Mörse

Früher Rittergut, heute Heimat vieler Familien

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Baum, Häuser und Straße


Das ehemalige Rittergut Mörse beheimatet heute rund 3.800 Einwohner*innen

Viele Einwohner*innen gewann Mörse ab dem Jahr 2005 durch die Realisierung des Baugebiets "Kerksiek" dazu. Es gehört zu den größten Einfamilienhaus-Baugebieten in Norddeutschland.

Direkt an der A 39 gelegen verfügt der Ortsteil über eine gute Infrastruktur. Ein Supermarkt, zwei Kitas inklusive Krippe und eine Grundschule sind vor Ort. Drei Seniorentreffs und sechs Spielplätze bieten Freizeitmöglichkeiten für Alt und Jung. Durch die Nähe zum Waldgebiet Hohenstedter Holz, der Mühlenriede und dem ortseigenen Gutspark bietet Mörse auch Naherholungsgebiete.

Ortsbürgermeister Peter Kassel
Stellvertretender Ortsbürgermeister Frank Hocke
Weitere Informationen zum Ortsrat    Ortsrat Ehmen/Mörse

Die erste urkundliche Erwähnung von Mörse fällt in das Jahr 1302 und nennt als Zeugen in einem Rechtsakt Ritter Burkhard von Mörse. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Ort die Herrschaft und kam 1428 zu den Lüneburger Welfen. Ab 1576 wurde Mörse vom Amt Fallersleben verwaltet, seit 1885 gehörte das Dorf zum Kreis Gifhorn, 1972 wurde es von Wolfsburg eingemeindet.

Mörse lag an der Kreuzung von zwei Handelsstraßen, auf denen Kaufleute Bier, Salz, Fische, Kupfer und Silber transportierten, dadurch kam der Ort zu einigem Wohlstand. Er hatte im 15. Jahrhundert 200 Einwohner, die im Jahr 1475 die zweihundert Jahre alte St. Petri-Kirche renovierten.

Die Herrschaftsverhältnisse verkomplizierten sich in den folgenden Jahrhunderten: Familien wie die von Bartensleben, von Hagen, von Mahrenholz hatten hier Grund und Boden; ihnen waren die Bauern abgabenpflichtig. Im Jahr 1639 erwarben die Herren von der Wense das Gut Mörse, sie prägten die weitere Geschichte des Ortes, für den sie sich stark engagierten. 1721 errichteten sie ein neues Gutshaus, umgeben von einem Park.

Die Flurbereinigung in der Mitte des 19. Jahrhunderts steigerte die Effektivität der Landwirtschaft, und die Dorfbewohner fanden Arbeit in der Ziegelei oder in der nahen Industrie u. a. im Kalibergwerk in Ehmen. Im Jahr 1938 wurden das gesamte Gut an das Volkswagenwerk verkauft, auch Mörse gab Land ab (423 ha) ab. 1957 wurde das Gut abgerissen. Das Volkswagenwerk entwickelte sich zum größten Arbeitgeber. Die steigende Einwohnerzahl führte zum Bau von mehreren Siedlungen, darunter das größte Einfamilien-Baugebiet Niedersachsens Kerksiek mit etwa 750 Wohneinheiten.

Quelle: Dr. Karin Luys, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS)

Das Wappen von MörseDas Wappen bezieht sich auf den Ortsnamen und auf die Ortsgeschichte. Der Name Mörse bedeutet wahrscheinlich "Moor-Siedlung" (Siedlung in einer sumpfigen Niederung). Der Vertreter einer entsprechenden Flora kennzeichnet den Zustand des Ortsgebietes zur Zeit der namengebenden Besiedlung.

Die Farben erinnern an die jahrhundertlange geschichtliche Zugehörigkeit Mörses zu den welfischen Landen. Bevor Mörse 1428 endgültig zum Anteil der lüneburgischen Linie gelangte, hatte es in Bezug auf seine Zugehörigkeit mehrfach zwischen dem braunschweig-wolfenbüttelschen und dem lüneburgischen Anteil gewechselt. Dieser Umstand wird durch den gespaltenen Schildgrund wiedergegeben. Er ist genau in den Feldfarben des braunschweig-lüneburgischen Doppelwappens gehalten, die Rot und Gold (Gelb) waren. (Es enthielt in der vorderen roten Hälfte zwei schreitende herschauende Löwen, in der hinteren einen blauen Löwen, umgeben von roten Herzen). Der Ortsrat Ehmen/Mörse nahm das Mörser Wappen am 12. Mai 1978 einstimmig an.

Heraldische Beschreibung: Rot-gold (gelb) gespalten mit einem wachsenden beblätterten Rohrkolben in gewechselten Farben.

Quelle: Arnold Rabbow: "Wolfsburger Wappenbuch"

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