
Wolfsburg erreicht einen weiteren Meilenstein in der Innenstadtentwicklung! Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) wird umfassend neugestaltet. Aus dem ZOB sollen künftig zwei zentrale Umstiegspunkte werden: einerseits der sogenannte „CityHub“ in der Nähe des jetzigen ZOB-Standorts und andererseits der „RegioHub“ westlich des Hauptbahnhofs.
Alles neu am Nordkopf: Im Zuge der Neuplanung des ZOB werden gleich mehrere Hauptanliegen in der nördlichen Porschestraße umsetzbar. Wir wollen…
… den Nordkopf komplett vom Kfz- und Individualverkehr befreien.
… die Designer Outlets Wolfsburg (DOW) besser an die Innenstadt anbinden.
… das gesamte Areal moderner und grüner gestalten.

Das bietet der „CityHub“:
Der „CityHub“ entsteht in der Nähe des aktuellen ZOB-Standorts, also der nördlichen Porschestraße. Hier soll es künftig nur noch acht statt bisher zwölf Bussteige geben. Der „CityHub“ wird den innerstädtischen Busverkehr abarbeiten.
Das bietet der „RegioHub“:
Der „RegioHub“ entsteht westlich und in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Hier entsteht der Knotenpunkt für den regionalen und überregionalen Busverkehr.
In der nächsten Ratssitzung am 10. Dezember möchte sich die Stadtverwaltung für ihre Ideen einen Grundsatzbeschluss einholen, auf welchem dann die konkreten Planungen aufgenommen werden können. Mit einer Grundsatzentscheidung für die Neuplanung des ZOB wird es voraussichtlich zahlreiche Veränderungen und Anpassungen am Nordkopf geben.
Verkehr am Nordkopf:
Die Straßen „Willy-Brandt-Platz“ und „An der Vorburg“ sollen für den Autoverkehr gesperrt und somit nicht mehr befahrbar sein. Gleiches wird auch für die nördliche Porschestraße und Teile der Heßlinger Straße gelten. Das phaeno-Parkhaus und das DOW werden von Osten her für den Pkw-Verkehr angebunden. Zwischen dem LSW-Tower und der Porschestraße 1 soll ein Mini-Kreisel entstehen, damit die Busse der WVG optimal eingesetzt werden können. Hier soll demnach das Verkehrskonzept vollständig neu geplant werden.
Hauptbahnhof:
Trotz der Neuplanung des Verkehrskonzepts am Nordkopf wird der Hauptbahnhof durch den Tunnel auch weiterhin von Osten aus per Auto erreichbar bleiben. Mit dem RegioHub bekommt der Hauptbahnhof eine noch größere Bedeutung für den regionalen und überregionalen Verkehr. Außerdem wird am Bahnhofsgebäude ein sogenannter „Kiss & Ride“-Bereich für Reisende eingerichtet.
Freiraumkonzept:
Im Anschluss an die Grundsatzentscheidung wird die Verkehrsplanung finalisiert. Damit ist dann auch eine vollständige Neuplanung des Freiraumkonzepts möglich. Dabei sollen die entstehenden Potentiale für Klimaschutz, Aufenthaltsqualität und nachhaltige Mobilität bestmöglich genutzt werden. Schon jetzt steht fest: Der Nordkopf wird grüner und vor allem für Fußbänger*innen als „Flaniermeile“ zwischen DOW und Innenstadt deutlich attraktiver
Ergänzende Mobilitätsangebote:
Geprüft werden zudem ergänzende Mobilitätsangebote – wie z. B. Sharing-Angebote und Fahrradservices – und wie diese bestmöglich in die Hubs integriert werden können. Parallel läuft die Abstimmung mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig über die Anpassung der Linienführungen der Regionalbusse.
Weiterer Zeitplan:
Die Vorlage der Verwaltung mit dem entsprechenden Grundsatzbeschluss startet nun in die politische Beratung. Eine Entscheidung trifft der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 10. Dezember. Mit dem Grundsatzbeschluss kann die Verwaltung die Planungen für den neuen ZOB konkretisieren.
25. November: Ausschuss für Strategische Planung, Wirtschaft, Digitalisierung und Stadtentwicklung (Strategieausschuss)
27. November: Planungs- und Bauausschuss
10. Dezember: Rat der Stadt Wolfsburg
Lange Vorlaufzeit:
Die Planungen zum Umbau des ZOB haben ihren Ursprung bereits im Jahr 2007, als der erste Ratsbeschluss für ein Verkehrskonzept für den Nordkopf gefasst wurde. Zuletzt erfolgten 2023 ein Ratsbeschluss zur Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts und eines Verkehrsgutachtens für die Innenstadtentwicklung sowie 2024 zur Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts durch das renommierte dänische Planungsbüro Henning Larsen Architects.
Die daraus resultierenden Vorschläge zur Nordkopfgestaltung mündeten - nach umfangreichen Anpassungen, Verkehrssimulationen und Machbarkeits-Prüfungen - in dem vorliegenden Grundsatzbeschluss. Hierfür ist mit Umbau- und Planungskosten von bis zu zehn Millionen Euro zu rechnen, die voraussichtlich zu 50 Prozent förderfähig sind. Weitere Kosten entstünden durch die Neugestaltung der gewonnenen Freiräume.

