Neuigkeiten

Wissenswertes aus Politik und Verwaltung

Pressemitteilung vom 20.05.2019

Unterwegs mit dem Stadtbaurat

Öffentlicher Spaziergang am Nordkopf

Zwischen Porschestraße und Autostadt, Hauptbahnhof und Innenstadt bildet der Nordkopf eine wichtige Gelenkstelle in der Planung und Entwicklung der Stadt. Über die Potentiale für künftige Entwicklungen, aber vor allem über die bereits umgesetzten Vorhaben und geschaffenen Qualitäten spricht Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide im Rahmen eines öffentlichen Stadtspaziergangs am Donnerstag, 23. Mai. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Hauptbahnhof.

In der Reihe "Unterwegs mit…" erläutert der Stadtbaurat regelmäßig mit einem Mitglied des Gestaltungsbeirates der Stadt Wolfsburg aktuelle stadtplanerische Themen vor Ort. Begleitet wird er dieses Mal vom Architekten Manuel Scholl aus Zürich, der im Gestaltungsbeirat das Fachgebiet Stadtplanung vertritt. Das Gremium berät mit unabhängigen Fachleuten die Stadt bei Fragen der Architektur und des Stadtbildes.

Nach dem Start am Hauptbahnhof widmet sich der Rundgang der städtebaulichen Einbindung des neu gebauten Gleis 8 für die Züge des Regionalverkehrs. Entgegen der üblichen Wegeführung an Bahnsteigen und Bahnhöfen wurde hier ein direkter Zugang vom und zum öffentlichen Stadtraum geschaffen. Direkte Wegeverbindungen wurden so ermöglicht und eine Zerteilung des Stadtraums vermieden.

Zweite Station ist der Vorplatz des Wolfsburger Nordkopftower. Mit der Fortsetzung der Platanenallee und dem Stäbchenparkett wurden zwischen Heßlinger Straße und Stadtbrücke Gestaltungselemente der zentralen Stadtachse Porschestraße aufgenommen und ein Anschluss in Richtung Designer-Outlet geschaffen.

Abschließend werden am Nordausgang des Hauptbahnhofes die Potentiale und Fragestellungen für künftige Planungen entlang der Nordhoffachse und des Kanals erörtert. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter der E-Mail: forum.architektur@stadt.wolfsburg.de.


Pressemitteilung vom 03.05.2019

Bürgergewinnspiel zum 81. Stadtgründungstag 

Ersten 200 Einsendungen erhalten Freikarten für den Festakt im Juni

Wolfsburg feiert in diesem Jahr seinen 81. Stadtgeburtstag mit einem offiziellen Festakt am Freitag, 28. Juni, im Scharoun Theater Wolfsburg. Auf offizielle Reden folgt dabei ein kleines Bühnenprogramm sowie anschließend ein Austausch im Foyer des Theaters. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Als besonderes Geschenk stellt die Stadt Wolfsburg ein Bürgergewinnspiel auf die Beine, welches es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht am Festakt teilzunehmen. Interessierte könne bis zum 31. Mai ein Foto an mitwirkung@stadt.wolfsburg.de einsenden, das für sie "typisch Wolfsburg" ist. Dabei können mögliche Motive von Sehenswürdigkeiten und Kunst, über Natur und Sport bis hin zu Geschichte und Architektur reichen.

Eingesendet werden muss das Foto in einem der üblichen Formate (.jpg, .png oder .gif) und darf die Größe von 8 MB nicht übersteigen. Außerdem muss mit der Einsendung der vollständige Name, Alter und Adresse angegeben werden. Die ersten 200 Einsendungen erhalten je zwei Eintrittskarten für den offiziellen Festakt. Die Gewinner werden ebenfalls per E-Mail über die Abholung ihrer Karten benachrichtigt.

Die schönsten Fotos werden in Form einer Diashow im Theater zu sehen sein und außerdem über die städtischen Social Media Kanäle sowie die Homepage wolfsburg.de veröffentlicht.

Teilnahmebedingungen:

  • Mit der digitalen Einsendung Ihres Fotos stimmen Sie den Teilnahmebedingungen zu.
  • Das Foto darf sich auf keine Inhalte beziehen, die Ziele, Handlungen oder Wertvorstellungen verkörpern, die den Grundsätzen der Verfassung zuwiderlaufen.
  • Das Foto darf keine diskriminierenden, herabsetzenden oder anstößigen Inhalte besitzen.
  • Es wird nur ein Foto pro Person berücksichtigt.
  • Es dürfen nur Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Wolfsburg teilnehmen.
  • Eine Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich.
  • Die Einsenderin, der Einsender bestätigt mit der Einreichung des Fotos, dass die Bildrechte ausschließlich bei ihr/ihm liegen, dass also auch kein Dritter Rechte an dem eingereichten Bild geltend machen kann und versichert, dass ggf. auf dem Foto sichtbare Personen mit einer Veröffentlichung einverstanden sind.
  • Die ersten 200 Einsendungen erhalten jeweils zwei Eintrittskarten für die Veranstaltung am 28. Juni 2019 anlässlich des 81. Stadtgeburtstages der Stadt Wolfsburg.
  • Die Teilnahme ist kostenfrei.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Erhalt der Eintrittskarten oder Veröffentlichung des eingesendeten Fotos.
  • Die Stadt Wolfsburg behält sich vor, eine Auswahl von Fotos für die Diashow zu treffen.
  • Die gezeigten Fotos werden anonym veröffentlicht.

Nutzungsrecht:

Die Stadt Wolfsburg erhält das Recht, die Fotos zeitlich unbeschränkt und unwiderruflich für die Veranstaltung anlässlich des Stadtgeburtstages zu nutzen, hierfür zu speichern und zu bearbeiten. Dies schließt die Verbreitung auf den Social Media Plattformen des Veranstalters und auf der Internetseite www.wolfsburg.de mit ein.


Pressemitteilung vom 28.03.2019

Haushalt mit Volumen von 522 Millionen Euro verabschiedet 

Trotz reduzierter Einnahmen gibt es wichtige Investitionen in die Zukunft der Stadt

Mit einem Volumen von rund 522 Millionen Euro wurde am Donnerstagabend, 28. März, der Haushalt der Stadt Wolfsburg für das Jahr 2019 im Rat der Stadt mehrheitlich beschlossen. In der Beratungsphase waren insgesamt 32 Ortsrats- und 32 Fraktionsanträge eingebracht worden. Einschließlich weiterer Veränderungen durch Vorschläge der Verwaltung weist der Haushalt 2019 einen Fehlbedarf in Höhe von 47,9 Millionen Euro aus. Das Defizit wird zum Jahresende 2019 durch die Inanspruchnahme der Überschussrücklage, welche die Stadt in guten Jahren gebildet hat, fiktiv ausgeglichen.

Gegenüber der mittelfristigen Finanzplanung aus dem beschlossenen Haushalt 2018 erhöht sich der Fehlbedarf 2019 um 1,8 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund wird die Stadtverwaltung einen Modernisierungs- und Haushaltsoptimierungsprozesses mit externer Unterstützung der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) einleiten. Darüber wurde heute ebenfalls in der Ratssitzung entschieden.

Auf den Fehlbedarf wirken sich die bereits zum Verwaltungsentwurf 2019 eingeplanten Mehraufwendungen aufgrund weiterer Aufgaben wie beispielsweise die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes im Sozialbereich und sicherheitsrelevante Themen, wie die Vorhaltungen für Brandschutz und technische Hilfeleistungen, aus. Auch die höheren Abschreibungen als Folge des immer noch hohen Investitionsvolumens inklusive der abzuarbeitenden Haushaltsreste sowie die steigenden Versorgungsrückstellungen für das Personal belasten den Ergebnishaushalt.

Es werden zusätzliche Haushaltsmittel für das Deckenprogramm Straßen zur Unterhaltung des Infrastrukturvermögens sowie im Bereich Sport für Zuschüsse im Rahmen der Sportförderung bereitgestellt. Die Entgelte für die städtischen Bäder wurden leicht angehoben. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer bleiben auch für 2019 unverändert.

Einmalige ordentliche Mehrerträge in Höhe von 30 Millionen Euro unterstützen den Ergebnishaushalt in 2019. In der mittelfristigen Finanzplanung wird weiterhin mit einem jährlichen Fehlbedarf von rund 30 bis 40 Millionen Euro gerechnet, obwohl bereits pauschale Minderaufwendungen in Höhe von 10 Millionen Euro durch Konsolidierungsmaßnahmen und deutlich höhere Gewerbesteuererträge ab 2020 angenommen werden.

Der Schwerpunkt der Aufwendungen liegt wie in den zurückliegenden Jahren auch in den Bereichen Soziales und Gesundheit mit rund 112,4 Millionen Euro sowie Jugend mit rund 82 Millionen Euro. Den beiden größten Aufwandsblöcken stehen Erträge für Soziales und Jugend in Höhe 84,6 Millionen Euro gegenüber (Bundes- und Landesmittel).

Vor dem Hintergrund des erwarteten Fehlbedarfes wurden die veranschlagten Investitionen weiter reduziert. Der Ansatz liegt nun bei 62,1 Millionen Euro gegenüber 2018 mit 78 Millionen Euro. Trotz verminderter Ausgaben wird, wie in den Vorjahren, weiter in wichtige Projekte und damit in die Zukunft der Stadt investiert. Das betrifft die großen Themen Wohnen und Verkehrsinfrastruktur genauso wie die Erweiterung und den Ausbau von modernen Kindertagesstätten und Schulen sowie die Digitalisierung. Insgesamt werden für Familie und Bildung rund 20,1 Millionen Euro, für Wohnen, Städtebau und Verkehr rund 13 Millionen Euro und für Gesundheit und Sport rund 11,1 Millionen Euro bereitgestellt.


Pressemitteilung vom 21.03.2019

Stadt will Weichen für die Zukunft stellen

Strukturkonzept für langfristige Siedlungsentwicklung bis zum Jahr 2050

Wolfsburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der dynamischsten und wirtschaftsstärksten Städte in Deutschland entwickelt. Damit dieses auch in Zukunft so bleibt, will die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Politik bereits heute wichtige Weichen für die Stadtentwicklung der kommenden Jahrzehnte stellen. Um sich weiterhin als attraktiver Wirtschafts- und Wohnstandort entwickeln zu können, spielt die Verfügbarkeit von Flächen eine zentrale Rolle.

"Auch wenn – wie zu Beginn der Dieselkrise oder jüngst in der Diskussion um den Wandel von Volkswagen – immer wieder einige Menschen es in Frage stellen: Wolfsburg wächst weiter", bekräftigt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. "Noch nie gab es so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Wolfsburg wie aktuell. Mit unserer Wohnungsbauoffensive bedienen wir gerade einmal die aktuelle Nachfrage nach Wohnraum."

In Wolfsburg ist, wie in anderen Städten auch, die Nachfrage nach Gewerbeflächen und Wohnbauland in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Ein Großteil der im aktuell geltenden Flächennutzungsplan beschlossenen Areale ist bereits in Planung oder in der Umsetzung.

Eine Aufgabe von Politik und Verwaltung wird es sein, über die derzeitigen Entwicklungen hinaus dafür Sorge zu tragen, dass sich Wolfsburg auch langfristig im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung strukturiert und selbstbestimmt weiterentwickelt. Damit dies möglich ist, muss die Stadt schon heute künftige Entwicklungspotenziale identifizieren, bei anderen Nutzungsüberlegungen berücksichtigen und zum Teil auch gegenüber weiteren Nutzungsansprüchen sichern.

Eine aktuelle Planung des Regionalverbands Großraum Braunschweig, welche Einfluss auf die mittel- und langfristige Entwicklung der Stadt hat, ist die Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogrammes. In diesem werden regionalplanerische Festlegungen, beispielsweise für Freiraum, Landwirtschaft, Erholung, Rohstoffgewinnung, Hochwasser- und Naturschutz oder aktuell Windenergienutzung mindestens für die nächsten 15 Jahre getroffen.

"Bringen wir hier nicht unsere künftigen Denkräume für eine potentielle Siedlungsentwicklung ein, besteht die Gefahr, dass diese mit anderweitigen Nutzungsansprüchen versehen werden, die einer potenziellen Weiterentwicklung Wolfsburgs entgegenstehen können", verdeutlicht Mohrs. "Wir müssen jetzt vorsorgen, damit die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger auch 2040 und später noch Möglichkeiten haben, ihre Stadt weiter zu entwickeln."

Als Grundlage für die siedlungsstrukturelle Weiterentwicklung Wolfsburgs hat die Verwaltung mit Unterstützung eines externen Büros und in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften das "Strukturkonzept Siedlungsflächen Wolfsburg" erarbeitet.

"Im Ergebnis zeigt das Strukturkonzept eine maximale Kulisse an Denkräumen für die langfristige Siedlungsentwicklung Wolfsburgs bis zum Jahr 2050 auf, die prinzipiell für weitere Entwicklungen im Bereich Wohnen und Wirtschaft in Frage kommen", unterstreicht Ralf Sygusch, Leiter des Referats für Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik der Stadt.

Als Strukturkonzept wird zunächst lediglich ein strategischer Rahmen einer künftigen Siedlungsentwicklung Wolfsburgs dargestellt. "Als erstes müssen wir das Strukturkonzept in den Neuaufstellungsprozess des Regionalen Raumordnungsprogramms einbringen. Wo, wann und mit welcher Priorität die Stadt die Siedlungsentwicklung vorantreiben will, muss in weiteren Schritten erst noch gemeinsam von Politik und Verwaltung erarbeitet werden", hebt Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide hervor. "Mit dem Grundsatzbeschluss zum Strukturkonzept ist noch keine Potentialfläche für eine Entwicklung oder Planung freigegeben."

Der Grundsatzbeschluss soll im Sommer zur Einbringung der Flächenkulisse in den Neuaufstellungsprozess des Regionalen Raumordnungsprogramms des Regionalverbandes erfolgen, um die Entwicklungsoptionen Wolfsburgs zu sichern. Um über die Ergebnisse des Strukturkonzeptes zu informieren und die Beschlussfassung vorzubereiten, findet parallel für die Mitglieder des Strategieausschusses und des Verwaltungsausschusses sowie alle Ortsbürgermeister und ihre Stellvertreter eine Informationsveranstaltung statt, in der auch das weitere Vorgehen abgestimmt wird.


Pressemitteilung vom 15.01.2019

Sicherheit und Ordnung auf den Straßen

Städtischer Ordnungsdienst zieht Jahresbilanz

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 131.160 Verstöße (2017: 104.081; 2016: 111.076; 2015: 129.091) angezeigt. In 17.131 Fällen wurden Bußgeld- und Kostenbescheide erlassen (2017: 14.762, 2016: 15.202, 2015: 17.231).

Die Höhe der Buß- und Verwarnungsgelder belief sich 2018 auf insgesamt 3.223.770 Euro (2017: 2.599.520 Euro, 2016: 2.752.050 Euro, 2015: 3.250.571 Euro).
Die Gesamtdaten ergeben sich aus kommunalen Geschwindigkeitsmessungen: 69.497 Geschwindigkeitsverstöße wurden verzeichnet, im Vorjahr waren es 45.147 (2016: 45.467). Daraus folgten 5.680 Bußgeldbescheide (2017: 4.013; 2016: 5.222, 2015: 6.502). 519 Fahrverbote wurden ausgesprochen (2017: 365, 2016: 530, 2015: 565, 2014). Durch die Messungen nahm die Stadt Wolfsburg 1.847.780 Euro ein (2017: 1.242.815 Euro, 2016: 1.430.574 Euro, 2015: 1.904.261 Euro).

Folgende Spitzengeschwindigkeiten wurden gemessen: (Straße // zulässige Geschwindigkeit// maximale Geschwindigkeit// Überschreitung)

  • Berliner Brücke // 50 km/h // 169 km/h  // 119 km/h
  • B 188 // 100 km/h // 195 km/h  // 95 km/h
  • Berliner Brücke // 50 km/h  // 147 km/h // 97 km/h
  • Berliner Brücke // 50 km/h  // 135 km/h // 85 km/h
  • Berliner Brücke // 50 km/h  // 129 km/h // 79 km/h
  • Dieselstraße // 50 km/h // 129 km/h // 79 km/h
  • Brechtorfer Straße // 50 km/h // 127 km/h // 77 km/h
  • Berliner Brücke // 50 Km/h // 125 Km/h // 75 km/h
Die höchsten Verstoßquoten im Jahresdurchschnitt wurden an folgenden Straßen festgestellt: 
  • Nordstadtstraße 34,6% Verstoß Quote
  • Zum Badekoth 26,7 % Verstoß Quote
  • Am Rotheberg 24,4 % Verstoß Quote
  • Schlesierweg 21,6 % Verstoß Quote
  • Sohlsträuchen 19,8 % Verstoß Quote
Die meisten Geschwindigkeitsverstöße wurden an folgenden Standorten verzeichnet:
  • Frankfurter Straße
  • Berliner Brücke
  • Braunschweiger Straße
  • Berliner Ring
  • Konrad Adenauer Allee
Parkverstöße: Im vergangenen Jahr wurden 37.825 Verfahren wegen Parkverstößen eingeleitet (2017: 37.326, 2016: 47.400, 2015: 41.544). 4.774 Bußgeld-und Kostenbescheide wurden erlassen (2017: 4.987, 2016: 4.968, 2015: 5.047). Aus den Verfahren resultierten 578.096  Euro Einnahmen (2017: 598.360, 2016: 704.632, 2015: 610.949 Euro).

"Wir haben im Jahr 2018 unsere Messtechnik mit der Anschaffung des Enforcement Trailers erweitert. Dank dieser halbstationären Anlage sind wir in der Lage verstärkt nachts und am Wochenende zu kontrollieren. Aufgrund des hierbei festgestellten erschreckend hohen Geschwindigkeitsniveaus werden wir diese Messungen auch durch zusätzliche mobile Messungen zukünftig noch weiter ausbauen. Wenn hier im Ortsgebiet teilweise das Dreifache der erlaubten Geschwindigkeit gefahren wird, dann ist das eine Entwicklung, die wir nicht tatenlos hinnehmen werden." erklärt Jens Krause (Leiter Ordnungsamt). "Aber nicht nur die Gefahr durch deutlich überhöhte Geschwindigkeit bereitet uns Sorgen. Zunehmend beobachten wir, die Polizei und auch besorgte Bürger, dass die Missachtung von Rotlicht an einigen Lichtsignalanlagen fast zum Regelfall wird. Hiermit werden wir uns zukünftig sehr viel stärker beschäftigen."

Weitere 23.838 Verfahren:  Unter anderem wegen Alkohol- und Betäubungsmittelverstößen, Verkehrsunfällen und Geschwindigkeits- sowie Rotlichtverstößen - brachten die Polizei sowie private Anzeigende (hier: überwiegend Parkverstöße) ins Rollen (2017: 21.608, 2016: 18.209, 2015: 22.570). Daraus folgten über Verwarnungsverfahren hinaus 6.677  Bußgeld- und Kostenbescheide (2017: 5.862, 2016: 5.012, 2015: 5.682) sowie 216  Fahrverbote (2017: 253, 2016: 229, 2015: 332). 797.894  Euro Bußgeld wurden eingenommen (2017: 758.345 Euro, 2016: 616.844, 2015: 735.361 Euro).


Pressemitteilung vom 11.01.2019

Kommunales entwicklungspolitisches Engagement

Stadt erhält Folgeförderung vom Bundesministerium

Von einer Folgeförderung der Initiative "Koordination kommunaler Entwicklungspolitik" profitiert jetzt die Stadt Wolfsburg als eine der ersten fünf Kommunen in Deutschland. Dank der Bewilligung eines Zuschusses für Personalressourcen kann das entwicklungspolitische Engagement der Stadt für weitere zwei Jahre vertieft werden. Die Förderung erfolgt durch die Engagement Global gGmbH im Rahmen des Programms der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Als eine von insgesamt inzwischen 66 Koordinatoren in Kommunen, kommunalen Verbände und kommunalen Unternehmen, ist Nora Mühling bis Ende 2020 im Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen im Einsatz. "Die hohe Resonanz innerhalb der Initiative ist darauf zurückzuführen, dass Kommunen, wie Wolfsburg, zwar zunehmend als Akteure in der Entwicklungspolitik gefordert werden, dies aber mit den vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen nicht zusätzlich leisten können. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass uns die Folgeförderung gewährt wurde", erklärt Referatsleiter Manfred Hüller.

Als Kommunale Entwicklungspolitik werden Maßnahmen der Kommunalverwaltung und -politik verstanden, die sowohl die nachhaltige Entwicklung vor Ort als auch in Entwicklungsländern fördern. Wichtig ist dabei, dass erst die spezifische Kombination von Inlands- und Auslandsarbeit die kommunale Entwicklungspolitik wirksam werden lässt.

Neben der Initiierung des halbjährlich stattfindenden "Forums Entwicklungszusammenarbeit" für entwicklungspolitisch interessierte und aktiv Akteure aus Wolfsburg und der erfolgreichen Ausgestaltung der "Kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft" mit der Freundschaftsstadt Sarajevo, konnten während der Erstförderung (2017/18) unter anderem die Kontakte in die tunesische Freundschaftsstadt Jendouba sowie nach Südafrika intensiviert werden.

Während der Folgeförderung wird der Schwerpunkt nun auf projektbasierten Entwicklungspartnerschaften in Tunesien und Südafrika liegen, deren Umsetzung vor allem in Form von Fachaustauschen ermöglicht werden kann. Ergänzt werden die Vorhaben durch Bildungs- und Informationsveranstaltungen sowie Vernetzungsformate zur Förderung des entwicklungspolitischen Engagements vor Ort.

"Es ist sehr beeindruckend, was innerhalb der Initiative bereits umgesetzt werden konnte und wie vielfältig das Engagement in Wolfsburg ist", resümiert Nora Mühling. "Wir profitieren inzwischen von einem sehr wertvollen Netzwerk, das sich während der ersten zwei Jahre sowohl hier in Wolfsburg als auch mit den anderen Koordinatoren, Projektpartnern und in Zusammenarbeit mit Engagement Global entwickelt hat. Im Rahmen der Folgeförderung werden wir dieses Potential nutzen und streben weitere Beiträge zur Stärkung des lokalen Verantwortungsbewusstseins für globale Entwicklungen an."

Damit handelt die Stadt zugleich im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Weitergehende Informationen zu dem Thema finden Sie auch hier.


Pressemitteilung vom 10.01.2019

Zusammenarbeit vertieft

Mitgliedschaft im internationalen Netzwerk der Aalto-Städte

Neues Mitglied im internationalen Netzwerk der Aalto-Städte ist nun auch die Stadt Wolfsburg. Auf Anfrage aus Helsinki hat Oberbürgermeister Klaus Mohrs die Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert und nun eine entsprechende Kooperation unterzeichnet. Mit drei Bauwerken im Stadtgebiet – dem Alvar-Aalto-Kulturhaus am Rathausplatz, dem Gemeindezentrum Heilig-Geist am Klieversberg und der Stephanuskirche in Detmerode – hat Wolfsburg die meisten Gebäude dieses weltberühmten Architekten außerhalb Finnlands. Zehn Jahre hatte Alvar Aalto zwischen 1958 und 1968 hier gewirkt.

Das Netzwerk der Aalto-Städte wurde am im Februar 2017 in Jyväskylä (Finnland) gegründet. Zehn finnische Städte waren Gründungsmitglieder. Angesprochen wurden zunächst alle 23 finnischen Städte, die Alvar Aalto Bauten aufweisen. Danach ging die Anfrage an alle weiteren 16 Städte außerhalb Finnlands, darunter die deutschen Städte Berlin, Bremen und Wolfsburg.

Ziel ist die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Städten und dem Alvar Aalto Museum in Helsinki. Tourismus und Marketing sind ein wesentlicher Teil der Zusammenarbeit mit dem Ziel eines starken Aalto-Brandings. Als Förderer spielt die Alvar Aalto Stiftung in Helsinki eine wichtige Rolle, die die Städte mit Informationen und Service versorgen und dazu ein neues Online-Angebot mit Informationen über die Aalto-Städte schaffen soll. Zur Diskussion steht auch eine europäische Kulturroute im Zeichen Aaltos.

Die Mitgliedschaft im Netzwerk der Aalto-Städte ist kostenfrei. Die Stadt Wolfsburg als Mitglied wird vertreten durch Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide. Die Koordination liegt beim Forum Architektur.


Pressemitteilung vom 09.01.2019

Neue Wohntheorien und Freiluft-Wohnzimmer

Abwechslungsreiches Baukulturjahr 2018 beim Forum Architektur

Drei Ausstellungen, zwei Wettbewerbe, ein Jubiläum sowie zahlreiche Vorträge, Führungen und Workshops – das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg blickt auf ein volles und abwechslungsreiches Baukulturjahr 2018 zurück. Inhaltlich ging es neben dem großen Jahresthema Freiräume und Plätze vor allem um Fragen zum Wohnen und der Denkmalpflege. Zudem wurde das buchbare Angebot an Architekturführungen und städtebaulichen Rundfahrten im vergangenen Jahr wieder sehr gut angenommen. Rund 1.500 Gäste aus dem In- und Ausland wurden durch die Mitarbeiter des Forum Architektur im vergangenen Jahr betreut.
Das erste Quartal stand mit der Ausstellung "Neue Standards. Zehn Thesen zum Wohnen" des Bund Deutscher Architekten (BDA) ganz im Zeichen des Wohnungsbaus. Eine Podiumsdiskussion und ein Vortragsabend in Kooperation mit dem BDA sowie die Ausstellungsführungen stießen auf großes Interesse. "Die Frage nach künftigen Formen des Wohnens und des städtischen Zusammenlebens wurden im Rahmen dieser Veranstaltungen intensiv zwischen Fachleuten und Bürgern diskutiert", unterstreicht Nicole Froberg, Leiterin des Forum Architektur bei der Stadt Wolfsburg.

Mit den steigenden Temperaturen im Frühling rückte das Thema Freiräume und Plätze in den Fokus des Baukulturprogramms. Im April fiel der Startschuss für den Ideen- und Realisierungswettbewerb Nimm Platz! Wolfsburg. Rund 30 Studierende aus Hannover, Braunschweig und Hildesheim arbeiteten drei Tagen auf dem Marktplatz am Rabenberg um Ideen für eine temporäre Intervention auf dem Marktplatz zu entwickeln. Die Jury aus Fachleuten, politischen Vertretern und Bürgern wählte schließlich das Projekt "Die Raben-WG" zur Realisierung aus. Eröffnet wurde die gemeinschaftliche Sommer-Wohnung mit Spielangeboten für Kinder, einem Büchertauschrank und einer langen Tafel mit einem bunten Nachbarschaftsfest im August.

"Wir haben uns besonders darüber gefreut, dass auch Anwohner die Initiative ergriffen und sich mit eigenen Ideen an unserem Veranstaltungsprogramm in der Raben-WG beteiligt haben", erinnert sich Esther Orant vom Forum Architektur, die den Wettbewerb und die Umsetzung betreut hat. Mit diesem Projekt sollte ein Anstoß für eine künftige Entwicklung eines Quartiersplatzes gegeben werden. Zusätzlich wurden mit der im Mai vom Forum Architektur herausgegebenen Publikation "Von Mosaikpflaster und Schmuckbeeten. Plätze und Grünanlagen in Wolfsburg 1950 bis 1970" erstmals zahlreiche historische Pläne und Fotos der für Wolfsburg so typischen Freianlagen veröffentlicht. In Vorträge und Führungen wurden darüber hinaus historische und aktuelle Planungen vorgestellt.

Dass auch, oder gerade in einer so jungen Stadt wie Wolfsburg, die Auseinandersetzung mit und die Pflege des baulichen Erbes eine wichtige Rolle spielen, zeigten die Veranstaltungen rund um die archäologischen und baulichen Denkmale der Stadt. Bereits im März konnten mit der Ausstellung "Ausgegrabene Geschichte" Arbeitsergebnisse der archäologischen Denkmalpflege zur mittelalterlichen Siedlung Detmerode und einer rund 2.500 Jahre alten eisenzeitlichen Siedlung in den Steimker Gärten präsentiert werden. Zum Tag des offenen Denkmals wurden im September die neuesten Erkenntnisse zur Geschichte Vorsfeldes und Fallerslebens vorgestellt. Beide Veranstaltungen erwiesen sich als Publikumsmagneten. Überraschend war vor allem der Fund einer gut erhaltenen Latrine in Fallersleben, die darauf schließen lässt, dass Fallersleben bereits im 12. Jahrhundert ein sehr weit entwickelter Flecken war.

Bei den Baudenkmalen standen die Bauten der Nachkriegsmoderne im Mittelpunkt. Zum 60. Geburtstag des Rathauses lockte ein Festvortrag von Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide viele Interessierte in die ehemalige Kassenhalle. Bei der anschließenden Führung warfen die Besucher dann einen Blick in das Büro des Oberbürgermeisters und den ehemaligen Ratskeller.

Noch bis zum 31. März ist die Ausstellung "Brutal modern. Bauen und leben in den 60ern und 70ern" im Braunschweigischen Landesmuseum zu sehen, die in Zusammenarbeit mit dem Forum Architektur konzipiert wurde. Die Ausstellung zeigt Pläne, Bilder und Objekte zu rund 20 Bauten der 1960er und 1970er Jahre aus dem Braunschweiger Land. Aus Wolfsburg wurden fünf Bauten für die Ausstellung ausgewählt, darunter Alvar Aaltos Stephanuskirche in Detmerode sowie das Scharoun Theater am Klieversberg.

Auch viele der bekannten Veranstaltungsreihen wurden in 2018 fortgesetzt. Denkmalpflege und Wohnungsbau standen bei den Stadtspaziergängen mit Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide auf dem Programm. Unter dem Motto "Unterwegs mit…" nutzten zahlreiche interessierte Bürger auch im vergangenen Jahr wieder die Möglichkeit, mehr über aktuelle Projekte in den verschiedenen Ortsteilen zu erfahren. In Fallersleben wurde im April das Thema Erhaltungssatzung gemeinsam mit Fachleuten erläutert und diskutiert. Im Oktober ging es in Detmerode um aktuelle Wohnbauprojekte, wie den Nachfolgebau des Stufenhochhauses.
Mit dem Tag der Architektur verzeichnete Wolfsburg 2018 einen Rekord. Insgesamt neun Projekte wurden von der Jury der Architektenkammer Niedersachsen ausgewählt und ließen sich am letzten Sonntag im Juni besichtigen.

Baukulturvermittlung für Kinder und Jugendliche war ebenfalls wieder ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Forum Architektur. Neben den Führungen und Workshops für Schulklassen hat sich das Forum Architektur 2018 erstmals am Luftsprünge Festival beteiligt. Während der drei Tage entstand am Ufer des Schillerteich ein rund acht mal acht Meter großes Raumgeflecht aus Holzpfählen und Naturseilen.


Pressemitteilung vom 28.12.2018

Wolfsburger Abwassergebühren für 2019 und 2020

Der Verwaltungsrat der Wolfsburger Entwässe­rungsbetriebe (WEB) unter dem Vor­sitz von Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide hat in seiner letzten diesjährigen Sitzung neben dem Haushaltsplan 2019 auch die Wolfsburger Abwassergebühren für die Jahre 2019 und 2020 behandelt. Bei der Niederschlagswasserbe­seitigung konnte die Gebühr konstant gehalten werden; sie beträgt weiterhin 0,51 Euro pro Quadratmeter. Bei der Schmutzwasserbeseitigung ist eine Gebührenanpassung von 2,48 Euro auf 2,52 Euro pro Kubikmeter erforderlich.

Bei der Entsorgung der dezentralen Abwasseranlagen ist aus rechtlichen Gründen eine ge­trennte Gebühr für Klein­kläranlagen und abflusslosen Sammelgruben vorzusehen.

Neben dem allgemeinen Grundbetrag für eine Standardabfuhr an den regulären Ab­fuhrterminen von 172,44 € pro Abfuhr kommen bei der Entsorgung des Klär­schlamms aus Kleinkläranlagen 10,48 € je Kubikmeter und bei der Entsorgung des Abwassers aus abflusslosen Sammelgruben 5,24 € je Kubikmeter hinzu.
Im Vergleich zu den Gebühren in der Region bleiben die Wolfsburger Abwassergebühren günstig.