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Immer auf dem Laufenden

Seit Februar 2019 werden die Bürgerinnen und Bürger auch "im Vorbeifahren" über das aktuelle Stadtgeschehen und Veranstaltungen in Wolfsburg informiert.

Es spukt auf Schloss Wolfsburg

Gespensterführung für Kinder von 6 bis 11 Jahren 

Zum Inventar eines jeden Schlosses gehören Gespenster und Geister. Auch der Wolfsburger Renaissancebau kennt solche Wesen, die des Nachts umherwandeln, sodass es den Menschen schaudert. 

Das Stadtmuseum lädt am Freitag, 14. Februar, 18.00 bis ca. 19.30 Uhr Kinder von 6 bis 11 Jahren und deren Eltern und/oder Großeltern zu einer Gespensterführung durch Wolfsburgs Schlossgeschichte ein. Bei diesem Rundgang durch Wolfsburgs Schlossgeschichte zu dunkler Abendstunde ist so einiges über die Bewohner aus der Vergangenheit und der Welt des Spuks zu erfahren. Nach dieser wissensreichen und abenteuerlichen Erkundung wird den Besuchenden ein süßes Gespenstermahl mit dunkelrotem "Blut" gereicht. Bitte Taschenlampen mitbringen. Die Teilnehmenden können gern gespenstisch kostümiert sein, auf der Witterung entsprechende Kleidung ist zu achten! Treffpunkt: Stadtmuseum in den Remisen

Eintritt: 5 Euro für Kinder | 8 Euro für Erwachsene, Anmeldungen: Telefon: 05361-2810 40, E-Mail: stadtmuseum@stadt.wolfsburg.de.

Gut beraten – Energiesparen! 

Beratungsangebot für Hauseigentümer in Wolfsburg

Hauseigentümer haben im Rahmen des Gebäude-Checks vom 15.01. bis 13.03. die Möglichkeit, alles über den energetischen Zustand Ihres Hauses zu erfahren. Ein Energieberater der Verbraucherzentrale nimmt in einem zweistündigen Termin die Gebäudehülle und die Heizung in Augenschein und zeigt Sparpotenziale für Wärme, Strom und den Einsatz erneuerbarer Energien auf. So erhalten Interessenten einen Überblick über energetisch sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen. Die Beratung durch den Experten erfolgt unabhängig und neutral. Die Kosten betragen 30 Euro.

Das Angebot ist ein Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

"Gut beraten – Energiesparen!" wird als Gemeinschaftsprojekt der Verbraucherzentrale Niedersachsen, der Wolfsburger EnergieAgentur GmbH und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen durchgeführt.

Die Berater*innen der Wolfsburger EnergieAgentur informieren auch weiterhin im Kundenzentrum des Wolfsburger Nordkopf Towers in einem persönlichen und kostenfreien Beratungsgespräch über den Weg zu den Fördermitteln der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Interessenten können sich melden unter Tel: 05361-8918235 oder info@energieagentur-wolfsburg.de.


Israelische Ensembles spielen in Wolfsburg

Einzigartiges Konzert anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages

Anlässlich der 75. Jährung der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee findet in Kooperation mit der Volkswagen AG am 28. Januar ein einzigartiges Konzert zweier Ensembles der Israeli National Arts High School "Thelma Yellin"/Tel Aviv statt. Über 100 Künstlerinnen und Künstler erzählen mit ihrer Musik von der Gegenwart und Zukunft des jüdischen Volkes. Ihr Repertoire reicht dabei von Barockmusik bis zu zeitgenössischen Stücken; Tourneen brachten sie bereits in europäischen Musikzentren wie dem PALAIS DES BEAUX-ARTS in Brüssel und dem UNESCO-HAUS in Paris, aber auch in Konzertsäle Deutschlands und Großbritanniens.

Das Konzert findet mit Unterstützung des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen statt. Für eine Teilnahme am Konzert wird um eine Anmeldung bis zum 24. Januar per E-Mail an sekretariat.repraesentation@stadt.wolfsburg.de. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Beginn ist um 16:30 Uhr.

Alle Generationen unter einem Dach 

Mehrgenerationenhaus Wolfsburg präsentiert Programm 2020

Das Mehrgenerationenhaus Wolfsburg (MGH) hat sein Programmheft für 2020 veröffentlicht: Vielfältige, spannende, kreative und informative Aktionen und Angebote für alle Generationen unter einem Dach füllen das erste Halbjahr. Das neue Programmheft liegt ab sofort in den Rathäusern, Bibliotheken, an Info-Punkten und im MGH aus. Außerdem kann es online hier eingesehen werden. Telefonische Auskünfte und Anmeldungen sind unter Tel. (05361) 61374 oder per E-Mail an mehrgeneratioenhaus@stadt.wolfsburg.de möglich.


Die Berufsfeuerwehr der Stadt Wolfsburg sucht Nachwuchs, Brandmeisteranwärter*innen und weitere Unterstützung!

Alle Infos gibt es auf wolfsburg.de/feuerwehr!

15. Januar bis 01. Juni 2020 - Ati Maier "Space Rider Cycle" Videoinstallation 

Mit ihren psychedelischen Landschaften hat Ati Maier internationale Bekanntheit erlangt. Zwei charakteristische Arbeiten der Künstlerin befinden sich in der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg: jene, in denen sich Galaxien spiegeln oder die kaleidoskopartige Gebilde darstellen, in denen sich Mikrokosmos und Makrokosmos verbinden. Es sind abstrakte und fantasiereiche Schöpfungen, in denen ausbrechende Vulkane, explodierende Supernovas oder tosende Stürme sich mit hoher Energie verbinden. Anlass für die Ausstellung ist die neuerdings zunehmende Beschäftigung der Künstlerin mit Film und Video - ein Medium, das sie experimentell befragt. Für ihre Filme hat Ati Maier den Charakter des Space Riders eingeführt. Es handelt sich dabei um eine humanoide Erscheinung, deren Kopf mit einem Helm bedeckt wird. Sie reitet stets auf einem Pferd mit ähnlicher Kopfbedeckung. Immer wieder taucht diese Figur in Maiers Werk auf und kann als Alter Ego verstanden werden, das sich zwischen ihrer privaten und künstlerischen Existenz bewegt und beide verbindet.

In der Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg wird die Künstlerin erstmals eine Vier-Kanal-Videoinstallation des Space Riders präsentieren. Der vier Videos umfassende Zyklus ist als raumgreifendes Gesamtwerk aufzufassen, bisher unveröffentlichte Filme des Space Riders werden einem breiten Publikum in einer musealen Einzelausstellung zugänglich gemacht. 

Die 1962 in München geborene Künstlerin studierte in New York und Wien, sie lebt und arbeitet heute in New York.

Am Freitag, dem 8. Mai wird Ati Maier mit ihrem Pferd in Wolfsburg eine Performance im Rahmen der Space Rider Reihe aufführen.


Doppelhaushalt und Paket zur Haushaltsoptimierung eingebracht 

Etat-Volumen liegt jährlich über 500 Millionen Euro - Fehlbedarf soll deutlich reduziert werden

Der Entwurf zum Doppelhaushalt 2020/2021 wurde heute im Rat der Stadt Wolfsburg eingebracht. Danach stehen in 2020 Aufwendungen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 530,4 Millionen Euro Erträgen in Höhe von 498,0 Millionen Euro sowie in 2021 Aufwendungen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 541,7 Millionen Euro Erträgen in Höhe von 510 Millionen Euro gegenüber. Daraus resultiert für das Haushaltsjahr 2020 ein Fehlbedarf in Höhe von 32,4 Millionen Euro und für 2021 in Höhe von 31,7 Millionen Euro.

Nach den Entwicklungen im Haushaltsjahr 2018 wurde bereits zum Haushalt 2019 mittelfristig ein leichter Anstieg der Gewerbesteuererträge berücksichtigt. Die Erwartungen aus der Haushaltsplanung 2019 werden mit rund 154 Millionen Euro zum Jahresende 2019 bestätigt, sodass auch der mittelfristig erwartete Anstieg nach derzeitigem Kenntnisstand beibehalten werden kann. In 2020 sind Gewerbesteuererträge in Höhe von 175 Millionen Euro sowie in den Folgejahren jeweils in Höhe von 180 Millionen Euro eingeplant. 

Neben der Erfüllung der Grundaufgaben, wirken sich auch regelmäßig geänderte Rahmenbedingungen mit zusätzlichen Aufgabenbereichen auf den städtischen Haushalt aus und führen zu Verschiebungen von Schwerpunkten. In den künftigen Haushaltsjahren beeinflussen weiterhin hohe Abschreibungen als Folge des immer noch hohen Investitionsvolumens sowie verschiedene gesetzgeberische Entscheidungen und auch Herausforderungen im Zusammenhang mit der stetigen Entwicklung der Stadt Wolfsburg den Ergebnishaushalt zunehmend und langfristig. 

Dazu gehören unter anderem der Anspruch auf ein Betreuungsangebot für Kinder, Vorhaltungen für Brandschutz, Verkehrssicherungspflichten, technische Hilfeleistungen sowie die Digitalisierung oder die Bereitstellung von ausreichendem Wohnraum. Im Vergleich zur Vorjahresplanung können zwar für die Bereiche Soziales und Jugend zusätzliche Entlastungen von Bund und Land eingeplant werden, gesamtstädtisch reichen die Erträge allerdings zur Deckung der jährlichen Mehraufwendungen nicht aus. 

Aufgrund der fortlaufenden Entwicklung der Stadt Wolfsburg wurde bereits seit dem Haushaltsjahr 2019 das Investitionsprogramm in zehn Themenfelder neu aufgeteilt. Wesentliche Investitionsbereiche sind wie bereits im vorausgegangenen Haushaltsjahr bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 64,8 Millionen Euro in 2020 und rund 67,3 Millionen Euro in 2021 weiterhin "Familie und Bildung" mit einem Volumen von rund 21,9 Millionen Euro in 2020 und rund 24,1 Millionen Euro in 2021, "Wohnen, Städtebau und Verkehr" mit rund 16,1 Millionen Euro und 2020 und rund 17,5 Millionen Euro in 2021 sowie "Gesundheit und Sport" mit rund 7,2 Millionen Euro in 2020 und rund 8,9 Millionen Euro in 2021. 

Daneben werden weitere Themenbereiche wie beispielsweise "Sicherheit und Ordnung", "Wirtschaft und Digitalisierung" und "Kultur und Kulturstätten/Historische Gebäude" finanziert. Trotz deutlicher Reduzierung des Investitionsprogrammes in den letzten Jahren lag das Gesamtvolumen mit den abzuarbeitenden Haushaltsresten bislang über der möglichen Abarbeitungsquote. 

Auch in 2020 wird trotz annähernd gleichem Investitionsvolumen wie 2019 mit den zu übertragenden Haushaltsresten noch kein umsetzbares Niveau des Investitionsprogrammes erwartet. Für eine dauerhafte Senkung des Investitionsvolumens sind insbesondere die hohen Haushaltsreste abzubauen. Es ist daher auch künftig eine Priorisierung der umzusetzenden Maßnahmen erforderlich. Vorrangig müssen begonnene Vorhaben beendet werden, bevor neue Projekte angefangen werden. 

Im Ergebnishaushalt liegen die Schwerpunkte, wie bereits in den vorausgegangenen Jahren, im Bereich Soziales und Gesundheit mit 120,6 Millionen Euro geplanten Sach- und Personalaufwendungen in 2020 bei rund 78,4 Millionen Euro Erträgen (124,4 Millionen Euro geplante Aufwendungen in 2021 bei 81,3 Millionen Euro Erträgen) sowie im Bereich Jugend mit Sach- und Personalaufwendungen in Höhe von 81,7 Millionen Euro in 2020 gegenüber Erträgen in Höhe von 16,6 Millionen Euro (83,8 Millionen Euro geplante Aufwendungen in 2021 bei 16,9 Millionen Euro Erträgen). 

In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2024 muss im Ergebnishaushalt derzeit ein Fehlbedarf zwischen 32 und 36 Millionen Euro pro Jahr eingeplant werden. Um den Haushalt 2020 und 2021 ausgleichen zu können, wird die Stadt Wolfsburg die Überschussrücklage in Anspruch nehmen. Somit kann der Haushalt nach Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) fiktiv ausgeglichen werden. Die derzeit immer noch hohen Rücklagen ermöglichen diese Vorgehensweise. Die Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes ist dadurch weiterhin vorerst nicht erforderlich. 

Im sechsten beziehungsweise siebten Jahr in Folge kann der Haushaltsausgleich daher lediglich fiktiv erreicht werden. Seit 2014/2015 sind die Gewerbesteuererträge stark zurückgegangen, sodass seit 2015 jährlich Sparhaushalte sowie ab 2017 auch erstmals wieder Kreditaufnahmen zur Finanzierung der Investitionen erforderlich waren. Intensive Spar- und Konsolidierungsbemühungen in den vorausgegangenen Jahren reichen gerade aus, um die Mehraufwendungen aus den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu kompensieren. 

Die Gewerbesteuerträge steigen zwar seit 2018 wieder leicht an, liegen aber weiterhin unter dem Niveau aus früheren Haushaltsjahren. Gelingt es nicht, den Haushalt auszugleichen, werden die Rücklagen mittelfristig aufgebraucht sein. Um die Handlungsfähigkeit und den Gestaltungsspielraum der Stadt auch in den künftigen Haushaltsjahren sicherzustellen, muss es daher Ziel für Verwaltung und Politik sein, einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. 

Die Aufwendungen dürfen die Erträge nicht übersteigen. Neben nachhaltigen Budgetanpassungen ist daher eine ganzheitliche Prüfung der Aufgabenwahrnehmung im Sinne einer Aufgabenkritik und Effizienzbetrachtung der Strukturen und Prozesse der Verwaltung erforderlich. Mit Beschluss des Rates in seiner März-Sitzung 2019 wurde daher gemeinsam mit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) ein verwaltungsweiter Modernisierungs- und Haushaltsoptimierungsprozess durchgeführt. 

Im Ergebnis wurde von der KGSt eine Gesamtliste vorgelegt. Sie enthält überwiegend Vorschläge zum ersten Teilprojekt Haushaltsoptimierung, aber auch bereits Vorschläge zum zweiten Teilprojekt Verwaltungsmodernisierung, welches im Dezember 2019 begonnen hat und in 2020 durchgeführt wird. Die Gesamtliste wurde Ende November 2019 der Politik, den Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit vorgestellt. 

In die Vorschlagsliste flossen die Erfahrungswerte der KGSt, die Ergebnisse aus den Analysegesprächen mit den Organisationseinheiten, die umfassende Haushaltsanalyse des Sachbudgets, die Vorschläge der Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie die Ergebnisse aus den Gesprächen der KGSt mit Vertretern der Fraktionen des Rates ein. 

Alle Vorschläge der KGSt wurden vom Verwaltungsvorstand unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien, wie beispielsweise "Zukunft weiterhin gestalten", "wirtschaftliche Verantwortung", "Auswirkungen auf den städtischen Haushalt (Aufwandsreduzierung/Ertragssteigerung)", "Schaffung einer ausgewogenen Verteilung sowie langfristiger Konsequenzen beraten". 

Daraus wurde das in der heutigen Ratssitzung vorgelegte Verwaltungspaket mit 197 Vorschlägen und einem Gesamtvolumen von rund 15,4 Millionen Euro ab dem Haushaltsjahr 2020 erarbeitet. Darin enthalten sind sowohl Ertragssteigerungen durch Erhöhung von Steuern, Gebühren, Abgaben und Eintritten, aber auch Aufwandsreduzierungen wie beispielsweise die Standardisierung der Büroausstattung, Schließung eines Lehrschwimmbeckens beziehungsweise Konsolidierung der Hallen- und Freibäder oder die Neukonzipierung der Grünflächenunterhaltung. 

Im Verwaltungsentwurf 2020/2021 sind neben bereits eingeplanten Budgetanpassungen in Höhe von rund 10,4 Millionen Euro jährlich weitere 5 Millionen Euro pauschale Minderaufwendungen berücksichtigt. Diese sind im Rahmen der Beratungsphase bis zur Verabschiedung des Doppelhaushaltes durch Beschluss über das Verwaltungspaket zu konkretisieren. Im Haushaltsjahr 2020 wird daher insgesamt eine Reduzierung des Fehlbedarfes um rund 15 Millionen Euro eingeplant. Zur dauerhaften Reduzierung des Fehlbedarfes und Abbau des strukturellen Defizits werden ab 2021 sowie in den Folgejahren zusätzliche 10 bis 15 Millionen Euro angestrebt. Insgesamt ist damit eine Minderung des jährlichen Fehlbedarfes um 25 bis 30 Millionen Euro erforderlich. 

Der Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit entwickelt sich seit 2019 positiv. Die Einzahlungen der kommenden Jahre sind höher als die Auszahlungen und können daneben auch die Tilgungsleistungen der ab 2017 aufgenommenen Kredite decken. Bis Ende 2019 werden Kreditverbindlichkeiten in Höhe von rund 152,2 Millionen Euro bestehen. 

Mit einer deutlichen Erhöhung der investiven Einzahlungen verringert sich der Saldo aus Investitionstätigkeit in der mittelfristigen Planung, was eine geringere Fremdfinanzierung bedeutet. Dennoch werden die Investitionen voraussichtlich auch in 2020 und 2021 anteilig durch Kredite finanziert werden müssen. Bereits seit Dezember 2017 zählt die Stadt Wolfsburg nicht mehr zu dem Kreis der im Kernhaushalt schuldenfreien Kommunen in Deutschland. Der Verwaltungsentwurf wird nun in den kommenden Wochen in den Fachausschüssen und in den Ortsräten beraten und soll am 24. März im Rat der Stadt verabschiedet werden.
Die einzelnen Daten zum Haushaltsentwurf 2020/2021 sind auch unter www.wolfsburg.de/interaktiverhaushalt zu finden.

Städtische Jugendförderung weckt Vorfreude auf Ferien

Neues Online-Anmeldeverfahren für Ferienangebote in 2020

Auch in 2020 dürfen sich junge Wolfsburgerinnen und Wolfsburger wieder auf ein vielfältiges Ferienprogramm der städtischen Jugendförderung freuen. "Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren", berichtet Steffen Kirsch, Ferienkoordinator der städtischen Jugendförderung. "Nicht nur die städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen planen spannende und attraktive Ferienangebote, sondern auch die unterschiedlichsten Kooperationspartner der Jugendförderung."

Neu in diesem Jahr: Alle Anmeldungen für Ferienangebote der städtischen Jugendförderung und ihrer Kooperationspartner erfolgen von nun an digital über das neue Onlineportal. Der Online-Ferienkalender ferien-wolfsburg.de hat bereits zum 1. Januar ein neues Gesicht erhalten, ab den Osterferienangeboten 2020 stellt die Jugendförderung auf das Online-Anmeldeverfahren um. "Wir versprechen uns dadurch nicht nur eine reibungsfreiere Abwicklung der Anmeldungen und Bestätigungen, sondern gewährleisten so vor allem den Eltern einen schnelleren und komfortableren Einblick in die jeweilige Anmeldesituation", erläutert Stadtjugendpfleger Gunnar Czimczik.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Eltern müssen sich einmalig für ein Kalenderjahr registrieren und einen Ferien-Account anlegen.
  2. Bei der Registrierung werden die Bankdaten abgefragt, der Beitragseinzug erfolgt per Lastschrift. Eine Zahlung per Rechnung oder Barzahlung ist nicht mehr möglich.
  3. Anschließend muss das SEPA-Mandat ausgedruckt, unterschrieben und innerhalb einer Woche an die städtische Jugendförderung zurückgesandt werden. Ohne vorliegendes SEPA-Mandat können künftige Ferienanmeldungen leider nicht vorgenommen werden.
  4. Anschließend ist der Weg frei für die Anmeldungen mit den entsprechenden Stichtagen für ein ganzes Kalenderjahr. Die Daten müssen nicht erneut eingegeben werden.
  5. Die Plätze werden nach dem Zeitpunkt der Buchung vergeben.

Die jeweiligen Stichtage sind auf der Homepage veröffentlicht. Für die Osterferienangebote kann man sich ab dem 15. Januar anmelden. Eine Registrierung ist aber schon vorher möglich und wird ausdrücklich empfohlen. Stadtjugendpfleger Czimczik freut sich über die technische Weiterentwicklung: "Wir sind begeistert von der neuen Anmeldeplattform, die sicherlich für alle Beteiligten erst einmal eine Umstellung bedeutet, aber spätestens nach den ersten Ferien von allen als eine Bereicherung und Erleichterung gesehen werden wird."

Zum neuen Jahr werden Informationsschreiben zu der neuen Online-Anmeldung auch an den Schulen, den Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie in den Rathäusern verteilt. Fragen zur Registrierung und Anmeldung beantwortet Ferienkoordinator Steffen Kirsch gerne unter Tel. (05361) 28-2518 oder per E-Mail an steffen.kirsch@stadt.wolfsburg.de. Weitere Infos und Eindrücke rund um die gesamte Arbeit der Jugendförderung gibt es online unter jugendraumgeben.de.


Baufeld wird freigeräumt 

Arbeiten im Sonnenkamp starten im Januar

Die Planungen zu dem künftigen rund 3.000 Wohneinheiten umfassenden Baugebiet Sonnenkamp in Nordsteimke und Hehlingen schreiten zügig voran. Im Rahmen der bisherigen Voruntersuchungen für das Areal wurden bereits die archäologischen Erkundungen für den ersten Bauabschnitt bis zur Kreisstraße 111 der zentralen Erschließungsarbeiten außerhalb der künftigen Quartiere durchgeführt.

Ab der zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres sollen dann die erforderlichen Rückbau- und Rodungsarbeiten entlang der Kreisstraße 5 in Nordsteimke begonnen werden  In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Wolfsburg werden die zu fällenden Bäume dabei so spät wie möglich entnommen. Die Rodungsfrist bis zum 29. Februar hinsichtlich der Brut- und Setzzeiten ist dabei jedoch zwingend einzuhalten.

Insgesamt wird die Räumung etwa vier Wochen dauern. Anfang März sollen die Arbeiten beendet sein. Straßensperrungen werden nicht erforderlich sein.


Mila und Jonas liegen vorne 

Begehrte Vornamen bei neugeborenen Kindern in Wolfsburg

Die Hitliste bei den Vornamen der in 2019 neugeborenen Wolfsburger Kinder führen Mila bei den Mädchen sowie Jonas bei den Jungen an. Mit insgesamt 20 Nennungen liegt Mila bei den Mädchennamen vor Emma (16). Dahinter folgen Mia (14), Sophia (13) und Anna (12). Beim männlichen Nachwuchs führt Jonas mit 20 Nennungen die Beliebtheitsskala an, vor Leon und Matteo (je 15), Elias und Noah (je 14).

Das Standesamt der Stadt Wolfsburg hat im vergangenen Jahr insgesamt 1.870 Geburten beurkundet. In 2018 waren es 1.864, 2017 - 1.766, 2016 - 1.863 und 2015 - 1.714. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass auch Mütter aus anderen Kommunen ihr Kind im hiesigen Klinikum zur Welt gebracht haben.

Im vergangenen Jahr wurden durch das Standesamt außerdem 1.670 Sterbefälle beurkundet. In 2018 waren es 1.665, 2017 - 1.678, 2016 - 1.696 und 2015 - 1.714.

Die Zahl der Eheschließungen im Wolfsburger Standesamt für das abgelaufene Jahr lag bei 745 (2018: 749, 2017: 704, 2016: 708, 2015: 738). In 2019 wurden insgesamt 15 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen (2018: 26, 2017: 19). Zehn Paare waren weiblich, fünf männlich.

Bei allen Personenstandsfällen handelt es sich um die im Standesamt Wolfsburg beurkundeten Fälle. Die Zahlen der davon in Wolfsburg lebenden Personen lassen sich dabei nicht explizit ermitteln.


Weihnachtsbäume werden abgeholt

Abfallwirtschaft und Straßenreinigung gibt Termine bekannt

Weihnachtsbäume werden nur an den dafür vorgesehen Abfuhrtagen abgeholt. Darauf macht die Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS) aufmerksam. Die Bäume müssen am jeweiligen Tag morgens bis 6 Uhr an die Gehwege (Fahrbahnrand) beziehungsweise Müllbehälterstandplätze gelegt werden. Weil die Bäume kompostiert werden, muss jeglicher Baumschmuck wie unter anderem Lametta oder Weihnachtskugeln vorher entfernt werden. Die Weihnachtsbäume dürfen nur maximal zwei Meter lang sein. Größere Exemplare sollten vorher auf die entsprechende Länge zersägt werden.

Die Abfuhrtermine im Einzelnen: Montag, 06. Januar: Velstove, Brackstedt, Warmenau, Kästorf. Dienstag, 07. Januar: Stadtmitte, Rothenfelde, Schillerteich, Sandkamp. Mittwoch, 08. Januar: Hohenstein, Heßlingen, Hageberg komplett, Laagberg. Donnerstag, 09. Januar: Wohltberg, Ostsiedlung, Hellwinkel, Steimker Berg, Reislingen West und Windberg. Montag, 13. Januar: Teichbreite mit Bürgerkämpe, Wendschott. Dienstag, 14. Januar: Eichelkamp, Klieversberg, Köhlerberg, Rabenberg, Neuhaus. Mittwoch, 15. Januar: Alt-Wolfsburg, Kreuzheide, Tiergartenbreite. Donnerstag, 16. Januar: Mörse, Große Kley. Montag, 20. Januar: Almke, Kerksiek. Dienstag, 21. Januar: Ehmen (ohne Kerksiek). Mittwoch, 22. Januar: Fallersleben (Montagtour der Biotonne). Donnerstag, 23. Januar: Fallersleben (Dienstagtour der Biotonne). Freitag, 24. Januar: Sülfeld. Montag, 27. Januar: Reislingen Dorf (mit Neubaugebiet) und Reislingen Südwest (ohne Reislingen West und Windberg ). Dienstag, 28. Januar: Vorsfelde. Mittwoch, 29. Januar: Barnstorf, Hehlingen, Waldhof. Donnerstag, 30. Januar: Hattorf, Heiligendorf, Neindorf. Freitag, 31. Januar: Nordsteimke. Montag, 03. Februar: Westhagen, Detmerode.


Die Wolfsburg 

Über 700 Jahre Burg- und Schlossgeschichte

  • Die erste Nennung der Wolfsburg in einer Urkunde („Acta in wluesborch“) war am 17. Juni 1302. Herzog Friedrich von Braunschweig (1374–1400) belehnt die Herren von Bartensleben erblich mit dem Werder „to der wuluesborch“ (= Vorsfelder Werder) einschließlich der Stadt Vorsfelde.
  • Rund einhundertdreizig Jahre später, im Jahre 1434, lassen die Burgherren im Bereich der Vorburg die Kapelle St. Marien bauen, aus der sich später die Marien-Kirche entwickelt. Sie gehört heute, wie die Burgkapelle, zum Pfarrbezirk Hesslingen.
  • 1559 stellt Erzbischof Siegmund von Magdeburg den Bartensleben einen Lehensbrief für „das Schloss oder burgk, die wulffesburgk genannt“ aus. Dabei werden auch Rechte und Besitzungen in Hesslingen und Hehlingen erwähnt. Beide Dörfer bildeten mit dem Schloss und Gutsbezirk das „Wolfsburger Ländchen“.
  • Über einen Zeitraum von 48 Jahren (1574 – 1622) wird die Burg zu einem repräsentativen Renaissanceschloss umgebaut. Nord-, Ost- und Südflügel stammen aus dieser Zeit.
  • Im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) nimmt das Schloss durch zahlreiche Belagerungen und Eroberungen großen Schaden.
  • Im Jahre 1680 fällt die Landesherrschaft über Schloss Wolfsburg an die Kurfürsten von Brandenburg (seit 1701 Könige von Preußen).
  • In der Barockzeit (1719 – 1742) erlebt die Wolfsburg eine kulturelle Blüte. Unter Gebhardt Werner von Bartensleben, dem letzten männlichen Vertreter seines Geschlechtes, werden Barockgarten, Stall- und Remisengebäude sowie zahlreiche Häuser der Gutssiedlung neu geschaffen.
  • Erbtochter Anna Adelheit Catharina, verheiratet mit Adolph Friedrich von der Schulenburg-Beetzendorf, ist die einzige Frau, die selbstständig von 1742 – 1756 auf Wolfsburg herrscht.
  • In den Jahren 1838/1840 – 1842 gehen die Bautätigkeiten am der Wolfsburg weiter. Graf Carl Friedrich Gebhard von der Schulenburg lässt den Westflügel errichten.
  • Die gleichzeitige Gründung des VW-Werkes und die der Stadt des K.d.F.-Wagens bei Fallersleben 1938 zwingen Graf Günther von der Schulenburg, seinen Familienbesitz zu veräußern. 1943 bis 1947 ist die Stadt des K.d.F.-Wagens bei Fallersleben, von 1947 bis 1961 das Land Hannover Besitzer des Schlosses.
  • Im Jahre 1961 erwirbt die Stadt Wolfsburg das Schloss vom Bundesland Niedersachsen zurück und beginnt mit der Renovierung der Anlage. Das Gebäude wird seit dieser Zeit für repräsentative und kulturelle Zwecke genutzt.
  • Im Jahre 2002 feierte die Stadt Wolfsburg den 700. Jahrestag ihrer Namensgeberin.
  • Heute beherbergt das Schloss Wolfsburg in seinem Mauern die Städtische Galerie, das Stadtmuseum im M2K, den Kunstverein Wolfsburg e.V. und das Institut Heidersberger. Die Repräsentationsetage im 1. Obergeschoss des Ostflügels, mit Gartensaal, Gerichtslaube und Kaminzimmer, ist die "gute Stube" der Wolfsburg und dient der Stadt für zahlreiche repräsentative Anlässe und Veranstaltungen. Hier können sich auch Heiratswillige ihr Jawort geben.
  • Barockgarten und die Parkanlagen rund um das Schloss mit uraltem Baumbestand und moderner Kunst laden zu Spaziergängen und zum Erholen ein. Um das leiblich Wohl der vielen Schlossbesucher*innen kümmert sich die Gastronomie in den Schlossremisen.

Wilhelm Marschners Diaschau 

Stadtmuseum zeigt historische Wolfsburg-Farbfotos 

In die Jahre des stürmischen Stadtaufbaus blickt das Stadtmuseum im M2K mit seiner neues Sonderausstellung zurück: "Diaschau. Wilhelm Marschners Wolfsburg-Fotos" heißt es dort ab dem 15. November. Das Besondere: Zu sehen sind fast ausschließlich Farbaufnahmen! Dank des begeisterten Hobbyfotografen Wilhelm Marschner ist das Wolfsburg der Fünfziger und Sechziger Jahre nicht länger schwarzweiß!

Kulturdezernent Dennis Weilmann: "Die Ausstellung ist eine "Diaschau" zum Erinnern und Schmunzeln, zum Staunen und zum Vergleichen mit Wolfsburger Fotomotiven von heute."

Ob Rummel am Kulturzentrum oder Neonwerbung in der nächtlichen Porschestraße, ob Baugeschehen in den neuen Stadtteilen oder Momentaufnahmen im Straßenleben: Wilhelm Marschner hatte seine Kamera stets dabei. So entstanden Farbdias in großer Zahl, von denen eine Auswahl von über 70 Motiven nun zum ersten Mal im Stadtmuseum gezeigt wird. Die großformatig präsentierten Farbbilder bringen Stadtgeschichte und Zeitgeist so nah wie nie.
Der gebürtige Lausitzer Wilhelm Marschner (1907-1984) kam 1951 nach Wolfsburg und war 24 Jahre lang ein geachteter und beliebter Lehrer an der Eichendorffschule. Die große Leidenschaft des naturbegeisterten und kunstsinnigen Pädagogen gehörte der Fotografie. Zu Fuß oder auf dem Fahrrad durchstreifte er in der Freizeit die Stadt und ihre Umgebung, nie ohne seine Leica oder Rollei.

Dabei war Marschner weit mehr als ein Chronist. Mit sicherem Blick und großem fotografischen Können gelangen ihm nicht nur außergewöhnliche Bilder vom Wandel des Stadtbildes sondern auch von kleinen Kuriositäten im Alltag, von Farbspielen und Lichtstimmungen.
Mit Musik aus den sechziger Jahren von Christian Mädler wird die Ausstellung am Donnerstag, 14. November, um 19 Uhr im Gartensaal von Schloss Wolfsburg und wird bis 19. April 2020 gezeigt. Eintritt frei!

Begleitend zur Sonderausstellung hat der Verein der Freunde und Förderer eine Postkartenedition mit 21 Motiven des Wolfsburger Hobbyfotografen herausgegeben. Ob beim Anblick der weihnachtlich erleuchteten Porschestraße oder der Zebrastreifen-Kosmetik vor dem WKS-Kaufhaus: Die Aufnahmen  entführen den Betrachter in das Wolfsburg der Wirtschaftswunderjahre, des Stadtaufbaus und der Käferzeit. Das Postkartenbuch ist zum Preis von 5 Euro im Stadtmuseum Schloss Wolfsburg und der KulturInfo erhältlich und ist das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Wolfsburg-Fans. Der Reinerlös kommt der Arbeit des Stadtmuseums im M2K zu Gute.

Das Stadtmuseum am Schloss Wolfsburg hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die KulturInfo im Alvar-Aalto Kulturhaus, Porschestraße 51, ist Dienstag und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr, Mittwoch und Samstag von 10 bis 14 Uhr erreichbar.


Wir suchen ERZIEHER*INNEN!

Unsere pädagogischen Fachkräfte sind Schatzhüter, Trostspender, Schlechte-Laune-Räuber und vieles mehr. Weil der Erzieher*in-Beruf ein sehr vielfältiger ist, der nicht nur starke Nerven und Kreativität erfordert, bietet die Stadt euch attraktive Arbeitsplätze mit optimalen Bedingungen. 

Informiert euch auf einen Blick über unser Stellenangebot und über die Stadt Wolfsburg unter wolfsburg.de/kita-fachkraefte.


Hunde müssen an die Leine: Regelungen in Wäldern und Gehölzen beginnen ab Dezember

Ordnungsamt informiert Hundehalter: Nach der Verordnung über die öffentliche Sicherheit der Stadt Wolfsburg muss jeder Hund in der Zeit vom 1. Dezember bis zum 31. März des folgenden Jahres (Schutz der Einstände des Wildes und sonstigen frei lebenden Tiere vor Beunruhigungen) in den Wäldern und Gehölzen (Baumgruppen und Hecken) sowie zusätzlich in einem jeweils 50 m breiten Schutzstreifen um die Waldgebiete, Gehölze und beiderseits von Hecken und Gewässern in den Gemarkungen in Wolfsburg an der Leine geführt werden, damit er nicht streunt oder wildert. Ausnahmen hiervon gelten nur für Hunde, die zur regelmäßigen Jagdausübung oder von der Polizei als Diensthunde eingesetzt werden.

Die Pflicht zum Anleinen der Hunde setzt sich nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung vom 1. April bis zum 15. Juli in der freien Landschaft fort. Zur freien Landschaft zählen Wälder und die übrigen Flächen der freien Landschaft, auch wenn diese innerhalb von bebauten Ortsteile liegen, ebenso die dazugehörigen Wege und Gewässer wie zum Beispiel die Bereich um den Schillerteich, Detmeroder Teich (bis auf den dort eigens für Hunde eingerichteten Hundefreilauf), Neuen Teich, Krummen Teich und Kleinen Schillerteich.

Ganzjährig gilt die Leinenpflicht für Hunde im Wendschotter Drömling, Barnbruch und Ilkerbruch. Ebenso gilt die Leinenpflicht im Allerpark Wolfsburg (bis auf den eigens für Hunde eingerichteten Hundefreilauf am östlichen Ufer des Allersees). In der Porschestraße, dem Sarah-Frenkel-Platz und auf dem Willi-Brandt-Platz sind Hunde generell an der Leine zu führen. Die Anleinpflicht gilt außerdem bei Umzügen, Veranstaltungen, Festen und nach Eintritt der Dunkelheit.

Weitergehende andere Vorschriften, z. B. Naturschutzgesetze, bleiben von den genannten Regelungen unberührt. Zuwiderhandlungen gegen die Leinenpflicht stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden können.


CONFRONTIER. Mauern 1989 – 2019 

Hoffmann-von-Fallersleben-Museum zeigt Fotografien von Kai Wiedenhöfer

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K erinnert mit seiner neuen Sonderausstellung einerseits an den Mauerfall vor 30 Jahren und richtet andererseits den Blick bis in die Gegenwart: "Die Mauer muss weg!", das forderten die demonstrierenden DDR-Bürger im Herbst ’89. Heute, 30 Jahre später, sichern rund 65 Staaten ihre Grenzen mittels Sperrwälle. Die Hälfte dieser Absperrungen entstand im noch jungen 21. Jahrhundert. Diese Entwicklung dokumentiert die neue Sonderausstellung mit großformatigen Fotografien Kai Wiedenhöfers im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K.

Kulturdezernent Dennis Weilmann: "Dass diese Fotografien von Kai Wiedenhöfer im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum gezeigt werden, unterstreicht die Ausrichtung des Hauses als Literatur- und Geschichtsmuseum und zugleich als Ort der kulturellen und politischen Bildung, wo die Themen unserer Zeit angesprochen werden."

Der Fall der Berliner Mauer wurde das prägendste politische Ereignis für den Fotografen, das er als Zeitzeuge erlebte. Mit seiner Kamera hält er seither weltweit Grenzanlagen fest, ob an der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea, zwischen den USA und Mexiko oder an den europäischen Außengrenzen wie im spanischen Ceuta und Melilla an der nordafrikanischen Küste. Der für seine Arbeiten vielfach, unter anderem mit dem World Press Photo Award, ausgezeichnete Kai Wiedenhöfer möchte mit diesem Motiv zeigen, dass diese Barrieren keine Lösung für die politischen und wirtschaftlichen Probleme von heute bieten: "Hinter Grenzmauern gedeihen Feindbilder und Klischees ohne Bezug zur Realität. Wenn jede Kommunikation abbricht, wird die Lösung von Konflikten unmöglich. Ich möchte den Konflikt aufzeigen, der Grenzen innewohnt." So erklärt sich auch der Titel "CONFRONTIER" als Mischung aus den Wörtern confrontation/Konfrontation und frontier/Grenze.

Die Berliner Mauer war das Symbol des Kalten Krieges, der Trennung Deutschlands, Europas und der Welt in die ideologischen Machtblöcke Ost und West. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 jubelten und feierten Tausende von "hüben und drüben" und gingen als "Mauerspechte" daran, die betonierte Grenze zu schleifen. Dieses Ereignis, die Friedliche Revolution in der DDR sowie die Politik von "Glasnost" und "Perestroika" in der Sowjetunion bildeten die Voraussetzungen für die Erfüllung des Traums Hoffmanns von Fallersleben von "Einigkeit und Recht und Freiheit" für uns Deutsche und gingen einher mit der Vertiefung der europäischen Einigung, die heute ein (fast) grenzenloses Reisen innerhalb Europas ermöglicht.

Die Ausstellung wird bis 1. März 2020 gezeigt. Der Eintritt ist frei.