Der Trend ist, dass sich viele Schulabsolventinnen und -absolventen erst kurzfristig entscheiden." Grundsätzlich empfiehlt er, sich frühzeitig zu bewerben, um sich die gewünschte Einsatzstelle zu sichern. Denn der Freiwilligendienst ist mehr als eine Zwischenlösung. "Die Freiwilligen machen wertvolle, prägende Erfahrungen, von denen sie langfristig profitieren – auch im späteren Arbeitsleben." Christoph Block ist davon überzeugt, dass der Freiwilligendienst die Persönlichkeit stärkt und eine sinnvolle Investition in die Zukunft ist.

Im Freiwilligendienst in der Jugendförderung erproben junge Menschen das Berufsfeld der Sozialen Arbeit und sammeln vielfältige praktische Erfahrung. In den Bildungsseminaren, die der Stadtjugendring Wolfsburg e. V.. organisiert, tauschen sie sich mit Gleichgesinnten aus und setzen sich mit ihrer Persönlichkeit auseinander. Sie können herausfinden, wo ihre Stärken liegen und welche Tätigkeit zu ihnen passt. Das erleichtert am Ende möglicherweise die Studien- und Berufswahl.

Für Stadtjugendpfleger Gunnar Czimczik ist das FSJ ein wichtiger Beitrag, um frische Ideen und Anregungen für die Kinder- und Jugendarbeit zu bekommen. Die Freiwilligen bereichern mit ihren Ideen und Anregungen die Arbeit der bestehenden Teams und haben die Chance eigene Projekte umzusetzen.

Bewerbungen für ein FSJ in der Kinder- und Jugendarbeit können per Email an jugendfoerderung@stadt.wolfsburg.de gesendet werden.