Neuigkeiten

Rund um das Thema Kunst in Wolfsburg

Eine Zeitung mit der Überschrift Aktuelles; Foto: Zerbor/Fotolia.com © Zerbor/Fotolia.com

Pressemitteilung vom 14.08.2019

Sommerfest und Ausstellungseröffnung

Sinta Werner zeigt ihre Kunst im Hauptbahnhof Wolfsburg

Die neue Ausstellung Return / Enter in der KUNST-STATION im Hauptbahnhof Wolfsburg wird am Mittwoch, 28. August, um 18 Uhr im Beisein der Künstlerin Sinta Werner eröffnet. Im Anschluss daran laden die Veranstalter zum Sommerfest an den Mittellandkanal ein.

Return / Enter ist eine Wand-Kachelarbeit und auf jeweils einer Seite des Aufenthaltsbereiches im Bahnhofsgebäude befinden sich die Begriffe Return und Enter in pixeliger Kachelästhetik. Das Begriffspaar Return / Enter ist einerseits von der Computertastatur bekannt, kann aber auch synonym für den Vorgang des Reisens gelesen werden: zu einem Ort zurückkehren, einen anderen Ort betreten.

Eine Ausstellung der Städtischen Galerie Wolfsburg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und der Neuland Wohnungsgesellschaft. Weitere Infos unter: www.staedtische-galerie-wolfsburg.de.

Pressemitteilung vom 24.07.2019

Christian Schiebe erhält Auszeichnung

Druckwerkstattstipendium „ABDRUCK“ 2019 vergeben

Nach Hanna Nitsch, Lucie Mercadal und Christoph Mascher hat nun Christian Schiebe das Stipendium "ABDRUCK" für die Druckwerkstatt der Städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg erhalten.

Bereits zum vierten Mal hat die Braunschweigische Stiftung Stipendien in ihrem Projektfeld "Bildende Kunst" an Künstlerinnen und Künstler der Region vergeben. Das Stipendienprogramm umfasst zwei Stipendien: Das Vorhabenstipendium "IDEE" und das Werkstipendium "ABDRUCK".

Das Vorhabenstipendium "IDEE" wird im Jahr 2019 an den Künstler Steve Luxembourg vergeben. Das Werkstipendium "ABDRUCK" in Kooperation mit der Städtischen Galerie Wolfsburg geht an Christian Schiebe. Die Stipendiaten werden zur Eröffnung der Malte Sartorius Ausstellung im Rahmen vom Wochenende der Graphik am 9. November in der Villa von Amsberg (Friedrich-Wilhelm-Platz, 38100 Braunschweig) ihr Vorhaben der Öffentlichkeit vorstellen. Und zum Abschluss der Stipendienzeit, im Sommer 2020, werden die Ergebnisse der Künstler im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.

Die geförderten Künstler erhalten ein Forum, um ihre Werke zu präsentieren. Sie werden dabei von dem Kunstwissenschaftler Marcus Körber begleitet, um eine reflektierte und kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen künstlerischen Werk während der Stipendienzeit zu ermöglichen.

Der Stipendiat in der Druckwerkstatt der Städtischen Galerie Wolfsburg, Christian Schiebe, lebt und arbeitet als Bildender Künstler in Braunschweig. Er stammt aus Neubrandenburg, wo er 1985 geboren wurde. Schiebe studierte an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin und an der Kunsthochschule in Kassel. Er war zunächst Lehrbeauftragter an der Kunsthochschule Weißensee und ist nun Lehrbeauftragter für Bildnerisches Gestalten an der FH Anhalt in Dessau.

Seit seinem Meisterschülerabschluss 2014 bei Prof. Nanne Meyer arbeitet er ausschließlich prozessorientiert mit dem Medium Zeichnung und zu den Themen "Erfindung, Erscheinung und Erfahrung". Sein Interesse richtet sich auf Prozesse und Phänomene, die sich außerhalb von wortsprachlicher Fassbarkeit befinden. Statt Dinge zu bezeichnen, fasst der sie in Zeichnungen und Zeichnungsinstallationen. Die Faszination von Sehen und Nicht-Sehen, von Anwesenheit und Abwesenheit drückt sich in seinen Werken aus. Seit seiner Arbeit als Zeichner bei einer Ausgrabung in Ägypten entwickelt sich sein Werkzyklus "Feldzeichnungen" und nun möchte der Künstler mithilfe des Stipendiums "ABDRUCK" seine Bildsprache mit druckgrafischen Mitteln in der Druckwerkstatt im Schloss Wolfsburg erweitern.

Die Förderung von jungen Künstlern und Künstlerinnen, auch im regionalen Verbund, ist ein wichtiger Baustein der Städtischen Galerie Wolfsburg und so wurde im Jahr 2015 erstmals und in Kooperation mit der Braunschweigischen Stiftung das Druckwerkstattstipendium "ABDRUCK" ins Leben gerufen. Denn mit der im Schloss angesiedelten Druckwerkstatt verfügt die Städtische Galerie Wolfsburg, als Museum für Gegenwartskunst, zusätzlich über einen einmaligen Ort zeitgenössischer Kunstproduktion. Seit über 50 Jahren bietet die Werkstatt Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit des künstlerischen Experiments, der Aneignung von Wissen und des Austauschs zwischen Kunstschaffenden und der Bevölkerung.

Das Werkstipendium "ABDRUCK" ist eine Kooperation der Braunschweigischen Stiftung mit der Druckwerkstatt der Städtischen Galerie Wolfsburg. Es ist kein finanzielles Stipendium, sondern bietet dem Stipendiaten / der Stipendiatin die Möglichkeit, in der gut ausgestatteten Druckwerkstatt zu arbeiten und Neues zu erproben. Anleitung und Hilfestellung durch einen erfahrenen Druckgrafiker geben auch und vor allem Künstlern und Künstlerinnen, die bisher nicht mit Druckmedien gearbeitet haben, Gelegenheit zu neuen Arbeitsimpulsen. Ziel dieser Künstlerförderung, die sich an Künstler und Künstlerinnen, die im Braunschweigischen wohnen, richtet, ist die Entwicklung neuer, experimenteller Grafikarbeiten und dadurch die Setzung weiterer Akzente in der Kunstlandschaft des Braunschweigischen Landes.


Pressemitteilung vom 17.06.2019

Mensch Macht Maschine

Städtische Galerie zeigt zweite Fassung von Nik Nowaks Ausstellungsreihe „DELETHE“

Das Langzeitprojekt DELETHE wurde 2012 als Projekt des Künstlers Nik Nowak, des Rechtsanwalts Philipp Brandt und des Kurators Peter Lang (✝) gegründet. 2014 kamen die Kommunikationsdesigner VERBALVISUAL als Kollaborateure hinzu. DELETHE befasst sich mit der Frage nach dem Umgang und der Löschung von Daten nach dem Tod. Die Städtische Galerie zeigt die zweite Fassung der Ausstellungsreihe vom 25. Juni bis 27. Oktober.

Das Projekt ist Forum, Selbstversuch und Service zugleich und möchte den aktuellen Stand der Rechtslage mit der praktischen Umsetzbarkeit von Löschung persönlicher Daten nach dem Tod abgleichen. Mit dem Tod eines Menschen ergeben sich persönliche und rechtliche Fragen zum Umgang mit den Daten in der virtuellen Realität. Profile in den sozialen Netzwerken, Avatare, Accounts bestehen weiter. Die Ausstellung stellt unter anderem die Fragen, wem die Daten nach dem Ableben gehören; ob es einen Rechtsanspruch auf Löschung gibt; was der Kontrollverlust über die Daten bedeutet und ob es ein Recht auf das Vergessen werden gibt.

In der begehbaren Installation DELETHE spielen künstlerische Reflektionen zum Wandel unserer Zeit sowie das Verhältnis konkreter zu virtueller Realität in Bezug auf die Speicherung und Löschung von Daten, Vergessen und Archivieren eine Rolle.

Nik Nowak ist Künstler, Musiker und Kurator. Seine medienübergreifende künstlerische Arbeit befasst sich häufig mit der Wirkung von Sound, so wie mit der Rolle von Soundsystemen als kulturelle Transmitter oder akustische Waffen. Soundobjekte wie "Mobile Booster", "Panzer" und die "Echodrohnen" verschafften ihm weltweite Aufmerksamkeit.

Neben seiner Ausstellungstätigkeit geht er dem Phänomen der mobilen Soundsysteme seit Jahren auch wissenschaftlich nach und hält Vorträge zu diesem Thema. Außerdem tritt er regelmäßig mit Live- und DJ-Sets alleine oder mit seiner Band Schockglatze als Musiker auf.

Nowak studierte von 2002 bis 2007 Kunst an der Universität der Künste, Berlin, war Meisterschüler von Prof. Lothar Baumgarten und besuchte 2007 die Bildhauerklasse von Xiang Jing an der Shanghai Normal University. 2007 wurde ihm das Georg-Meistermann-Stipendium verliehen. 2014 kuratierte er in Zusammenarbeit mit dem Museum Marta die internationale Ausstellung "BOOSTER Kunst Sound Maschine" und wurde mit dem Gasag Kunstpreis ausgezeichnet, der herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik ehrt.


Pressemitteilung vom 22.03.2019

Ideenwettbewerb „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS“

Ausschreibung für künstlerischen Nachwuchs

Zum vierten Mal schreibt das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) der Stadt Wolfsburg den Wettbewerb "Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS, Ideenwettbewerb für den künstlerischen Nachwuchs" aus.

Neben den Studierenden richtet sich der Wettbewerb auch wieder an die jungen Absolventen der Fachrichtung "Freie Kunst" und anderer Kunst-Studiengänge mit dem Schwerpunkt "Kunst im öffentlichen Raum" an deutschen Hochschulen. Den Nachwuchskünstlern wird die Möglichkeit geboten, Ideen für Projekte im Stadtbild Wolfsburgs vorzuschlagen. Dabei steht den Teilnehmern frei, für welchen Standort innerhalb des Stadtgebiets sie ihre Projekte entwickeln möchten. Erwartet werden visionäre Ideen, die von den derzeitigen Freiräumen in der Stadt Besitz ergreifen.

Wie zu jeder Ausrichtung üblich, ist auch in diesem Jahr ein "ungeregelter Standort", ein von städtischer Seite vorgeschlagener Raum, als Anreiz für die Teilnehmer gegeben: die neu angelegte Verbindungsbrücke zwischen dem Bestandsgebäude C und dem Neubau des Ambulanzzentrums des Klinikums. Der beste Beitrag wird von der Jury zum Preisträger gekürt und erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Bis zu drei weitere Arbeiten können eine besondere Anerkennung erhalten, diese sind mit einer abgestuften finanziellen Honorierung von jeweils 500 Euro verbunden.

Mit dem Ideenwettbewerb setzt der Geschäftsbereich Kultur ein Projekt aus dem Kulturentwicklungsplan der Stadt Wolfsburg um, mit den Zielen den künstlerischen Nachwuchs zu fördern, und Wolfsburg als Zentrum für zeitgenössische Kunst um eine weitere Nuance zu ergänzen.

Einsendeschluss der Ideen ist der 30. August. Alle Informationen zum Ideenwettbewerb 2019 sind unter wolfsburg.de/izs erhältlich.


Pressemitteilung vom 09.01.2019

Angelika Bucher „Retrospektive“

Querschnitt durch das vielschichtige Werk der renommierten Wolfsburger Künstlerin

Wer kennt sie nicht, Angelika Bucher, die Grafikerin, Malerin, Leiterin der Kinderkunstschule "Mäusewerkstatt". Ihre Ausstellung "Retrospektive", die vom 3. bis 24 Februar im Gewölbekeller von Schloss Wolfsburg zu sehen ist, zeigt einen Querschnitt durch das vielschichtige Werk der renommierten Wolfsburger Künstlerin.

Die gebürtige Dresdnerin hat an der Werkkunstschule in Hannover studiert und später an der Hochschule für bildende Künste (HBK) in Braunschweig die Radierung als Medium für sich entdeckt. Als Grafikerin hat sie diese zu ihrem speziellen Ausdrucksmittel gemacht und ihre Drucke erfolgreich im In- und Ausland präsentiert. Aber auch ihre Reiseaquarelle sind beeindruckend. Zu ihren beliebten Themen gehören detaillierte und filigran gestaltete Federn oder Küchenmotive mit Gemüse, Fischen oder Stillleben. Auch Bäume, Strelitzien oder die Serie "Gedanken", bei der der Tod Ihres Sohnes Thema ist. Aber auch streng grafische Objekte in unendlicher Vielfalt zeigen das große schöpferische Potential der ehemaligen Wolfsburger Kunstlehrerin. Die Technik der Radierung hat sie darüber hinaus bei Besuchen in Wolfsburgs Partnerstadt Togliatti vermittelt. Hier war sie als Jurymitglied für einen Designwettbewerb der Kunsthochschule eingeladen und pflegte viele Kontakte zur Kinderkunstschule Regenbogen. Ein weiteres Standbein war ihre Kinderkunstschule "Mäusewerkstatt", in der Kinder die komplizierte Technik der Radierungen erlernt und viele internationale Auszeichnungen errungen haben.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 3. Februar, 11 Uhr im Gartensaal, Schloss Wolfsburg eröffnt. Weiter Infos finden Sie hier.