Pending Translation: Ein Stück Italien, ein Stück Wolfsburg
Pending Translation: Neue Informationstafeln erinnern an das ehemalige Italienerdorf

Pending Translation:
Wer heute an der Volkswagen Arena vorbeikommt, kann dort ein Stück Wolfsburger Geschichte entdecken. An der Gabionenwand, wo einst die Unterkünfte der ersten italienischen Arbeitskräfte standen, haben wir die historischen Fotografien erneuert. Der neue Schriftzug „Berliner Brücke. Wohnsiedlung der Italiener 1962 bis 1974“ macht die Geschichte dieses Ortes sichtbar.
Zusätzlich wird am Weg zu den ehemaligen Unterkünften, dem sogenannten Viale Berliner Brücke, eine neue Informationstafel aufgestellt. Texte auf Deutsch und Italienisch sowie historische Fotos erzählen vom Leben der Menschen, die hier einst wohnten. Über einen QR-Code kannst Du noch mehr über ihre Geschichte erfahren.
„Die Geschichte der Italienerinnen und Italiener gehört untrennbar zur Geschichte Wolfsburgs. Ihr Beitrag zur Entwicklung unserer Stadt, zu unserer Wirtschaft und zu unserem gesellschaftlichen Leben verdient es, sichtbar zu bleiben und an die nächsten Generationen weitergegeben zu werden. Deshalb wollen wir die Erinnerung an das ehemalige Italienerdorf auch im öffentlichen Raum stärker verankern und diesen wichtigen Teil unserer Stadtgeschichte dauerhaft würdigen“, unterstreicht Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Gekommen für ein Jahr, geblieben fürs Leben
„Ich kam 1962 nach Wolfsburg. Meine Adresse war ‚Berliner Brücke, Haus 1, Zimmer 14‘. Gekommen für ein Jahr – und bis heute geblieben.“
Mit diesen Worten erinnert sich unser Ehrenbürger Rocco Artale an seine Ankunft in Wolfsburg. Wie viele andere junge Italiener kam er mit einem Arbeitsvertrag von Volkswagen in die Stadt. Aus einem geplanten Jahr wurde ein ganzes Leben.
Anfang der 1960er Jahre entstand an der heutigen Carl Hahn-Brücke das größte italienische Dorf außerhalb Italiens und jenseits der Alpen. In 46 Baracken lebten zeitweise mehrere Tausend italienische Arbeitskräfte. Allein 1962 kamen fast 5.000 Italiener nach Wolfsburg, um bei Volkswagen zu arbeiten. Sie verließen ihre Heimat mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Ein Zuhause, das bis heute verbindet
Das sogenannte Italienerdorf war ursprünglich nur als vorübergehende Unterkunft gedacht. Oft teilten sich drei oder vier junge Männer ein Zimmer. Doch aus diesem Ort auf Zeit wurde für viele ein wichtiger Teil ihrer Lebensgeschichte.
Hier entstanden Freundschaften, Erinnerungen und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit. Viele der damaligen Bewohner blieben in Wolfsburg, gründeten Familien und prägten das Leben unserer Stadt über Generationen hinweg.
„Viele von uns sind heute Großeltern, doch dieses erste Zuhause tragen wir bis heute im Herzen. Für uns ist die Berliner Brücke Heimat – ein Ort der Identität, der Erinnerung und der Zugehörigkeit“, sagt Rocco Artale.
Mit der neuen Gabionenwand möchten wir diese Erinnerungen lebendig halten. Denn die Geschichte des Italienerdorfes ist nicht nur ein Teil der Vergangenheit – sie gehört zu Wolfsburg und zu den Menschen, die unsere Stadt bis heute ausmachen.