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Was kostet es eigentlich?

Kinderbetreuung in Krippe, Kindergarten und Kindertagespflege in Wolfsburg

Die Anpassung der Kostenbeiträge ab dem 1. August 2023 führte zu vielen Fragen und Verunsicherung bei Eltern in Wolfsburg. Doch die Stadt Wolfsburg setzt sich auch nach der Anpassung der Kostenbeiträge weiterhin für die Unterstützung von Familien ein und bietet verschiedene Möglichkeiten der Entlastung bei den Kinderbetreuungskosten an. Eltern haben in allen Betreuungsformen die Möglichkeit auf eine kostenfreie oder ermäßigte Betreuung entsprechend ihrer finanziellen Situation.

Rechenbeispiel Kinderbetreuungsbeiträge
Textbeitrag Ermäßigungsbeispiel
Rechenbeispiel Kinderbetreuungsbeiträge
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Was kostet für Eltern monatlich die Kinderbetreuung?

Ein Elternbeitrag ist für die Förderung, Bildung und Betreuung des Kindes je nach Betreuungsform (Krippe/Kindertagespflege, Kindergarten) und Dauer (halbtags, dreivierteltags, ganztags) zu bezahlen. Wenn besondere Dienste wie Früh-/Spätbetreuung (Sonderdienste), Randstundenbetreuung und Frühstücks-/Pausen- und Mittagsverpflegung hinzukommen, fallen dafür gesonderte Beiträge an.

Zunächst einmal gilt die Beitragsfreiheit für alle Kinder über drei Jahren bei einer Betreuung von maximal acht Stunden täglich. Es fällt lediglich ein Beitrag für die Inanspruchnahme von Essen und für die Früh-/Spätbetreuung (Randstundenbetreuung) über acht Stunden täglich an.

  • Beispielrechnung:

    Angenommen, Familie Müller hat zwei Kinder in der städtischen Kindertagesstätte, Lisa (vier Jahre alt) und Max (zwei Jahre alt), die jeweils ganztags von 8 bis 16 Uhr betreut werden. Beide nehmen die Mittagsverpflegung in Anspruch und einen Frühdienst von 7:30 bis 8 Uhr. Die Familie stellt keinen Antrag auf Ermäßigung und reicht keine entsprechenden Belege ein.

    Dann entstehen folgende monatliche Kosten:

    für Lisa, Kindergarten:

    Beitragsfreie Betreuung ganztags (8 bis 16 Uhr):  0,00 Euro
    Beitrag für die Mittagsverpflegung: 80,00 Euro
    Frühdienst (7:30 bis 8 Uhr): 21,00 Euro

    = 101,00 Euro pro Monat



    für Max, Krippe:

    Regelbeitrag für die Betreuung ganztags (8 bis 16 Uhr): 
    496,00 Euro
    Beitrag für die Mittagsverpflegung:
    80,00 Euro
    Frühdienst (7:30 bis 8 Uhr):
    21,00 Euro
      = 597,00 Euro pro Monat


    Insgesamt würde Familie Müller monatlich 698,00 Euro für die Betreuung von Lisa und Max in der städtischen Kindertagesstätte zahlen müssen, ohne Angaben zu ihrem Einkommen machen zu müssen.

    Nun hat die Familie aber nur ein gemeinsames jährliches Haushaltseinkommen in Höhe von 45.000 Euro netto und somit Schwierigkeiten, die Kinderbetreuung zu finanzieren.

  • Was kann die Familien tun, um die finanziellen Herausforderungen zu minimieren?

    Wenn Familien ein Einkommen von unter 100.000 Euro netto im Jahr haben, ist eine Ermäßigung des Beitrags entsprechend ihrer tatsächlichen Einkommenssituation möglich. Auch kann der Beitrag in voller Höhe erlassen werden, wenn Familien eine bestimmte Sozialleistung wie Bürgergeld, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag bekommen.

    Dafür ist es nur notwendig, den Antrag auf Ermäßigung/Erlass des Kostenbeitrags (erhältlich in der Kindertagesstätte oder für die Kindertagespflege im Geschäftsbereich Jugend) rechtzeitig beim Geschäftsbereich samt Einkommensnachweise einzureichen.

    Eine Ermäßigung/ein Erlass des Beitrags bedeutet, dass Eltern für die Betreuungskosten, das Frühstück und für die Früh- und Spätbetreuung weniger oder nichts bezahlen müssen.

    Das Mittagessen ist nicht dabei. Damit dieses erlassen werden kann, ist ein Verpflegungsgutschein (Bildungskarte) von einem Sozialleistungsträger (Jobcenter, Wohngeldstelle usw.) von vorzulegen.

  • Beispielrechnung:

    Angenommen Familie Müller stellt für beide Kinder einen Antrag auf Ermäßigung/Erlass des Kostenbeitrags und weist durch Gehaltsabrechnungen nach, dass sie ein Haushaltseinkommen von 45.000 netto im Jahr zur Verfügung hat.

    Dann verändern sich die monatlichen Kosten wie folgt:

    für Lisa, Kindergarten:

    Beitragsfreie Betreuung ganztags (8 bis 16 Uhr):
    0,00 Euro 
    Beitrag für die Mittagsverpflegung:
    80,00 Euro
    Ermäßigung Frühdienst (7:30 bis 8 Uhr):
    14,00 Euro
      = 94,00 Euro pro Monat


    für Max, Krippe:

    Ermäßigung für die Betreuung ganztags (8 bis 16 Uhr):
    261,00 Euro
    Beitrag für die Mittagsverpflegung:
    80,00 Euro
    Ermäßigung Frühdienst (7:30 bis 8 Uhr): 14,00 Euro
      = 355,00 Euro pro Monat

    Insgesamt würde Familie Müller bei Einreichung der Anträge pro Kind und dem Nachweis ihres Einkommens monatlich 449,00 Euro für die Betreuung von Lisa und Max in der städtischen Kindertagesstätte zahlen müssen, also 249 € weniger im Monat.

    Würde Familie Müller beispielsweise noch eine Sozialleistung wie Bürgergeld, Wohngeld, Asylleistungen oder Kinderzuschlag nach Bundeskindergeld erhalten, so wäre ein Erlass aller Beiträge möglich, sodass die Familie die Kinderbetreuung kostenlos in Anspruch nehmen könnte.

    „Wenn sich die finanzielle Situation einer Familie ändert oder neue Umstände eintreten, ist es wichtig, dass diese dem Geschäftsbereich Jugend umgehend mitgeteilt werden“, betont Katharina Varga, Leitung des Geschäftsbereichs Jugend. „Dadurch können wir sicherstellen, dass Familien die bestmögliche Unterstützung erhalten und ihre Kinder die Betreuung erhalten, die sie benötigen.“

    „Wir möchten sicherstellen, dass alle Familien in Wolfsburg Zugang zu unseren frühkindlichen Bildungseinrichtungen haben, unabhängig von ihrer finanziellen Situation“, erklärt Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales der Stadt Wolfsburg. „Deshalb bieten wir die Ermäßigung oder sogar den Erlass der Betreuungskosten an, um Familien zu unterstützen und den Kindern den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Es ist allerdings ein Antrag auf Ermäßigung beziehungsweise Erlass notwendig, zu dem ich Sie ermutigen will. Den Antrag erhalten Sie bei Ihrer Kindertagesstätte. Stellen Sie Ihren Antrag und lassen Sie ihren Beitrag entsprechend Ihrer finanziellen Situation berechnen.“

    Dieses Verfahren gilt gleichermaßen für alle Betreuungsplätze in Wolfsburg, egal bei welchem Träger und ob in Kindertagesstätten oder der Kindertagespflege.

  • Ein kleiner Tipp noch:

    Gezahlte Elternbeiträge lassen sich im Rahmen der Einkommenssteuerklärung absetzen, so dass diese sich mindernd auf die steuerliche Belastung der Familie auswirken.

    Für persönliche Beratung und Unterstützung steht der Geschäftsreich Jugend der Stadt Wolfsburg gerne zur Verfügung.

    Stadt Wolfsburg – Geschäftsbereich Jugend
    Service Büro, Erdgeschoss, Zimmer 3
    Pestalozziallee 1a
    38440 Wolfsburg

    Telefon: 05361/28 2824
    E-Mail: elternbeitragsberechnung@stadt.wolfsburg.de

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