Startschuss zur Kerksiek-Umgehung
Bauarbeiten bis Frühjahr 2027 – Verkehrsentlastung für Ehmen und Mörse

„Mit dem Mittelteil der Kerksiek-Umgehung setzen wir jetzt das noch fehlende Stück um. Damit entlasten wir nicht nur den Kerksiek selbst von Verkehr, sondern auch die beiden Ortsteile Ehmen und Mörse insgesamt. Zudem sanieren wir eine wichtige Querverbindung für Radfahrerinnen und Radfahrer. Gleichzeitig stellen wir bei der Bauausführung natürlich auch sicher, dass der sichere Schulweg der Kinder in unseren Planungen berücksichtigt wird. Dies zeigt einmal mehr, dass wir Mobilität ganzheitlich denken und weiterhin in unsere Verkehrsinfrastruktur investieren“, fasst Oberbürgermeister Dennis Weilmann zusammen.
5.700 Quadratmeter Fahrbahn, 3.400 Quadratmeter Geh- und Radweg
„Es freut mich, dass wir das fehlende Stück der Kerksiek-Umgehung nun umsetzen können. Die Planung eines solchen Projekts erfordert die Berücksichtigung vieler unterschiedlicher Anforderungen. Mit der gewählten Lösung ist es gelungen, Mobilität und Naturschutz in einen ausgewogenen Einklang zu bringen“, ergänzt Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat.
Auf dem gut 850 Meter langen Stück werden im Rahmen der Bauarbeiten rund 5.700 Quadratmeter (m²) Fahrbahn neu hergestellt sowie rund 3.400 m² Geh- und Radweg saniert. Dafür wird der bereits jetzt nördlich des Wohngebietes Kerksiek verlaufende, landwirtschaftlich genutzte Weg erneuert. Während der Arbeiten muss dieser Weg – genauso wie der als Schulweg genutzte Landwirtschaftsweg zwischen dem Kerksiek und der Fallersleber Südstadt – gesperrt werden.
Lärmreduzierung im Fokus
Neben der Fahrbahn werden auch Schächte für die Straßenentwässerung sowie eine Amphibienleiteinrichtung gebaut. Für die neue Straße wird lärmarmer Asphalt verwendet, um die Lärmbelastungen für die Anlieger*innen zu minimieren. Dazu wird ergänzend auch eine kleine Geländemodellierung im Umfeld vorgenommen, um weitere Lärmreduzierungen erreichen zu können. Künftig bekommt diese Kreuzung aus Kerksiek-Umgehung sowie Geh- und Radweg zudem eine Ampel. Die Kosten belaufen sich auf voraussichtlich 2,4 Millionen Euro.
Hintergrund zum Baugebiet Kerksiek
Aufgrund der Größe des Baugebietes wurde die Entwicklung des Kerksiek in mehrere Bauabschnitte gegliedert, um eine abschnittsweise Erschließung möglich zu machen. Der Verlauf der Umgehungsstraße wurde im Jahr 2004 mit dem Bebauungsplan „Kerksiek“ beschlossen und 2011 noch einmal angepasst. Dadurch musste die Planung überarbeitet und es mussten Grundstücke neu erworben werden.
Der erforderliche Objektbeschluss für den Bau der Umgehung wurde 2019 durch den Rat der Stadt Wolfsburg gefasst, konnte im Anschluss aufgrund der Corona-Pandemie und Haushaltsvorbehalten aber nicht umgesetzt werden. 2025 wurde die Bauvorbereitung wieder aufgenommen, mit dem Ziel in 2026 zu bauen. Dabei bildet der jetzt angegangene Abschnitt das letzte noch zu realisierende Teilstück der verkehrlichen Erschließung des Kerksiek.