Klimaanpassungskonzept der Stadt Wolfsburg – beschlossen am 01.10.2025
Der Rat der Stadt Wolfsburg hat am 01.10.2025 die Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts beschlossen. Das Konzept zeigt auf, wie sich Wolfsburg gezielt auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und gleichzeitig Chancen nutzen kann.
Was ist das Ziel?
Wolfsburg soll auch in Zukunft ein sicherer, lebenswerter und widerstandsfähiger Ort bleiben. Das Klimaanpassungskonzept bündelt dazu Maßnahmen und Strategien, um Menschen, Natur und Infrastruktur besser vor Hitze, Starkregen oder anderen Extremwetterereignissen zu schützen.
Was beinhaltet das Konzept?
- Analyse der Klimafolgen: Welche Veränderungen sind bereits spürbar und womit müssen wir in Zukunft rechnen?
- Bewertung lokaler Risiken: Welche Bereiche der Stadt sind besonders betroffen?
- Strategie und Maßnahmen: Priorisierte Handlungsfelder, konkrete Vorschläge und ein Maßnahmenplan – von kurzfristigen Schutzmaßnahmen bis zu langfristigen Lösungen.
- Verstetigung in der Verwaltung: Klare Zuständigkeiten und feste Strukturen für eine dauerhafte Umsetzung.
- Controlling: Regelmäßige Überprüfung, ob Maßnahmen wirken.
- Beteiligung: Aktive Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Akteurinnen und Akteuren.
Was bedeutet das für Wolfsburg?
Das Konzept ist die Grundlage, um Wolfsburg frühzeitig, vorausschauend und nachhaltig auf den Klimawandel vorzubereiten. Mit den beschlossenen Maßnahmen werden Risiken reduziert und die Anpassungsfähigkeit der gesamten Stadt gestärkt.
| Titel des Projekts: |
Einzelvorhaben Integriertes und nachhaltiges Klimaanpassungsmanagement und -konzept der Stadt Wolfsburg
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| Förderschwerpunkt: |
Erstellung eines Nachhaltigen Anpassungskonzepts (Erstvorhaben)
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| Laufzeit: |
01.05.2023 – 30.06.2025
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| Förderkennzeichen: |
67DAA01051
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Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMVU) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestags. BMVU https://www.bmuv.de/themen/klimaschutz-anpassung/klimaanpassung Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) gGmbH https://www.z-u-g.org/aufgaben/foerderung-von-massnahmen-zur-anpassung-an-die-folgen-des-klimawandels/ |
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| Vorhabenbeschreibung: |
Das Vorhaben dient der Erarbeitung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes im Rahmen eines nachhaltigen Anpassungsmanagements für die Stadt Wolfsburg. Ziel ist es die notwendigen Anpassungsprozesse möglichst frühzeitig, systematisch und integriert in Übereinstimmung mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung anzugehen. Das Anpassungskonzept dient als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Anpassungsaktivitäten in der Kommune. Dabei soll aufgezeigt werden welche Potenziale zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels bestehen und umfasst einen entsprechenden Anpassungsplan. Die Inhalte des Anpassungskonzepts gehen konkret auf die lokalen Besonderheiten ein und entsprechen zusätzlich den Nachhaltigkeitszielen. Die im Rahmen des Vorhabens gewonnenen Ergebnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen dienen als Grundlage für die anschließend geplante Umsetzung des nachhaltigen Anpassungskonzepts mit seinen prioritären Maßnahmen. Mit Hilfe des Konzepts soll insgesamt die Anpassungsfähigkeit der Stadt Wolfsburg erhöht werden.
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| Ziel und Inhalt: |
Ziel des Klimaanpassungskonzepts ist es Maßnahmen und Strategien in der Stadtverwaltung zu bündeln und aufzuzeigen, wie die Anpassungsfähigkeit von Menschen, Ökosystem und Infrastrukturen gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels gestärkt werden können. So soll eine nachhaltige und widerstandsfähige Zukunft für die Stadt Wolfsburg trotz des Klimawandels ermöglicht werden. |
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Kurzbeschreibung und Zweck des Vorhabens:
Es ist davon auszugehen, dass der Klimawandel weiter voranschreiten wird und damit auch in Wolfsburg Wetterereignisse mit steigenden Schadenspotenzialen zunehmen werden. Mit der Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes möchte die Stadt Wolfsburg zunächst untersuchen von welchen bereits bestehenden und zu erwartenden Klimafolgen die Stadt betroffen sein wird. Daraufhin sollen die relevanten Handlungsfelder integriert und langfristig betrachtet werden, um eine Strategie mit Gegenmaßnahmen auszuarbeiten. Auf den bisherigen Erfahrungen aufbauend, ist es das ausgemachte Ziel, frühzeitig für Klimawandelfolgen gewappnet zu sein, um die Verwundbarkeit natürlicher, sozialer und wirtschaftlicher Systeme gegenüber Klimafolgen zu mindern und gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit dieser Systeme sowie die Ausnutzung möglicher Chancen zu erhöhen.
Als Grundlage für das Klimaanpassungskonzept werden im ersten Schritt bereits eingetretene Klimawandelfolgen analysiert und erwartbare zukünftige Klimawandelfolgen prognostiziert. Daraus können entstehende Herausforderungen und Chancen abgeleitet und Handlungsfelder benannt werden, die sowohl kurzfristige akute, als auch langfristige Folgeerscheinungen des Klimawandels berücksichtigen. Werden diese Daten mit örtlichen Begebenheiten, wie z.B. der Bevölkerungs- oder Siedlungsstruktur überlagert, können im nächsten Schritt besonders betroffene oder sensible Handlungsfelder und Orte (Hotspots) ausfindig gemacht werden.
Auf Grundlage dieser Analyseergebnisse wird eine Gesamtstrategie ausgearbeitet, die Handlungsfelder priorisiert, Lösungsansätze aufzeigt, ganzheitliche Zielstellungen unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsziele formuliert und notwendige Flächenbedarfe für Anpassungsmaßnahmen benennt.
Ein Maßnahmenkatalog bildet die Grundlage für die Umsetzung der Klimaanpassungszielstellungen. Dieser benennt Ziele mit unterschiedlichen Zeithorizonten und dafür notwendige Handlungserfordernisse. Hierbei werden mögliche Synergien oder Konflikte zu Klimaschutzaktivitäten überprüft.
Um Klimaanpassungsaktivitäten dauerhaft in der Verwaltung und der Kommune zu integrieren, wird eine Verstetigungsstrategie ausgearbeitet, die auf organisatorischer Ebene ansetzt Zuständigkeiten benennt, Strukturen schafft und Vernetzungen fördert.
Auch ein Cotrollingkonzept ist Teil des Vorhabens. Es hat das Ziel kurz-, mittel- und langfristige Wirkung des Anpassungsmanagements systematisch zu erfassen und auszuwerten.
Der gesamte Prozess wird von einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit und Akteur*innen und Bürger*innenbeteiligungen begleitet. Dafür soll in einer Kommunikationsstrategie erarbeitet werden, wie die Thematik Aufmerksamkeit erhalten kann, um eine breite und aktive Mitwirkung bei Beteiligungen und der Umsetzung von Maßnahmen zu erreichen.
| Ansprechpartnerin: |
Frau Lansing E-Mail: klimaschutz@stadt.wolfsburg.de |