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Starkregen- und Überflutungsvorsorge Nordsteimke

Teilprojekt des E+E Vorhabens „Regionale Blau-Grüne Infrastruktur in Stadtregionen“

Das Projekt „Starkregen- und Überflutungsvorsorge in Nordsteimke“ ist Teil des Förderprogramms für Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E-Vorhaben) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV). Ziel des Vorhabens ist die Erprobung und Weiterentwicklung blauer (wasserbezogene) und grüner (vegetationsgeprägte) Infrastrukturen im Großraum Braunschweig, um die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu fördern. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Infrastrukturen für eine klimaresiliente Stadt und Landschaftsentwicklung gestärkt werden. Die Umsetzung erfolgt nach dem Prinzip der Schwammlandschaften, bei dem Niederschlagswasser möglichst vor Ort zurückgehalten, gespeichert und genutzt wird.

Mit der Umgestaltung der öffentlichen Grünfläche im „Rodelandring“ will die Stadt Wolfsburg ein Vorhaben zur Starkregen- und Überflutungsvorsorge für den südlichen Bereich des Ortsteils Nordsteimkes umsetzen. 

Wiederholte Starkregenereignisse in den Jahren 2020 und 2021 haben in Nordsteimke gezeigt, wie hoch das Risiko von Überflutungen sein kann. Mehrere Grundstücke und Gebäude waren betroffen, wodurch zum Teil Schäden entstanden sind.

Untersuchungen haben ergeben, dass die bestehenden Entwässerungssysteme den zukünftigen Anforderungen an Starkregenereignisse nicht mehr genügen, wodurch eine naturnahe und nachhaltige Lösung im Sinne einer blau-grünen Infrastruktur erforderlich ist. Ziel ist es, Regenwasser künftig dort zurückzuhalten, zu speichern und abzuleiten, wo es anfällt.
Hierfür werden Eingriffe im Straßenraum beginnend am Rodelandring z. B. durch Aufpflasterungen, notwendig, um durch Fließweganpassungen die Regenmengen in eine Grünfläche einzuleiten. Das Regenwasser Kanalsystem muss mit Ab- und Überläufen ergänzt, Notwasserwege müssen hergestellt werden.

Das Projektgebiet umfasst die städtische Grünfläche am Rodelandring sowie die Wegeverbindung entlang der Straße „Am Gänsekamp“ bis zur Nordsteimker Straße (K 5). Von den Maßnahmen sollen nicht nur die unmittelbar angrenzenden Bereiche profitieren, sondern auch die Straßen „Am Mooranger“ und „An der Nachtweide“, für die ebenfalls ein verbesserter Schutz vor Überflutungen erreicht werden soll.



Grünfläche am Rodelandweg
Grünfläche am Rodelandring
Überflutung in der Straße Am Mooranger
Überflutung in der Straße „Am Mooranger“

Ziel des Projekts

Die multifunktionale Umgestaltung der öffentlichen Grünfläche im Rodelandring verfolgt dabei die Ziele:

  • Reduzierung der Überflutungsgefahr der umliegenden Grundstücke durch lokale Wasserrückhaltung
  • Erhöhung ökologischer Strukturvielfalt 
  • Steigerung der Aufenthaltsqualität

Dem Klimaanpassungskonzept (KLAK) der Stadt Wolfsburg wird gefolgt, indem Teile des Schwammstadtprinzips umgesetzt werden. Dadurch werden Niederschläge vor Ort zurückgehalten und die Einleitung in das Kanalnetz wird reduziert.

Blau-Grüner Städtebund

In einer übergeordneten Projektidee wollen die drei Oberzentren Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg gemeinsam die wassersensible Stadtentwicklung stärken. Grundlage sind drei abgestimmte Pilotprojekte und ein regelmäßiger Austausch. Letztlich soll die Idee einer wassersensiblen Stadtplanung in den Verwaltungen etabliert und ein starkes Netzwerk aufgebaut werden.

Finanzierung und Kooperation

Das Projekt „Starkregen und Überflutungsvorsorge in Nordsteimke“ ist Teil des Verbundvorhabens „Regionale Blau-Grüne Infrastruktur in Stadtregionen“. Ziel ist die Erprobung und Entwicklung (sog. E+E) von blauer (wasserbezogener) und grüner (vegetationsgeprägter) Infrastruktur im Großraum Braunschweig zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und das Bewusstsein für deren Bedeutung zu stärken. Die Umsetzung erfolgt nach dem Prinzip der Schwammlandschaften. Diese speichern, filtern und regulieren Wasser vor Ort, um beispielsweise Trockenphasen auszugleichen oder zum Hochwasserschutz beizutragen.

Koordiniert durch den Regionalverband Großraum Braunschweig werden Modellprojekte in den Jahren 2025 bis 2030 an zehn Standorten in der Region gemeinsam mit lokalen Projektträgern entwickelt und umgesetzt. 

Das Blau-Grüne-Infrastruktur-Konzept soll erlebbar und in einem nächsten Schritt zu einem zentralen Baustein einer zukünftigen Freiraumstrategie im Großraum Braunschweig werden. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Hochschule Osnabrück.

Das ANK-Modellvorhaben (Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz) wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie durch den Regionalverband Großraum Braunschweig.

Kontakt:

Bei Rückfragen zum Projekt erreichen Sie uns per E-Mail: starkregenvorsorge@web.wolfsburg.de

Förderpartner

Unterstützerlogos Starkregenvorsorge
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