Smart City Wolfsburg

Wolfsburg wird Smart-City-Modellstadt

Mit innovativen Ideen hat sich die Stadt Wolfsburg für das Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung“ der Bundesregierung beworben und überzeugt und erhält durch das Förderprogramm zusätzliche finanzielle Mittel für die Weiterentwicklung zur Smart City Wolfsburg. Ziel ist es, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Dabei stehen Projekte im Mittelpunkt, die durch den Einsatz digitaler Technologien insbesondere Mehrwerte für die Bürger*innen schaffen.

Die Grundlage für die städtische Digitalisierung hat die Stadt Wolfsburg bereits 2016 mit der Initiative #WolfsburgDigital gelegt und geht mit dem Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ nun den nächsten großen Schritt auf dem Weg zur digitalen Stadt. 

Als Modellprojekt trägt Wolfsburg dabei eine große Verantwortung, denn als geförderte Kommune stellt Wolfsburg ein Lernbeispiel für bundesweit viele weitere Städte dar, die sich am Wolfsburger Smart-City-Ansatz orientieren werden.

Für die Projektleitung ist das Referat Digitalisierung und Wirtschaft verantwortlich. Die Strategieentwicklung liegt im Zuständigkeitsbereich des Referats Strategische Planung und Stadtentwicklung. Beide Referate arbeiten Hand in Hand daran den Grundstein für die zukünftige Smart City Wolfsburg zu legen.

Aktuell befindet sich die Stadt Wolfsburg in der ersten Phase des Projekts. Ziel dieser Phase ist die Erarbeitung einer gesamtstädtischen und ganzheitlichen Smart-City-Strategie. Diese bildet die Grundlage für die smarte Stadtentwicklung der nächsten Jahre. Zusätzlich werden erste konkrete Projekte geplant und angegangen.
In der zweiten Phase, die Ende 2021 startet, wird mit der Umsetzung der erarbeiteten Strategie begonnen. 

In der Vorbereitung des Modellprojekts lag der Fokus der Stadt Wolfsburg auf den drei Handlungsfeldern Mobilität, Daten und Partizipation – mit denen sich die Stadt auch beworben hat. In diesen Feldern wird aktuell auch an ersten konkreten Projekten im Rahmen des Förderprogramms gearbeitet. Das Modellprojekt beschränkt sich aber nicht auf diese drei Handlungsfelder, sondern bezieht alle Themenfelder der Stadtentwicklung und Digitalisierung in die Strategiephase ein, sodass aktuell zehn Handlungsfelder Teil der Smart City Wolfsburg sind.

Die Smart City Wolfsburg behandelt 10 Handlungsfelder

Mit der Strategie soll für Wolfsburg ein strategischer Handlungsrahmen für die Smart City Wolfsburg erarbeitet werden. Unter Berücksichtigung aller Themenfelder der Stadtentwicklung und Digitalisierung gilt es strategische Ziele, Prioritäten und Projekte festzulegen.  Die Erarbeitung der Strategie ist eine fachübergreifende Gemeinschaftsaufgabe und wird daher in einem partizipativen Prozess entwickelt. Es werden die relevanten Akteure und Expert*innen im gesamten Konzern Stadt sowie Politik und Öffentlichkeit eingebunden.

In Abstimmung mit den Beteiligten arbeitet das Referat Digitalisierung und Wirtschaft der Stadt federführend an ersten konkreten Projekten im Rahmen der Smart-City-Förderung. Die Erkenntnisse und Erfahrungen, die während der Projektplanung und –umsetzung gemacht werden, fließen in die Strategie mit ein.

Die Projekte und deren Planung liefern wichtige Erkenntnisse über die Umsetzung zukünftiger Projekte in der Smart City. In der Smart City-Strategie werden die gewonnen Erkenntnisse berücksichtigt und helfen dabei, kommende Projekte effizient und zielgerichtet umzusetzen.
Die Projekte, die aktuell im Rahmen des Förderprogramms erarbeitet werden, haben Modellcharakter. Die Stadt geht mit den Projekten neue Wege und lernt dabei selbst. Klar ist: Bei diesem Lernprozess wird es viele Veränderungen geben. Nicht alle Projekte können umgesetzt werden und viele Projekte werden erst im Laufe des Förderprogramms entstehen. Daher sind nachfolgend nur einige der vielen geplanten Projekte aufgeführt: 
IoT-Technologie (Internet of Things; Internet der Dinge) ermöglicht die autonome Kommunikation zwischen Gegenständen, z.B. zwischen Ampel und Auto. Autos die Car2x nutzen, können mit einer entsprechend ausgestatteten Ampel kommunizieren und die Fahrer*innen bekommen z.B. in ihrem Auto angezeigt, wie lange die Ampel noch rot ist.
Wolfsburg entwickelt eine digitale Beteiligungsplattform als Ergänzung zu wolfsburg.de. Die Seite dient zukünftig als digitale Anlaufstelle für interessierte Wolfsburger*innen, mit Angeboten der BürgermitWirkung, für das Ehrenamt sowie für weitere Themenfelder. Der Schwerpunkt liegt auf einer gebündelten und bürgerorientierten Bereitstellung von Informationen in Kombination mit Dialog- und Interaktionsmöglichkeiten, die durchgehend zur Verfügung stehen. Die Seite wird nach Veröffentlichung stets weiterentwickelt und für die Bedürfnisse der Stadtgesellschaft weiter optimiert und ergänzt.

Wolfsburg entwickelt eine App, mit der Bürger*innen viele Dienste gebündelt nutzen können. Mit dem Ziel den Menschen, die in Wolfsburg wohnen oder Wolfsburg besuchen, in allen Bereichen des urbanen Lebens täglich Zeit zu sparen und das Leben zu erleichtern, wird die App kontinuierlich weiterentwickelt. Stadtbezogene Dienste zur öffentlichen Daseinsvorsorge, zu Mobilität, ÖPNV oder Freizeitgestaltung sollen nach dem Prinzip Once-Only und One-Stop (einmaliges Anmelden und Nutzung aller Dienste innerhalb einer einzigen App) bereitgestellt werden.

Gemeinsam mit vielen weiteren Akteur*innen wird eine offene Datenplattform aufgebaut, auf der Verwaltung, Wirtschaft und andere Organisationen ausgewählte Daten zur Verfügung stellen und öffentlich zugänglich machen, sodass alle von den Datensätzen profitieren können. Wichtig: Es werden dort keine personenbezogenen Daten gespeichert.


Bis einschließlich 01. März 2021 läuft die Umfrage zur Smart City Wolfsburg. Teilgenommen werden kann unter wolfsburg.de/dubistgefragt

Im Juni 2021 startet die neue Plattform der Stadt zur Bürger*innenbeteiligung.

Weitere Beteiligungsformate zur Smart City geben wir rechtzeitig über unsere Kanäle bekannt.