Grüner Faden

Eine Mobilitätsstrategie für Wolfsburg

Nachhaltig und zukunftsfähig: Entwickelt für Wolfsburger Mobilitätsbedürfnisse

Fahrrad
Schuh
Bus
Fahr Fahrrad Bus und Bahn
W-LAN
 LKW - Wirtschaft Auto
Digitalisierung
der Verkehrssysteme
      Wirtschaftsverkehr       Kfz-Verkehr (elektrisch)


Hinweis: Alternativ können Sie sich das Video auch direkt bei YouTube anschauen.
Der Link zum Video "Grüner Faden" (öffnet sich in einem neuen Fenster).

Warum braucht Wolfsburg eine Mobilitätsstrategie?


Anführungszeichen  Wolfsburg ist ein Oberzentrum, das viele Menschen zum Arbeiten, Wohnen und vielem Anderen mehr anzieht. Das hat massive Auswirkungen auf die Mobilität in der Stadt. Gleichzeitig verändern technische Entwicklungen im Rahmen der Digitalisierung und Elektromobilität den Anspruch der Menschen an eine zeitgemäße Mobilität und entsprechende Angebote in der Stadt. Wir werden Verkehr und Mobilität in Wolfsburg nur nachhaltig und zukunftsfähig aufstellen können, wenn wir diesen Charakteristika Rechnung tragen. Die Entwicklung einer auf Wolfsburger Bedürfnisse zugeschnittenen Mobilitätsstrategie halte ich daher für den richtigen Weg.

Klaus Mohrs, Oberbürgermeister
Anführungszeichen 


Serviceorientiert und schnell engagieren sich derzeit rund 2.700 Beschäftigte in der Stadtverwaltung für das Wohl der rund 125.000 Einwohnerinnen und Einwohner. 

Abwechslungsreiche Aufgaben in vielen verschiedenen Berufsfeldern warten auf Sie – von A wie Abfallwirtschaft bis Z wie Zivil- und Katastrophenschutz. 

Werden Sie Teil des Teams und helfen Sie dabei, die Stadt lebens- und liebenswert zu gestalten!

Serviceorientiert und schnell engagieren sich derzeit rund 2.700 Beschäftigte in der Stadtverwaltung für das Wohl der rund 125.000 Einwohnerinnen und Einwohner. 

Abwechslungsreiche Aufgaben in vielen verschiedenen Berufsfeldern warten auf Sie – von A wie Abfallwirtschaft bis Z wie Zivil- und Katastrophenschutz. 

Werden Sie Teil des Teams und helfen Sie dabei, die Stadt lebens- und liebenswert zu gestalten!

Serviceorientiert und schnell engagieren sich derzeit rund 2.700 Beschäftigte in der Stadtverwaltung für das Wohl der rund 125.000 Einwohnerinnen und Einwohner. 

Abwechslungsreiche Aufgaben in vielen verschiedenen Berufsfeldern warten auf Sie – von A wie Abfallwirtschaft bis Z wie Zivil- und Katastrophenschutz. 

Werden Sie Teil des Teams und helfen Sie dabei, die Stadt lebens- und liebenswert zu gestalten!

Fahrradfahrer

Um die sich verändernden Arbeits-, Lebens-, und Mobilitätsbedürfnisse der Menschen zu berücksichtigen und die Digitalisierung ziel- und bedarfsgerecht zu nutzen, benötigt Wolfsburg als junge und dynamische Stadt eine moderne Mobilitätsstrategie – quasi als "Grüner Faden". Die Vision ist, den Mix der verschiedenen Verkehrsmittel in Richtung einer stadt-, umwelt- und sozialverträglichen Mobilität mit hoher Angebotsvielfalt und der bedarfsgerechten Einbeziehung digitaler Lösungen zu verändern. 

Aktuell befindet sich ein Entwurf nach dem Strategieansatz "Von der autogeprägten Stadt zur Mobilitätsstadt mit einem starken Umweltverbund" in der politischen Beratung. Ein Beschluss wird für Ende des Jahres 2020 angestrebt.

Schuh

Bus

  • Verlagern des motorisierten Individualverkehrs auf den öffentlichen Straßen- und Schienenverkehr 
  • Verbessern der Anbindung der Stadtteile untereinander und an das Umland (inkl. Park+Ride und Bike+Ride in Wolfsburg und in der Region) 
  • Beschleunigung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) 
  • Attraktivierung durch einfache, moderne Tarif- und Bezahlangebote sowie digitale Ergänzungsangebote in den Verkehrsmitteln
  • Verbessern der Barrierefreiheit im ÖPNV durch Berücksichtigen der Belange von Fußgänger*innen, insbesondere von älteren Menschen, behinderten Personen sowie von Menschen mit Kindern 

Weitere Informationen und bestehende Projekte:

W-LAN

Weitere Informationen und bestehende Projekte:

LKW - Wirtschaft
Auto
  • Förderung alternativer Antriebstechnologien 
  • Verkehrswege funktional ausgestalten
  • Kapazität des Straßenverkehrsnetzes für den KfZ-Verkehr von der künftigen Stadtentwicklung weiter entkoppeln
  • Minderung der Spitzenbelastungen auf den Hauptverkehrsachsen
  • Stärken von Mobilitätsketten und des Mobilitätsmixes durch Verbessern der Angebote des Verkehrsverbundes in allen Stadtteillagen
  • Umfassendes und besseres Verknüpfen aller Verkehrsmittel des Umweltverbundes 

Weiterführende Informationen:

  • Der Mobilitätsentwicklung in Wolfsburg langfristig eine Zielrichtung geben
  • Eine abgestimmte Entscheidungsgrundlage für künftige Beschlüsse liefern
  • Schwerpunktsetzungen in der Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung bieten
  • Eine Erfolgskontrolle der Ziele durch eine kontinuierliche Fortschreitung gewährleisten

In einer Mobilitätsstrategie werden Mobilitätsziele für die kommenden Jahre entwickelt und kontinuierlich fortgeschrieben. Ihr Erreichen soll evaluierbar sein.

Die Ziele sollen Verwaltung und Politik einen Rahmen für künftige Planungs- und Finanzierungsentscheidungen liefern und politische Schwerpunktsetzungen ermöglichen. Sie wird kontinuierlich fortentwickelt. Im Umgang mit Zielkonflikten soll die Mobilitätsstrategie auch der gesellschaftlichen Konsensfindung dienen. Bereits vorhandene Ansätze, Konzepte und Strategien werden berücksichtigt.

Auf neue und dynamische Entwicklungen und die sich verändernden Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung soll die Strategie flexibel reagieren können. Daher hat sich die Stadt bewusst für eine Strategie und keinen Verkehrsentwicklungs- oder Gesamtverkehrsplan mit eher langfristigen Perspektiven, einem umfassenden Erarbeitungsprozess und statischen Ergebnissen entschieden.

In Workshops mit Vertreter*innen von Verwaltung, Politik, Wirtschaft sowie Verbänden wurde die methodische Vorgehensweise abgestimmt. Gemeinsam wurden die Ziele und Kernaussagen der Strategie erarbeitet. Darauf aufbauend enthält die Strategie sogenannte Schlüsselthemen. Diese setzen bewusst Schwerpunkte, die wesentlich zur Zielerreichung beitragen. Dazu können beispielsweise Verkehrs- und Mobilitätskonzepte zählen, die eigens für Neubaugebiete entwickelt werden. Darunter ordnen sich konkrete Projekte einer gewissen Mindestgröße an. Im 4. Quartal 2020 soll der politische Beschluss für die Mobilitätsstrategie "Grüner Faden" folgen.

In der Task Force Verkehr entwickeln die Partner*innen Volkswagen, Volkswagen Betriebsrat, Autostadt, Wolfsburg AG und Stadt Wolfsburg aufeinander abgestimmte Konzepte, die den Verkehrsfluss in Wolfsburg dauerhaft verbessern. Auf Initiative des damaligen Personalvorstands Dr. Horst Neumann, des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh und des Oberbürgermeisters Klaus Mohrs wurde im Februar 2012 die TaskForce Verkehr eingesetzt. Regelmäßig treffen sich Vertreter*innen der einzelnen Abteilungen und Partner*innen, um geeignete Verkehrsmaßnahmen zu identifizieren und zu planen. Diese gilt es, mit den Schlüsselthemen und Projekten der Mobilitätsstrategie "Grüner Faden" eng zu verzahnen.

Weiterführender Link:

"Wir alle wollen ungestört unsere Wege zurücklegen. Wir wollen pünktlich und entspannt zu Terminen kommen. Dazu brauchen wir einerseits die richtige Infrastruktur, andererseits aber auch Rücksichtnahme, damit wir uns nicht gegenseitig stören. Für ersteres kann die öffentliche Hand einen wesentlichen Beitrag leisten. Für letzteres braucht es das Mitwirken aller Verkehrsteilnehmer*innen." Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide

Um ein Bewusstsein in der Stadtgesellschaft dafür zu schaffen, hat die Stadt Mitte August 2020 verschiedene Aktionen gestartet: So wurden in der Fußgängerzone grüne Schirme aufgehängt, ein grüner Teppich unter anderem vor dem Hauptbahnhof ausgerollt und markante Gebäude wie das Schloss, das phaeno, die Autostadt und das Planetarium grün angestrahlt. Auch ein Bus der Wolfsburger Verkehrs GmbH (WVG) wirbt für den "Grünen Faden". 

Nicht nur Wolfsburg denkt grün. Auch der Regionalverband Großraum Braunschweig zielt mit seinem Mobilitätsmanagement auf ein klimafreundlicheres Nutzungsverhalten der Verkehrsteilnehmer*innen.

Mobil zu sein heißt, Möglichkeiten mit Bus, Bahn, zu Fuß, Fahrrad oder Auto zu erkennen und zu nutzen. Für jede Lebensphase möchte der Regionalverband Möglichkeiten in der Mobilität  aufzuzeigen. In Wolfsburg leben und arbeiten und in Braunschweig Sushi essen, alle Menschen sind unterwegs. Es gibt unendlich viele Beispiele, wie Lebensqualität und Mobilität, Hand in Hand gehen. Gemeinsam mit den Kommunen und den Gemeinden sollen Ideen  entwickelt und umgesetzt werden. 

Viele Informationen rund um die Mobilität finden Sie auf www.mobi38.de (Link öffnet sich in einem neuen Fenster).

Trendindikatoren geben Aufschluss darüber, wie sich die Verkehrs- und Mobilitätssituation aktuell in Wolfsburg darstellt. Gemessen wurden zum Beispiel die Unfallzahlen, welchen Anteil welches Verkehrsmittel hat, Modal Split genannt, die Erreichbarkeit der Innenstadt, etc. 

Hier einige Beispiele:

Verkehrsmittelwahl (Modal Split)

Rund 60 Prozent der Wege wurden in Wolfsburg 2010 mit dem Auto zurückgelegt, 20 Prozent mit dem Bus, 13 Prozent mit dem Fahrrad und 7 Prozent zu Fuß. 91 Prozent der Einpendler*innen aus dem Großraum Braunschweig nutzen für den Arbeitsweg das eigene Auto (motorisierter Individualverkehr), 7 Prozent den Öffentlichen Personennahverkehr und 2 Prozent kommen mit dem Fahrrad.

Pendlerströme

Parallel zur steigenden Zahl an Beschäftigten in Wolfsburg ist auch die Zahl der Einpendler*innen gestiegen – zwischen 2000 und 2016 um 21 Prozent. 2019 pendelten täglich ca. 78.700 Beschäftigte nach Wolfsburg ein, während nur ca. 9.000 Beschäftigte auspendelten. Am häufigsten pendelten die Beschäftigten aus den Landkreisen Gifhorn, Helmstedt und der Stadt Braunschweig. Insgesamt stammen etwa 62.000 Einpendler*innen aus Niedersachsen, ca. 9.200 aus Sachsen-Anhalt und rund 1.100 aus Berlin.

Erreichbarkeit der Innenstadt

… mit dem motorisierten Individualverkehr

Der Kraftfahrzeugbestand in Wolfsburg ist innerhalb von zehn Jahren (2008 bis 2018) um 28 Prozent gestiegen. Davon sind aktuell in Wolfsburg etwa 140.510 PKW zugelassen, mehr als die Stadt Einwohner*innen hat. Nicht alle hier zugelassenen Autos fahren auch hier. In Wolfsburg liegt die Anzahl an PKWs pro Kopf laut Mobilitätsuntersuchung Großraum Braunschweig aus dem Jahr 2010 bei 0,5. Pro Tag ist ein*e Wolfsburger*in durchschnittlich 85 Minuten unterwegs, davon 45 Minuten im PKW.
Das Wolfsburger Straßennetz besitzt eine Gesamtlänge von 667 km. Vergleicht man die räumliche und zeitliche Entfernung im Straßenverkehr, wird deutlich, dass alle Ortsteile innerhalb von 20 Minuten erreicht werden können. Allerdings kommt es vor allem zu den Hauptverkehrszeiten zu Überlastungen im Straßennetz und dadurch bedingten zeitlichen Verzögerungen.

Exemplarische räumliche und zeitliche Entfernung im Straßenverkehr in Wolfsburg

Abbildung 1: Exemplarische räumliche und zeitliche Entfernung im Straßenverkehr in Wolfsburg.

… mit dem ÖPNV

Der Anteil der Wege, die in Wolfsburg mit dem ÖPNV zurückgelegt werden, liegt bei 7 Prozent – das entspricht in Deutschland der Nutzung des ÖPNV im ländlichen Raum. Die jährliche Fahrleistung in Kilometern im Liniennetz der WVG ist zwischen 2010 und 2015 gestiegen, seitdem allerdings tendenziell leicht rückläufig. Die Zahl der Fahrgäste ist im gleichen Zeitraum gestiegen. 
Durch den sternförmigen Aufbau des Liniennetzes wird die Erreichbarkeit der Innenstadt aus allen Ortsteilen gewährleistet. Je nach Ortsteil benötigt man bis zu 40 Minuten. Allerdings sind manche Ortsteile durch fehlende Direktverbindungen schlechter angebunden als andere. Und es gibt Defizite in den Tagesrandzeiten. Künftige Maßnahmen im ÖPNV werden u.a. hier ansetzen. 

Exemplarische räumliche und zeitliche Entfernungen im ÖPNV in Wolfsburg

Abbildung 2: Exemplarische räumliche und zeitliche Entfernung im ÖPNV in Wolfsburg.

… mit dem Fahrrad

Die Länge des Fahrradstraßennetzes in Wolfsburg beträgt insgesamt 287 Kilometer (2019). Innerhalb von 30 Minuten können mit dem Fahrrad vom Zentrum aus nahezu alle Ortsteile erreicht werden. Die Wolfsburger*innen besitzen durchschnittlich pro Kopf 0,9 Fahrräder.

Exemplarische räumliche und zeitliche Entfernungen im Radverkehr in Wolfsburg

Abbildung 3: Exemplarische räumliche und zeitliche Entfernung im Radverkehr in Wolfsburg.

Sicherheit

Trotz des gestiegenen Verkehrsaufkommens in den vergangenen Jahren ist im Zeitraum zwischen 2014 und 2019 die Anzahl der Straßenverkehrsunfälle im motorisierten Verkehr insgesamt rückläufig. Wurden 2014 noch insgesamt 3.742 Unfälle erfasst, waren es 2019 nur noch 2.714 Unfälle. Im gleichen Zeitraum war die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrer*innen (872 insgesamt), allerdings mit einem leichten Wiederanstieg nach 2017. Die Sicherheit im Fußverkehr hat sich nach einem leichten Anstieg der Unfälle mit Fußgänger*innen zwischen 2015 und 2017 zuletzt wieder verbessert. Tendenziell gab es zwischen 2014 und 2019 einen leichten Rückgang.

Die Strategie "Grüner Faden" soll der Mobilitätsentwicklung in Wolfsburg langfristig eine Zielrichtung geben und so eine abgestimmte Entscheidungsgrundlage für künftige Beschlüsse liefern. In der Öffentlichkeit wird in diesen Wochen und Monaten für ein bewusstes Mobilitätsverhalten geworben – etwa mit Aktionen im August und September 2020, die mit der Farbe Grün spielten, mit Plakaten, einem entsprechend gestaltetem Bus der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) sowie Aktionen und Informationen auf den Onlinekanälen der Stadt.


 Eindrücke der Mobilitätskampagne
 
 Grüne Natur-Luftballons
 Grüne Natur-Luftballons am Himmel      Grüne Natur-Luftballons am Himmel
 
 Grüne Regenschirme am Glasdach
 Grüne Regenschirme unter dem Glasdach      Grüne Regenschirme unter dem Glasdach
 
 Plakatwerbung
 Plakatwerbung "Grüner Faden" an der Bushaltestelle      Kampagnenwerbung "Grüner Faden" auf den City Screens
 
 Grüne Fahrräder an verschiedenen Orten
 Grünes Fahrrad im Schlosspark in Fallersleben      Grünes Fahrrad am Handlauf am Rathaus in der Porschestraße
 
 Grüne Fahrradklingel und grüne Teppiche
 eine Fahrradklingel im Aktionsdesign "Grüner Faden"      Grüne Teppiche auf dem Hollarplatz
 
 Bus im Kampagnendesign "Grüner Faden"
 Bus mit der Kampagnenbeklebung "Grüner Faden"      Bus mit der Kampagnenbeklebung "Grüner Faden"