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Gemeinsam gestalten: Demokratie im Alltag stärken

Stadt legt neues Konzept für Erinnerung und Mitmachen vor

Wie wollen wir in Wolfsburg zusammenleben? Wie erinnern wir uns – und wie stärken wir Demokratie ganz konkret im Alltag? Genau darum geht es im neuen städtischen Konzept „Demokratie – Erinnern – Resilienz“, das jetzt erstmals einen gemeinsamen Rahmen für Erinnerungsarbeit, Demokratieförderung sowie Prävention und Intervention schafft. Der Rat der Stadt Wolfsburg berät das Konzept in seiner Sitzung im Februar. 

 

Ein Schild mit der Aufschrift "Demokratie"

Demokratie soll im Alltag spürbar sein

Das Ziel ist klar: Wir wollen die demokratische Alltagskultur in Wolfsburg dauerhaft stärken. Demokratie soll nicht nur in einzelnen Projekten vorkommen, sondern fest im städtischen Handeln verankert sein. Dafür bündeln wir bestehende Angebote, entwickeln sie weiter und schauen genau hin, was wirklich wirkt. Gleichzeitig wollen wir Menschen erreichen, die bisher kaum Zugang zu Demokratieförderung hatten. 

Erinnern und Gegenwart zusammendenken

Eine wichtige Rolle spielt das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS).  
Es verbindet die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. So wird Erinnerung lebendig – und hilft, demokratische Werte heute bewusst zu leben. 

Oberbürgermeister Dennis Weilmann macht deutlich: „Demokratie beginnt hier vor Ort – in unseren Kitas, Schulen, Vereinen, Stadtteilen und Nachbarschaften. Mit dem neuen Konzept schaffen wir eine gemeinsame Grundlage für eine Stadtgesellschaft, in der Erinnerung und demokratische Teilhabe gelebt werden – offen, vielfältig und verbindlich.“ 

Klare Standards, starke Zusammenarbeit

Auch Stadträtin Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales, betont den neuen Ansatz: „Wir setzen auf klare Standards, verbindliche Zusammenarbeit und passgenaue Angebote – damit Demokratiebildung nicht punktuell bleibt, sondern strukturell wirkt und ihre Qualität dauerhaft gesichert ist. Besonders wichtig ist mir, dass wir alle Lebenswelten mitdenken – gerade auch die, die bisher zu wenig erreicht wurden.“ 

Kultur als Raum für Austausch und Beteiligung

Demokratie lebt vom Dialog – und auch Kunst und Kultur leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Erster Stadtrat und Kulturdezernent Kai-Uwe Hirschheide sagt: 
„Zur Förderung der Demokratieentwicklung kann auch Kunst und Kultur einen wesentlichen Beitrag leisten. Dabei schaffen kulturelle Angebote Möglichkeiten für Begegnung, Austausch und Partizipation, fördern das Verständnis für Vielfalt und stärken das demokratische Bewusstsein.“ 

Wie es weitergeht

In den kommenden Monaten machen wir die im Konzept entwickelten Qualitätsstandards für Demokratieförderung, Erinnerungs- und Community-Arbeit öffentlich zugänglich – auch digital. Zusätzlich planen wir Workshops für Fachbereiche, Träger, Kultureinrichtungen und Bildungsakteur*innen, um die Standards gemeinsam zu vertiefen und praxisnah umzusetzen. 

Noch in diesem Jahr sollen erste Modellprojekte zeigen, wie wirksame Demokratieförderung in Wolfsburg konkret aussehen kann. Das Konzept ist dezernatsübergreifend entstanden und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Prävention, Erinnerungsarbeit, kultureller Bildung, Jugendhilfe und Stadtteilarbeit. 

Demokratie geht uns alle an – und wir gestalten sie gemeinsam. 

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