Vorstandsbereich Dezernat II

Bildungsdezernat

Dezernentin Iris Bothe

Stadträtin Iris Bothe © Günter PoleyMein Hauptanliegen ist es, die Grundhaltung aller Akteure in der Bildungslandschaft zu erreichen, Bildung als eine gemeinsame Verankerung zu verstehen und wahrzunehmen.
 

Entlang der Bildungsbiografie sind (alle) Menschen, Familien, Kitas, Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Kultur, Musikschulen und Bibliotheken, sowie Sport, Vereine, Verbände, Institutionen, Hochschulen, Familien- und Erwachsenenbildung u.v.m. miteinander nachhaltig zu vernetzen, die Kooperationskultur verbindlich weiterzuentwickeln, Angebote abzustimmen und Erfahrungen auszutauschen. 

Hierzu gehört auch eine kommunal-staatliche Verantwortungsgemeinschaft, in der zwischen kommunaler und staatlicher Seite gemeinsam darüber diskutiert und entschieden wird, welche Ziele die Wolfsburger Bildungslandschaft hat. 

Dabei sind die Übergänge entscheidend sowie die systematische Einbeziehung non-formalen und informellen Wissens und Könnens in die individuelle Bildungsförderung. Die gemeinsame Orientierung und das Verständnis ganzheitlicher Bildung in all seinen Facetten sind ein wesentlicher Schlüssel für die individuelle, selbstbestimmte und zukunftsorientierte Lebensgestaltung. Integration und Teilhabe werden hiermit ermöglicht und bilden damit eine Ressource für die Zukunft der Stadtgesellschaft. Weiterführende Informationen

Über mich

Ein Würfel setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen © AG Visuell - Fotolia.comIch bin Diplom-Sozialpädagogin und seit dem 1. April 2012 Dezernentin für die Bereiche Jugend, Bildung und Integration bei der Stadt Wolfsburg. Als Wahlbeamtin wurde ich von Rat der Stadt Wolfsburg für acht Jahre in diese Position gewählt. 

Vorher war ich als Leiterin des Geschäftsbereiches Schule tätig, und davor viele Jahre Führungskraft im Jugendbereich. Dank meiner bisherigen Erfahrungen kann und möchte ich auch in meiner neuen Funktion wichtige Impulse innerhalb der Bildungslandschaft Wolfsburgs setzen.

Es gibt nicht mehr nur einen bestimmten Weg. Die Lösung für den Bildungserfolg liegt daher auch nicht in der einzelnen Bildungseinrichtung, sondern in der gemeinsamen Gestaltung Aller, die mit ihren vielfältigen Professionen in der Wolfsburger Bildungslandschaft aktiv sind. So kann das Motto "Wolfsburger bilden Wolfsburg" Wirklichkeit werden.

Beruflicher Werdegang

1987 
Abitur, Gymnasium an der Max-Planck-Straße in Delmenhorst

1988 bis September 1991 
Studium der Sozialpädagogik, Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Abschluss: Diplom-Sozialpädagogin

Oktober 1991 bis September 1992 
Berufspraktikum bei der Personalentwicklung der Volkswagen AG,
Abteilung Planung und Koordination Aus- und Fortbildung

Oktober 1992 
Staatliche Anerkennung als Sozialpädagogin

Oktober 1992 bis September 1993 
Volkswagen AG, Diplom-Sozialpädagogin bei der Personalentwicklung
Abteilung Planung und Koordination Aus- und Fortbildung
Beschäftigungsbereiche bei der Stadt Wolfsburg

Oktober 1993 bis Juli 1995 
Jugendamt der Stadt Wolfsburg, Diplom-Sozialpädagogin im Jugendzentrum Forsthaus Fallersleben

Juli 1995 bis November 1995 
Jugendamt, Diplom-Sozialpädagogin im Jugendtreff „Onkel Max“

November 1995 bis Mai 1998 
Jugendamt, Leiterin Jugendtreff „Onkel Max“

Mai 1998 bis Dezember 1998 
Jugendamt, Diplom-Sozialpädagogin Jugendschutz/Kinder- und Jugendkulturarbeit

Januar 1999 bis August 2007
Geschäftsbereich Jugend, Stadtjugendpflegerin

September 2007 bis Mai 2009 
Geschäftsbereich Jugend, Abteilungsleiterin Kindertagesbetreuung und Unterhalt 

Juni 2009 bis März 2012 
Leiterin Geschäftsbereich Schule

seit April 2012
Dezernentin für die Bereiche Jugend, Schule und Integration bei der Stadt Wolfsburg

Eine Besprechungssituation © Aerogondo - Fotolia.comGeschäftsbereiche und Referate

Die folgenden Geschäftsbereiche und Referate der Stadt Wolfsburg gehören zu meinem Vorstandsbereich als Bildungsdezernentin:

Stabsstellen und Projekte

Die folgenden Stabsstellen und Projekte sind mir als Stadträtin direkt zugeordnet. 

Städtische Ausschüsse und Gremien

Tochtergesellschaften und Beteiligungen

Die Volkshochschule als Tochter der Stadt Wolfsburg ist ein wichtiger Akteur in der Wolfsburger Bildungslandschaft und gehört ebenfalls zu meinem Zuständigkeitsbereich als Bildungsdezernentin. 

VHS - Bildungszentrum Wolfsbuger Volkshochschule gGmbH

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1 Kommentare

Mark Heilmann 05.11.2015 22:48:02

Offener Brief an 5.11.2015

Herrn Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg

Frau Iris Bothe, Stadträtin

Frau Doris Henjes, Schulleiterin GS7

Ich bin gestern Abend der Einladung zu dem Elternabend der Grundschule Alt-Wolfsburg

gefolgt, um mich von Ihnen über die Situation, die derzeit an der Schule meiner Tochter vorliegt, informieren zu lassen, und natürlich um meinen Bedenken / Sorgen / Ängsten eine Stimme zu verleihen.

Mein erster Eindruck war, dass von vielen Eltern dasselbe Interesse bestand, denn die Musikaula

war gut besucht.

Die Präsentation von Frau Bothe begann und es waren viele Informationen zum Thema Flüchtlinge und auch zu den Gegebenheiten vor Ort.

Da teilten Sie uns mit, dass es einen Sicherheitsdienst für die Erstaufnahme in der Turnhalle der GS7 gibt, der 24h vor Ort ist.

Nun zu meiner Wortmeldung und Ihren Antworten, welche ich nicht nachvollziehen kann.

Mir ist bewusst, das Anwesende evtl. beim Lesen dieser Zeilen mit den Augen rollen, dürfen sie, aber vielleicht

klärt sich durch diesen Brief auch mein hartnäckiges Verhalten und sie können nachvollziehen, worum es eigentlich geht.

Meine Wortmeldung beinhaltete die Frage, wofür der Sicherheitsdienst dort sei?

Ich vermutete, dass er für die Sicherheit, sowohl der Flüchtlinge als auch der Schülerinnen und Schüler

zuständig war, und setzte voraus, dass die Security Mitarbeiter natürlich auch ein Auge auf

mögliche Kontakte in und um die Einrichtung zwischen Kindern und Flüchtlingen hätten.

Ich habe Sie dann darauf hingewiesen, dass ich eine „Aufsichtsperson“ vermisst habe, die ein Auge

auf die Schülerinnen und Schüler zum Schulende vorne am Haupteingang werfen könnte.

Warum ? Weil ich Angst um meine Tochter habe! Wovor ? Vor Übergriffen von männlichen Flüchtlingen !

Da es bei vielen Leuten mittlerweile Usus ist, dass sobald ein Flüchtlingskritiker oder jemand der Ängste äußert, sofort in die „rechte Ecke“ gestellt wird und versucht wird ihn mit der „Naziklatsche“ mundtot zu machen, möchte ich vorweg ein zwei Sätze hierzu sagen:

Ich finde, dass Wolfsburg eine gute Strategie fährt, was die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen

angeht und dies beibehält solange es möglich ist und dass Wolfsburg auch hier eine Vorbildfunktion erfüllt für viele andere Gemeinden.

Und ich halte es für enorm wichtig, dass wir den Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, helfen und ihnen so gut es geht eine Unterkunft anbieten und ihnen die Hand reichen.

Nun zurück zu meiner Wortmeldung:

Ich habe ANGST um das Wohl meiner Tochter.

Von Ihnen, Herr Mohrs, hätte ich als erstes Verständnis für meine Äußerung erwartet, da Sie als studierter Soziologe, Pädagoge und Psychologe sehr genau wissen sollten, dass wir unsere Ängste, so unbegründet sie auch sein mögen, selten oder nur sehr schwer, mit Hilfe von Therapeuten und über einen langen Zeitraum in den Griff bekommen können, wenn dies überhaupt möglich ist.

Viele Männer kennen das, wenn die Gattin laut schreiend und stocksteif aus dem Badezimmer um Hilfe schreit, weil einer unserer achtbeinigen Freunde durch die Wanne schlendert.

Mit Hinweisen wie diese Bestie am besten zu töten sei, kommt der Mann üblicherweise seiner Pflicht nach, wenn auch mit einem unverständlichen Lächeln auf den Lippen und entsorgt diesen Störenfried umgehend.

Ich denke nahezu jeder ist meiner Meinung, dass diese Frauen (evtl. auch Männer) noch nie von einer Spinne gebissen wurden, und dass diese Angst eigentlich, für uns Außenstehende zumindest, vollkommen unbegründet ist.

Angst ist selten erklärbar, selten messbar und nachvollziehbar und kann durch verschiedene Umstände verstärkt oder entschärft werden.

Ich denke mein Beispiel ist klar, und Sie würden diese Personen mit einer Spinnenphobie ja auch nicht als

paranoid, mordlüstern oder ähnliches bezeichnen, oder?

Zurück zum Thema:

Natürlich habe ich um meine Tochter immer Angst, wenn sie Kontakt mit Fremden haben könnte, ohne dass ich dabei bin. Und als sie eine Zeitlang alleine mit dem Bus zur Schule fuhr, bekam meine Frau immer ein kleines Herz per WhatsApp, wenn unsere Tochter in der Schule angekommen war.

Jetzt mögen das Viele für übertrieben halten oder übervorsichtig, allerdings hat dieses kleine Herz uns ein

sicheres Gefühl geschenkt, und das alleine war es wert.

Warum verstärkt sich nun meine Angst?

Weil die Kinder der GS7 mit sehr viel mehr fremden Personen in Kontakt kommen, dabei ist es mir vollkommen egal, ob es Flüchtlinge, Syrer, Araber, Schweden, Deutsche oder Marsmenschen sind.

Der Weg von der Turnhalle zum Penny Markt am Hansa Platz führt nun einmal genau am Haupteingang der Grundschule vorbei, und dadurch dass auch männliche Flüchtlinge mal „raus“ müssen und sich so ein Einkaufsmarkt anbietet, wird es natürlich vermehrt zu Kontakten, welcher Art auch immer kommen, das ist eine

vollkommen logische Konsequenz.

Nun fragte mich der Moderator, ob es einen bestimmten Anlass gäbe, warum ich dort am Haupteingang, zumindest zu den Zeiten des Schulbeginns und Schulendes, eine Aufsichtsperson wünsche?

Wenn es einen Anlass gegeben hätte, wäre es schon zu spät gewesen, finden Sie nicht?

Frau Bothe, Sie sagten, dass meine Angst ja vollkommen unbegründet sei, denn das seien ja ganz normale Menschen, wie Du und Ich und dass sich an der Situation vor der Schule nichts ändern würde, es gäbe ja auch

sonst fremde Personen im Umfeld der Schule….

Ja, wenn es denn Menschen wie Du und Ich sind, wozu haben sie eine Security Firma in der Einrichtung, die 24h vor Ort ist? Wenn der Grund jener ist, dass es zu „Unruhen“ in der Einrichtung kommen kann, dann haben wir evtl. schon den Beweis, dass Flüchtlinge, aufgrund der psychischen Belastung ihrer Flucht, ihrer Unterbringung, ihrer fehlenden Privatsphäre (dadurch bedingten hohen Testosteronspiegel ? ), und ihrer mangelnden „Auslastung“/ Beschäftigung eben NICHT Personen, wie Du und Ich, sondern frustriert und teilweise schlecht berechenbar sind, eben aus vorher genannten Gründen. Und das wäre jeder Mensch, ganz gleich welcher Herkunft!

Ich habe mich noch nicht mit meinem Nachbarn geprügelt, oder streite mich mit ihm, weil sie dieses Miteinander eben nicht miteinander vergleichen können Frau Bothe.

Weiterhin denke ich, dass „Gelegenheit, Diebe macht“, auch dies hat nichts mit Flüchtlingen oder Fremdenhass zu tun, sondern wie man am Beispiel des kleinen Mohammed / Elias sieht, können die Gegebenheiten evtl. strafbares Handeln begünstigen, und da spreche ich auf die örtlichen Gegebenheiten vor der GS7 an.

Der Durchgang zwischen Schule und Hochhaus ist sehr düster, selbst bei Tageslicht, von der Unterführung im Anschluss brauche ich gar nicht sprechen, sehr uneinsichtig.

Und für alle Frauen, die bei meinen Äußerungen nur den Kopf schütteln, würde mich interessieren, wenn sie in der Dunkelheit, die zu dieser Jahreszeit, alleine durch diese Unterführung müssten, und ihnen kämen 1, 2 oder mehr fremde Männer entgegen (unabhängig ihrer Herkunft), ob sie dann nicht auch ein mulmiges Gefühl bekämen ? Wenn nicht, dann freue ich mich für sie.

Auch der Einwurf von Frau Henjes, der Schulleiterin, passte so gar nicht zu ihrer Aussage, welche sie

in einem Interview der Wolfsburger Nachrichten vom 29.10.2015 gab: “Ich kann gut verstehen, dass einige Schuleltern Bedenken äußern und auch Angst um die Sicherheit ihrer Kinder haben.“

Mit ihrem Einwurf, dass sie und auch der Kontaktbeamte (Herr Durdel?), bislang keinerlei Auffälligkeiten bemerkt haben, nehmen sie niemandem die Angst, denn aus 3 Gründen hat ihr Einwurf

wenig Aussagekraft.

1. Sie beziehen „keinerlei Auffälligkeiten“ auf den Zeitraum von 3 Tagen, in denen diese

Situation erstmals zustande gekommen ist?

Ich hoffe sie nehmen es mir nicht übel, wenn ich bezweifle, dass dieser kurze Zeitraum

ausreichend ist, um schon eine „Gesetzgebung von menschlichem Verhalten“, als statistische Grundlagen belegen zu können.

2. Sie sagten selber, dass Sie zwar fremde Personen auf dem Schulgelände ansprechen, sofern Sie sie auf dem Schulgelände anträfen, aber dass Sie natürlich keine Zeit haben 6 Stunden lang durch die Gänge der Schule zu schleichen (sinngemäß wiedergegeben).

Auch hier dürfen Sie mir nicht übel nehmen, wenn ich die zeitliche Abdeckung dieser Beobachtung in Frage stelle.

3. Wir haben im späteren Verlauf des Abends gehört, dass es eine hohe Fluktuation der Bewohner der Flüchtlingserstaufnahmeunterkunft gibt (etwa im 3 Wochen Rhythmus).

Wenn es also bei der ersten, zweiten oder dritten Gruppe keinerlei Auffälligkeiten gibt oder geben würde, könnten sie nur bedingt eine Aussage für folgende Gruppen treffen.

Ich möchte auch bemerken, dass Sie als „Ungeübte“ im Erkennen einer Straftatvorbereitung

die Möglichkeit hätten, einen Übergriff, wie auch immer der aussehen mag zu bemerken, und dementsprechend zu handeln.

Das bedeutet, wenn es zu einer „Auffälligkeit“, wie Sie es nennen, kommen sollte, ist es schon für

das betreffende Opfer / die betreffenden Opfer zu SPÄT, denn dann ist schon etwas passiert.

Was wäre denn eine „Auffälligkeit“ in ihrem Sinne?

Ein nicht gewollter Körperkontakt ? (streicheln über die Haare des Kindes),

Ein Bedrängen verbaler oder körperlicher Art?

Ein Entblößen der Genitalien in Gegenwart eines Kindes?

Sexuelle Handlungen an einem Kind ?

Vergewaltigung eines Kindes ?

Mehrfache Vergewaltigung eines Kindes ?

Todesfolge ?

Kommen wir zurück zu meinem Einwurf am gestrigen Abend, um einen Lösung zu finden, welche für alle Beteiligten annehmbar und durchführbar gewesen wäre:

Ich habe vorgeschlagen, dass jemand von der Security sich ja zu Schulbeginn und zum Schulschluss

für 30 bis 45 Minuten am Haupteingang der Schule aufhalten könnte, um evtl. Übergriffe, so gering die Chance darauf auch sein möge, zu verhindern oder zu minimieren, durch die bloße Anwesenheit.

Selbst wenn das eine, in Ihren Augen vollkommen unsinnige Aktion wäre, würden sich sehr viele Eltern dadurch erheblich wohler fühlen, u.a. auch ich.

Die Angst wäre nicht verschwunden, sondern noch vorhanden, allerdings wäre sie minimiert, und das mit

einem minimalen Maß an Aufwand, denn, der Kollege der Security würde seinen Job nur 150 m entfernt ausüben, es käme also nicht mal zu einem erhöhten Kostenaufwand.

Diese „Aufsicht“ könnte sogar unterstützend eingreifen, wenn sich Kinder den Flüchtlingen gegenüber verbal daneben benehmen würden. Das kam ja auch schon vor, wie Sie uns gestern bestätigten, Frau Henjes.

Leider wurde mein Vorschlag ziemlich schnell versucht niederzureden, und das, ohne sich auch nur die Zeit zu nehmen, sich intensiver damit zu befassen.

Frau Henjes und eine Mutter waren der festen Überzeugung, dass ein Security Mitarbeiter am Haupteingang ein „falsches“ Zeichen für die Kinder wäre und diese verunsichern würde.

Sie selbst Frau Henjes, sagten aber, dass der Kontaktbeamte der Stadt ein gern gesehener Gast bei Ihnen wäre und die Kinder ihn sehr schätzen und mögen, dies widerspricht direkt dem „falschen“ Zeichen !

Ihre Argumentation hinkt an dieser Stelle stark. Oder haben Sie Vorurteile gegenüber Security Mitarbeitern?

Ich möchte hier auf eine Aktion der Polizei hinweisen, welche meiner Meinung nach angebracht ist.

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/facebook-botschaft-erreicht-riesiges-publikum-polizei-hagen-eltern-sollten-kindern-nicht-mit-der-polizei-drohen/11968294.html

Falls Eltern feststellen, dass ihr Kind Probleme oder Ängste gegenüber Sicherheitsbeamten hat (in welcher Form auch immer, ich zähle in diesem Fall den Kollegen der Security Firma dazu), oder sich durch sie verunsichert fühlt, sollten sie sich evtl. mit diesem Thema befassen.

In diesem Fall überlasse ich auch nicht meinem Kind die Entscheidung darüber, denn es ist ein Kind. In dem Fall denke ich ist es meine Aufgabe als Elternteil, diese Entscheidung zum Wohle meines Kindes zu treffen, aber das mag jeder anders sehen.

Zurück zum „falschen“ Zeichen, dass den Kindern der GS7 damit übermittelt werden könnte.

Hierzu habe ich eine Anmerkung: Was wird den Kindern in der Erstaufnahmeunterkunft damit vermittelt?

Sie sind genauso Kinder wie unsere!

Wenn ich es den Flüchtlingskindern (die traumatische Erfahrungen evtl. mit Soldaten gemacht haben) in der Einrichtung zumuten kann, dass 5 oder 6 Sicherheitsbeamte innerhalb des umzäunten Geländes umherwandern, dann denke ich, können wir das unseren Kindern sehr wohl zumuten. Ich traue meiner Tochter das zu und weiß, dass sie damit überhaupt kein Problem hat.

Zu guter Letzt möchte ich nochmal das Wort an Herrn Mohrs richten, denn Sie fragten, woher meine

„Annahme“ kommt, dass es zu „Übergriffen“ zwischen Flüchtlingen und Anwohnern kommt.

Diese „Annahme“ beziehe ich aus verschiedenen Zeitungsberichten und Berichten aus dem Internet und aus einer Tatsache, die meiner Familie widerfahren ist.

Wenn sie solche Berichte noch nicht gelesen haben, wie Sie sagen, dann werfe ich Ihnen vor, das Sie sich

nicht ausreichend informieren, oder Sie Ihre Quellen überdenken sollten.

Selbst wenn Sie der Meinung sind, dass diese Berichte einer widerlichen Propagandafeder rechter Schreiberlinge entsprungen sind, möchte ich Ihnen daraufhin 3 Dinge entgegnen.

Erstens können weder Sie noch ich zu 100% sagen, ob es den Tatsachen entspricht und welche Berichte das tatsächliche Geschehen widerspiegeln, sowohl Ihrer als auch meiner Quellen.

Zweitens reichen solche Berichte, über die weder Sie noch ich urteilen können, ob sie der Wahrheit entspringen oder manipuliert worden sind, mir aus, um meine Angst und meine Unsicherheit zu schüren, denn selbst der geringste Prozentsatz an Wahrheit würde mich nur bestätigen, und da vor dem Flüchtlingsstrom schon über „Übergriffe“ in der Presse berichtet wurde, halte ich es für höchst unwahrscheinlich, dass es nun nichts dergleichen mehr geben soll.

Und drittens habe ich einen Tatsachenbericht aus meiner Familie, in der meine Tante an einer Flüchtlingsunterkunft vorbeilief während sie mit dem Hund spazieren war, und ein männlicher Flüchtling mit entblößtem Genital am Zaun stand und sie bat, näher zu kommen.

Meine Tante sprach die Security der Unterkunft an und berichtete, was ihr gerade passiert war und bekam daraufhin die Aussage des Security Beamten zu hören:

„Naja, sie wurden ja nicht vergewaltigt.“

Und diese eine Begebenheit reicht mir persönlich aus Sie zu bitten, dass Sie meinem und dem Anliegen mehrerer Eltern nachkommen und zu Schulbeginn und Schulschluss einen Sicherheitsbeamten

an den Haupteingang der GS7 zu postieren.

Wenn Sie sicher sind, dass nichts passiert, gehen wir damit eben 200 % sicher und mir und vielen Eltern ist ein wenig die Angst genommen, die wir um unsere Kinder haben, ob nun berechtigt, verständlich oder nicht.

Denn falls es zu einem Übergriff kommen sollte, so unwahrscheinlich er in Ihren und vieler anderer Augen sein mag, dann möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken, in der Sie eine kleine Bitte ignoriert haben und sich Vorwürfe machen und nachts nicht schlafen können, nur weil Sie es für unwahrscheinlich gehalten haben. Denn dann sind Sie persönlich dafür verantwortlich.

Ich fand die Idee, dass es eine Art Spielgruppe geben soll, damit Flüchtlingskinder mit unseren zusammen spielen können, durchaus sinnvoll. Probleme sehe ich allerdings in Bezug auf Tuberkulose und andere ansteckende Krankheiten. Solange es eine Erstaufnahme ist und eine Infektion nicht ausgeschlossen werden kann, halte ich es für mehr als fraglich, ob die Sicherheitsanforderungen in Bezug auf diese übertragbaren Krankheiten gegeben sind. Anders als der Herr vom Gesundheitsamt habe ich nämlich die Information, dass Tuberkulose durch Tröpfcheninfektion weitergegeben wird, und nicht wie er es erklärte, ein mindestens 24 stündiger Kontakt mit einem Infizierten auf engen Raum bestehen muss.

PS: Ich habe wie mein Vater es mir beigebracht hat, nochmal eine Nacht darüber geschlafen, wenn auch eher schlecht, bevor ich Ihnen diesen Brief geschrieben habe.

Ich gehe davon aus, dass Sie Selbiges tun werden, und freue mich über Ihre baldige Stellungnahme zu dem Thema.

PPS: Sie, Herr Mohrs, fielen mir schon aufgrund ihrer Körpersprache unangenehm auf, denn Sie saßen

vor all diesen Eltern mit verschränkten Armen, leicht zurückgelehnt, was einen selbstgefälligen Eindruck auf mich machte, so wie der, eines bockigen Kindes, welches keine Lust auf diese Veranstaltung hat.

Soviel zur non-verbalen Kommunikation. Sie als studierter Soziologe, Pädagoge und Psychologe

können bestimmt sehr gut nachvollziehen, wie dies auf Ihren Gegenüber wirkt, leider war Ihnen das zu diesem

Zeitpunkt scheinbar nicht geläufig.

Mit freundlichem Gruß

Mark Heilmann

Klaus Mohrs 09.11.2015 16:17:03

Sehr geehrter Herr Heilmann,

mir ist nicht erst durch Ihren sehr ausführlichen Brief, sondern auch an dem Elternabend sehr bewusst gewesen, dass Sie große Sorge um das Wohl Ihres Kindes haben.

Ihr Wunsch ist es, dass mit einer Präsenz von Sicherheitspersonal, Ihre Angst entschärft wird. Ihr Vorschlag dazu ist morgens zu Schulbeginn und mittags zum Schulende durch entsprechendes Sicherheitspersonal Ihr Gefühl von Sicherheit zu erhöhen.

Ich nehme Ihre Hinweise ernst, auch wenn ich nicht zu den gleichen Schlussfolgerungen komme. Gerade zu Schulbeginn und auch zum Schulende ist der Bereich um den Haupteingang der Schule sehr belebt und bietet dadurch schon ein erhebliches Maß an Sicherheit durch soziale Kontrolle.

Ich habe im Übrigen ebenfalls die Gelegenheit genutzt eine Nacht darüber zu schlafen, bevor ich Ihnen auf diesem Wege antworte und bin zu folgendem Ergebnis gelangt:

1. In den nächsten Wochen wird immer mal wieder der städtische Ordnungsdienst sich ein Bild machen von der Abholsituation der Kinder vor dem Haupteingang. Hier ist es gut ein paar Fakten und Beobachtungen zu haben, um den Gegebenheiten gerecht zu werden.

2. Frau Bothe und ich bieten Ihnen einen gemeinsamen Termin an, um ausführlich auf die verschiedenen Aspekte Ihres Schreibens einzugehen, unsere Beweggründe darzulegen und uns mit Ihnen im Dialog auszutauschen.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Mohrs

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