Tag der Demokratiegeschichte im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K
Am 18. März 2026 wird bundesweit erstmals der Tag der Demokratiegeschichte gefeiert. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird mit zahlreichen Veranstaltungen an Menschen, Orte und Momente, die Demokratie möglich gemacht haben, erinnert. Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im M2K feiert den Tag der Demokratiegeschichte mit drei Veranstaltungen bei jeweils freiem Eintritt:
„Die Demokratie klingt wie… – Gospel“ am Dienstag, 17. März. Um 19:30 Uhr probt der Gospelchor der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petrus/Heiliggeist unter Leitung von Propsteikantor Paul-Gerhard Blüthner im Gewölbekeller des Schlosses Fallersleben. Publikum ist dazu herzlich eingeladen. Der Gospel, unter anderem der traditionelle Gemeindegesang afroamerikanischer Sklaven, erinnert uns daran, dass der Weg zur Demokratie in unserem Land lang, schwer und mit unermesslichem Leid für andere Völker verbunden war.
Am Mittwoch, 18. März, sind um 1900 Uhr „Künstler*innen-Stimmen für Demokratie und gegen Krieg“ zu hören. Die demokratische Rechtsordnung in unserem Land ist aktuell von innen und außen bedroht. Auf die Folgen derartiger Bedrohungen verweist die aktuelle Kunstausstellung „WAR und ist KRIEG“ im Hoffmann-Museum. Auf einem Rundgang berichten die Künstlerinnen Sabina Kaluza und Iryna Vorona über ihre persönlichen Beweggründe, familiären Erfahrungen – geprägt vom Zweiten Weltkrieg und vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine – sowie über ihre künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Erfahrungen.
Am Donnerstag, 19. März, um 19:00 Uhr fragt der Philosoph Stefan Wolf „Wozu Pazifismus?“ und reflektiert in seinem Vortrag sowie im Gespräch mit dem Publikum zu diesem „unzeitgemäßen Begriff“. Die aktuelle geopolitische Lage scheint keine Sicherheiten mehr zu kennen und auch keine Gewissheiten – bis auf eine: das Vorrecht der Stärkeren, nach innen wie außen. Philosophie kann helfen, sich im eigenen Nachdenken umsichtiger zu orientieren. Wie könnte ein zeitgemäßer Pazifismus aussehen und was hätte er zur Verbesserung der globalen Situation beizutragen?