Weltwoche der Geburt

Deckblatt Programmübersicht Weltwoche der Geburt
Liebe (werdende) Mütter und Väter, liebe Fachkräſte, liebe Interessierte, 

in diesem Jahr findet zum ersten Mal eine Weltwoche der Geburt in Wolfsburg statt. Mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen im Stadtgebiet soll auf diese besondere Zeit aufmerksam gemacht werden. Das Programmheſt ist genauso bunt wie die Elternschaſt selbst. 

Es lädt dazu ein teilzunehmen, mitzumachen, in den Austausch zu kommen, Neues zu entdecken oder Gleichgesinnte zu finden.

Im Programmheft (PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster) finden Sie ausführliche Informationen.


Programmübersicht - Weltwoche der Geburt

Programmübersicht - Weltwoche der Geburt

Drei Seiten aus dem ProgrammheftIm Programmheft (PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster) finden Sie ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen.

Die Veranstaltung "Schatten nach der Geburt – ein Gesprächskreis für Frauen" am 19.05.2021 von 16:30 bis 18:00 Uhr im städtischen Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde in Kooperation mit dem AWO Familienberatungszentrum taucht im Heft und in der Übersicht leider nicht auf.

Hier finden sie die nötigen Informationen zum Angebot und Inhalt.

Logo Netzwerk Frühe HilfenEin Baby zu bekommen und es in seiner Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen, ist eine große Aufgabe und ein spannendes Abenteuer. In Wolfsburg gibt es eine Vielzahl an Freizeit-, Informations-, Unterstützung-, Beratungs- und Hilfsangeboten für Familien von der Schwangerschaſt bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Diese Angebote sind im Netzwerk Frühe Hilfen gebündelt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung notwendig. Die Kontaktdaten finden Sie bei dem jeweiligen Angebot im Programmheft.

Es ist geplant, dass alle Veranstaltungen aus dem Programmheft stattfinden können. Sollten die Präsenzveranstaltungen in kleinen Gruppen nicht möglich sein, so gibt es eine Onlinealternative.

An dieser Stelle informieren wir Sie gerne über den derzeit aktuellen Stand.

Die Weltwoche der Geburt wurde 2004 durch das European Network of Childbirth Associations (ENCA) ins Leben gerufen. Weltweit finden seitdem in einer Woche im Mai Veranstaltungen statt, mit dem Ziel eine sanſte und respektierte Geburt zu fördern.

Weitere Informationen unter www.enca.info/iwrc.

Logo GreenBirthDer Verein Greenbirth e. V. organisiert bereits seit vielen Jahren Präsenzveranstaltungen in Celle. In diesem Jahr wird eine Online-Weltwoche getestet. Als Netzwerkpartner konnten in Kooperation zueinander einige dieser wertvollen und bereichernden Veranstaltungen in das Wolfsburger Programm übernommen werden und so eine direkte Verbindung zwischen beiden Programmen geschaffen werden.

Weitere Informationen finden sich unter www.greenbirth.de

Zum Programm von Greenbirth e. V.

Logos aller Beteiligten "Netzwerk Frühe Hilfen"

Weitere Informationen rund um die Weltgeburtswoche

Informationen rund um das erste Lebensjahr eines Babys erhalten frisch gebackene Mütter und Väter durch den Babybesuchsdienst der Stadt Wolfsburg.

Die Fachkräfte des Babybesuchsdienstes besuchen die Familien zu Hause und informieren und beraten diese ganz individuell und persönlich in ihrem gewohnten Umfeld. Die Mütter und Väter erfahren dadurch viel Wissenswertes über die Entwicklung ihres Kindes und die zahlreichen Angebote vor Ort zu unterschiedlichsten Themenbereichen sowie zu Beratungs-, Unterstützungs-, Betreuungs- und Entlastungsmöglichkeiten. Aber auch Informationen zur Antragsstellung von Elterngeld, Kindergeld und zu den Anmeldeverfahren für Krippen- und Kindergartenplätzen erhalten die Eltern auf Wunsch. Darüber hinaus haben die Fachkräfte immer ein offenes Ohr für alle Fragen und Belange von Familien in ihren derzeitigen Lebenssituationen.

„Eltern können den Babybesuchsdienst ganz unkompliziert in Anspruch nehmen, denn alle Familien mit Neugeborenen in Wolfsburg werden automatisch einige Wochen nach der Geburt vom Babybesuchsdienst angeschrieben“, so Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. „Neben einem umfangreichen Willkommenspaket gibt es auch ein kleine Geschenke, mit dem die Neugeborenen in Wolfsburg begrüßt werden.“

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie sind Hausbesuche bei den Familien leider nicht möglich. Aber besonders jetzt ist es wichtig, mit Familien mit Neugeborenen in Kontakt zu kommen und ihnen einen Überblick über die bestehenden Angebote, die es in der Stadt Wolfsburg für Familien in dieser Lebensphase gibt, mitzugeben. „Wir haben festgestellt, dass die Corona-Pandemie bei vielen Familien eine zusätzliche Verunsicherung auslöst und sie vor weitere Herausforderungen im neuen Alltag mit dem Baby stellt. Dazu gehören Kurse die nicht wie geplant stattfinden oder kurzfristig abgesagt werden, Großeltern die nicht unterstützen können oder der fehlende Austausch mit Familien in derselben Lebensphase. In dieser Zeit sind wir gerne weiterhin für die Familien ansprechbar, hören zu, informieren und beraten“, so Rosemarie Springer vom Babybesuchsdienst.

Der Besuch des Babybesuchsdienstes ist freiwillig und jede Familie kann entscheiden, ob sie das Angebot in Anspruch nehmen möchte. Die meisten Familien empfinden den Babybesuchsdienst im Nachhinein als sehr lohnendes Angebot und freuen sich über die zahlreichen und interessanten Informationen, die sie erhalten haben. „Es gab auch Familien die uns mehrmals angefragt und um Rat gebeten haben und die wir bei Bedarf in andere Angebote weitervermitteln konnten“, so die Fachkraft Ute Fritzke.

Der Babybesuchsdienst hat sein Angebot daher auf Telefonberatung und ganz aktuell auf Onlineberatungen umgestellt. Die Familien können weiterhin das umfangreiche Beratungsangebot des Babybesuchsdienstes in Anspruch nehmen und sich zudem das Informationspaket per Post zuschicken lassen. Zusätzlich ist ab Juni eine regelmäßige Informationsveranstaltung per Videokonferenz geplant, in der die Fachkräfte einen Informations- und Austauschrahmen für interessierte Familien bieten – das sogenannte „Wölfchencafé“. Die Einladungen dazu werden jeweils zusammen mit den Willkommensbriefen verschickt und auf der Homepage des Babybesuchsdienstes veröffentlicht.

Eltern mit einem Baby im ersten Lebensjahr können sich gerne an den Babybesuchsdienst wenden, wenn sie einen Austausch oder eine Beratung in Anspruch nehmen möchten, oder sich für das Willkommenspaket interessieren.

Kontakt:

babybesuchsdienst@stadt.wolfsburg.de

wolfsburg.de/fruehehilfen

Kaum eine andere Situation bringt so viel Freude, Glück und gleichzeitig so viele Veränderungen mit sich wie eine Schwangerschaft und ein Baby. Nicht jeder Anfang ist leicht und manche Eltern, Mütter und Väter sehen sich vor einer großen Herausforderung mit vielen Fragen, Unsicherheiten oder auch Ängsten. An diesem Punkt kann das Angebot der Familienbegleitung der Stadt Wolfsburg eine geeignete Unterstützung sein.

Aktuell werden 40 Familien durch neun Fachkräfte der Familienbegleitung betreut. Familienbegleiterinnen sind Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern oder Hebammen. Die Fachkräfte kommen zu den Familien nach Hause und beraten, unterstützen und begleiten diese im gewohnten Umfeld mit viel Kompetenz und Engagement rund um das Thema „Baby“. Hierbei sind die individuellen Bedürfnisse und Situationen der Eltern, Mütter, Väter und natürlich des Babys der Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Meist stehen für die Familien Themen wie Pflege, Versorgung, Handling, gelingende Eltern – Kind – Beziehung, Förderung des Babys sowie Schreien, Unruhe oder Schlafprobleme im Vordergrund. Aber auch Familien in besonders belastenden und schwierigen Situationen, wie gesundheitliche Einschränkungen bei Kind oder Elternteil, Eltern mit Früh- oder Mehrlingsgeburten und Alleinerziehende nutzen das Angebot der Familienbegleitung für sich als hilfreiche Unterstützung.

Die Familien können im gesamten ersten Lebensjahr des Babys begleitet werden. Der Großteil der Eltern, Mütter und Väter melden sich in den ersten Wochen nach der Geburt, um Familienbegleitung in Anspruch zu nehmen. Um frühzeitig Unterstützung zu erhalten, erfolgt die Kontaktaufnahme allerdings immer öfter bereits in der Schwangerschaft. In der Regel enden die Begleitungen rund um den ersten Geburtstag des Kindes. „Die Erfahrungen mit den Familien zeigen, dass die Unterstützung durch die Fachkräfte der Familienbegleitung als sehr positiv und hilfreich empfunden wird“, sagt Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. „Damit leisten wir als Stadt ein wertvollen Beitrag, um Eltern in der ersten Zeit mit ihrem Kind bestmöglich unter die Arme zu greifen.“

„Familienbegleitung“ ist kostenfrei und freiwillig für die Familien. Alle werdenden und frisch gewordenen Eltern, Mütter und Väter aus Wolfsburg, die sich über die Betreuung einer Hebamme hinaus eine Unterstützung wünschen oder diese aus unterschiedlichen Gründen benötigen, können eine Familienbegleitung in Anspruch nehmen. Der Zugang zu dem Angebot ist einfach. Familie müssen keinen komplizierten Antrag stellen, sondern lediglich Kontakt zur Koordinatorin des Angebotes, Frau Nicolle Langer aufnehmen. Per Telefon unter 0151 72109387 oder per E-Mail an nicolle.langer@stadt.wolfsburg.de.

Als wichtiger Bestandteil des Netzwerks Frühe Hilfen wird das Angebot der Familienbegleitung auch bei der Weltwoche der Geburt vertreten sein. Neben der Vorstellung des Angebots bei der Veranstaltung: „Neu in Wolfsburg? Schwanger in Wolfsburg? Angebote für Familien in Wolfsburg“ des St. Raphael Familienzentrums Detmerode und der Familienbildungsstätte Wolfsburg, wird der „Walk & Talk-Spaziergang mit Kinderwagen“ des DRK Familienzentrum Westhagen begleitet.

Familienzentren sind Orte für die ganze Familie und begleiten auch schon in der Zeit des Eltern-Werdens. Während der Weltgeburtswochen erfährt die Geburt als wichtiges und wegweisendes Ereignis im Leben besondere Aufmerksamkeit.

Familienzentren beteiligen sich als Kooperationspartner im Netzwerk Frühe Hilfen mit Angeboten wie: „Geburt als bedeutsamer Übergang“ oder der Vorstellung ihrer GemeinsamWachsen-Gruppen. GemeinsamWachsen-Gruppen sind ein zentrales Angebot in vielen Familienzentren. Junge Familien sind eingeladen, sich von Anfang an untereinander auszutauschen und die erste Zeit mit dem Kind bewusst zu erleben. Schon vor dem Beginn des Kita-Besuchs unterstützt dieses Angebot Eltern in der Begleitung ihrer Babys und Kleinkinder durch Entwicklungsanregungen und Raum für die vielen Fragen im Familienleben mit Baby oder Kleinkind.

GemeinsamWachsen Gruppen gibt es an folgenden Standorten: DRK Westhagen, St. Annen/Reislinger Markt, St. Joseph/Mitte-West, St.Raphael/Detmerode, städt. KiFa Vorsfelde, Paulus/Laagberg, Martin-Luther/Stadtmitte.

Eltern sollen in Familienzentren von Anfang an Unterstützung und Orientierung erfahren. Dafür bieten die Familienzentren Begegnungsmöglichkeiten aber auch gezielte Angebote an. In ihrer Zusammenarbeit mit anderen wichtigen Einrichtungen für werdende und junge Eltern übernehmen Familienzentren oft eine Wegweiserfunktion und stellen eine Fülle an Informationen für diesen wichtigen und sensiblen Lebensabschnitt zur Verfügung.

Die Angebote der Weltgeburtswoche finden voraussichtlich in digitaler Form statt und erlauben es, trotz der aktuellen Einschränkungen, direkt miteinander in Kontakt zu kommen.

Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen

Schwanger und wunschlos glücklich? Nicht immer ist das so, neben Freude kann auch Unsicherheit ein Thema sein, weiß Danica Kahla-Lenk aus ihrer Arbeit in der Sozialarbeit des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen zu berichten. „Es kommen viele Fragen: Was brauche ich? Habe ich alles bedacht? Habe ich alles vorbereitet? Auch Themen wie die finanzielle Situation und rechtliche Fragen zu Elterngeld- und Kindergeld beschäftigen Menschen, die ein Kind erwarten.“ Mit ihrer Kollegin Alexandra Fastnacht ist die Diakonin und Sozialpädagogin Teil des Wolfsburger Netzwerkes Frühe Hilfen. „Wir als Diakonisches Werk im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen sind dankbar, Teil dieser tragfähigen Kooperation zu sein“, betont Sozialarbeiterin Kahla-Lenk.

Das Recht auf eine kostenlose Schwangerenberatung ist in Deutschland gesetzlich verankert. Es gilt bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. „Für Ratsuchende aus meiner Beratung ist das Netzwerk Frühe Hilfen eine Chance auf unbürokratische Unterstützung und kompetente Begleitung in Alltags- und Familienfragen“, erlebt Alexandra Fastnacht, die als Sozialarbeiterin des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund tätig ist. Verschiedene Fachgebiete und Kompetenzen kämen innerhalb des Netzwerkes den Beratungssuchenden zu Gute und böten den Berater:innen Möglichkeiten zum fachspezifischen Fallaustausch oder zur Fallbesprechung in der kollegialen Beratung. „So können wir Familien mit Kindern, Paaren und werdenden Eltern optimale Voraussetzungen bieten. Gerade in der Arbeit mit Migrant:innen ist die Netzwerkarbeit ein bedeutsamer Schritt zu gelebter Vielfalt, Integration und Inklusion.“

Hintergrund:

Das Wolfsburger Netzwerk Frühe Hilfe wird von unterschiedlichen Anbieter:innen mit Beratungs-, Unterstützungs- und Hilfsangeboten für Frauen und Familien in der Schwangerschaft oder in den ersten Lebensjahres des Kindes getragen. Netzwerk-Kooperationspartnerinnen des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises sind neben der Kirchenkreissozialarbeit und der Flüchtlingssozialarbeit die Evangelische Familienbildungsstätte, die Evangelische Klinikseelsorge sowie mehrere Evangelische Familienzentren in Wolfsburg.

Das Netzwerk Frühe Hilfen ist multiprofessionell. Mitarbeitende aus der Schwangerenberatung, dem Gesundheitswesen, der Frühförderung, der Kinder- und Jugendhilfe, der Kindertagesstätten und Familienzentren, dem Ehrenamt sowie weiterer sozialer Dienste, kooperieren im Netzwerk. Birte Neitzel ist als Mitarbeiterin der Stadt Wolfsburg verantwortliche Koordinatorin für das Netzwerk Frühe Hilfen.

Vortrag von Diplom-Pädagogin Judith Greinke zur Marte Meo Methode

Im Rahmen der Wolfsburger Weltwoche der Geburt veranstaltet das Ev. Kinder- und Familienzentrum Martin-Luther am 17. Mai um 9:30 Uhr einen Vortrag zur Marte Meo-Methode für schwangere Mütter und Väter, Eltern von Kindern in den ersten Lebensmonaten und interessierte Fachpersonen.

Kommt ein Kind zur Welt, sind Eltern oft verzaubert und beglückt von dem kleinen Menschen, der von nun an mit ihnen durchs Leben gehen wird.

In den ersten gemeinsamen Tagen, Wochen und Monaten gilt es, sich kennenzulernen, in die Rolle als Mutter oder Vater zu finden und zu verstehen, welche Bedürfnisse das Kind hat und was es braucht, um sich gut zu entwickeln.

Je länger das Kind auf der Welt ist, desto leichter fällt es Eltern meist, das zu erkennen. In ihrer Kommunikation geben sie dem Kind auf natürliche Weise Orientierung, Wertschätzung und Sicherheit. Und dennoch blicken sie auch manchmal verunsichert auf ihr Baby und fragen sich, welches unerfüllte Bedürfnis es in diesem Moment unzufrieden macht.

Die Diplom-Pädagogin Judith Greinke zeigt anhand von Videobildern, wie Entwicklungsgelegenheiten im Alltag mit Hilfe der Marte Meo-Methode identifiziert und genutzt werden können. Die Methode bringt durch Ressourcenorientierung und kleinschrittiges Vorgehen Eltern unmittelbar in Verbindung mit ihrer eigenen Kraft. Sie korrespondiert in ihrer Einfachheit mit den aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen darüber, wie sich menschliches Lernen gestaltet. Weiterführende Informationen zur Marte Meo-Methode finden Sie unter www.sorg-fuer-dich.de

Info:

Vortrag am 17. Mai von 9:30 - 11:00 Uhr im ev. KiFaz Martin-Luther, Schachtweg 44, 38440 Wolfsburg

Anmeldung bitte unter: 05361 8906605 oder koordination.kts.martin-luther.wolfsburg@evlka.de

(Mögliche Corona-bedingte Veränderungen werden den Teilnehmenden vor der Veranstaltung mitgeteilt.)

Das städtische Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde lädt im Rahmen der Weltgeburtswoche zu einer Online-Veranstaltung für Eltern und Fachkräfte ein.

Termin ist der 18.05.2021 von 16:30 bis 18:00 Uhr.

Eingeladen sind Eltern, werdende Eltern und pädagogische Fachkräfte. Übergänge gehören dazu. Jeder kennt das und bewältigt sie ganz individuell. Die Geburt als erster großer Übergang wird von Kindern intensiv erlebt und prägt alle weiteren Übergänge mit. Bei diesem Treffen ist Zeit, dem Erlebten nachzuspüren und gemeinsam zu überlegen, wie Eltern und/oder pädagogische Fachkräfte Kinder bei der Bewältigung ihrer Übergänge gut unterstützen können.

Durch die Veranstaltung führen:

Elke Mrosek (Eltern-Kind-Beratung vor Ort)
Judith Greinke (Familienbegleiterin)
Kerstin Grumann (Koordinatorin KiFa Vorsfelde)

Anmeldung per E-Mail an: kerstin.grumann@stadt.wolfsburg.de 


donum vitae Wolfsburg - Staatlich anerkannte Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle

Eine Schwangerschaft – ob gewünscht, geplant oder überraschend – bringt Veränderung in das Leben und wirft viele Fragen auf. Damit müssen Sie nicht alleine bleiben. Bei donum vitae Wolfsburg nehmen wir uns Zeit für Sie, wenn Sie einfach über Ihre Schwangerschaft reden möchten, Sie (noch) nicht wissen, wie es weiter gehen soll oder Sie Hilfe und Unterstützung auch nach der Geburt Ihres Kindes benötigen. Für Schwangerschaftsprobleme und für die Familienplanung bieten wir fachlich kompetente, psychosoziale Beratung zu allen Fragen an, die mit diesen Themen in Zusammenhang stehen. Auch in der aktuellen Zeit sind wir für Sie da und bieten Beratung auch per Video und Telefon an. Während der Weltwoche der Geburt bieten wir das Online-Zoom Angebot „Gut für sich sorgen - während der Schwangerschaft und nach der Geburt“ an.

Im Online-Vortrag informieren wir wie die Schwangerschaft auf Körper und Seele wirken kann, wie Sie Stress erkennen und in dieser Zeit gut für sich sorgen. Außerdem sprechen wir über mögliche Schwierigkeiten und Belastungen nach der Geburt und die Möglichkeiten, wie Sie mit ihnen umgehen können. Anschließend sind bei Fragen Einzelberatungen per Video oder per Telefon möglich.

Termin: 18.05.2021 / 16:30 - 18:00 Uhr

Anmeldung findet über die Beratungsstelle statt:

donum vitae Wolfsburg e. V.
Telefon: 05361-2729894
E-Mail: wolfsburg@donumvitae.org

AWO-Familienberatungszentrum

Eine Schwangerschaft dauert 37 - 40 Wochen oder etwa 9 Monate.

Manchmal endet eine Schwangerschaft jedoch schon früher, was in den meisten Fällen plötzlich und unerwartet geschieht und unter Umständen große Auswirkungen auf das Kind und auch auf die Eltern hat.

Diese Auswirkungen können sowohl seelischer, als auch körperlicher Natur sein.

Plötzlich hat man kein Neugeborenes, sondern ein Frühchen.

Wie gehe ich damit um?

Was macht es mit mir als Frau/ Mutter, wenn die Schwangerschaft frühzeitig endete?

Was erwartet uns als Familie, mit unserem Baby, welches in der Kinderklinik liegt, für Tage, manchmal auch Wochen?

Wie wird unsere Zukunft aussehen?

Im Rahmen der Weltwoche der Geburt bieten das AWO-Familienberatungszentrum und das Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde eine Gesprächsrunde für Eltern von Frühchen an.

Wir möchten einen Rahmen bieten, um mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen, neue Impulse für den Alltag zu bekommen und Anregung geben für kleine Spieleinheiten mit dem Baby.

Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 8 Personen begrenzt und es wird um Anmeldung über das AWO-Familienberatungszentrums gebeten – per Telefon unter 05361 2759313 oder per E-Mail unter fbz@awo-bs.de.

Pandemiebedingt online?

Veranstaltungen im Rahmen der Weltwoche der Geburt:

"Frühstart ins Leben – ein Gesprächsangebot für Frühchen-Eltern" am Mittwoch, 19.05.2021, 9:00 - 10:30 Uhr

Ort für Trauer und Gedenken: Evangelische Kirche pflanzt Obstbaum

Im Rahmen der Weltwoche der Geburt pflanzt der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen am Mittwoch, 19. Mai, um 10:00 Uhr vor der Kreuzkirche in Wolfsburg einen Obstbaum. „Wir möchten einen Ort schaffen, der Angehörigen von Sternenkindern gehören soll“, erklärt Johannes Thormeier, Pastor der Lukaskirchengemeinde. Denn nicht alle Familien, die ein Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben, haben auch einen Ort, an dem sie ihr Sternenkind besuchen können.

„Der Verlust eines Kindes ist eine der schmerzlichsten Erfahrungen, die Eltern machen können“, erlebt Danica Kahla-Lenk in ihrem Arbeitsalltag. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Alexandra Fastnacht, die ebenso als Sozialarbeiterin im Kirchenkreis tätig ist, hat sie die Baumpflanzung initiiert. „Wir freuen uns, einen Ort anbieten zu können, an dem Familien mit ihrem Sternenkind verbunden bleiben können“, sagt Alexandra Fastnacht. „Dieser Obstbaum ist zugleich ein wichtiges Symbol: Er schenkt uns Früchte. Und das tun auch Kinder, die früh versterben, allem Schmerz zum Trotz.“ Damit diese Früchte nicht vergessen werden, sondern gesehen und in das Weiterleben integriert werden können, pflanze man diesen Baum.

„Wir wollen den Baum gemeinsam mit vielen Menschen pflanzen und laden Familien dazu ein“, erklärt Superintendent Christian Berndt. Wer einen Stein für sein Sternenkind bemalen möchte, kann dies vor Ort tun, Steine und Acrylstiften werden zur Verfügung stehen. „Diese Steine dürfen Sie dann am Baum ablegen. Wir bedanken uns herzlich bei der Evangelischen Familienstiftung, die für diesen Gedenkort eine Holzbank spendet.“ Der Sternenkinder-Obstbaum und die dazugehörige Bank werden ab dem 19. Mai für Jede/n zu jeder Zeit zugänglich sein.

Hintergrund:

Anlässlich der Weltwoche der Geburt hat die Stadt Wolfsburg gemeinsam mit dem Netzwerk Frühe Hilfen ein umfangreiches Programm für die Zeit vom 17. bis zum 21. Mai 2021 zusammengestellt. Die Sozialarbeit im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen ist Teil dieses Netzwerkes. Sie berät und unterstützt Frauen und Familien in der Schwangerschaft und den ersten Lebensjahren des Kindes.

Am zweiten Sonntag im Dezember ist der Weltgedenktag für verstorbene Kinder. Alljährlich findet an diesem Tag ein Gedenkgottesdienst der Lukaskirchengemeinde gemeinsam mit der Krankenhausseelsorge und weiteren Beteiligten statt für alle, die um ein Kind trauern. Auf dem Wolfsburger St. Annen-Friedhof besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Sternenkinder zu bestatten.

Die Geburt eines Kindes wird gemeinhin als freudiges Ereignis wahrgenommen. Das Familienglück scheint perfekt, die Beziehung der Eltern gekrönt durch die Geburt eines (weiteren) Kindes.

Viele Frauen machen jedoch die leidvolle Erfahrung, dass sich nach der Geburt keine Glücksgefühle einstellen wollen. Stattdessen machen sich Traurigkeit, das Gefühl einer inneren Leere oder aber das Gefühl erhöhter Empfindsamkeit und starke Reizbarkeit breit. Der sogenannte „Babyblues“ ereilt bis zu 80 % aller frisch gebackenen Mütter und tritt meist in den ersten Tagen nach der Entbindung auf. In dieser Zeit sorgen eine Mischung aus Hormonumstellung, Schlafmangel und den neuen Anforderungen als Mutter für emotionale Schwankungen. Manchmal reicht schon das falsche Mittagessen, um in Tränen auszubrechen. Dieses Stimmungstief verschwindet meist ohne Interventionen nach 14 Tagen wieder.

Bei rund 15 % aller Mütter jedoch verfestigen sich die Symptome und entwickeln sich häufig unbemerkt zu einer postpartalen Depression, einer Angst- oder einer Zwangsstörung. Verschiedene biologische, soziale, psychische aber auch gesellschaftliche Faktoren wirken zusammen und können in solch einer Krise münden. Betroffene haben oftmals das Gefühl, ihren Alltag nicht mehr bewältigen zu können, zweifeln an sich selbst und fühlen sich schuldig, da sie statt dem erhofften Mutterglück eine tiefe Traurigkeit und mitunter zwiespältige Gefühle ihrem Baby gegenüber empfinden. Vermehrt sind es Frauen, die betroffen sind, aber auch Männer können nach der Geburt in eine psychische Krise geraten.

Das Thema ist auch im Jahr 2021 noch recht tabuisiert. „Betroffene erleben ihre eigene Gefühlswelt häufig als starken Gegensatz zu der öffentlichen Wahrnehmung:  Nach der Geburt eines Babys sollen Eltern überglücklich sein und das perfekte Familienglück genießen. Demzufolge haben viele das Gefühl, dass mit ihnen, etwas nicht stimmt` und ziehen sich zurück. Statt um Hilfe zu bitten, werden die Anstrengungen noch verschärft, die Fassade einer glücklichen Mutter aufrechtzuerhalten“, berichten Angelika Heil und Kathrin Dziuba, Beraterinnen im AWO-Familienberatungszentrum. „Umso wichtiger war es uns, das Thema im Rahmen der Weltwoche der Geburt aufzugreifen – weil es dazugehört“. In Kooperation mit dem Städtischen Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde bieten die AWO-Beraterinnen zwei Gesprächskreise  zum Thema „Schatten nach der Geburt“ an.

Eine dieser Veranstaltungen richtet sich an betroffene Frauen, die zweite an Angehörige, welche in Sorge um die eigene Partnerin/Tochter/Schwester sind. In einem geschützten Rahmen  kann über eigene Empfindungen, Ängste und Sorgen gesprochen werden.

Es werden Informationen zu verschiedenen postpartalen psychischen Erkrankungen gegeben und Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten besprochen.

Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf 8 Personen begrenzt und es wird um Anmeldung über das AWO-Familienberatungszentrums gebeten – per Telefon unter 05361 2759313 oder per Mail unter fbz@awo-bs.de. Aufgrund der aktuellen Infektionszahlen werden beide Angebote als Online-Veranstaltungen durchgeführt.

Veranstaltungen im Rahmen der Weltwoche der Geburt:

  • „Schatten nach der Geburt – ein Gesprächskreis für Frauen“, Mittwoch, 19. Mai 2021, 16:30 - 18:00 Uhr
  • „Schatten nach der Geburt – ein Gesprächskreis für Angehörige“, Donnerstag, 20. Mai 2021, 16:30 - 18:00 Uhr 

Liebe Single Mütter, liebe Single Väter,

zur Weltwoche der Geburt wird im AWO Kinder- und Familienzentrum am 20.05.2021, in der Zeit von 13 - 16:30 Uhr, in der Franz-Marc-Straße 2A, 38448 Wolfsburg, ein spezielles Angebot für Alleinerziehende stattfinden.

In Kooperation mit Frau Pordzik von der Fabi und Frau Heil von der AWO Beratungsstelle planen wir gemeinsam mit Ihnen nachhaltige Unterstützungsmöglichkeiten für Alleinerziehende zu schaffen.

Wir wissen um die besondere Belastungssituation von ein- Eltern- Familien, die sich über mehrere Ebenen erstrecken:

Alleinerziehende sind gegenüber anderen Familienformen im Steuerrecht und auf dem Arbeitsmarkt schlechter gestellt, sie haben mit rund 43 Prozent das größte Armutsrisiko aller Familienformen, und das obwohl die Erwerbstätigkeit alleinerziehender Frauen mit circa 70 Prozent hoch ist und weiter ansteigt. Arbeit allein schützt sie und ihre Kinder also nicht vor Armut. Da Leistungen wie das Kindergeld, der Unterhaltsvorschuss, oder das Elterngeld vollständig auf Sozialleistungen angerechnet werden, bieten sie gerade für Haushalte mit niedrigem Einkommen keinen Schutz vor Altersarmut, im Alter sind sie deshalb überproportional von Altersarmut betroffen.

Dazu kommt, dass Alleinerziehende, neben der alleinigen Alltagsverantwortung, oft zusätzlich zu Organisierungs- und Versorgungsfragen, häufig mit außergewöhnlich hohen Belastungssituationen konfrontiert sind: Zu diesen zählen: die Trennung selbst, das Verhältnis zur Expartnerin bzw. -partner, rechtliche Auseinandersetzung um die Trennung oder Kindesunterhalt, finanzielle Probleme, zeitliche Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, fehlende Zeit für eigene Bedürfnisse, 
und vieles mehr. Die psychosozialen Belastungen sind im Vergleich zu anderen Familienformen um ein achtfaches erhöht.

Studien belegen, dass sich alleinerziehend-sein negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Belegt ist u. a., dass alleinerziehende Frauen und Männer höhere Prävalenzen für Depressionen haben. Alleinerziehende Mütter haben im Vergleich zu in Partnerschaft lebenden Müttern häufiger körperliche und psychische Beeinträchtigungen der Gesundheit.

Umso dringender ist es, zusammen mit der Zielgruppe, passgenaue Unterstützungen zu schaffen, über bestehende Angebote zu informieren, Austausch zu ermöglichen und die „Unsichtbarkeit“ sichtbar zu machen. Dazu laden wir alle Betroffenen live oder online ein, sich am 20.5.2021, in der Zeit von 13 - 16:30 Uhr einzufinden und teilzunehmen. Ob die Veranstaltung in Präsenz oder Online stattfindet, richtet sich nach den dann gegebenen Infektionsschutzrichtlinien. Sie erhalten dazu rechtzeitig weitere Informationen. Zusammen möchten wir so oder so den Rahmen für bedarfsgerechte psychosoziale Unterstützung gestalten und ausfüllen.

Fühlen Sie sich herzlichst Willkommen! Ihre Belange sind uns wichtig!

(Claudia Ehlers, Koordinatorin des AWO Kinder- und Familienzentrums Wolfsburg) 


Quellen:

ALLEINERZIEHEND – SITUATION UND BEDARFE 

Aktuelle Studienergebnisse zu Nordrhein-Westfalen und der Bundesrepublik Deutschland

Monika Placke, Landesgeschäftsführerin Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Landesverband Niedersachsen e. V.