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Denkmalschutz trifft modernes Wohnen

Zukunftsgerichteter Bebauungsplan für den Steimker Berg

Wolfsburgs ältester Stadtteil – der Steimker Berg – soll nun mit der Zeit gehen und einen überarbeiteten Bebauungsplan bekommen. Neue Regelungen unter anderem für Wohnraumerweiterungen, Renovierungen, Stellplätze, Grünflächen und Photovoltaik.

Altes Foto vom Steimker Berg
Aktuelles Foto vom Steimker Berg

Seit 1990 gab es keine Änderungen mehr am Bebauungsplan. Jetzt startet der Satzungsbeschluss für die erste Änderung in die politische Beratung. Beginnend am Dienstag, 13. Februar, im Ortsrat Stadtmitte trifft der Rat der Stadt voraussichtlich am 13. März die finale Entscheidung. Die nun vorgeschlagenen Änderungen sollen sowohl den Denkmalschutz sicherstellen als auch eine moderne, zeitgemäße Nutzung des Viertels ermöglichen.

Der Änderung des Bebauungsplanes ist seit 2010 eine umfangreiche frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit vorausgegangen. Einen wesentlicher Bestandteil des Bebauungsplan-Entwurfes resultiert aus Wünsche und Anregungen der Bewohner*innen.

Folgende Punkte sollen neu geregelt werden:

Wohnraumerweiterung und Renovierung

 Ein zentrales Thema ist die Möglichkeit zur Wohnraumerweiterung bei Doppel- und Reihenhäusern. Die denkmalgeschützten Wohngebäude am Steimker Berg sind nach modernen Ansprüchen an den Wohnkomfort recht beengt. Der bestehende Bebauungsplan regelte das bisher uneinheitlich. In diesem Zuge wurden allen Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau Balkone beziehungsweise Terrassen zugeordnet. Für die einheitliche Gestaltung ist Hand in Hand mit der Denkmalschutzbehörde eine Gestaltungsfibel erstellt worden. In ihr sind geschützte gestalterische Elemente und Bauteile der Gebäude betrachtet und der denkmalfachlich richtige Umgang mit ihnen erläutert. Die Gestaltungsfibel ist nicht Teil der Satzung, sondern eine Arbeitshilfe für eine denkmalrechtliche Genehmigung, die im Falle von Sanierungsarbeiten oder Änderungen am Gebäude notwendig ist.

Wohnen, Hotel und hotelähnliche Nutzung

 Der Steimker Berg wird als reines Wohngebiet ausgewiesen. Um den Markplatz als Quartierszentrum mit Handel und kleingewerblichen Nutzungen zu stärken, wird dieser Bereich als „allgemeines Wohngebiet“ ausgewiesen. Dies hat auch Auswirkungen auf das sogenannte Boarding: Diese Kurzzeitvermietungen hatten sich im Quartier stark verbreitet und sorgten für Unruhe. Der künftige Bebauungsplan wird hierzu klare Regeln aufstellen, die solche hotelähnlichen Nutzungen neben dem Parkhotel auch rund um den Marktplatz erlauben. Im Gegenzug dazu wird Boarding im restlichen Wohngebiet nicht mehr ermöglicht. Eine Erweiterung bekommt auch das seit Ursprungstagen am Ort existierende Hotel. Ein Erweiterungsbau gibt dem Hotel künftig Möglichkeiten für zeitgemäße Zimmer und eine maßvolle Kapazitätserweiterung.

Stellplätze, Grünflächen, Photovoltaik

Darüber hinaus wurden noch in größerem Umfang Stellplätze auf den einzelnen Grundstücken zugelassen, Nebenanlagen neu geregelt sowie Festsetzungen zu Grünflächen den Gegebenheiten angepasst. Die ursprünglich im Bebauungsplan vorgesehene Regelung zu Photovoltaikanlagen ist hingegen wieder entfallen. Durch eine Änderung im Denkmalschutzgesetz und die fortschreitende technische Entwicklung - auch in Hinblick auf das Erscheinungsbild von Solaranlagen - sind künftig Genehmigungen sehr viel individueller zu erteilen, als dass der langfristig verbindliche Bebauungsplan regeln kann.

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