Pending Translation: Bedarfsgerecht, praktikabel, anpassungsfähig
Pending Translation: Handlungsrahmen zur Schaffung von gefördertem Mietwohnraum erarbeitet
Unser Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen nachhaltig zu sichern und gleichzeitig die soziale Durchmischung in allen Stadt- und Ortsteilen zu stärken. Dafür haben wir nun einen Handlungsrahmen erarbeitet, den wir der Politik zur Beratung vorlegen. Eine Entscheidung trifft der Rat der Stadt Wolfsburg im Mai.

Pending Translation: „Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit – auch hier in Wolfsburg. Mit dem neuen Handlungsrahmen nutzen wir gezielt die deutlich verbesserten Förderkonditionen des niedersächsischen Wohnraumförderprogramms. So profitiert eine deutlich breitere Zielgruppe von dem neu geschaffenen Wohnraum. Gleichzeitig setzen wir klare, verlässliche und zugleich flexible Voraussetzungen, um den geförderten Mietwohnungsbau gezielt zu stärken. Hiermit erfüllen wir einen wichtigen Teil unserer Wohnungsmarktstrategie und schaffen eine verlässliche Grundlage für mehr bezahlbaren Wohnraum“, erklärt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Im Mittelpunkt steht ein verbindlicher und zugleich flexibler Rahmen für künftige Wohnbauentwicklungen. Dieser zeichnet sich insbesondere durch drei zentrale Eigenschaften aus: bedarfsgerecht, praktikabel und anpassungsfähig.
Pending Translation: Bestand bei gefördertem Mietwohnraum soll langfristig ausgebaut werden
Pending Translation: Bedarfsgerecht ist der Handlungsrahmen, weil geförderter Wohnraum in allen Stadt- und Ortsteilen entstehen und stabile Nachbarschaften fördern soll. Ziel ist es, auslaufende Bindungen bis 2035 mindestens zu kompensieren und den Bestand langfristig auszubauen. Mit klaren Vorgaben und transparenten Verfahren schafft er zudem Planungssicherheit für Investor*innen. Praktikable und einheitliche Abläufe ermöglichen effizientere Entscheidungen und erhöhen so die Umsetzbarkeit. Außerdem erhalten Vorhabenträger*innen Spielräume für projektbezogene Lösungen, sodass der Rahmen auch unter sich verändernden Markt- und Förderbedingungen flexibel, anpassungsfähig und wirksam bleibt.
„Der Handlungsrahmen ist das Ergebnis eines dezernats- und fachbereichsübergreifenden Prozesses – ergänzt um wertvolle Impulse aus Politik und Wohnungsgesellschaften. Gerade aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen bezüglich gestiegener Baukosten und Zinsen ist der Bau von Mietwohnraum für Investoren weniger attraktiv. Umso wichtiger ist es, die Unterstützung der Wohnraumförderung zu nutzen. Parallel setzen wir uns auf Landesebene dafür ein, die Förderbedingungen auch für Modernisierungsmaßnahmen weiter zu verbessern“, ergänzt Kai-Uwe Hirschheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat.
Pending Translation: Handlungsrahmen gilt ab zehn Wohneinheiten
Pending Translation: Der Handlungsrahmen gilt künftig für alle Wohnbauvorhaben ab zehn Mietwohnungen, wenn die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich ist oder die Vergabe kommunaler Grundstücke in bestehenden Bebauungsplänen erfolgt. Grundsätzlich ist ein Mindestanteil von 25 Prozent der Wohneinheiten als geförderter Wohnraum festgelegt. Bei Projekten mit bis zu 79 Wohnungen kann dieser Anteil flexibel bis auf 100 Prozent erhöht werden. Für die Sicherstellung der sozialen Durchmischung müssen Vorhabenträger*innen ein entsprechendes Konzept vorlegen. Dieses soll unter anderem eine Mischung aus freifinanziertem und gefördertem Wohnraum für Haushalte mit geringem und/oder mittlerem Einkommen sowie verschiedene Wohnungsgrößen für unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigen.
Für größere Wohnbauvorhaben ab 80 Mietwohnungen werden sowohl der Anteil an gefördertem Wohnraum als auch das konkrete Durchmischungskonzept individuell festgelegt. Dabei ist stets eine Kombination aus frei finanziertem und gefördertem Wohnraum vorgesehen. Der Handlungsrahmen ist rechtlich verbindlich für Neubauvorhaben. Für (energetische) Modernisierungen bestehender Gebäude dient er als Empfehlung.
Pending Translation: Hintergrund: Warum der Handlungsbedarf bei Mietwohnraum steigt
Pending Translation: Die Bedeutung von bezahlbarem Wohnraum wächst bundesweit, so auch bei uns in Wolfsburg. In unserer städtischen Wohnungsmarktstrategie wurde daher das Ziel verankert, ausreichend bezahlbaren Wohnraum vorzuhalten – sowohl im Bestand als auch im Neubau. Um dies zu erreichen, ist eine aktive Wohnungsmarktpolitik sehr wichtig. Eine zentrale Rolle spielt dabei der geförderte Mietwohnungsbau. Durch die niedersächsische Wohnraumförderung entstehen nicht nur Wohnungen für Haushalte mit geringem Einkommen. Auch breite Teile der Mittelschicht profitieren seit der Anhebung der Einkommensgrenze um rund 25 Prozent (März 2025). Dadurch haben aktuell rund 30 Prozent der Haushalte Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein.
Auch wenn Wolfsburg gut aufgestellt ist – im Rahmen unserer Wohnbauoffensive entstanden etwa zehn Prozent der Neubauten im geförderten Segment – wächst die Bedeutung von gefördertem Wohnraum auch hier. Zwar gibt es in Wolfsburg noch vergleichsweise viel preisgünstigen Wohnraum im freifinanzierten Segment, doch dieser Bestand wird künftig weiter abnehmen. Denn durch Sanierung und Modernisierung steigt zwar die Wohnqualität, in der Regel jedoch auch die Mieten. Deshalb muss der geförderte Wohnraum künftig eine wichtigere Rolle bei dem Erhalt von bezahlbarem Wohnraum einnehmen als bisher.