Ganztagsbildung neu gedacht
Neues Rahmenkonzept für Grundschulen soll in 2026 starten

Ganztagsbildung verändert sich – und wir gestalten diesen Wandel aktiv. Das neue Rahmenkonzept trägt den Titel „Mit Kindern für Kinder – Ganztag gemeinsam gestalten“ und wurde im Geschäftsbereich Schule und Bildung entwickelt. Besonders wichtig: Kinder waren von Anfang an Teil des Prozesses. Gemeinsam mit Schulen, Eltern und Trägern haben sie ihre Perspektiven eingebracht.
Gemeinsam entwickelt – Schritt für Schritt umgesetzt
Das Konzept setzt auf klare Zuständigkeiten, gute Zusammenarbeit und echte Beteiligung. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2029 und ist modular aufgebaut. So können Schulen passgenau und entsprechend ihrer Voraussetzungen arbeiten. Für die kommenden Jahre sind dafür entsprechende Finanzmittel eingeplant.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann betont die Bedeutung für die ganze Stadt: „Ganztagsbildung ist ein zentraler Baustein für Chancengleichheit und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit dem neuen Rahmenkonzept schaffen wir eine verlässliche Grundlage, um den Rechtsanspruch umzusetzen und Wolfsburg als starken Bildungsstandort weiterzuentwickeln.“
Qualität steht im Mittelpunkt
Ganztag bedeutet für uns mehr als Betreuung. Es geht um Bildung, Entwicklung und soziale Erfahrungen. Genau hier setzt das neue Konzept an. Schul- und Bildungsdezernentin Iris Bothe erklärt: „Ganztagsbildung ist weit mehr als Betreuung. Sie ist ein Bildungsraum, in dem Kinder sich entfalten, soziale Kompetenzen entwickeln und individuelle Stärken entdecken können. Mit dem neuen Rahmenkonzept stärken wir die Eigenverantwortung der Schulen, verbinden schulische Bildung und Jugendhilfe systematisch und stellen die Bedürfnisse der Kinder konsequent in den Mittelpunkt. Entscheidend ist dabei nicht nur der Ausbau, sondern die Qualität und die Wirkung des Ganztags.“
Klare Strukturen für einen starken Ganztag
Konkret verzahnt das neue Modell schulische Bildung mit Angeboten der Jugendhilfe. Nicht-pädagogische Fachkräfte werden gezielt qualifiziert, gleichzeitig schaffen verlässliche Rahmenbedingungen eine langfristige Fachkräftebindung. Ein einheitliches Fördersystem sorgt für Transparenz und klare Finanzierung.
Ein begleitendes Fach- und Finanzcontrolling sowie schulbezogene Qualitätszirkel stellen sicher, dass das Konzept nicht nur eingeführt, sondern kontinuierlich weiterentwickelt wird. Auch mögliche Fördermittel des Bundes behalten wir dabei im Blick.
Aktuell befindet sich der Verwaltungsvorschlag in der politischen Beratung. Die abschließende Entscheidung trifft der Rat der Stadt Wolfsburg.